Der Zaster ist versenkt +++ Die gute Nachricht: Es gibt eine Welt jenseits des Arena-Dickichts +++ Kreistag macht den Weg frei +++ Landkreis wird Betreiber +++ Campus erhält für Vertragsaufhebung hohe Entschädigung

Lüneburg, 8. März 2020

Nichts ängstigt den Menschen mehr in unserer aufgeklärten Zeit als das Unbekannte und schier Unerklärliche. Doch damit müssen die Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis Lüneburg beim Bau der Arena leben. Sie werden im Detail nie erfahren oder verstehen, wie eine gut 10 Millionen Euro teure Halle für Sport und Veranstaltungen in kürzester Zeit eine Arena für heute 23 Millionen Euro wurde.

Im Dickicht der Berater-Entourage, Tabellen, Planungsphasen und Partner verliert jeder die Orientierung. Es gibt natürlich von Amts wegen Verantwortliche, aber das sind nicht unbedingt die Schuldigen allein. Schuldig sind auch all die, die nicht gefragt, sondern trotz aller Warnhinweise geglaubt haben. Kennen wir schon aus der Sesamstraße: Wer nicht fragt, bleibt dumm.

Aber ehrlich gesagt wurde auch alles dafür getan, damit niemand mehr den Überblick behält. Zu viele Köche, zu viel Brei, zu wenig Substanz. Ende des Jahres ist der Bau hoffentlich fertig.

Jetzt Montag wird der Kreistag den alten Betreibervertrag für die Arena aufheben und noch mal viele Hunderttausend Euro dafür und für einen Neustart zahlen. Und das ist ganz gewiss nicht die Schuld des Vertragspartners, der Campus GmbH. Die macht Geschäfte und arbeitet nicht bei der Caritas. Und es ist auch nicht die des neuen Landrates. Andere, die von Anfang an dabei waren in der Verwaltung, sollten schon mal in sich gehen.

Wie es auch kommt, die zu hohe Investition und die Folgen tragen alle bis in die letzte kleine Gemeinde des Landkreises Lüneburg indirekt über eine Umlage mit, die Folgen tragen auch alle Projekte mit, die wegen der hohen Arena-Investition womöglich weniger Geld bekommen oder zurückgestellt werden müssen. Ein Blick in den Etat reicht. Das Risiko aber trägt künftig bis auf 75 000 Euro von der Stadt im Jahr der Landkreis ganz, ganz alleine.

Den Fans, die hoffentlich nächstes Jahr in die Arena stürmen, um Volleyball zu sehen oder Sänger James Blunt zu hören, wird das alles völlig egal sein, die wollen Spiel, Spaß, Spannung.

Im Blog wurde mehr als genug über den Bau geschrieben. Ich habe dabei viel gelernt dank exzellenter Kommentare, ob von Ulf Reinhardt,  Bernie Wiemann oder Prof. Boeck und vielen mehr, und dank umfänglicher Recherchen wie von Kevin Schnell oder dem großen Unbekannten Otto Berg, mit den beiden lag ich nicht immer auf einer Wellenlänge.

Bis zur Eröffnung gilt im Blog: Genug ist genug, es gibt eine Welt jenseits der Arena. Und zum Glück andere Großprojekte.

Hans-Herbert Jenckel

Nachsatz: Der Kreistag hat am 9. März mit großer Mehrheit bei drei Gegenstimmen und fünf Enthaltungen beschlossen, den alten Betreibervertrag mit der Campus Management GmbH aufzuheben. Er galt laut einem Gutachten als rechtsunsicher.

Dafür fließt eine sehr hohe Entschädigung. Künftig wird der Landkreis selber als Betreiber auftreten, allerdings das eigentliche Arena-Geschäft quasi einer Hausverwaltung überlassen. Der Geschäftsbetrieb und das lohnende Catering werden ausgeschrieben. Die Arena soll Ende 2020 fertig werden. Zurzeit betragen die Kosten 23 Millionen Euro. Der Betrieb soll im Frühjahr 2021 anlaufen. Der Landkreis als Unternehmer, das berge auch Risiken, sagte Landrat Jens Böttcher weitsichtig.

In der Sitzung meldete sich SPD-Frakionschef Franz-Josef Kamp zu Wort, dessen Fraktion unverbrüchlich zur Arena steht und der am Rednerpult farbenprächtig ausschmückte, wie die Fans 2021 in der Arena Stars und Volleyball-Profis bejubeln.

Sein Kollege Hinrich Bonin zitierte später einen Spitzen-Sozialdemokraten, der der SPD-Kreistagsfraktion zum Arena-Dilemma attestierte: „Ihr habt es verbockt.“ Das sah Bonin gänzlich anders.

CDU-Chef Günter Dubber erinnerte ans eigentlich Risiko, das sei nicht der Betreibervertrag, sondern „die Halle zu bauen und zu finanzieren“. Bei der Entschädigung komme bei ihm zudem ein schaler Beigeschmack auf.

Der Liberale Berni Wiemann warnte noch einmal vor dem, was da als Finanzkonzept fürs neue Betreibermodell kursiere und wieder fehlerbehaftet sei.

Der Grüne Detlev Schulz-Hendel fragte sich, wie es zu der Entschädigung für die Aufhebung des alten Betreibervertrages mit der Campus Management GmbH komme. Vielleicht sollte darauf zuerst das Rechnungsprüfungsamt einen Blick werfen. So wird eine Kehrtwende mit unvollständigen Unterlagen vollzogen.

Michael Gaus  (Grüne) erinnerte daran, wem das Arena-Projekt zu verdanken sei: SPD und Teilen der CDU.

Markus Graf (Linke), er stimmte mit Nein, versicherte zum Schluss Hinrich Bonin von der SPD: „Genau, ihr habt es verbockt.“

Wie es auch kommt, der Kreis steht bis auf die vereinbarte Investitions-Beteiligung der Stadt plus 75 000 Euro im Jahr für den Betrieb alleine da.

Was die Ausschreibung der neuen Verträge für Catering und Hallenverwaltung angeht, ist es nicht ohne, dass ein möglicher Bieter schon tief in die Arena-Geschichte verwoben ist und der Landkreis bei klagefreudigen Konkurrenten auf dünnem Eis wandeln könnte.

Über jj

Journalist, Dipl.-Kaufmann
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43 Antworten zu Der Zaster ist versenkt +++ Die gute Nachricht: Es gibt eine Welt jenseits des Arena-Dickichts +++ Kreistag macht den Weg frei +++ Landkreis wird Betreiber +++ Campus erhält für Vertragsaufhebung hohe Entschädigung

  1. jo bembel schreibt:

    „Den Fans, die hoffentlich nächstes Jahr in die Arena stürmen, um Volleyball zu sehen oder Sänger James Blunt zu hören, wird das alles völlig egal sein, die wollen Spiel, Spaß, Spannung.“ (jj)

    Ironie wird oftmals nicht als solche wahrgenommen. Veranstalter von James Blunt Konzerten ist eine kleine Agentur mit dem Namen FKP Scorpio. Die können es gar nicht erwarten, ihre Künstler in die Arena zu bringen.

    Bei Volleyball-Spielen wird nichts gestürmt werden. Das sind lediglich Wunschträume. Die Spiele dauern unterschiedlich lang. Von etwas über einer Stunde bis knapp unter drei. Wird lustig mit dem Shuttle – Betrieb. Wobei ich wette, dass es den aus Mangel an Interesse nicht geben wird.

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  2. Ulf Reinhardt schreibt:

    Weitere Behauptungen sind doch aktuell auch egal, denn der weitere Fortgang und die jeweilige Schuldfrage sind nun geklärt:

    1. Die Arena wird deutlich mehr als 23 Mio. kosten, Schuld ist der Behindertenbeirat.

    2. Die Arena wird erst im Herbst 2022 fertiggestellt, Schuld sind der Behindertenbeirat und Corona.

    3. Die Hauptnutzung der Arena durch den SVG entfällt, Schuld sind Corona und möglicherweise eine Insolvenz.

    4. Der perspektivisch einzige Betreiber bzw. Geschäftsbesorger steigt aus dem Rennen aus, Schuld sind das Vergaberecht und Corona.

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    • jo bembel schreibt:

      Ja, aber Lüneburg hat dann eine Arena, die das Wert ist, was sie gekostet hat. Wer mag schon der Vernunft widersprechen? Schließlich hat die Vernunft von Anfang an obsiegt. Erst übereilt ein ungeeignete Grundstück gekauft und weil man nicht mit Verlust aussteigen wollte, immer weiter in Wertsteigerungen investiert.

      Und hier die bis Ende 2021 geplanten kulturellen Veranstaltungen in der Artland Arena, Quakenbrück (3.000 Zuschauer) :

      Chippendales – GET NAUGHTY! WORLD TOUR, So 01.11.2020, 19 Uhr
      und 12 Monate später
      Torsten Sträter – SCHNEE, DER AUF CERAN FÄLLT, Fr 29.10.2021 20

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    • Otto Berg schreibt:

      Die „Komplexität“, der „Zeitdruck“ und die „verfluchte Unwissenheit“ sind lange die Stars unter den unmenschlichen Verursachern des Multimillionen-Euro-Schadens an der Lüner Rennbahn gewesen.

      Und nun sollens plötzlich das arme kleine Virus, das zickige Vergaberecht, eine nahende Insolvenz und der lästige Behindertenbeirat gewesen sein, Herr Reinhardt?

      Was ist mit Professor Dr. Hinrich Bonin, der im Vorhinein praktisch alles, im Zwischenrein das meiste und, wie er heute aufgeräumt in die LZ (S. 5) hat setzen lassen, „viele Dinge auch im Nachhinein falsch gemacht“ hat? Wird der Reppenstedter Ortskernsanierer einen Teil der Hundertmillionen-Euro-Verschwendung aus seinem Sparschweinerle begleichen? Oder kann dieser Philosoph vom linken Ufer des Kranken Heinrich sich damit rausreden, dass er immerzu an die elend „knappen Mehrheiten“ im Kreistag denken musste – und an solche pesistent nachhakenden Kritikusse und insistent fragenden „Eierköpfe“ wie Michael Gaus und Detlev Schulz-Hendel — als er an seine Kontrollpflichten als Abgeordneter und ans Gemeinwohl der Kreisbürgerschaft (inklusive der Menschen mit Behinderung) hätte denken sollen?

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    • Jörg Kohlstedt schreibt:

      Nun gräme ich mich des Abends nicht tränenüberströmt in den ruhelosen Schlaf, wälze mich nicht ob der Mehrkosten oder prognostizierter Bauzeitverzüge. Auch knallen nicht die Sektkorken ob des möglicherweise erreichten. Wenn geändert wird, dann werden Selbstverständlichkeiten umgesetzt. Wird´s teurer? Nicht unser Dilemma. Dauert es länger? Auch nicht unser Dilemma.
      Wir haben nicht übermäßig viel Dostojewski gelesen, auch sind wir nicht Michael Kohlhaas. Unser Pferd lebt. Menschen mit Behinderung haben Rechte, gute Rechte. Setzen wir sie doch um. Wir helfen dabei. Wir sind wahrlich nicht problemorientiert, wir sind mit ganzem Herzen lösungsorientiert. Man muss nur mit uns reden. Offen, ehrlich, fair.

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  3. jj schreibt:

    Das kann nur Hinrich Bonin von der SPD, zu behaupten, die Mehrheiten seien immer sehr knapp gewesen. Großer Unsinn. Bei der letzten Abstimmung, bei der theoretisch die meisten Fakten vorlagen und der Behindertenbeirat noch einmal Fragen stellte, stimmten gerade einmal 3 Mitglieder des Kreistages gegen den Arena-Beschluss zum Betreibervertrag. Drei von 58. Das ist alles, nur nicht knapp.

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    • Annette Mint schreibt:

      Bonin, Dittmers, Schröder-Ehlers, Gründel, Kamp und Nahrstedt, das sind die Sargnägel der Kreis-SPD. Besäßen diese Leute auch nur einen Funken Anstand, hätten sie ihre Kreistagsmandate spätestens im Mai 2018 niedergelegt.

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      • Hannelore Kröger schreibt:

        Arena-Nahrstedt ist ja nu raus und muss um seine Pension zittern, Bonin wird doch wohl nicht den Gerhard Scharf der Sozis machen und noch mit achtzig selbstgerechten Aggro-Nonsens in irgendwelche Mikros keifen und Dittmers ist sogar in seinem Freundeskreis zu einem Beobachtungsfall geworden. Die Ambivalenz, hinter der er sich mit seinen markigen Sprüchen verstecken wollte, ist verflogen. Und damit auch die Möglichkeit, dass es doch nur ein Witz war, ein Versehen, ein Spruch, ein Missverständnis, wenn er immer wieder hässliche Pointen setzte. Da ist ein Weltbild sichtbar geworden. Schröder-Ehlers, Gründel und Kamp sind habituelle Wichtigtuer, die nie gelernt haben, dass der milchstraßenbreite Graben zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung nicht automatisch die anderen zu lächerlichen Figuren macht.

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  4. jo bembel schreibt:

    „Diese ganzen Unzulänglichkeiten ändern aber nichts daran, dass Hallen dieser Größe gefragt sind. lg jj “

    Lieber Herr Jenckel,

    wenn Sie schon eine Aussage treffen. die den Erkenntnissen des RPA und von Herrn Reinhardt widersprechen, dann sollten Sie diese auch mit Fakten belegen können und nicht andere auffordern, zu recherchieren.

    Ich biete Ihnen und Ihrem Fachmann zwischen Flensburg und Fürstenfeldbruck eine Wette an: Für jede Arena mit einem Zuschauerfassungsvermögen zwischen 2.500 und 4.500 in der pro Jahr 18 oder mehr Veranstaltungen ohne Bezug zu regelmäßigen Sportbetrieb (Meisterschaft/Pokalwettbewerb), stattfinden, nenne ich Ihnen zwei, bei denen es weniger sind.
    Mein Wetteinsatz sind 500€ als Spende an den Guten Nachbarn.

    Zwei die Sie schon mal vergessen können :

    RASTA-Dome Vechta:
    Turngala – Bizzar, Freitag 18.12.2020, 18:30, RASTA Dome
    Ralf Schmitz – SCHMITZEFREI, Samstag 17.04.2021, 20:00 Uhr
    Torsten Sträter – SCHNEE, DER AUF CERAN FÄLLT, Freitag 26.03.2021, 20:00 Uhr

    Die weitaus meisten kulturellen Veranstaltungen in Vechta finden NICHT im Rasta-Dome statt.

    Die UNIHALLE Wuppertal geht auch an mich:

    Klicke, um auf Veranstaltungen_Uni-Halle_Kalender_2020-01-07.pdf zuzugreifen

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    • Otto Berg schreibt:

      Nr. 3 ist die EdelOptics-Arena in Hamburg (siehe Reinhardt).

      Aber Sie missdeuten Herrn Jenckels Intention, Herr bembel. Es ging ihm nur darum, am Vorabend des Kreistages noch schnell eine positive Arena-Nachricht in die Welt zu setzen. Ob das Behauptete den Tatsachen entspricht oder nicht, hat den Blogmaster überhaupt nicht gekümmert. Und kümmert ihn auch jetzt nicht, da er als Ex-Journalist offenbar der Ansicht ist, dass jeder seine eigene „Wahrheit“ besitzt. Und wenn schon über „Fakten“ diskutiert wird, dann nur über „neue“. Nicht über welche, die nicht zu seinen Propagandameldungen passen, denn dann ist man schnell der Anmaßung verdächtig, den „Lordsiegelbewahrer der einzigen [!] Wahrheit zu spielen und die Parole auszugeben: Wer nicht mit mir ist, ist gegen mich.“

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  5. Ulf Reinhardt schreibt:

    Hallo Herr Jenckel,
    Dass man mit Konzerten Geld verdienen kann, ist nicht neu. Das entspricht genau dem Konzept von FKP Scorpio. Selbst dieses sehr professionelle Unternehmen ist jedoch bei seiner Planung zu dem Schluss gekommen, dass die Arena nur mit einem Verlust von mehr als 800.000 € jährlich zu betreiben ist.

    Das Problem ist die Größe, welche nur Veranstaltungen in einem mittleren Segment zulässt. Für viele kleinere Veranstaltungen, die ein persönlicheres Ambiente benötigen, ist die Arena dagegen völlig ungeeignet.

    Wenn die Arena eine reine Veranstaltungshalle für Konzerte sein soll, wäre dies ja absolut in Ordnung. Dann soll ein privater Investor und Betreiber diese Arena bauen und betreiben und den Lüneburgern mit Interesse an Konzerten
    sei ohne den Aufwand an Steuergeldern genüge getan.

    Leider verhält es sich jedoch völlig anders. Um die Arena trotz gescheitertem Konzertkonzept durchzusetzen, wurden wieder die ursprünglichen Nutzungen Schul-und Breitensport bemüht, welche definitiv standort- und bedarfsbedingt nicht in der Halle stattfinden werden. Das ist unredlich, denn hier wird ein Gemeinnutzen
    dargestellt, den es tatsächlich überhaupt nicht mehr gibt. Genauso unredlich ist es zu verschweigen, dass die verbleibende wichtigste Nutzung am Ende die des SVG sein wird.

    Das Konzept der Konzert-Arena wäre definitiv das Konzept mit der
    höchsten wirtschaftlichen Überlebenschance, aber auch das, mit dem geringsten Gemeinnutzen, da der Großteil der Bevölkerung keine Konzerte besucht.
    Das verbliebene Konzept, viel SVG, ein bisschen Konzerte, ein bisschen alles für alle, ist wirtschaftlich unrealistisch und das Ergebnis, es doch noch allen Recht machen zu wollen.

    Dass dies zum einen nicht funktioniert, und zum anderen neben den Investitionskosten einen Haufen Steuergelder zur Deckung des jährlichen Verlustes kostet, ist ein Fakt, der nun politisch totgeschwiegen werden soll. Dieses Sponsoring eines kommerziellen Volleyballvereins durch eine Kommune ist unzulässig und nicht im Interesse der großen Mehrheit der Bürger.

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    • jj schreibt:

      Herr Reinhardt,
      dem habe ich nichts hinzuzufügen. Genau so ist es auch zu verstehen, wenn ein Veranstalter von Konzerten prophezeit, dass die Halle in seinen Augen Sinn mache, wenn auch das Drumherum, also die Hallen-Vita, fürchterlich dilettantisch sei. Und ja, Gemeinnutz sieht anders aus. Und ja, Herr Wiemann hat natürlich recht, dass die Arena die Ziele der „alten Stadthalle“ Audimax konterkariert. Und ja, es haben im Kreistag nur drei Mitglieder gegen die Aufhebung des Betreiberkonzeptes gestimmt, das sind Detlev Schulz-Hendel, Markus Graff und Tanja Bauschke. Lg jj

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    • Otto Berg schreibt:

      Ich möchte hinzufügen, dass „FKP Scorpio, dieses sehr professionelle Unternehmen“, erst dann „bei seiner Planung zu dem Schluss gekommen“ ist, „dass die Arena nur mit einem Verlust von mehr als 800.000 € jährlich zu betreiben“ sei, als nach der Sondersitzung des Ausschusses für Hochbau und Energiesparmaßnahmen am 13. Februar 2018 von SVG-Gesellschafterseite mit massiver Presseunterstützung (LZ und Lünepost) und vehementen Demarchen von Lüneburger „Veranstaltungsexperten“ sowie von prominenten Politikern aus Land, Kreis und Stadt dermaßen intensiv und anhaltend auf den damaligen Landrat eingewirkt wurde, die (wirtschaftlich sinnlosen, ja, vollkommen widersinnigen) Nutzungs- und Trainingszeiten für die Gellersener Volleyballer deutlich zu erhöhen, – bis dieser am Ende der 10. Kalenderwoche im März 2018 einknickte und – ohne zu wissen, was er da tat – seinen fassungslosen Ersten Kreisrat und die staunende Öffentlichkeit am Montag, den 12. März 2018 mit der Botschaft überrumpelte, das bisherige Konzept werde über den Haufen geschmissen und nunmehr der Ansicht Rechnung getragen, „dass die Rolle des Volleyball-Erstligisten SVG Lüneburg aus Sicht der Verwaltung gestärkt werden“ müsse. Was konkret hieß: Den Volleyballern wurde – zunächst ohne Gremienbeschluss – soviel Belegungsvorrang eingeräumt, dass ein wirtschaftlicher Betrieb für Folkert Koopmans und seine Leute nicht mehr möglich war. In der Konsequenz des Wochenendes vom 9. auf den 11. März 2018 hat Scorpio also nicht „hingeschmissen“, wie seither aus Rat- und Kreishaus immer wieder kolportiert wurde, sondern ist geschasst worden, indem seine Geschäftsführung in eine Lage gebracht wurde, die jeder mit wachen Sinnen und Vernunft begabte Geschäftsmann als vollkommen inakzeptabel aufgefasst hätte.

      Ein Vierteljahr zuvor hatte H.-H. Jenckel den eigentlichen Grund für diesen erzwungenen Abschied bereits auf den Punkt gebracht: „Ich glaube, dass man am Wochenende als Betreiber, der Rockstars verpflichtet und groß aufbauen muss, nicht Rücksicht auf ein Volleyball-Spiel nehmen kann.“ (7. Dezember 2017 um 15:28 Uhr)

      Doch so wollte das Lüneburger „man“ es eben: „Dieses [im Grunde gesetzwidrige] Sponsoring eines kommerziellen Volleyballvereins durch eine Kommune“ (U. Reinhardt), gerade DAS sollte es sein!

      Mit FKP Scorpio ist der Wirtschaftlichkeitsgedanke verabschiedet worden.

      Die drei LZ-Berichte, die diese „Peripetie“, wie die Theaterleute sagen, das Umschlagen ins Unglück, oder eben den kollektiv (von Kreisverwaltung und Kreistagsmehrheit) betriebenen schlagartigen und unaufhaltsamen Absturz in die Kostenkatastrophe „umschmeichelten“, sind die folgenden:

      ➼ LZ (17. Februar 2018): https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/1481802-arena-ohne-volleyballer-wirtschaftlicher
      ➼ LZ (28. Februar 2018): https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/1495602-nachfragen-unerwuenscht
      ➼ LZ (12. März 2018): https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/1510862-potenzielle-arena-betreiber-muessen-neu-rechnen

      Weitere Hintergrund-Infos zur „Road to Perdition“ auf dem Weg zum Wendepunkt vom 10./11. März 2018: „Beantwortung von Anfragen zur Arena Lüneburger Land“ auf der Sondersitzung des Ausschusses für Hochbau und Energiesparmaßnahmen (Berichtsvorlage 2018/037, Tagesordnung, Pressemitteilung, Anwesenheitsliste, Gesamtprotokoll, Beschlüsse und Anlagen) finden sich im Sitzungskalender des Kreistages unter dem Datum des 13. Februar 2018 : https://www.landkreis-lueneburg.de/Home-Landkreis-Lueneburg/Politik-und-Verwaltung/Kreistag/Sitzungskalender.aspx

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  6. Ulf Reinhardt schreibt:

    Lieber Herr Jenckel,

    Ihr Basta wie Ihre plötzliche positive Bedarfsanalyse verwundert mich ebenfalls.

    Wie erklären Sie sich, dass in der EdelOptics-Arena in Hamburg, einer 2014 neu errichteten topmodernen Halle für 3.500 Zuschauer, im Durchschnitt monatlich 4-5 Veranstaltungen stattfinden, davon 3 Mal Sport?

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    • jj schreibt:

      Hallo, Herr Reinhardt,
      ich frage mich gerade, ob ich unbedingt missverstanden werden soll.

      Es gibt kein Blog-Basta, ich selber werde vorerst nicht bloggen, weil Vieles auserzählt ist, weil so ausgezeichnete Kommentatoren wie Sie alles ins Feld geführt haben, was gegen einen Bau spricht bzw. gegen so eine schlampige Bauplanung.

      Sie wie auch andere sind herzlich eingeladen, hier zu bloggen. Sie haben da schon Erfahrung. Nur ich, Hans-Herbert Jenckel, halte mich zurück bei diesem Thema.

      Und nun noch einmal zu meinem Standpunkt:
      Ich habe seit Beginn an auf Schwachstellen bei der Arena-Planung hingewiesen,. Ich habe den Zeitdruck verteufelt, und dass der Kreistag vorgeführt wurde, bitte einmal „Arena kompakt“ hier im Blog anschauen.

      Kommentatoren haben besser als Mitarbeiter in der Verwaltung Kritik an der Planung geübt und siehe Vorsteuer, recht gehabt. Ob Bernie Wiemann, Ulf Reinhardt, Otto Berg oder Kevin Schnell, Sie alle haben der Politik und der Verwaltung den Spiegel vorgehalten.

      Wenn es zu heftig wird, interveniere ich, dafür bin ich heftig kritisiert worden. Aber ich muss den Kopf hinhalten nicht Otto Berg, der Informantenschutz genießt. Der Landkreis hat mir schon im Zuge der Arena-Affäre gedroht, mich für Schäden verantwortlich zu machen im Zusammenhang mit dem Ernst-Papier. Soweit ist es gegangen.

      Und jetzt treffe ich einen Mann aus dem Veranstaltungsmanagement, einen Mann, der sicher kein Schaumschläger ist, der aber die Hände über dem Kopf zusammenschlägt angesichts der Planung, aber der auch sagt, Hallen solcher Größe seien für Veranstalter gefragt, weil Konzerte eben mehr Geld bringen. Ich schreibe es. Und schon werde ich einen Kopf kürzer gemacht.

      Natürlich hätte der Bedarf ermittelt werden müssen, natürlich hätte das Verkehrskonzept vorher fertig werden müssen, natürlich hätte die Behinderten eher eingebunden werden müssen und natürlich hätte das Rechnungsprüfungsamt die Zahlen des Aufhebungsvertrages prüfen müssen bevor der Kreistag die Hand hebt. Natürlich.
      Und natürlich wird die Halle jetzt mit all diesen Manko-Punkten gebaut, das sieht jeder. Aber natürlich wird auch der Landkreis erleben, dass das Veranstaltungsgeschäft zu den kompliziertesten Geschäften ever gehört. Lg jj

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      • Otto Berg schreibt:

        Hallo Herr Jenckel,

        leider haben Sie am Ende Ihres langen, wortreichen Selbstrechtfertigungsmologs vergessen, die Frage von Herrn Reinhardt zu beantworten. Sie lautet:

        „Wie erklären Sie sich, dass in der EdelOptics-Arena in Hamburg, einer 2014 neu errichteten topmodernen Halle für 3.500 Zuschauer, im Durchschnitt monatlich 4-5 Veranstaltungen stattfinden, davon 3 Mal Sport?“

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      • jj schreibt:

        Lieber Herr Berg, ich habe noch nie in meinem Leben etwas von dieser Halle gehört, natürlich im Gegensatz zu Ihnen. Lg jj

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      • Otto Berg schreibt:

        Lieber Herr Jenckel,

        schade. Denn das beschädigt Ihre Glaubwürdigkeit erheblich. Und im Gegensatz zu Ihnen habe ICH NICHT dreimal die Behauptung vom 8. März 2020 um 20:28 Uhr wiederholt, dass Hallen dieser Größe „für Veranstalter zwischen Flensburg und Fürstenfeldbruck die gesuchten Objekte“ sind. Und wenn ich so etwas mit dicken Backen am Abend vor einem Kreistag hätte behaupten wollen, hätte ich vorher recherchiert.

        A) „Die Musikbranche, Comedy etc. sowieso, hat sich wieder zu einem ganz starken Veranstaltungsmarkt gewandelt. Wer kann, tourt, die Rockveteranen touren, der Nachwuchs tourt, warum? Weil mit Auftritten heute schneller und mehr Geld verdient wird als mit Streaming und Co. Und deswegen sind Hallen mit der richtigen Größe, das trifft auf Lüneburg zu, gefragt.“ (jj am 12. März 2020 um 16:55 Uhr)

        B) „Diese ganzen Unzulänglichkeiten ändern aber nichts daran, dass Hallen dieser Größe gefragt sind.“ (jj am 13. März 2020 um 00:04 Uhr)

        C) „Dass Hallen in der Größe gesucht werden für Events, das mag ihnen nicht gefallen, aber sie können dazu gerne einmal recherchieren.“ (jj am 13. März 2020 um 13:41 Uhr)

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    • Karlheinz Fahrenwaldt schreibt:

      Hallo Herr Reinhardt, kann eigentlich die Stadt dem Landkreis die Betriebserlaubnis verweigern, wenn die in der Baugenehmigung aufgeführten Regelungen und Gesetze nicht eingehalten werden (z.B. Die nicht barrierefrei Nutzung öffentlicher Einrichtungen)?

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      • Ulf Reinhardt schreibt:

        Hallo Herr Fahrenwaldt
        Wenn baurechtliche Erfordernisse oder Auflagen aus der Baugenehmigung auch bezüglich der Barrierefreiheit nicht eingehalten werden, darf die Hansestadt Lüneburg dem Bauherren grundsätzlich keinen Schlussabnahmeschein
        erteilen. Bei als nicht wesentlich anzusehenden Mängeln besteht allerdings die Möglichkeit, den Schlussabnahmeschein in Verbindung mit der Auflage, die entsprechenden Mängel zu beseitigen, zu erteilen.

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      • Karlheinz Fahrenwaldt schreibt:

        Lieber Herr Reinhardt, die Garderobe im Keller ist nur über eine Treppe erreichbar und die stellvertretende Vorsitzende des Behindertenbeirats hat unter anderem nicht barrierefreie Toiletten und eine Feuerwehrzufahrt, die nur über ein fremdes Grundstück möglich ist, bemängelt. Das sind nach meiner Meinung gravierende Mängel, die VOR einer Inbetriebnahme behoben werden müssten!

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      • Ulf Reinhardt schreibt:

        Lieber Herr Fahrenwaldt,
        das sehe ich auch so und hoffe, dass die Bauaufsicht die genannten Mängel ebenfalls als wesentlich erkennt und die Schlussabnahme verweigert.

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  7. Otto Berg schreibt:

    Sie scheinen ja jetzt endgültig auf dem Argumentationsniveau von Franz-Josef Kamp, Jens Kiesel, Ulrich Mädge, Jens-Peter Schultz und Andrea Schröder-Ehlers angekommen zu sein, Herr Jenckel: „Wir [!] brauchen die Arena, weil ich das sage. Basta!“

    Siehe ab hier abwärts: https://blog-jj.com/2020/03/08/der-zaster-ist-versenkt-die-gute-nachricht-es-gibt-eine-welt-jenseits-des-arena-dickichts/#comment-9882

    Und in Ihrem Artikel oben deklamierten Sie noch: „Im Blog wurde mehr als genug [!] über den Bau geschrieben. Ich habe dabei viel gelernt.“

    Was bloß?

    Vielleicht sollte Ihrem händeschlagenden Propheten mal jemand erklären, dass die Veranstaltungsbranche „nach ein bis zwei Jahren Corona“ (Pressekonferenz Stephan Weil gerade eben) faktisch nicht mehr existent sein wird. (https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Niedersachsens-Schulen-und-Kitas-ab-Montag-dicht,coronavirus426.html)

    In Lüneburg gehen in dieser Woche bereits die ersten „Dienstleister“ in die Knie.

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    • jj schreibt:

      Wie hat es schon immer mein alter Wirtschaftsprofessor gesagt:
      „Wenn der Himmel einstürzt, sind alle Spatzen tot.“

      Und jetzt kommt Otto Berg mit Corona als Argument gegen die Arena.
      Lieber Herr Berg, als die Arena, wie stümperhaft auch immer, geplant wurde, da war von allem möglichen die Rede, aber ganz sicher nicht von der Corona. Und das, obwohl da schon mehr Propheten als Planer am Start waren.

      Dass der Landkreis gut daran getan hätte, 2018 nicht unter Zeitdruck zu entscheiden und einfach weiterzubauen, sondern besser erst überlegt, ob überhaupt eine Halle gebaut wird und in welcher Form, und das auch erst, nachdem alle Fakten auf dem Tisch liegen, darüber denke ich, erzielen wir Einigkeit. Und dazu ist gerade im Blog oft genug gewarnt worden.

      Dass Hallen in der Größe gesucht werden für Events, das mag ihnen nicht gefallen, aber sie können dazu gerne einmal recherchieren.

      Im Blog werde ich bis Ende des Jahres nicht mehr über die Arena bloggen, wenn sich ein Kommunalpolitiker oder Sie berufen fühlen, gerne. Vermutlich wird es bis dahin noch Stoff geben über den leichtfertigen Umgang mit Gesellschaften, mit Verträgen und womöglich mit Ausschreibungen.

      Lg jj

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    • Otto Berg schreibt:

      Mein Argument gegen die Arena ist NICHT Corona!

      Meine Argumente GEGEN DIESE Arena habe ich in hunderten von Kommentaren hier im Blog minutiös ausgebreitet. Haltbare Argumente FÜR DIESE Arena kenne ich nicht. Kein einziges!

      Mein Argument gegen SIE ist, dass Sie zuletzt nicht mehr als ein „Basta!“ zu bieten haben.

      Mein Argument gegen SIE UND IHREN händeschlagenden FACHMANN ist, dass sein Gequatsche sich nicht von dem Gequatsche anderer interessierter Bauchgefühl-Spezis unterscheidet UND schon durch das Nichtberücksichtigen der „Corona-Krise“ zu einem reinen horizontlosen Blödsinn zusammenschnurzelt.

      Weder Ihr „Basta!“ noch die Sterndeutereien Ihres geheimnisvollen Gewährsmannes ersetzen die professionelle Bedarfsanalyse, die es nie gegeben hat. (Dass Hallen in der Größe gesucht werden mögen, ist KEIN Argument für DIESE Halle. Kommunen haben in diesem Business NICHTS verloren. Es wäre ein Argument für eine Halle, die Herr Hoppe sich gebaut hätte, wenn er tatsächlich der Unternehmer wäre, der er angeblich sein soll.) Das Arena-Projekt war – und ist bis zu dieser Sekunde – ein BLINDFLUGUNTERNEHMEN ins Ungewisse, das mit über 100 Millionen Euro Steuergeldern geheizt und unter Dampf gehalten wird.

      Und übrigens: Die Lizenz zum Prophezeien besitzen nicht nur Blogmaster.

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      • jj schreibt:

        Hat das einer wie Sie nötig, Herr Berg, so ein versierter Kommentator steigt in den Pöbelkeller hinab, um mich verbal abzuwatschen und zu beleidigen, um Lordsiegelbewahrer der einzigen Wahrheit zu spielen und die Parole auszugeben: Wer nicht mit mir ist, ist gegen mich. Und dann noch Corona in die Argumentationskette einflechten, muss das sein? lg jj

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      • Otto Berg schreibt:

        Wie kommt es, dass Sie mit Kritik so schlecht umgehen können?

        – Sie verdrehen Fakten: Otto Berg ist NICHT „mit Corona als Argument gegen die Arena“ gekommen. Corona ist ein Argument gegen (am 12. März 2020 um 16:55 Uhr) frei aus der Luft gegriffene Aussagen von selbsterklärten Fachleuten wie diese: „Mit Auftritten wird heute schneller und mehr Geld verdient als mit Streaming und Co.“ Denn jeder weiß seit mindestens zwei Wochen, dass „mit Auftritten“ über sehr lange Zeit kein einziger Cent mehr verdient werden wird.

        – Sie attackieren ad personam, ohne belegen zu können, dass Sie beleidigt wurden.

        – Sie stellen Otto Berg in den „Pöbelkeller“, nur weil er Sie daran erinnert hat, dass die nicht mit Gründen unterfüttertete Nachricht über das Meinen eines Fachmanns vieleicht ein „emotionales“ Signal, aber noch lange kein „Argument“ ist.

        – Und „Lordsiegelbewahrer der einzigen Wahrheit“? Was ist denn das für ein Vorwurf? Es gibt keine zwei oder noch mehr Wahrheiten. Auch wenn Ihnen das nicht behagt. Die Wahrheit ist die Wahrheit. Punkt. Natürlich kann es Mühe machen, sie zu finden. Und es ist auch nicht unwahrscheinlich, dass das Aufdecken der Wahrheit nicht von jedem geschätzt oder gewünscht wird. Doch wer sie bezweifelt, muss mit Gründen kommen, nicht mit Bezichtigungen!

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      • jj schreibt:

        Ich zitiere hier mal Otto Berg, der behauptet nie etwas über Corona geschrieben zu haben und schon gar nicht als Argument. Also Berg pur:
        „Mein Argument gegen SIE UND IHREN händeschlagenden FACHMANN ist, dass sein Gequatsche sich nicht von dem Gequatsche anderer interessierter Bauchgefühl-Spezis unterscheidet UND schon durch das Nichtberücksichtigen der „Corona-Krise“ zu einem reinen horizontlosen Blödsinn zusammenschnurzelt.“
        Lg jj

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      • Otto Berg schreibt:

        Sie verdrehen erneut Fakten und Zusammenhänge. Haben Sie solche billigen Tricks wirklich nötig? Sie sind im Unrecht, können es aber einfach nicht eingestehen. Das ist schlimm anzuschauen.

        Ich habe NIE behauptet, „nie etwas über Corona geschrieben zu haben und schon gar nicht als Argument.“

        Ich habe behauptet:

        1.) Otto Berg ist NICHT „mit Corona als Argument GEGEN DIIE ARENA“ gekommen.

        2.) Corona IST EIN ARGUMENT GEGEN (am 12. März 2020 um 16:55 Uhr) frei aus der Luft gegriffene AUSSAGEN VON SELBSTERKLÄRTEN wie diese: „Mit Auftritten wird heute schneller und mehr Geld verdient als mit Streaming und Co.“ Denn jeder weiß seit mindestens zwei Wochen, dass „mit Auftritten“ über sehr lange Zeit kein einziger Cent mehr verdient werden wird.

        Punkt 2 wiederhole ich in dem von Ihnen Zitierten:

        3.) „Mein Argument GEGEN SIE UND IHREN händeschlagenden FACHMANN ist, dass sein Gequatsche sich nicht von dem Gequatsche anderer interessierter Bauchgefühl-Spezis unterscheidet UND schon durch das Nichtberücksichtigen der „Corona-Krise“ zu einem reinen horizontlosen Blödsinn zusammenschnurzelt.“

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      • jj schreibt:

        Lieber Herr Berg, entschuldigen Sie den Vergleich, aber diese Versalien kommen mir vor wie ein Aufstampfen, fehlen jetzt nur noch die Ausrufezeichen.
        Sie sind so ein guter und wertvoller Rechercheur, da müssen wir uns doch nicht solche Scharmützel liefern. Lassen Sie uns zu den Fakten, aber bitte neue, zurückkommen. LG jj

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  8. jj schreibt:

    Zur Kreisstagssitzung hat der Landkreis folgende Pressemitteilung verschickt mit neuen Grafiken von der Arena

    Bessere Chancen, gleiches Risiko:
    Kreistag stimmt für neues Arena-Betreibermodell

    (lk/ho) Attraktive Angebote in der Arena bleiben das Ziel, die Organisationsform ist jedoch neu: Der Landkreis Lüneburg gründet eine eigene Betriebsgesellschaft für die Arena Lüneburger Land und wird damit selbst zum Betreiber. Das beschloss der Kreistag gestern (Montag, 9. März 2020) mit großer Mehrheit in seiner Sitzung in der Lüneburger Ritterakademie.
    Durch die neue Vertragskonstellation werden der Vorsteuerabzug und damit eine Kostensenkung bei Bau und Betrieb möglich. In der Bauphase kann der Landkreis dadurch 3,4 Millionen Euro Vorsteuer ziehen, während des Betriebs rechnet die Verwaltung mit einem Steuervorteil von 75.000 bis 100.000 Euro pro Jahr. Umsonst gibt es diesen Vorteil nicht: „Dem gegenüber stehen Opportunitätskosten von rund
    1,5 Millionen Euro“, erklärt Gereon Raab vom Projektsteuerer Reese Baumanagement.
    Mit der Entscheidung des Kreistags können nun die nächsten Schritte folgen: „Der gültige Vertrag muss aufgelöst, eine Betriebsgesellschaft mit den entsprechenden Verträgen eingerichtet und die Dienstleistung neu ausgeschrieben werden“, sagt Kreisrätin Sigrid Vossers, die das neue Konzept in den vergangenen Wochen mitvorbereitet hat. Der Kreis hat sich für die Gründung einer GmbH & Co. KG entschieden. Geschäftsführerin wird Kreisrätin Sigrid Vossers, der Landkreis bringt das Baugrundstück samt aller Verträge in das neue Modell ein. Über die neuen Dienstleistungsverträge wird der Kreisausschuss entscheiden.
    „Ich bin froh, dass wir den Kreistag vom neuen Modell überzeugen konnten“, sagt Landrat Jens Böther. „Jetzt gilt es, den Betrieb und die Gastronomie für die Arena auszuschreiben. Ich bin zuversichtlich, dass wir die passenden Dienstleister dafür finden werden.“ Das Ziel: Im Mai 2020 soll das neue Betriebsmodell stehen, damit alle Beteiligten Planungssicherheit erhalten und der Betrieb der Veranstaltungshalle im kommenden Jahr rechtzeitig starten kann.
     Bildunterschrift: Außenansicht der Arena. Visualisierung: Landkreis Lüneburg, bloomimages

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    • Jo schreibt:

      »Pressemitteilung mit neuen Grafiken von der Arena«

      Schöne shiny Bilders sind so, so nice und important.

      Holm Keller, Donald Trump und Klaus Hoppe haben nie etwas anderes behauptet.

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  9. ZEIT(ungs)DRUCK schreibt:

    Richtig so, Herr Jenckel! Genug ist Genug! Einmal muss auch Schluss sein!

    Schwamm drüber!

    Strich drunter!

    Wen interessieren schon ärgerliche „Kontinuitäten“ und verwirrende „Einzelheiten“? (Vgl.: Michael Kohlke: https://blog-jj.com/2020/03/03/unwissenheit-stuerzte-den-lueneburger-kreistag-in-arena-und-vertrauenskrise/#comment-9856)

    Wen interessieren Verantwortlichkeiten und wen zuletzt gar die Verantwortlichen selbst?

    Alles ist halt irgendwie so gekommen. Komplex war’s. Unübersichtlich ist’s. Dazu kann keiner was!

    Besonders Herr Mädge, Herr Manzke, Herr Sallier, Herr Nahrstedt, Herr Hoppe, Herr Bahlburg und Herr Böther können dazu nichts!

    Die wollen allesamt immer nur das Beste. Wer wollte ihnen das verdenken?

    Und schließlich: So ein Blog.jj für „Stadtkultur und Lokalpolitik“, der ist doch nicht für Kritiker, Zweifler, Störer und Bedenkenträger gedacht!

    Nein!

    So ein Blog, der soll doch vor allem den Fans etwas bieten, jenen, die hoffentlich nächstes Jahr in die Arena stürmen werden, denen alles völlig egal ist und die Spiel, Spaß, Spannung wollen!

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    • jj schreibt:

      Ups, bin ich da jemandem auf den Schlips getreten,
      da stand doch nicht, darüber wird gar nicht mehr gebloggt, Schwamm drüber, sondern nur, dass ich nicht bis zur Fertigstellung blogge.
      Warum? Ich habe keine Lust, mich im Kreis zu drehen, da wird mir nur schwindlig. Und haben Sie außer Feinbildern und Vorurteilen noch was zu bieten?
      Ansonsten empfehle ich
      https://blog-jj.com/arena-kompakt/
      da finden Sie alles, vor allem lesenswerte Kommentare. Dazu wird es in nächster Zeit mit Sicherheit keinen neuen Sachstand geben. Aber wenn das Ding steht und die europaweite Ausschreibung entschieden ist, dann mit Sicherheit.

      Ich habe heute lange mit einem Mann vom Fach gesprochen, der viele Jahre in der Szene unterwegs ist. Kein Lüneburger, kein LZ-Abonnent. Der hat die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen über das, was war und was kommt. Hallen solcher Größe, versichert er, seien für Veranstalter zwischen Flensburg und Fürstenfeldbruck die gesuchten Objekte. Da wird es also hoffentlich für den Landkreis Auswahl an Bewerbern geben.
      Lg jj

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      • Dirk schreibt:

        Hallo JJ,

        was genau bedeutet „Hände über dem Kopf zusammengeschlagen“ und „seien für Veranstalter … gesuchte Objekte“ im Zusammenhang genau?
        Die Veranstalter suchen solche Objekte, weil sie nur verdienen können und kein Risiko tragen müssen? Oder etwas anderes?
        Es wäre schön, wenn Sie präzisieren könnten.

        Danke im Voraus,
        mit freundlichen Grüßen,

        Dirk

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      • jj schreibt:

        Die Musikbranche, Comedy etc. sowieso, hat sich wieder zu einem ganz starken Veranstaltungsmarkt gewandelt. Wer kann, tourt, die Rockveteranen touren, der Nachwuchs tourt, warum? Weil mit Auftritten heute schneller und mehr Geld verdient wird als mit Streaming und Co. Und deswegen sind Hallen mit der richtigen Größe, das trifft auf Lüneburg zu, gefragt. Lg jj

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      • Markus schreibt:

        Wow!

        Wenn der Szene-Fachmann das sagt, und der Ex-Redakteur das noch schnell termingerecht unmittelbar vor dem Kreistag verbreitet, dann war die professionelle Bedarfsanalyse vor Planungsbeginn der Arena wohl wirklich überflüssig! Hoffentlich gibt es solche händeschlagenden Spökenkieker auch vor dem Elbbrückenbau, damit der Landrat das Geld für die Erforderlichkeitsfeststellung dort ebenfalls sparen kann.

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      • jj schreibt:

        Ich hätte mir schon eine Bedarfsanalyse gewünscht und kein Finger in die Luft halten.

        Und ich hätte mir auch gewünscht, dass rechtzeitig die Gutachten zu Verkehr oder Öko-Bilanz vorgelegen hätten, und ich hätte mir auch gewünscht, dass der Behindertenbeirat rechtzeitig eingebunden worden wäre, und ich hätte mir schon gewünscht, dass nicht ein Dutzend Berater am Werk ist, und ich hätte mir schon gewünscht, dass es nicht zwischenzeitlich nach Turmbau zu Babel aussieht.

        Ich hätte mir auch gewünscht, dass einmal klar gesagt wird, dass nur er Landkreis den Betreibervertrag unterschrieben hat und nicht auch die Stadt. Und ich hätte mir schon gewünscht, dass der Kreistag nicht bis zuletzt auf Basis von unvollständigen Unterlagen auf Vertrauensbasis entscheiden muss.

        Und wenn schon viel Geld für die Auflösung eines löcherigen Vertrages ausgegeben wird, hätte ich mir schon gewünscht, dass jeder im Kreistag im Bilde ist, wer überprüft hat, ob das auch gerechtfertigt und gerechnet ist.

        Diese ganzen Unzulänglichkeiten ändern aber nichts daran, dass Hallen dieser Größe gefragt sind. lg jj

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      • Markus schreibt:

        Sagt wer?

        Der händeschlagende Spökenkieker von außerhalb? Oder doch das Bauchgefühl?

        Elbbrücken sind auch gefragt.

        Hab ich im Urin!

        Den Autofahrer, die hoffentlich in ein paar Jahren darüber hinweg in die Arena stürmen, um Volleyball zu sehen oder Sänger James Blunt zu hören, werden Kosten, Elbtalaue und abgerissene Wohnhäuser völlig egal sein, die wollen Spiel, Spaß, Spannung und freie Fahrt für freie Bürger!

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  10. Klaus Riecken schreibt:

    „ Bis zur Eröffnung gilt im Blog: Genug ist genug, es gibt eine Welt jenseits der Arena. Und zum Glück andere Großprojekte.“

    Warum sollte es bei dem nächsten Großprojekt Elbbrücke anders laufen?

    Verantwortliche haben sich eingearbeitet und wissen nun, wie es zu machen ist, nicht unbedingt im Interesse und zum Wohle aller Landkreisbewohner!

    Anscheinend wird die öffentliche Hand über solche Projekte als zu melkende Kuh angesehen.
    Welche Rolle spielen dabei demokratisch legitimierte Volksvertreter?

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  11. Dirk schreibt:

    Sehr geehrter JJ:
    Thema ausgelutscht, Schaden ist angerichtet, nun schauen wir guten Mutes nach vorne (und erwarten die nächste Katastrophe)?

    Kann man natürlich machen…gilt das dann nur für Ihren Blog, oder generell für die LZ?

    Mit freundlichen Grüßen,
    Dirk

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    • jj schreibt:

      Die LZ wird ganz sicher dauerhaft ein Auge drauf haben, das ist eine Aufgabe der Zeitung.

      Der Blog hat das Thema, nehmen Sie vor allem die Hunderte von teils exzellenten Kommentaren dazu, gut ausgeleuchtet . Lg jj

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