Julia, greif nach der Kette, das Rathaus wartet

Julia Verlinden, Monika Scherf, Pia Steinrücke oder Andrea Schröder-Ehlers – sie alle könnten Oberbürgermeisterin von Lüneburg. Und doch gibt es für jede Gründe, die dagegen sprechen. Fotos: jj, stadt, land, as

Lüneburg, 9. Juli 2020

Wer soll nun fürs Oberbürgermeister-Amt in Lüneburg kandidieren? Die Parteien werden sich erst nach der Sommerpause langsam positionieren. Ich lege jetzt schon mal, deutlich in Sommerlaune, die Karten: Das nächste Stadtoberhaupt wird eine Frau. Und das prophezeie ich nicht, weil die CDU gerade Imagepflege betreibt und mehr Frauen an die Macht bringen will.

Warum eine Frau? Nach gut Tausend Jahren Patriarchat im Rathaus ist der Wechsel überfällig. Und es wäre vermutlich der einzige Weg diesen Rat, der den Streit um des Streites willen zur Maxime erkoren hat, zur Umkehr zu bewegen. Besser noch wäre flankierend eine Ratsfraktion freier Lüneburger ohne Parteibuch. Die hätte große Chancen aus dem Stand die Wählergunst zu gewinnen, so sehr haben die Lüneburger und Lüneburgerinnen die Faxen dicke von diesem Hickhack im Rathaus.

Für die Wahl gibt es fünf Kriterien: Frau, klare Kante, Charisma, Optimismus-Offensive und innovativen Sachverstand. Und damit dampft das mögliche Bewerberinnenfeld schon mächtig zusammen. Die einen haben zwar Faktenwissen, aber wirken blass, die anderen glauben Charisma zu haben, haben wenig Ahnung oder schleppen Altlasten mit sich herum.

LZ-Chefredakteur Marc Rath hatte sozusagen als verspäteten Silvesterknaller schon Anfang des Jahres eine Kandidaten-Medley serviert, das deutlich weibliche Akzente hatte.

Die SPD könnte Andrea Schröder-Ehlers aufstellen. Sie ist grundsolide, merkelsch zurückhaltend. Aber weil Sie nicht nur im Land-, sondern auch im Lüneburger Kreistag sitzt, trägt sie die Arena und die Elbbrücke mit. Beides Projekte, die dem Kreishaushalt künftig den Handlungsspielraum zuschnüren. Und was schlimmer ist: Über die Kreisumlage haftet die Hansestadt für die Folgen mit. Das ist keine Mitgift fürs Amt, sondern Gift.

Dann wird immer wieder die Lüneburger Dezernentin Pia Steinrücke genannt. Die versprüht Tatendrang, hat aber das Manko, schon an Mädges Tafelrunde zu sitzen, also zu nah am Marathon-Oberbürgermeister. Sie hätte im Kleinen zu kämpfen wie Annegret Kramp-Karrenbauer bei den Christdemokraten im Großen.

Der hellste Stern am CDU-Himmel, parteiübergreifend wählbar, mit Faktenwissen im Gepäck, uneitel im Auftritt und doch bestimmt, das ist Monika Scherf. Die ist aber leider als Landesbeauftragte schon eine Etage aufgerückt. Da müsste ihre Liebe zu Lüneburg schon Suchtfaktor erreichen, um sie zu bewegen.

Bleiben die Grünen, die noch gut in der Wählergunst liegen. Es wäre Zeit für Julia Verlinden. Die Lüneburger Bundestagsabgeordnete strahlt den Optimismus aus, der Lüneburger Politik fehlt, und täusche man sich nicht in ihrer rheinischen Frohnatursie weiß, was sie will, ist jung, hartnäckig und denkt an Morgen. Für sie steht aber auch die Karrieretür in Berlin weit auf. Und am Wahltag im Herbst 2021 geht nur eines: Oberbürgermeister oder Bundestag. Das schöne tausendjährige Lüneburg wartet, Dr. Verlinden. Sonst wird es wieder ein Mann. Das wollen Sie doch nicht, oder?

Hans-Herbert Jenckel

Über jj

Journalist, Dipl.-Kaufmann
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28 Antworten zu Julia, greif nach der Kette, das Rathaus wartet

  1. Claus-C. Poggensee schreibt:

    Warum es eine Frau sein sollte: Es gibt mehr Bürgermeister*innen mit Vornamen Thomas als weibliche Bürgermeister*innen in Deutschland (Quelle: katapult-magazin). Heiko habe ich jetzt nicht recherchiert. Absolute Sommerlochdiskussion, wo es noch gar kein Sommerloch gibt: „Unfug“ prangert das Wohnraumproblem in Lüneburg an, die Polizei hat ausgerechnet einen AfD-Beamten im Angebot zur Beruhigung der Lage. Zufall? Cornern mit Corona: Ein demaskierter Stint, der die Gastronomie nicht retten wird und mit dem nächsten Lockdown spielt. Aufgeregte Landwirte, die gegen das „Volksbegehren Artenvielfalt“ wettern und versuchen, Stände zu entern, obwohl ihr Landvolk mit dem „Niedersächsischen Weg“ eine Absichtserklärung vorlegt, die sich zu 80% mit den Forderungen des Volksbegehrens deckt. Also bei mir ist weder Ideenlosigkeit noch Langeweile ausgebrochen. Der Sommer wird heißt, selbst mit noch bestehender Kaltluftschneise im Westen.

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    • Jörg Kneifel schreibt:

      Bei Ihnen „ist weder Ideenlosigkeit noch Langeweile ausgebrochen“? Und der „Sommer wird heiß, selbst mit noch bestehender Kaltluftschneise im Westen“?

      Ist das die Ankündigung Ihrer Kandidatur, Herr Poggensee? Werden Sie von Osten über Lüneburg schneien – wie Aurora, die Göttin der Morgenröte?

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      • Claus-C. Poggensee schreibt:

        Mit der „Goldenen Morgenröte“ hab‘ ich das nicht so. Auch der „Leuchtende Pfad“ liegt mir nicht. „Aurora mit dem Sonnenstern“ fand ich immer sympathisch.

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  2. jo bembel schreibt:

    Es kann nur eine geben. Sie müsste nur bereit sein, den Schritt vom „uns“ zum „mir“ zu machen – Brigitte Merz. Die sozialdemokratische Wissenschaftlerin weiß was Sache ist: „Demokratie heißt, dass ihr alle fünf Jahre wählen geht, den Rest überlasst ihr uns“.

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  3. OB schreibt:

    Frau Bürgermeisterin – das hat Seltenheitswert!
    Eine Amtszeit mit Mund Nase Schutzmaske.
    Da unsere Antikörper nach ein einer durchgemachten Covid 19 Erkrankung wieder dahin schwinden….
    Somit eine erneute Ansteckung möglich…
    Da bleibt der rote, grüne oder schwarze Lippenstift wohl unsichtbar…
    Bleibt natura… Eitelkeit wird wohl keinen Platz finden…
    Das Mittelalter endet hiernach voraussichtlich im Jahre 2021 in Lüneburg… eine Frau in Ketten.. bzw. mit Kette im Safe.. Hauptsache den Schlüssel für den Tresor verliert keiner bis dahin…

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  4. Andreas Janowitz schreibt:

    Eine echte Kopfgeburt: ich möchte meinen wenige kennen A.S.E., vom Restgeschwader mal ganz zu schweigen?! Wieso sollte die irgendjemand wählen? Da könnte ich genausogut auf die Lottozahlen tippen? Womit tritt auch nur eine der Kandiatinnen hervor?
    Gewiss nicht mit „Bekanntheit“, geschweige denn mit einem wählbaren Programm. Innerhalb der überschaubaren Parteianhängsel sicher der heisse Scheiss, aber für die restlichen 99.9500 Bürger eher Hackschnitzel am Wegesrand?! Wozu? Wofür? Wesswegen? Ich bin sicher sie können einem unterinformierten Kreuzchenschwinger auf die Sprünge helfen?
    Wesswegen genau sollte ich die Damen überhaupt kennen?

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    • jj schreibt:

      Sie kennen die nicht? Dann lesen Sie halt keine LZ. Tatsächlich sind alle vier kompetent, und zwei wären ein Gewinn für Lüneburg lg jj

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      • Henning Meier schreibt:

        Bergisch Gladbach und Bocholt liegen ja auch kaum 120 Km auseinander.

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      • Andreas Janowitz schreibt:

        Ich kann einfach nicht jede Randnotiz lesen. Was haben die Damen denn in der Stadt verwirklicht? Wofür stehen Sie?

        Ausser A.S.E. ist keine von den Damen bisher in Erscheinung getreten? Nichtmal auf der LZ Homepage findet sich etwas unter „lokales“?! Wieso sollte ich als Wähler daher besondere Eignung für`s Bürgermeisteramt zugestehen? Nur nicht auffallen? Nur nicht anecken?
        Weder war von Fr. Scherf etwas zu hören, als es um unseren aufsässigen Rentner mit dem Messer in der Tasche ging, noch kann ich mich erinnern von Fr. Verlinden über den mangelnden Radwegeausbau gehört zu haben?

        Sie preisen hier graue Kirchenmäuschen.

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      • jj schreibt:

        Sie ignorieren einfach die Fakten und hauen raus in bewährter Manier. Macht nichts. Hier ein aktuelles Verlinden-Beispiel

        Lg jj

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    • Andreas Janowitz schreibt:

      Herr Jenkel: eine Protestnote macht noch keinen Bürgermeister.
      Sie könnte das genausogut im Zusammenhang mit ihrem Bundestagsmandat geschrieben haben. Ausserdem hat Sie sich, soweit ich weiss auf diesen Frischluftacker verstiegen, der wunder wer weiss was für ein „ökologisch“ wertvolles Areal darstellen soll. Keine echten Ökotope von einer Fr. Dr. der Umweltwissenschaften?! Na ich weiss nicht…

      Auch Fr. Scherf ist öffentlich eher wenig in Erscheinung getreten? In ihrem Amt mag Sie ja für Behörden recht rege sein, öffentlich war davon wenig zu lesen?

      Ich muss daher den anderen Zustimmen die Herrn Meyer, Reinhard oder Pauly Chancen ausrechnen…

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      • Sandra Kruse schreibt:

        Herrn Meyer?

        Der ist allerdings „öffentlich rege in Erscheinung getreten“. Aber ist das ein Argument? Trump ist bekanntlich nicht mal in die Kirche gegangen, wenn keine Mikros und Kameras für ihn bereit standen. Wünschen Sie sich noch mehr „medienaffine“ Schaumschläger in Führungspositionen?

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      • Klaus Bruns schreibt:

        Nun , herr meyer hat zumindest schon mal eine freundschaftsanfrage in richtung meiner tochter gestellt. sie , die anfrage kann behilflich sein. schmunzeln.

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      • Sandra Kruse schreibt:

        So, Ihre Tochter ist also OB-Macherin? Ist sie denn auch schon alt genug, um Stimmen zu bringen und koffeinhaltige Milchschaumgetränke schlürfen zu dürfen?

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      • Klaus Bruns schreibt:

        sandra kruse
        meine tochter ist 37 . alt genug?

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      • Sandra Kruse schreibt:

        Huch, ich hätte Sie selbst für Mitte dreißig gehalten. So kann man sich täuschen. Ist denn der Herr Meyer auf Brautschau, dass er eine Freundschaftsanfrage in Richtung Ihrer Tochter stellt?

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      • Andreas Janowitz schreibt:

        Herrn Meyer mit König Oky Doky zu vergleichen ist schon hart, Fr. Kruse. Ein wenig Rampensau gehört nunmal dazu und genau das vermisse ich bei den Damen.

        (Und ehrlich gesagt hätte ich mir den trockenen Humor von Fr. Merkel schon früher gewünscht.)

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  5. Jens-Peter Schultz schreibt:

    Schon zu Beginn des Jahrs hat Herr Rath von der LZ einen bunten Strauß seiner Kandidaten*innen vorgestellt. Einige waren davon überrascht und haben dementiert. Bis auf den parteilosen Heiko Meyer hat sich bis heute noch niemand aus der Deckung gewagt. Nun kommt noch ein Sommerlochfüller von jj dazu. Ich teile die Auffassung von jj, dass eine Frau als Oberbürgermeisterin vielleicht der Hansestadt ganz guttun würde. Andere Kommentatoren haben allerdings zu Recht und wohl auch richtig dazu erklärt, warum die möglichen Kandidatinnen gar nicht zur Verfügung stehen werden.
    Die meisten Menschen in unserer Stadtgesellschaft kennen nur Ulrich Mädge als Oberbürgermeister. Ich kann mir vorstellen, dass es nicht ganz einfach sein wird, eine/n Kandidaten*in zu finden, der /die Nachfolge antritt. Am Ende wird es aber Kandidaten*innen geben und im Herbst 2021 werden die Bürger*innen die Wahl haben. Letztendlich wird es eine/n neue/n Oberbürgermeister*in geben.
    Nach meiner Meinung brauchen wir eine Persönlichkeit (Frau oder Mann), hinter der sich der neue Rat und die Stadtgesellschaft mit großer Mehrheit versammeln kann. Eine Persönlichkeit mit hoher Empathie, die in der Lage ist, Vertrauen zu schaffen und Menschen und unterschiedliche Interessen zusammenführen kann. Nach meiner Auffassung muss das keine Person sein, die ein Parteibuch hat. Wir haben ja schon viele Beispiele in Deutschland wo Oberbürgermeister*innen parteilos sind. Vielleicht ist das auch Modell für Lüneburg. Ich halte mich aber ganz bewusst mit eigenen Vorstellungen und Namen zurück, weil die Parteien ihre Kandidaten*innen zeitgerecht präsentieren werden. Vielleicht kommt ja noch jemand und sagt “Isch kandidiere“ 😊
    Wie sagte schon Kaiser Franz Beckenbauer “Schaun ma mal“

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  6. Otto Berg schreibt:

    Warum sollte es eine Frau sein müssen? Wen ich auch frage, keiner weiß eine Antwort darauf. Eine geeignete Person wird gewünscht. Egal, ob Weiblein oder Männlein. (Ein vernünftiger, historisch informierter Feminismus verlangt auch nicht, alle vakanten Leitungsstellen künftig mit Frauen zu besetzen, sondern, wie gesagt, mit den bestgeeigneten Leuten – , aber eben auch dann, wenn dies Frauen sind.)

    Zwei des von Ihnen genannten Quartetts sind chancenlos. Andrea, nicht „Andreas“, Schröder-Ehlers gilt als ideen-, positions- und profillose Adabei. Und Pia Steinrücke ist über das engere Umfeld ihres Dezernats hinaus kaum jemandem in Lüneburg bekannt. (Außerdem würde wohl nur eine der beiden überhaupt als SPD-Kandidatin infrage kommen. Und wer das wäre, sofern es nicht zu einer echten Kampfabstimmung kommt, ist leicht auszurechnen.) Die anderen beiden Damen sind, wie Sie selbst schreiben, längst am Etappenziel „OB“ vorbeigeschossen. Monika Scherf hat inzwischen anspruchsvollere Aufgaben zu lösen, als sich in Fraktionssitzungen mit Herrn Mencke, Herrn Morgenstern und bald vielleicht sogar mit Herrn Schwake herumzuschlagen. Entsprechend Julia Verlinden: In der Grün-Schwarzen Koalition ab 2021 dürfte sie beste Aussichten auf einen Job in der ersten oder zweiten Reihe der neuen Bundesregierung haben.

    Ja, es gibt fünf Kriterien. Aber „Frau“ gehört ganz sicher nicht dazu. Mit „klarer Kante, „Charisma“, „offensivem Optimismus“, „von Sachverstand geleitetem Innovationsmut“ („unermüdlichem Fleiß“) und einem „Grünen Daumen“ für das zarte Pflänzchen „Volksseele“ müsste begnadet sein, wer Ulrich Mädge nachfolgen möchte.

    Ich sehe nur vier (männliche) Anwärter, die diesen Bedingungen genügen: Steffen Gärtner (CDU), Lars Klingbeil (SPD), Ulf Reinhardt (GRÜNE) und Niels Webersinn (FREIE LÜNEBURGER). Michèl Pauly (LINKE) hätte das Zeug zum Oberbürgermeister, ist aber Mitglied in einer Partei mit geringen Aussichten.

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    • Klaus Bruns schreibt:

      Lieber Herr Berg. Der ,,große Ulli“ hat von der Volksseele noch nie etwas verstanden. Und trotzdem spielt der den ,,Oberguru“. Pauly , Webersinn,Reinhardt, nichts dagegen. Halten Sie eine Wette? Es wird keiner von den genannten?

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      • Otto Berg schreibt:

        Lieber Herr Bruns,

        der Oberuli ist wie viele Male wiedergewählt worden? Wer dieses anspruchsvolle Amt ein Vierteljahrhundert inne hat, kann ja wohl nicht an allen Seelen vorbei gehandelt und nicht alles falsch gemacht haben. Bei Pauly und Webersinn ist die Basis zu schmal. Wenn Reinhardt sich ernsthaft entschließt, halte ich (fast) jede Wette.

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    • Jörg Jörg Kohlstedt schreibt:

      Mal zu ihren Aspiranten, Herr Berg:
      Steffen Gärtner (CDU)? Gibt es noch eine Elbbrücke, die der Bernd als Wahlversprechen mit einbringen könnte? Sonst wird das wohl nicht.
      Lars Klingbeil (SPD), ernsthaft den Generalsekretär der SPD? Was verbindet den mit Lüneburg?
      Ulf Reinhardt (GRÜNE)? Bringt welchen der 5 Erfolgsfaktoren mit?
      Niels Webersinn (FREIE LÜNEBURGER), da war doch irgenwas, warum er bei der CDU geschasst wurde …
      Michèl Pauly (LINKE) mit Potsdawa als Dezernet für Bauen, Bespaßen und Kulturwandel. Na denn man.
      Ne. Ernsthaft keiner der Herren.
      Julia Verlinden und Pia Steinrücke (die bekannter ist, als Sie glauben) jeweils Daumen hoch.

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      • Otto Berg schreibt:

        Welchen der fünf Erfolgsfaktoren bringt Ulf Reinhardt denn nicht mit, Herr Kohlstedt?

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      • Otto Berg schreibt:

        Noch eine Ergänzung, Herr Kohlstedt,

        Pia Steinrücke, (die [vielleicht im Rat- und im Uwe-Inselmann-Haus bekannter sein mag, als ich glaube) hat, wie Hans-Herbert Jenckel oben richtig schreibt, „das Manko, schon an Mädges Tafelrunde zu sitzen“, und (siehe unten das berühmte LK-Foto der kläglichen Claqueure) darüber hinaus den – dokumentierten – Nachteil, einen Hundertmillionen-Euro-Unglückbau beklatscht zu haben (wie Frau Schröder-Ehlers neben ihr), der niemals so und niemals dort hätte gebaut werden dürfen, wie und wo er die nächsten dreißig Jahre in seiner durch ganz Niedersachsen gellenden Unbrauchbarkeit nun stehen wird:

        Sie, lieber Herr Kohlstedt, haben sich mit Ihren absolut berechtigten, ja, unabweisbar notwendigen Forderungen nach der Behindertengerechtigkeit der „Arena“ erst drei Monate vor dem Ausscheiden Ihres Parteifreundes Nahrstedt öffentlichkeitswirksam an „den Landkreis“ gewandt – „mit voller Power“ sogar erst, als Nahrstedts CDU-Nachfolger hilflos im „Malstrom“ der Halb-, Viertel- und Achtelwahrheiten herumruderte. Frau Steinrücke dagegen, die Dezernentin für Bildung, Jugend und Soziales in der Hansestadt Lüneburg, hat nur die Grundsteinlegung des grotesken Multimillionengrabes beklatscht, als längst klar war, dass der Bau auf dem Treibsand fortwährender Unaufrichtigkeit gründet. Zu der damit zugleich institutionalisierten Diskriminierung behinderter Menschen im Landkreis hat sie nie ein Wort verloren.

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    • jj schreibt:

      Da täuschen Sie sich, Herr Berg. Genau das ist der Kern.

      Ulf Reinhardt wäre faktisch gut, Steffen Gärtner hat eine ganz klare Karrierevorstellung, obwohl er Landtag könnte, sieht die vermutlich anders aus. Michèl Pauly versucht sicher noch einmal Bundestag und Niels Webersinn hat von Politik genug. Wie sie nun auf Lars Klingbeil kommen, der nun ganz sicher an OB „vorbeigeschossen“ ist, das bleibt Ihr Geheimnis. Aber vermutlich wollten Sie nur sehen, ob ich so weit lese. Lg jj

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      • Otto Berg schreibt:

        Nein, Klingbeil (aus Munster) habe ich genommen, weil ich versucht habe, auch der SPD einen Kandidaten zuzuordnen, der in einem starken Bewerberfeld eine realistische Siegchance hat.

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