Landratswahl: Kommt da noch eine lachende Dritte aufs Spielfeld?

Lüneburg, 6. Februar 2019

Die Wahl der neuen Landrätin, des neuen Landrats im Kreis Lüneburg wird nicht an der Elbe und nicht in der Ostheide entschieden, sie wird in der Hansestadt und im Speckgürtel der Salzstadt entschieden.

Wappen Landkreis Lüneburg. Grafik: Landkreis Lüneburg

Wappen Landkreis Lüneburg.
Grafik: Landkreis Lüneburg

Die CDU und die SPD haben mit dem Bürgermeister aus Bleckede und dem Samtgemeindebürgermeister der Ostheide zwei honorige Männer, zwei Verwaltungs-Experten ins Rennen geschickt, die bürgernah sind, die sich für Mobilität, für Wohnen und Digitalität stark machen. Zurzeit unter den Themen die üblichen Verdächtigen. Mit ihnen hat der Landkreis Lüneburg eigentlich nichts zu befürchten. Da gilt Konrad Adenauers Wahlleitsatz: Keine Experimente. Eines wollen aber beide wagen, die Elbbrücke.

 Die Brücke hat hohen Symbolwert, ist aber wirtschaftlich in meinen Augen nicht vertretbar, volkswirtschaftlich ist das Geldvernichtung im großen Stil, zum Schaden der Natur, zum Schaden anderer Projekte. 80 Millionen Euro stehen auf dem Spiel. Das größte Einzelprojekt, dass der Landkreis je angefasst hat.

Und da kommt jetzt vielleicht ein lachender Dritter oder besser eine lachende Dritte aufs Spielfeld. Denn die Grünen können weder den CDU- noch den SPD-Kandidaten stützen, weil die Masse der Grünen viel will, aber keine Brücke über die Elbe. Das unter anderem macht den Unterschied.  Die Grünen sind geradezu verpflichtet, selber einen Kandidaten/in aufzustellen. Das tun sie jetzt auch. Schicken die Grünen eine versierte Frau ins Rennen, wird es etwas ungemütlicher für die anderen Kandidaten.

Und es kommen drei Aspekt hinzu: Die Grünen erleben gerade einen Höhenflug beim Wählerzuspruch, darf man Umfragen trauen, und zweitens reden alle gerade über den Klimawandel und die Grenzen des Wachstums, urgrüne Themen. Und dann findet die Landrats-Wahl parallel zur Europawahl im Mai statt. Bei Europawahlen haben die Grünen in der Vergangenheit im Landkreis Lüneburg beachtliche Ergebnisse erzielt.

Bei der letzten Landratswahl hatte Manfred Nahrstedt von der SPD mit 50,5 Stimmen schon im ersten Wahlgang knapp die nötige Mehrheit errungen. Seither hat sich die politische Großwetterlage mächtig gedreht, haben weder SPD noch CDU bei Wahlen glänzende Siege gefeiert, das färbt auch bis aufs Land ab.

Kurzum: Eine grüne Kandidatin machte das Rennen um den Landratsposten richtig prickelnd, und wer weiß, wer noch Kandidaten/innen auf Spielfeld schickt. Es riecht nach Stichwahl.

Hans-Herbert Jenckel

PS: Die Grünen setzen auf Erika Romberg . Bewegte Karriere, hohe Ämter, aber ohne Lüneburg-Bezug: GAL in Hamburg (Senat) Alternative Liste in Berlin, Grüne, Staatssekretärin und mehr, siehe Wikipedia

Über jj

Journalist, Dipl.-Kaufmann
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

30 Antworten zu Landratswahl: Kommt da noch eine lachende Dritte aufs Spielfeld?

  1. Klaus Bruns schreibt:

    Mareike Hansen
    ganz einfach , viele dieser kommentare sind nicht von mir gewesen. sie erinnern sich, die lz hat deswegen , weil es hier zu viele ,,nette,, menschen gab, die diskussionsmöglichkeiten gestoppt. richtig ist, ich hatte ein gespräch mit frau hauch am telefon und einen überraschenden e-mail-verkehr, der nicht für mich bestimmt war, mir aber gezeigt hat, welcher geist dort vorherrscht. er ist mit meinem nie kompatibel gewesen. schmunzeln. trotzdem kommt es schon mal vor, dass ich auch liberale meinungen vertrete. ansonsten, kennen sie konrad adenauer?

    Gefällt mir

    • Klaus Bruns schreibt:

      Frau Hansen, stellen sie sich vor, ich habe sogar mit dem reppenstedter bürgermeister darüber gesprochen, was die cdu wohl davon halten würde, wenn ich in ihre partei eintrete. was schließen sie daraus? kleiner tipp: ich spreche mit allen. und was dabei rauskommt, ist manchmal sogar für mich überraschend.

      Gefällt mir

  2. Karl Beck schreibt:

    Hallo Herr Jenckel,
    finden Sie es nicht seltsam, daß niemand vom Kreisverband BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Lüneburg zu dieser Personalie und dem Projekt Landratswahl eine Meinung zu haben scheint? Oder haben Sie die Damen und Herren irgendwie verärgert? In Ihrem Blog-Beitrag haben Sie doch jede Menge Vorschußlorbeeren über deren Häupter gestreut. Und was glauben Sie nun selbst, nach der Bekanntgabe vom Mittwochabend? Macht Frau Romberg, wenn sie die einzige Bewerberin bleibt und am 27. Februar grüne Kandidatin wird, das Rennen um den Landratsposten richtig prickelnd?

    Gefällt mir

    • jj schreibt:

      Lieber Herr Beck, was soll ich sagen,
      von der Ankündigung war ich vermutlich so überrascht wie Sie.
      Ich kenne allerdings Frau Romberg aus Berlin, weil ich zweimal für Sie mit meiner ehemaligen Band gerockt habe. Das waren wunderbare Abende und es war eine großartige Gastfreundschaft.

      Ich wäre allerdings nicht auf die Idee gekommen, dass Lüneburg einmal das politische Ziel wird.

      Die Antwort fällt mir schwer, da warte ich den 27. ab, da warte ich ab, wer bei den Linken und der FDP am Start ist. Davon hängt nun vermutlich auch ab, ob es eine Stichwahl gibt.

      Gibt es keine Stichwahl, steht für mich der Gewinner fest. Aber bitte fragen Sie mich jetzt nicht nach dem Namen. LG Ihr jj

      Gefällt mir

      • Timo schreibt:

        Bei den LINKEN kommt wohl nur einer infrage: Michèl Pauly.

        Wenn der vom 28. Februar bis zum 26. Mai einen leidenschaftlichen, mitreißenden und nicht zu dogmatischen, sondern klar problem-, sach- und konstruktiv lösungsorientierten Wahlkampf hinlegt, hat er aufgrund seiner Reputation als nüchterner, pragmatischer und fleißiger Sachwalter des Bürgerinteresses eine echte Chance, in die Stichwahl zu gelangen und diese vielleicht sogar für sich zu entscheiden, weil er nicht Muff, Mief und Machenschaften, sondern Wahrhaftigkeit, Fairness und frischen Wind bedeutet.

        Meine Meinung!

        Gefällt mir

      • Timo schreibt:

        Nach seiner Wahl wird er dann aufgrund der Parteienkonstellation allerdings zu spüren bekommen, was es heißen kann, ohne Atempause Kompromisse suchen und umkämpfte Beschlüsse mit wechselnden Mehrheiten ins Werk setzen zu müssen. Das wird eine ganz harte Schule des absolut gegenstandsnahen Debattierens, Verhandelns und Arbeitens. Spätestens in der Stichwahl müsste er außerdem die Grünen und ihre Wählerschaft auf seine Seite gezogen haben. Die Herzen der Unzufriedenen und der Jüngeren unter den Sozial- und Christdemokraten dürften ihm beim finalen Kopf-an-Kopf-Rennen ohnehin zufliegen.

        Gefällt mir

  3. Lukas Möller schreibt:

    Liebe Lüneburger Grüne,

    was ist eine Landratswahl? Richtig, eine Art von Wettbewerb! Und worum geht es dort?

    In einem sehr umfassenden Sinn doch wohl darum:

    Schade, dass ihr nicht dabei sein wollt.

    Gefällt mir

    • Rike Petersen schreibt:

      Wieso wieder nur Stadt Lüneburg?

      Woanders leben auch Menschen. Gibt es dort keine Zukunft?

      Gehören denn Nahrendorf, Tripkau, mit Bohnenburg, Gosewerder und Wilkenstorf, Barum, Westergellersen, Soderstorf, Barnstedt, Bienenbüttel, Vastorf und Boitze nicht zum Landkreis?

      Gefällt mir

      • jj schreibt:

        Sie vergessen den Speckgürtek, den ich erwähnt habe – Lüneburg, Gellersen, bardowick, Deutsch Evern, Adendorf. Da lebt die Masse der Wähler lg jj

        Gefällt mir

      • Rike Petersen schreibt:

        Aha, und wo die Masse der Wähler ist, findet Zukunft statt? Die übrigen gucken durch die Röhre? Warum gibt es keinen „Wettbewerb Zunkunftslandkreis Lüneburg“? Vielleicht würden sich die Beteiligten im Laufe einer solchen Veranstaltung sogar bewusst machen, welches Unheil ein Bau der geplanten Elbbrücke in der integralen Zusammenschau seiner Folgen darstellen würde. Ich meine „Zukunft“ nämlich nicht nur als kurzfristig wahltaktische, sondern als dauerhaft lebenstechnische Perspektive. Denn was wird andernfalls zum Beispiel aus dem Supermarkt von Bürgermeister Rolf Twesten, der sich letzten Sommer so sehr über die Neuigkeiten des Handelskonzerns Norma gefreut hat, als der ihn und seine Gemeinde wissen ließ, in Artlenburg auch „die deutlich kleinere (900 statt 1.000 qm !!) Markt-Variante“ bauen zu wollen? Wer soll da denn überhaupt noch zum Einkaufen hindieseln, wenn die heißen Anziehungspunkte ausschließlich im Oberzentrum konzentriert werden? Ist diese desaströse regionalplanerische Fokussierung der Anreize nicht verantwortlich dafür, dass etwa das Nachfragegetöse auf dem Lüneburger Wohnungsmarkt immer weiter anschwillt und die Immobilienpreise im Speckgürtel bald Münchener Niveau erreichen, während in der Innenstadt ein Ladenlokal nach dem anderen schließt, weil auf gesichtslosen Massenvertrieb statt auf Feines und lokale Besonderheiten gesetzt wird? Bietet „Digitalisierung“ mit ihrem Versprechen bewegungsloser Allgegenwart, wenn überhaupt ein Gedanke mit dieser ausgefransten, Wichtigtuerworthülse verbunden wird, nicht gerade die Chance der Dezentralisierung, also „Infrastruktur-“ und „Wertschöpfungseinrichtungen“ gleichmäßig über den geamten Landkreis zu verteilen, weil Austausch möglich ist, ohne die gepanzerte 450 PS-Rakete aus dem heimischen Hangar manövrieren zu müssen?

        Gefällt mir

      • jj schreibt:

        Es gibt keinen Wettbewerb Zukunftslandkeis Lüneburg, weil sich niemand bei möglichen Wettbewerben gemeldet hat, vermute ich mal.
        Allerdings strahlt die Initiative der Stadt bis in den Landkreis, die Stadt und der Kreis gehören ja zusammen…lg jj

        Gefällt mir

  4. Thomas Falkenberg schreibt:

    Tanja Bauschke soll’s machen!

    Mit der uneigeschränkten Unterstützung des Kreisverbands und aller Mitglieder gewinnt sie das Rennen ohne Probleme.

    Gefällt mir

  5. Klaus Bruns schreibt:

    herr jenckel, glauben sie ernsthaft, dass das verhalten der grünen untereinander sich gändert hat, nachdem andreas meihsies , seinen hut nicht mehr in den ring wirft, sondern daneben?

    Gefällt mir

  6. Roswitha Kröger schreibt:

    Naja,
    bis zum 27. Februar ist noch Zeit. Solange können Tanja Bauschke, Claudia Schmidt und Detlev Schulz-Hendel ihren Hut jederzeit in den Ring werfen.
    Frau Dr. Verlinden hat auch eine Meinung zu der Nachricht aus der Landeszeitung:

    Gefällt mir

    • Kevin Schnell schreibt:

      Tja, was soll Frau Dr. Verlinden auch anderes twittern?

      »Hey Leute, kauft beim Trödler Abraham«?

      Lokalpolitisches Gestalten ist ganz offensichtlich nicht so das Ding der LüneGrünen. Für solchen mühsamen Machermist auf der Besoldungsstufe B7 (Grundgehalt brutto: 9.769,51 Euro pro Monat) gibt sich keine ernszunehmende Persönlichkeit in den eigenen Reihen her. Ähnliche Gelegenheiten finden sich ja auch zuhauf auf jedem Grabbeltisch.

      Ratlos, aber ohne zu lachen (oder zu weinen), protokolliert LZ-Chefredakteur Marc Rath: »Erika Romberg hat sich am Mittwochabend erstmals via Skype dem Kreisvorstand der Grünen vorgestellt. ›Weitere Bewerbungen liegen uns derzeit nicht vor‹, sagt Sprecher Claus Poggensee. ›Kurzentschlossene‹ könnten sich bis zum Nominierungsparteitag am 27. Februar jedoch noch melden.« https://www.landeszeitung.de/blog/aktuelles/2323682-gruene-setzen-auf-ex-staatssekretaerin

      Wie wär’s mit Ihnen, Herr Bruns?

      »›Die Kinder sind aus dem Haus, mein Mann ist in Rente und sorgt für mein Wohlergehen‹, erklärt die 61-Jährige. ›Nach neun Jahren im Bundesbau‹ werde es ›Zeit für neue Aufgaben‹, schiebt Romberg hinterher.«

      Ein überzeugenderes Motivationsschreiben als diesen gelangweilten Nonsense über die Entertainment-Bedürfnisse alternder Brigitte-Leserinnen schütteln Sie doch in anderthalb Sekunden aus dem Ärmel!

      Gefällt mir

      • Klaus Bruns schreibt:

        Herr Schnell , ich wäre nicht abgeneigt, schmunzeln. ich bin im geiste jünger, als ich aussehe. sowas soll es auch anders herum geben.

        Gefällt mir

      • Kevin Schnell schreibt:

        Ja. das ist doch einmal eine gute Nachricht! Dann denken Sie bitte dran, Herr Bruns, das Geheimnis des kommunalpolitischen Erfolgs ist ein möglichst einfaches Wahlprogramm, das bewährte Tradition mit avancierter Technik verbindet. Sie sollten also die Vokabeln »Werte« und »Digitalisierung« möglichst häufig und möglichst jedes Mal in enger Satznachbarschaft verwenden und etwa formulieren, Sie dünke (oder deuche), »die Unterschiedlichkeit des Landkreises biete viele Chancen, um die sozialen, ökologischen und ökonomischen Herausforderungen des demographischen Wandels oder die Folgen der Klimaänderungen zu meistern und zu diesem Behufe die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung von Leben, Arbeiten und Mobilität zu nutzen«!

        Wenn dann eines Ihrer Schäfchen »Hähhh?« blökt, illustrieren Sie direkt am historischen Beispiel, was Sie meinten:

        Vorm Rathaus stand ein Automat
        um die Jahrhundertwende,
        der jeden an das Schienbein trat,
        der dafür zahlte. Ende.

        Gefällt mir

  7. Otto Berg schreibt:

    Was mich erschüttert, ist nicht nur die mit dieser vollkommen aussichtslosen Kandidatin offenbarte Vorab-Resignation in Bezug auf eines der wichtigsten politischen Gestaltungsämter im Nordosten von Niedersachsen, das für die Grünen bis heute Vormittag durchaus in Reichweite war, wie Hans-Herbert Jenckel oben ganz richtig schreibt, sondern zugleich die Tatsache, dass der Name des Vorgängers vom neuen Landrat im Kreis Lüneburg, der am 26. Mai gewählt werden wird, schon jetzt beinahe gänzlich aus dem Gedächtnis der Bürger gelöscht zu sein scheint. Und das, obwohl die meisten von ihnen an den kaum genießbaren Suppen, die jener ihnen eingebrockt hat, noch mindestens ein halbes Menschenalter löffeln werden.

    Gefällt mir

    • Klaus Bruns schreibt:

      Herr Berg
      mir hat mal ein alter mitstreiter und ehemaliges spd-mitglied mal gesagt, es wäre egal, ob man an der parteispitze einen sandsack zur wahl stellt. er wird von den gläubigen dieser partei bestimmt gewählt. ich sehe es ebenso. das problem ist, die wähler die sonst andere parteien wählen , oder wechselwähler sind, werden einen sandsack nicht wählen. natürlich sind die grünen nicht besser , als andere parteien. sie schaufeln alle ihr eigenes grab. es gibt leider keine originale mehr. sie haben sich angepasst. ich empfehle den bürgern das alte griechische system. das los sollte entscheiden. nur so kann kein filz entstehen. schmunzeln.

      Gefällt mir

      • Otto Berg schreibt:

        Bei OB- und Landratswahlen ist das anders, Herr Bruns. Das sind keine Partei-, sondern Personenwahlen. Eine gute, in der Gegend verwurzelte Kandidatin könnte vom Grünen-Plus bei den Europawahlen profitieren, wie Herr Jenckel schreibt. Umgekehrt gilt das aber auch. Wer, wie Frau Romberg, als ohnehin chancenlos wahrgenommen wird, wird eher noch das örtliche Europaergebnis mit eintrüben, als dass sie/er Gnadenvoten bekommt. Denken Sie an das katastrophale Ergebnis von Althusmann in Seevetal bei der Wahl zum 18. Niedersächsischen Landtag vom 15. Oktober 2017. Um ein Haar hätte der aus dem Exil heimgekehrte und sofort zum CDU-Landeschef gekürte Berufssoldat den Einzug ins Hannoveraner Leineschlösschen verpasst. Das wäre dann wohl das merkwürdige Ende seiner an Merkwürdigkeiten nicht armen Eingleisigkeit gewesen.

        Gefällt mir

  8. Klaus Bruns schreibt:

    freunde der nacht, auch grüne machen fehler. import ist noch nie so gut gewesen, wie der export. schmunzeln. sagt zumindest die wirtschaft.

    Gefällt mir

  9. Klaus Bruns schreibt:

    https://www.youtube.com/watch?v=RP21evYWHmo Theater Katja Ebstein, finde ich hier passend.

    Gefällt mir

    • Marcel Märtens schreibt:

      „Wir geben alles für euch“?

      Das beste an dem Lied ist doch wohl der Anlass: „Eurovision“.

      Wahrhaftig! Wer hat die noch?

      „Seine Rolle finden. Auf der Bühne, in der Politik, im Leben – immer wichtig. … Verantwortlich über Dinge reden, sich sicher sein, das Thema und so die Situation beherrschen, den richtigen Text richtig kennen, das ist Voraussetzung dafür, ihn glaubwürdig ausdrücken zu können. Würde man einen Schauspieler ohne all dies überhaupt auf die Bühne lassen?“
      Vgl.: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/politik-als-schauspiel-das-grosse-bunte-staatstheater-13001053.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0

      Münteferings Zuversicht vom Sommer 2014 mit Blick auf „das Wissen“ speziell „unserer“ Lokalpolitiker teile ich leider nicht: „Wir wissen: Wir sind Gewählte, keine Erwählten.“ In Lüneburg weiß man derlei immer nur unmittelbar vor der Wahl. Dann gerät das in Vergessenheit.

      Und sicher: „Inszenierungen können ganz schön sanft daherkommen und doch wirksam sein.“

      Können!

      Müssen aber nicht.

      Das Stück mit Erika Romberg in der Hauptrolle wird sicher keine wirksame Inszenierung und bestimmt gleich nach der Generalprobe vom Spielplan genommen.

      Schade um Zeit, Geld und Mühe.

      Gefällt mir

  10. Dirk Schäfer schreibt:

    Erika Romberg?

    Braucht die einen Versorgungsposten? Was für ein Schlag ins Wasser! Was für eine leichtfertig verschleuderte Chance der LüneGrünen!

    Dann bleibt ja im Kreis alles beim Alten und das nächste Vierteljahrhundert sozenunionierter Klüngelunkultur steht seinen Bewohnern bevor.

    Gefällt mir

    • Lisbeth Hannemann schreibt:

      Ich fasse es nicht. Das Jenkelsche „P.S.“ stand eben gerade, als ich meinen Kommentar in die Tasten gehackt habe, doch noch gar nicht da. Ich stimme Ihnen zu, Herr Schäfer! Die Gelegenheit ist vertan. Frau Erika Romberg wird bei der Wahl am 26. Mai ungefähr so viele Stimmen bekommen, wie Frau Dorit Stehr bei der Kandidatennominierung auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung der Kreis-CDU am vergangenen Freitagabend im großen Saal des Erbstorfer Gasthauses Lim‘s. Die Ratsdame Claudia Schmidt und selbst die Kreistagsabgeordnete Petra Kruse-Runge (ganz zu schweigen von Amelinghausens Samtgemeinde-Bürgermeisterin Claudia Kalisch) würden hundertmal bessere Chancen haben als die blasse grünmelierte Job-Hopperin aus längst vergessenen GAL-Tagen in Hamburg.

      Gefällt mir

  11. Lisbeth Hannemann schreibt:

    „Da kommt jetzt vielleicht ein lachender Dritter oder besser eine lachende Dritte aufs Spielfeld.“ Wie aufregend geschwiegen! Das ist Suspense vom Allerfeinsten! Auch der Grünen-Sprecher des Kreisverbandes Lüneburg Claus Poggensee raunte in der zweiten Januarwoche Geheimnisvolles ins LZ-Mikrofon: Die hiesigen Bundes- und Landtagsabgeordneten hätten kein Interesse signalisiert; Jens Kiesel priosiere anderweitig; Andreas Meihsies sei beruflich unabkömmlich; Holger Nowak wolle sein Licht nicht mehr unter dem Scheffel hervorrücken. „Wir haben aber eine externe Bewerbung vorliegen, die durchaus bekannter ist.“ (https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/2235612-gruene-planen-eigene-landrats-kandidatur) Allein, was heißt „hiesig“? Miriam Staudte ist vor kurzem in den Nachbarlandkreis umgezogen. Der 28 Jahre alte Wismaraner Eric Böttcher hat seine Kandidatur zur Landratswahl aufgrund eines ernsten Augenaufschlags von Andrea Schröder-Ehlers bekanntlich schnell wieder zurückgezogen. Und was heißt „extern“? Vielleicht macht ja auch Bernd Althusmann doch noch sein Gratifikationsversprechen vom Juli 2017 wahr (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/elke-twesten-ex-gruene-soll-von-cdu-unmoralisches-angebot-erhalten-haben-a-1161581.html) und setzt Elke Twesten als B90/Grüne Spitzenkandidatin mit ministerialem Aplomb in der Neue(n) Sülze 4 durch. Nachdem es mit dem „auf längere Sicht angestrebten CDU-Mandat im Bundestag oder im Europaparlament“ (http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Niedersachsen/Wer-ist-die-abtruennige-Gruenen-Politikerin-Elke-Twesten) „aktuell“ nichts zu werden scheint und, wie’s aussieht, deren Bestallung als Leiterin des bald SUV-gerecht umgesetzten Norma-Nahversorgungszentrums an der Bundesstraße 209 bei Artlenburg (https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/1817512-feierlaune-in-artlenburg) ebenfalls nicht mehr in Frage kommt, wäre das doch mal eine Alternative für Danke.

    Gefällt mir

  12. Robert Schmitt schreibt:

    Frau Dr. Verlinden hat das Zeug (und wahrscheinlich bald auch die Chance), zur Bundesministerin zu avancieren. Doch auch Miriam Staudte wäre sicher sofort die prima inter pares, wenn sie sich zu den Landratskanditaten Jens Böther und Norbert Meyer gesellen und mit den beiden Silberrücken in den Wettbewerb um das Amt des obersten Kommunalbeamten treten würde.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s