Hunde, die bellen, beißen nicht. Beim Landtagsabgeordneten Uwe Dorendorf bin ich mir da nicht so sicher. Der Christdemokrat bellt besonders laut, wenn es um die Elbbrücke Neu Darchau geht, gerade biss er zu. Und am Horizont ziehen neue Gefahren auf.
Ihm hat Lüneburg ganz viel zu verdanken, auf dem Weg zur Kulturstadt, auf dem Weg zur Universitätsstadt. Ein großer Hanseat ist gegangen: Dr. Reiner Faulhaber ist tot. Von 1984 bis 1996 prägte er als Oberstadtdirektor die Hansestadt.
Im Rathaus findet sich in der Gerichtslaube ein Buntglasfenster, in dem, farbenprächtig, aber ziemlich entstellt mit Reichsadler, Julius Cäsar abgebildet ist. Darunter der Satz: Ich habe die Stadt des Mondes gegründet. Und zwar in einer Vollmondnacht. Das ist natürlich alles nur Glaube. Aber jetzt haben Archäologen am Bilmer Berg eine Gewerbesiedlung aus römischer Kaiserzeit freigelegt. War er doch hier?
Die Auto-Lobby führt in der CDU Lüneburg weiter Regie, allemal wenn einer Hand an Parkplätze legen will, wie diese Zweirad-Enthusiasten. Dann werden die Christdemokraten kratzbürstig. Da meldet sich die Parkplatz-Phobie. Da ist es egal, an welchen Beschlüssen die CDU mitgewirkt hat, da gilt: Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass.
Mit den Bildrechten ist das so eine Sache: Der gemeine Mann hat ein Recht am eigenen Bild. Ein Weltstar, ob aus Politik oder Film als absolute Person der Zeitgeschichte, fast gar nicht. Die realtive Person darf in bestimmten Kontext abgelichtet werden. Und dann gibt es da die hilflose Person, die betrunken oder bekifft gar nichts mehr mitkriegt. Aufgepasst: Auch die ist durch Bildrechte geschützt und darf nicht einfach für gerade populäre Themen wie das unsichere und unattraktive Lüneburg vor den Populismus-Karren gespannt werden. PS: Das Foto zum Blog ist KI generiert, Personen und Ort sind nicht real.
Schlechte Nachrichten. Wir steuern hart auf Kriegskurs. Die Medien mühen sich, uns auf das, was unweigerlich kommen soll, vorzubereiten. Die Nachrichten prasseln im Tagesrhythmus auf uns ein. Als Folge sind wir schon erstaunlich abgestumpft und taub und resistent gegen die sonst übliche „German Angst“.
Im Landkreis Lüneburg steht eine stille Revolution bevor, der größte Umbruch seit Jahrzehnten. Am Ende muss gleich eine Handvoll Samtgemeinden einen neuen Bürgermeister suchen und vor allem der Landkreis einen neuen Landrat. Die einen gehen für immer, andere suchen ihr Glück voraussichtlich woanders.
Puhhhh, ist das schwer und riskant für die Fab Four unter den Bürgermeistern im Landkreis Lüneburg bei der Kommunalwahl im kommenden Herbst. Samtgemeindebürgermeister bleiben? Kandidatur als Oberbürgermeister gegen die Amtsinhaberin Claudia Kalisch in der Stadt Lüneburg ins Auge fassen? Oder als Landrat kandidieren? Jens Böther tritt ja nicht mehr an. Die Frage ist also: Lieber Spatz in der Hand oder Taube auf dem Dach?
Klaus-Peter Dehde ist kein einfacher Kerl, oft sperrig und ein Dickkopf. Als Bürgermeister hat er sich klar gegen eine Elbbrücke bei Neu Darchau positioniert. Als Bürgermeister war er dort die Projektionsfläche vieler Angriffe, mal selbstverschuldet, zunehmend aber von Heckenschützen initiiert. Jetzt wurde ihm das zu viel, jetzt geht er. Was das für das Ja oder Nein zur Elbbrücke bedeutet, bleibt ungewiss.
Es ist beschämend, in Lüneburg stehen Plätze in Parkhäusern rund um die Innenstadt leer. Zur besseren Auslastung ist künftig die erste Stunde kostenlos. Doch Lokalpolitiker reden sich trotzdem eine Parkplatz-Schwund-Phobie an den Hals. Die Preise für Parkplätze sind selbst nach einer Erhöhung eher Provinz, das Denken scheinbar auch.