Lauter gute Lüneburger Nachrichten für 2020 – mit etwas Beigeschmack

Zu diesen Projekten gibt’s 2020 gute Nachrichten mit Rattenschwanz, garniert mit einem Fünkchen Wahrheit und viel Dichtung zum Jahresabschluss.

Lüneburg, 12. Dezember 2019

Treulosigkeit liegt im Hinterhalt,
Gewalt beherrscht die Straße,
Friede und Recht sind schwer verwundet.“

Die Zeilen beschreiben das Jahr ganz gut, denken wir an den Umgangston im Lüneburger Rat, an die Parallelwelt der Clans auf den Straßen der Hansestadt oder an die Arena-Affäre. Die Zeilen sind aber schon achthundert Jahre alt. So sinnierte Walther von der Vogelweide, als er mal auf einem Steine saß und ein Bein übers andere schlug.

Wir brauchen Gegengift, gute Nachrichten für Lüneburg. Ich habe da mal was angemischt aus Dichtung und Wahrheit – gut verträglich mit einem Glas Glühwein.

Die Arena-Baustelle in der Blauen Stunde von der Straße her gesehen

Die Arena-Baustelle in der Blauen Stunde von der Straße her gesehen

Erste gute Nachricht: Im nächsten Jahr weiht Lüneburg die Arena ein. Von der Baustelle kommen nur noch Fortschrittmeldungen. Dann hat auch das Lamentieren über die Kosten hoffentlich ein Ende. Gut, im Vorfeld mussten die Kreistagsabgeordneten die Hand heben, obwohl es oft mehr Fragen als Fakten zur Event-Halle gab. Am Ende blieb ihnen nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Aber 2020 wird gefeiert. Und es gibt auch noch eine Prämierung mit einem Eintrag ins Schwarzbuch der Steuerzahler.

Aber nichts wäre die Arena ohne einen Rattenschwanz. Wir erinnern uns: Bei einigen Böen kippten dieses Jahr auf der Arena-Baustelle gleich Säulen um. Und weil die Arena womöglich doch nur eine Leichtbauhalle ist, schrumpft die Abschreibungszeit für die 23 Millionen Baukosten auf knapp die Hälfte und liegt wie Grundblei in der Bilanz. Deswegen versucht der Landkreis, figelinsch und risikofreudig, doch noch den millionenschweren Vorsteuerabzug an Land zu ziehen. Er will dafür eigens eine Betreibergesellschaft gründen.

Damit das aber nicht wieder so ein Blindflug wird, sollten die Lokalpolitiker noch einmal im Prüfbericht zur Arena nachlesen, ab Seite 49: „Der Betrieb durch eine kommunale Eigengesellschaft ist nach dem Arbeitspapier mit erheblichen wirtschaftlichen Risiken verbunden. Zur Verdeutlichung werden die Jahresfehlbeträge von sieben Hallen in kommunaler Trägerschaft angeführt, die zwischen 0,9 Mio. € und 4,4 Mio. € liegen (im Mittel 2,7 Mio. €).“ Selbst, wenn man die Vorsteuer abziehen kann, sieht das nicht nach einem Geschäft aus. Am besten, noch mal den ganzen Bericht studieren.

Zweite gute Nachricht: Die Bauern rollen nur noch zweimal nach Berlin, bevor sie für jeden Liter Gülle, den sie nicht auf die Felder bringen, den Gülle-Goody bekommen. Darauf löst sich das Nitratproblem im Grundwasser auf wie das Ozonloch über der Antarktis. Oder war es die Arktis? Und wo ist was?

Dritte gute Nachricht: Die Umsatzverluste durch die digitale Amazon-Zalando-Revolution werden für den Lüneburger Handel durch Subventionen der Bundesregierung und natürlich der EU und durch einen klitzekleinen Zuschuss des Rates abgefedert. Ähnlich wie einst die Agrarsubventionen. Das führt zwar wie in der Landwirtschaft zu Überangeboten, aber dafür gibt es Rabattschlachten. 

In den Schaufenstern der Lüneburger City finden sich alle Tage Rabattangebote. Foto: jj

Vierte gute Nachricht: 2020 können die Händler jedes Jahr zum Jubiläumsjahr küren. Bisher galten 100, 50, 25, 10 oder auch 5 als Jubiläen. Künftig sind auch 1, 11, 22, 33 oder 44 und weitere Schnapszahlen besondere Jubiläen. Und auch bei der Frage, was Tradition ist, gibt es keine ethisch-moralischen Schranken mehr. Tradition hat mittlerweile jede Veranstaltung, die irgendwann schon mal stattgefunden hat. Also in Lüneburg zum Beispiel die Rosenkönigin-Wahl. Aber auch der Black Friday blickt in Lüneburg auf eine lange Tradition zurück. Weitere Rabattschlachten finden dank der Subventions-Politik künftig an jedem Wochentag mit einem A im Namen statt, online auch Sonn- an FeiertAgen.

Fünfte gute Nachricht: Da wir weltweit nur noch von Billionen reden und schon Milliarden-Verluste oder –Strafen wie bei VW mit einem „Hätte ja auch schlimmer ausgehen können“ quittiert werden, wird die offizielle lokalpolitische Wahrnehmungsschwelle auf Summen festgelegt, die oberhalb von zehn Millionen Euro liegen. Was darunter liegt, bedarf keiner Genehmigung oder Abstimmung mehr, weil es hinterher sowieso Streit gibt.

Bisher nur eine Grafik, die gezeichnete Elbbrücke über die Elbe.

Bisher nur eine Grafik, die gezeichnete Elbbrücke über die Elbe.

Sechste gute Nachricht: Dank der Arena und der Kosten-Explosion schrecken den Landkreis Lüneburg große Zahlen gar nicht mehr. Die Elbbrücke kommt, dafür bildet der Landkreis einen Reptilienfonds von 20 Millionen Euro. Muss keiner wissen, kriegt auch keiner mit, weil die Verwaltung das als Anlage zum Etat zum Glück weglassen darf mit dem Segen des Niedersächsischen Innenministeriums. Wenn es soweit ist, wird allerdings Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer schon in der Mautfalle stecken und kann keine Zuschüsse mehr locker machen. Und doller noch: Lüneburgs Wirtschaftsminister Bernd Althusmann ist womöglich mit grüner Hilfe Ministerpräsident von Niedersachsen und erklärt als Dankadresse an die Grünen das Biosphärenreservat zum Klima-Notstandsgebiet und die Haubenlerche anstelle des springenden Pferdes zum neuen Wappentier der Niedersachsen. Das wäre nicht für alle eine gute Nachricht. Aber die Hoffnung stirbt ja zuletzt.

Das Biosphärium im Bleckeder Schloss. Foto: jj

Wo wir an der Elbe sind – siebte gute Nachricht: Der neue Bleckeder Bürgermeister Dennis Neumann drückt im Biosphärium den Reset-Knopf und lässt den letzten kasernierten Biber frei, gibt Obi den Plüsch-Biber zurück und Dentagard die Zahnpasta, die dort nicht mehr ausgestellt werden. Er verkündet, dass das verwaiste Bleckeder Haus zu einem Hotspot der Gamer-Szene wird und das Fährhaus wieder Stint anbietet.

Achte gute Nachricht: Wegen der penetranten wie geschäfts- und rufschädigenden Kontrollen an der Salzstraße und anderswo halten sich die Boliden aus der Parallelwelt in der City an die Durchsfahrtsverbote und Parkverbote in der zweiten Reihe.

Neunte gute Nachricht: Die Stadt hat das Wehklagen satt und gründet eine neue gemeinnützige Stiftung „Stadion“ für den Sport, die mit Zweikommafünfmillionen Euro aus dem Landverkauf in Wilschenbruch, am Wienebütteler Weg und dem Flugplatz aufgehübscht wird. Der LSK überlegt nun, doch wieder in Lüneburg zu kicken.

Zehnte gute Nachricht: Der Kurpark bleibt Funkloch, bekommt zwar neue Lampen, aber ohne WLAN, weil Bürger in Sorge sind wegen der Strahlen namentlich für die Vogelwelt. Stattdessen arbeitet die Stadtverwaltung jetzt an einer Karte, auf der alle Funklochzonen eingetragen werden, die unbedingt erhalten werden müssen: Tiergarten, Liebesgrund, Bockelsberg (da müssen die Villen-Besitzer in der ersten Reihe auch ihr WLAN kappen – inklusive Libeskind-Bau).

Der Libeskind-.Bau erinnert irgenwie immer an einen Raumkreuzer. Foto: jj

Elfte gute Nachricht: 2020 werden auch die weitläufigen wie verwinkelten Seminarräume der oberen Stockwerke des galaktischen Libeskind-Raumkreuzers auf dem Campus unter Volllast

Seminarräume mit schönem Ausblick im Libeskind-Bau der Leuphana. Foto: jj

genommen. Stadt und Landkreis, die den 110 Millionen-Bau mächtig gefördert haben, können ihre Kontingente künftig auch stückeln und Seminarräume in den Obergeschossen belegen. Die toten Winkel zwischen den vielen Türen im Libeskind-Bau werden begrünt und verbessern weiter den Öko-Standard des Uni-Ufos. Elfte News, oh, eine Schnapszahl, eine neuzeitliches Jubiläum, wie wunderbar, ich muss aufhören.

Noch letzte Tickermeldungen: Die lokale SPD übernimmt das Bundes-Beispiel und wählt künftig eine Führungs-Duo und im Rat wird die Zahl der Stellvertreter verdoppelt. Denn doppelt hält besser. Außerdem folgen die Sozialdemokraten damit einer alten wirtschaftspolitischen Weisheit und handeln antizyklisch: Bei schwindender Wählerschar muss man gegensteuern und nominal durch Vorstandsposten dem Ruf der Volkspartei gewährleisten. 

PS: Die nächste Finanzkrise wird wegen des Brexit auf 2021 verschoben, die Banken atmen auf und verhängen gleich Strafzinsen für Sparer. Früher wurde Kasse gemacht mit dem Geld der Sparer, heute eben mit den Sparern. Solange werden die Renten steuerfrei gestellt und im Fernsehen sucht Bauer weiter Frau, Deutschland das Supertalent, den Superstar und den Dschungelkönig/in.

Frohes Fest und guten Rutsch 

Hans-Herbert Jenckel

Über jj

Journalist, Dipl.-Kaufmann
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15 Antworten zu Lauter gute Lüneburger Nachrichten für 2020 – mit etwas Beigeschmack

  1. Sven Meyer schreibt:

    Lieber Herr Jenckel,

    Sie weisen mich weiter unten völlig zu Recht darauf hin, dass es bei Ihrem „launigen Ausblick um Dichtung und Wahrheit geht“.

    Das uralte Problem, was und auf welche Weise Kunst und Realität eigentlich miteinander zu tun haben, beschäftigt aber nicht nur professionelle Artisten (des Pinsels) wie Ole Ohlendorff und (der Feder) wie Sie, nein, das hat während der intensiven Debatte über die Nobelpreiswürdigkeit von Peter Handke in den zurückliegenden Wochen auch in Lüneburg das Gemüt manches weit weniger virtuosen Zeitungslesers aufgewühlt.

    Und wie nah diese Frage einem manchmal auf die Pelle rücken kann, illustriert darüber hinaus eine herrliche Szene zur „Genese“ normativer Kräfte durch reines, kontemplativ zurückgelehntes Faktenwachsenlassen, die ich in der gleichnishaften Fernsehkomödie gefunden habe, welche ganz unten im allerersten Kommentar durch Frau Schuster verlinkt worden ist (https://blog-jj.com/2019/12/13/lauter-gute-lueneburger-nachrichten-fuer-2020-mit-etwas-beigeschmack/#comment-8660). Wer da nicht aufpasst wie ein Schießhund, dem will es nämlich scheinen, als würde in dieser Dialog-Passage die Schweigezeit des Ex-Landrates Nahrstedt zwischen dem Arena-Baubeschluss vom 17. Dezember 2018 und seinem Eingeständnis von Anfang März 2019 über den ihm seit Ende November 2018 bekannten Millionenkostensprung filmkünstlerisch erläutert:

    Auf die Frage der Staatsanwältin (Minute 17:50): „Wann hat der Bau der Stadtverwaltung zum ersten Mal konkrete Formen angenommen?“ antwortet der Baudezernent: „Jaaa …, was heißt ‚konkret‘? Wie soll man das definieren? So funktioniert Politik ja nicht. Politik heißt, alles so lang im Ungefähren zu halten, bis et nich mehr zum änderen is.“

    Der Kunstkenner in einem sträubt sich natürlich dagegen, aber der innere Banause platzt doch mit der Banalität heraus: „Das kommt mir irgendwie bekannt vor!“

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    • Arne Hennings schreibt:

      Dazu passt die für heute um 16.00 h in der Ritterakademie geplante (…ersetzt durch) Sitzung:
      „Gleich zu Beginn der Kreistagssitzung am Montag steht zwar ein Sachstandsbericht zum Bau der Arena Lüneburger Land auf der Tagesordnung, doch die wichtigen Entscheidungen zur Arena werden erst am Ende im nicht öffentlichen Teil der Sitzung getroffen. Die Verwaltung erwartet von den Abgeordneten einen Blankoscheck zur Gründung einer kreiseigenen Betriebsgesellschaft für die Arena. Ein Modell, das noch vor einem Jahr verworfen worden war, doch jetzt dem Landkreis Steuern sparen soll.“
      Aus der Landeszeitung für die Lüneburger Heide: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/2663248-wichtig-4

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      • Arne Hennings schreibt:

        Sie haben wirklich ne Menge Jahresendhumor, Herr Jenckel.

        Was war falsch daran, den in der LZ beschriebenen Teil der Veranstaltung als Bauernfängerei zu bezeichnen?

        War „Tarnen, Tricksen, Täuschen“ nicht schon mal eine Arena-Überschrift bei Blog.jj?

        Duden nennt als Synonyme für das Wort:

        Augenwischerei, Betrug, Betrügerei, Gaunerei, Hintergehung, Prellerei, Täuschung; (salopp) Beschiss; (abwertend) Machenschaften; (umgangssprachlich abwertend) Schwindel (https://www.duden.de/rechtschreibung/Bauernfaengerei)

        Im „Deutschen Wörterbuch“ von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm taucht die Kombination noch nicht auf: http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=DWB

        „Im 19. Jahrhundert wurde der Begriff damit erklärt, dass in Großstädten wie Berlin Betrüger an den Bahnhöfen lauerten und vom Land kommende Reisende, die vom ungewohnten Betrieb in der fremden Stadt überfordert waren, mit falscher Freundlichkeit als Opfer ‚fingen‘. Durch betrügerisches Glücksspiel, die Zusage von Hilfe bei der Arbeitssuche oder ähnliches erleichterten sie die ‚Bauern‘ um ihr Reisegeld.“ informiert Wikipedia.

        Und: „Die Warnung ‚Nepper, Schlepper, Bauernfänger‘ wurde als Untertitel in der Fernsehsendung Vorsicht Falle! (ZDF) mit Eduard Zimmermann zum geflügelten Wort.“

        In der Folge vom 9. Dezember 1978 erklärte Zimmermann den Begriff mit den oben beschriebenen Betrügern an den Bahnhöfen im 19. Jahrhundert: https://www.youtube.com/watch?v=BTJEmCbViyc

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  2. jj schreibt:

    Von einem Lüneburger Vereinsboss, der mir gut bekannt ist, erreicht mich folgender Kommentar zu Punkt 11:

    Lieber Herr Jenckel,

    Ihren 11. Punkt könnte man noch um den Hinweis ergänzen, dass die Hansestadt allen Lüneburger Vereinen angeboten hat (siehe Anlage), das Auditorium, das Forum und das Foyer im Zentralgebäude kostenfrei (!) zu nutzen. Klasse, oder? Bekanntlich ist aber ein halbvolles Glas gleichzeitig auch bereits halb leer. Man kann die Sache also auch anders betrachten: da zahlt die Stadt etliche Millionen Euro, um die Räume an 21 Tagen im Jahr nutzen zu können und bekommt dieses Kontingent selbst gar nicht bespielt! Man zahlt also ein riesigen Batzen aus unseren Gebühren und Steuern, ohne aber selbst die Gegenleistung in Anspruch nehmen zu können. Hätte man vielleicht auch vorher wissen können!? Also ein Fall für den Bund der Steuerzahler?

    Noch ein kurzer Hinweis: Die angebotenen Räume sind für einen Verein wie uns völlig überdimensioniert! Das dürfte auf die meisten angeschriebenen Lüneburger Vereine zutreffen.

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    • Otto Berg schreibt:

      Umso wichtiger ist es, dass nach STADTHALLE NUMMER EINS (Sascha Spoun: „Lüneburg ist jetzt die einzige Stadt, die eine Stadthalle an der Adresse Universitätsallee 1 hat.“ https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/822542-eine-eigene-allee-fuer-die-uni) STADTHALLE NUMMER ZWEI endlich fertig wird (Am 31. Dezember 2018 hatten Landrat Manfred Nahrstedt und der Geschäftsführer der Campus Management GmbH, Klaus Hoppe, den Betreibervertrag für die künftige Arena Lüneburger Land unterzeichnet. Auch Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge war zu dem Termin an Silvester in die Kreisverwaltung gekommen, die Hansestadt beteiligt sich finanziell an dem Projekt: „Dass wir als Oberzentrum eine solche Stadthalle bekommen, ist DRINGEND NOTWENDIG“, betonte er und resümierte mit Blick auf die zurückliegenden Jahre: „Es lohnt sich immer wieder, dicke Bretter zu bohren und an eine Vision zu glauben.“ Gleichzeitig dankte er allen Kreistagsabgeordneten, die im Dezember 2018 für den Bau der Arena gestimmt hatten. https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/2208902-betreiber-arena-lueneburg)

      Hübsch dazu ein LZ-Leserbrief vom Oktober 2017 unter einem Artikel, in dem Klaus Hoppe im Gespräch mit Hans-Martin Koch seine Sprungbereitschaft in Richtung Arena andeutete und Herr Koch deklamierte: „Nach 23 Jahren schließt zum Jahresende das Vamos, ein Ort, der nicht nur für Partys gut war, sondern mit Kulturveranstaltungen in Lüneburg so etwas wie die STADTHALLE darstellte.“

      Hier der Leserbrief:

      Martin Weber
      3. Oktober 2017 at 10:35
      (Anm. jj: Hier handelt es sich gerade nicht um einen Leserbrief, der in der gedruckten LZ erschienen ist, sondern vielmehr um einen Kommentar der auf LZonline erschien.)

      „Eine Art von Stadthalle“? Das scheint ja ein Trend zu werden. Wieviele gibt es denn davon bereits? Spoun nennt seinen 150-Millionen Protzbau „Stadthalle“, weil „die Stadt“ ihm kostenlos Zufahrt und Straßenabzweig bauen soll und vermutlich auch noch einige weitere „Finanzierungslöcher“ zuschütten muss. Bahlburg nennt die kommunale Maßanfertigung für seine private Sportunternehmung „Stadthalle“, weil er von „Kreis“ und „Stadt“ die „Infrastruktur“ für seine Volleyballer umsonst erhält. Und mit Hoppes Disco- und Eventbetrieb verlieren wir natürlich auch eine „Stadthalle“, für die dringend „von der Stadt“ – also aus Steuermitteln – Ersatz geschaffen werden muss, damit der Mann auch künftig einen Bruchteil seiner privaten Gewinne an „die Menschen in der Region“ zurückstreuen kann.

      Welche „Stadthalle“ kommt als nächstes?

      Wird Heiko Meyers Coffee-Shop No. 1 eine „Stadthalle“, deren Standort auf Kosten der Gemeinde zu „sichern“ ist, weil diese „location“ so nahe beim Rathaus steht und Helen Fries, Peer Juncker und Friedrich von Mansberg dort schon einmal eine heiße Schokolade mit Schlagsahne gelöffelt haben? Oder wird das Bergström eine „Stadthalle“, weil der Mark Twain-Kenner Henning J. Claassen beschloss, es künftig unter der Dormero-Flagge segeln zu lassen, und „die Verwaltungsspitze“ sich „Gestaltungsmöglichkeiten“ gegenüber Marcus Wöhrl, „Model, Millionär und cooler Hotel-Besitzer“ (Bildzeitung), bewahren möchte?

      Bekomme ich meinen Hausbau auch von Herrn Nahrstedt und Herrn Mädge finanziert, wenn ich das Anwesen „Stadthalle“ taufe, sein Eingang „senkrecht zur Uelzener Straße steht“ und das Ganze insofern „ein gutes Omen“ ist, als dass jeder Lüneburgtourist sich beim Vorüberlaufen unentgeltlich an dem schönen Aussehen des Objekts erfreuen darf?

      Quelle: https://www.landeszeitung.de/blog/kultur-lokales/1102122-eine-art-von-stadthalle#comment-114292

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      • Otto Berg schreibt:

        Lieber Herr Jenckel,

        Leserbrief in der gedruckten LZ hin, Online-Kommentar her, in beiden Fällen handelt es sich dabei doch wohl um die Zuschrift eines gut unterrichtet und lebhaft am Geschehen Anteilnehmenden, also um einen Mitmenschen wie ihn sich den Bürger-Dialog und die Transparenz ganz hoch veranschlagende Kommunikatoren nach dem Muster von Frau Kruse-Runge, Frau Schröder-Ehlers, Frau Plaschka, Herrn Böther, Herrn Dingeldey und Ihnen unter ihren Festgästen um dem Christbaum herum wünschen müssen.

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  3. Ilka Gerstner schreibt:

    Hallo Herr Jenckel,

    ich dachte immer, das augenöffnende Streitgespräch zwischen Franz-Josef Kamp (SPD) und Berni Wiemann (FDP) über das Millionen Euro-Desaster der sogenannten Arena an der Lüner Rennbahn sei der Megahit unter Ihren politischen Interviews: https://www.facebook.com/landeszeitung/videos/streitgespr%C3%A4ch-%C3%BCber-das-millionen-desaster-arena-l%C3%BCneburger-land-lz-autor-hans-h/415525795681967/

    Jetzt aber schreiben Sie auf Instagram: „Mein Video-Interview im LZ-Format ‚11.30Uhr‘ mit dem Maler der Rocklegenden Ole Ohlendorff (l.) auf der LZ-Facebook-Seite ist auf gutem Weg die Jahres-Bestmarke bei den Video-Aufrufen in diesem Live-Format zu knacken. Mit mehr als 10.000 hält die noch TV-Star Gerry Hungbauer.“ (https://www.instagram.com/p/B6F0eFOlE7X/)

    Wie erklären Sie sich den Sieg des leicht plätschernden Geplauders in der kulturellen über das schwer gischtende Gefetze in der politischen Sphäre? Gibt es sowas wie eine neue Sehnsucht nach Harmonie und Wirklichkeitsferne (Herrn Ohlendorffs Helden sind alle tot, die von Herrn Hungbauer haben nie gelebt) in den Lüneburger Unterhaltungsformaten?

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    • jj schreibt:

      Keine Sorge, Politik kommt bei 11.30 Uhr auch gut an.
      Das Streitgespräch über die Arena lief gut, lag aber mit 6800 Video-Aufrufen bi heute deutlich hinter Ole Ohlendorff und ist ja auch schon viel länger abrufbar.
      Mehr als 10 000 Videoaufrufe hatte meines Wissen neben Gerry Jungbauer auch das Streitgespräch über den Wolf zwischen Thomas Mitschke und Schäfer Wendelin Schmücken.
      Aber ich glaube, dass Künstler bei Facebook besser performen als Politiker, die natürlich bei 11.30 Uhr weiter eingeladen werden. lg jj

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  4. Stefan Gärtner schreibt:

    Die Händler, die SUV- und die Treckerfahrer, die Milliardäre, die Schlauen und die Bauernschlauen kommen bei Ihnen alle vor, Herr Jenckel. Aber was ist mit denen, die arbeiten müssen, um das Geld zu verdienen, damit Brot, Schuhe, „zumutbare“ monatliche Kostenbeiträge für Kitaplätze und Sozialwohnungsmietzins bezahlt werden können?

    Es soll ja keinesfalls so werden, dass an dieser Stelle Kindermund zum Einsatz kommt; aber die gute Frage war halt gestern Vormittag schon, warum man an der Supermarktkasse nicht viel Geld verdient und warum die Kassiererinnen das Geld, das sie einnehmen, nicht behalten können. Na ja, weil das der bekommt, dem der Supermarkt gehört, und der zahlt davon den Kassenkräften ihren (kleinen) Lohn. Und jetzt Einsatz Grundschulkindermund: „Aber das ist doch ungerecht!“ („Schläft ein Lied in allen Dingen, / Die da träumen fort und fort, / Und die Welt hebt an zu singen, / Triffst du nur das Zauberwort.“ Eichendorff, 1835)

    Dass der Kommunismus leicht sei, hat Brecht schon vermutet (derselbe der, 23jährig, den Mond „im Lilahimmel über der Likörfabrik“ 1921 als „Gottes nackter Lümmel“ ansprach und sich am 25. März desselben Jahres notierte: „Ich lebe luxuriös, mit der schönsten Frau Augsburgs, schreibe Filme. Alles am hellen Tag, die Leute sehen uns nach. Wie lange noch und Gottes Geduld reißt, ich sitze auf dem Stein, und die Hunde schiffen mich an!?“), und ganz so schwierig ist sein Gegenteil gleichfalls nicht. Reichtum, sagt der schwäbische Schraubenfabrikant Würth, der für eine (freilich erst nach den Tagesthemen ausgestrahlte) ARD-Doku über den „Wert der Arbeit“ zum Interview saß (ARD, 89:09 Minuten, verfügbar bis 10. Dezember 2020: https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/videos/irgendwer-zahlt-immer-vom-wert-der-arbeit-video-102.html), sei systemimmanent, und er habe damit auch kein Problem. Denn wenn sie in Kreuzberg (er sagt wirklich wie selbstverständlich: Kreuzberg) am hellichten Tage auf der Wiese säßen und „Zigarettle“ rauchten, dann müssten sie sich nicht wundern. Er arbeite seit 70 Jahren 15 Stunden am Tag, und also was.

    Der Film, der die ausdrückliche Prämisse hat, dass die Reichen reicher und die Armen ärmer werden, zeigt die, die arbeiten, und die, die arbeiten lassen, also den alten Würth hie, der ein paar Milliarden Umsatz im Jahr macht und seine zigmillionenschwere Kunstsammlung durchaus auch als „Inveschtment“ sieht, und seine Arbeiterin da, bei der, weil der Mann berufsunfähig ist und nur eine kleine Rente kriegt, stets so viel mehr Monat als Geld da ist, dass ihr die Tränen kommen…..

    Der Autor tritt aus dem Off hauptsächlich mit der einen Frage heraus: „Was verdienen Sie?“ und lässt im übrigen die Leute reden (oder weinen). Es ist die Frage aller Fragen, die die freie soziale Marktwirtschaft auf ihren Kern zurückführt: Die einen kriegen wenig, die anderen viel, und es gibt genau zwei, die das in Ordnung finden: die Studentin vom Lieferdienst, die auf Lehramt studiert und weiß, dass sie’s mal besser haben wird, und der Schraubenmagnat. Alle anderen wissen, dass sie die Angeschmierten sind, und so schwer, s.o., ist das auch nicht zu verstehen. Aber so richtig sagen können sie’s nicht, denn erstens sieht der Arbeitgeber zu, und zweitens fehlt denen, denen die Worte fehlen, schlicht das Zauberwort, das allein der mit patriarchaler Leutseligkeit ausspricht, der von dem, was es bezeichnet, so glänzend profitiert.

    Ihnen ebenfalls ein Frohes Fest und einen guten Rutsch

    Stefan Gärtner

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  5. Sven Meyer schreibt:

    Hallo Herr Jenckel,

    Sie schreiben: „Die Elbbrücke kommt, dafür bildet der Landkreis einen Reptilienfonds von 20 Millionen Euro. Muss keiner wissen, kriegt auch keiner mit, weil die Verwaltung das als Anlage zum Etat zum Glück weglassen darf mit dem Segen des Niedersächsischen Innenministeriums.“ (Sechste gute Nachricht)

    Ist das Führen solcher schwarzen Kassen (https://de.wikipedia.org/wiki/CDU-Spendenaff%C3%A4re) denn kein Kapitalverbrechen mehr, auf das nicht nur für den federführenden Landrat, sondern für alle Beteiligten und Mitwisser aus Verwaltung und Politik Gefängnisstrafen nicht unter zwei Jahren stünden?

    Und wie habe ich mir das Befüllen eines solchen Reptilienfonds vorzustellen? Hält der Landkreis die Baugenehmigung für den Wiederaufbau der Grundschule in Echem, die Mittel für die verkehrliche Ertüchtigung der Arena-Umgebung (Parkräume, Zuwegung und Transport) oder die Absenkung des viele Gemeinden bis dato strangulierenden Umlagenhebesatzes auf einstellige Werte zurück, weil der neue Landrat Euro-Millionen für die Errichtung einer Flussquerung aus dem Nachbarlandkreis abzweigen möchte, welche den rechtselbischen Naturpark Lüneburgs (dem einzigen As der Region im UNESCO Welterbe-Zirkus) zu einem trostlosen Brückenkopf des Schwerlastverkehrs zwischen Rostock und Hannover verwüsten würde?

    Das, zusammengenommen mit den geplanten Informationseinschränkungen und digitalen Überwachungsmaßnahmen für bzw. von Kreistagsabgeordnete(n), würde ich dann nicht mehr „Chinesische Verhältnisse“ nennen (https://blog-jj.com/2019/11/20/chinesische-verhaeltnisse-im-landkreis/).

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    • jj schreibt:

      Lieber Herr Meyer,
      Sie haben gleich zu Beginn des Blogs überlesen, dass es bei diesem launigen Ausblick um Dichtung und Wahrheit geht.
      Der Reptilienfonds ist natürlich Dichtung. Der Ausdruck geht schon auf Bismarck zurück.
      Dass der Landkreis allerdings für die Brücke, die für meines Erachtens gut 100 Millionen kosten würde, wenn sie denn gebaut würde, was ich nicht glaube, angesichts der künftig eingetrübten Rahmenbedingungen bei Bund und Land und angesichts der Folgekosten tief in die Kasse greifen muss, steht für ich fest.
      Aber in diesem Fall ist der Reptilienfonds Satire, und die hat es ja schon immer schwer gehabt in Deutschland. lg jj

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  6. Kevin Schnell schreibt:

    Zur elften guten Nachricht:

    Ich finde es klasse, dass das zinkplattenverpanzerte 110 Millionen Euro-Schlachtschiff am Bockelsberg im Laufe des nächsten Jahres doch noch fertiggestellt werden soll — dann wohl mehr als drei Jahre nach seiner vorgezogenen „Einweihung“ im März 2017, einem konzertierten Schauspiel, das mit Honoratiorenbesetzung aufgeführt wurde, um den drohenden Verlust von EU-Fördergeldern in Höhe von 14 Millionen Euro abzuwenden (Manfred Nahrstedt schwebt hier bereits auf der nach oben offenen Kostenlinie ganz im Zentrum direkt hinter und über seinem kongenialen Bauherrenkollegen Sascha Spoun, Ulrich Mädge versteckt sich lieber hinter Ulf Wuggenig, aber Sebastian Heilmann und Friedrich von Mansberg recken sich schon herausfordernd im Halbschatten auf dem äußersten linken, Holm Keller und Ulrich Grillo dagegen posieren weit draußen auf dem rechten Flügel):

    „Fertig ist der Bau natürlich noch nicht“, schrieb Hans-Herbert Jenckel vor zweidreiviertel Jahren, „das ist schon Kult bei der schnell vorpreschenden Lüneburger Universität.“ In seinen (durch mich leicht „umgenutzten“) Worten: Ob Grundstein oder Richtfest, auch da war man immer Jahre oder Monate zu früh dran. Aber die Leuphana, versicherte Ministerpräsident Stephan Weil, habe sich in kürzester Zeit als Marke im nationalen und internationalen Klub der Steuergeldverschwender etabliert.

    Schön ist, bald werden die dunklen Schächte im Inneren des Zentralgebäudes verschwunden, Geländer werden überall angebracht, der Brandschutz funktionstüchtig, übelriechende Dämpfe werden niedergekämpft, Grund- und Starkregenwasser kanalisiert und die „dem Studienmodell neuen Typs“ entsprechende „Eventisierung“ des akademischen Betriebs wird im gewünschten Umfang möglich sein. Das einzige Loch, das dann noch klafft, ist das Finanzierungsloch. Und das „ist groß“, teilte uns Anna Paarmann von der Landeszeitung erst vor wenigen Wochen mit. „Mehr als 20 Millionen Euro sind offen. Wurde lange der Schwarze Peter hin- und hergeschoben, hat die Uni jetzt mitgeteilt, dass sie die bestehende Lücke „aus eigener Kraft“ schließen werde, „ohne dass die Finanzierung zu Lasten von Forschung und Lehre erfolgt“. (https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/2627882-baukosten-fuer-leuphana-zentralgebaeude-stehen-fest)

    Die Botschaft liest man gern, allein es fehlt der Glaube.

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  7. Teja Fischer schreibt:

    Herr Jenckel,

    ich wollte den Lüneburger Einzelhandel stärken. Habe endlich den nie gelesenen Newsletter dieses Uhrenherstellers abbestellt. Und direkt bestätigt worden, ohne Moment-mal-Klickorgie, Bitte-nicht-Rumgejammer oder Warum-nur-Fragenkatalog. Einfach nur Danke und Tschüs. Da konnte ich nicht anders, als mich direkt wieder anzumelden.

    Können Sie sich die Reaktion des Kaufhauses Lüneburg vorstellen?

    Shit-Tsunami nüscht dagegen.

    „Ich habe damals schon gewarnt, dass das einmal passieren wird“, zeterte Heiko Meyer. Der Chef des Lüneburger Citymanagements (LCM). Dass die rot-schwarze Landesregierung jetzt ihr bisherige Haltung dazu aufweicht, ruft den LCM-Chef erst recht auf den Plan. Der oberste Interessenvertreter von mehr als 200 Einzelhändlern und Gaststätten aus der Lüneburger Innenstadt kritisiert das als „Wortbruch“. Zugleich verweist er auf den rot-schwarzen Koalitionsvertrag, der dies eigentlich ausgeschlossen habe.

    Oberbürgermeister Ulrich Mädge (SPD) hatte unmittelbar nach Bekanntwerden dieser neuen Linie sein Veto angekündigt. Auch die Landtagsabgeordneten der Region positionieren sich hier eindeutig. Ob Andrea Schröder-Ehlers (SPD), Uwe Dorendorf (CDU), Detlev Schulz-Hendel (Grüne) oder Stephan Bothe (AfD) – sie alle sehen diese Entwicklung kritisch, fürchten um Kaufkraftverluste der umliegenden Innenstädte und sichern Heiko Meyer ihre Unterstützung zu.

    „Ich hätte mir gewünscht, zunächst die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts abzuwarten“, kritisiert Schröder-Ehlers die eigene Landesregierung. Die aktuelle Einstellung des CDU-geführten Landwirtschaftsministeriums entspräche gewissermaßen einem Zielabweichungsverfahren. „Ich bin mir aber sicher, dass gerade die Städte in der Umgebung, wie auch Lüneburg, ihre berechtigten Bedenken auch in den jetzt vorgesehenen Verhandlungsrunden einbringen werden und müssen“, bietet sie hierbei ihre Unterstützung an.

    Auch Christdemokrat Dorendorf will „den Kontakt und Austausch“ mit Heiko Meyer und dem LCM „intensivieren und das weitere Vorgehen abstimmen“. Bothe kündigt an, die AfD-Fraktion werde „die weitere Entwicklung hier weiter kritisch beobachtend begleiten“.

    Für die Grünen kritisiert ihr wirtschaftspolitischer Sprecher Schulz-Hendel das Land für „diese Kehrtwende“. Der Amelinghausener hat eine Kleine Anfrage an die Landesregierung mit bitte um Auskünfte in 13 Punkten gestellt.

    Auch die Industrie- und Handelskammer fürchtet weitere Umsatzausfälle und Leerstände in den Innenstädten. Die Politik dürfe ihre Instrumente zur Steuerung nicht für obsolet erklären, warnt Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert.

    Im Lüneburger Rathaus kann Meyer mit Unterstützung rechnen. „Politisch habe ich zu dem Thema bereits an mehreren Stellen meine Meinung deutlich zum Ausdruck gebracht und werde das auch weiterhin tun“, bekräftigt der Oberbürgermeister auf LZ-Anfrage. Rechtlich könne die Stadt dagegen aber erst vorgehen, wenn das Land ein Zielabweichungsverfahren einleitet. Mädge: „Wir werden dann im Zuge der Abwägung klar Stellung beziehen. Sollte im Ergebnis des Zielabweichungsverfahrens eine Erweiterung von Verhaltensoptionen nach dem Muster von Frau Fischer stehen, werden wir dagegen klagen. Darauf bereiten wir uns vor.“

    Was sagt man dazu?

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  8. Bernhard Wittvogel schreibt:

    Siebte gute Nachricht: „Der neue Bleckeder Bürgermeister Dennis Neumann (…) verkündet, dass das verwaiste Bleckeder Haus zu einem Hotspot der Gamer-Szene wird“?

    Mit welchem Spitzensport können Klaus Hoppe, der neue Arena-Manager (erste gute Nachricht), sowie Frank Pischke und Marc Brammer, die sich der Craft-Beer-Szene zurechnen, das toppen? Wird es demnächst auch an der Lüner Rennbahn heißen:

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  9. Gunda Schuster schreibt:

    Ein instruktives filmisches „Gleichnis“ zu den „guten Lüneburger Nachrichten“ kann noch bis zum 10. Januar 2020 in der ARD-Mediathek angeschaut werden:

    https://www.daserste.de/unterhaltung/film/filmmittwoch-im-ersten/videos/der-koenig-von-koeln-video-102.html

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