Elbbrücke: Ein Bürgermeister auf dem Kriegspfad

Bürgermeister Dehde aus Neu Darchau hat einen Brief an Lüneburgs Landrat Manfred Nahrstedt geschrieben, eine Art Kriegserklärung, falls der Landkreis wirklich bei Neu Darchau wieder die Elbbrücke plant.

Bürgermeister Dehde aus Neu Darchau hat einen Brief an Lüneburgs Landrat Manfred Nahrstedt geschrieben, eine Art Kriegserklärung, falls der Landkreis wirklich bei Neu Darchau wieder die Elbbrücke plant.

Das gibt Ärger. Weil der Landkreis Lüneburg die Planung für die Elbbrücke Neu Darchau wieder aufnimmt, bahnt sich ein handfester Streit mit der Gemeinde Neu Darchau an. Bürgermeister Klaus-Peter Dehde hat jetzt einen geharnischten Brief an Lüneburgs Landrat Manfred Nahrstedt geschrieben, Quintessenz: Wenn er schon unbedingt planen will, dann bitte im eigenen Landkreis, aber nicht auf dem Gebiet von Neu Darchau.

Dehde nennt als Option Bleckede, „denn es gibt dort ja offensichtlich eine breite Unterstützung“.

Schon alte Vereinbarungen, klagt Dehde, seien nicht eingehalten worden, neu wird es mit ihm zum Schutze Neu Darchau und seiner Bürger nicht geben. Der Hochwasserschutz sei zudem nahezu unberücksichtigt, aber elementar.

Den ganzen Brief lesen Sie im Elbbrücken-Check auf dieser Seite, einfach klicken

Über jj

Journalist, Dipl.-Kaufmann
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7 Antworten zu Elbbrücke: Ein Bürgermeister auf dem Kriegspfad

  1. Kevin Schnell schreibt:

    Nanu, Herr Wiemann,

    so verschnupft mit Herrn Dehde und seinen Fürsprechern hier im Forum? Dabei gibt es brisante Neuigkeiten: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/2113852-arena-finanzamt

    Ihre Prognosen und die sachkundigen Analysen von Frau Dr. Jäger, Herrn Professor Boeck, Herrn Maier und dem Ratsherrn Pauly scheinen durch diese (von Ihnen Vieren erwarteten) Entwicklungen bestätigt. Mich würde interessieren, wie Sie die Reaktion des Finanzamtes und der sich daraus ergebenden (beinharten) Konsequenzen bewerten.

    Dann sollten Sie aber auch zu den Entwicklungen im Raum Darchau kurz Position beziehen, die mit dem amtlichen Schreiben des dortigen Bürgermeisters rechtliche Realität geworden sind. Herr Schrill hatte Sie gestern ja schon etwas angeteasert und um einen Kommentar gebeten. Wer, wenn nicht Sie, kann die (notwendige) den sicher langandauernden Prozess begleitende Diskussion auf einem Niveau halten, das bei Betroffenen, Teilnehmern und Beobachtern gleichermaßen die Wahrnehmung von Nuancen schärft und jedem stetige Erkenntnisgewinne verspricht?

    Denken Sie bitte an den durch und durch liberalen Heine, den die Spannungen im Verhältnis zu seiner willensstarken, andersmeinenden Katharina auch nur vorübergehend verstummen ließen. Solange nämlich, bis er erkannte, dass gerade solche „schwierigen“ Beziehungen oft den inneren Quell äußerer Produktivität besonders lustig zum sprudeln bringen, aus welchem dann der eigenen Sache die belebendsten Energien, die sanfteste Sprachgewalt und die fruchtbarsten Gedanken zuströmen:

    Gesanglos war ich und beklommen
    So lange Zeit – nun dicht’ ich wieder!
    Wie Thränen, die uns plötzlich kommen,
    So kommen plötzlich auch die Lieder.

    Melodisch kann ich wieder klagen
    Von großem Lieben, größerm Leiden,
    Von Herzen, die sich schlecht vertragen
    Und dennoch brechen wenn sie scheiden

    […]

    Quelle: „Neue Gedichte“ von H. Heine. Hamburg, bei Hoffmann und Campe. 1844, S. 154 / 155. (Paris, chez J. J. Dubochet & Cie., rue de Seine, 33) H. G. Voigt’s Buchdruckerei. [Erstdruck: 23. Mai 1835 in: „Morgenblatt für die gebildeten Stände“]

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  2. Thomas Schrill schreibt:

    Sehr geehrter Herr Kreistagsabgeordneter Wiemann,
    haben Sie den Brief Ihres Kollegen, des Lüchower Kreistagabgeordneten und Bürgermeisters von Neu Darchau, Klaus-Peter Dehde, Punkt für Punkt durchgelesen? Wie würden Sie als ein Kenner der Sachlage dessen Anmerkungen und Einwände kommentieren, wenn Sie einem Bürger wie mir erklären sollten, wo der Politiker aus unserem Nachbarkreis richtig liegt und wo eventuell daneben?

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    • Wiemann schreibt:

      Sg Herr Schrill,
      im Gegensatz zum Arena-Desaster hat die Elbbrücke aktuell für mich keine hohe Priorität. Der Dehde-Brief ist ein „Sturm im Wasserglas“. Die Argumente sind überwiegend alt und wurden bereits mehrfach, auch von hochqualifizierten Gutachtern (siehe Fakten-check), beantwortet. Aber wie mehrfach gesagt, für mich gibt es keine allgemeinverbindliche „Wahrheit“, es kommt auf individuellen „Blickwinkel“ an. Die offenen Fragen, zu „seiner“ vielfach von ihm herangezogenen (lange überholten) Bürgerbefragung, beantwortet BM Dehde leider selbst nicht.
      Ich bitte um Verständnis, das ich meine knappe Freizeit aktuell auf das Arena-Desaster konzentriere, da hier kurzfristige Entscheidungen notwendig sind. Hier kämpfe ich erneut (parteiübergreifend!) für meine Überzeugung, die bisher mehrheitlich nicht geteilt wird. Schließlich hat auch diese Medaille zwei Seiten.
      Hier freue ich mich über eine intensive, öffentliche Diskussion (auch im Blog), die mir und allen selbstkritischen Entscheider neue Anregungen gibt.
      LG
      Berni Wiemann

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  3. Otto Berg schreibt:

    Aus JeJe’s Instagram-Welt:

    Bürgermeister Dehde in Neu Darchau stellt sich quer bei den Elbbrücken-Plänen, jetzt hat er dem Landrat einen geharnischten [Brief] geschrieben. https://tinyurl.com/y995yadc. #lüneburg #neu_darchau #Elbbrücke

    → 29. November 2018, 13:33 Uhr: https://www.instagram.com/p/Bqxk_pqF2ct/

    Müsste es nicht besser heißen, Bürgermeister Dehde in Neu Darchau stärkt den Gegnern der Elbbrücken-Pläne das Rückgrat? Mit Ihrer Wendung vom „Querstellen“ machen Sie aus Dehde einen isolierten Opponenten, der von den Käptn Bullerjahns und Jan Daddels auf dem schwerfälligen, von dünnem Verbaldampf getriebenen Rats- und Kreishausschlepper „Max“ sofort bei den „Querulanten“ einsortiert wird. (Siehe die läppische, in diese Windrichtung deutende Wortmeldung von Steinbildhauermeister Mencke oder die ähnlich unterkomplexen Mosereien in den „sozialen“ Medien.*) In Wirklichkeit ist es aber doch wohl so, dass der LK Lüchower KTA Dehde keineswegs nur aus der Neu Darchauer Froschperspektive auf die Angelegenheit schaut, sondern dass er, was die Sachkenntnisse angeht, seinen Kolleginnen und Kollegen aus dem KT des LK Lüneburg mindestens ebenbürtig, und was Genauigkeit, ökonomische Fantasie und Weitblick betrifft, den allermeisten wohl sogar weit überlegen ist. Viele nennen ihn nur darum „Luther“ oder „Kohlhaas“, weil sie, da sie keine überzeugenden Argumente haben, ihn propagandistisch ins Unrecht setzen wollen. Denn sie ahnen, er ist eine der wenigen Stimmen der Vernunft in der Region, die an der Spitze UND in der Breite gehört werden.
    ________________

    * Etwa auf facebook.com/landeszeitung/ :

    André Dornbusch Absolut egoistisches Verhalten des „Bürgermeisters“ Dehde.
    vor 9 Std.

    Sebastian Hahn André Dornbusch Nein nein er wohnt nur auf der richtigen Seite anscheinend
    vor 8 Std.

    André Dornbusch Sebastian Hahn Na ja, ich denke wir sind auf der richtigen Seite. Jetzt will er auch noch eine neue Fähre haben. Kleiner „Trump“?
    vor 4 Std.

    Klaus-Peter Dehde André Dornbusch nein, er will keine neue Fähre. Er will, dass die Schülerinnen und Schüler auch bei Niedrigwasser über die Elbe bei Neu Darchau setzen können.
    vor 19 Min..

    André Dornbusch Klaus-Peter Dehde Das geht auch wunderbar mit einer Brücke! Und dann können die Schüler im Bus sitzen bleiben.
    Verwalten
    vor 11 Min.
    _________________
    Rita Schmidt Sehr überzeugend, der Bürgermeister! Insbesondere, was die Zuwegung und den wirtschaftlichen Nutzen (siehe Dömitz) angeht.
    vor 8 Std.

    Stephan Busse Ich mag den Bürgermeister. 🙂
    vor 7 Std.

    Michael Ziemann Brücke Bleckede
    vor 4 Std.
    ________________
    Matthias Behpunkt Wenn man ständig gegen alles ist, dann braucht man sich nicht wundern, wenn man sich zu einer „abgehängten“ Region entwickelt!!! Typisch DAN!
    vor 3 Std.

    Klaus-Peter Dehde Matthias Behpunkt ich bin für eine gute Fähre und dafür, dass Lösungen nicht auf dem Rücken anderer ausgetragen werden.
    vor 16 Min.

    Matthias Behpunkt Klaus-Peter Dehde Eine Fähre wird wohl kaum 365/7/24 fahren,
    selbst wenn wir kein extremes Niedrig-, Hochwasser oder Eisgang haben…
    vor 1 Min.

    Quelle: https://de-de.facebook.com/landeszeitung/posts/2229264017107210?comment_id=2229686030398342&reply_comment_id=2229925103707768&comment_tracking=%7B%22tn%22%3A%22R3%22%7D

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  4. Klaus Bruns schreibt:

    eigentlich bedauerlich, dass man politiker nicht wegen groben unfugs belangen kann. wenn es anders wäre, gäbe es weniger politiker und weniger groben unfug. viele köche verderben nun mal immer noch den brei.

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  5. Rainer Mencke schreibt:

    Elbbrücke, Arena, Kreissiedlungsgesellschaft, LSK-Stadion, Westumgehung, 3D-Campus….. alles Themen die keine Erfolgsstory versprechen ! Alles Projekte die man mag, wenn sie nicht vor der eigenen Haustür stattfinden ! Die Frage bleibt spannend, wie die Region sich entwickeln wird….oder entwickeln soll…..oder nicht entwickelt……oder ?

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    • Kevin Schnell schreibt:

      Hallo Herr Mencke,

      finden Sie es nicht auch erstaunlich?

      Zum Verkehrsgroßprojekt „Darchau“ liegt eine ebenso ins Detail gehende wie nahezu umfassende, beinahe täglich ergänzte Materialsammlung vor: https://blog-jj.com/fakten-check-elbbruecke/

      Außerdem wurde in den zurückliegenden drei Wochen von überaus sachkundigen Leuten zweimal ausführlich und auf allerhöchstem Niveau über die „Arena“ und die „Elbbrücke“ diskutiert:

      – Ab dem 10. November hier:
      https://blog-jj.com/2018/11/10/tarnen-tricksen-und-taeuschen-bei-der-arena/

      – Ab dem 19. November hier:
      https://blog-jj.com/2018/11/19/elbbruecken-check-ein-buergermeister-klagt-an-uns-hat-noch-keiner-gefragt/

      Und trotzdem kommt heute ein CDU-Fraktionsvorsitzender aus dem Rat der Hansestadt Lüneburg, der für die Debatte weniger als Nullkommanichts beizutragen wusste, bräsig daher geeiert und macht aus einem überlegt argumentierenden öffentlichen Brief (https://jj12.files.wordpress.com/2018/11/112818-schreiben-an-landrat-wegen-wegfall-der-geschacc88ftsgrundlage.pdf), in welchem jede Silbe sorgsam abgewogen worden ist, eine lächerliche GESCHMACKSFRAGE, die er mit drei vollkommen inhaltsleeren, sozusagen in bewusstloser Abwehrmaulerei hevorgespulten Ignorantenphrasen „vom Tisch zu wischen“ versucht?

      Insbesondere Ihr Wiederholen der idiotischen Gedankenvakuum-Formel von der „spannenden Frage nach der sich entwickelnden Region“ demonstriert eine derart pomadig überhebliche Dickfälligkeit beim Vermeiden von stichhaltigen, aufs konkrete Einzelne gehenden Gründen, dass ich mich sofort an das nüchtern analysierende Schreiben von Frau Gabriele Schlindwein erinnere, welches diese am 15. November 2018 um 17:27 Uhr Ihrem Kollegen, dem Ratsherrn und Kreistagsabgeordneten aus Ochtmissen, Herrn Ortsbürgermeister Jens-Peter Schultz zugehen ließ – und dessen letzten Absatz Sie, Herr Mencke, nach meinem Dafürhalten lesen – und zu verstehen versuchen – sollten, als sei er eigens für Sie geschrieben worden:

      »Es ist IHRE verdammte Pflicht [öffentlich] nachzuweisen, auf der Grundlage welcher valide ermittelten Erkenntnisse Sie für [z. B. Arena oder Elbbrücke] votieren!!!!!
      […]
      Und ob Sie es nun glauben oder nicht […]: Was ›in Ihrem Umfeld‹ oder ›in Kreisen wo Sie darüber sprechen‹ von ›den meisten‹ gesagt oder empfohlen wird, ist ebensowenig eine akzeptable Basis für Ihre ›Beschlüsse‹ über zweistellige Millionenausgaben im Namen von über 180.000 Menschen wie Ihr ›Bauchgefühl‹. Wenn Ihnen die verantwortungslose Leichtfertigkeit Ihres diesbezüglichen Geredes nicht klar sein sollte, sind Sie in allen Ihren Ehrenämtern fehl am Platze – und zwar auch dann, wenn Ihnen Ihr ›Bauchgefühl‹ etwas anderes signalisiert.« (https://blog-jj.com/2018/11/10/tarnen-tricksen-und-taeuschen-bei-der-arena/#comment-4012)

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