Lüneburgs Wachstumsgrenze ist in Sicht, der Perspektivwechsel in der Stadtentwicklung noch nicht

Das nenne ich Verdichtung, im Baugebiet Ilmenaugarten entstehen weiter Wohnblöcke in bester Lage an der Ilmenau. Foto: jj

Lüneburg, 21 Mai 2019

Nicht einmal mehr 2500 Neubürger trennen Lüneburg von den Grenzen des Wachstums. Bei 80 000 Einwohnern ist Schluss. Das sagt nicht irgendwer, sondern der Oberbürgermeister. Stand 20. Mai hatte die Hansestadt 77 560 Einwohner/innen. Bei so einer kurzen Spanne bis zur Sättigung ist es Zeit, sehr genau die Qualität des nächsten Schrittes in der Entwicklung Lüneburgs zu bedenken. Aber solche Gedanken über die Zukunft haben einen Todfeind, das ist das Menetekel der Wohnungsnot, das fordert: bauen, bauen, bauen. Mit dem Argument Wohnungsnot setzt man moralisch alle und jeden unter Druck und wischt Mahnungen beiseite.

Dabei hat der Oberbürgermeister recht: Mit dem schnellen Bevölkerungswachstum der letzten Jahre überrollen Lüneburg auch die Autos. Der Verkehr kollabiert schon heute regelmäßig, von Radstraßen als Entlastung des Individualverkehrs ist keine Spur, den Marienplatz zum Beispiel in einen Parkplatz für Lastenräder und Räder mit Kinderanhänger zu verwandeln, die sonst keinen Platz in der Innenstadt haben, darüber nur nachzudenken ist schon eine Sünde am Autofahrer. Und mit dem Zuzug füllten sich auch Lüneburgs Schulen und Kindergärten randvoll.

Kurz, die Infrastruktur packt es schon heut nicht mehr. Da hoffen wir mal, dass die Zahl 80 000 nicht nur gegriffen ist und am Ende doch versucht wird, mehr in die engen Stadtgrenzen zu quetschen.

Dabei ist Lüneburg kein Einzelfall. Nur andere Städte reagieren entschiedener. Die Räte in Kiel und Konstanz zum Beispiel rufen den Klimanotstand aus, das heißt, Klima hat künftig Priorität bei der Stadtentwicklung. Hamburg baut für zig Millionen Fahrradstraßen, weil nichts mehr geht. Und nicht nur Duisburg, Offenburg oder Radebeul schreiben Wettbewerbe aus, wenn Areale bebaut werden, die das Stadtbild nachhaltig prägen werden.

Und Lüneburg? Über Fahrradstraßen wird sinniert und mal ein Stummel Radweg auf die Straße markiert, fürs Klima freitags vorm Rathaus demonstriert und die prägenden Neubaugebiete stehen. Dafür fängt die Hansestadt jetzt an, kurz vor ultimo, ein Stadtentwicklungskonzept aufzustellen. Jetzt. Im Grunde handelt es sich angesichts der geschaffenen Fakten vermutlich am Ende eher um eine Retrospektive auf Highlights, Irrungen und Wirrungen der Baupolitik. Die Zukunft ist längst verplant oder schon verbaut. Und wir haben Wohnungsnot.

Blick in den Ilmenaugarten, es entstehen weiter Wohnblöcke in bester Lage an der Ilmenau. Foto: jj

Wie sieht diese Wohnungsnot aus? Stehen Menschen auf der Straße? Zieht die Mietpreisbremse nicht? Fünf Thesen:

1) Lüneburg ist das Überdruckventil für die Metropole Hamburg. Die Hauspreise sind im Vergleich in Lüneburg noch moderat. Das bestimmt den Markt. Das nennt man aber nicht Not, sondern Nachfrage. Und wenn tatsächlich bei 80 000 Einwohner/innen Schluss ist, warum wird dann immer noch das Signal gen Norden gesendet, Lüneburg könne wachsen? Der Nachbarkreis Harburg hat alle Höhen und Tiefen des Zuzugs aus Hamburg durchgemacht und manche bauliche Identität verloren.

2) Die Wohnungsnot wird von der Politik namentlich durch Wartelisten bei Wohnungsbaugesellschaften und Nachfragen bei Investoren untermauert. Dabei wird dort erstmal nur die Suche nach einer besseren Wohnung zu einem guten Preis dokumentieren. Auch ich bin ein Beispiel. Ich war lange auf der Suche. Nach 41 Jahren Mieter-Dasein in Lüneburg und einem Dutzend Umzügen, habe ich nach fünf Jahren mehr oder weniger intensiver Suche ein hundert Jahre altes Reihenhaus gekauft und leidlich saniert. Das hat eben gedauert und ist den Lebensumständen geschuldet. In Not war ich nicht – wie viele andere Suchende. Das wird nur von Politikern anders definiert und alles in den Wohnungsnot-Topf geworfen.

Bauarbeiten an der Ilmenau. Foto; jj

3) Die Mietpreisbremse, die Wildwuchs verhindern soll, interessiert Investoren auf so einem attraktiven Markt wie Lüneburg gar nicht. Die Geldvermehrer ziehen Neubauten hoch, und für die gilt die Bremse nicht, sie können den Preis weiter unabhängig am Markt oder der Rendite bestimmen. Das erschwert für viele die Suche, es ist nur die Frage, ob man das Not nennen darf.

4) Ohne Frage gibt es Wohnungsnot. So suchen viele Flüchtlinge verzweifelt eine Bleibe, um dem Wohncontainern-Dasein an der Peripherie zu entkommen.

5) Lüneburg hat nicht für viel mehr Zuzug Platz, und an diesem Punkt spätestens müssten Stadt und Kreis viel besser zusammenarbeiten, um die Verkehrsinfrastruktur in der Fläche so herzurichten, dass es keine Hürde, ist zum Arbeiten in die Stadt zu fahren oder nach Hamburg in den Zug zu steigen. Bus, Bahn, Rad, Shuttle – es gibt viel zu tun. Also, bauen ja, aber für das bessere Verkehrsangebot.

Blick ins Hanseviertel

Blick ins Hanseviertel. Foto: jj

Solange das nicht passiert, singen Politiker weiter das Klagelied der Wohnungsnot. Sie meinen es ja nicht böse, aber sie sollten sich ruhig mal einen Perspektivwechsel gönnen.

Mein Wunsch: Lüneburgs Zukunft als Stadt wird auf der letzten Strecke bis zur Sättigungsgrenze nicht von Masse, sondern Klasse bestimmt. Geklotzt wurde genug.

Meine Hoffnung; An so einer Wegmarke überlegt sich auch der Rat zweimal, was das Antlitz der Stadt verträgt.

Die Parameter für die Stadtentwicklung, zum Beispiel beim Klima, ändern sich gerade dramatisch. Theoretisch ist das in Lüneburg angekommen, in der Praxis spürt man nur noch zu wenig.

Hans-Herbert Jenckel

Über jj

Journalist, Dipl.-Kaufmann
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24 Antworten zu Lüneburgs Wachstumsgrenze ist in Sicht, der Perspektivwechsel in der Stadtentwicklung noch nicht

  1. Hanni Kröger schreibt:

    Die Lüneburger Sozialdemokraten werden heute das Landratsamt verlieren.

    Auschlaggebend werden neben vielen Versäumnissen in der Fläche vor allem der Arena-Skandal sein und der Umgang mit den Arena-Kritikern, die sich ausschließlich in Online-Medien (z. B. in diesem Blog) artikulieren konnten, aber kaum Antworten und schon gar keine inhaltlich überzeugenden Antworten erhielten. Diese Dialogverweigerung ist symptomatisch für die Unfähigkeit nicht nur der Lüneburger Parteien, einen adäquaten Kommunikationsweg mit Jugendlichen zu finden.

    Ein spätes Warnsignal ist das Video des Youtubers Rezo. In diesem Zusammenhang steht „die CDU“ stellvertretend für alle anderen bestürzend hilflosen Organisationen.

    „Das berührt mich tatsächlich kaum“, erklärt Lüneburgs nach Lebensjahren junger, aber gedanklich offenbar früh vergreister CDU-Kreisvorsitzender Felix Petersen, „zumal solche Videos doch recht schnell wieder in Vergessenheit geraten“: https://www.landeszeitung.de/blog/aktuelles/2575301-krasse-sache

    Was für ein Irrtum.

    Ein Gemeinplatz der Psychologie lautet, dass der Mensch nach einem traumatischen Erlebnis fünf Phasen durchlebt: Leugnung, Zorn, Verhandlung, Depression und Akzeptanz. Zwar bezieht sich dieses Phasenmodell in erster Linie auf den Verlauf der Trauer um Gestorbene – doch auffällige Analogien legen nahe, dass die CDU gerade etwas sehr Ähnliches durchmacht, nachdem der Youtuber Rezo ein Video mit dem Titel „Die Zerstörung der CDU“ veröffentlicht hat und das in die heiße Wahlkampfphase eingeschlagen ist wie eine Bombe. Der Verlust einer Kommunikationsbasis mit dem jugendlichen Gegenüber ist kein auf die CDU begrenztes Problem, doch die Tage nach dem Rezo-Trauma sind symptomatisch für die Unfähigkeit großer Parteien einen adäquaten Kommunikationsweg mit Jugendlichen zu finden.

    In diesem bis heute Morgen über elf Millionen Mal abgespielten Video macht der Youtuber Rezo (26) die CDU für allerlei Missstände in Deutschland und im Ausland verantwortlich. Dafür überspitzt, polemisiert und vereinfacht er in teilweise unerträglichem Ausmaß.

    Doch der völlig überforderte, hilflos zwischen Gehässigkeit, Tollpatschigkeit und peinlicher Möchtegern-Coolness mäandernde Umgang mit diesem Video ist sehr viel bemerkenswerter und zeigt eine tief liegende Verunsicherung der Parteien im Umgang mit jungen Menschen und neuen Medien. Die Politik und die Jugend, sie haben sich voneinander entfernt – so weit, dass sie sich mittlerweile anschreien, ohne sich zu hören.

    Politiker reden immer mehr und sagen immer weniger. Das ist kein neues Phänomen. Doch früher war es vor allem ein Problem der Journalisten: Sie mussten sich mit monologisierenden Nicht-Aussagen der Politiker befassen, sich herumschlagen mit dem geschwafelten Herumnavigieren um die eigentliche Frage herum, immer und immer versuchen, aus dem Politikersprech etwas Klares, Inhaltliches – gar eine Nachricht – zu destillieren.

    Heute aber sehen es alle. 24 Stunden am Tag, zu jeder Tages- und Nachtzeit können Menschen Politikern dabei zuschauen, wie sie Journalisten, Zuschauer und Wähler in inhaltsleere – mal überhebliche, mal anbiedernde und mal ideologisch aufgeladene – Sprechblasen einhüllen. Dahinter steckt immer Kalkül. Personalpolitisches, machtpolitisches, parteipolitisches Kalkül. Ist es nicht eine besondere Ironie, dass es gerade die apolitischen Verlautbarungen der Regierenden sind, welche die Jugendlichen politisiert haben?

    Politiker sollten Inhalte erklären, Kompromisse – mit Argumenten – verteidigen, Schwierigkeiten aufzeigen, Ungewissheiten zugeben. Stattdessen tun sie meist so, als seien sie die Allwissenheit in Person – beziehungsweise in Partei – und verwenden mehr Energie darauf, gegen den politischen Konkurrenten zu kämpfen, statt sich dem Bürger zu erklären.

    Das hinterlässt eine Lücke, in die dann jeder springen kann. Wo ein Bedürfnis unbefriedigt bleibt, findet sich schnell einer, der sich das zu Nutzen macht. So schlägt die Stunde des anderen Extrems: Die, die sagen, „was endlich mal gesagt werden muss“, die populistische Forderungen stellen, einfache Lösungen versprechen. Hier dürfte der Youtuber Rezo noch zu den Harmlosesten gehören.

    Ein Großteil der Politik hat die Jugend verloren, nicht nur, weil sie nicht mit ihr spricht, sondern auch, weil sie ihr nicht zuhört. Wer sein Gegenüber nicht ernst nimmt und immer in Distanz zu ihm bleibt, der kappt jede Verbindung. Und hier sind wir bei dem Verlust und den fünf Phasen (wie wir sie auch aus der verheerenden Arena-Kommunikation des Landrates und der Kreis-SPD kennen).

    1) Zuerst wollte die CDU das Video herunterspielen. „Falschbehauptungen“ und „Pseudofakten“ schimpfte der CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak über das Video (Leugnung). (Leugnung und Verschweigen war auch Herrn Nahrstedts erste Wahl, um Planungsschlampereien und Kostenwucherungen zu verschleiern, die ihm seit Anfang November 2018 bekannt waren.)

    2) Nach einer ersten Schockstarre versuchte man Rezo zu verunglimpfen (Zorn). Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) twitterte, das Video sei „übelste Propaganda“, folge „der brutalen Logik der schönen, neuen digitalen Politikwelt“. Und: Nicht nur die CDU, sondern alle Demokraten sollten alarmiert sein. Hier wird nicht nur ein Youtuber zum Endgegner der Demokraten stilisiert, sondern das für Jugendliche relevanteste Medium und das Internet insgesamt zum Schauplatz einer neuen Dystopie erklärt. (Zorn und Verleumdung von Arena-Kritikern äußerte z. B. Franz-Josef Kamp, der sie pauschal als „Störer“ und „Zweifler“ diffamierte.)

    3+4) Ein entwürdigendes Hin und Her um eine mögliche Antwort folgte. Nach dem Motto „Das Imperium schlägt zurück“ wollte die CDU mit ihrem jüngsten Bundestagsabgeordneten Philipp Amthor, 26, ein Antwort-Video senden (Verhandlung? Depression?), und es ging ein kollektives Aufseufzen durch die Gesellschaft. Schlimmer noch als diese Ankündigung hätte nur das Video sein können – aber davon distanzierte sich die Partei schließlich. (Auch Arena-Kritiker, die man zuerst zu beschädigen, lächerlich zu machen oder auszugrenzen versuchte, sollten später in „persönlichen“ Gesprächen von Partei-Häuptlingen umarmt werden.)

    5) Dann, endlich, tat Paul Ziemiak etwas, das man fast schon souverän nennen könnte: Er lobte Rezo öffentlich („Was mich sehr freut, er hat es geschafft, viele junge Leute für Politik zu interessieren“) und gab ihm gar Recht: „Er hat einen Punkt getroffen: Wie kommunizieren wir, wie können wir junge Menschen für Politik begeistern?“ (Akzeptanz) (Dieser Schritt steht im Skandal „Arena Lügengurker Schand“ noch aus, wird vermutlich auch nie kommen. Denn die Arena-Kritik anzuerkennen, wäre ja gleichbedeutend mit der Aufgabe des Projekts am momentanen Standort.)

    An einer Stelle täuscht sich Ziemiak aber: Die jungen Menschen müssen nicht für Politik begeistert werden, das sind sie zum Glück schon. Sie kämpfen hartnäckig dafür, dass die Regierung ihre eigenen Klimaziele ernst nimmt und entsprechende Politik macht. Sie demonstrieren gegen ein EU-Gesetz zur Netzpolitik und schauen sich im Internet nicht nur Schmink-Tutorials, Pornos und Spiele an, sondern einstündige Videos über Politik. Das ist eine Generation, die jede Gesellschaft stolz machen sollte. Wer ihr stattdessen mit Überheblichkeit begegnet, darf sich auch nicht wundern, wenn die Antwort laut, polemisch und in Teilen unfair ausfällt – anders werden die jungen Leute offenbar ja nicht gehört.

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    • Stefan Gärtner schreibt:

      Das Video, in dem der junge CDU-Schwakler Philipp Amthor den jungen Youtuber Rezo zu stellen beabsichtigte, gibt es physisch nicht, und das ist schade; denn auch ohne von der CDU-Zerstörung mehr zu kennen, als allüberall zu lesen war, wär’s doch zu schön gewesen, einen prototypisch unwilden Jungen den Anwürfen mit, natürlich, „Argumenten“ kommen zu sehen, damit alles im Talkshowsumpf aus Rede und Gegenrede versinke. Das sah im Morgenblatt ja sogar die Constanze v. Bullion (SZ, 23.5.), dass es sich hier um eine Polemik gehandelt habe, und da ist es nur recht, wenn aus Frankfurt Jasper von Altenbockum (FAZ, 24.5.) genauso scharf zurückschießt, der nämlich „die neue Form von Propaganda“ erkannte, „die der rechtspopulistische Drang nach ,Wahrheit’ und ,Freiheit’ geschaffen hat. Nur handelt es sich in diesem Fall um ein linkspopulistisches Machwerk – und schon heißt es, wie toll es doch sei, dass sich die Jugend in Deutschland mit Politik beschäftige. Aber ist es wirklich ,Recherche’, wie Rezo uns glauben machen will, oder auch nur ,Beschäftigung’ mit Politik, wenn Politiker pauschal als dumm, inkompetent, korrupt und verlogen dargestellt werden? Es ist pure Demagogie, die Methode der AfD, nur eben linksherum.“

      Und nur eben so, dass es nicht darum geht, Grenzen zu schließen und Kopftuchmädchen zu hassen, sondern dass die Armut mit dem Reichtum wächst und ein 26jähriger, und sei’s einer aus dem Internet, die Phrase von der „sozialen Gerechtigkeit“ zu oft gehört hat, um nicht irgendwann das Kotzen zu kriegen und sinngemäß zu sagen: Am Arsch.

      „Der Ton in den sozialen Netzwerken ist gnadenlos, unerbittlich, ohne Anstand und Hemmschwelle“, weiß Jasper, und da hat er sogar recht. „Mit ,Diskurs’ hat das alles nichts zu tun“, denn der findet hinten im Feuilleton statt oder beim Bundespräsidenten, wenn er, das Grundgesetz zu feiern, zu Kaffee und Kuchen lädt und sich ausgewählte Bürgerinnen und Bürger unter Moderation von Sandra Maischberger und Giovanni di Lorenzo über „Gesundheit, Pflege, Rente“ unterhalten dürfen, so die Gelegenheit erhaltend, Politik „nah zu erleben“ (SZ, 24.5.): „Die Distanz wurde überwunden. Das dürften insbesondere jene Gäste gespürt haben, die noch ein Selfie mit der Kanzlerin ergattern konnten.“ Und dann mit dem guten Gefühl nach Hause gehen, Politik sei weder dumm noch verlogen, sondern im Gegenteil eine zum Anfassen.

      Dabei ist doch Distanz das, worum es zu gehen hätte – angefangen bei der Distanz zum dämlich-konformen Selfietum und zu bundespräsidentiellen PR-Terminen –, und ist die eiserne Linksliberalität auch längst dabei, die junge Wut zu vereinnahmen: „Es werden täglich Entscheidungen auf Kosten nachwachsender Generationen gefällt, im Privaten wie in der Politik. Sie betreffen nicht nur den rücksichtslosen Verschleiß des Planeten, sondern auch Renten, Bildung, globale Gerechtigkeit. Eine Jugend, die da ungemütlich wird, gehört nicht verächtlich gemacht. Das Land sollte stolz auf sie sein“ (Bullion) – dasselbe Land, in dem die Rede von der „sozialen Gerechtigkeit“ eine Phrase bleiben wird und das globale Gerechtigkeit, aus gut ökonomischen Gründen, überhaupt gar nicht nicht wollen kann. Da ist es, wieder einmal, nützlich, wenn sich die Illusion nähren lässt, durch etwas schön Ungefährliches wie „kommunikatives Handeln“ (Habermas) gerieten die Dinge in Bewegung, wenn, wie der liberale Leitartikel singt, die Jungen „nachdenken, mitfühlen, sich einmischen, wählen gehen. Was für politischen Nachwuchs kann sich eine Demokratie eigentlich wünschen, wenn nicht solchen?“

      Nämlich die Demokratie von und für Constanze v. Bullion, die bitte nicht mit der Bouillon-Demokratie verwechselt sei, in welcher das Fett immer oben schwimmt, egal wie sehr man rührt.

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  2. Mark Stefan schreibt:

    Impressionen aus der Bäckerstraße:

    Es ist nicht so, dass die junge Frau, die an dem plakatgeschmückten Stand steht und auf Passanten einredet, für die große Politik geboren worden wäre. Janine Fill hat sich zwar schon immer ein bisschen für Politik interessiert – jedoch nur so, dass ihre Mutter bei jeder Gelegenheit damit prahlt. Mit der Geschichte nämlich, wie Janine vor der Bundestagswahl 2009 beim Verunzieren eines CDU-Plakats erwischt wurde und eine Verwarnung von der Polizei kassierte.

    Janine Fill ärgert diese Umdeutung des Geschehens in eine Widerstandstat sehr, die ihre Mutter da in die Welt trägt. Die Bürokauffrau schwört, sie habe nur Angela Merkel etwas typgerechter zu schminken versucht – mit ihrem ersten selbstgekauften Schminkset; während die Mutter mittlerweile sogar behauptet, Janine das Schminkset geschenkt zu haben. Der Rest ist Wut, Hass, Schweigen: die typische Geschichte einer deutschen Familie, die an der Politik zerbricht.

    Dass sich die inzwischen 26-Jährige freilich eines Tages gezwungen sehen würde, mit einer selbstgegründeten Bewegung in den Europawahlkampf 2019 einzugreifen, hätte nicht einmal die Mutter geahnt, bekennende Grünenwählerin und leidenschaftliche Europäerin. Sie trägt wohl ein gutes Teil Mitschuld an Janines später Politkarriere, wie die kräftige Brünette eine Stunde zuvor am Stammtisch ihrer Initiative „Europa nur so mittel“ andeutet.

    „Es hat mich so angekotzt, ihr Gelaber!“, bricht es aus Janine heraus. „Wie wichtig es wäre, dieses Mal wählen zu gehen, wegen des Brexits blablabla angesichts der rechten Gefahr laberlaberlaber, um unsere gute Demokratie zu stärken sabbelsabbelsabbel gegen Isolationismus und autoritäre Tendenzen faselfaselblähblubb. Mir wird jetzt schon wieder schlecht, entschuldigen Sie mich bitte.“

    Während Janine aufs Klo geht, kommt ein junger Hipster an den ansonsten noch leeren Stammtisch und stellt sich als „der Julius“ vor. Minuten später folgen Sabrina und Leon und bestellen Weißweinschorle. Der Julius führt dann auch, als Janine endlich vom Klo zurück ist und nur noch wenig aus dem Mund riecht, auf Schleichwegen zum Stand in der großen Bäckerstraße.

    „Auf die andere Seite wollte ich auch nicht“, rollt Janine unterwegs mit den Augen. „Die nationalistische Scheiße dieser Europagegner kann man sich ja ebenfalls nicht anhören, ohne Gallenkrebs zu kriegen. Guck dir doch den Kack mit dem Brexit an – furchtbar! Kann man denn Europa nicht ein bisschen nüchterner betrachten!?“

    Fünf Minuten später begrüßen die vier ihren Mitstreiter Andi, der schräg gegenüber von Orsay und Douglas den Sonnenschirm aufgestellt hat. Leon und der Julius platzieren daneben die Klapptafeln mit den einprägsamen Bewegungsslogans „Na ja, pffft, Europa halt …“ und „Sonntag vielleicht zu Hause bleiben!“, und dann geht es auch schon los.

    „Was halten Sie denn so von Europa?“, stürmt Janine auf einen Herrn mittleren Alters zu.

    „Och …“ Der Mann kratzt sich am Kopf.

    „Nicht so dolle, ne? Aber ohne geht’s ja auch nicht!“ triumphiert Janine.

    Der Mann lächelt hilflos: „Nee, ne?“

    „Dann lägen wir hier in Deutschland nämlich mitten im Wasser“, lacht Janine. „Kleiner Scherz! Was ich meine: Ohne Europa geht’s nicht, aber mit auch nicht besonders gut. Bleiben Sie also Sonntag ruhig zu Hause.“

    „Ist gut“, sagt der Mann erleichtert und verabschiedet sich schnell.

    Während Leon, Sabrina und der Julius ihrerseits Passanten bearbeiten, erklärt Janine, was sie an Europabefürwortern so peinlich findet: „Die argumentieren in allen Parteien so blauäugig, als wüssten die von dem bürokratischen Wasserkopf nichts, nichts von bewusst geduldeten Steueroasen, nichts von Lobbyismus und nichts von dem Schweinegeld, das das alles kostet. Diese Pulse-of-Europe-Idioten reden von Europa wie verliebte Austauschschüler nach ihrem ersten Sommer in Frankreich. Wie Studenten mit Erasmus-Jahr, Brüssel-Stipendien und Hoffnungen auf eine Karriere, die sie ohne lästige Pass- und Zollkontrollen durch ganz Europa führt.“

    Mit den nächsten Interessierten gibt es deshalb lautstarken Streit. „Die haben ja nicht mal ein Gesetzgebungsrecht in Brüssel!“, hört man Janine brüllen. „Aber mit ihren Scheißverordnungen wollten die selbst den Krümmungswinkel der Gurken bestimmen!“

    „Immerhin haben sie uns den Nichtraucherschutz gebracht“, zischt ein Europa-Fan.

    „Darum raus aus Europa!“, schreit ein Europa-Hasser mit Kippe in der Hand.

    „Kommt wohl auf die Perspektive an“, lacht der Befürworter spöttisch.

    „Ja, was sage ich denn die ganze Zeit?!“, explodiert nun Janine. „Ist eben total durchmischt, die Bilanz!“

    Die Passanten trollen sich verängstigt.

    Dann versammelt Janine ihren Trupp um sich, und gemeinsam skandieren sie minutenlang die Parole: „Widerstrebendes Jein zu Europa – das ist der Gipfel der Gefühle!“ Millionen Wähler, die weder den gehässigen Europa-Argwohn der einen noch die behämmerte Europa-Euphorie der anderen Parteien teilen, müssten sich davon in letzter Sekunde ansprechen lassen. Genau dafür haben sie wochenlang bei Facebook Ortsgruppen gegründet, Schilder gemalt und sich dazu verabredet, am Samstag vor der Wahl auf die Straße zu gehen.

    „Was ist denn Europa überhaupt?“, ereifert sich Janine nun. „Ein Kontinent, der große Schwierigkeiten hat, sich abzugrenzen! Geografisch etwa, wie man in Istanbul oder im Ural sehen kann. Oder beim Eurovision Song ­Contest, wo auf einmal Teile des ­Orients ­dazugehören wie Israel oder Australien!“

    „Denk auch mal an die schwierige Abgenzung zum Mittelmeer“, sagt Leon ernst. „Ansonsten soll Europa für eine Idee stehen. Nur für welche?“

    „Kein Krieg!“, rufen alle höhnisch.

    „Das ist natürlich viel für die Generation der Trümmerfrauen, Nazimänner und Pershing-II-Kinder“, spottet Sabrina. „Aber ein bisschen wenig für uns Nachgeborene, die da verwöhnter sind. Keinen Krieg gab es auch, als ich die letzten Male bei Europa nicht wählen war.“

    „Am besten“, erklärt Janine, „wäre eine Wahlbeteiligung von 43 Prozent, so wie 2009 und 2014.“

    Und dann?

    „Das bringt die Politiker vielleicht ins Grübeln“, sagt Janine. „Oder meine Mutter. Ist mir aber inzwischen wirklich scheißegal. Es kommt halt, wie es kommt.“

    „Genial auf den Punkt gebracht, Janine!“, ruft der Julius begeistert, und die anderen stimmen ein. Frenetischer Jubel ergreift das „Kaufhaus Lüneburg“, welcher die Macht hat, Europa für immer zu verändern – oder auch nicht.

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  3. Luise Harms schreibt:

    Einigkeit über den Grüngürtel-West unter den vier Samtgemeinde-Kandidaten, die den Chefsessel im Reppenstedter Rathaus erobern wollen:

    Jörn Krack (SPD): Ich möchte, dass der Grüngürtel zwischen Reppenstedt und Lüneburg bleibt.

    Steffen Gärtner (CDU): Ich sehe die Planung als problematisch an. Wir können uns kritisch einbringen oder alternativ ganz selbstbewusst dafür werben, dass der 3 D-Campus in Reppenstedt entsteht. Wir haben die dafür nötige Infrastruktur.

    Anikó Hauch (FDP): Ich finde es bedauerlich, dass die Fläche bebaut werden soll. Wir benötigen sie als Frischluft-Korridor. Doch wir entscheiden da leider nichts.

    Oliver Glodzei (GRÜNE): Die grünen Lungen der Orte dürfen nicht weiter zugepflastert werden.

    Quelle: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/2575781-gellerser-haben-die-qual-der-wahl

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  4. Martin Knepper schreibt:

    Herr Jenckel eine wichtige Folge der Lüneburger Übervölkerung haben Sie in Ihrem Artikel nicht angesprochen: die Facharztproblematik. Gerade hatte ich den fiesen Traum, ein reicher approbierter Erbe zu sein und eine Praxis zu eröffnen, schon äußerlich so abweisend als irgend möglich gehalten: Hinter den unbemoosten Gabionen führt ein langer Weg durch eine Kunststeinwiese zur vintageabgerockten Portas-Türe, seitwärts, kaum merklich schief und etwas zu hoch angebracht ein Schild, Groteskschrift: „Facharzt für extrem seltene Krankheiten – Termine nach Vereinbarung – Keine Kassen“. Ansonsten nur eine ungewartete Website mit hohem Orange-Anteil bei T-Online, und auf dem Anrufbeantworter läuft etwas von Janáček. So säße ich den ganzen Tag in meinem arschgemütlichen Sessel, daddelte auf Facebook rum oder versuchte, Werbekugelschreiber von Pharmafirmen aus der Distanz meines ausladenden Schreibtischs in die dafür vorgesehenen Steckvorrichtungen aus blauem Glas zu werfen, auf denen die absurden Phantasienamen extrem seltener Medikamente prangen. Und natürlich drückte ich mir den ganzen lieben Tag irgendwelche Palliative weg, denn da wäre keiner, der den Weg in meine Praxis fände, mich daran zu hindern. Und kichernd würde ich in meinem Wartezimmer die Umschläge der Lesezirkel-Illustrierten tauschen, Geo gegen Tattoo-Magazin, Micky Maus gegen die Super-Illu, ehe die gebeugte kleine Frau vom Lesezirkel sie für die Billigkunden holt. Schön und beschaulich wäre das Leben als Facharzt für extrem seltene Krankheiten, und fände eines Tages doch ein Leidgeprüfter seinen Weg in meine exklusive Praxis, so zöge ich mit großer Geste Umverpackungen von einer neuwertigen Maschine und schlösse ihn dort an; um dann nach ein, zwei Stunden Wartezeit zu dekretieren, die Krankheit sei nicht rar genug, und ob er wüsste, wofür es Hausärzte gebe? Ein Traum, geboren in der zweiten Stunde meines Wartens in einem vollbesetzten Zimmer in der Schießgrabenstraße, und da ist keiner, der die Zeitschriften durchblättert, wer käme auch bei einem Hautarzt nur auf die Idee?

    Von meinem iPad gesendet

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  5. Elena Schünemann schreibt:

    „Über fünf Millionen Klicks? Das berührt mich tatsächlich kaum“, erklärt Lüneburgs CDU-Kreisvorsitzender Felix Petersen, zumal solche Videos doch recht schnell wieder in Vergessenheit gerieten: https://www.landeszeitung.de/blog/aktuelles/2575301-krasse-sache

    Gemeint ist der neueste Youtube-Hype. Gut gegeben, Rezo, möchte man ausrufen, wenn man das Video „Zerstörung der CDU“ gesehen hat. Es beschränkt sich, um sein Ziel zu erreichen, auf wenige Punkte: Arm/Reich, Bildung, Klima, Krieg, Artikel 13. Aber eigentlich geht es nur um einen Punkt: „wie inkompetent, verlogen, verantwortungslos, korrupt, arrogant, fucking dumm und scheiße“ die CDU-Politiker sind. Am Ende des Videos heißen sie nur noch „CDU-Dullis“: https://www.youtube.com/watch?v=4Y1lZQsyuSQ

    Ein bisschen bekommt auch die SPD ihr Fett ab, aber das wirkt so, als habe Rezo die Partei nur erwähnt, weil sonst der Eindruck entstehen könnte, er habe nicht gemerkt, dass die „CDU-Herrschaft“ der vergangenen Jahre eigentlich doch, auf Bundesebene, eine Regierung großer Koalitionen war, unterbrochen von einer Koalition mit der FDP.

    Ein bisschen so geht mir das mit Ihrem Blog-Artikel, Herr Jenckel.

    Sie laden – unmittelbar vor der Landratswahl am kommenden Sonntag – alle furchtbaren Bausünden und alle schlimmen Fehler der Stadentwicklungspolitik während der letzten fünfundzwanzig Jahre bei den Sozialdemokraten ab. Übersehen Sie dabei nicht, dass auch deren Juniorpartner – die CDU unter Althusmann und die Grünen unter Meihsies – ihren gegörigen Anteil daran haben, dass „die Grenzen des Wachstums“ nun erreicht, die nötigen Perspektivwechsel in Richtung Vernunft bei der Stadtentwicklung aber noch kaum vorstellbar sind?

    Und folgt aus alldem wirklich, dass Politiker von CDU, CSU, SPD und GRÜNEN inkompetente Lügner sind? Rezos Video etwa zeigt wohl vielmehr, wozu jemand in der Lage ist, der sein Publikum gnadenlos manipulieren will. Er wird sicher sehr bald, sehr viel „professionellere“ Nachahmer finden. Gut gegeben, Rezo, möchte man deshalb sagen. Aber jeder Like für diese Suada ist ein Armutszeugnis. Und ein Hinweis darauf, wie leicht die Masse Propagandisten auf den Leim geht.

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    • Andreas Janowitz schreibt:

      WTF? Man soll angesichts dieser tätlichen Verblödung auch noch die Contenance bewahren und immer schon freundlich lächeln? Diese „Suada“ ist höflich angesichts der Jauchekübel die als „Angebote“ von den Apperatschiks über einen ausgeschüttet werden!
      Diese üble Beleidigung des verlängerten Arms der Lobbykratie, als Politik verbrämt, „demokratische Entscheide“ hochjubelnd, wobei sich in der echten Welt längst erhebliche Teile der Gesellschaft angewidert abwenden?! Die erbämlichen 42% Wahlbeteiligung ist natürlich auch „Propaganda“ oder wie habe ich das zu verstehen?

      Und da es hier um die sog. „Stadtentwicklung“ geht in der echten Welt dürfen die Schergen tägliche 2 Stündige an- und abfahrten hinnehmen?! In London ist dieser Prozess abgeschlossen? In der Innenstadt wohnt de facto niemand mehr? Die Immobilien dort sind nurnoch Chips im globalen Casino für zufallsreiche Aushilfspotentaten aller couleur? Da Deutschland z.Z einer der Weltweit führenden Geldwäscheplätze ist, wen wundert´s da noch das hier genau dasselbe abläuft? Die Städte werden unbewohnbar. Eine Schergentransportstrecke nach Neu-Darchau würde „Entlastung“ bringen, damit man dort auch alles zubauen kann! Wer heute noch in kürzester Zeit also weniger als 1 Stunde Hin- und Rückfahrt zur Arbeit darf ist schon als Glückspilz zu bezeichen?! Oh wunder sorgt dieser (für Normalos) nutzlose Schergentransportverkehr für weitere Emmissionen…
      Damit dieser sinnlose Wildwuchs weiter gehen kann, werden fossile Energieträger subventioniert: rien ne va plus! , denn wir müssen ja unbedingt am Casiotisch ein Plätzchen kaufen.

      Was soll denn das für ein Leben sein: 5 Tage die Woche 10 Stunden täglich seine Arbeitskraft zum niedrigsten Preis feil bieten zu dürfen? Das ist Realität von Millionen?!
      Mitarbeiter sind sowieso nur Kostenposten? Frauen sowieso, die könnten ja schwanger werden?!

      Anstatt das LüWoBau konsequent auf das hier setzt:
      https://akotec.eu/produkte/kollektoren/
      wird mir dieser Arenaschwachsinn zugemutet?!
      Anstatt das E-On u.a. auch darauf setzt:
      https://www.senertec.de/die-dachs-familie/
      wird dieser Müll vom „Strompreis“ auch noch in der LZ verbreitet?! Ja der Strompreis für Privatabnehmer ist hoch, weil andere gar nichts bezahlen! Darüber findet sich dann nicht eine Zeile in der Apperatschikpropaganda!
      Anstatt das die Sparkassen sowas als Investment anbieten wird mir dieser Zertifikate Schrott angedreht?! Damit die Handelsalgorythmen der Grossbanken auch ja weiter Brennstoff bekommen? Der Flash-Crash sei gepriesen!
      Stadtentwicklung könnte für die Bewohner (sogar für Unternehmer) profitabel sein…

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  6. Jo schreibt:

    Tja, wenn das alles auch den einzelnen Kreistagsabgeordneten etwas anginge…

    Dann würde sich für einen Moment vielleicht sogar ein Bonin zurücklehnen, die Schultern etwas straffen und still in sich hineingrübeln: „Hätte nicht auch ein Bonin mal fragen müssen: Wer vertritt denn eigentlich die Interessen des Bürgers?“ (Letzter Absatz hier: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/2573202-kreistag-arena)

    Braucht er zum Glück aber nicht zu tun!

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    • jj schreibt:

      Hallo, hier geht es mal nicht um die Arena. Und hier geht es damit auch nicht weiter. Abbiegen lg jj

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      • Jo schreibt:

        Aber Sie schreiben doch selbst, dass zu wenig beizeiten nachgedacht wird:

        „Und Lüneburg? Über Fahrradstraßen wird sinniert und mal ein Stummel Radweg auf die Straße markiert, fürs Klima freitags vorm Rathaus demonstriert und die prägenden Neubaugebiete stehen. Dafür fängt die Hansestadt jetzt an, kurz vor ultimo, ein Stadtentwicklungskonzept aufzustellen. – Jetzt! – Im Grunde handelt es sich angesichts der geschaffenen Fakten vermutlich am Ende eher um Retrospektive auf Highlights, Irrungen und Wirrungen der Baupolitik. Die Zukunft ist längst verplant oder schon verbaut.“

        Für die Leute, die immer erst dann große Augen machen, wenn das Kind längst im Brunnen liegt, ist „ein Bonin“ ebenso nur Repräsentant wie die Arena ein Beispiel für verfehlte – oder gar nicht erst aufgestellte – Stadtentwicklungskonzepte ist.

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      • jj schreibt:

        Die Arena muss für alles herhalten, für Kritik, für Anklage, für Ironie, für Vergleiche und natürlich für die Treibjagd auf Protagonisten und fürs Verunglimpfen, das langweilt auf Dauer auch. Die Arena ist vorerst ausdiskutiert, da gibt es aktuell keinen neuen Stand.

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      • Kevin Schnell schreibt:

        Hallo Herr Jenckel,

        WARUM bloß muss die Arena „für alles herhalten, für Kritik, für Anklage, für Ironie und für Vergleiche“?

        Hat das vielleicht mit dem für den Hauptverantwortlichen nahezu folgenlos weiterschwelenden Millionen-Euro-Skandal zu tun?

        Mit Ihrem heutigen Artikel machen Sie doch selbst darauf aufmerksam, dass die „Arena“ kein Einzelfall Lüneburger Stadtplanungsimprovisation, um nicht zu sagen -stümperei, ist, sondern viel eher ein zwar besonders grelles, aber letztlich doch nur EIN Symbol unter zahlreichen anderen für dauernden, fast schon systematisch rechthaberischen Eigensinn einer Verwaltung, die sich nicht mit den Einwohnern ihrer Kommune ins Benehmen setzt, sondern nur mit denen, die von sich selber meinen, für diese Einwohner bestimmen zu dürfen.

        „Treibjagd auf Protagonisten“, „Verunglimpfen“ und „das langweilt auf die Dauer auch“?

        Klingt ein wenig nach dem delegitimierenden Abwehrgerede von ergebenen Nahrstedt-Apologeten wie Franz-Josef Kamp, der nachfragende Bürger schon mal gerne als „Störer“ und „Zweifler“ diffamiert, finden Sie nicht? (Heinz-Christian Strache schlägt zur Zeit in Wien mit solchen Pauschalurteilen um sich.)

        „Die Arena ist vorerst ausdiskutiert, da gibt es aktuell keinen neuen Stand.“

        Übers „Ausdiskutiertsein“ sind die Gemüter geteilter Meinung. Es gibt Involvierte, die wollen (nachvollziehbarer Weise) „Ruhe“. Und es gibt Außenstehende, die wollen (auch nicht ganz unverständlicher Weise) Aufklärung.

        „Da gibt es aktuell keinen neuen Stand.“

        Vielleicht ist ja gerade diese Tatsache eine weitere Facette des Skandals?

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      • jj schreibt:

        Lieber Herr Schnell,
        von der Arena steht keine einzige Silbe im aktuellen Blog, das mauscheln Sie da jetzt so rein, stimmt aber nicht. Und die Planungsbehörde ist der Landkreis, nicht die Stadt, wie Sie schreiben. Zwei Falschaussagen auf die aufgesetzt wird. Jetzt kommt noch Wien dazu, haben Sie es nicht noch eine Nummer größer. lg jj

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      • jj schreibt:

        Lieber Herr Schnell, nun noch mal der Versuch von Ihnen, hier die Arena zu platzieren. Er schlägt fehlt. Dazu hatte ich mich bereits geäußert. Sie mögen ein Meister der Rabulistik sein, aber das verfängt in diesem Fall nicht. Ich bitte um Ihr Verständnis
        lg jj

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      • Kevin Schnell schreibt:

        Auch das ist nicht fair, Herr Jenckel.

        Entweder Sie vertrauen dem Urteilsvermögen der Leser Ihres Blogs und geben diesen die Chance, eigenständig zu beurteilen, was ich geschrieben habe und ob es hierher gehört (genug Platz dafür ist ja da, wie Sie kürzlich selbst anmerkten) bzw. nicht hierher gehört, oder Sie erwähnen meinen Beitrag gar nicht. Aber mich einfach mal so abzuwatschen, ohne das herzusetzen, woran Sie Anstoß nehmen, ist nicht in Ordnung, hat sogar einen Hauch von hochherrschaftlicher Kopftreterei.

        Führen Sie hier ein Debattenforum oder ein Forum, wo Sie bestimmen, was zur Debatte passt und was nicht?

        Auch für Marathon-Journalisten gilt, was Sie Marathon-Oberbürgermeistern bescheinigen: Wichtige Gesprächspartner können abhanden kommen, die denen Kontra geben, an deren Kritik die kauen müssen, aber auf die diese hören, die ihr Handeln dann doch mitbestimmen. Das kann ein schleichender Prozess sein.

        Generell gilt: Dialogische Vereinsamung führt zu einsamen Entscheidungen, das wieder zu Unverständnis bei anderen, sie führt zu hoher Empfindsamkeit und einer niedrigen Toleranzschwelle. Das macht das Schreiben nicht leicht. Ja-Sager sind allerdings das falsche Gegenmittel.

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  7. Karlheinz Fahrenwaldt schreibt:

    Oberbürgermeister Mädge wird in die Analen der Hansestadt Lüneburg als der Initiator der Touristen- und Schlafstadt Lüneburg eingehen. Die Vergabe von Bauland an Multimillionäre auf dem ehemaligen dem Gemeinwohl dienenden Sportplatz in Wilschenbruch und in der Frischluftschneise am kommenden 3-D-Campus wird das Verkehrsaufkommen weiter erhöhen, die Grundstückspreise weiter in die Höhe treiben und der teilweise Verbau der Frischluftschneise wird zu einem Temperaturanstieg in der Innenstadt um mehr als 5 Grad gegenüber den Randbereichen führen, was insbesondere die vielen im Innenstadtbereich lebenden älteren Menschen belasten wird. Darüber hinaus tragen die Neubaugebiete Hanseviertel und Ilmenaugarten, deren Wohnkosten sich nur gut bis sehr gut Situierte leisten können (da werden die 150 geförderten Wohneinheiten im Hanseviertel-Ost für 7,50 pro Quadratmeter nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein) und die das Verkehrsaufkommen noch weiter erhöhen werden, insbesondere da im Hanseviertel KEINE Grundschule entstehen soll. An dieser Stelle werden „Helikoptereltern“ eingepreist. Diese gewollte Entwicklung wird zu einer „Versyltung“ von Lüneburg führen: die Verkäuferin, der Servicehandwerker, die Friseurin und der Büroangestellte können sich das Wohnen in Lüneburg nicht mehr leisten und ziehen ins Umland, was wiederum zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen beitragen wird.

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    • Gertrud Hölscher schreibt:

      Jetzt mal nicht so rumunken, Herr Fahrenwaldt! Es gibt neben dem schnöden Thema Wohnen auch Lichtblicke überlegt in Szene gesetzter hansatischer Lebensqualität. Nehmen Sie nur die trimodale (a, b, c) Multifunktionshalle vor den Toren Adendorfs im Würgegriff von (α) Bundesstraße, (β) Mediamarkt und (γ) Artlenburger Landstraße. Da sind gerade (1.) stadtplanerische Weitsicht, (2.) vorausdenkende Baukompetenz und (3.) verantwortungsvolles Haushalten mit knappsten investiven Mitteln dabei, (A) der Gemeinwohldienlichkeit, (B) der Bedarfsnotwendigkeit und (C) der Automobilreduktion eine Lüner Rennstrecke für (I.) Spitzensport, (II.) Eventkultur und (III.) Profitmaximierung zu bahnen. Auf Mehrzweckparkplätze wurde laut Stadtbaurätin Heike Gundermann aus Gründen (X) der innerstädtischen Klimaverbesserung, (Y) des volkspädagogischen Nudging und (Z) der imagepflegenden Standortaufwertung ganz bewusst verzichtet.

      Diese visionäre, ökologische Zukunftsbewusstheit reflektiert auch Friedrich von Mansberg, indem er seinen deliberierenden Scharfsinn auf die Lüneburger Verkehrsdiskussion im Kontext historischer und materialistischer Dialektik richtet. Besonders für die Besucher aus Winsen, Uelzen und Schnackenburg hat der rhetorisch geschulte Spannungsbogendramaturg sich dabei was ausgedacht: „Klimaschutz ist das zentrale Thema unserer Zeit, auf globaler wie regionaler Ebene. Deswegen denken wir als SPD die Verkehrsfragen im Zusammenhang mit der Arena nicht in erster Linie vom Auto aus. Neben einer für den Regelfall ausreichenden Anzahl von Stellplätzen vor Ort sollten wir uns vor allem darum kümmern, die Anbindung für Fußgänger und Radfahrer und ÖPNV zu verbessern. Eine Fußgänger- und Fahrradbrücke über die Ilmenau verbessert auch unabhängig von der Arena die Anbindung von Adendorf an die Hansestadt.“ Und Andrea Schröder-Ehlers referiert die Ergebnisse ihres „ganz persönlichen“ Gesprächs mit Greta Thunberg: „Wir brauchen darüber hinaus einen Shuttle-Service, der emissionsarm und kostenfrei angeboten werden kann. In diesem Zusammenhang streben wir ein Modellprojekt E- oder Wasserstoffbusse an. Dafür wie für den Bau der Brücke sind überdies Fördermittel einzuwerben.“ (Siehe: https://spd-lueneburg.de/aktuell/nachrichten/2019/524600.php)

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    • jj schreibt:

      Lieber Herr Fahrenwaldt, da liegen sie falsch.
      Ulrich Mädge ist ein Oberbürgermeister, dem Lüneburg viel zu verdanken hat, er hat mit dafür gesorgt, dass Lüneburg heute eine Stadt mit hoher Lebensqualität ist. Und ein Touristenmagnet wegen seiner tadellosen tausendjährigen Bausubstanz. Und natürliche ist die kleine Hansestadt ein Zuzugsort erster Güte. Da fangen dann die Probleme an. Viel führt auch zu vielen Problemen.

      Ulrich Mädge ist ein Oberbürgermeister mit einem unglaublichen Arbeitspensum, und er handelt nicht zum eignen Vorteil, er will gestalten und ist als Taktiker allerdings auch Machtmensch, ja auch Rechthaber. Manchmal gewinnt man heute den Eindruck, die politische Hidden Agenda nehme zu viel Raum ein. Das Verursacht unnötige Reibungsverluste. Trotzdem steht er in der ersten Reihe der großen Oberbürgermeister.

      Über die Jahre sind dem Marathon-Oberbürgermeister, seit 1991, leider wichtige Gesprächspartner abhanden gekommen, die ihm Kontra geben, an deren Kritik er kauen muss, aber auf die er hört, die sein Handeln dann doch mitbestimmen. Das war ein schleichender Prozess. Uwe Inselmann und Wolfgang Schurreit oder der CDU-Bundestagsabgeordnete und ehemalige Oberkreisdirektor Klaus Harries waren solche Politiker, mancher ehemalige Sparringspartner sitzt heute noch hoch im Sattel, aber ist eben kein Korrektiv mehr.

      Generell gilt: Politische Vereinsamung führt zu einsamen Entscheidungen, das wieder zu Unverständnis bei anderen, sie führt zu hoher Empfindsamkeit und einer niedrigen Zornesschwelle. Das macht das Reden nicht leicht. Ja-Sager sind allerdings das falsche Gegenmittel. lg jj

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      • Karlheinz Fahrenwaldt schreibt:

        Lieber Herr Jenckel, die für mich entscheidende Frage: Ist der von der Bevölkerung gewählte Oberbürgermeister in der politischen Landschaft Lüneburgs der Primus inter pares oder der König von Lüneburg? Für Sie als stiller Teilhaber der FB-Seite „Ulrich Mädge Ultras“ ist er natürlich der König. Ein politisch einsamer König aber mit Verdiensten für die Stadt, der nicht groß verdienen will. Und er ist fleißig wie die Bienen (die leider voraussichtlich demnächst zur bedrohten Tierart gehören, wofür ER aber nichts kann, glaube ich). Und der in der falschen Partei ist, weil Ja-Sager ihn zu einsamen Entscheidungen verleiten? Allerdings muss man anerkennen, dass er Visionen hat, und das, obwohl sein ehemaliger Parteivorsitzender im einen Arztbesuch empfohlen hatte. Das was neben seinem Fleiß meine Anerkennung findet ist die Konversion der Kasernen, was für einen ehemaligen Soldaten sicher nicht ganz leicht war. Aber vielleicht können Sie mir ja noch weitere verdienstvolle Aktionen des Oberbürgermeisters Mädge benennen.

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      • jj schreibt:

        Lieber Herr Fahrenwaldt, wie ich sehe, gehören Sie zu den Fans der „Mädge Ultras“-Seite, dass ich da Abonnent bin, habe ich gar nicht gewusst. Lg jj

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      • Klaus Bruns schreibt:

        Ulrich Mädge ist ein Oberbürgermeister, dem Lüneburg viel zu verdanken hat, auch eine Menge zusätzlicher Schulden, die unnötig gewesen wären. Stichwort Feuerwehrbau.

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      • Otto Berg schreibt:

        Hallo Herr Fahrenwaldt,

        als Renegat neigen Sie natürlich zu größtmöglicher Distanzierung von Ihrem ehemaligen geistigen Übervater Helmut Schmidt (das gleiche Verhalten ist bei den selbsternannten „Alternativen“ zu beobachten, die lange ihre „Mutti“ wie eine Göttin angebetet haben, aber seit ihrer Konversion in die opferselige Besserwisserei „Merkel muss weg“ brüllen). Das ist Psychologie Unterstufe. Doch sollten Sie als Ex-Soze wenigstens wissen, dass der fünfte Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland niemals SPD-Parteivorsitzender gewesen ist.

        Sie bescheinigen dem Oberuli Intelligenz, Fleiß und Tatkraft. Das ist doch schon was! Nicht jeder Lüneburger Hauptverwaltungsbeamte besitzt diese Qualitäten.

        Sie fragen nach weiteren Verdiensten?

        Mut und Zivilcourage!

        Nicht jeder in Lüneburg hat den Arsch in der Hose, sich einem Pöbelhaufen dumpfbackiger Hinterwäldlerbürsten entgegen zu stellen oder einem Rektor am Johanneum öffentlich den Rücken der Entscheidungsfreiheit zu stärken, während Landesminister sich zur gleichen Zeit den neo-nationalistischen Obskurantisten andienen, indem sie in Pressemitteilungen über den Wert „deutschen Liedguts“ deliberieren, anstatt die anmaßenden Übergriffe in die demokratische Praxis der innerschulischen Konsensfindung zu verurteilen.

        Außerdem hat Mädge den Mumm, einen von ihm für richtig gehaltenen Weg auch dann weiter zu verfolgen, wenn es sich um einen Holzweg handeln könnte. Die Einleitung eines Disziplinarverfahrens ist das neutralste Prozedere zur Ermittlung eines Fehlhandelns von Wahlbeamten. Oberbürgermeister Mädge hat diesen Weg 2011 bekanntlich gegen seinen Stellvertreter, den wegen seines Fachwissens und seiner Gradlinigkeit hoch geschätzten Ersten Stadtrat Peter Koch, eingeschlagen, um zu seiner großen Erleichterung im Juni 2012 vom Verwaltungsgericht Lüneburg schriftlich bestätigt zu bekommen, einen untadeligen Mann an seiner Seite zu haben. (https://www.abendblatt.de/region/lueneburg/article107797421/Peter-Koch-hat-vor-Gericht-gewonnen.html) Den Mumm, dieses Mittel der Prüfung nun auch gegen Herrn Nahrstedt und Herrn Krumböhmer zu nutzen, um aufzuklären, eventuell sogar zu entlasten, hat, soweit ich sehe, niemand anderer in Lüneburg – selbst unter den LINKEn nicht.

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      • Karlheinz Fahrenwaldt schreibt:

        Moin Herr Berg, das mit Ihrer Vermutung, das der Militarist Helmut Schmidt mein Ziehvater sein soll ist sowas von daneben – wenn dann ist es der Pazifist Willy Brandt! Die persönlichen Charaktereigenschaften des OB Mädge können so oder auch anders ausgelegt werden und sind kein Maßstab für eine Belobigung oder gar Heiligsprechung. Und der Mut und die Zivilcourage bei dem Naziaufmarsch kann auch der Anwesenheit der Presse geschuldet gewesen sein, denn bei der Auseinandersetzung mit den faschistoiden Äußerungen des ehemaligen Bürgermeisters Scharf zeigte der OB ein ganz anderes Gesicht. Was den Landrat Nahrstedt betrifft: nach meiner unmaßgeblichen Meinung war er der verlängerte Arm des OB, völlig ohne Visionen und allein auf die Verwaltung und nicht die politische Gestaltung des Landkreises bedacht und zu disziplinarrechtlichen Dingen habe ich in diesem Block an anderer Stelle schon Stellung genommen.

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  8. Klaus Bruns schreibt:

    Herr Jenckel, es gibt da ein problem. wenn kein wachstum in lüneburg mehr möglich sein soll, werden preise und werte von immobilien sinken. die gier der menschen steht dem aber im wege. man stelle sich vor, die eigentumswohnung ist plötzlich weniger wert, als man vorher bezahlt hat. welch ein aufschrei. das gedränge auf dem wohnungsmarkt wird schwinden und die spekulationsmöglichkeiten mit immobilien auch. und was sollen unsere bauspezies dann machen? da nützt ja plötzlich eine parteizugehörigkeit nichts mehr. welch ein desaster. allein die vielen arbeitsplätze, die dann wegfallen? steuereinnahmen die wegbrechen, es wird ein chaos entstehen, jede wette, ich weiß auch schon wer mit diesen argumenten kommen wird. schmunzeln.

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