Die Elphi, die Leuphi und die Arena, der lahmende Wahlkampf-Gaul

Die Elbphilarmonie mit Prestige-Bauwerken in Lüneburg zu vergleichen, das ist verwegen. Egal, ob es um Glanz, Kosten und Nutzen geht. Fotos: jj

Lüneburg, 7. Juli

Stammtischbrüder werfen gerne die Elbphilharmonie, den Libeskind-Bau und die Arena Lüneburger Land in einen Topf und krakeelen über diese Steuergeld-Schredder. Schon der Vergleich hinkt wie der von Leuchttürmen und Straßenlaternen. Politische Großkopferten besänftigen den Stammtisch: Ach, Geld, da kräht doch morgen kein Hahn mehr nach. Zum Glück berichten Reporter trotzdem über Planungsfehler und Kostenschübe. Sonst wäre der Geschichtsklitterung Tür und Tor geöffnet.

Die Elbphilharmonie ist weltweit das neue Wahrzeichen der Hansestadt Hamburg. Sie konturiert die Hafen-Skyline. Das hat unglaubliche 866 Millionen Euro gekostet. Bundesweit wurde über die Kostenexplosion berichtet, in Hamburg im Wochentakt. Ein Untersuchungsausschuss wurde eingerichtet. Heute ist die Philharmonie, kurz die Elphi, beste Werbung für die Elbmetropole und alle sind happy.

Das Zentralgebäude der Leuphana in Lüneburg, der Libeskind-Bau, hat mehr als 110 Millionen Euro gekostet, wurde doppelt so teuer wie geplant. Darüber hat die Landeszeitung über Jahre zum Ärger der Uni minutiös berichtet. Das Zentralgebäude ist aber weder eine Leuphi noch ein neues Wahrzeichen von Lüneburg, der Bau löst auch keine allgemeinen Begeisterungsstürme aus. Saldiert man die lobenden und kritischen Artikel bundesweit, liegt der Werbeeffekt deutlich unterm Radar. Und dass der Bau von der Politik mal als Stadthalle propagiert wurde, will heute auch keiner mehr so recht wissen.

Das wird jetzt die Arena Lüneburger Land. Sie wird annähernd dreimal so teuer wie anfangs stümperhaft geplant. Die Arena ist aber schon optisch ganz und gar ein Zweckbau und kein architektonisches Wunderwerk. Über die Kostenexplosion berichtet die Landeszeitung, namentlich der Chefredakteur Marc Rath, auch manchmal im Wochentakt. Das mag manchem zu viel sein, aber das darf einen Journalisten nicht schrecken.

Der Journalist sucht das Haar in der Suppe
Der Journalist ist der Chronist seiner Zeit, er berichtet über Gelungenes und Misslungenes. Ihm muss die Suppe nicht schmecken, die die Politik anrichtet. Seine Aufgabe ist es, wenn es angezeigt ist, das Haar in der Suppe zu finden. Und in der Arena-Suppe schwimmen viele Haare. Ob das der Ärger ist mit fehlenden Fahrstühlen, Parkplätzen, Materialengpässen oder aktuell mit Mehrkosten für verunreinigten Bodenaushub. Jeweils keine Kleckerbeträge, aktuell fast eine halbe Million Euro für schmutzige Erde. Dass da haarklein berichtet wird, das gefällt Politik und Verwaltung nicht. Dabei kann Kritik auch verhindern, ungebremst in eine Sackgasse zu rasen.

Glanz und Gloria
Richtig ist, dass über die Baukosten der Arena, wenn sie erst Programm anbietet, nach geraumer Zeit kaum einer mehr ein Wort verliert. Das Narrativ käuen die Eventhallen-Fans bei jeder feierlichen Ansprache wieder. Aber stellen Sie sich einmal vor, es hätte auch kaum einer über Mängel und Fehlplanung geschrieben. Das käme vielleicht dem Arena-Wortführern zupass. Die lieben den Schwamm-drüber-Blues. Aber die Zeitung hätte ihren Auftrag verfehlt. Und die Legendbildung hätte freie Hand.

Jetzt ist Hoppe dran
Dass die fertige Arena, egal wie teuer, im Betrieb einen guten Lauf hat, dafür müssen Klaus Hoppe und das Campus Management sorgen. Hoppe wird von Kritikern gerne aufs Korn genommen. Er sei einer der Drahtzieher der Arena. Richtig ist: Klaus Hoppe gehört zu denen, die sagen, Lüneburg braucht so eine Halle. Und nach dem Aus für die „Vamos Kulturhalle“ auf dem Uni-Campus ist die Eventhalle eine neue Spielwiese für Campus.

Campus kann Kultur
Hoppe beweist aber aktuell mit dem Kultursommer auf den Sülzwiesen auch, dass er in der Lage ist, die Arena mit Konzerten, Kultur und Sport zu füllen. Er sorgt dafür, dass die Manege voll ist. An der Kasse aber sitzt der Landkreis Lüneburg als Bauherr und Betreiber. Und egal wie erfolgreich die Arena läuft, der Kreis wird gemeinsam mit der Stadt über viele Jahre für die Unterhaltung des Baus kräftig bluten.

Das wiederum ist nicht Hoppes Geschäft als Majordomus. Er mag den Kreis mit zum Arena-Bau verführt haben, aber dazu gehört auch immer eine/einer, die/der sich verführen lässt. Oder wie es der Arena-Kritiker und liberale Kreistagsabgeordnete Bernie Wiemann formuliert: „Der Hoppe ist clever.“ Fehler und Steuergeldverschwendung haben Politik und Verwaltung im Landkreis zu verantworten, sie haben die Hand gehoben.

Die Arena und der Wahlkampf
In Wahlkampfzeiten ist jetzt und hier natürlich die entscheidende Frage: Wie können die Arena-Fans es noch vor dem Wahltermin im September schaffen, die Eventhalle als genialen Schachzug und Stimmen-Magnet zu platzieren. Die Eröffnungsfeier im August ist fraglich, und die Gefahr schlechter Publicity gegeben. Notfalls könnte vielleicht ein Feldmarschall Potemkin mit ein paar Attrappen aushelfen. Wie es auch kommt, darüber redet in ein paar Jahren auch keiner mehr. Aber hoffentlich wird die Zeitung darüber berichten, damit wir es später in den Annalen nachlesen können.

Hans-Herbert Jenckel

Über jj

Journalist, Dipl.-Kaufmann
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53 Antworten zu Die Elphi, die Leuphi und die Arena, der lahmende Wahlkampf-Gaul

  1. jj sagt:

    Das ist die aktuelle Pressemitteilung des Landkreises zur Arena

    Arena Lüneburger Land:
    Hochbauausschuss informiert über Budget und Zeitplan

    (lk/mo) An der Arena Lüneburger Land wird fleißig gearbeitet – und dennoch bleibt der Eröffnungstermin weiterhin offen. „Nach wie vor sorgt die weltweite Corona-Pandemie dafür, dass der Bausektor mit Lieferengpässen zu kämpfen hat, das betrifft auch unsere Veranstaltungshalle“, erklärt Projektsteuerer Ronald Wittkopf von Reese Baumanagement. Über den aktuellen Stand informierte er gestern (Dienstag, 13. Juli 2021) den Hochbauausschuss des Landkreises. „Die Abläufe verzögern sich, das ist sicher. Wie sich die weitere Situation entwickelt, können wir aber noch nicht abschätzen.“

    Wo es stockt, machte der Projektsteuerer anhand einzelner Gewerke deutlich: So wurde in dieser Woche eine Firma für die Einrichtung des Sportbodens beauftragt, diese jedoch äußert sich bezüglich der Lieferzeiten vorsichtig. „Aus den anfangs genannten zwei bis drei Monaten sind inzwischen mindestens drei Monate geworden“, erläutert Ronald Wittkopf. Ähnlich sei es auch in anderen Bereichen: „Die Engpässe betreffen viele Materialien – unter anderem Holz, Dämmung und Kunststoffprodukte.“ Trotz dieser Probleme geht es auf der Baustelle weiter voran. So ist die Verkabelung der Veranstaltungstechnik fast fertig, die Arbeiten für die Außenanlagen haben begonnen und Geräte für die Gastronomieausstattung wurden bereits bestellt. Wer den Gastronomiebetrieb führen wird, ist noch offen. Die Vergabe für den Pachtvertrag steht Ende des Monats an.

    Mit den bereits im vergangenen Monat veröffentlichten geschätzten Mehrkosten in Höhe von rund 400.000 Euro liegen die Gesamtkosten inklusive Nebenkosten bei knapp 23,8 Millionen Euro netto. Über das neue Baubudget stimmt morgen (Donnerstag, 15. Juli 2021) der Kreistag ab. Weitere Details zum Kreistag finden Interessierte unter http://www.landkreis-lueneburg.de/kreistag.

    • Viktor Zoller sagt:

      Die Kreis-Turnhalle „Arena“ bleibt weiter eine Lachnummer wegen ständig neuer „Hiobsbotschaften“. Diesmal stockt’s, weil der Chinese eine Zählmaschine nicht zügig liefert: Lz, 14. Juli https://www.landeszeitung.de/lueneburg/322503-neue-hiobsbotschaften-fuer-die-arena/

      Wieherndes Gelächter!

      Wir Lebensälteren, vor Urzeiten erfolgreiche MTV-Basketballer, waren über Spielstände stets auf dem Laufenden.

      Weshalb?

      Am Spielfeldrand saß ein Talentierter an einem Tisch und bediente einen analogen (!) Spielstandsanzeiger. Der ging so:

      Spielzug – Ball gültig im Korb – Schiri pfeift. Und nun kommt er, der hellwache Talentierte: dreht ein Klapptäfelchen um. Die Zuschauer sind aus dem Häuschen! Jeder sieht es: MTV 1 – Gast 0. Und voran saust das schnelle Spiel… MTV 2 – Gast 0 und so weiter. Der Anzeiger brauchte keinen Strom und der Talentierte am Tisch kein Informatikstudium. Ging ganz einfach „händisch“.

      Der geneigte Leser verfolgt die weiteren Possen und sagt einstweilen mal nicht mehr dazu.

      Viktor Zoller, Barum

  2. Ulf Reinhardt sagt:

    „Ich sage nichts mehr dazu“, lautetet der Kommentar der vielgelobten Reese Projektleitung zum Eröffnungstermin der Arena.

    Dass ein Sportboden eine Lieferzeit von 3 Monaten haben kann, ein Novum, welches nicht bei den Planungen bekannt war? Werden alle Bestellungen denn mit unverantwortlichem Machbarkeitsoptimimus „just in time“ ausgelöst?

    Oder sind es in Wirklichkeit noch ganz andere Themen, welche die Eröffnung der Arena weiter verzögern? Auch die Planungen zum Brandschutz sind offensichtlich erst in diesem Jahr, also kurz vor der geplanten Fertigstellung, abgeschlossen worden. Offensichtlich gibt es weiterhin diverse bauliche Probleme, die nicht abschließend gelöst sind.

    Und es gibt keinen Betreiber der Gastronomie?

    Und der Spaß wird, wie nun endlich eingestanden werden musste, 28 Mio. kosten? Naiv, wer immer noch glaubt, dass die 30 Mio. nicht erreicht werden bzw. tatsächlich schon überschritten worden sind.

    Ein Trauerspiel ohne absehbares Ende auf Kosten der Steuerzahler.

    Komisch, dass nun Fragen der Verantwortlichkeit überhaupt nicht mehr diskutiert werden.

    Ist die Verantwortung zusammen mit Manfred Nahrstedt abgetreten?

    Wer ist denn nun im Kreishaus für das aktuelle Desaster verantwortlich?

    Der Kreistag, weil er immer wieder unvollständige und unzutreffende Beschlussvorlagen akzeptierend das Projekt immer weiter vorangetrieben hat?

    Der Landrat und seine Verwaltung, welche offensichtlich trotz seit 2 Jahren fachkundiger Unterstützung durch die Profis von Reese Baumanagement das Projekt nicht in den Griff bekommen und die Probleme und Kosten mit der völlig unbegründeten Gründung einer eigenen Betriebsgesellschaft noch multipliziert haben?

    Oder hat man auch die Verantwortlichkeit nun vollständig externisiert und an Reese Baumanagement abgetreten?

    Meines Wissens ist im niedersächsichen Kommunalverfassungsgesetz nicht vorgesehen, dass privatwirtschaftliche Unternehmen eine kommunale Körperschaft managen und zur vollständigen Verantwortungsdiffusion dann ganz sicher noch nicht einmal für die Ergebnisse ihrer Tätigkeit haften.

    Aber letztlich gibt es mit Corona immer noch eine plausible Erklärung für das gemeinschaftlich angerichtete Chaos bei dem gigantischen Steuerverschwendungsprojekt ohne jeden Gemeinnutzen.

  3. Otto Berg sagt:

    Na bitte, alles trifft ein, wie von Herrn Reinhardt vorhergesagt:

    Und es stellt sich überdies die Frage, ob die Reese GmbH, die den Eröffnungstermin im März ohne jede Not voreilig verkündete, für die anstehenden Entschädigungszahlungen an die Campus Management GmbH regresspflichtig zu machen ist.

    ● Neue Hiobsbotschaften für die Arena

    ● Termin für die Eröffnung der Halle derzeit unkalkulierbar

    ● Die Lieferzeit für den Sportboden der Halle beträgt ab heute „mindestens drei Monate“.

    ● Wann Spielstandsanzeiger und LED-Wall geliefert werden, ist nicht bekannt.

    ● Termin für die Installation der Hauptverteiung des Stroms verschiebt sich.

    ● Wann die Außenpflasterung fertig wird, steht in den Sternen.

    ● Die Baugesamtkosten liegen jetzt bei 28 Millionen Euro brutto.

    ● Ob es noch teurer wird, ist derzeit offen.

    ● Dass bei einem verspäteten Start erneut hohe Entschädigungsforderungen von der Campus Management GmbH zu erwarten sind, ist sehr wahrscheinlich.

    ● Dass der Landkreis komplett vorsteuerabzugsberechtigt ist, bleibt dagegen unwahrscheinlich.

    Das ist die Essenz des heutigen Berichts von LZ-Chefredakteur Marc Rath Landeszeitung für die Lüneburger Heide, Mittwoch, 14. Juli 2021 · 76. Jahrgang · Nr. 161 · Seite 1

  4. Berni Wiemann sagt:

    Sg Herr Bellmuth, Ihre Frage nach den Konsequenzen für „die inkompetenten Verantwortlichen“ in der Verwaltung habe ich bereits in der LZ (17.05.) beantwortet.
    Die vom SPD-Minister Pistorius geleitete Kommunalaufsicht hat bestätigt, dass die ausdrücklich angeforderte Kostenaufstellung der beauftragten und bezahlten Experten von Plan² nicht vorgelegt wurde, sondern nur eine durch die Verwaltung (in vertraulichen Hinterzimmerabstimmungen) selbst erstellte, geschönte Kostenaufstellung.
    Das SPD-Ministerium akzeptiert ausdrücklich die desaströse Planung der SPD geführte Verwaltung.
    Mit dieser „Klüngelei unter Genossen“ wird das verfassungsrechtlich garantierten Informationsrecht (§ 56, 2 NKomVG) vom SPD-Innenministerium ausgehebelt. Ich bewerte das als Frontalangriff auf unser gesetzlich garantiertes Informationsrecht und somit auf Grundrechte unserer Demokratie.
    Unabhängig von dieser Rechtsbeugung zugunsten von Genossen ist es den wenigen Kritikern nicht gelungen die Kreistags-Mehrheit vom früh erkennbaren Planungsdesaster zu überzeugen. Dem Betreiber des SPD-Mahnmahls wüsche ich Erfolgt, damit die jährlichen Verluste (ca. 1 Mio.) nicht weitere Einschränkungen im Kreishaushalt erfordern.

    👉👉👉 https://blog-jj.com/2021/02/25/arena-beschluss/

    • Johann S. Kirsche sagt:

      Der Artikel über die „inkompetenten Verantwortlichen“, auf den der Kreistagsabgeordnete Wiemann oben hinweist, erschien am Montag, den 17. Mai 2021 auf Seite 5 in der LZ. Autor war Chefredakteur Marc Rath (mr). Hier der komplette Text:
      ____________

      Mehr Rechte für Freizeit-Politiker

      FDP-Kreistagsmitglied Berni Wiemann fordert Konsequenzen bei Informationen zur Arena

      Lüneburg. FDP-Kreistagsmitglied Berni Wiemann plädiert als einer der maßgeblichen ArenaKritiker dafür, nunmehr nach vorn zu schauen.

      „Wir müssen akzeptieren, dass die Millionen bereits unwiederbringlich verschwendet wurden. Auch wenn die Abzahlung noch 50 Jahre den Kreishaushalt belasten wird“, mahnt der Liberale, jetzt „den Fokus auf die Einschränkungen der freien Meinungsbildung in diesem Skandal zu legen“.

      So habe die niedersächsische Kommunalaufsicht im Haus von Innenminister Boris Pistorius (SPD) zwar erhebliche Informations-Einschränkungen festgestellt, lasse diese aber bisher ungerügt, kritisiert Wiemann. Er bemängelt, dass diese Einschränkung der gesetzlichen Auskunftsrechte eine freie Meinungsbildung der Mandatsträger behindere. „Das ist ein Frontalangriff auf die Unabhängigkeit und das freie Mandat.“

      Absage an Fälschen und Filtern

      Eine „Klüngelei unter Genossen“ stelle demokratische Grundrechte infrage, bemängelt der Freidemokrat. Und er fragt: „Wie sollen gewählte Volksvertreter ihr freies Mandat wahrnehmen, wenn sie nur gefilterte oder gar gefälschte Informationen erhalten? Das wäre nicht mehr unsere Demokratie!“

      Gerade vor dem Hintergrund der persönlichen Angriffe müssten die Rechte der aktiven Freizeit-Politiker gestärkt werden, unterstreicht Wiemann. Dies gelte auch für lokale Medien. Deren kritische Berichterstattung ermögliche eine unabhängige Meinungsbildung. mr

  5. jo bembel sagt:

    Während Sie, Herr Jenckel, konstatieren: „Campus kann Kultur“ und „Hoppe beweist aber aktuell mit dem Kultursommer auf den Sülzwiesen auch, dass er in der Lage ist, die Arena mit Konzerten, Kultur und Sport zu füllen. Er sorgt dafür, dass die Manege voll ist.“

    Stellt Ben Boles, der Kulturbeauftragter der Lünepost fest, dass die Lüneburger Kulturbanausen sind. Da präsentiert Klaus Hoppe kulturelle Highlights ganz nach seinem Geschmack und die Einheimischen finden immer wieder fadenscheinige Gründe, um den Veranstaltungen fern zu bleiben. Was Campus einen sechsstelligen Fehlbetrag bescheren wird. (btw: Zahlt Campus Miete für die Nutzung der Sülzwiesen?)

    Ehrlich gesagt, lässt mich das nicht allzu viel Gutes für den Arena-Betrieb ahnen. Andererseits hat Herr Buller ja vorausgesagt, dass die Arena neue Bevölkerungsschichten nach Lüneburg locken wird.

    Wenn ich es richtig sehe, ist Campus beim Kultursommer Veranstalter selbigen. Bei der Arena aber als Geschäftsbesorger für den Betreiber in der Rolle des Vermieters.

    Da in der Regel die Künstler, die eine solche Arena einigermaßen füllen können für Tourneen exklusiv bei Veranstaltern unter Vertrag sind, ist der Spielraum ohnehin begrenzt. Und die Veranstalter werden nur dann die Arena mieten, wenn es für sie wirtschaftlich einen Sinn macht. Am längeren Hebel sitzend und wissend um die Situation in Lüneburg, wird die Miete gedrückt werden, bis bei Campus die Augen tränen.

    Wenn Campus als Veranstalter die Arena nutzt, müssen sie dann auch Miete zahlen und dürfen sie diese selbst bestimmen?
    Wahrscheinlich – dient ja dem Allgemeinwohl!

    • jj sagt:

      Grundsätzlich ist Campus Geschäftsbesorger, der Landkreis aber Betreiber. Sie wissen schon, wegen der Vorsteuer. Aber Campus hat aufgrund der Aufhebung des alten Betreibervertrages nicht nur eine Entschädigung in Euro erhalten, sondern auch noch mehr als ein Dutzend mietfreie Veranstaltungen in der Arena. Lg jj

    • jrnpetersen sagt:

      Von der Nordlandhalle weiß ich dass sie von mehreren Künstlern aufgrund ihrer Sporthallenatmosphäre und einer mehr als miserablen Akustik ab einem bestimmten Zeitpunkt schlicht bewußt boykottiert wurde.
      Da wich man dann lieber nach Winsen oder Uelzen aus. In dieser Hinsicht, Atmophäre und Akustik, wird sich die neue „Arena“ erst noch beweisen müssen. Für Sportveranstaltungen ist es dagegen so gut wie egal.

  6. Tanja Bauschke sagt:

    Ich freue mich, dass wenigstens in diesem Forum noch offen diskutiert werden darf , was in den politischen Gremien von den Hauptakteuren stets zu unterbinden versucht wird. Die Mechanismen hierzu sind bekannt und bedienen sich aus dem MobbingHandbuch:
    Die Fragende(n) lächerlich machen, herabsetzen, Fragestellungen als Geduldsproben abklassifizieren, Fragen gar nicht, ausweichend oder verkürzt beantworten, Ausgrenzen der Fragende(n)- besonders wenn sie sich auf nur noch eine Person reduziert hat!
    Und letztlich die ewige Schlussfolgerung: Sie sind ja sowieso schon immer gegen die Arena gewesen!
    Wer nachfragt, hat schon verloren- an Ansehen im erlauchten Kreise des Kreistags und seiner Verwaltung. Die demokratischen Spielregeln und Auskunftsverpflichtungen der Verwaltung sind schon lange in Vergessenheit geraten. Vorlagen zum Thema Arena gibt es in Vorbereitung auf den Bauauschuss ebenso schon lange nicht mehr und man/frau darf sich dann in den Sitzungen überraschen lassen und hoffen, dass die schnell durchgescrollten Arena-powerpoint Kacheln doch noch zu lesen sind!
    Zu klären sind noch unzählige Fragen, die allesamt Kostenträchtig sein werden! Vieles davon ist auch weiterhin auf die Fehlerbeseitigung- der Vergangenheit zurückzuführen. Aber es ist auch nicht erkennbar, dass mal eine neue Richtung eingeschlagen wird, neu nachgedacht wird und sich ggf neu aufgestellt wird. Es wird weiter gewurstelt, wie bisher! Bis zum bitteren Ende, egal was es kostet!
    Und nicht nur hier muß ich Herrn Wagner widersprechen: In Hamburg sei die CDU für die Elphikostenexplosion verantwortlich, hier die SPD für die Arena.
    Ja, die SPD ist maßgeblich verantwortlich, auch wenn Herr Kamps dies in unter die Gürtellinie zielendes Brüsten, als wahre Männlichkeit lobpreisen will. Aber eine CDU mit einem CDU-Kreisvorstandsmitglied in Managerposition des SVG mitsamt seinen ihm zu folgenden Parteifreunden ,ist genauso beteiligt und damit verantwortlich!. CDU und SPD waren sich in Sachen Arena immer einig, stützen sich und zeigten sich zusammen im Männerzirkel der Großen von Lüneburg stets unisono, bis heute. Manchmal kamen Misstöne auf, die waren aber immer nur Ablenkungsmanöver!
    Und Achtung, eine Verdreifachung der ursprünglich anvisierten Kosten ist schon die deutlich erkennbare Zielmarke. Der Weg auf die Vervierfachung ist nicht mehr fern!
    Welchen Rekord brechen wir dann?

    Es ist in der Tat unglaublich, mit welcher Leichtigkeit hier Steuergelder rausgeschmissen werden und welche Dämme dafür gebrochen werden!

    Tanja Bauschke

    • Edith Schuster sagt:

      Ohne Zentralgebäude und Arena wäre der Standortwettbewerb mit Winsen und Uelzen in Sachen Abiturfeiern auf die Dauer nicht zu gewinnen gewesen.

      • Welche Abiturfeier wird zu diesen Buchungspreisen je in dieser Arena stattfinden?

      • Oliver Albrecht sagt:

        Vielleicht holt Bernd „Brücken-Berni“ Althusmann seine dort ja turbomäßig nach, bevor er im Herbst mit seiner Familie aus seinem Wahlkreis Seevetal nach Berlin umzieht, um sich auf die Nachfolge von Andreas Scheuer im Maut-Ministerium vorzubereiten?

      • Sabbi Schröder sagt:

        Falls die Arena erst im Sommer 2022 öffnet, kann Berni sicher bei Gisela Plaschka im Autohaus feiern.

        Wie oft im Jahr wird in Lüneburg und in Amelinghausen eigentlich Abitur gemacht?

      • jrnpetersen sagt:

        Gemütlicher als in einer Sporthalle oder einem Zinksarg mit kahlen, teils schrägen Betonwänden kann eine Abi-Feier auch kaum sein.

  7. Detlev Schulz-Hendel sagt:

    Eins ist doch gewiss: es bleibt ungewiss, wann die Arena Lüneburger Land an den Start geht. Weiter gewiss ist: Die 30 Millionen Marke ist locker geknackt und dem hat auch im Kreistag niemand mehr widersprochen. Gewiss ist auch: Der Bau der Arena Lüneburger Land war, ist und bleibt vollends ein Desaster. Gewiss ist auch: bei der Frage des möglichen Vorsteuerabzugs gibt es nicht mal einen Millimeter Fortschritt. Das ganze Ausmaß soll nun offenbar bis zur Kommunalwahl unter der Decke gehalten werden. Der Fraktionsvorsitzende der SPD, deren Fraktion unbeirrt einer der Haupttreiber für diesen Bauskandal ist, spricht lapidar von einem „Potpurri von Fehlern“. und die Arena Kritiker werden unentwegt und unermüdlich weiterhin beleidigt und beschimpt und sogar der Verschörungstheorien bezichtigt. Mir persönlich macht das nichts aus, es macht mich aber wütend, dass die Verantwortlichen nicht den A…. in der Hose haben, sich bei den Steuerzahler*Innen für die Verschwendung dieser Steuergelder zu entschuldigen. Es ist aber ja nicht das Geld von Herrn Kamp, also scheint es auch egal zu sein. Meine Fragen im letzten Kreistag blieben unbeantwortet. Selbst die Frage, ob denn Herr Hoppe möglicherweise erneut dubiose Entschädigungszahlungen wegen dem erneut verschobenen Start des Arenabetriebes beanspruchen wird, blieben mit einem einfachen Achselzucken unbeantwortet. Landrat Böther hat immer wieder betont, dass es sich bei der Halle um eine Halle für das Gemeinwohl handelt. Jetzt gab es die ersten Anfragen zur Buchung einer Institution in Lüneburg für die Nutzung. Dabei ging es um eine Veranstaltung mit rund 300 Personen. Nachdem der Preis für Nutzung-utopisch hoch- klar war, hat diese Institution resigniert die Ritterakademie gebucht. Von 5.000 Euro war die Rede, dafür steht aber noch nicht ein Stuhl, dafür geht noch nicht ein Lichtschalter an. Und vermutlich kostet es extra, damit die Halle überhaupt aufgeschlossen wird. Und eins ärgert mich am allermeisten: hier wird sorglos mit dem Steuergeld durch die Gegend geschmissen, während wir um jeden Cent für einen vermünftigen Ausbau der Radwege im Landkreis streiten und kämpfen müssen. Um jeden Cent wird gestritten, die dem Klimaschutz zu Gute kommen. Ich könnte diese Beispiele fortsetzen, aber es ist ja klar, dass auch die Folgekosten die gesamte finanzielle Situation des Landkreises über Jahre nicht besser machen wird. Selbst die Avacon Aktien können da nichts mehr retten. Und so ehrlich sollten auch die Arena Befürworter sein, wenn sie am 12.09.2021 um die Wählergunst werben. Und natürlich gehört der Bauskandal der Arena Lüneburger Land auch zum Wahlkampf dazu. Denn es geht um Ehrlichkeit und Transparenz und um den sorgsamen Umgang mit Steuergeldern und nicht zuletzt um das Gemeinwohl aller Menschen im Landkreis Lüneburg.

    • Klaus Bruns sagt:

      meinen sie Herr Detlev Schulz-Hendel ,dass das Wort zum Sonntag schon jemals was gebracht hat? die Katholiken können Sonntags beichten und ab Montag weiter sündigen, aber was macht der Protestant?

      • Willi Banse sagt:

        Sie bezeichnen sich doch gerne als Atheisten, Herr Bruns. Ist Ihnen schon aufgefallen, wie schnell hier Stimmen verschwinden, wenn Sie Klartext reden? Die Befürchtung, dass Sie brisantes Hintergrundwissen haben, scheint berechtigt. Schmunzeln. Meine Vermutung: Höchstwahrscheinlich bekommen Sie von fünf Parteien, drei Bürgerinitiativen und dem Dalai Lama top geheime Informationen.

        Ein schweizer Kollege von Ihnen meinte: „Wo der Katholik laut furzt, da klemmt der brave Protestant. Der Atheist hat keine Blähungen.“ (https://www.aphorismen.de/zitat/65367)

      • Klaus Bruns sagt:

        mein lieber Willi (Banse)
        https://www.facebook.com/watch/?v=211889056995516

  8. Johann S. Kirsche sagt:

    Hatte Herr Mädge nicht überlegt, vom Thron des Oberbürgermeisters als SPD Fraktionsvorsitzender ans Steuer des Kamp-Mobils im Kreistag Lüneburg zu wechseln, um Jens Böther für den teuren Arena-Unfug zur Verantwortung zu ziehen?

    • Klaus Bruns sagt:

      hat der ober-ulli sein altersdomizil nicht schon in die nähe von neuhaus verlagert? da sollen die grundstückspreise noch moderat sein und von der politik noch nicht ins uferlose getrieben. schmunzeln. erst nach dem brückenbau der einsamen herzen, wird es eine anpassung geben. ein schelm, der da was böses denkt.

  9. jo bembel sagt:

    „So Leute, kommt näher! Hier gibt’s was zu sehen! Ach, was sag‘ ich – hier gibt es was zu bestaunen! Also seid nicht so schüchtern wie beim ersten Kuss! Kommt alle her!

    Ich bin heute zu Ihnen nach Lüneburg gekommen, um Ihnen mitzuteilen – und jetzt stellt euch mal den schönsten, größten und lautesten Trommelwirbel in eurem Ohr vor – dass die Volleyball Bundesliga jetzt noch elitärer geworden ist.

    Nicht 12, nicht 11, nicht 10, sondern nur noch die 9 elitärsten Mannschaften kämpfen um den wichtigsten Titel, den der deutsche Sport zu bieten hat. Da nur 8 Mannschaften sich für die Playoff-Plätze qualifizieren können, ist unermessliche Spannung garantiert. Und das Schlusslicht steigt garantiert nicht ab!

    Damit aber noch nicht genug: Nur 5 der 9 Mannschaften haben sich für die europäischen Wettbewerbe qualifiziert und die SVG ist dabei.

    Darum: Wenn einem so viel Gutes widerfährt, ist die multifunktionale Volleyball-Arena auch mehr als 30 Millionen wert.“

    • Jens Kiesel sagt:

      Das ist wirklich unglücklich und sehr ärgerlich. Aber die Arena wird ja noch viele Jahre stehen und nach der Corona Zeit noch viele erstklassigen Events erleben.

      • Rudi Radlos sagt:

        Da es sich nur noch neun deutsche Weltstädte erlauben können, ihren „Spitzensport“ vor der Insolvenz zu bewahren, wird das Programm des künstlich beatmeten Zwergenzirkus ins Hünenhafte gestreckt

        Die neue Zwischenrunde, in der die Mannschaften der Vorrundenplätze eins bis vier sowie fünf bis acht die Play-off-Plätze ausspielen, bedeutet dann für jedes Team weitere sechs Spiele. Danach folgen die Play-offs nach bekanntem Muster: eins gegen acht, zwei gegen sieben etc.

        „Inklusive mindestens eines Play-off-Spiels sowie eines Europapokal-Spiels haben wir mindestens 13 Heimspiele“, rechnet Andreas Bahlburg vor. Zuerst fahren die 3.500 Fans die 800 Kilometer nach Friedrichshafen. Dann kommen die Berlin Volleys und schauen, wie der kontaminierte Bauschutt vor der verschlossenen Halle recycelt wird.

        Zeitdruck entsteht nicht, denn 365 Kalender- minus 13 SVG- ergibt 352 Arbeitstage zum Einbau der fehlenden Elektro-, Brandschutz- und Serviceanlagen.

        „Das ist ein Auftakt, wie er spektakulärer nicht möglich ist: SVG Lüneburg startet mit zwei echten Krachern in die neue Saison“, schreibt LZ-Redakteur Matthias Sobottka am Dienstag (6. Juli 2021, Seite 22)

        „Das ist natürlich ein Hammer-Auftakt mit den zwei Top-Teams gleich zu Beginn“, lässt er Coach Hübner im nächsten Absatz jubilieren.

        Ähnlich darf es SVG-Geschäftsführer Andreas Bahlburg eine Zeile weiter auf den Punkt bringen: „Das ist ein richtiger Kracher zum Start“: https://www.landeszeitung.de/lz/316599-ein-hammer-auftakt/?l_s=1

      • Bertram Fuhrhop sagt:

        Sie haben recht, Herr Kiesel.

        Es lohnt nicht, an harte Fakten zu glauben. An einem einzigen Tag können so viele „Wahrheiten“ passieren:

        https://pbs.twimg.com/media/E4kUhQJXEAUTV-_?format=jpg

      • Auf viele Jahre ist das Gebäude bewusst nicht nicht angelegt worden. Was Sie unter erstklassig verstehen, mag die Zeit beurteilen. „F.-J. Kamps singt Helene Fischer Cover im Duet mit Andreas Köhlbrandt “ würde ich darunter nicht verstehen. Aber ich mag da gern eines besseren belehrt werden.

  10. Ulf Reinhardt sagt:

    Ja Herr Kiesel, Lüneburg braucht so eine Halle! Und der Journalist, welcher kritisch darüber berichtet, sucht nur das Haar in der Suppe. Genau auf diesem Niveau soll es weitergehen. Nur dass es hier nicht um inhaltsleere Behauptungen und das Haar in der Suppe, sondern um dreistellige Millionenbeträge an Steuergeldern geht. Da muss dann jemand, der solche Standpunkte vertritt, schon ein bisschen mehr die Fakten und den Bürgerwillen bemühen.
    Und wenn Sie die Bürger fragen würden, bin ich sicher, dass die Mehrheit lieber wichtige Infrastruktur wie Fahrradwege, Schulen, Kitas und andere wirklich gemeinwohlorientierte Einrichtungen mit ihren Steuergeldern gefördert sehen wollen.

    • Klaus Bruns sagt:

      Ulf Reinhardt , so sehe ich das auch. Ist das schlimm? Schmunzeln.

    • Jens Kiesel sagt:

      Herr Reinhardt, meine Priorität ist da ganz klar : Steuergelder werden als erstes für Schulen, Kitas, Straßen und dann für gemeinwohlorientierte Einrichtungen ausgegeben. Meiner Meinung nach gehört die neue Arena genau zu diesen gemeinwohlorientierten Einrichtungen.

      • Nun, bei Schulen wäre hier nicht nur bei Luftfiltern – gern stationär – deutlich Nachholbedarf. Ob danach noch Geld da ist? Haben Sie da evtl. noch was auf dem Konto aus dem Cum-Ex-Skandal von Herz Scholz? Auch zweistellige Millionenbeträge können uns allen helfen. Kontonummer auf Anfrage, aber das Verfahren kennt die SPD ja.

  11. Thomas K. sagt:

    Die lz hat für mich im besten Sinne die Rolle eines Narren erfüllt. Zitat Wikipedia „Narren hatten zu Teilen an Fürstenhöfen auch die politische Funktion, zu Zeiten absolutistischer Herrschaft die einzigen zu sein, die dem Fürsten noch die Wahrheit übermittelten, ihn an das Geschehen in seinem Herrschaftsbereich ankoppelten.‘. Das passt ach für das Zeitalter von Ulrich dem X.!
    Trotz dieser „Narren“ macht die Politik oftmals ihr Ding – wie wäre es ohne free Presse?
    Für den genialen Schachzug bietet sich doch an, die Halle Ende August 2021 in Anwesenheit des Geehrten in Ulrich-Mädge-Palast umzubenennen…

    • Jens Kiesel sagt:

      Herr K, ich glaube Sie brauchen etwas Nachhilfe, zu Ihrer Information: Ulrich Mädge ist Oberbürgermeister der Stadt Lüneburg und hat keinerlei Anspruch, als Namensgeber für die Eventhalle zu dienen. Da die neue Halle ein Projekt des Landkreises ist, käme nur eine Person aus dem Kreistag infrage. Ich hoffe ich konnte Ihnen helfen.

      • Thomas K sagt:

        Interessant, dass Sie das Wort „Anspruch“ verwenden, denn ich hatte es überhaupt nicht geäußert. Aber schön zu erfahren, dass Sie bereits mögliche Ansprüche zur Denkmalsetzung geprüft haben.
        So macht Nachhilfe Spaß 🙂

      • „Thomas K. Halle“ finde ich dann doch wenig attraktiv. Die Halle mit „KMKAG“ als „Königliche Monarchische Kreistags Amnesie Gedächtnisstätte“ gefällt mit besser. Ok, wenig griffig, aber das ist alle eine Frage des Marketing. NkomVg ist ja in bei entsprechender Bewerbung auch schon marktreif.

  12. Wo es Gewinner gibt gibt es immer Verlierer. Beim Arena-Desaster beglückwünsche ich ausdrücklich die erfolgreichen Lobbyisten Klaus Hoppe und den SVG-Geschäftsführer Bahlburg als klare Gewinner, ihnen zolle ich Respekt. Dumm nur, dass bei den kostspieligen Pannen, wieder der „gemeine“ Steuerzahler der Verlierer ist und nicht die verantwortlichen Politiker. Nachdem sich die ehemals begeisterten Befürworter (gerade vor der Wahl) ruhig verhalten, inszeniert sich der unverbesserliche Genosse Kamp als Märtyrer. Voller Eigenlob hat er im letzten Kreistag von einem weitläufigen Bekannten berichtet, der ihm bestätigte das er (Genosse Kamp) „wenigstens Eier in der Hose hat.“ Obwohl das kein Alleinstellungsmerkmal ist, scheint er auch nicht zu erkennen, das für vernünftige Entscheidungen ein anderes Körperteil wichtig ist. Also Kopf hoch, auch wenn noch böse Überraschungen lauern.
    Ich wünsche den Gewinnern, weiter viel Erfolg, damit nach „Pech und Pannen“ keine Pleite folgt.

    • Klaus Bruns sagt:

      und auf wessen kosten die gewinne kommen, ist ihnen egal?

      • Sg Herr Bruns, auch wenn es uns nicht gefällt, aber wer verliert hat keinen Gewinnanspruch!
        Nach dem nicht mehr zu korrigierenden politischen Planungs- und Baudesaster sollten wir auf eine erfolgreiche Vermarktung hoffen, damit die Betriebsverluste (ca. 1Mio./Jahr) nicht weiter steigen.

      • K. Bellmuth sagt:

        Was ist mit Manfred Nahrstedt und mit seinem Adlatus, Jürgen Krumböhmer?

        Sollen die beiden inkompetenten Verantwortlichen einfach ungeschoren von ihrem heimischen Urlaubsbalkon zuschauen dürfen, wie ihre nicht dem Gemeinwohl dienliche Halle Jahr um Jahr das Steuergeld in sich hineinschlürft, um damit die Geschäftstätigkeiten Ihrer beiden Lobbyisten vorteilhaft zu beregnen?

  13. Andreas Janowitz sagt:

    Na immerhin wird die Elbphi den Hanseaten bei der nächsten Strumflut absaufen, während unser Zink-Klotz korrosionsschutz eingebaut bekam- zumindest solanger der Keller nicht vollläuft (nein nicht der). ^^

    Ich habe die Hoffnung auf durchschnittliche Leistung fahren lassen. Man schreitet neuerdings dem dürftig entgegen, oder Elektrotretrollert. Unfreiwillig komisch allemal die wichtigen Herrschaften.

    • Blödsinn. Die Hafencity säuft ab, die Elphi sicher nicht. Per Boots-Shuttle ins Konzert hat doch seinen Reiz, vgl. Elbjazz. Sehen Sie doch einfach mal die Chancen im Klimawandel. Der Beachclub „Princess PIA #4″hat demnächst Meerzugang und am Stint wird künftig Kabelau gefangen.

      • Andreas Janowitz sagt:

        Wie meinen? Ich könnte mich zwecks Rentenaufhübschung noch als Grottenolmzüchter in den Kellergemächern des Zink-Klotz` verdingen?

        Bis dahin dürfte es nach diversen Überflutungen auch ohne rasant foranschreitenden Klimawandel zum Feuchtbiotop weiterentwickelt worden sein.

        In lüneburger Kaufmannstradition müsste ich mir dann allerdings noch einen Gönner für die Projektentwicklung zulegen. Da Homöophatie über die Krankenkassen abgerechnet werden kann sehe ich in der Gesundheitsquacksalberei grosses Potential.

        Stellen Sie sich vor Lüneburg 2050: Barfüssige Rentner lustwandeln durch die zwilichtigen, knöcheltief unter Wasser stehenden Korridore des Bildungstempels, während die zarten Lippen der Olme an den verhornten Schrunden ihr Wunderwerk verrichten und gleichzeitig die Kneipsche Wasserkur zur Anwendung kommt. Entspannung pur für die vom Anstehen im Hochregallager Strand Winsen/West gestressten Rentnerfüsse von morgen – schon heute den Projektkatalog erwerben und zukunftssicher investieren!

        Die so fettgemästeten Olme kann man dann über den umfirmierten Containerport „LHLA“ nach China exportieren und teuere Handtaschen klöppeln lassen. Olmleder wird das neue Nappa.

        Sie sehen – ein totsicheres Ding! Fast so gut wie die Fernsehrechte für den Handball anno dazumal!

  14. Gerd Wagner sagt:

    Ja, in Lüneburg geht es, anders als in Hamburg, nicht um einen Milliarden-, sondern bloß um zwei Hundert-Millionen-Euro-Beträge, die dem Steuerbürger von den Hauptverwaltungsbeamten und ihren Claqueuren zur „Daseinsvorsorge“ von „Investoren“- und „Unternehmer“-Freunden aus dem Geldbeutel geleiert werden. Aber Hamburg ist auch 25 Mal so groß wie Lüneburg. Hätte also 2,5 Milliarden verschwenden dürfen, wenn die numerischen Verhältnisse hätten abgebildet werden sollen. Aber es gibt ja einen wichtigen Unterschied. In Hamburg ist die CDU für den ekelhaft riesigen Geldskandal verantwortlich. Die besitzt ja angeblich „Wirtschaftskompetenz“. In Lüneburg ist die SPD praktisch der alleinige Regisseur beim Verbrennen obszön astronomischer Summen, die dem Gemeinwohl entzogen und dem Privatwohl einer kleinen Gruppe „cleverer“ Burschen zugeführt werden.

  15. Jens Kiesel sagt:

    Der Journalist sucht das Haar in der Suppe, er berichtet über gelungenes und Misslungenes. Das ist seine Aufgabe und das erwartet der Leser. Ich erwarte das auch von der LZ, die seit über 30 Jahren morgens bei uns im Briefkasten liegt und unsere erste Informationsquelle des Tages ist. Auch wenn meiner Meinung nach die politische Ausrichtung der LZ sich in den letzten 4,5 Jahren etwas verschoben hat, möchten wir sie nicht missen. Das bei der Planung und beim Bau der Arena vieles schief lief, alles viel teurer wurde ist bekannt und natürlich wurde zu recht in der Zeitung darüber berichtet. Aber genau so wie Klaus Hoppe sage ich, Lüneburg braucht so eine Halle. Genau so wie Museen, Theater. Schwimmhalle. Parkanlagen und vieles mehr, was unsere Stadt liebens- und lebenswert macht. Wenn eines Tages bei den Bürgern in Stadt und Land die Freude über diese Eventhalle überwiegt und in ein paar Jahren keiner mehr von den Anfangsschwierigkeiten redet, ist es natürlich journalistische Pflicht, darüber in den Annalen zu berichten. Bis dahin werden aber schon viele Redakteure der LZ von spannenden Sportveranstaltungen, von tollen Konzerten und von Festen und Feiern berichtet haben.

    • Klaus Bruns sagt:

      Dein Wunsch war des Gedankens Vater!

    • jj sagt:

      Wohin ist die LZ gerutscht?
      PS: Sie haben ja auch Ihren Standort neu justiert, vielleicht ist das der Grund für Ihr Gefühl ✌️😀🤨 lg jj

    • Klaus Bruns sagt:

      Herr Kiesel, wenn es angeblich so sein soll, warum müssen diese Einrichtungen dann alle durch die Bank subventioniert werden und folgende Generationen sie bezahlen?

    • jrnpetersen sagt:

      Ob das was Sie in ihrem letzten Satz prophezeien wirklich so kommen wird wage ich doch zu bezweifeln. Da gab es auch bezüglich des Libeskind-Bau’s viele Hoffnungen und Prophezeiungen die finanzielle Beteiligungen legitimieren sollten, aber bislang nicht Realität geworden sind. Oder angelehnt an Marlene Dietrich: Sag mir wo die Träume sind. Wo sind sie geblieben.

    • Ulrike Schmidt sagt:

      Dass Klaus Hoppe und Andreas Bahlburg SAGEN, „Lüneburg“ brauche die Halle, damit aber vor allem MEINEN, sie selbst brauchten die, – wen wird das wundern? Kommerzielle Egoismen mit Hilfe von Allgemeinheitsgebrabbel zu kostümieren, lernte schon im Mittelalter jeder angehende Rosstäuscher in den ersten drei Tagen seiner Ausbildung.

      Dass aber Sie, Herr Kiesel, immer noch Reklame für dieses Unglücksprojekt mit hohlen Fischmarktfloskeln und flirrenden „Bauchgefühlen“ machen, obgleich bis heute niemand erklären kann, was die öffentliche Hand bei dieser Maßanfertigung für zwei Geschäftsleute eigentlich zu suchen hat, das erstaunt doch sehr.

      Wie können Sie Ulf Reinhardt der Spökenkiekerei zeihen, wenn sie selbst nichts als haltloses Kinderwünschen zu bieten haben?

      Und übrigens hat sich nicht „die politische Ausrichtung der LZ in den letzten 4,5 Jahren etwas verschoben“, sondern der journalistische Widerspruch macht sich seit einiger Zeit dem politischen Anspruch gegenüber stärker bemerkbar. Dass eine Lokalzeitung nicht das Verlautbarungsorgan eines Oberbürgermeisters und seiner Lieblinge zu sein hat, mag für Sie ja etwas Ungewöhnliches sein, wird sich Ihnen aber bestimmt leicht erschließen, wenn Sie bei Gelegenheit mal einen Blick ins Grundgesetz werfen.

      • Jens Kiesel sagt:

        Herr Schmidt, ich mache gerne für die meiner Meinung nach für den Landkreis wichtige Eventhalle Reklame, macht hier ja sonst keiner.

    • Und die Erde ist eine Scheibe.

  16. Klaus Bruns sagt:

    warum über etwas berichten, was sich nie ändern wird? nur weil journalisten vom schreiben leben wollen?

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