Die Arena – ein Landkreis unter Druck

Lüneburg, 25. April 2017

Lüneburg soll eine Arena für Sport und Kultur bekommen. Eine große Idee, eine teure Idee. Und sie ist gut abgehangen. Diskutiert wird über die Stadthalle schon seit drei Jahrzehnten – ohne nennenswerte Nebenwirkungen.

Nun hat der Landkreis Lüneburg den millionenschweren Job übernommen. Und er steht bei der Arena enorm unter Druck, unter Zeitdruck, unter Kostendruck und Erfolgsdruck. Die Mehrheiten im Stadtrat und Kreistag hat er zwar im Rücken – noch. Doch schon zischeln Skeptiker: Das wird nichts – wieder nichts.

Sie spielen auf die Rolle des Kreises beim unrühmlichen Ende der Elbbrücke bei Neu Darchau an, einer Hängepartie ohnegleichen. Planungsbehörde war auch da der Kreis.

Das Scheitern der Arena-Pläne würde den Landkreis als Planungsbehörde endgültig stigmatisieren. Das kann Chefplaner Jürgen Krumböhmer nicht wollen. Der Erste Kreisrat hatte auch bei der Brücke Hand angelegt. Das erhöht den Druck. Wie die Tatsache, das viele Köche gerne mitmischen möchten. Mehr aber erstmal nicht.

Für den Spitzen- wie für den Schulsport, aber auch für große Kultur-Events wäre eine Bauchlandung bei der Halle ein Fiasko: Der Spitzensport, also die SVG-Volleyballer, bliebe heimatlos, müsste abwandern, dem Schulsport fehlten weiter Hallenflächen und, weil das Vamos auch bald wegfällt, hätte Lüneburg keinen Ort für größere Konzerte.

Kurzum, der Kreis muss zügig punkten und ohne Umwege aufs Ziel zumarschieren. Umwege kosten Zeit und meistens auch Geld.

Hans-Herbert Jenckel

Der Landkreis sieht sich bereits weit in der Planung, er hat uns am Mittwoch dazu eine Erklärung geschickt. Leider wurden die Fakten und Hoffnungen, die in dem Schreiben benannt werden, am Tag zuvor bei einem Pressegespräch nicht oder nur ausweichend beantwortet. Damit alle auf einen Stand sind, hier die Zeilen der Landkreis-Pressestelle.

Der aktuelle Stand ist wie folgt:
Der Landkreis Lüneburg plant, den bisherigen Planungsstand des Investors vom Architekturbüro Bocklage & Buddelmeyer zu übernehmen. Dies ist Teil der Verhandlungen mit der Sallier Bauträger- und Verwaltungsgesellschaft. Der Antrag auf die Baugenehmigung bei der Hansestadt Lüneburg ist bereits gestellt, nach unseren Informationen steht die Genehmigung kurz bevor. Das Brandschutzkonzept ist bereits abgestimmt. Die Ausführungsplanung – das ist der letzte Schritt, bevor die Auftragsvergabe vorbereitet wird – hat begonnen, und die Tragwerksplanung ist so gut wie fertig.

Die Bauzeit beträgt nach Auskunft des Architekten neun Monate. Wenn die Vertragsverhandlungen so laufen wie geplant, der Kreistag am 19. Juni 2017 grünes Licht gibt und der Landkreis zügig die Bauaufträge vergeben kann, können die Bauarbeiten im Herbst 2017 beginnen. Die Halle wäre dann in der zweiten Jahreshälfte 2018 bezugsfertig.

Ich bitte Sie, dies bei der künftigen Berichterstattung zur Arena einfließen zu lassen. 

Katrin Holzmann

Über jj

Journalist, Dipl.-Kaufmann
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134 Antworten zu Die Arena – ein Landkreis unter Druck

  1. Kai Albrecht schreibt:

    Für mich bleibt das Hallending trotz all dem hochgeistigen Gekurke hier ein veritabler Skandal. Weil einmal mit viel Geld unnötige Planungsfehler verschleiert werden, zum Zweiten auf nicht geignetem Gelände nach den Maßgaben eines Investors gebaut wird, der sich mit dem gierig übereilten Kauf verhoben und vergaloppiert hat, und drittens ein abstoßendes Riesentheater um einen Privatunternehmer herum veranstaltet wird, der es geschafft hat, Stadt- und Kreisgremien dazu zu bringen, ihm einen für ihn praktisch kostenlosen Zweckbau maßzuschneidern.

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  2. Detlev Behrens schreibt:

    Sehr geehrter Herr Jenckel,

    vielen Dank für Ihre Antwort! Bis auf den letzten Satz fand ich sie nachvollziehbar. Allerdings sollten Sie sich davor hüten zu unterstellen, dass ich die kritischen Fragen nicht von den Unterstellungen zu unterscheiden vermag. Es gibt beides in diesem Thread – aber das wissen Sie auch selbst. Der Spitze hätte es, im Sinne eines höflichen Umgangs, nicht bedurft. Es sei denn natürlich, Sie versuchten zu eskalieren – was ich mir aber nicht so recht erklären könnte.

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    • Sigurd schreibt:

      Hallo Detlev Behrens,

      jetzt sind Sie als grimmer Bengalischer Tiger losgesprungen – und in der Folge dieser Anstrengung hat die Kondition nur für dass einlenkende Schnurren einer Amelinghäuser Mietzekatze gereicht?

      Sie „vermögen“ zwischen kritischen Fragen und Unterstellungen zu unterscheiden?

      Dann hätten Sie schreiben müssen: „Es gibt beides in diesem Thread – AUF BEIDEN SEITEN – aber das wissen Sie auch selbst, Herr Jenckel!“

      Mir scheint, DER Spitze hätte es im Sinne eines höflich-selbstbewussten (und womöglich weiterführenden) Umgangs durchaus bedurft.

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      • Tanja Herbig schreibt:

        Herausfordernd? Verlangend? Lehrmeisternd gar? Ich bitte Sie! Sein wahres Publikum liest Jenckel in der Laune, wie Marcel Proust im siebten Band seiner „Recherche“ sich allein den idealen Leser der Journale vorstellen mag: „Aber man liest die Zeitungen, wie man liebt: mit verbundenen Augen. Man versucht den Dingen nicht auf den Grund zu gehen. Man hört die süßen Reden des Chefredakteurs mit an, wie man den Worten der Geliebten lauscht“!

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      • jj schreibt:

        Mir ist für immer dieses Ende der Liebe Swanns zu Odette in Erinnerung: … daß ich sterben wollte, daß ich meine größte Leidenschaft erlebt habe, alles wegen einer Frau, die mir nicht gefiel, die nicht mein Genre war!

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      • Tanja Herbig schreibt:

        Es gibt sicher keine stolzere Art, das Gefühl zu verunglimpfen, das zu kultivieren die meisten von uns eine ewige Jugend lang so viel Energie aufwenden. Die Liebe entspringt dem Unbewussten (denken Sie an all die anständigen, wundervollen Menschen zurück, in die Sie sich nicht verlieben konnten!). Manche meinen sogar, dass wir, wenn wir verliebt sind, die unbewussten Wunden unserer Seelen wieder aufreißen. Eben weil sexuelles Verlangen seine Wurzeln im Unbewussten hat, wählt die Liebe oft jemanden aus, der uns Leid zufügt, von dem wir uns vernachlässigt oder missverstanden fühlen. Marcel Proust hat die Mechanismen der Liebe und des sexuellen Begehrens in dieser Weise beschrieben: als willkürliche Emotionen, die einer unbewussten Sehnsucht nach einem verlorenen – oder verloren geglaubten – Objekt entspringen. Swann, einer der vornehmsten und gebildetsten Männer der französischen Gesellschaft, verliebt sich in die Halbweltdame Odette de Crécy aber nicht allein, weil nur sie es vermochte, seine Ängste und seine Eifersucht zu wecken, also aus dem Verlangen nach Intensität, sondern im vollen Bewusstsein, sich einem Wahn, etwas auf keine Weise Erreichbarem zu überlassen, nämlich weil er meinte, eine Ähnlichkeit ihres Gesichts mit dem der Zippora-Darstellung Sandro Botticellis feststellen zu sollen: „[…], da fiel es Swann plötzlich auf, daß sie auf frappante Weise der Gestalt Sephoras [sic!], der Tochter Jethros auf einer der Fresken der Sixtinischen Kapelle glich.“ (Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main, 1994, S. 324) Da sind auch die Liebhaber der Landeszeitung wieder, einer Holden, von der sie sich oftmals vernachlässigt oder missverstanden fühlen; sie lesen „mit verbundenen Augen“, weil sie vermeinen, einer Person zu lauschen, die es gar nicht geben kann, die bloß Ähnlichkeit mit einer Ausgeburt ihrer Phantasie besitzt.

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  3. Detlev Behrens schreibt:

    Sehr geehrter Herr Jenckel,

    Es hat sich mir nach dem Lesen dieses Threads folgende Frage ergeben:
    Wenn Ihre Antwort auf fast alle kritischen Fragen zu Ihrer Unterstützung der Arena und der Umstände um die Arena „Der Kreistag entscheidet, der Kreistag ist zuständig“ lautet, welchen Sinn sehen Sie darin, zu Ihrem Kommentar eine Diskussion zuzulassen?

    Im Voraus vielen Dank für Ihre Antwort!

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    • jj schreibt:

      Herr Behrens,
      welchen Sinn hat es gemacht, früher so hitzig über den Paragraphen 218 zu diskutieren, über den Nato-Doppelbeschluss, über die Notstandsgesetze oder über den Radikalen-Erlass? Wo doch die Politik entschieden hat. Welchen Sinn macht es, über Bundeswehrreformen zu diskutieren, obwohl doch der Bundestag entscheidet, welchen Sinn macht es, über TTIP zu diskutieren, wo doch am Ende die EU entscheidet und die USA? Und welchen Sinn macht es, über die Arena zu diskutieren? Weil gute Argumente manchmal sogar Politiker umstimmen, weil das Diskutieren so wichtig ist in der Demokratie, weil es so schön ist, dass wir nicht einer Meinung sein müssen. Und auch, weil Sie kritische Fragen mit Unterstellungen verwechseln. lg

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      • Helmut Müller schreibt:

        Bingo, Jenckel,

        ich ziehe meinen Hut vor Ihnen! Sie beweisen den Mut, eine entschiedene Meinung zu haben und diese trotzdem dem Stahlbad der begründeten Widersprüche und Einwände auszusetzen. Auch wenn Sie nicht auf jede Einzelheit mit akademischer Gründlichkeit eingehen (können/wollen), ist das schiere Faktum, dass Sie diese veröffentlichen, also publik machen (solange keine Grundrechte verletzt werden) und damit zeigen, dass Sie Ihren Lesern zutrauen, sich eine eigene Meinung im Gegeneinander der Argumente zu bilden, eine aufklärerische Großtat im Vergleich zum Verhalten vieler unserer etablierten und praktisch aller unserer rechtsextremen Populisten!

        Danke dafür!

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  4. Lena Bergmann schreibt:

    Sehr geehrter Herr Friedrich von Mansberg,

    warum er eigentlich am Theater arbeiten wolle, wurde der siebzehnjährige Maximilian Goldmann, der später als „Max Reinhardt“ weltberühmt geworden ist, von seinem Lehrer Emil Bürde einmal gefragt. „Wegen der Parallelen“, soll der Bub erwidert haben. „Ich will meiner Zeit den Spiegel vorhalten, auf dass sie sich wiedererkenne und schäme.“

    Mein Gott, – der Abriss der Nordlandhalle, der Libeskind-Bau und jetzt die Arena … Was hätten ein Reinhardt, ein Büchner oder ein Molière daraus nicht alles gemacht?

    Oder ein Dieter Sturm – der legendäre Chefdramaturg der Berliner Schaubühne, der, im vergangenen Jahr, von der Öffentlichkeit unbemerkt, achtzig Jahre alt geworden, an der Seite von Regieheroen wie Peter Stein, Luc Bondy und Klaus Michael Grüber das Theater in seinen aufklärerischen Möglichkeiten noch einmal revolutioniert hat?

    „Wann hat das angefangen, dass Dramaturgen dem Theater gleichgültig geworden sind? Dass sie ihre einflussreiche Stellung eingebüßt haben und zu Hilfsarbeitern des Betriebs degradiert wurden, die organisieren, vermitteln und hier und da ein paar Sätze für das Programmheft schreiben?“ Das fragte der junge Redakteur Simon Strauß am Sonnabend in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

    Als der Beruf des Dramaturgen um die Mitte des achtzehnten Jahrhunderts entstand, befand sich das Theater in einer radikalen Umbruchsphase. Nicht länger ein Ort für die Unterhaltung der Adligen sollte es sein, sondern zum Medium neuer, aufgeklärter Ideen aufsteigen. Lessing, der von 1767 bis 1769 am Hamburger Schauspielhaus als erster Dramaturg der Theatergeschichte tätig war, wollte durch seine Spielplangestaltung die bürgerliche Identität stärken, das Theater zu einer „Schule der Menschlichkeit“ machen. In der Ankündigung seiner berühmten „Hamburger Dramaturgie“ schrieb Lessing: „Die Dramaturgie soll jeden Schritt begleiten, den die Kunst, sowohl des Dichters, als auch des Schauspielers hier tun wird.“ Der Dramaturg als intellektueller Aufseher über das kreative Geschehen. So hoch war das Amt ursprünglich besetzt.

    Wie wäre es, heuer wenigstens einmal mit einem Stück à la Thomas Bernhard, lieber Herr von Mansberg? Sie könnten es „Schlachthof“ nennen und versuchen, wie Herr Professor Wuggenig beim Auftakt des Spounschen Eröffnungsfeierjahres (oder -jahrzehnts(?)) am 11. März vorschlug, das Geschehen von der Hinterbühne auf die Vorderbühne zu bringen.

    „Heldenplatz“ z. B. ist so ein in das Tagesgeschehen eingreifendes Drama von Thomas Bernhard. Es entstand, wie Sie sicher wissen, im Auftrag des damaligen Direktors des Wiener Burgtheaters Claus Peymann für das 100-jährige Eröffnungsjubiläum des Hauses im Jahr 1988 und löste einen der größten Theaterskandale in der Geschichte Österreichs aus. Es wurde herrlich intensiv nachgedacht damals in der alten Kaiserstadt, in der Holm Keller zum hypnotisch leuphanatischen Universitätsregisseur herangereift ist. Die Uraufführung war am 4. November 1988. Entstehung und Premiere von Bernhards Stück fielen also in jene jäh zu Ende gehende Nachkriegsepoche, in der die Debatte um die Vergangenheit Österreichs in der Zeit des Nationalsozialismus in Folge der Kontroversen um die Wahl Kurt Waldheims zum Bundespräsidenten so öffentlich und tiefgehend geführt wurde, wie noch nie seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. 1988 jährte sich auch der „Anschluss Österreichs“ an das nationalsozialistische Deutsche Reich zum fünfzigsten Mal, was im Land von offizieller Seite als „Bedenkjahr“ begangen wurde.

    „Bedenkjahr und Bedenkenträger“ wäre natürlich auch ein schöner Titel für eine volkstümlich aktualisierte Bühnenadaption des Tartuffe oder des Coriolanus, die gewisse „Usancen“ der Lüneburger Lokalpolitik zu einem Gleichnis verdichtete, welches dann Anlass gäbe, den „herausfordernden“ Zusammenhang zwischen liebgewonnenen „administrativen“ Mechanismen „in der „Inszenierungsgesellschaft des 21. Jahrhunderts“ und der alarmierend wachsenden Anfälligkeit für extremistische Parolen in bestimmten Arenen des Lüneburger Landes zu erwägen.

    Was halten Sie von diesen Überlegungen und Anregungen?

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  5. Marita Becker schreibt:

    Hallo Herr Fahrenwaldt,

    was mich mal interessieren täte: wie würden Sie ein satirisches Themenplakat zu diesem ganzen Hallen-Komplex gestalten? Oder würden Sie einen fünfteiligen Fernsehfilm daraus machen? Titel: „Bauern, Bonzen und Buddies“ (nach dem Roman von Ossarek Fallada)?

    Auf jeden Fall sollten Sie die vielen gedankenreichen Wortmeldungen aus dem Blog hier drucken und als Hand-out vor der Juni-Sitzung an Ihre Kreistagskolleg*inn*en verteilenden. Soviel Lametta war selbst früher nie! (Was das Vervielfältigen dieses 50-Seiten Papiers angeht: Da wenden Sie sich einfach ans Lüneburg-Marketing! Dort werden demnächst Hektographiergeräte angeschafft, informiert Olli: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/596972-instameet-lueneburg#comment-84951).

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  6. Klaus Bruns schreibt:

    Herr Schnell,ihr Link zur
    Cornell University ist ganz nett, was dort geschrieben steht auch, ich frage mich aber, warum gibt es so viele angeblich hoch gebildete Menschen, die ihr eigenes Wissen regelmäßig missachten?

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    • Kevin Schnell schreibt:

      Vielen Dank für Ihre Komplimente, lieber Herr Bruns,

      offen gestanden, habe ich im Stillen mit mir gewettet, dass Ihnen als einem der Ersten mein kleiner Schabernack auffallen würde. Bravo, muss ich nun zu mir sagen, die Flasche prickelnden Champagners hast du dir verdient, Kevin! Der Fehler, im Vollzug das zu dementieren, was expressis verbis behauptet – oder in Anspruch genommen – wird, ist der am weitesten verbreitete Selbstwiderspruch.

      Ein klassisches Beispiel für die sogenannte performative Retorsion betrifft die global-skeptische These „Es gibt keine wahren Aussagen“. Diese Aussage kann widerlegt werden, indem darauf verwiesen wird, dass mit der Äußerung dieser Aussage selbst ein Anspruch auf Wahrheit verbunden ist.

      Das Argument beweist natürlich NICHT, dass es Wahrheit gibt, aber es beweist dass nicht sinnvollerweise geleugnet werden kann, dass es Wahrheit gibt, UND es zeigt, dass, was immer behauptet wird, deren Möglichkeit implizit notwendig mit unterstellt wird.

      Das für Jana (und alle anderen Interessierten) in actu [durch Ausübung des inhaltlich Abgelehnten] vorzuführen, darum ging es mir. Und Sie haben es bemerkt! Also, lieber Herr Bruns, nicht umfangreiche Erläuterungen von Männern (oder – schlimmer noch – vermeintlich „gebildeten“ Männern), sondern unnötig umfangreiche Erläuterungen, egal von wem, sind das Problem.

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    • Irmelie Dammeyer schreibt:

      Hallo Herr Bruns,

      sind Sie mit Ossarek verwandt oder identisch? Der formuliert auch immer so literarisch umme Ecke drum herum.

      Sie fragen sich, „warum gibt es so viele angeblich hoch gebildete Menschen, die ihr eigenes Wissen regelmäßig missachten?“

      So viele Menschen? An wen denken Sie bei dieser Frage? Wo und von wem werden rote Linien der reinen Wahrheitstreue rhetorisch riskant touchiert?

      Herr Jenckel, über dessen Pro-Arena-Einsatz sich mancher A39-Befürworter wundern mag, hat darauf schon vorgestern zwischen kunstvollen Zeilen poetischer Mehrdeutigkeit geantwortet:

      „Ich bin ein gesetzestreuer Bürger. Gut, ich habe mich schon dabei erwischt, wie ich, natürlich nur wenn keiner zuschaut, über eine rote Ampel geradelt bin. Aber ich habe ganz pflichtbewusst nach links und rechts geschaut. Hinterher habe ich mich trotzdem noch für einen gesetzestreuen Bürger gehalten. Ja, nur deswegen habe ich mir diesen Regelverstoß in diesem Einzelfall überhaupt rausgenommen. Ich weiß, klingt ein bisschen widersprüchlich. Aber irgenwie typisch deutsch.“

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      • Helge Möhn schreibt:

        Wenn ich Herrn Jenckel recht verstehe, heißt das, sich einen Regelverstoß im Einzelfall herauszunehmen, ist in Ordnung, wenn man sich nur für einen gesetzestreuen Bürger hält.

        Beschreibt nicht genau dieses Prinzip der selbstermächtigten Einzelfallausnahme in ganz speziellen Sondersituationen das Vorgehen, welches beim Bau der Arena und beim Aussuchen des Betreibers, aufgrund vieler Indizien, die in diese Richtung weisen, befürchtet wird?

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      • jj schreibt:

        Der Kommentar bezieht sich nicht auf die Arena, sondern auf die Satire zum Regelverstoß.

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      • Helge Möhn schreibt:

        Wenn die Satire nicht im Aufspießen des Besonderen etwas Allgemeines (hier: etwas auch auf andere Vorkommnisse von tatsächlichem oder bloß gewähntem Regelverstoß Übertragbares) sichtbar macht, handelt es sich nicht um eine Satire, sondern allenfalls um themenplakatives Interessen-Harakiri.

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      • jj schreibt:

        Sie sind im falschen Blog-Beitrag. lg

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      • Helge Möhn schreibt:

        Aha, jetzt begreife ich. Ich habe mich auf Dammeyer bezogen. Und die hatte aus Ihrem Folge-Blog übers Regelverstoßen im Straßenverkehr zitiert. Trotzdem bleibt, dass Ihre allgemeine Schluss-Sentenz auch außerhalb des Ursprungstextes taugen muss, wenn sie überhaupt taugt. Und das tut sie, wie man sieht. Ist doch nix falsch daran, die von Ihnen per Auto-Autopsie sorgsam herauspräparierte Wahrheit in eine neue Umgebung zu rücken, um sie in ihren schillernden Konsequenzen zu zeigen. Oder? Wenn es zutrifft, dass die bzw. der typisch Deutsche hin und wieder reinen Gewissens zum eigenwilligen Interpretieren von Vorschriften neigt, solange sie/er sich unbeobachtet glaubt, dann muss das aus Gründen der Logik auch für Lüneburger (w/m) gelten und sogar für Lüneburger Landräte, Kreisräte (w/m), Kreistagsmitglieder (w/m) und wissenschaftliche Mitarbeiter*innen!

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  7. Karlheinz Fahrenwaldt schreibt:

    Mein Wort zum Sonntag?!: Es kütt as et kütt (wie die rheinische Clownselite es in etwa ausdrücken würde). Die Klakeure der Eliten werden eine weitere Geldvernichtungsmaschine an der Lüner Rennbahn durchwinken! Kritiker sind Träumer, Verschwörungstheoretikern, Spinner oder ewig gestrige. Nach Militaryturnierplatz, Leuphie Bidungstempel nun auch eine Bespaßungshalle: Brot und Spiele für die gehobene Mittelschicht? Ich befürchte es!

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  8. Jo Bembel schreibt:

    „Und ich würde mich freuen, wenn der Schulsport, der ja rein rechnerisch genug Platz hat, aber eben nicht zu Schulzeiten, mehr Planungsspielraum hätte.“ (jj)

    Schul- und Vereinssport benötigen verlässliche Termine, d.h. die Halle muss regelmäßig zu den Schulsport- bzw. Trainingszeiten zur Verfügung stehen. In der einen Woche ja und in der nächsten nicht, das geht nicht, denngewerbliche Veranstaltungen sollen/müssen ja den Vorrang haben. Und nebenbei: Es gibt keine Schule, die sich in fußläufiger Nähe zur Arena befindet.

    „Ich glaube am Ende immer noch, Filz hin, Filz her, an deutsche Verwaltungsangestellte und Kreisdirektoren und ihre Unabhängigkeit.“ (jj)

    Ich glaube, mich verlesen zu haben und bitte um wohlwollende Prüfung.

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    • jj schreibt:

      Jo Bembel – es muss im ersten Absatz „nicht“ heißen. Korrigiert. Danke

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    • Kevin Schnell schreibt:

      Herr Bembel,

      Sie notieren:

      „Ich glaube am Ende immer noch, Filz hin, Filz her, an deutsche Verwaltungsangestellte und Kreisdirektoren und ihre Unabhängigkeit.“ (jj)

      und kommentieren:

      „Ich glaube, mich verlesen zu haben, und bitte um wohlwollende Prüfung.“

      Wollten Sie mit Ihrem ausgelassenen Komma am Ende des erweiterten Infinitivs (ich habe es eingefügt) auf eine Unachtsamkeit bei Jenckel hinweisen? Falls nicht, worum ging es Ihnen? Um die Vereinbarkeit von „Filz hin, Filz her“ mit dem „Unabhängigkeitsglauben“ des Online-Chefs? Oder haben Sie noch eine Pointe entdeckt, die mir bisher entgangen ist?

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      • Jo Bembel schreibt:

        Wo Filz ist, gibt es keine Unabhängigkeit. In hierarchischen Strukturen, wie Verwaltungen es nun mal sind, schon gar nicht.

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      • Kevin Schnell schreibt:

        Vielen Dank!

        Ich sehe es ähnlich, würde aber Ihr apodiktisches Pronomen „keine“ zu der stark einschränkenden Partikel „kaum“ herabmildern.

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  9. Karsten Konradi schreibt:

    Hallo Kreistagsratsherr Karlheinz Fahrenwaldt,

    wie wäre es mit einem vorläufig resümierenden, die wesentlichen Pros und Cons gewichtenden Schlusswort zum Sonntag?

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  10. Merle Kühn schreibt:

    Könnte es nicht ohne Weiteres sein, Herr Jenckel, dass wir demnächst in der Zeitung lesen: „Auf Nachfrage sagen Stadtbaurätin Heike Gundermann und der Erste Kreisrat Jürgen Krumböhmer jetzt einhellig: Das Vorhaben Schlachthofgelände habe sich weiter verzögert. Da die Gellersenhalle Reppenstedt inzwischen saniert sei, sei aus Sicht der Bauverwaltungen nicht mehr die Notwendigkeit gegeben, das Gelände zurzeit zu entwickeln. Auch Jürgen Sallier, einer der Investoren, meint: „Der Zeitdruck ist raus, nachdem die Halle an der Dachtmisser Straße modernisiert wurde.“ Es könne noch Jahre dauern, bis das Schlachthofgelände entwickelt werde“?

    Vergleichen Sie: https://www.landeszeitung.de/blog/aktuelles/644281-postgelaende-lueneburg

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    • jj schreibt:

      Möglich ist ja alles. Fragen Sie beim Kreis nach. Die Stadtbaurätin ist da raus. lg

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    • R. Burger schreibt:

      Haben Sie hier nicht einen wichtigen Aspekt vergessen, Herr Jenckel? Herr Hoppe möchte nicht nur eine neue Veranstaltungshalle, weil der Uni-Pachtvertrag für das Vamos ausläuft, wie jeder in Lüneburg – auch Herr Hoppe – schon seit einigen Jahren weiß. Sondern er hat dieses Anliegen geschickt mit dem angeblichen allgemeinen, in Wirklichkeit auf eine recht überschaubare Gruppe von wenigen hundert Personen beschränkten Wunsch nach einer neuen Volleyballhalle verknüpft.

      Vor allem dieses Sonderinteresse betont wiederum Ulrich Mädge am 10. Dezember 2016 im LZ-Video ab Minute 1:40 wörtlich:

      „Es geht jetzt darum für den Verein (SVG) einen sicheren Zeit- und Kostenplan zu haben, dass die Halle kommt, und deswegen, nach allem Abwägen und ein paar schlaflosen Nächten, unterstütze ich den Vorschlag des Landrats.“

      hier: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/385920-zu-wenig-parkplaetze-an-der-geplanten-arena

      Damit wären wir wieder bei der bisher unbeantworteten Frage 1 von Frau Hölscher in ihrer Leserzuschrift ganz oben direkt nach Ihrem Artikel.

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    • Ortwin Riechel schreibt:

      Lieber Herr Jenckel, ich sage immer, leben und leben lassen! Allen Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann. Auch kann der Beste nicht in Frieden bleiben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt. Doch nur der frühe Vogel fängt den Wurm. Und die Anzahl unserer Neider bestätigt unsere Fähigkeiten. Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt. Ohne die Hirten wird aus Schafen nie eine Herde. Vertrauen ist Mut, und Treue ist Kraft. Die Wege der Herrn sind unerforschlich, vertraue auf sie; sie werden’s wohl machen. Alles Gute kommt von oben. Besser ist’s unterm Bart eines alten Mannes als unter der Peitsche eines jungen. Wie denken Sie darüber?

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    • Ortwin Riechel schreibt:

      Thea, veralbern Sie ruhig weiter die echten Wertstoffe germanischer Leitkultur. Sie werden schon sehen, wohin das führt. Jedenfalls nicht zu einer nigelnagelneuen mietfreien und betriebskostenbezuschussten Kaiser-Uli-Gedächtnishalle auf dem alten Schlachtfeld in der Vrestorfer Heide, wo nur die Gewinne von Ihnen bzw. von dem Verein, für den Sie stehen, via Lüner Rennbahn aufs Geschäftskonto bei der Sparkasse überführt werden müssten.

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  11. Leuphana Combo schreibt:

    Sehr geehrter Herr Jenckel,

    kann es sein, dass der eine oder andere hoppehallenkritische Post von Ihnen nicht freigeschaltet wird? Zwei Kommiliton*inn*en haben das behauptet.

    i.a. Doris

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    • jj schreibt:

      Liebe Leuphana Combo,
      kann es sein, dass hier multiple digitale Persönlichkeiten variantenarm Hoppe-Bashing versuchen? Nicht nur die Duktus, auch die IP lässt das vermuten.
      Nicht nur das. Über die Kommentarfunktion hat da jemand meinen Blog gekapert. Fragen sich nur, ob mir das gefällt. LG

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    • Leuphana Combo schreibt:

      Lieber Herr Jenckel,

      Bashing, i. e. übermäßig böswillige Angriffe auf Herrn Hoppe können wir nicht erkennen. Klingt uns auch zu sehr nach der „Wir Opfer, ihr Schläger“-Mechanik, mit der Populisten sich offensiv selbst exkulpieren und ihre rüden Reden rechtfertigen. Darüber haben wir kollektiv Einigkeit erzielt. Alle Kommentare hier sind durchweg sachnah UND von hoher Qualität. (Ausnahme: die hermetisch schillernden Rätselworte des unermüdlich klassische Zitatpreziosen arrangierenden Ossarek Bruns. Die sind NUR von hoher Qualität).

      Und, Herr Jenckel, wenn seit vielen Monaten nun schon in und außerhalb der zuständigen kommunalen Gremien reichlich uniforme analoge Persönlichkeiten variantenarm Hoppe-Pushing versuchen, ist es dann nicht angezeigt, dass ihre multiplen digitalen Gegenstücke ebenso monoton um das Aufzählen der wichtigsten Gründe für dieses Verhalten bitten – und durch jede herrische Abfertigung, durch jede rhetorische Finte und jedes dissimulierende Ausweichen darin bestärkt werden, erst recht auf klaren, nachvollziehbaren Erklärungen zu bestehen und sich nicht von „Nestbeschmutzer“-Vorwürfen abschrecken oder mit onkelhaft vermanschtem Blendgesabbel abspeisen lassen?

      Mal ehrlich, Herr Jenckel, die Art und Weise aufzuklären, wie der SVG-Vamos-Deal über fast zwei Jahre eingefädelt und bisher durchgezogen wurde, wäre das nicht ein Recherchefest für jeden investigativen Journalisten? Und sei es auch nur, um an einer kunstvoll gearbeiteten Miniatur zu zeigen, wie hansestädtische Lokalpolitik funktioniert? Egon Erwin, der rasende Kisch, hätte sich bestimmt nicht zweimal bitten lassen.

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      • jj schreibt:

        Diese Rhetorik kommt mir doch vertraut vor, der Duktus auch. An den Spekulationen und Unterstellungen beteilige ich mich nicht.
        Ich glaube am Ende immer noch, Filz hin, Filz her, an deutsche Verwaltungsangestellte und Kreisdirektoren und ihre Unabhängigkeit.

        Nur soviel, Kisch kennen Sie offensichtlich nicht, nur den Mythos, sonst hätten Sie sicher andere investigative Journalisten gewählt. Bernstein, Woodward, Leyendecker oder so.

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      • Doris Vossler i. a. Leuphana Combo schreibt:

        »Eine der letzten Aufgaben Kischs während seiner Tätigkeit für die Bohemia und gleichzeitig eine seiner größten Errungenschaften als Reporter war der investigative Journalismus in Gestalt der Offenlegung der Affäre um den Selbstmord des Obersten Alfred Redl. Redl, der für das Evidenzbüro – den k.u.k. Militärnachrichtendienst – arbeitete, wurde als russischer Spion enttarnt und beging schließlich am 25. Mai 1913 Selbstmord. Der Generalstab sah durch diese Affäre die Monarchie kompromittiert und suchte sie zu vertuschen, was durch Kischs Veröffentlichung vereitelt wurde. Schon in der Ausgabe der Bohemia vom 28. Mai veröffentlichte er eine kurze Notiz, in der zu lesen war:

        „Von hoher Stelle werden wir um Widerlegung der speziell in Militärkreisen aufgetauchten Gerüchte ersucht, dass der Generalstabschef des Prager Korps, Oberst Alfred Redl, der vorgestern in Wien Selbstmord verübte, einen Verrat militärischer Geheimnisse begangen und für Russland Spionage getrieben habe.“

        Das angebliche Dementi erreichte sein Ziel. Durch die Notiz erfuhren nicht nur die breite Öffentlichkeit, sondern sogar der österreichische Kaiser Franz Joseph und der Thronfolger Franz Ferdinand von der größten Spionageaffäre vor dem Ersten Weltkrieg; sie war nicht mehr geheim zu halten. Seine Recherchen über Redl beschrieb Kisch detailliert im Buch Der Fall des Generalstabschefs Redl, das 1924 herausgegeben wurde.«

        Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Egon_Erwin_Kisch#Die_Aff.C3.A4re_um_Oberst_Redl

        Siehe auch: http://www.tagesspiegel.de/politik/panama-papers-wie-investigative-journalisten-arbeiten/13425472.html

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      • jj schreibt:

        Leider, leider falsch.
        Schön ist Kisch‘ Geschichte, wie er an die Information gekommen sein will. Es ist zwar nur eine Mär, aber prima fabuliert. Die vom FC Sturm. Finden Sie wohl nicht bei Wiki.

        Und was die Recherche angeht, Kisch hat mit Redl seine Karriere aufgemöbelt. Aufgedeckt hat er den Fall nicht. Der Tagesspiegel bezeichnet ihn sogar als Trittbrettfahrer.
        „Seine 1924 in einem Büchlein der Reihe „Außenseiter der Gesellschaft“ erschienene Version gilt bei vielen noch immer als die verbindliche Darstellung des Falls Redl, der nie an die Öffentlichkeit gekommen wäre, hätte der raffinierte Reporter sich nicht seiner angenommen. Kisch hat damit nicht nur ganz entscheidend seinen Ruf als „rasender Reporter“ gesichert, sondern auch zahlreiche nachfolgende Darstellungen inspiriert. Doch war es allenfalls teilweise so, wie Kisch überliefert hat, und seine Rolle war nicht mehr als die eines dreisten Trittbrettfahrers.“ Und weiter: Der seinerzeit einzig nachweisliche Beitrag Kischs ist ein Artikel vom Juni 1913, in dem er einen Besuch bei Redls Zahnarzt schildert. Umso lebhafter hat er die Fakten aufmontiert und sich selbst als Akteur mitten hinein. Allein die zahlreichen Versionen, die er zwischen 1924 und 1942 lieferte, widersprechen sich immer wieder. Namen sind erfunden oder falsch wiedergegeben, Artikel werden zitiert, die es so nicht gegeben hat. Er fantasiert das Codewort für den postlagernden Brief: „Opernball 13“, das dann in weiteren Darstellungen anderer Eingang fand. Auf Wikipedia ist die Story gleichwohl noch zu lesen, immerhin mit Hinweis auf Zweifel daran. Ganz augenscheinlich hat Kisch Dinge vom Hörensagen ausgeschmückt und aufgeputzt, aber auch Gespräche für seine Zwecke umgedeutet.

        Also, bleiben Sie lieber bei den genannten investigativen Journalisten. Kisch war ein toller Reporter, aber kein rasender Reporter, er hat seine Stories bis zu zwölfmal umgeschrieben. Schönes Wochenende

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    • Leuphana Combo schreibt:

      Oha, lieber Herr Jenckel,

      Sie sind aber dünnhäutig in dieser Woche. Die Dramatisierung und Fiktionalisierung der eigenen Rolle bei der Aufdeckung des „Weltskandals“ durch den „journalistischen Meisterdetektiv“ in einem Buch, das über zehn Jahre nach dem Ereignis, geschrieben wurde, ist erstens ein alter Hut und war zweitens gar nicht das Thema. Kisch hatte ich eigentlich nur erwähnt, um Ihnen eine Freude zu machen, da Sie neulich mit seiner Definition des Sensationellen im Alltäglichen kamen.

      „Fest steht der Verrat“ schreibt ihr Gewährsmann Erhard Schütz. „Fest steht, dass Redl homosexuell war und ein für seine Verhältnisse völlig überdimensioniertes Luxusleben führte. Fest steht, dass man in seiner Wohnung über 400 Filme mit Aufnahmen von militärischen Geheimdokumenten fand, dass er für seine Dienste allein von Russland nach heutigem Kurs mindestens 500 000 Euro, wahrscheinlich eher das Doppelte erhielt. Auf die Spur kam man ihm nur durch Zufall, schließlich durchsuchte eine Militärkommission seine Prager Wohnung, forderte ihn in Wien zum Suizid auf.“

      Fest steht jedoch auch, Herr Jenckel, dass 1913, ein Jahr vor Beginn des „Großen Krieges“, als noch niemand ahnte, dass man solche globalen Katastrophen später einmal nummerieren würde, der „Kehrrichtsammler der Tatsachenwelt“, wie vor Ihnen schon Karl Kraus über den jungen Kisch, meinte spotten zu sollen, es wagte, in der Mittag-Ausgabe des Prager Tageblatts „Bohemia“ (Nr. 143, 86. Jahrgang, vom 27. Mai 1913 auf Seite 5 in der mittleren von drei Spalten im 8. Absatz bzw. in den Zeilen 73 bis 88) unter dem nur durch Fettdruck hervorgehobenen Titel „Falsche Gerüchte“ den Skandal bekannt zu machen, indem er ihn scheinbar bestritt:

      „Falsche Gerüchte. Gestern zirkulierten in vielen
      Kreisen über den Tod des Generalstabschefs Oberstersten
      Alfred R e d l die verschiedenartigsten Gerüchte, die
      u. a. den Selbstmord mit einer Spionageaffäre in
      Zusammenhang bringen wollten. Wir haben sofort
      an m a ß g e b e n d e P e r s ö n l i c h k e i t e n An-
      fragen in dieser Richtung gestellt und von diesen die
      Aufklärung erhalten, daß d i e s e G e r ü c h t e v o l l –
      s t ä n d i g h a l t l o s s i n d u n d a u c h n i c h t d i e
      S p u r e i n e r B e r e c h t i g u n g b e s i t z e n.“

      [Können Sie bei „Kramerius“, dem digitalen Organ der tschechischen Nationalbibliothek, nachschlagen, wenn Sie nach dem Klicken zwanzig bis dreißig Sekunden für den Ladevorgang investieren: http://kramerius.nkp.cz/kramerius/ontheflypdf_PGetPdf?app=11&id=975356&start=1&end=20%5D

      Zwei Tage nach dem Selbstmord erschien also in der ersten Ausgabe der Prager „Bohemia“ das berühmte Dementi – und damit waren die Dämme gebrochen, die der Generalstab mühsam errichtet hatte. (Allerdings fand sich am selben Tag in der Abendausgabe der offizierstreuen Wiener „Die Zeit“, S. 3, ein Artikel, der das Gerücht ebenfalls verbreitete. Entfernung Wien-Prag: 300 km, aber mit dem Telefon schon damals leicht zu überbrücken.) Die Wiener Journalisten stürzten sich auf die neue Fährte und schon am 29. Mai musste das Kriegsministerium die Wahrheit eingestehen. Auf der Titelseite jeder Zeitung war nun zu lesen, dass Redl [angeblich] aufgrund seiner Homosexualität in finanzielle Schwierigkeiten gekommen war und geheime Informationen an fremde Mächte verkauft hatte. Der „Fall Redl“ war der Aufmacher in ganz Europa. Der Generalstab sah sich in eine Krise gestürzt, der Ruf des Militärs war ruiniert, der Thronfolger wütete über den „Schweinehund“, es entwickelten sich massive außenpolitische Verstimmungen und in den Parlamenten folgte eine für die Regierung peinliche Interpellation auf die nächste.

      Der Rest sind Legenden.

      „Die Zutaten des Falls waren einfach zu verlockend“, hat Ihr Professor Schütz 2013 im Tagesspiegel geschrieben: „Spionage und Verrat, Homosexualität, Luxus und Verschwendung, ein kopflos agierendes Militär, ein mehr als peinlich berührtes Kaiserhaus und eine unnachgiebig recherchierende, freilich auch wild spekulierende Presse.“

      Zieht man die kranken Sexualfantasien mal ab, Herr Jenckel, ist das dann nicht alles fast ein bisschen wie bei uns im Wonnemonat Mai?

      Schütz spricht im weiteren Verlauf von „Eitelkeit“, „Großmannsgetue“, „Geltungssucht“, „Geldgier“, „Vetternwirtschaft“, „Vorteilsnahme“, „Erpressung“, „Korpsgeist“, „internen Zwistigkeiten“, „Vertuschungsversuchen“, „interessegeleiteten Versionen der Darstellung“ sowie von „Verantwortlichen, die es darauf anlegen, den angerichteten Schaden nicht ruchbar werden zu lassen“, usw.

      Für Egon Erwin Kisch, den ab Mitte der zwanziger Jahre „bekennenden Kommunisten“, meint Schütz zum Schluss, „war Redl symptomatischer Exponent eines irreparablen Systems. Entsprechend hat er damals seinen ,Tatsachenbericht‘ aufbereitet. Und dabei sich selbst so hemmungslos inszeniert, dass das Buch fortan als exemplarisch für couragierten investigativen Journalismus galt.“

      Ist das nicht herrlich? Der Mann hat die Wahrheit aufgepeppt, um seine Zwecke zu erreichen.

      Darf man das denn?

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      • jj schreibt:

        Niedlich – da helfen keine Studienrat-Exkursionen und Ausflüchte. Daneben ist daneben. Immer an Goethe denken: Getretener Quark wird breit, nicht stark.
        PS: Ich habe die Kisch-Story auch immer geglaubt und Volontären den Dementi-Trick erzählt. Lg schönes WE

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      • Leuphana Combo schreibt:

        Dann sind wir uns ja einig:

        Daneben ist daneben, Herr Jenckel.

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      • jj schreibt:

        Endlich

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      • Julia schreibt:

        „Niedlich – da helfen keine Studienrat-Exkursionen; habe das auch mal geglaubt“. Eine männliche Person bewertet eine weibliche Autorin. Ein bisschen intellektuell gerahmt, von oben herab und natürlich als nettes Lob verpackt. Ätzend!

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    • Kevin Schnell schreibt:

      Lieber Herr Jenckel,

      die Leuphana Combo hatte Ihnen gestern Mittag um 14 Uhr eine Frage gestellt:

      „Mal ehrlich, Herr Jenckel, die Art und Weise aufzuklären, wie der SVG-Vamos-Deal über fast zwei Jahre eingefädelt und bisher durchgezogen wurde, wäre das nicht ein Recherchefest für jeden investigativen Journalisten? Und sei es auch nur, um an einer kunstvoll gearbeiteten Miniatur zu zeigen, wie hansestädtische Lokalpolitik funktioniert? Egon Erwin, der rasende Kisch, hätte sich bestimmt nicht zweimal bitten lassen.“

      Und wieder schaffen Sie es, auf die Frage NICHT einzugehen. Diesmal, indem Sie die junge, Ihnen nicht gewachsene, sondern Ihnen brav auf den Leim gehende Combo-Schriftführerin Doris auf einen Nebenkriegsschauplatz zerren und in eine an dieser Stelle überflüssige Diskussion über E. E. Kisch verwickeln.

      Ich glaube, die Debatte der zurückliegenden zehn Tage wird in die Blog.jj-Geschichte als Ihr Kunststück eingehen, einen Reklametext pro Hoppe-Arena geschrieben zu haben, um sich danach wortreich all denen – also letztlich allen – zu entwinden, die von Ihnen Gründe dafür wissen möchten, warum Sie sich für ein derart zweifelhaftes Projekt so exponieren.

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      • jj schreibt:

        Lieber Herr Schnell,
        ich habe entgegen Ihrer Meinung alle Fragen beantwortet, die studentische Fake-News zu Kisch war nur ein Randaspekt. Ein Punkt aber, der mir auch etwas Klarheit über diesen Reporter gebracht hat.

        Der Landkreis ist, wie mehrmals geschrieben, Herr des Verfahrens. Wer der Meinung ist, dort herrsche Korruption und Durchstecherei, der kann sich an alle rechtsstaatlichen Behörden und Gerichte wenden. All das habe ich hier in meinen Antworten bereits geschrieben.

        Auch dass der Landkreis den Betreiber aussucht, und zwar in einem Auswahlverfahren. Auch dafür ist extra eine Beratergesellschaft im Einsatz.
        Das alles aber interessiert hier gar nicht in manchen Kommentaren, hier geht es einigen ausschließlich um ein Hoppe-Tribunal.

        Der muss auf dem Campus einigen Studenten und Ex-Studenten und Wegbegleitern mächtig auf die Füße getreten sein.

        Mit Haltung haben manche Kommentaren wenig zu tun, mit Spekulation und Dreckwerfen eine Menge – leider.

        Also, bitte noch einmal nachlesen: Der Kreis plant, prüft, ob der Bau überhaupt finanzierbar ist und betrieben werden kann, wählt den Betreiber aus. Ob es dazu kommt, da sind noch viele Fragen zu beantworten.

        Ich würde mich freuen, wenn Lüneburg mit seinem Kulturanspruch auch Konzerte mit rund 3000 Besuchern anbieten könnte. Und ich würde mich freuen, wenn der Schulsport, der ja rein rechnerisch genug Platz hat, aber eben ich zu Schulzeiten, mehr Planungsspielraum hätte. Wenn’s nichts wird, Lüneburg überlebt es. Lg hhjenckel

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      • Kevin Schnell schreibt:

        Lieber Herr Jenckel,

        lassen wir´s dabei bewenden.

        Jetzt sind die Kreistagsmitglieder am Zug.

        Ich mag Ihr Forum und Ihre Art, sich darin Ihren in Temperament und Sorgfalt so verschiedenen Leserinnen und Lesern zu stellen. Wenn es überhaupt etwas gibt, das „Lüneburgs Kulturanspruch“ realiter einlöst, dann ist das Blog.jj und sein Gastgeber!

        Apropos Kisch: Gehen Sie auf http://christian-kirchmeier.de/?page_id=78 , scrollen über die drei Bücher nach unten zu „Ausätze“ und klicken direkt auf den ersten davon:
        „Der Journalist als Detektiv. Kischs Der Fall des Generalstabschefs Redl und die Reportage der Neuen Sachlichkeit“. In: Zagreber Germanistische Beiträge 25 (2016), S. 63–81.

        Drucken Sie die zwanzig Seiten, lesen Sie sie am Wochenende aufmerksam und überdenken Sie Ihre Haltung zum rasenden 28jährigen Investigator in der Zeit VOR dem ersten Weltkrieg. Das ist meines Erachtens die beste, weil klügste (und übrigens, was die Daten und Fakten betrifft, im Vergleich zu Schütz und Leidinger, zu Wikipedia sowieso, auch verlässlichste) Darstellung.

        Ergänzend vielleicht noch: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/autoren/fontane-war-ein-pionier-der-fake-news-14978456.html

        LG zurück: Ihr Schnell

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      • Jana schreibt:

        Hallöle Herr Jenckel und Herr Schnell!
        Haben Sie beide schon mal von Mansplaining gehört? Das ist, wenn beispielsweise zwei bräsige Bildungsmachos tagelang gönnerhaft auf eine Studierende einschreiben, von der sie direkt mal voraussetzen, die sei dümmer als sie, um durch langatmiges, kleinteiliges Erklären genau genommen allein sich selber etwas fasslich zu machen. Und sich dabei in einem fort auf die eigene Schulter zu klopfen.
        Mehr auf http://www2.leuphana.de/univativ/mansplaining-ein-kommentar/

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      • Kevin Schnell schreibt:

        Liebe Jana,

        was mich betrifft, nur soviel: mir ist das Kunstwort bekannt, das ich für eine sexistische Kampfvokabel halte, weil es die „Besserwisserei“, die beiden Geschlechtern in gleichen Teilen zu eigen sein dürfte, als eine vorwiegend maskuline Eigenschaft markiert. Erwiesen ist lediglich, dass weniger gebildete Menschen, gleichgültig ob Weiblein oder Männlein, überproportional häufig (wenn natürlich auch nicht ausschließlich die und die genauso gewiss nicht immer) dazu neigen,
        – ihre eigenen Fähigkeiten zu überschätzen;
        – überlegene Fähigkeiten bei anderen nicht zu erkennen;
        – das Ausmaß ihrer Inkompetenz nicht zu erfassen;
        aber durchaus lernen können, durch Bildung oder Übung nicht nur ihre Kompetenzen zu steigern, sondern auch sich und andere besser einzuschätzen (Vgl.: http://citeseerx.ist.psu.edu/viewdoc/download?doi=10.1.1.64.2655&rep=rep1&type=pdf).

        Dass zur Zementierung limitierter Selbstwahrnehmung, die sich natürlich auch artikulieren möchte, überlebte soziale Hierarchien und Praktiken (etwa in der Berufswelt oder in den Gremien der Lokalpolitik) beitragen, ist eine Tatsache, die Ihnen Stadträtin Andrea Henkel von den LINKEn sicher gerne bestätigen wird. Doch beweisen soziale Strukturen nicht per se etwas über anthropologische Konstanten.

        Im Übrigen hat Doris Vossler, für die Sie sich hier ja wohl einsetzen, mit ihren nächtlichen Extemporationen über den „rasenden Reporter“ deutlich gemacht, dass Ausführlichkeit kein Fremdwort für sie ist. Und auch Ernst Jordan, der Verfasser des von Ihnen verlinkten enzyklopädischen Univativ-Artikels muss sich wohl fragen lassen, ob er sich nicht genau des kapitalen Verbrechens schuldig macht, über welches er die Damenwelt in epischer Umständlichkeit aufklärt und welchem zum Opfer zu fallen, er sie in eindringlich aufgetürmten Wortkaskaden warnt.

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    • Patrick Hansen schreibt:

      Klaus Hoppe „muss auf dem Campus einigen Studenten und Ex-Studenten und Wegbegleitern mächtig auf die Füße getreten sein.“

      Kann es sein, daß Sie mit diesen Worten zart andeuten möchten, es könnte hier bei Ihnen im Blog auch die Spounsche Propaganda-Maschine zugange sein? Eventuell, um die Vamos-Baracke mitsamt ihrem renitenten Management endlich los zu werden und um günstig an die Ladenzeile zu kommen? Was macht dann Herr Johannes? Wird sein Bookshop den anschließend drohenden Pachtsprung aushalten? Oder werden Stadt und Landkreis demnächst auch eine Multimedia-Arena für Unibuch-Liebhaber und ihren nett krawattierten Versorger finanzieren und bauen? Die Zahl der Kunden dort dürfte die der Volleyballfans im Landkreis jedenfalls weit übersteigen.

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  12. Klaus Bruns schreibt:

    Der Arbeitsmarkt muß geöffnet werden,Clement lässt grüßen. Herr Schwake hat mit seiner Rede so ziemlich alle Politiker kopiert , die aus der sogenannten neoliberalen Epoche kommen, schmunzeln. Und da grundsätzlich bei Phrasen niemals über die Finanzierung dieser geredet wird, könnte man auch von einem Wolkenkukucksheim sprechen,in das der Phrasendrescher zu Hause scheint. Es fehlte eigentlich nur noch der Werbeslogan der CDU :Wohlstand für alle. Und die Arena soll wohl dafür sorgen, schmunzeln.

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  13. Ossarek Bruns schreibt:

    Hallo Herr Fahrenwaldt,

    wer einen Engel sucht und nur auf die Flügel schaut, könnte eine Gans nach Hause bringen.

    Ihre Vision? Panem et circenses – Brot und Spiele
    Bekanntlich feierten die Römer gerne mit Wein, Weib und Gesang, festeten tage- und nächtelang und ertrugen wohl nur so ihren zunehmend maroder werdenden Staat, bis zu dessen völligem Untergang.
    Vergleichen Sie unsere Situation heute damit, so darf gefragt werden: hat sich wesentliches geändert? Oder wird das alte Muster auch heute noch, vielleicht mit subtileren Mitteln, angewandt?
    Welches Brot und welche Spiele erwarten uns in Ihrem „Circus Maximus Luneburgum?“
    Auch diese Frage darf ernstlich gestellt werden.

    Oder doch lieber…

    eine wahrliche Vision als Hoffnungsträger, der von sich selbst sagen kann:

    Ich werde einmal Antworten gewusst haben, deren Fragen ich vergessen habe.
    MfG

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  14. Jörg Thomann schreibt:

    Wer noch irgendwelche Zweifel hat, ob es bei der geplanten Halle um Herrn Hoppe geht, oder nicht, dem hilft ein Blick ins Unternehmensregister (https://www.unternehmensregister.de) auf den Neueintrag vom 15.06.2016:

    HRB 206288: Arena Lüneburg Betriebsgesellschaft mbH, Lüneburg, Wichernstraße 34, 21335 Lüneburg. Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag vom 08.06.2016. Geschäftsanschrift: Wichernstraße 34, 21335 Lüneburg. Gegenstand: Betrieb einer Veranstaltungshalle, sowohl durch eigene Veranstaltungen als auch durch Vermietung der Räumlichkeiten an Dritte. Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung: Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Geschäftsführer: Hoppe, Klaus, Deutsch Evern, *04.02.1969, einzelvertretungsberechtigt; mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

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    • jj schreibt:

      Die Halle plant und baut der Landkreis, der sucht auch einen Betreiber,.
      Es gibt laut Kreis mehr als einen Bewerber, darunter soll auch eine große Tournee- und Veranstaltungsagentur sein, die in Lüneburg prominente Künstler platzieren könnte, Lüneburg sozusagen als Generalprobe für große Tourneen.
      https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/624241-arena-lueneburger-land

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    • Klaus schreibt:

      Interessant ist auch in den Jahresabschlüssen der Campus Management GmbH im Jahr 2009 und 2010 das sich Herr Hoppe dort nicht nur als Geschäftsführer veröffentlicht sondern auch als Gesellschafter dieser GmbH, wo er doch immer wieder betont, dass nur der Vamos e.V. zu 100% Gesellschafter ist. Warum veröffentlicht er im Unternehmensregister etwas anderes? Redlich ist das zumindest nicht.

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      • jj schreibt:

        Lieber Herr Klaus,
        vielen Dank für Ihren erneuten Kommentar zum Thema Arena mit bekanntem Inhalt. Dass Sie Herrn Hoppe nicht trauen und ihm viel andichten, habe ich mittlerweile verstanden. Gleichwohl werde ich nicht jede Ihrer Unterstellungen veröffentlichen. Wenn Sie so in Sorge sind, legen Sie einfach Widerspruch beim Landkreis ein, schalten Sie den Petitionsausschuss des Landtages ein oder reichen Sie eine Klage ein. Es gibt viele Möglichkeiten, wir würden sogar darüber berichten – ach ja, da müssten Sie ja Ross und Reiter nennen. Lg hhjenckel

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  15. Antonia Mühlenberg schreibt:

    Guten Tag, Alexander Schwake,

    Sie führen Ihre Chancen, das Landtagsdirektmandat für die CDU zurückzuerobern, nicht etwa – wie wir alle – auf das Unvermögen Ihrer Mitbewerber zurück. Ihr Vorteil liege vielmehr darin, verrieten Sie kürzlich (https://www.alexanderschwake.de), »kein klassischer Politiker« zu sein, und Sie kokettierten sogleich: »Die gängigen Phrasen des Politbetriebs beherrsche ich nicht.«

    Und wie erfrischend Ihr politischer Stimmenfang klingen kann, bewiesen Sie stante pede. So wünschten Sie sich, daß »Menschen denen, die sie gewählt haben, wieder vertrauen können«, was bei Ihnen der Fall sei, denn »Alexander Schwake steht für eine gute Zukunft«. Doch damit Sie »den Menschen ein gutes Leben ermöglichen« können, müsse sich »die Region« nicht nur »radikal ändern«, sondern brauche obendrein »eine tiefgreifende Erneuerung«. Gerade jetzt, wo »wir uns in einer radikalen Transformationsphase befinden«, sei es wichtig, daß wir »uns jetzt endlich aufraffen«. Wenn sich alles grundlegend ändert, ist Veränderung also besonders wichtig – klingt logisch.

    Aber wie könnte das gelingen? Sicherlich so: »Der Schlüssel dazu liegt bei der Mittelschicht, sie bildet den Sockel unserer Demokratien … Der Arbeitsmarkt muß geöffnet werden, die Ausbildung muß verbessert werden, und das Schulsystem sollte wieder die Chancengleichheit befördern.« Wichtig sei außerdem, das »Wachstum wieder anzukurbeln«. Mon dieu! Daß da niemand vorher drauf gekommen ist!

    Beim Blick in die Kristallkugel von Dr. Buller kamen Sie dann noch zu der besonders waghalsigen Prognose: »Ich glaube, die kommenden Jahre werden entscheidend sein für unsere Zukunft.« Und ein Glück, Alexander Schwake, daß Sie die ansonsten so nichtssagende Wahlkampfrhetorik einmal richtig aufwirbeln. Oder wie Sie am Ende noch einmal bekräftigten: »Ich werde und möchte nicht auf Floskeln ausweichen, das ist eine Politikerkrankheit.«

    Vor diesem Hintergrund würde ich gerne von Ihnen hören, in welche originellen Worte Sie Ihre von abgegriffenen Redensarten, leerem Gewäsch und petrifizierten Plattitüden freie Meinung zum Thema „Arena“ kleiden.

    In großer Vorfreude verharrend

    Antonia Mühlenberg

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  16. Stefan König schreibt:

    Berichtigung: In der Mitte des zweiten Absatzes habe ich mich verschrieben. Der Satz muss lauten: Eli Pariser »warnt davor, dass wir uns „nur noch eingeschränkt neuen Informationen“ stellen, welches unsere Sichtweise unmerklich abschnüre und verarmen lasse.«

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  17. Friederike Danckwardt schreibt:

    Ich würde gerne von Ihnen erfahren, W A R U M diese Leute, Herr Fahrenwaldt, und all die anderen Beiträger hier, mit Ausnahme von Herrn Mencke und Ihnen, G E G E N die Halle in dieser Form sind, Herr Jenckel. Was glauben Sie? Sogar SVG-Mannschaftsarzt Thomas Buller und Erwin Schneller, sein beredter Countertenor, haben Bauchschmerzen mit D I E S E R liederlich durchgefuddelten Mogelpackung. Sind alle diese Personen vom Satan verblendete, missgünstige Neider? Oder fehlt es denen einfach, anders als Ihnen, an Einsicht in pragmatische Notwendigkeiten, nach denen ein Eisen im Lüneburg von heute geschmiedet werden muss, solange es heiß ist, selbst wenn Esse und Amboss kilometerweit auseinander stehen?

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    • jj schreibt:

      Wenn das eine Mogelpackung ist, dann sind Sie verpflichtet, als guter Bürger die Anti-Korruptionsbehörde einzuschalten. Adresse: Auf dem Michaeliskloster. Denn der Landkreiskreis plant und baut, wenn gebaut wird.

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      • Friedel Danckwardt schreibt:

        Das ist gewiss eine Auskunft von sehr hohem Nutzwert, lieber Herr Jenckel! Leider umschiffen Sie, indem Sie diese erteilen, erneut die erstgeborene Frage und auch ihre beiden kleinen Geschwister. (^_~)

        Honi soit qui mal y pense!

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  18. Martin Witte schreibt:

    Hallo Herr Jenckel,

    Herr Kreistagsabgeordneter Karlheinz Fahrenwaldt von den Lüneburger LINKEn hat oben darüber informiert, dass in dem mehrfach angesprochenen Sporthallen-Gutachten der Stadt für den Schulsport ein Überhang von mehr als 3.000 Quadratmetern festgestellt wird, was mehr als 18 Volleyball-, 36 Badminton-, 7 Basketball- oder 4 Handballfeldern entspricht. Resümierend wird in diesem Hallenbedarfsplan von April 2016 hervorgehoben, dass „der für den Schulsport sich unmittelbar ergebende Bedarf VOLLSTÄNDIG ABGEDECKT werden konnte.“ Sie selbst hatten in Ihrer Entgegnung auf den ersten Kommentar zu Ihrem Text (von Frau Hölscher, ganz oben) verkündet: Man möge Ihnen solche Gutachten vorlegen, denn DAS werde alles ändern.

    Das ist geschehen. Hat sich damit alles geändert? Und falls nicht gleich alles, ist dann nicht wenigstens der ohnehin prekäre (wie Frau Bauschke oben nachweist) Verweis auf die bedürftigen Schulkinderlein als vorgeschützt entlarvt?

    Der Kreistagsabgeordnete Fahrenwaldt stellt weitere Fragen, auf die ich mir auch einen Bescheid von Ihnen wünschen würde:

    a- „Wenn es nur um die bundesligataugliche Spielstätte für den Volleyball, Hockey oder ähnliche Randsportarten geht: Warum wurde der Ausbau der MTV-Sporthalle 1 am Kreideberg, die der Stadt schon vom Verein angeboten wurde, nicht geprüft?“

    b- „Warum wird bei der Renovierung der beiden Dreifeldhallen in Kaltenmoor nicht die entsprechende Ertüchtigung der einen Halle geprüft?“

    c- „Es besteht meines Erachtens kein Zeitdruck“, schreibt der langjährige Kreisabgeordnete außerdem. Warum wird aber dann von Ihnen so viel Druck aufgebaut, Herr Jenckel?

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    • jj schreibt:

      Die Studie ist von 2014, die von Herrn Fahrenwaldt genannten Zahlen sind richtig.
      Herr Fahrenwaldt ist gegen den Hallenbau.
      Ich nicht, wenn sie nicht durch Baukosten und Betriebskosten zu Grundblei in den Bilanzen von Stadt und Kreis wird.
      Zurzeit plant der Kreis, dass abzubrechen, hat nur der Kreistag in der Hand.
      Die Planung durchzusetzen, wenn man das Baukosten-Risiko nicht steigern will, muss zügig gehen.

      Ihre Ertüchtigungspläne in Kaltenmoor oder am Kreideberg sind vor dem Hintergrund von Lärm, Umwelt, Verkehr und Stadtentwicklung (Baugebiete) wenig tauglich. Aber das wissen Sie sicher auch. LG

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      • Martin Witte schreibt:

        Aber das Schulkinderargument ist hinfällig, weil vorgeschützt. Sind wir uns da einig? Dass Sie eine Veranstaltungshalle möchten, kann ich verstehen. Aber warum an einer Stelle, die sich nicht eignet? Und warum unter Umständen, die nötigen, von vornherein Geld aus dem Fenster zu werfen, um Dummheiten des ersten Versuchs zu kaschieren, die den Kostendruck erst erzeugt haben und weiter erzeugen?

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      • jj schreibt:

        Wenn der Landkreis als Planer und potienzieller Bauherr hier Steuergeld verschwendet, wie Sie glauben, dann ist der Kreistag am Zuge, das zu unterbinden. lg

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      • Martin Witte schreibt:

        So ist es!
        Hoffen wir mal, die Damen und Herren finden diesmal die Zeit, die Verträge und Vertragsentwürfe zu lesen.

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      • Karlheinz Fahrenwaldt schreibt:

        Lieber Herr Jenckel,
        Dass ich gegen die Halle sein soll ist nicht richtig. Unsere Fraktion hat einstimmig dem Prüfauftrag im Kreistag zugestimmt. Allerdings gehöre ich zu den Bedenkenträgern, die sowohl den Standort als auch die Finanzierung skeptisch sehen und den angeblichen Zeitdruck als vorgeschoben erachten. Für mich ist es wichtig, dass unter der Förderung des Spitzensports der Breitensport nicht leidet. Darüber hinaus würde für den Volleyball eine Halle für ca. 1500 Zuschauer bundesligatauglich sein. Die Prüfung der von mir aufgezeigten alternativen Hallen scheint ja nicht erfolgt zu sein. Meine Vision ist ein Sport- und Eventpark mit einer Mehrzweckhalle und angegliedertem Fußballstadion für den LSK. Idealer Weise wird die Halle von einem landkreiseigenem Unternehmen betrieben, um eine Querfinanzierung zwischen profitablen Großveranstaltungen wie DJ Ötzi und weniger profitablen Events zu ermöglichen. Dafür gibt es rund um Lüneburg auch geeignete Plätze (TKK, Flugplatz, Bilmer Berg). Hauptproblem wird nach wie vor die Finanzierung sein.

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      • jj schreibt:

        Vielen, vielen Dank Herr Fahrenwaldt, für die nuancenreiche Erklärung.
        Als Bedenkenträger, wie Sie sich titulieren, kann nichts schiefgehen, wenn was schiefgeht. Und es geht ja immer was schief. LG hhjenckel

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  19. Klaus Bruns schreibt:

    Lieber Herr Jenckel, Der Landkreis plant und baut die Halle unter der Maßgabe, dass sie finanzierbar ist, dass sich unter dem Gesichtspunkt der Finanzierbarkeit ein Betreiber findet, dass Lärm- und Umweltgutachten grünes Licht signalisieren und die Verkehrsanbindung abgesegnet wird.
    wie soll das gehen, wenn alle hoch verschuldet sind? sie haben doch selbst die frage gestellt, welche event-halle sich in deutschland rechnet?

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  20. Arne Tabatt schreibt:

    Hallo Herr Jenckel,
    kann man Ihre generelle Haltung zu dieser Sache mit dem Spruch charakterisieren: „Besser den Spatz in der Hand als eine Taube auf dem Dach“? Also besser die Inanspruchnahme eines unvollkommenen, aber sicheren Vorteils gegenüber der ungewissen Aussicht auf einen großen und vernünftigen? Ist das nicht die Nobilitierung einer Philosophie des Durchwurstelns? Liegt im Sich-Zufriedengeben nicht etwas Resignatives? Lässt sich so nicht jeder Missgriff schönreden?

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    • jj schreibt:

      Lieber Herr Tabatt, weder Spatz noch Taube.
      Der Landkreis plant und baut die Halle unter der Maßgabe, dass sie finanzierbar ist, dass sich unter dem Gesichtspunkt der Finanzierbarkeit ein Betreiber findet, dass Lärm- und Umweltgutachten grünes Licht signalisieren und die Verkehrsanbindung abgesegnet wird. Da sind schon einige Untiefen zu umschiffen.
      Die Stadt Lüneburg zum Beispiel gibt 1,3 Millionen für den Bau und für Betrieb und Tilgung 250 000 Euro im Jahr – mehr ist nicht drin.

      Sie argwöhnen gleich Durchwursteln und Missgriff. Sie wollen Sicherheit, Sicherheit, Sicherheit. Tatsächlich scheinen Sie ein Anhänger der deutschen Rund-um-Versicherungs-Gemeinde. Leider können Sie im Leben zwar alles versichern, es ist aber nicht sicher, tatsächlich können Sie am Bau alles berechnen, es kommt aber oft genug doch anders.

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      • Arne Tabatt schreibt:

        Ja, ich argwöhne Durchwursteln und Missgriff! Aber nicht gleich, sondern nachdem ich den Verlauf der Komödie über mehr als ein Jahr mit Argusaugen verfolgt habe. Oben hat einer beschrieben, wie oft der Plot inzwischen umformuliert worden ist. Keiner kann die Bären mehr zählen, die den Lüneburgern schon alle aufgebunden werden sollten. Nur die Hauptrolle ist immer mit Klaus Hoppe besetzt. Stöbern Sie einmal durch ihr Archiv unter dem Stichwort „Arena“. Sie werden das für ein absurdes Theaterstück aus der Feder von Alfred Jarry oder Harold Pinter halten.

        Und Sicherheit, Sicherheit, Sicherheit, nämlich den schnellen Schuss, wenn auch ins falsche Gelände, möchten doch ganz offenbar Sie. Denn da werden Sie den Hasen gewiss strecken. Nur ist der aus Pappe und nicht aus Schokolade. Ich plädiere für Ruhe und Beständigkeit im Handeln, das auf eine unsichere, weil vermutlich nur mittelfristig erreichbare, aber dafür dem Gemeinwohl tatsächlich dienliche Anlage zielt — und nicht auf eine weitere Marketingfassade zum Wohlergehen der „Happy Few“.

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  21. Klaus Bruns schreibt:

    Mehr noch. Die Mittelschicht erhält nicht nur Geld, das direkt auf das Konto fließt. Sie profitiert auch stärker als die Unterschicht von öffentlichen Einrichtungen wie Musikschulen und (Sporthallen), die hoch subventioniert sind. Das legen Daten nahe, die am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) für die FAZ erhoben worden sind. Sie stammen aus dem „Sozioökonomischen Panel“ (SOEP), einer Forschungseinrichtung am DIW, die jedes Jahr 23 000 Deutsche befragt und dessen Umfragen von Wirtschafts-Nobelpreisträger James Heckman mit ausgearbeitet werden.

    Rund 60 Prozent der Deutschen gehören zur Mittelschicht
    Die Mittelschicht verteidigt ihre Ansprüche. Statt dies offen auszusprechen – das schickt sich nicht – camoufliert sie die Bewahrung des Status quo als soziale Wohltat im Interesse der Armen. Das ist keine ungeschickte Legitimation.

    Wer die Armen wirklich fördern will, lässt ihnen die Leistungen lieber direkt zukommen. Das ist günstiger. „Hätten wir von Anfang an auf Effizienz geachtet, hätten wir vermutlich ein anderes System, in dem die Mittelschicht deutlich weniger bekommt“, sagt SOEP-Forscher Markus Grabka. Dann allerdings wäre das Jammern der Mittelschicht noch lauter als heute.

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  22. Rita Böttjer schreibt:

    Lieber Herr Chefredakteur Jenckel,

    ich habe zwei Anmerkungen:

    Zum einen fällt es mir sehr schwer, Ihren schönen Blog aufzufinden, seitdem Sie das Kästchen mit Ihrem Bild von der LZ-Ankunftsseite entfernt haben. Wenn mein Enkel mir nicht hilft, finde ich kaum mehr her. Haben Sie eine Idee, wie Sie uns älteren Lesern das Ansteuern Ihres Forums erleichtern könnten?

    Zum anderen empfinde ich diesmal sehr stark, wie vehement Sie für den Gegenstand Ihres Meinungsbeitrags Partei nehmen und wie ungeduldig Sie mit Ihren Kritikern und Fragestellern verfahren. Immerhin antworten Sie manchem Leser. Das ist mehr, als die Ratsherren Adam und Löb seinerzeit geben konnten. Doch Ihre Erwiderungen waren diese Woche in der Sache sehr von oben herab und zeugen von deutlichem Unwillen, die erbetenen Erklärungen zu geben. Zusätzlich verstärken Sie besonders mit Ihrem Schlußsatz den Druck auf Kreisrat Krumböhmer erheblich. Überzeugungen sind wichtig. Aber sollten Sie Ihre nicht mit Gründen statt mit Belehrungen verteidigen? Denken Sie nicht, daß kurz angebundenes Ausweichen und Rüffeln dem von Ihnen angestrebten Bürgerdialog wenig förderlich ist?

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    • jj schreibt:

      Ich bin durchaus nicht kurz angebunden, und ich hoffe, dass ich meine Meinung auch verteidige. Bei Meinungsbeiträgen, nur die finden Sie im Blog, bin ich ganz Partei.

      Und ich freue mich, wenn Sie den Blog lesen, Sie müssen einfach nur dem Link folgen. lg hhjenckel

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      • Rita Böttjer schreibt:

        Link ist die Kurzform für „Hyperlink (englische Aussprache [ˈhaɪ̯pɐˌlɪŋk], deutsch wörtlich ‚Über-Verknüpfung‘, sinngemäß elektronischer Verweis), kurz Link, ist ein Querverweis in einem Hypertext, der funktional einen Sprung zu einem anderen elektronischen Dokument oder an eine andere Stelle innerhalb eines Dokuments ermöglicht.“ (Wikipedia)

        Aber das ist es ja gerade, Herr Jenckel. Ich finde das Kästele mit Ihrem Bild nicht mehr, wo dieser Verweis drinsteckt. Wo kann ich es entdecken?

        Mir ist klar, was ein Meinungsbeitrag ist. Aber Sie müssen, wenn Sie gefragt werden, schon auch schreiben, warum Sie diese vertreten. Man kann doch nicht einfach für irgendwas sein, nur weil es sich durchsetzen lässt. Das hatten wir doch ab ´33 im zwölfjährigen Reich schon einmal alles. Geld und Moral aus dem Fenster schmeißen, ist ganz einfach. Zum Bohren dicker Bretter gehört dagegen ein Wille, der sich seiner Legitimität in der Auseinandersetzung mit abweichenden Vorstellungen versichert und auch bereit ist, unerlässliche Korrekturen zu ertragen.

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      • jj schreibt:

        Also, es führen ja mehrere Wege nach Rom:
        Entweder sie legen sich ein Lesezeichen an für:
        https://www.landeszeitung.de/blog.jj
        Dort finden Sie auch immer den Link.

        Auf der LZ-Seite finden Sie unter „Neueste“ auch immer einen Hinweis, wenn es einen neuen Blog gibt.

        Oder, noch einfacher, Sie gehen direkt auf die Seite
        http://www.jj12.wordpress.com

        Und wenn Sie informiert werden wollen, sobald ein neuer Blog erscheint, dann nehme ich Sie auch gerne in meinen Mail-Verteiler auf. Dazu muss aber die Adresse stimmen. LG

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      • Rita Böttjer schreibt:

        Ah, sehr gut. Vielen Dank, Herr Jenckel. Der Matthias, mein Enkel, hat es mir nun „eingerichtet“, wie er das nennt. Das Kästchen befindet sich nun nicht mehr auf Ihrer Zeitungsseite, sondern bei mir auf dem Computer oben links. (Daher „Link“ ?) Ich danke Ihnen für Ihre Geduld mit mir und lasse mich auch gerne von Ihnen benachrichtigen.

        Nach wie vor bin ich begeistert von Ihrem Forum und empfehle es kräftig weiter. Auch der Dechant Pfarrer Carsten Menges sieht hinein und hat regelrecht einen Narren an Ihnen und Ihren vielen klugen „Gästen“ gefressen. Und Frau Michels-Honrichsen, die ja nun schon fast zwei Jahre in Berlin wohnt, schrieb mir vor einigen Wochen, sie delektiere sich ebenfalls immer noch an dem Auf und Ab.

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  23. Klaus Bruns schreibt:

    Lieber Herr Jenckel, zitat von ihnen:Vielleicht auch, weil wir nicht möchten, dass das Leben nur von Tristesse bestimmt wird.
    Mein Kommentar dazu konnten sie hier schon lesen. die mittelschicht braucht abwechselung ist aber extrem selten bereit , alle kosten dafür zu übernehmen. erichs lampenladen war das beste beispiel. abwechslung und anerkennung für denkmäler wird egal unter welchem system gesucht und gefunden. selten haben die ,,kleinen leute,, etwas davon und wenn ,dann nur kurze zeit. sehr schnell ist die mittelschicht wieder untersich ,da sie ja weiß, wann sie klatschen muss. siehe elbph. .

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  24. Wanja schreibt:

    Probleme im 2. Akt

    Inhalte, Akzentsetzungen, Begründungs- bzw. Motivstruktur, Handlungsverlauf und Erzählzwecke des „Arena-Narrativs“ von Ulrich Mädge und Manfred Nahrstedt haben inzwischen so verwirrend häufig gewechselt, wie Donald Trump in den vergangenen hundert Tagen seine Ansichten zu praktisch jedem Thema – mit Ausnahme seiner eigenen Großartigkeit. Ich arbeite momentan an einem Drehbuch, das die Multifunktionshallenstory allegorisch durchleuchtet, habe aber eine üble Blockade und komme partout nicht weiter. In der betreffenden Szene geht es um zwei halbnackte Brünette, die sich auf dem Sofa zusammenkuscheln und plötzlich Hunger bekommen. Als der Pizzabote klingelt, merken sie, daß sie nicht nur nichts zum Anziehen, sondern auch absolut kein Geld haben. Wenn irgend jemand eine Idee hat, wie die Story weitergehen könnte, wäre ich überaus dankbar für Vorschläge!

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    • Thomas Heidemüller schreibt:

      Auch der Heidemüller meldet sich zu dieser nun anstrengenden, aber wohl hoffentlich nützlichen Diskussion:
      Recht hat sie, die Kreistagsabgeordnete der Grünen, Frau Bauschke:
      Viele Bürger – nicht alle – des Landkreises Lüneburg wollen sie, die Halle, die soziale Einrichtung des Landkreises als Mittelpunkt der Begegnungen im Herzen der Hauptstadt Lüneburg des dahin geschmolzenen Fürstentums, des Regierungsbezirkes und des nunmehrigen kleinen Landkreises Lüneburg für seine Stadt:
      Aber wie in früheren absolutistischen Zeiten, als noch der Glanz des Schlosses auf das Rathaus fiel – heute richtet man ja da die Bescholtenen, Korrupten und versucht die Guten und Schlechten gegenüber von dort zu trennen – hält man es heute weiter so zwischen Stadt und Land, zwischen Räten und im Kreißsaal-Tagenden. Der eine will mit dem anderen und kann doch nicht gegenseitig an einem roten, weißen, grünen, gelben oder schwarzen Faden ziehen und ein Seil daraus drehen – eher wird es zum Strick.
      Recht hat sie, die Frau Bauschke; ist stellvertretende Landrätin und grün – aber nicht hinter den Ohren:
      o Es fehlt ein Nutzungskonzept: kein Einvernehmen zwischen Stadt und – was wollen wir denn? Sport, Event, Kongress ohne Gastronomie und kleinem Klo? Die nächste falsch dimensionierte 3-Feld-Sporthalle im Industriehallen-Look und Bautechnik für 20-jährige Abschreibungen eines Bauträgers als einstürzende Neubauten
      o Ohne Bedarfsanalyse, denn den Abstieg der SVG Volleyball können wir für 20 Jahre damit nicht garantieren oder den Aufstieg der Handballabteilung des MTV nicht verhindern? Ebenso könnte doch die Faustballgruppe des RSV zu Glorien aufsteigen – das Musical „Es blüht auf der Heide und grünt wie in Spanien wenn My faire Lädi“ sich wieder meldet – 7 Jahre Spielzeit in einem Haus
      Oder aber laden wir doch mal die wachsende gelb-blaue Partei hierher zu deren Bundestag von Herrn
      o Den ortsansässigen Betreiber haben wir doch – aber er darf dann ja doch noch neu mitplanen! Vielleicht gelingt es ihm dann mehr Klo’s an richtiger Stelle einzubauen und das Bedarfs- und Frau Bauschke hatte schon am 19.12.2016 in ihrer Kreistagsrede davon gesprochen!
      o Dann werden wir auch ein Verkehrskonzept bekommen dem man eben nicht in eine Sack-Gasse zum Katastropheneinsatz von einer Seite fährt und zum Glück! ja nur wenige entgegenkommen, weil die geringen Parkplätze ja nur mit einem Shuttle gesucht und gefunden werden können!
      Und dann hatte sie noch eine ganz merkwürdige Frage gestellt – so einfach nach den Kosten! Gewerbliche Nutzung ist angesagt, damit über die Mehrwertsteuer verhandelt werden kann! Also wo ist die erforderliche Planungs-, Betreiber- und Verwaltungsgesellschaft (PBV GmbH) des Landkreises, die dann das nun mittlerweile Kostenpaket von fast 20 Millionen Euro mit erforderlichen Dispositionen bewegen kann?
      Wie dieser Kuchen aufgeteilt wird, stellt sich doch dann wenn eine eindeutige Haushaltsunterlage zum Baugeschehen aufgestellt ist.
      Dies geht aber nach den Ausführungen des 1. KR zum Planungsstand vom 8.2.2017 (große Planerrunde mit hauseigenem LüWo-Bau-Controller) eines „Entwurfes“ des Gesamtkonzeptes nicht. Es hat sich nur ein Bau-träger zur Sicherung seiner Pfründe wie früher beim Rat angebiedert, hat eine Ratsherren-Klassenfahrt nach Vechta organisiert und aus der Parkhaus-Runde zum Ja-Sagen animiert. Jetzt will er die bei Ebbe der Ilme-nau erkennbaren Flächen mit einer „fixierten“ Vorplanung – ich bin ja nicht ganz ausgestiegen – schnell und unter Druck, fast zwangsweise, an den Landkreis verkaufen (nicht die Stadt soll am Grundstück kleben!). Und er bereits, ß auch dieses problembeklackerte Grundstück zur Kampfsituation (man hat ja schon mal eben die Wohnungen beseitigt bevor jemand erkennt, Wohnungen und Gärten waren in Takt) anderweitig angeboten werden kann. Und der Gutachterausschuß rechnet schon mal mit einer verbesserten Infrastruktur, einer neuen Bauleitplanung und ein bisschen teurer darf’s ja doch immer werden …
      und dann fordern wir noch von den Planern, macht mehr Pläne, zeichnet erklärt was ihr nicht geplant habt! – genehmigt wird’s doch …

      Sollte der Bauträger eine soziale Ader erkennen, würde er doch glatt seine Grundstücks-beteiligung am Lucia Gelände in verkehrsgünstigster Lage zum Hauptbahnhof, zur ICE-Station, zur Verfügung stellen, seinen Part-ner zur Tat ermutigen, den auf wundersame Weise seit Jahren verschleppten Bebauungsplan nach Aufstellungsbeschluss in die Schublade versenken. Hier gibt es sogar Interessenten zum Gesamtbetrieb, zum Gesamtinvest, der Multifunktions- und Eventhalle, des Kongressbereiches mit Hoteleinrichtungen. Dies Konzept, das bereits der Berater des Landkreises, die Bevenue GmbH aus München und BulwienGESA AG aus Hamburg, mehrfach gutgehend den Kommunen in Nord und Süd angeboten und realisiert haben, lässt sich auch in Lüneburg einbringen, wenn nicht in gleicher Formation die vielen Köche in der Parkhaus-Lobby sich anders vorentschieden hätten.
      Ein Flugplatz-Sportpark mit eben den gleichen Einrichtungen kann sich erst planen und realisieren lassen, wenn der Bestand der Theodor Körner Kaserne, die Wandlungen zur neuen Nutzung am Standort Lüneburg mit dann dort fehlenden 2.000 WE, den Sonderflächen der Bundeswehr und BundesImmobilienAnstalt (BIMA), geklärt ist. Dies wird aber bei Flugbetrieb am Flugplatz bis Jahresende und den heutigen schwachen Planerkapazitäten der hiesigen Bauverwaltungen bei Stadt und Kreis erst im Jahr 2020 ermöglicht. Hat die Stadt denn ein Wohnungsbauprogramm WP 21 für 2021 aufgelegt, in dem gerade diese sich abzeichnende Entwicklung nicht enthalten ist und mit allen damaligen Ratsparteien abgeschlossen? Warum wehren sich die Verwaltungsvertreter gegen einen neuen Flächennutzungsplan der Hansestadt (jetziger Stand 1981)?
      Müsste man sich etwa zu Sondergebieten (SO für soziale Einrichtungen nach Baunutzungsverordnung und Baugesetzbuch) Standorten einer Multifunktionshalle bekennen? Würde sie dann dort konzipiert wo sie sinnvollerweise wäre? Eventuell sogar in der Stadt? An der Willy-Brandt-Straße? Im Kurpark?

      Thomas Heidemüller

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      • Dirk Warnke schreibt:

        Lieber Herr Thomas Heidemüller,

        Ihr Beitrag ist lang, schlecht organisiert und darum verwirrend.

        Was ich verstanden habe, ist, Sie sind absolut gegen die Halle, so wie Sie jetzt teuer und ungenügend mit fahrlässig großer Eile zusammen gestümpert wird. Bei Ihrer Begründung lehnen Sie sich an die zentrale und auf ein absehbares Desaster deutende Mängelliste an, welche die B90/Grüne Abgeordnete, Frau Tanja Bauschke, dem Landrat Nahrstedt und seinen Leuten vorgelegt hat und die hinweist auf:

        ● fehlendes Nutzungskonzept
        ● fehlende Bedarfsanalyse
        ● fehlendes Betreiberkonzept und daraus folgend
        ● fehlendes Verkehrskonzept und
        ● fehlende verbindliche Kostenplanung,

        Alles Übrige von Ihnen Angeführte, lieber Herr Thomas Heidemüller, was wohl den Kontext anderer, zum Teil langjähriger Nachlässigkeiten und Ungereimtheiten von Verwaltungsseite ergeben soll, die dem Finden einer sinnvollen Lösung entgegen stehen, ist für einen durchschnittlichen, die Landeszeitung lesenden Bürger wie mich leider nicht zu entflechten. Wie wäre es, Sie würden Ihre Sachargumente ähnlich schematisch ordnen und in Beziehung setzen, wie es Frau Bauschke mit den ihren getan hat, damit auch für schlichtere Gemüter wie meines zu begreifen ist, wie der Sündenfall mit dem Verlauf der Weltgeschichte genau zusammen hängt?

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  25. Konrad schreibt:

    Sehr geehrter Herr Landrat Nahrstedt, lieber Oberbürgermeister Mädge, lieber Erster Kreisrat Krumböhmer, liebe Kreistagsabgeordneten, liebe Ratsmitglieder,

    »Alter schützt vor Torheit nicht.«

    Unter diesem Satz liegt ein hämisches Grinsen: Mit den Jungen hat man Nachsicht, wenn sie sich lächerlich machen, bei den Alten hört der Spaß auf. Bestimmt liegt das auch an den törichten Vorstellungen, die die Jüngeren so von den Alten haben und die bestimmt nicht mehr zeitgemäß sind, weil man heute auf so viele Weisen alt werden kann.

    Für immer wird die Verachtung nur jene treffen, die sich dem Altwerden verweigern, also etwa silberhaarige oder glatzköpfige Männer, die schnelle Autos fahren und um einige Generationen jüngere Frauen an ihrer Seite haben.

    Wir Jüngeren denken, wir werden mal anders sein: respektiert, vielleicht sogar ein bisschen weise. Wie stehen eigentlich die Chancen, dass das so kommt?

    Die Entwicklungspsychologin Judith Glück von der Universität Klagenfurt hat für eine Studie jene Menschen gesucht, die wir später gern mal wären: entspannt gealtert und immer noch flexibel. Sie hat nicht viele gefunden. »Die große Mehrheit wird leider nie weise«, sagt die Professorin. Woran das liegt, ist eine der großen Fragen ihres Forschungsgebiets. Im Alter kann man sich schwerer auf Neues einstellen, das ist normal, das Hirn baut ab. Sich Offenheit und Optimismus zu bewahren ist eine besondere Leistung. »Weisheit hängt nicht von Bildung ab«, sagt Glück. »Sondern davon, dass man sich mit schwierigen Erfahrungen auseinandersetzt und daraus lernt. Das gelingt wenigen.« Die Wahrscheinlichkeit ist also groß, dass die Jungen später selbst zu jenen gehören werden, die sie für Toren halten.

    Deshalb sollten wir alle, die Alten und die Jungen in unseren Kommunalvertretungen, die Mahnung von Ingeborg Bachmann beherzigen und – ab sofort – auch entsprechend handeln:

    »Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar.«

    Aus: Dankesrede bei der Entgegennahme des »Hörspielpreises der Kriegsblinden« am 17. März 1959 im Bundeshaus in Bonn. In: Werke Band 4 (Essays usw.). Piper 1978, S. 277

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  26. Susanne Jäger schreibt:

    Lieber Herr Pols, was würde Alexander Schwake, der „für eine gute Zukunft steht“ und der „den Menschen in der Region Lüneburg ein gutes Leben ermöglichen möchte“, Herrn Mädge, Herrn Nahrstedt und den Mitgliedern des Lüneburger Kreistages in dieser angespannten Situation herandrängender Entscheidungen wohl zurufen? „Ich glaube, wir müssen Klaus Hoppe, Andreas Bahlburg und Jürgen Sallier befähigen, ihr Leben wieder selber in die Hand zu nehmen, selber für ihren Wohlstand arbeiten zu können. Der Staat muss an den richtigen Stellen motivieren, schützen und Potenziale wecken“?

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    • Jürgen Wagner schreibt:

      Alexander Schwake, CDU-Landtagskandidat für Amelinghausen, Bardowick, Gellersen und Lüneburg, der sich auf dem Nominierungsparteitag des CDU-Kreisverbands Lüneburg am Freitagabend, den 31. März in Beneckes Gasthaus in Handorf in der Stichwahl mit 42 zu 34 gültigen Stimmen souverän gegen Niels Webersinn, seinen Fraktionsvorsitzenden und Gruppenchef im Rat unserer Hansestadt, durchsetzte, weil er mit einer strukturierten Bewerbungsrede brillierte, die viele Parteimitglieder ansprach, hat es oben genau auf den Punkt gebracht, was Klaus Hoppe, Andreas Bahlburg und Jürgen Sallier brauchen: „Diese Menschen wollen keine pauschalen Lösungen, sondern eine zukunftsorientierte Politik, die ihre Anliegen ernst nimmt.“ (Vgl.: https://www.alexanderschwake.de/)

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      • Dietmar Garbers schreibt:

        Sehr richtig. Und die Betonung liegt auf „ihre“ Anliegen! Wenn das nämlich mal nicht so ist, weil die „Bedenkenträgerei“ und die „Skepsis“ überhand nehmen (welche kleinkrämerische Sachwalter des Gemeinwohlgedankens die Frechheit besitzen, „Sorgfalt“ und „Umsicht“ zu nennen) kann es zu ärgerlichen Staus auf der Sonderautobahn derart spezialisierter „zukunftsorientierter Politik“ kommen. Da braucht man gar nicht bis nach Würselen zu fahren, um sich anzuschauen, was dann los ist. Es genügt schon eine Fahrradtour in den malerischen Ortskern von St. Dionys: https://www.landeszeitung.de/blog/aktuelles/627311-st-dionys-die-planungsziele-der-gemeinde-haben-sich-erledigt

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  27. Maike Schröter schreibt:

    Die Kreistagsmitglieder Petra Kruse-Runge (Grüne), Gisela Plaschka (FDP/Unabhängige), Alexander Blume (CDU), Stephan Bothe (AfD), Franz-Josef Kamp (SPD) und Frank Stoll (Linke) sehen alle die Notwendigkeit einer neuen Sport- und Veranstaltungsarena — neben der Ende diesen, Anfang nächsten Jahres hoffentlich fertig gestellten Stadt- und Kongresshalle von Daniel Libeskind an der Uelzener Straße/Universitätsallee.

    Trotz ihres grundsätzlichen Bekenntnisses zu einem weiteren großen Raum mit mehrgeschossiger Höhe und überwiegend besonderer Nutzung für hansestädtische Events jeglicher Art haben ALLE diese Abgeordneten erhebliche Zweifel, Bedenken und Fragen, was den Standort, die Finanzierung, die Risiken und viele bedeutsame Einzelheiten der Planung und des Betriebs betrifft.

    Die genannten Kritikpunkte sind vor allem:

    ››› die erheblichen generellen Informationsdefizite in den politischen Gremien (Kruse-Runge Grüne, Plaschka FDP/Unabhängige, Blume CDU, Stoll Linke, Bothe AfD)

    ››› das Tempo bei fehlender Gründlichkeit (Kruse-Runge Grüne, Plaschka FDP/Unabhängige, Bothe AfD)

    ››› die Problematik des Standorts und die Probleme des Grundstückerwerbs (Kruse-Runge Grüne, Stoll Linke, Bothe AfD)

    ››› die unklare Kostenenprognosen und die mangelhafte Finanzierungsplanung (Kruse-Runge Grüne, Plaschka FDP/Unabhängige, Blume CDU, Stoll Linke, Bothe AfD)

    ››› die ungeklärte Betriebskostenrisiken (Kruse-Runge Grüne, Plaschka FDP/Unabhängige, Blume CDU, Bothe AfD)

    ››› die ungewissen Auswirkungen auf die kommenden Kreishaushalte (Plaschka FDP/Unabhängige, Blume CDU, Bothe AfD)

    ››› die Auswahl von Bietern/Betreibern und die finanziellen Konsequenzen aus deren Ansprüchen (Plaschka FDP/Unabhängige, Blume CDU, Kamp SPD)

    ››› die Frage der ungeklärten Nutzungsschwerpunkte und Auslastung (Kruse-Runge Grüne, Plaschka FDP/Unabhängige, Kamp SPD, Blume CDU, Stoll Linke)

    ››› Zweifel an der Auslastung und Wirtschaftlichkeit (Plaschka FDP/Unabhängige)

    ››› Parkraummangel und defizitäre Verkehrsanbindung (Plaschka FDP/Unabhängige, Kamp SPD)

    ››› ungenügender Brand- und Lärmschutz (Kamp SPD)

    ››› fehlender Schulsportraum (Kruse-Runge Grüne, Plaschka FDP/Unabhängige)

    Quelle: https://www.landeszeitung.de/blog/aktuelles/626971-arena-lueneburger-land-2

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  28. Anton Reiter schreibt:

    Wo bleibt Niels Webersinn? Wann äußert sich der mächtige Fraktionsvorsitzende der Lüneburger Christdemokraten endlich einmal zu einem Thema, das die Herzen der Bürgerinnen und Bürger aufwühlt?

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  29. Peter Schuster schreibt:

    Sehr geehrter Herr Pauly,
    wie stellen sich aus Ihrer Sicht die Zwänge und Chancen dieses Bauvorhabens dar? Dass etwas im Sport- und Veranstaltungsbereich getan werden muss, ist, glaube ich, unumstritten. Nur warum wieder mit derart viel Unaufrichtigkeit von Anfang an? Um dann im Schlamassel zu sitzen und Hinterzimmerabmachungen entsprechen zu müssen? Warum krempelt man nicht einfach die Ärmel hoch und sagt: So jetzt suchen wir nach einem sinnvollen Konzept für alle Anspruchsgruppen, schauen, dass wir einen geeigneten Standort finden und legen los? Was soll das mit einer 15 bis 20 Millionen-Arena, die auf der Vresdoprfer Heide zwischen Industriebetrieben eingeklemmt ist, viel Ärger nach sich ziehen wird und keine Ausbaumöglichkeiten für die Zukunft bietet?

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  30. Valentin schreibt:

    Eins wird immer deutlicher, das Projekt ist Nahrstedt nicht nur aus der Hand geglitten, er hat es durch seine Inkompetenz niemals in der Hand gehabt. Jetzt wird alles mobilisiert um doch noch den Anschein zu wahren, Herr der Lage zu sein. Er betet wahrscheinlich jede Nacht das der verblendete Kreistag zustimmt, damit sein verursachtes Desaster nicht vollständig an die Öffentlichkeit dringt. Ein Investor prescht in spekulativer Weise vor, ohne das die abschließenden politischen Entscheidungen erfolgt sind und soll jetzt großzügig durch weitere Aufträge entschädigt werden, für ein Projekt, dass dort noch nichtmal hingehört. Für das Geld, was Nahrstedt scheinbar bereits verplempert hat, hätte man das Dach der Gellersen Halle bestimmt schon anheben können. Die Zusagen, die Herr Nahrstedt dem Investor scheinbar schon lange im Vorfeld gegeben hat, würden mich mal interessieren. Der ganze Grundstückskauf mit sofortiger Verkündung des Hallenprojekts war doch schon eine Mauschelei und Durchstecherei vor dem Herrn. Die Details würden nur ans Licht kommen, wenn der Kreistag sich nicht weiter vor den Karren spannen ließe und einen Schlussstrich zieht. Davor hat Nahrstedt Angst.

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    • Klaus schreibt:

      Hier sind in der Tat Antworten fällig. Im Bundestag gebe es schon längst einen Untersuchungsausschuss.

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    • Klaus schreibt:

      Herr Jenckel, ich habe auch ein paar Fragen:
      Glauben Sie, dass Herr Mädge bei der Unileitung die Verlängerung für die Vamosnutzung für Herrn Hoppe durchsetzt, um ihn im Anschluss die Betreibung der Event Arena zuzuschustern? Wenn nicht, warum hat er es denn getan?
      Glauben Sie nicht, das man die Ausschreibung so gestalten kann, dass Herr Hoppe besonders in Frage kommt? Beim Café Neun wurde die Ausschreibung damals auch so gedeichselt, dass nur er als Betreiber in Frage kam. Er hat also Erfahrung.
      Waren sie mit Herrn Hoppe noch keinen Kaffee trinken und haben das feine Gespür bemerkt, andere für seine Interessen einzunehmen?
      Glauben Sie, das bei solch einer Eventhalle das Risiko ausschließlich bei der Stadt liegen sollte und die Chance ausschließlich beim Privatunternehmer?
      Glauben sie nicht, dass die meisten Stadthallen kommunale Betreiber haben, um ihre Interessen zu wahren?
      Glauben sie nicht das Privat bewirtschaftete Stadthallen in der Regel gepachtet sind, um das Chance Risikoverhältnis nicht einseitig zu gestalten?
      Glauben sie das auch die Sparkasse Herrn Hoppe als lokalen Geschäftspartner bevorzugt?
      Können Sie sich vorstellen, dass das Volleyball Sponsoring knallhartes Kalkül ist, um das eigentliche Ziel, die Eventhalle, zu bekommen?
      Erinnern sie sich an die Hoppe Show im Vamos vor der SPD Ratsfraktion? Da ist Herrn Hoppe mal kurz die Tarnkappe aus der Hand gerutscht.
      Fällt Ihnen auch auf, das bei Hoppes Petition für das Vamos nicht nur der Erhalt des Vamos gefordert wird, dem sicherlich die meisten zustimmen können, sondern auch ganz nebenbei für die Betreibung durch ihn gestimmt wird? Schön verpackt in: das Vamos ist doch für euch da…

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      • jj schreibt:

        Ich habe da auch Fragen:
        Neiden Sie Herrn Hoppe Talent?
        Neiden Sie Herrn Hoppe Erfolg?
        Sind Ihre Informationen auf der Höhe der Zeit?
        Könnte es sein, dass Sie sowohl in Sachen Vamos als auch Halle gerne spekulieren, immer den Hoppe im Sucher, und Fakten am Wegesrand nicht beachten, weil sie nicht in Ihr Vorurteil passen?

        LG und schönes WE

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      • Klaus schreibt:

        Herr Jenckel ich antworte Ihnen gerne:
        Ich glaube ich habe schon geschrieben, dass ich sein Talent bewundere.
        Erfolg gönne ich in der Regel und kann mich auch an anderer Erfolgen freuen. In diesem Fall halte ich den „Erfolg“ eher als Produkt Subventions- und Beziehungsbegünstigster Machenschaften und Strippenzieherei denn als Ergebnis unternehmerischen Handelns in wettbewerblichen Umfeld.
        Das ich H. Hoppe im Fokus habe liegt nicht an mir, sondern daran das er im Fokus steht, aufgrund der Tatsache, dass mit ihm als Betreiber Tatsachen geschaffen werden sollten und nach öffentlichen Unmut die Konstellationen nun geändert wurden und der Umweg über eine Ausschreibung genommen wird, dessen Ausgang mir nicht offen erscheint. Anzeichen für diese Spekulation gibt es nunmal zuhauf (ich wiederhole mich mal in der Nennung der Verlängerung des Vamos Pachtvertrages durch Bürgermeisterliche Unterstützung)
        Welche Fakten habe ich Ihrer Meinung nach nicht beachtet?
        Meiner Meinung nach habe ich Vorbehalte aufgrund des Bekanntwerdens etlicher Details der Vita Hoppe und der Abläufe dieser Arena Planungen und keine Vorurteile. Vorurteile wären es meiner Meinung nach, wenn keine Informationen vorlägen und trotzdem ein „Urteil“ getroffen würde.

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  31. Kevin Schnell schreibt:

    Sehr geehrter Ratsherr Dr. Buller,

    nein, eine okkulte Glaskugel besitzen Sie nicht und auch über mantische Fähigkeiten werden Sie nur in den engen Grenzen verfügen, die das Diagnostizieren dem Internisten nun einmal abverlangt. Aber, wie ich bereits geschrieben habe, Sie können (und müssen) diese Zahlen von den Prätendenten einfordern (oder den Verwaltungshäuptlingen Beine machen, damit die dies tun). Oder möchten Sie erneut auf der Grundlage von fadenscheiniger Selbstbeweihräucherungslyrik auf Hochglanzfolien und mit treuherzigem Augenaufschlag vorgetragenem Reklamegefasel über Millionenbeträge für einen Murks entscheiden, welche für das auch von Ihnen favorisierte „umfassende Konzept“ fehlen werden, wenn es früher oder später kommen MUSS und kommen wird.

    Leider bin ich nur ein kleiner, lokalpolitisch interessierter Beobachter und kein fachlich versierter Visionär und ausgefuchster Stadtplaner, der Ihnen „Kosten, Ausführung und den zeitlichen Rahmen“ für die Realisierung der integrierten Anlage „vorlegen“ kann. Mein Rat: sehen Sie zu, dass Stadt und Kreis sich aus den verrückten Verhandlungen zum unsinnigen Grundstückkauf an der Lüner Rennbahn schleunigst zurückziehen und stattdessen im Juni beim Flugplatz ein Areal von zehn bis fünfzehn Hektar für den bis Ende 2019 vorläufig fertig zu stellenden, aber jederzeit erweiterbaren Sport- und Veranstaltungspark erwerben. Und dann wird in die Hände gespuckt und ab geht´s ab Juli in die Planungs- und Realisierungsphase!

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  32. Thomas Buller schreibt:

    Sehr geehrter Herr Schnell,
    vielen Dank für Ihre Anregungen, die ich gerne annehme und ich kann Ihnen versichern, dass ich auch keine Kristallkugel besitze und in Zahlen benennen könnte was die Halle genau für die Zukunft bringt.Fakt ist, dass eine entsprechende Halle für Lüneburg wichtig wäre und darin sind wir uns ja einig.
    Zweifelsohne wäre eine Lösung für alle Ballsportarten und Veranstaltungen sehr begrüßenswert doch nach den Jahrzehnten der Diskussion ist bislang wenig Konkretes dabei rausgekommen, daher liegt die Befürchtung schon nahe ,dass es am Ende wieder so ausgeht.
    In jedem Fall wäre ich Ihnen für eine konkrete Vorstellung dieses umfassenden Konzeptes bzgl. Kosten, Ausführung und des zeitlichen Rahmens sehr dankbar.

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  33. Werner Fuchs schreibt:

    Mit dem Ergänzungsschreiben „des Landkreises“, also Manfred Nahrstedts (oben unter dem Text von H.-H. J.), wird nur behauptet, dass bereits weitere (kostspielige) Fakten geschaffen wurden. Offenbar hinter dem Rücken der Rats- und Kreistagsmitglieder, wenn ich mir die beklagenswert uninformierten Wortmeldungen von deren Vertretern hier so anschaue. Das Ergänzungsschreiben ist also die Blutgrätsche der Offensivverteidiger einer kleinkarierten, nicht zukunftsfähigen Hoppe-Lösung in der verkehrsuntüchtigen Enge an der Lüner Rennbahn. Über ein integrales, nachhaltiges Konzept (Multifunktionsanlage inklusive Halle und Stadion plus Trainigspark) im wohlverstandenen Gemeinwohlinteresse, heißt das, soll nicht mehr nachgedacht und gestritten werden! Die grauen Herren haben „für uns“ (jedenfalls vorgeblich) entschieden. Sie sind wohl das Volk.

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    • Luisa Weber schreibt:

      Nana, vorerst gibt es nur Pläne und Hoffnungen:

      Der Landkreis Lüneburg, für wen immer dieser Phantasiename steht, … plant zu übernehmen, hat Antrag gestellt, hat Ausführungsplanung begonnen, hat Tragwerksplanung so gut wie fertig, rechnet mit neun Monaten, wenn … Verhandlungen wie geplant laufen, der Kreistag zustimmt, die Aufträge zügig vergeben werden können …

      Man „plant“, man „beginnt“, man „hat so gut wie“, man „rechnet mit“, wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wär …

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  34. Klaus Bruns schreibt:

    wer macht druck? ach ja, lobbyisten, die ihr nächstes spielzeug auf kosten der allgemeinheit durchsetzen möchten. da die dummen bekanntlich wohl nie aussterben werden, werden sie auch hier wieder erfolg haben. randsportarten heißen nicht umsonst so. da aber gern der mittelstand abwechslung sucht und regelmäßig die ärmeren dabei zur kasse bittet, wird auch dieses hier wieder geschehen. wer wird wohl der nutznießer von subventionen sein? die sich keine eintrittskarten leisten können? diese werden immer mehr. kommunen schließen jetzt schon museen ,schwimmbäder , theater und ähnliches.

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  35. Ossarek Bruns schreibt:

    Liebe Sportbegeisterte,

    es gärt in der Lüneburger Sportwelt, ob es eine Arena oder Kartenhaus wird ist leider bisher ungewiss.
    Wir sollen mit stilltätiger Geduld abwarten.

    Aber diejenige Generation, die diese Arena zuerst entdeckt, macht eine historische Entdeckung.

    „Hier ruht Phaethon, der Lenker des väterlichen Wagens. Zwar konnte er ihn nicht steuern, doch starb er als einer, der Großes gewagt hatte.“

    und auf der Rückseite der Arena war zu lesen:

    „Der Verlust von Zeit ist noch wichtiger als der vom Geld, denn durch richtigen Gebrauch der ersteren kann der Verlust des letzteren oft wieder ersetzt werden.“

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  36. Thomas Buller schreibt:

    Ein Projekt dieser Größenordnung wird sicher immer kontrovers diskutiert werden und ruft immer wieder Skeptiker auf den Plan , die auch sicher ihre guten Argumente haben. Dennoch bleibt die Frage , will man diese Arena ?
    In den vergangenen Jahrzehnten wurde immer wieder viel über eine Veranstaltungshalle diskutiert, aber so dicht dran an der Realisierung war man noch nie. Wenn sich jetzt die Skeptiker durchsetzen ,wird sich so eine Möglichkeit nicht wieder ergeben und die Lüneburger werden mitansehen wie größere kulturelle Veranstaltungen um Lüneburg herum stattfinden ,der Spitzensport in andere Regionen abwandert oder ganz von der Bildfläche verschwindet . Hier würde man eine Chance verspielen Lüneburg noch attraktiver zu machen.
    Natürlich erfordert so ein Projekt Mut von allen Beteiligten und eine gute Planung,aber Stadt und Landkreis würden langfristig davon profitieren ,dabei noch mehr postive Aussenwirkung erzielen,die Attraktivität der Region verbessern und das Angebot für die weiter wachsende Bevölkerung ausbauen.
    Aus diesem Grund wäre es wünschenswert ,dass Stadt und Landkreis an einem Strang ziehen um so auch finanziell eine realisierbare Lösung zu finden.Denn wenn man will ,kann man vieles erreichen.

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    • Kevin Schnell schreibt:

      Sehr geehrter Herr Dr. Buller,

      belegen Sie bitte Ihren Attraktivitätsenthusiasmus MIT NACHVOLLZIEHBAREN ZAHLEN oder fordern Sie diese ein und präsentieren sie sie! Ansonsten müssen wir Ihre Euphorie als sympathisches, aber reines autosuggestives Wunschdenken nehmen. „Spitzensport“ ist NICHT gleich Spitzensport. Für Volleyball – auch auf Bundesliganiveau – interessieren sich weniger als ein Prozent der Einwohner in Stadt und Kreis!

      Ja, lieber Herr Dr. Buller, wir brauchen eine Mehrzweckhalle, aber keine unzweckmäßige, nur weil die gerade auf dem Wühltisch der Billigschnäppchen liegt !

      Wir brauchen eine Gesamtlösung für ALLE Ballsportarten (insbesondere auch für den LSK, der weit, weit mehr für „die Anziehungskraft“ unserer Stadt bewirkt, als es zehn SVGs könnten) UND für Veranstaltungen! Also, Herr Dr. Buller, aus DIESEN Gründen wäre es wünschenswert, dass Stadt und Landkreis an einem Strang ziehen um SO eine realisierbare, aber – auch finanziell – SINNVOLLE Lösung zu finden.Denn wenn man nur will, lieber Herr Dr. Buller, kann man vieles erreichen!

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      • Erwin Schneller schreibt:

        Sehr geehrter Herr Schnell,
        wenn sie schon Zahlen einfordern, dann erklären Sie doch bitte, wie Sie auf das von Ihnen angeführte eine Prozent Volleyballinteressierter in Stadt und Landkreis kommen. 800 Zuschauer, ausverkaufte Halle bei jedem Heimspiel der SVG sprechen da eine andere Sprache; mehr als das Doppelte beim Auswärts-Heimspiel in der CU-Arena in Hamburg-Neugraben an einem Mittwoch – ebenfalls ausverkauft; ca. 1000 mitreisende SVG-Unterstützer beim Pokalfinale in Halle/Westfalen. Es handelt sich dabei wohl kaum jedes Mal um die gleichen Leute – schließlich sind das nicht alles Dauerkartenbesitzer. Ebensowenig würde ich die tatsächliche Besucherzahl bei den LSK-Heimspielen mit der Zahl der Interessierten gleichsetzen. Aber nicht jede/r Interessierte macht sich bei jedem Heimspiel auf den Weg zur Halle oder zum Stadion; im Falle der SVG bekommt man ja bei vielen Spielen keine Karten mehr.
        Warum der LSK viel, viel mehr für die Anziehungskraft der Stadt getan haben soll, erschließt sich mir nicht. Regional hat der LSK bei Fußballinteressierten sicherlich einen bekannten Namen; überregional wird er vermutlich nur wahrgenommen, wenn ihm in der ersten Runde des DFB-Pokals ein Erst- oder ein bekannter Zweitligist zugelost werden wird. Ihrer These halte ich entgegen, dass deutlich mehr Sportinteressierte in Berlin, München, Frankfurt oder am Bodensee etwas mit
        dem Namen SVG Lüneburg als mit dem LSK verbinden.
        Als (Spitzen-)Sportinteressierter hoffe ich, dass es in Lüneburg in naher Zukunft eine (Volleyball-)bundesligataugliche Sport- und Veranstaltungshalle UND ein schmuckes Fußballstadion geben wird, wie es die CDU auf ihren Wahlkampfplakaten versprochen hat, falls ich das richtig interpretiert habe. Insofern stimme ich Ihnen zu, dass ein Gesamtkonzept am sinnvollsten wäre.
        Mit freundlichen Grüßen

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    • Kevin Schnell schreibt:

      Sehr geehrter Herr Schneller,

      es ist nicht meine Aufgabe, Ihnen irgendwelche Zahlen zu erklären. Belastbare Daten (Vereinsmitglieder, Fan-, Zuschauer- und Besucherzahlen, Medienresonanz [Print,TV, Radio und Online], Einnahmen, Ausgaben und weitere Impactfaktoren) über einen der Erkenntnis dienlichen, hinreichend langen Beobachtungszeitraum vorzulegen, ist die Pflicht des SVG-Managements, in dessen Namen und auf dessen Betreiben hin demnächst viele Millionen Euro an Steuergeld ausgegeben werden sollen, weil es sich bei dem Produkt dieser Entertainment-Unternehmung angeblich um „wirtschaftlich bedeutsamen Spitzensport“ handelt, der „die Anziehungskraft der Region“ erhöht. Sie werden mir zugeben, dass hier hauptsächlich mit windelwollewolkenwachsweich wabernden Werbevokabeln gewunken und gewurstelt wird, deren harter, wertschaffender Kern – so dieser überhaupt vorhanden ist – nur schwer in den Blick geraten will. Nicht allein die kreglen Leuphanatiker verstehen es eben, mit Symbolik, Metaphern und Mythen virtuos an Lüneburger Hans Christian Andersen-Geschichten zu schreiben, wenn es darum geht, anderen Leuten das Geld aus der Tasche zu leiern.

      Dennoch, ich habe mich mit meiner Prozentschätzung aus dem Fenster gelehnt und werde versuchen, den Wert zu rechtfertigen. Die Stadt Lüneburg hat 76.449 Einwohner (Stand 30.11.2016), der Kreis 180.719 (31. Dez. 2015), macht zusammen 257.168 Menschen. Seien wir großzügig, und nehmen für nächstes Jahr ein Gesamt von 260.000 an. Ein Prozent entsprechen nach Adam Riese dann 2.600 Personen. Sie selbst bejubeln einen alleräußersten Spitzenwert in Extremen Sondersituationen von 1.000 SVG-Unterstützern, was nicht einmal 0,5 (sondern exakt 0,38) Prozent der Summe ausmachen würde. Schauen wir zusätzlich noch auf den „Hallenbedarfsplan der Hansestadt Lüneburg (Stand April 2016)“, dann lesen wir dort auf Seite 13, dass auf einer Rangliste, die „auf einer Statistik des Kreissportbundes Lüneburg (Stand: Februar 2016) basiert“ und „einen Überblick darüber [gibt], welche Sportform am häufigsten im Lüneburger Vereinssport ausgeübt wird“, Volleyball mit 0,7 Prozent der Interessenten bzw. Aktiven an 24. Stelle dieser Aufstellung rangiert.

      Daraus folgert die Leserbriefschreiberin „Katja“ am am 30. August 2016 um 13:14 Uhr mit erheblicher Plausibilität: „Wenn man von der Prozentzahl der Lüneburger Sporttreibenden (im April 2016 laut Hallenbedarfsplan = 16.930 Mitglieder insgesamt = 100% und davon Volleyball 0,7 %) auf die (ungefähre) Zahl von potentiellen Zuschauern schließen darf, hätten wir für Volleyballveranstaltungen im Schnitt ein Maximum von 119 Zuschauern pro Spiel, von denen aber sicher nicht alle jedesmal kommen.“

      Das heißt, auch von dieser Seite gelangen wir zu einem Wert UNTER einem Prozent von Nachfragern und Nutzern, lieber Herr Schneller. Ich denke, wir können es drehen und wenden, wie wir wollen. Selbst wenn wir Herrn Justin Schnellster auch noch hinzuzögen, würden wir nicht über das eine Prozent der so schon nahezu unwahrscheinlich großen Gruppe von 2.600 Volleyballinteressierten im Lüneburger Land hinausgelangen.

      Was den direkten Vergleich von SVG und LSK angeht, gebe ich Ihnen Recht: der LSK ist vielleicht für Hunderttausend Fußballfreaks auf der Fläche zwischen Göttingen und Hamburg eine Größe, während die SVG einigen hundert Fans und Spezialisten jeweils auf den von der übrigen Welt isolierten Volley-Inseln Herrsching am Ammersee, Frankfurt am Main, Bestensee, Friedrichshafen, Berlin, Düren, Bühl, Rottenburg und Solingen ein Begriff ist.

      Wie Sie hoffe auch ich als (Spitzen-)Sportinteressierter, dass es in Lüneburg in naher Zukunft ein schmuckes bundesligataugliches Fußballstadion mit mehreren Trainingsplätzen geben wird, wie es die CDU auf ihren Wahlkampfplakaten versprochen hat, was Sie ganz richtig wahrgenommen und in Ihrem gusseisernen Gedächtnis gespeichert haben, UND dass es im selben Sportwaldpark gleich nebenan eine bundesligataugliche Sport- und Veranstaltungshalle gibt, in der unter anderem auch der Volleyball gepritscht und geschmettert, aber auch Heino, Helloween und Helene Fischer gelauscht werden kann. Insofern freue ich mich, wenn Sie mir zustimmen, dass ein durchdachtes und dem Kreiskässlein bekömmliches Gesamtkonzept sinnvoller wäre als eine hastig gepresste und schwer verdauliche Extrawurscht zugunsten von Herrn Hoppe und Herrn Bahlburg.

      Mit freundlichen Grüßen

      von Kevin an Erwin und Justin

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      • Erwin Schneller schreibt:

        Herr Schnell,
        1. gehört die Stadt Lüneburg zum Landkreis Lüneburg.
        2. verstehen Sie den Begriff (Volley-/Fußball-/[Spitzen-]Sport-)Interessierte offenbar anders als ich. Weder gehen alle Mitglieder von Fußballvereinen zu allen LSK-Spielen noch beschränkt sich die Zuschauerzahl bei SVG-Spielen auf aktive und passive Mitglieder in Volleyballvereinen oder -abteilungen.
        MfG – auch an Justin!

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      • Kevin Schnell schreibt:

        Sehr geehrter Herr Schneller,

        Sie haben in beiden Punkten vollkommen recht! Meine bedauerlichen Patzer sind einer Gedankenlosigkeit im ersten, einem leichtfertig zugelassenen Missverständnis im zweiten Fall geschuldet, denn ich habe die Interessierten nie mit den aktiven und passiven Mitgliedern gleichsetzen wollen. Laut Hallenbedarfsplan sollen es im Stadtgebiet etwa 120 Personen sein, während ich von ungefähr 2.600 schrieb und – allerdings nur mit kriminell dürftigem Anhalt – auf der geschätzten Obergrenze von unter einem Prozent bestanden habe.

        Es muss aber alles das bloße Luftfechterei und pure Spekulation bleiben, lieber Herr Schneller, Ihr Wunsch nach einer ordentlich großen, meine Befürchtung einer relativ kleinen Schar von Rückschlagspielenthusiasten in Stadt und Kreis, solange Herr Bahlburg und Herr Hoppe uns (und den Landrat, der zuletzt die Verantwortung trägt) nicht mit den detaillierten tatsächlichen und von einer unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft testierten Nutzerzahlen der zurückliegenden sieben bis zehn Geschäftsjahre versorgen (Mitglieder-, Einnahmen-, Ausgaben- und Besucherzahlen, aber auch Sendezeiten in TV, Radio, Mediatheken und Streamingdiensten, Pressemeldungen, Bilder, Reportagen, Berichterstattungen, Interviews, Klickzahlen (wo, wann, wieviel, wie lang, wie oft; lokal, regional, national und natürlich international), etc. etc.). Auf die verlässliche Dokumentation dieser empirischen Daten ist jede verwendbare Prognose und jede auf ihr fußende Bedarfsfeststellung zwingend angewiesen.

        MfG, von Schnell an Schneller (Schnellster ist mir nicht erreichbar, läuft vermutlich in einer anderen Liga)

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  37. tanja Bauschke schreibt:

    Ich muß mich schon sehr wundern, über diesen doch recht populistischen Beitrag von Ihnen, Herr Jenckel.
    Als Kreistagsmitglied bin ich an den Planungen und überlegungen zur Machbarlkeit dieser Halle sehr dicht am Geschehen dran. Und ich kann nicht fsestetellen, dass hier in irgendeiner Form die Kreisverwaltung „es wieder als Planungsbehörde“ nicht schafft. Im Gegenteil: ich erlebe einen 1. Kreisrat, der die Finanzen, den Entschuldungvertrag und alle Rahmenbedingungen sehr gut im Blick hat und insgesamt mit der Materie sehr verantwortungsvoll umgeht. Muß er auch, geht es doch um weit über 10 mill. Und wenn dann nach hinten raus, die Summen immer höher werden, ist es vielleicht gerade die Presse, Herr Jenkel, die erneut lästert? Nach dem Motto: haben wir jetzt auch in Lüneburg einen „Berliner Flughafen“?. Es sei in dem Zusammenhang nur an das Audimax erinnert, bei dem sich mal gerade ganz nebenbei die Kosten verdoppelt haben. Nur, hier tritt das Land ein, was es aber für die Sport Arena nicht tun wird.
    Alle erwarten einen sorgsamen Umgang mitr Steuergeldern. Und wie sich jüngst heraus stellte, gibt es viele Bedarfe und „Baustellen“: Theater (zusätzliche Kosten), LSK -Stadion, Sanierung und Neubau von Schulsporthallen. Ganz abgesehen von den vielen anderen wichtigen und interssanten Sportvereinen und -Erichtungen, die alle finanziert werden müssen. Letztlich ist das Budget für die Ausgaben von (sog.) freiwilligen Leistungen nach dem Entschuldungsvertrag begrenzt und ( z.B. 1,5 % des Ergebnishaushaltes – für lfd Kosten) damit limentiert. Das bedeutet, dass auch sehr genau geschaut werden muß, wie hoch ebenso der zukünftge Betriebskostenzuschuß dauerhaft und jährlich sein darf. Es muß also ein schlüssiges Gesamtkonzept geben!
    Ein Vergleich mit der Elbrücke ist in diesem Kontext wenig hilfreich. Auch diese würde den Haushalt mit dauerhaften Kosten unverhältnismäßig belasten und Freiräume für andere Schwerpunkte (z.B. Radwegeausbau- Radfahren ist auch Sport…) oder Projekte blockieren.

    Es ist verständlich, dass wir alle eine Multifunktionshalle wollen, die auch große Events möglich macht. Aber gerade diese zusätzlichen Nutzungsmöglichkeiten erhöhen auch ganz gehörig den Preis einer eigentlich vorgesehenen Sporthalle, gerne bis auf das Doppelte.Das wird geflissentlich ausgeblendet.
    Abgesehen von den unzähligen Problemen vom Lärmschutz, bis hin zu der richtig festgestellten problematischen Verkehrslage, Parkplatzsorgen etc in der SonderLage Schlachthof. Da muß vieles bedacht werden, was letztlich auch kostet.
    Und ein „Fiasko“ ist es auch, wenn uns das Land bei der Überprüfung des Haushaltes diesen um die Ohren knallt.
    Deswegen ist es richtig und notwendig, wie der 1. Kreisrat prüft. Er sollte dafür geachtet und unterstützt werden.
    Wer es besser weiß, sollte sich gleich bei ihm melden, am besten mit viel Geld.

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    • jj schreibt:

      Wir beide unterhalten uns Ende des Jahres, dann schauen wir, wer richtig lag. Versprochen. LG hhjenckel

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      • Jasmin Poetzel schreibt:

        Liebe Frau Bauschke,

        ich habe mich verschrieben. Um den Faktor zehn. (Scheint ein Lüneburger Leiden zu sein!) Meine vorletzte Frage muss korrekt natürlich lauten:

        Und jetzt hat die Stadt für weit über EINE MILLION Euro ein Areal an der Backe kleben, mit dem sich im Grunde nichts anfangen lässt. Warum ist das so, liebe Frau Bauschke?

        Mit liebem Gruß

        Jasmin Poetzel

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    • Jasmin Poetzel schreibt:

      Liebe Frau Bauschke,

      drei Anmerkungen/Fragen:

      A – Fahrradfahren ist auch Sport. Aber für viele Menschen, so nämlich für mich, die ich täglich von Heiligenthal nach Kaltenmoor hoch und wieder zurück pedaliere, ist es eine Art der Fortbewegung im Straßenverkehr.

      B – Wenn Sie die immensen Folgekosten wegen der von vielen Unbekannten obsoleten Finanzieungskalkulation und wegen des praktisch nicht vorhandenen Parkraums und der inexistenten Verkehrsanbindung auf sich zukommen sehen, warum machen Sie dann den unausgegorenen, halsbrecherischen Wahnsinn wieder mit? Warum plädieren Sie nicht für eine solide und umfassende Lösung, die dann vielleicht erst in einem Jahr und an einem geeigneteren Ort, aber mit Vernunft und Umsicht kommt?

      C – Haben Sie einmal genau darüber nachgedacht, warum die Sallier, Piehl, Hoppe-Version, die, als gelte es das Leben, vor den Kommunalwahlen mit diesem irrsinnigen Karacho durch die Gremien gepeitscht wurde, danach dermaßen plötzlich und peinlich in sich zusammengeschrumpelt ist? Und jetzt hat die Stadt für weit über Hunderttausend Euro ein Areal an der Backe kleben, mit dem sich im Grunde nichts anfangen lässt. Warum ist das so, liebe Frau Bauschke? Würden Sie mich an den Ergebnissen Ihrer Selbstbefragung teilhaben lassen?

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  38. Rainer Mencke schreibt:

    Die Elbbrücke ist leider Geschichte – hoffen wir, dass alle Beteiligten zu ihrem Wort stehen und handeln ! Ein neuer Vertrauensvorschub ist da, das Ziel ist definiert – also „Butter bei de Fische“ !

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    • Jochen Bergmann schreibt:

      Na, Herr Mencke, haben Sie auch mit Bernd Althusmann und Alexander Blume darüber gesprochen? Nach allem was ich vernehme, ist die Brücke für die beiden durchaus noch n i c h t Geschichte! Und „Butter bei de Fische“? Was wollen Sie? Den Buddy-Nepotismus der Sozialdemokraten unterstützen? Oder eine integrale Gesamtlösung, die ALLEN Anspruchsgruppen – mit SVG und LSK, aber auch Familien plus Freizeit-, Event- sowie Schul- und Hochschulnutzern – gerecht wird? Wollen Sie eine Spar-Arena ohne Parkraum und dazugehörender Infrastruktur in die – aufgrund unüberlegter Planungen und voreiliger Absprachen – bereits geldverschlingende Schlachthofbrache zwängen? Oder wollen Sie praktisch für das gleiche Geld eine großzügige naturnahe und peu à peu erweiterbare, bürger- und familiengerechte Sport- und Veranstaltungsparkanlage zwischen Flugplatz und Bleckeder Landstraße? Wollen Sie lieber fünfmal teuer kleckern, Herr Mencke? Oder einmal für weniger Geld klotzen und der Stadt und dem Kreis damit mehr bieten als eine notdürftige Dauersubventionshalbheit, die allenfalls einen Campus-Manager und einen volleyballverrückten ehemaligen Ortsbürgermeister geschäftlich über Wasser hält?

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      • Rainer Mencke schreibt:

        Sehr geehrter Herr Bergmann,
        es sind immer die Bedenkenträger die einer Zukunftsentwicklung entgegenstehen.
        Ich denke, mit entsprechender Planungsruhe und wirtschaftlichem Sachverstand kann die Region Lüneburg nur gewinnen. Der Ball liegt bei Herrn Krumböhmer und wir sollten seiner Erfahrung vertrauen – auch die Ehrenamtlichen im Kreis- und Stadtrat sind parteiübergreifend bemüht einer gute Lösung zu organisieren !

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      • Jochen Bergmann schreibt:

        Lieber Herr Mencke,

        leider haben Sie keine einzige meiner Fragen beantwortet. Stattdessen deuten Sie an, dass Sie mich für einen „Bedenkenträger“ halten. Damit bewegen Sie sich sprachlich – und, wie ich befürchte, auch gedanklich – auf den metertief ausgetretenen Pfaden, auf welchen das reflexhafte Abwehren von Einwänden seit der Adenauerzeit eingeübt und der Blick über die engen Seitenwälle unmöglich gemacht wird. Schön auch, dass Sie Sachverstand und Planungsruhe exklusiv an Herrn Krumböhmer delegieren und zugleich jedem Selbstdenker empfehlen, er solle sich dessen Erfahrung anvertrauen. Falls Sie von Ihren nichtssagenden Beschwörungs- und Betäubungsformeln vom „Gewinnen der Region Lüneburg“ und dem „parteiübergreifenden Organisieren einer guten Lösung“ dennoch einmal ablassen und zu einer eigenständigen, differenzierten und wohlerwogenen Stellungnahme finden möchten, wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie sich mit an meinen Erkundigungen orientieren würden.

        MfG, Ihr Jochen Bergmann

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    • Klaus schreibt:

      Herr Jenckel, Sie schreiben mir: Von Ihnen nun hätte ich gerne die deutsche kommunale Event-Halle. die kostendeckend läuft.
      Das kann ich Ihnen so nicht sagen, sie deuten aber schon ein Problem an, das deutsche kommunale Eventhallen scheinbar nicht kostendeckend laufen. Vielleicht sind wir da an dem Punkt mal zu definieren, welche Events denn in der neuen Halle stattfinden sollen um dann zu schauen ob die Events auch zur geplanten Halle passen und welche Events mehr kosten als sie einbringen. Dann kann man auch überlegen ob diese Events uns solch eine Halle wert sind. Ich bin da auch nicht ganz auf dem laufenden. Bisher habe ich von den Vamosveranstaltungen gehört, die sicher auch privatwirtschaftlich organisiert werden können, von Volleyball Veranstaltungen, die sicherlich Unterstützung brauchen, dann sind wir schon beim Lumpenball, vergleichbare Otto Walkes und Udo Jürgens Auftritten von denen alte Stadthallen Fans träumen. Um welche Events geht es, die in Lüneburg nicht stattfinden können und die unbedingt mit kommunaler Unterstützung stattfinden sollten? Das würde sicher auch den zahlenden Bürgern helfen und motivieren, wenn er weiß wofür er zahlen soll. Wir wollen doch sicher nicht das Vamos in groß, um die Gewinnerzielungsabsichten eines Unternehmers zu befriedigen. Ich konnte mir bisher nicht vorstellen, das es Aufgabe der Kommunen ist kostenfrei Räumlichkeiten für gewerbliche Disko- und Konzertveranstaltungen zur Verfügung zu stellen. In solch einem Zusammenhang dachte ich bin immer an Pacht und Miete. Mich würde auch Interessieren, wer später die Nutzungs- und Hallenzeiten festlegt und zuteilt. Werden dort Vereine auch Turniere mit Zuschauern durchführen können (z.B. Fussballhallenturniere). Von wem ist man dann abhängig? Von der Kommune oder von einem Betreiber wie z.B. Herrn Hoppe?

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    • Jutta Hansen schreibt:

      Ihre Fragen sind berechtigt, Klaus. Leider bisher ohne Erläuterung durch die hier aktiven Kreistagsabgeordneten und Stadträte. Es scheint ihnen mehr um das Platzieren von „Statements“ als um das Eintreten in ein echtes Bürgergespräch zu gehen. Mich erinnert der bisherige „Projektverlauf“ und seine Unwägbarkeiten sehr an eine Parallelgeschichte, die seit dem 24. Januar bundesweite Berühmtheit erlangt hat:

      Martin Schulz erzählt oft davon, dass seine politische Karriere in der Provinz begann, in Würselen. Die alte Bergbaustadt, knapp 40.000 Einwohner, grenzt nördlich an Aachen, die Niederlande und Belgien sind nah. Sie wurde lange durchs Zechensterben gebeutelt, ist dann aber wieder als Dienstleistungsstandort erblüht. Letzteres soll auch Martin Schulz zu verdanken sein, heißt es. In seiner Zeit als Bürgermeister habe er für Kita-Plätze gekämpft. Für Erwachsenenbildung. Viel Gewerbe angelockt.

      Man hört aber auch immer wieder den Namen „Aquana“. So heißt das Spaßbad der kleinen Mittelstadt. Es liegt östlich der Haupteinkaufsstraße am Rande eines Feldes. Es gibt Rutschen und ein riesiges Piratenschiff, aber kaum Besucher. Martin Schulz hat dieses Bad 1997 gegen den Willen der Bevölkerung durchgesetzt. Es gab eine Bürgerinitiative, die lieber das marode städtische Hallenbad sanieren und das Freibad behalten wollte. Die Mitglieder forderten einen basisdemokratischen Entscheid. 4.000 Unterschriften sammelten sie dafür. Doch ihnen unterlief ein Formfehler, und der Bürgermeister entschied: Die Unterschriften haben keine Bedeutung. Später hat Schulz das bereut. In seiner Biografie lässt er sich zitieren: „Ich hätte ihnen sagen sollen, korrigiert euren Formfehler, dann lassen wir die Volksabstimmung zu.“ Er nennt es einen „der größten Fehler meines politischen Lebens“.

      Für Außenstehende mag es nach Provinzposse klingen. Für Würselen gerät es zum Fiasko schönefeldesker Ausmaße. Denn der Bau soll von einem Privatinvestor gestemmt werden, der zieht sich aber bald zurück. Die Stadt bürgt mit 20 Millionen Mark. Um die Insolvenz zu vermeiden, übernimmt die Stadt das Bad und alle Verbindlichkeiten. Die Anlage ist bald reparaturbedürftig, die Energiekosten sind viel zu hoch. Bis heute muss die Stadt jedes Jahr ein Defizit im hohen sechsstelligen Bereich ausgleichen.

      http://www.stern.de/tv/steuerverschwendung–wie-martin-schulz-den-haushalt-seiner-stadt-wuerselen-belastete-7398620.html

      http://www.aachener-zeitung.de/lokales/nordkreis/wuerselen-pumpt-weiter-geld-ins-aquana-1.664914

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    • Gunter Petersen schreibt:

      Hallo Klaus,

      zu Ihrer Frage nach der späteren Festlegung der Nutzungs- und Hallenzeiten:

      Als Nachtrag zu ihrer Kreistagsrede vom 9. März, in der sie (neben einem klaren Bekenntnis zu einem wirtschaftlich, funktional und im Hinblick auf dessen Standort rational vertretbaren Hallenneubau) unter einigen anderen Problemen folgende gravierende, immer noch nicht behobene Mängel monierte

      ● fehlendes Nutzungskonzept
      ● fehlende Bedarfsanalyse
      ● fehlendes Betreiberkonzept und daraus folgend
      ● fehlendes Verkehrskonzept und
      ● fehlende verbindliche Kostenplanung,

      hat die B90/Grüne Abgeordnete, Frau Tanja Bauschke, hervorgehoben:

      „In der Diskussion zur Beschlussvorlage mit erhöhten Grundstückskosten und erhöhter Leistungsphasenbenennung für die (ursprünglichen) Hallenplaner wurde unumwunden darüber diskutiert, dass höhere Anforderungen des potentiellen Betreibers auch zu noch höheren Kosten führen können. Daran müssten sich dann auch die Hallenvergabezeiten orientieren. Auf meine Anfrage, inwieweit dann noch Raum für die Nutzung für den Schulsport oder Vereinssport (ausgenommen natürlich den SVG) bleibe, lautete die Antwort deutlich: ›Gewerbliche Nutzung muss Vorrang haben!!‹

      Steigende Kosten könnten nur mit steigenden Einnahmen kompensiert werden. Daran habe sich auch der Schul-und Vereinssport zu orientieren. Willkommen Halle für Alle …. ;-)“

      Beleg: http://gruene-lueneburg.de/unsere-vertreterinnen/kreistag/meldung/article/halle_darf_nicht_zum_exklusivobjekt_werden/

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  39. Gertrud Hölscher schreibt:

    Sehr geehrter Herr Jenckel,

    Ihr Text klingt wie ein Werbeartikel für Klaus Hoppe und Andreas Bahlburg.

    Hier meine (keineswegs originellen, aber bisher unbeantworteten) Fragen:

    1. Warum müssen Stadt und Kreis mit Steuergeldern finanziell ins Risiko gehen, um eine Sporthalle für die Randsportart Volleyball zu bauen? Warum suchen Herr Hoppe und Herr Bahlburg sich nicht selbst um Investoren und realisieren ihr Geschäft nach guter Unternehmersitte auf eigene Faust?

    2. Es gibt KEINE verlässlichen Angaben über Mitglieder, Besucher, Einnahmen und mediale Wirkung der SVG von Seiten des Vereins. Worin besteht der Wert für die Kommune, einen teuren Exotensport zu fördern, dessen Bestand nicht gesichert ist (Abstiegsgefahr) und der keine nennenswerte Werbewirkung und damit auch keine wirtschaftliche Bedeutung für die Kommune besitzt?

    3. Glauben Sie nicht, dass die Ausstrahlungskraft des LSK die des SVG weit übertrifft? Warum wuchert man nicht mit diesem Pfund ebenfalls, wenn man schon Zucker hat, den man in Hinterteile blasen möchte?

    4. Ist es die Aufgabe von Stadt und Kreis, das Veranstaltungsbusiness von Herrn Hoppe (Vamos) zu besorgen? Gibt es einen Grund, warum Herr Hoppe nicht selbst für seine Einnahmen sorgen sollte?

    5. Wo sollte Ihrer Meinung nach die „Arena“ stehen? Das Schlachthofgelände ist schon allein aus verkehrstechnischen Gründen vollkommen ungeeignet. Die erforderliche Umrüstung würde uns ein zweites Millionengrab bescheren.

    6. Sie schreiben von zu geringen Schulsportflächen. Es gibt zwei neuere, von der Stadt selbst in anderen Fällen immer wieder vorgelegte Gutachten, die belegen, dass es in Lüneburg eine Überkapazität gibt! Machen Sie sich hier nicht ein fadenscheiniges Zweckargument der einschlägig (nämlich ökonomisch) interessierten Privatleute zu eigen?

    7. Warum wird nicht die Sportparklösung (konsolidierte Hallen-, Stadion-, Freizeit-, Schulsport- UND Veranstaltungsanlage) angestrebt, die – etwa auf dem TKK-Gelände – AUCH für zwanzig- bis dreißig Millionen Euro zu haben wäre, auf die das Abenteuer an der Lüner Rennbahn SICHER hinausläuft?

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    • jj schreibt:

      1 Meines Wissens hatte man sich gegen einen privaten Investor entschieden.
      2 Sie mögen wohl keinen Bundesliga-Sport?
      3 Ich würde mich freuen, wenn der LSK in der 2. Bundesliga spielt. Ist aber nicht so, vielleicht kommt aber im Pokal wenigsten Bayern München als Gegner. Das spült dann Geld in die klamme Kasse.
      4 Herrn Hoppe haben Sie ja schon in anderen Kommentaren gefressen. Bashing ist aber nicht mein Ding. Und wenn der Kreis plant und baut, dann kann sich nicht nur Herr Hoppe als Betreiber bewerben.
      5 Lärm, Verkehr, Infrastruktur – es gibt so viel zu bedenken. Ich bin leider kein Planer, sondern hier nur Blogger.
      6 Hochinteressant – legen Sie mir bitte die Gutachten vor, per Mail an jj@landeszeitung.de. Das ändert ja alles.
      7 Dreißig Millionen. Sind Sie von Beruf Planer oder Pessimist? Oder denken Sie da an die Elbbrücke?
      lg Ihr hhjenckel

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      • Klaus schreibt:

        In Bezug auf Herrn Hoppe geht es nicht um Bashing, sondern um sehr rätselhafte Unterstützung eines zwielichtigen Privatunternehmers. Das der Oberbürgermeister die Mietverlängerung für das Vamos besorgt ist schon äußerst ungewöhnlich und da darf auch die Presse ruhig mal bohren ohne gleich von Bashing zu reden. Das sich in Lüneburg die letzten Jahrzehnte keine größere starke Veranstaltungskultur entwickeln konnte, lag unter anderem daran, das Herr Hoppe jahrelang das steuerfinanzierte Vamos kostenfrei nutzen konnte und sich damit für seine Veranstaltungen einen erheblichen Wettbewerbsvorteil sichern konnte. Die vorgeschaltete Vereinsstruktur mit ihren 20 stimmberechtigten Mitgliedern sorgte für ordentliche Zuschüsse für die Halle. Der rege Immobilienerwerb von Studentenwohnheimen, Ladenzeile auf dem Unigelände, Ziegelwerk Rettmer etc. und auch die große finanzielle Unterstützung des Volleyballhobbys durch Herrn Hoppe deuten auch nicht auf eine Bedürftigkeit hin, der man mit Steuermitteln und auch Ratsunterstützung unter die Arme greifen müsste. Eine Halle vom Format des Vamos könnte in jedem Lüneburger Gewerbegebiet stehen und es ist nicht zu verstehen, warum dieser Unternehmer nicht in eine eigene Verantaltungshalle investiert. Er könnte seine Liquidität auch durch den Verkauf der Ladenzeile an die Uni erhöhen. Die Uni würde sich sicher freuen das Kapitel Hoppe auf ihrem Gelände schließen zu können. Das Herr Hoppe insbesondere äußerst talentiert ist andere für seine Interessen vor seinen Karren zu spannen ist bekannt, das er sich rausnimmt bei der SPD Versnstaltung im Vamos unverhohlen seine Unterstützung für den Sport einzustellen, wenn nicht nach seiner Pfeife getanzt wird sollte Mahnung genug sein.
        Ich bin der Meining die Stadt sollte von solchen Leuten unabhängige Konzepte entwickeln und in der Tat eine Gesamtlösung Sport und Veranstaltung an einem Ort entwickeln. Übergreifende Sportveranstaltungen auf Plätzen und Halle sollten auf jeden Fall möglich sein schon um in den Nutzungsmöglichkeiten breiter aufgestellt zu sein und auch beim Wegfall eines Zugpferdes Alternativen zu haben. Ich stelle mir gerade vor, wie sich bei Turnieren Mannschaften auf dem Parkplatz des ehemaligen Schlachthofs warmlaufen, weil kein Sportplatz vor der Tür ist. Man sollte schon durchplanen.

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      • jj schreibt:

        Klaus,
        um Sie ins Bild zu setzen: Die Halle plant der Landkreis, er wird vermutlich auch Bauherr. Die Kosten belaufen sich auf zurzeit 12,5 Millionen Euro, dazu kommt der Grundstückserwerb von weit mehr als einer Million Euro, Beratung etc. Wir reden also schon jetzt von 15 Millionen. Und dabei wird es nicht bleiben.

        Von Ihnen nun hätte ich gerne die deutsche kommunale Event-Halle. die kostendeckend läuft. Bitte teilen Sie die Adresse auch dem Landrat mit. Denn bisher ist diese Halle nicht gefunden.
        Lüneburg diskutiert seit dreißig Jahren über eine Stadthalle, sie ist immer an den Kosten gescheitert.

        Klaus Hoppe kann sich beim Kreis als Betreiber bewerben wie jeder andere aus dem Bereich. Wer am Ende genommen wird, dass entscheidet ein Verfahren und kein Küchen-Kabinett. Bei einem privaten Modell könnte Herr Hoppe einfach als Betreiber auftreten, aber Stadt und Kreis, dass hat das abgebrochene ÖPP-Verfahren gezeigt, müssten trotzdem zuzahlen. Auch Sie wissen, dass es eine Stadthalle nicht für lau gibt.

        Ansonsten, lieber Klaus, das spricht aus jeder Ihrer Zeilen, missgönnen Sie dem anderen Klaus sein Talent. Die Geschichte des Vamos ist auserzählt und endlich, die Geschichte der günstigen Konditionen auf dem Campus berichtet und beklagt. Hier spricht Karl Valtentin: Es ist schon alles gesagt,…..
        Ob Hoppe allerdings in diesem vom Landkreis geführten Verfahren zum Zuge kommt, zeigt erst die Zukunft. Jetzt ist der Kreis am Zuge und unter Druck. lg hhjenckel

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      • Gertrud Hölscher schreibt:

        Hallo Herr Jenckel,

        zu Ihrem Punkt 6 zitiere ich (zwischen den französischen Anführungszeichen mit den Spitzen nach innen (» «)) einen Post von LZ-Online. Eine „Katja“ hat am 30. August 2016 um 13:14 Uhr an „Jo Bembel“ geschrieben:

        »Zahlen vom April 2016

        Nach dem „Hallenbedarfsplan der Hansestadt Lüneburg (Stand April 2016)“ ist mit „einem Bestand von 10 Dreifeld-, 6 Zweifeld- und 16 Einfeld/Gymnastikhallen die Hansestadt Lüneburg an Hallensportflächen gut aufgestellt. Hervorzuheben ist, dass mit der Fertigstellung einer Einfeldsporthalle in Ochtmissen, der für den Schulsport sich unmittelbar ergebende Bedarf VOLLSTÄNDIG ABGEDECKT werden konnte.“ (Seite 17)

        Auf Seite 15 liest man: „Die Hansestadt Lüneburg als Schulträger ist gesetzlich verpflichtet, Sportstätten für den Schulsport vorzuhalten. Diese gesetzliche Gewähr gilt jedoch nicht für den Vereinssport.“

        Und wieder auf Seite 17 wird ergänz: „Der Lüneburger Vereinssport profitiert davon, dass in den sich ergebenden zeitlichen Lücken, sämtliche kommunale Sport- und Gymnastikhallen dem Vereinsport kostenfrei zur Verfügung stehen.“ (Das Wort „kostenfrei“ ist im Original fett gedruckt und unterstrichen.)

        Auf Seite 13 findet sich eine Auflistung der beliebtesten Sportarten in Lüneburg:

        „Die nachfolgende Rangliste basiert auf eine Statistik des Kreissportbundes Lüneburg (Stand: Februar 2016) und gibt einen Überblick darüber, welche Sportform am häufigsten im Lüneburger Vereinssport ausgeübt wird“:

        Demnach rangiert VOLLEYBALL mit 0,7 Prozent der Interessenten bzw. Aktiven an 24. Stelle dieser Rangliste NACH Turnen (29%), Fußball (16,3 %), Tennis (6,3 %), Pferdesport (5,2 %), Behindertensport (4,7 %), Rettungsschwimmen (3,9 %), Schießsport (3,6 %), Karate (2,4 %), Leichtathletik (2,4 %), Schwimmen (2,4 %), Tanzen (2,4 %), Handball (2,2 %), Tischtennis (2,1 %), Boxen (1,9 %), Rudern (1,7 %), Kanu (1,4 %), Basketball (1,2 %), Judo (1,1 %), Rollsport (0,9 %), Hockey (0,9 %), Badminton (0,9 %), Kegeln (0,8 %) und Triathlon (0,7 %).

        Wenn man von der Prozentzahl der Lüneburger Sporttreibenden (im April 2016 laut Hallenbedarfsplan = 16.930 Mitglieder insgesamt = 100% und davon Volleyball 0,7 %) auf die (ungefähre) Zahl von potentiellen Zuschauern schließen darf, hätten wir für Volleyballveranstaltungen im Schnitt ein Maximum von 119 Zuschauern pro Spiel, von denen aber sicher nicht alle jedesmal kommen.

        Alle Angaben finden sich auf: http://www.stadt.lueneburg.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=6545

        als PDF ganz unten, am Ende der Seite: http://www.stadt.lueneburg.de/bi/___tmp/tmp/45-181-136681672661/681672661/00115021/21-Anlagen/01/SporthallenkonzeptSchul-undVereinssportStandAp.pdf «

        Quelle: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/354324-neue-mehrheit-fuer-arena-lueneburg#comment-71679

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      • Karlheinz Fahrenwaldt schreibt:

        Lieber Herr Jenckel,
        In dem angesprochenen Sporthallen-Gutachten der Stadt wird ein Überhang von mehr als 3000 Quadratmetern festgestellt. Und wenn es nur um die bundesligataugliche Spielstätte für den Volleyball, Hockey oder ähnliche Randsportarten geht: Warum wurde der Ausbau der MTV-Sporthalle 1 am Kreideberg, die der Stadt schon vom Verein angeboten wurde, nicht geprüft? Da gehen jetzt schon 700 Zuscheuer rein und der Einbau von Tribünen an den Stirnseiten könnte ausreichen. Oder warum wird bei der Renovierung der beiden Dreifeldhallen in Kaltenmoor nicht die entsprechende Ertüchtigung der einen Halle geprüft? Es besteht meines Erachtens kein Zeitdruck.
        Den Vorschlag von Frau Hölscher, einen Sportpark mit einer Arena für den LSK, die Leichtathleten und einer angegliederten Sporthalle halte ich für eine interessante Alternative. Da stellt sich dann nur wieder die Kosten- und machtFrage (wer macht das?).

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    • Kevin Schnell schreibt:

      Lieber Herr Jenckel,

      ich habe den Eindruck, Sie nehmen die an Sie gerichteten Fragen hier nicht ernst und weichen angemessenen Antworten aus, indem Sie nur auf Teilaspekte reagieren und das sogar mit einiger unterschwellig aggressiven Polemik und nicht ohne parteiische Tendenz und herablassende Rechthaberei. Das betrifft die Kreistagsabgeordnete Bauschke genauso, wie Frau Hölscher und Herrn Klaus. (Diesem Missgunst zu unterstellen, nachdem der andere Klaus seit mehreren Jahren eine Eigenwerbekampagne mit Unterstützung der LüneSozis fährt, die an Schamlosigkeit kaum zu überbieten sein dürfte, ist, finde ich, schon ein starkes Stück. Und wie Auftragnehmer mit oder ohne Ausschreibung in Lüneburg „gefunden“ werden, da erkundigen Sie sich mal beim Parkhauskönig am Wasserturm.) Möchten Sie eine Debatte an den Sachproblemen entlang oder soll das hier nur eine weitere Reklameveranstaltung für das bekannte vamose Interessengespann der SPD-VG werden? Wenn wir noch vier, fünf Jahre im Stile der Lügen weitermachen, wie sie den Lüneburgern über ein Jahrzehnt im Zusammenhang mit dem Libeskind-Bau in konzertierter Aktion geboten wurden, dann weiß ich nicht, wohin die bereits schwer schnaufende Demokratielokomotive sich bewegen wird. Vielleicht ist sie es die dann am Ende auf dem Schlachthof steht? „Wer leichtfertig mit demokratischen Werten umspringt, hat nichts von Freiheit verstanden und wacht auf – der Freiheit beraubt.“

      Also bitte Herr Jenckel, Ihre Blog-Veranstaltung hat Vorbildcharakter. Zurück zu den Inhalten! Sie können unliebsame, aber berechtigte Argumente nur entkräften, wenn Sie sie gedanklich so stark machen, wie es irgend geht, um dann zu entgegnen. Wenn Sie aber nur nach Gusto darüber hinweghudeln, arbeiten Sie an deren Kräftigung.

      Warum die überhastete Halbherzigkeit an ungeigneter Stelle, Herr Jenckel? Warum nicht eine zügige, aber gut überlegte Gesamtlösung mit Zukunft, wie sie als einer von vielen der Kreistagsabgeordnete Fahrenwaldt vorschlägt? Sind es nicht wieder die übereilt und undurchdacht geschaffenen Fakten, welche hier die normative Kraft erzeugen und deren Ungenügen mit vermeintlich magischen Imponiervokabeln („Bundesliga“) übertüncht wird. (Frau Hölschers Punkt 2 etwa benennt eines der zentral wichtigen Probleme, um das dulle Standortaufwertungsgequatsche zu einer eventuell tatsächlich einmal verwendbaren Begründung zu machen. Die Tatsache, dass da von Hoppe und Bahlburg seit Jahren nichts Halt- und Nachrüfbares kommt, ist ein Alarmsignal — und kein Anlass für billige Retourkutschen ad personam vom LZ-Advokaten!)

      Meinen Sie nicht?

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      • jj schreibt:

        Lieber Herr Schnell,
        ich schätze Ihre Beiträge, aber mir Polemik vorzuwerfen, dazu gehört im Spiegel Ihrer Beiträge Chuzpe.

        Gertrud Hölscher, wofür immer dieser Phantasiename steht, steigt schon mit Polemik ein: „Werbeartikel für Hoppe und Bahlburg.“ Noch mal: Die sind nicht am Zuge, sondern der Landkreis plant, baut und sucht Betreiber.

        Nach den schlechten Erfahrungen, die ich mit völlig vom Thema losgelösten und nur noch pöbelnden Kommentaren auf der alten Blog.jj-Page gemacht habe, werde ich das hier sicher nicht ausufern lassen. Bitte das Thema treiben und nicht irgendeine Sau durchs Dorf. LG hhjenckel

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      • Kevin Schnell schreibt:

        Vielen Dank! Ihre Wertschätzung meiner Beiträge multiplizieren Sie bitte mit zehn, dann wissen Sie, wie es sich im umgekehrten Falle verhält.

        Gut, ich neige zur Spitze, bilde mir aber ein, mit meinen Pointen – wie Sie das übrigens ebenfalls tun – hart in der Sache, jedoch fair im persönlichen Umgang zu operieren – ganz im Sinne von Niels Webersinn (der sich vielleicht hier auch mal wieder zu Wort melden müsste, allein um Spekulationen über einen bevorstehenden Trainerwechsel auf Jamaika ihre Dynamik zu nehmen). Sollte ich damit einmal übertreiben, wissen Sie ja, wo Sie mich erreichen, um mir die Gelbe Karte per Express zu überstellen. Ich habe – wie Sie – eine starke Aversion gegen Wortgeschwurbel und bewusst eingesetzten oder aus Unvermögen stur nachgeplapperten Propagandanebel. Deshalb insistiere ich, wenn ich merke, man möchte mich mit verdorbener Bolognese und anderen Sedativa abspeisen.

        Und Gertrud Hölscher, wofür immer dieser Phantasiename steht, hat sehr gute Fragen gestellt. Wenn es – wie ja immer alle sich beeilen zu behaupten – allein um die Sache geht, sollten diese Fragen auch beantwortet und nicht dadurch entwertet werden, dass der Moderator, der, wie er selbst am besten weiß, keineswegs unfehlbar und von Emotionen durchaus nicht frei ist, diejenige, die sie formuliert hat, als Maskenträgerin entlarvt oder gar indirekt in die Schar der Pöbelnden einreiht.

        Wer austeilt, Herr Jenckel, muss auch einstecken können. „Das können wir aushalten!“ Herr Mädge hatte Ihnen (und anderen Granden) das in seiner Rede bei der Läufi-Eröffnung zugerufen. Und Herr Fahrenwaldt hat es sich sogleich ins Innenfutter seines knallroten Zeireihers sticken lassen. Einer der Vorzüge der Blog.jj-Plattform besteht ja gerade darin, dass es jungen Damen (und Herren) aus Redaktionen, Schule, Hochschule, Kommunalvertretungen und dem Reppenstedter Einzelhandel möglich ist, Heikles scharf umrissen und punktgenau anzusprechen und damit zur Diskussion und vielleicht allererst in den Gewohnheitstrab der „normalen“ Überlegungen zu stellen — ohne sogleich den einschüchternden Meinungsdruck bedrohlich selbstgefälliger Lebenserfahrung zu spüren zu bekommen.

        P.S.: Was Sie meinen, wenn Sie schreiben, „das“ nicht ausufern lassen zu wollen, müssen Sie mir noch ein wenig präziser erläutern. Geht es Ihnen um Kritik und Polemik im Allgemeinen oder nur um Unliebsames im Besonderen?

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      • jj schreibt:

        Kommentare, die den Blog nur als Trittbrett für ganz andere Intentionen missbrauchen, an der Sache vorbei schreiben – mit Absicht, Tiefschläge gegen Kommentatoren, Pöbeln statt Argumentieren, Kleinkrieg zwischen Kommentatoren. Alles erlebt. lg jj

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    • Klaus Bruns schreibt:

      1. Warum müssen Stadt und Kreis mit Steuergeldern finanziell ins Risiko gehen, um eine Sporthalle für die Randsportart Volleyball zu bauen? Warum suchen Herr Hoppe und Herr Bahlburg sich nicht selbst um Investoren und realisieren ihr Geschäft nach guter Unternehmersitte auf eigene Faust?
      warum sollten sie? mit klüngel geht es so doch ohne größeres risiko. die kommunalpolitiker werden auch dieses denkmal gern absegnen. denn, es ist ja ,,auch,, nicht ihr geld, was hier investiert werden soll. wenn der staat geschäfte machen könnte, wäre er nicht pleite. politiker sind da die hauptverantwortlichen. solange niemand für steuergeldverschwendung haften muss, wird es wohl immer so weitergehen.

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      • jj schreibt:

        Lieber Herr Bruns, ich weiß nicht, ob Lüneburg eine Eventhalle braucht. Wenn Sie alles unter dem Gesichtspunkt der Rentabilität oder Kostendeckung betrachten, wird das Leben vermutlich triste.
        Warum haben wir ein öffentliches Spaßbad, warum gönnen wir uns ein Theater und warum eine Kulturbäckerei, die ohne öffentliche Zuschüsse nicht denkbar wären? Vielleicht auch, weil wir nicht möchten, dass das Leben nur von Tristesse bestimmt wird. Sie können das alles als Verschwendung interpretieren. Dafür leben wir ja in einer Demokratie.
        Wobei, selbst im real existierenden grauen Sozialismus Marke DDR hat es ja auch Erichs Asbest verseuchten Lampenladen gegeben oder die Wuhlheide – nur Prestigeobjekte. Oder eine Mauer, die die Bürger bezahlt haben, damit sie nicht weglaufen. Das war in jedem Fall auch Steuergeldverschwendung.

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      • Anton Reiter schreibt:

        Es geht gar nicht um die Frage „Ja oder Nein“, Herr Jenckel. Das wird hier in allen Beiträgen deutlich. Und es geht auch nicht darum, ob wir lieber gut essen oder uralte, schlecht gewässerte Bierdeckel zerkauen möchten.

        Es geht um die Frage „So oder anders“! Das heißt, es geht darum, ob an einem ungeeigneten Standort, unter dem Diktat voreilig und unüberlegt geschaffener Fakten, zugunsten von geschäftlichen Sonderinteressen weniger Personen und ohne brauchbare Bedarfsanalyse, ohne Nutzungs- und Betreiberkonzept, ohne Verkehrskonzept, ohne verbindliche Kostenplanung und ohne verlässliche Risikoabschätzung ein superteurer Schnellschuss abgefeuert — oder ob einige Monate später an einem Standort mit Weiterungspotenzial nach einem vernünftigen Plan begonnen wird, eine umfassende, zukunftsfähige Lösung umzusetzen. Gerne im ersten Schritt mit der Halle und erst im zweiten mit dem Stadion, den Trainingsplätzen und den Anlagen für Freizeitsport, usw.

        1. Frage: Sehen Sie das anders?

        2. Frage: Worin besteht für Sie „das Talent“ des einen Klausis, das zu neiden Sie dem anderen Klausi zweimal unterstellt und dabei (meiner Meinung nach) versäumt haben, angemessen auf seine Fragen einzugehen?

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      • jj schreibt:

        Wenn Sie eine Halle in absehbarer Zeit möchten, dann so, nicht anders.
        Die frage nach Bedarfsanalyse, Betreiberkonzept, Verkehskonzept etc muss der Landkreis beantworten – sonst wird das eh nichts.

        Wenn Sie aber alles lieber auf die lange Bank schieben möchten und eine neue Planung zum Beispiel in der TKK oder auf dem aufgelassenen Flugplatz möchten, dann können Sie sich zurücklehnen.

        Wenn Sie nach dem Talent fragen, dann ist es Verhandlungsgeschick, Vorstellungskraft und Unternehmertum – schon zu Studentenzeiten.

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      • Peter Meyer schreibt:

        „Wenn Sie alles unter dem Gesichtspunkt der Rentabilität oder Kostendeckung betrachten, wird das Leben vermutlich triste.“

        Super Argument, Herr Jenckel. Das werde ich morgen in meinem Schreiben an Herrn Mädge und Herrn Nahrstedt ganz nach vorne rücken, wenn ich ihn um die zinslose Vorfinanzierung meines Wilschenbrucher Eigenheims und dessen laufende Kosten für die nächsten siebzig Jahre in Höhe von 15 Millionen Euro bitte. Mein zweiter Punkt wird sein, dass ich mit der Kohle auf dem früheren LSK-Gelände eine Mehrzweckvilla Lüneburger Land hinzustellen beabsichtige, in der ich mitsamt meiner Familie und meinen Freunden wohnen, feiern und Workout betreiben kann und die zugleich unsere geamte Region noch attraktiver macht, und als Drittes werde ich darauf hinweisen, dass wir noch nie so nah an der Realisierung dran gewesen sind wie jetzt und es deshalb kein Vertun mehr geben darf. Kurzum, der Kreis muss zügig punkten und mir helfen, ohne Umwege auf mein Ziel zuzumarschieren. Umwege kosten Zeit und meistens auch Geld. Sie, Herr Jenckel, können das alles natürlich als Verschwendung interpretieren. Dafür leben wir ja in einer Demokratie. Aber möchten Sie wirklich, dass mein Leben nur von Tristesse bestimmt wird?

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