
Wir machen uns ganz große Sorgen, alle Wirtschaftsindizes auf Sinkflug. Deutschland auf dem Krankenlager. Seit Wochen füttern uns die Wirtschaftsexperten und -institute mit Negativ-Daten. Und gestern Morgen dann die Eilmeldungen beim Spiegel: „Deutsche Wirtschaft im dritten Quartal überraschend gewachsen.“ Das klang jetzt wochenlang ganz anders. Zwei Klicks weiter bricht der Gewinn bei VW um 64!!!! Prozent ein. Zum Gruseln wie Halloween.
Was sollen wir noch glauben? Die Wirtschaftsrubriken vor allem der großen Portale und Zeitungen verspielen im Online-Druck gravierend an Glaubwürdigkeit, wenn es wie bei den Fußball-Reportern zugeht.
Eine Halbzeit erklären Sie uns an, warum die Mannschaft A heute verlieren muss, um uns dann in der zweiten Hälfte zu deuten, wie es zu der wunderbaren Wendung und dem Sieg kommen musste. Manchmal wird der Sieg dann noch in der letzten Minute der Nachspielzeit verschenkt. Aber auch dafür gibt es natürlcih eine klare Analyse eines ehemaligen Fußballprofis. Ganz so, scheint es mir, geht es mittlerweile auch in der Wirtschaft zu.
Beim Fußball nehmen wir das hin, weil der Ball rund ist und das Spiel zu Ende ist, wenn der Schiedsrichter abpfeift. In der Wirtschaft-Berichterstattung finde ich das dramatisch. Das gleicht dann Dauer-Halloween.
Denn jeder von weiß, wenn VW einen Schnupfen hat, bekommt Niedersachsen eine Grippe. Gar nicht auszudenken, was passiert, wenn bei VW in Wolfsburg eine veritable Grippe aufzieht, wie jetzt befürchtet. Da hilft dann kein Aspirin und Grippostad. Und das trifft dann auch die Lüneburger Wirtschaft bis hin zur Industrie- und Handelskammer, deren größtes Mitglied natürlich VW ist. Da wünschte ich mir eine „überraschende Meldung“ und Wendung zum Besseren.
Hans-Herbert Jenckel
Kalenderblatt | 06. November 1998 † Niklas Luhmann
Niklas Luhmann, Lüneburger Bierbrauersohn (1927-1998)
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Lieber Otto,
der direkte Weg ist immer der kürzeste.
Büro
Sie haben Fragen, Anregungen, Wünsche oder Kritik? Nehmen Sie mit Stephan Weil Kontakt auf.Niedersächsische Staatskanzlei
Wenn Sie eine Frage oder ein Anliegen an Stephan Weil in seiner Funktion als Ministerpräsident haben, wenden Sie sich bitte an die Niedersächsische Staatskanzlei.
Niedersächsische Staatskanzlei
Stephan Weil, Niedersächsischer Ministerpräsident
Planckstraße 2
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Telefon: (0511) 120-0Telefax: (0511) 120-6830E-Mail: ministerpraesident@stk.niedersachsen.de
Herzliche Grüße
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Vielen Dank für den Hinweis.
Wenn ich Bedarf habe, mit Herrn Weil zu sprechen, dann finden er und ich immer eine Gelegenheit.
Vielleicht erklären Sie mir inzwischen, was Sie überhaupt auf den Gedanken brachte, mir die Einträge der von Weils Wahlkreisbüromitarbeitern Philipp Neessen und Amelie Hensel eingerichteten Kontaktdaten-Site hierher zu kopieren?
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PS: Herrn Janowitz möchte ich um Vergebung bitten, dass ich gestern Abend, als ich ihn fragte, ob er die manipulierenden Regiefähigkeiten von Putin und Konsorten nicht überschätzt, seinen Namen falsch geschrieben habe.
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Lieber Herr Jenckel,
es sind nicht nur die Wirtschaftsexperten und deren Megaphone wie „die Rubriken vor allem der großen Portale und Zeitungen, die unter Online-Druck“ stehen und sich anpassen (an die Wettbewerber mit den digitalen Echokammern, die jeden klaren Gedanken zu im Grunde eindeutigen Sachverhalten sekundenbruchteilschnell in hunderttausend Meinungssplitter zerhacken) und so „gravierend an Glaubwürdigkeit verlieren“, – es sind auch prominente Politiker (und deren medialen Trompeten) die im Auge des Sturms, in welcher sich die niedersächsische (letztlich die deutsche) Wirtschaft (und mit ihr die gesamte Republik) befindet, den ohnehin schwindenden Sinn für Vertrauenswürdigkeit demolieren. Dazu zählen in diesen Tagen auch wieder Sozialdemokraten zum Beispiel, Leute wie Mädge, Miersch, Müller, Weil, Woidke, Klingbeil, Stegner, Schwesig, Scholz und Schröder. („Eine Halbzeit erklären Sie uns, warum die Mannschaft A heute verlieren muss, um uns dann in der zweiten Hälfte zu deuten, wie es zu der wunderbaren Wendung und dem Sieg kommen musste.“)
Letzterer etwa, unser (vor kurzem noch im Kreise schamhaft schleichender Gäste Geburtstag feiernder) „Altkanzler“, ein (gut dotierter) Freund von „lupenreinen Demokraten“, darf, seitdem Kevin Kühnert das Handtuch hat schmeißen müssen, auf großen Feiern (wie in Schwerin beim Tag der Deutschen Einheit) auch wieder in der ersten Reihe sitzen, um gestern dann, – „Halloween mit Gerhard Schröder “ titelt DIE ZEIT – , beim „geopolitischen Abend“ in Wien auf Viktor Orbán zu treffen, „um über Frieden in der Ukraine zu reden. Ergebnis war ein deutlich rechtes Stelldichein unter Putinfreunden.“
Am Ende gab es Kräuterbonbons von Roger Köppel, seit 2001 Chefredakteur und seit 2006 auch Verleger der schweizer Weltwoche (der von 2015 bis 2023 auch Nationalrat der „nationalkonservativen“ SVP gewesen ist). „‚Für eine starke, kräftige Stimme‘, scherzte dieser“, so DIE ZEIT, „während er die braunen Geschenkboxen an die beiden Redner übergab, ‚damit Ihre Stimme in Europa gehört wird‘.“
In seinem „Wochenmagazin“ hatte Köppel am 27. April 2023 über seinen Aufenthalt in Moskau – dem, wie er es nannte, „Epizentrum des angeblich Bösen“ – geschrieben:
Vernehmen wir derartige Töne auch in einem Lüneburger „Medium“? Eben hieß es noch, Team A muss verlieren, plötzlich aber konnte es gar nicht anders kommen, als dass Team A gewinnt?
Gerade, am Dienstag, 29. Oktober 2024, hat der Historiker Karl Adam seinen Austritt aus der SPD erklärt. In einer imponierend hellsichtigen und auch darüber hinaus lesenswerten Begründung schrieb er zum Abschied, Parteichef Lars Klingbeil habe 2022 nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine eine außenpolitische Wende einleiten wollen. „Doch all das ist längst versandet. Das Thema ist durch.“
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„die jeden klaren Gedanken zu im Grunde eindeutigen Sachverhalten sekundenbruchteilschnell in hunderttausend Meinungssplitter zerhacken“
Es handelt sich eher um individualisierte Propaganda. Ein Giftcocktail aus partikular Interessen und wirtschaftlichen Fehlanreizen verpaart mit Medieninkompetenz aller erster Güte. Im Wesenskern nichts weiter als die sagenumwobene hybride Kriegsführung. Weswegen die durchschlagende Wirkung in der Bundesrepublik derart Umfänglich zu Tage tritt. Denn nichts scheint der Bundesbürger mehr zu schätzen, als auf Autopilot durch den bequemen Alltag zu brausen. Nur nicht denken oder gar Verhaltensmodifikationen erwägen müssen.
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Lieber Herr Jenckel,
Otto Bergs Antwort an Herrn Janowitz von Sonntagabend, neun Uhr über orchestrierte Desinformation bis hinunter auf die lokale Ebene, die bis gestern an genau an dieser Stelle zu lesen war, haben Sie überraschend rausgeschmissen. Wie lautet denn Ihre Begründung dafür? Gab es einen sich ertappt wähnenden Beschwerdeführer, der meinte, die im Text bereitgestellten Schuhe würden ihm besonders gut passen?
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Ich bin mir keiner Schuld bewusst. Vielleicht solle Herr Berg es noch einmal versuchen. lg jj
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Die Aktionäre sind auf der ordentlichen Hauptversammlung der Volkswagen AG dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat gefolgt und haben mit einer Mehrheit von 99,99 % Prozent beschlossen, für das Geschäftsjahr 2023 eine erhöhte Dividende von 9,00 Euro je Stammaktie und 9,06 Euro je Vorzugsaktie zu zahlen. Das entspricht einer Ausschüttungsquote von 28 Prozent und einer Erhöhung um 0,30 Euro je Aktie. Am 4. Juni 2024 schüttete die Volkswagen AG für das Geschäftsjahr 2023 insgesamt 4.5 Mrd. Euro an seine Aktionäre aus.
Halloween für Aktionäre, Vorstand und Aufsichtsrat!?
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Lieber Detlef,
Sie haben wieder vergessen, Ihre Quelle anzugeben.
Volkswagen ist eine Aktiengesellschaft, die ihre Anteile in (Stimmrechte gewährenden) Inhaber-Stammaktien und Vorzugsaktien (ohne Stimmrecht) ausgibt. Das Grundkapital der Gesellschaft ist aufgeteilt in rund 295 Millionen Stammaktien und rund 206 Millionen Vorzugsaktien. Die Stammaktien befinden sich zu rund 90,1 % im Festbesitz von drei Großaktionären (s. u.). Die Vorzugsaktien sind Bestandteil des DAX und befinden sich mehrheitlich im Streubesitz (von in- und ausländischen institutionellen Investoren sowie von größtenteils privaten Shareholdern).
Stimmrechte · · · · Kapital · · · · · · · · Eigner
53,3 % · · · · · · · · · 31,9 % · · · · · · · · Porsche Holding SE
20,0 % · · · · · · · · · 11,8 % · · · · · · · · Land Niedersachsen
17,0 % · · · · · · · · · 10,0 % · · · · · · · · Qatar Holding LLC
9,7 % · · · · · · · · · · 46,3 % · · · · · · · · Streubesitz
(Stand 31. Dezember 2023)
Den Bericht über die Vergütung der im Geschäftsjahr 2023 bestellten Vorstandsmitglieder und der Mitglieder des Aufsichtsrates der Volkswagen AG sowie die Vergütung für Aufsichtsratstätigkeiten bei den diversen Tochterunternehmen finden Sie hier.
Was Sie beachten sollten, Detlef: Wenn 4,5 Milliarden Euro an „die Aktionäre“ ausgeschüttet werden, profitiert „das Land Niedersachsen“ gehörig davon. So können von Herrn Stephan Weil favorisierte Infrastrukturaufgaben (wie etwa die Elbbrücke zwischen Darchau und Neu Darchau) gefördert bzw. mitfinanziert werden.
Wie unsere Landesregierung nun vor wenigen Tagen (am 22. Oktober 2024) informierte, ist ihr das Verfahren, durch das sie (und damit „wir“) an die VW-Gelder gelangen, zu umständlich.
Dieses Prozedere soll ab 2025 vereinfacht werden.
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Kleine Klarstellung:
Dieser Satz in meinem obigen Post ist missverständlich bzw. unsinnig formuliert:
Nicht der Wert der vom Land Niedersachsen gehaltenen Aktien, sondern die an das Land Niedersachsen in 2023 ausgeschütteten Bruttodividende dieser Anteile betragen rund 900 Millionen Euro.
Jeder kann sich leicht überlegen, was es bedeutet, wenn künftig eine Milliarde (plus weitere Milliarden diverser, vielfältig vom VW-Komplex herkommender Ertragssteuern) weniger in der Kasse landen (von den sozialen Verwerfungen gar nicht zu reden). Der Etat des Landes für das Jahr 2024 beträgt 42,4 Milliarden Euro.
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Sie fänden das unter „Blutgrätschen-Tango“.
Letztes Jahr habe ich dezidiert nach einem VW gesucht: das primitivste Model bei 35.000€. Das sind 70.000 DM! (Und ja beim Golf oder Polo darf man durchaus mal senilierend in DM rechnen.)
Jetzt rächt sich die nutzlose „Ja Herr Professor, das haben sie aber toll gesagt Herr Professor!“ Zäpfchen-Elite an peinlich inkompetenten „Führungspersönlichkeiten“!
Super! Toll den Bachelor-Brechdurchfall Titel bestanden- Fähigkeiten gegen Null, Bücklingskunst 15 Punkte! Aber in vorgegebener Zeit durchgebrochen.
Es erfordert geringe Hirnkapazität um zu überschlagen, das bei Durchschnittsverdienst kein VW raus springt. Klar, die ganze Schönrechnerei und Ja-Sager Kunst bestätigt natürlich die überaus blöde Idee vom immerwährenden Preisanstieg und lässt sich schlussendlich dem kommunisten Pack an Arbeiterschaft in die Schuhe schieben, aber an der Wirklichkeit scheitert diese amüsant dumme herrangehensweisen (natürlich). Seit Jahren völlig absehbar!
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tja herr jenckel, die verarschung hat eben konjunktur. jammern gehört im kapitalismus eben dazu. die lobbyisten der wirtschaft gehen bei politikern ein und aus. so manchen batzen schmiermittel lassen sie dort fallen. die sogenannte freie marktwirtschaft war nie frei und wird es auch nie werden.
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Bravo, Herr Bruns, in fünf Plattitüden gelangen Sie beinahe durchs halbe Reppenstedter Dichterviertel. Technolgieoffenheit haben Sie vergessen. Damit wären Sie bis zum FDP-Ortsverband Gellersen gekommen. Ihre Floskeln sind teuer angelesen. Denn in zwanzig Phrasen kommt man angeblich schon um die ganze Welt.
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Was fordert LobbyControl?
In einem gemeinsamen Aufruf fordert LobbyControl im Bündnis aus mehr als 50 zivilgesellschaftlichen Organisationen strengere Lobbyregeln. Gemeinsam appellieren wir an die Parteien im Bundestagswahlkampf, die Interessen des Gemeinwohls stärker in politische Entscheidungen einfließen zu lassen.
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Und wer definiert „die Interessen des Gemeinwohls“ und wie diese dann in welche „politischen Entscheidungen einfließen“ sollen, Herr Bruns? Soll das Patrick Pietruck machen? Klaus-Peter Dehde? Oder Niccolò Machiavelli?
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