Pandemie: Wirrwarr statt Strategie

Lüneburg, 29. Januar 2021

Der Liberale Berni Wiemann kritsiert im Blog.jj, dass bei den Arena-Plänen nicht mit offenen Karten gespielt wird, sondern bei den Kosten Positionen nicht berücksichtigt werden.

Der Liberale Berni Wiemann kritsiert im Blog.jj die Pandemie-Strategie von Bund und Ländern.

Der Lüneburger Liberale Berni Wiemann mit Sitz im Kreistag geht mit der Pandemie-Bekämpfung von Bund und Ländern hart ins Gericht. Er sieht Vertrauensverlust und warnt vor Radikalisierung und Zulauf für Verschwörungstheoretiker durch den Corona-Strategie-Wirrwarr. Sein Beitrag:

Die Zweifel an den unterschiedlichen und unverständlichen Corona-Regeln werden immer größer. Die verantwortlichen Politiker im Bund und in den Ländern sind auch nach 10 Monaten-Corona-Bekämpfung nicht in der Lage, bundeseinheitliche und verständliche Verordnungen und Regeln zu beschließen.

Ausgerechnet der rot/rot/grüne Bremer Senat unterstützt die Schwarzarbeit. Obwohl auch in Bremen alle Friseursalons Mitte Dezember schließen mussten, wurden Hausbesuche erlaubt. Neben der exponentiellen Virenverbreitung durch die Hausbesuche ist der Bremer-Sonderweg eine indirekte Aufforderung zur Schwarzarbeit und gefährdet damit die Existenz der stationären Salons und ihrer Mitarbeiter.

In Niedersachsen kaufte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) rd. 300.000 fehlerhafte Adressen, statt die rd. 500.000 Adressen und Anschreiben der Meldebehörden zu nutzen, nur um eine zusätzliche (unnötige) Corona-Information mit „ihrem Absender“ an ca. 50% der über 80-Jährigen, zu verschicken. Das dann auch die Terminvergabe-Hotline kollabierte, war ein vorhersehbares Desaster.

Neben den vielfach unverständlichen Kita-, Schul- und Besuchsregelungen sind die obigen Beispiele nur die Spitze der beschlossenen Unsinnigkeiten.

Dass verantwortliche Regierungen mit ihren aufgeblähten Ministerien auch nach 10 Monaten Pandemie keine einheitlichen und verständlichen Verhaltensregeln verordnen, zerstört das Vertrauen in die Regierungspolitik.

Die zunehmenden Zweifel am Rechtsstaat stärken die vermeintlichen Querdenker und Populisten. Es bleibt nur zu hoffen, dass die deutsche Gemütlichkeit nicht in flächendeckenden Randalismus umschlägt, wie wir es in Nachbarländern bereits erleben.“

Berni Wiemann
Reppenstedt

Über jj

Journalist, Dipl.-Kaufmann
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

13 Antworten zu Pandemie: Wirrwarr statt Strategie

  1. OB sagt:

    In einem Alten- und Pflegeheim in Belm im Landkreis Osnabrück hat es einen Ausbruch der britischen Variante des Coronavirus gegeben. Bei 14 Senioren sei das Virus B 1.1.7. nachgewiesen worden – obwohl alle Bewohner am 25. Januar zum zweiten Mal geimpft worden seien, teilte der Landkreis am Sonntag mit. Das Heim, alle Mitarbeiter und deren Familien wurden unter Quarantäne gestellt.Wirrwarr? Zu dem Zeitpunkt gab es nur einen hochgelobten Impfstoff Biontech

  2. OB sagt:

    „Spanische Krankheit?

    Was schleicht durch alle kriegführenden Länder?

    Welches Ding schleift die infizierten Gewänder

    vom Schützengraben zur Residenz?

    Wer hat es gesehn? Wer nennts? Wer erkennts?“

    Ich, Kurt Tucholsky,
    http://www.zeno.org/Literatur/M/Tucholsky,+Kurt/Werke/1918/Spanische+Krankheit?

  3. Andreas Janowitz sagt:

    Guten Tag Herr Wiemann,
    ich trug bisher die Entscheidungen der Bundesregierung bedingungslos mit. Die letzte Entscheidung zum OP-Masken zwang ist für mich die erste wirklich absurde. Genau wie improvisierte Masken schützen die nicht gegen Viren und dienen nur dem Zweck die ausgeatmete Aerosolwolke klein zu halten. Jeden mit FP2 Masken auszustatten ist unmöglich.

    Die Entscheidung der Post Meldedaten abzukaufen ist so glaube ich Konsequenz der überall einsickernden Verquickung persönlicher Geschäftsinteressen mit dem Amt. „Zufällig“ wird irgend ein Verwandter oder ehem. Geschäftspartner, Vorgesetzter bedacht. Auffällig oft ist es genau das was Entscheidungen unsinnig erscheinen lässt.
    Genau wie die Verpflichtung OP-Masken anstatt improvisierten Masken zu verwenden. Hier hat offensichtlilch jemand erfolgreich Lobbyarbeit geleistet. Genau das erodiert die Basis der Demokratie. Schleichend wird Korruption normalisiert.

    Ebenso die selbstverpflichtende Zensur und Schönrednerei: die Quarkdenker sind verrrückte. Öffentlich zur Sabotage von Quarantänemassnahmen während einers Seuchenzuges aufzurufen ist gefährlich bekloppt nichts weiter. Davon zu faseln man müsse immer und überall jede noch so verwirrte Meinung „berücksichtigen“ entbehrt nicht einer gewissen Komik. Genau wie oben genannte Korruption schöngeredet wird, fällt auch der „Respekt“ für verwirrte Meinungen unter die Kategorie „Neusprech“- dieses Feld den Feinden der offenen Gesellschaft zu überlassen ist ein Fehler. Manche Meinungen sind einfach schlichtweg bescheuert und gefährlich bekloppt.

    Ich kann nicht verstehen wieso man tragbare Wazen nicht für eine Vorentscheidung nutzen will:

    https://www.covid-19-sounds.org/de/

    Fast jeder besässe so die Möglichkeit mit ~80% Trefferquote (erreicht im englischen) täglich mehrfach medizinischem Personal vorzuarbeiten. Es wird ja ach so gerne von „K.I.“ Forschung gefaselt, wenn es aber zur Anwendung käme- das Schweigen im Walde?! Nein da soll ich als Privatperson mit potentiell infektiösem Gurgelwasser oder sonstwelchen biolog. Tests hantieren?! Was meinen Sie denn wie die favorisierten Tests entsorgt werden? Ganz sicher wird das Material „fachgerecht entsorgt“. Vom Müllberg mal ganz zu schweigen. Das sind allesamt Einmaltests?
    Obendrauf könnten Mutationen leichter durchschlüpfen, sprich unerkannt bleiben?!

    Was meinen Sie Staatskanzlei bisher dazu gesagt? Richtig: das rauschen im Aktenblätterwald. Nix, obwohl diese App im Englischen halbwegs akzeptabel funktinoniert. Und bitte kommen Sie mir nicht mit Datenschutz, wer mit tragbaren Wanzen herumläuft ist sowieso gläsern und schleift seit Jahren einen riesen Rattenschwanz an Metadaten durch das Internet. Ich bin verhältnismässig paranoid, und selbst über mich exisistieren wahrscheinlich Aktenordnerweise Metadaten.
    Hier machte es ausnahmsweise einmal Sinn?

    Eigenverantwortung wird von der FDP gerne vorgebracht, wie stehen Sie dazu?

    • Sg Herr Janowitz,
      Ihre Korruptionstheorie mag in wenigen Einzelfällen stimmen, aber generell ist das (noch) nicht unser Problem. Ich glaube es ist einfach nur DUMMHEIT und Daseinsnachweis der „aufgeblähten“ Ministerien.
      Ich wünsche mir viel mehr Eigenverantwortung, innerhalb vernünftiger Regeln!
      Leider wird dieser liberale Grundsatz von den Entscheidern völlig „verdreht“. In der aktuellen Politik erleben wir immer mehr (unverständliche) Regeln und weniger Eigenverantwortung. Nur wenn die Verantwortlichen keine Verantwortung übernehmen wollen appellieren Sie an die Eigenverantwortung der Betroffenen (Kitapräsens/Schulpflicht u.a.) .

  4. Ulf Reinhardt sagt:

    Wie konnte es zu dieser Realsatire kommen?

    Die Organisation einer Impfkampagne ist sicherlich keine Kleinigkeit, jedoch auch kein Hexenwerk.

    Bekannt ist, dass der Großteil unserer Berufspolitiker immer noch aus Verwaltung oder sonstigem Beamtentum stammt. Der andere Teil verfügt überwiegend nur über geringe relevante Berufserfahrung, da Politiker-Karrieren meist schon im frühen Alter beginnen.

    Aber hat die Sozialministerin denn keinen Verwaltungsapparat, der die Kompetenz besitzt auszuloten, dass es Einwohnermeldeämter gibt, die über aktuelle Daten verfügen?

  5. OB sagt:

    2021 endet die Deutsche Revolution mit dem Sturz der Regierung. Lindner wurde zum Alleinherrscher Deutschlands ernannt. Er nutzte Rolle, um das Land wieder aufzubauen und den Bürgern neue Rechte zu verschaffen
    Drei Königstreffen?

  6. Klaus Bruns sagt:

    .https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/schwarzarbeit-ist-fast-ueberall-teil-der-kalkulation/574538.html Zitat: Ich bezweifele aber, dass die Politiker die Schwarzarbeit überhaupt stoppen wollen.

    Ach ja?

    Politiker wissen, dass Schwarzarbeit vielen Bürgern zusätzlichen Wohlstand bringt. Nimmt man ihnen den weg, werden sie rebellisch. Wer Arbeit hat, klagt eben weniger laut als ein Arbeitsloser.

    Die Handwerker klagen, die Schwarzarbeiter nähmen ihnen die Aufträge weg.

    Das ist ein klarer Fall von Doppelmoral. Bei den meisten Firmen ist Schwarzarbeit Teil der Kalkulation: Ein Teil des Auftrags wird offiziell erledigt, ein Teil schwarz – der Geselle muss nur das Material beim Meister einkaufen. Dann macht jeder seinen Schnitt.

    • Sg Herr Bruns,
      möglicherweise haben Sie recht. Aber wenn es keine Dummheit des rot/rot/grünen Senats war, sondern wie Sie glauben eine gewollte Förderung der Schwarzarbeit wäre es ein noch größeres Desaster. Ich stimme mit Ihnen überein, das ist unmoralisch und illegal sowie ein Beispiel für die Doppelmoral der Linken.
      Aber hier ging es konkret um die „Heimarbei“ der Friseure. Mit der Aufforderung zur Virenverbreitung in den besuchsbegrenzten Familien werden auch die stationären Salons und deren 700.000 Beschäftigte existenziell gefährdet.

      • Klaus Bruns sagt:

        ich mag menschen, die eine durch nichts zu erschütternde meinung besitzen, schmunzeln. aber sie wissen doch auch, wer am ende gewonnen hat, bekommt auch immer recht. doppelmoral ist flächendeckend bekannt. und zwar immer dann, wenn es um den eigenen vorteil geht. hat mit einer politischen ausrichtung nichts zu tun. selbt judas hat schnell verraten. schmunzeln.

  7. ezwoh sagt:

    Herrn Wiemann kann ich nur uneingeschränkt Recht geben.

    Ich habe bis heute – 30.1.2021 – keinen Berechtigungsschein für FFP2-Masken erhalten genausowenig wie meine Lebensgefährtin. Beide sind wir über 60 Jahre alt – hätten also welche erhalten müssen. Wir sind übrigens in verschiedenen Krankenkassen. Die Berechtigungsscheine für Januar und Februar sollen laut Auskunft der Krankenkasse bei Rückfrage Ende Februar (!) verschickt werden. Gute Nacht, wenn schon solche Lappalien nicht klappen.

    Es sind aber nicht nur Bund und Länder, die hier mit unsinnigen Anordnungen Schaden anrichten:
    In der Politik gibt es auch im Kleinen (Stadt und Landkreis Lüneburg) blinden Aktionismus wie die Maskenpflicht in der Lüneburger Innenstadt bis 22:00 (!) Uhr. Ab 19:00 Uhr braucht man fast schon ein Fernglas, um mehr als zwei Personen in Sichtweite zu haben. Die Verlängerung über die ursprüngliche Anordnung hinaus ist reiner Mumpitz.
    Mit der Maskenpflicht für Radfahrer sperrt man dann auch noch die Brillenträger unter den Radfahrern aus der Innenstadt aus. Mit beschlagener Brille sieht man bekanntlich nicht viel.
    So sieht also Radverkehrsförderung in Lüneburg aus, wenn nicht alles eitel Sonnenschein ist.

    Dann hat die Anordnung auch noch den Inzidenzwert 35 als Meßgröße, um die herum bei uns der Wert in den vergangenen Tagen schwankte. Wer soll da noch durchblicken?

    Man hat den Eindruck, hier wird nach dem Motto „Hauptsache verschärfen“ agiert. Dass man damit bei vielen Bürgern die Akzeptanz aller Corona-Regeln – also auch der sinnvollen – in Frage stellt, scheint unser Landrat nicht zu kapieren.

  8. Tanja Bauschke sagt:

    Ich habe heute immerhin eine Nachricht von „der Bundesregierung“ mit 2 Berechtigungsscheinen für insgesamt 12 FFP2 – Masken (Eigenbeteiligung von nur 4,-€) erhalten. Viva la republique! Es wird an mich gedacht!
    Natürlich ist es zu bemeckern, dass ausgerechnet in so einer Ausnahmezeit, der schwersten Krise nach dem 2. Weltkrieg, jedes Bundesland für sich die Bekämpfungswahrheiten jeweils neu definieren muss, mit unzähligen Verfügungen, Verordnungen und Erlassen, bezogen auch auf die vielen Landesbediensteten wie besonders Lehrer, die ständig , sich mitunter täglich, ändernden Vorschriften bis hin zu Nicht-Lösungen , attackiert werden und somit dem eigenproduziertem Wahnsinn zugeführt werden, als wenn wir nichts wichtigeres zu tun hätten. Dazu gibt es eine Menge Beispiel aufzuführen, die dokumentieren, dass sich die Regelungen sehr häufig schon an den Bundesländer“Grenzen“ derart unterscheiden, dass man glaubt, in eine andere Welt vorzustoßen. Hinzu kommen dann noch die sich mitunter täglich ändernden Regelungen der Landkreise, abhängig von den jeweiligen Inzidenzwerten: Darf ich nun heute ohne Maske mit meinem Fahrrad über den Marktplatz fahren, oder muss ich sie aufhaben??
    Allein diese Umstände verunsichern die Bürger/In gnadenlos und lassen viele Bewohner zu selbst ernannten Aufpassern werden oder in die totale Resignation verfallen. Aber in der Tat, der Glaube an das Organisationstalent der Deutschen wird durch gnadenlose Länder-und Landkreis-Patriarchate verspielt.
    Falsche Post ist dabei nur das geringste Übel und in diesem Kontext ist wohl sehr viel mehr das Übel der Geldpolitik der Pharmaindustrie (Schließlich schießen die Aktien in den Himmel) , wenn auch zu erwarten, zu benennen.

    Die Sorge um die Zukunft ist es, was uns Politiker jetzt vielmehr umtreiben muss:

    Wie gehen wir mit den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie um?
    Es ist leicht zu berechnen, wie sich die Arbeitslosigkeit entwickeln wird, und welche Menschen es am meisten trifft.! Das sind nicht die, die auch in der Krise wussten, wie sie ihr Geld sicher ankern!

    Was ist mit denen, die zwangsläufig ALG II oder sonstige soziale Transferleistungen beantragen müssen? Wie behandeln wir sie im JobCenter? So, wie alle anderen Arbeitslosen auch? Als Individualversager der Gesellschaft? Konditionieren wir die Behörde um? Geben wir ihnen anheim, dass keine Unterlagen mehr verloren gehen? Dass jede* mit Respekt behandelt wird, dass Anträge schnell und großzügig behandelt werden? dass Wohnungslosigkeit vermeiden wird? Dass zweite Chancen eingebaut werden? Dass Förderung im Vordergrund steht?
    Was machen wir mit den plötzlich perspektivlos gewordenen Jugendlichen, die sich auf einen Praktikumsplatz oder eine Lehrstelle gefreut haben?
    Was ist mit der Finanzierung von Deutschkursen für Migranten und der Förderung von Benachteiligten?
    Jetzt kommt es darauf an, wie wir in der Zeit nach der Pandemie als Gesellschaft zusammenhalten!
    Ein jede*r stehe für die Anderen ein, wir sind solidarisch, weil wir nur so die Krise meistern können und damit den extremen politischen Entwicklungen entgegenstehen.
    Dann wird eine Gesellschaft auch die Fehler, die während der Pandemie liefen, verzeihen können.

    Tanja Bauschke
    Mitglied im Kreistag

  9. jj sagt:

    Ich habe keine Ahnung, was Corona auf Dauer mit unserem Sozialverhalten anrichtet, ob wir irgendwann wieder wie vorher sein werden, was eher unwahrscheinlich ist, ob die Folgen unser ganzes Wirtschafts- und Finanzsystem in Frage stellen.

    Ich kann nur erahnen, wie sich die Arbeitswelt im Eiltempo umkrempelt. HomeOffice und Video-Konferenzen sind klasse, aber was wird aus den Büros, aus den Chauffeuren, den Fluggesellschaften, den Hotels, die von Konferenzgästen leben. Was macht das mit unseren Instinkt bei Entscheidungen, wenn wir unsere Partner nur noch am Zoom-Bildschirm sehen, nicht mehr spüren und ihnen nicht wirklich in die Augen sehen?

    Aber ich weiß, dass schon die monatelange Berieselung mit Corona-News mich mürbt. Und ich weiß, dass ich FDP-Chef Lindner, der in jedes Mikro spricht und alles besser machen würde, auch nicht glaube. Ich bekomme schon Panikattacken, wenn ich ihn sehe.

    Ich weiß, dass in Bundes- und Landesregierung nicht nur geniale Krisenmanager sitzen, dass aber niemand in böser Absicht handelt. Und ich weiß, dass dieser Fall vielleicht mal im Sandkasten durchgespielt wurde und in Studien, aber nie auch nur annähernd in der Realität. Die sieht nämlich anders aus, die widerspricht dem Deutschen Ordnungssinn, die hält immer Unplanbares für uns bereit.

    Die meisten Medien bedienen uns in bester Absicht über den Stand der Dinge bei Corona. Aber seit nun die Impf-Kampane holperig und langsam angelaufen ist, Tote aufgefordert werden, sich impfen zu lassen, Angehörige empört vor Journalisten mit den Briefen wedeln und nun auch noch der Impfstoff nicht in ausreichender Menge geliefert wird, weiß ich, dass dieser Dauer-Alarmismus mir mittlerweile mehr zusetzt als die Sorge, mich trotz aller Regeltreue anzustecken.

  10. jj sagt:

    Dazu passt ein Post, den Peter Rowohlt, Samtgemeindebürgermeister Ilmenau, am Donnerstag auf seiner Facebook-Seite abgesetzt hat:

    „Das geht ja gut los mit der Vergabe der Impftermine in Niedersachsen! Wer die Hotline anruft erhält die automatische Ansage „Diese Telefonnummer ist ungültig“. Wer sich als über 80-jähriger Mensch mit Mut und Entschlossenheit online einen Termin besorgen will, der wird im dritten Schritt auf einmal aufgefordert, einen Code einzugeben, der ihm auf sein Handy geschickt wird. Auf sein Handy?

    Das steht in keiner einzigen Ankündigung. Auch nicht in dem tollen Schreiben des Landes. Die kommunalen Spitzenverbände haben das Land eindringlich gebeten, die Finger von einer zentralen Lösung und einem zentralen Anschreiben zu lassen. Ohne Erfolg. Das Resultat: Das Schreiben mit gekauften Adressen geht an Verstorbene und quer duch alle Altersgruppen und die zentrale Terminvergabe startet mit bösen Überraschungen. Das hätten wir vor Ort wirklich besser gemacht!“

Kommentar verfassen