Wenn Geschmack und Geruch schwinden, aber die Lücken im Gedächtnis wachsen

Lüneburg, 22. März 2021

In Kassel demonstrieren am Wochenende bis zu 20 000 Corona-Kritiker und Querdenker gegen die Pandemie-Maßnahmen, die Lage eskaliert. In Kirchgellersen im Landkreis Lüneburg sitzt Susanne Schumacher und kämpft gegen die Folgen der Viruserkrankung. Vermutlich die britische Mutation. Ihr Tagebuch zeigt, wie schnelle Corona aus einem unbeschwerten Leben eine Hölle macht.

Susanne Schumacher hat sich an alle Corona-Abstands- und Hygiene-Regeln gehalten. Sie hat das Virus trotzdem hart getroffen. Foto: privat

13. / 14. Februar: Ich genieße mein Wochenende nach einer erfüllenden Arbeitswoche, indem ich jeden Tag 13 Kilometer zügig mit meiner Hündin spazieren gehe, die Heidelandschaft betrachte, mich mit Freunden treffe und mein Auto zur Inspektion bringe. Ich bin mit meinem Leben rundum zufrieden und gut in Form. Ich bin 50 Jahre alt, würde mich als Leistungsträgerin bezeichnen und freue mich auf jeden neuen Tag.

17. Februar: Im Nachhinein rekonstruieren wir, dass dies der Tag ist, an dem ich mich im Büro anstecke, obwohl ich in einem Einzelbüro arbeite, nur wenige Menschen treffe, und zwar immer mit FFPII-Maske und ausreichendem Abstand. Schon seit Monaten halte ich die Corona-Regeln eisern ein und arbeite drei Tage pro Woche im Home-Office. Meine Kollegen genauso.

 18. Februar: Ich erfahre über unser Intranet, dass gestern Nachmittag ein Kollege mit Grippesymptomen nach Hause gegangen ist. Zum Glück hatte ich nur 30 Sekunden Kontakt mit ihm, und das mit Maske.

19. Februar: Ich fühle mich blendend und möchte trotz des (bislang unbestätigten) Corona-Verdachtsfalls auf der Arbeit nicht auf meinen wöchentlichen Spieleabend mit meiner besten Freundin verzichten, weshalb ich vorher einen Schnelltest mache: Er ist zum Glück negativ. Wir freuen uns.

 20. Februar: Bester Laune und beruhigt durch den gestrigen Schnelltest, gehe ich mit einer anderen Freundin spazieren und treffe einen Bekannten zum Kaffee in meiner Wohnküche. Ich habe Kuchen gebacken und bringe auch meinen Nachbarn noch ein paar Stücke rüber.

21. Februar: Am Nachmittag backe ich Scones bei meiner besten Freundin, trinke anschließend mit ihr und den beiden erwachsenen Kindern ein Käffchen. Und wir beiden Frauen spielen die Siedler von Catan. Ich finde es dort ziemlich kalt, friere auch auf dem Heimweg mit dem Hund durch unser Dorf, komme zu Hause mit Kopfschmerzen an und beschließe früh zu Bett zu gehen, weil am nächsten Morgen sicher alles schon wieder besser aussieht. Sicherlich habe ich mich nur ein wenig verkühlt, weil es außen schon frühlingshaft warm ist, in den Wohnungen aber vergleichsweise kühl.

22. Februar: Über Nacht sind die Kopfschmerzen tatsächlich weggegangen und ich arbeite regulär im Home-Office. Merkwürdig ist nur, dass ich am ganzen Körper friere, obwohl ich Ski-Unterwäsche und eine Fleecejacke trage und es laut Thermometer 22 Grad hat. Gegen Mittag fühle ich mich etwas matt und nicht ganz auf der Höhe, nehme aber an einer wichtigen Videokonferenz am Nachmittag noch voll konzentriert teil, die ich nicht verpassen möchte. Eine halbe Stunde später fühle ich mich so schlecht, dass ich mich von den Kolleginnen verabschiede und hinlege. Abgesehen von den notwendigen mini-kleinen Hundespaziergängen am Morgen, Versorgungsgängen in die Küche, um Tee und Wasser zu holen, und den entsprechenden Toilettengängen, verlasse ich die nächsten zwei Tage mein Bett nur noch einmal, um mich zum Arzt zu schleppen.

Die Grafik des Landkreises Lüneburg zeigt, wie schnell sich das Virus verbreitet. Grafik: Landkreis Lüneburg

23. Februar: Ich habe Fieber, friere fürchterlich, kann mich nur mit Mühe minimal bewegen, benötige ungefähr zehn innere Anläufe und all meine Kraft, um einen Arm anzuheben und mein Wasserglas an den Mund zu führen. Wenn ich schlafe, habe ich Albträume aller Art. Das wird noch die ganze Woche so gehen. Da mein Hund sich außer von mir von niemandem ausführen lässt, muss ich mich vor die Tür schleppen. Es kostet mich enorme Kraft, meine Treppe aus dem ersten Stock hinunterzugehen. Ich muss mich an beiden Geländern festhalten und kann jede Stufe nur mit zwei Schritten und kleiner Pause betreten. Die Hundeleine locker in der Hand zu halten, bereitet mir Schmerzen im Arm, als hätte ich drei Tage Tennis oder Golf gespielt. Mein Gang hat sich in den einer matten 90-jährigen Version meiner selbst verwandelt. Ich schaffe es mit großer Anstrengung und im Schneckentempo, mit meiner Hündin eine winzige Runde um den Block zu drehen. Die nächsten drei Wochen werde ich diese winzige Runde versuchen, zu einer kleinen Runde auszuweiten, was mich ziemliche Anstrengung kosten wird.

Der Kampf gegen die Virus-Armeen
Mein ganzer Körper beginnt zu schmerzen, als ich wieder im Bett liege. Ich habe das Gefühl, als würden mich 30 innere Armeen permanent attackieren, um irgendwo eine Schwachstelle zu finden und mich endgültig in die Knie zu zwingen. Sie lassen nichts aus: die Lunge und die Nieren schmerzen, die Knie und die Ellbogengelenke, und sämtliche Muskeln scheinen von einem gnadenlosen Muskelkater befallen zu sein. Der Reihe nach tut weh, was wehtun kann. Ich liege wehrlos da. 

Nach zwei Tagen wird der große Schmerzschub nur noch in der unteren Körperhälfte stattfinden, wo ich dann eine Woche lang Puddingbeine und Muskelschmerzen haben werde, die Wadenkrämpfen im gesamten Bein ähneln. Im Haus bewege ich mich in mich zusammengesackt und mit schleppenden, schlurfenden kleinen Schritten. Zu mehr reicht meine Kraft nicht aus. 

Warten auf das Testergebnis
Ich beschließe, beim Arzt anzurufen, um einen Corona-Test zumachen. Arzt eins in der Nähe lehnt ab, er nimmt keine Patienten mehr auf. Zu Arzt zwei, meinem früheren Hausarzt vor dem Umzug, muss ich trotz Fieber und elendemGesamtzustand 15 km hin und 15 km zurück mit dem Autofahren. Ich fahre 60 statt 100 km/h, weil ich mehr nicht schaffe. Beim Arzt muss ich draußen mit Maske 20 Minuten im kalten Wind vor der Tür stehen. Ich habe das Gefühl zu kollabieren, weil mich das Stehen so anstrengt. Ich höre Vögel, finde aber keine Kraft, mich über den Frühling zu freuen. Beim PCR-Test bekomme ich heftiges Nasenbluten und fahre mit einem Taschentuch in der Nase zurück nach Hause, wo ich sofort wieder ins Bett falle.

24. Februar: Mir ist elend, ich bin nach zehn Stunden Schlaf noch immer hundemüde und mir tut alles weh. Das Gesundheitsamt ruft an: Mein Corona-Test war positiv, ich muss 21 Tage in Quarantäne. Obwohl ich kaum klar denken kann und nur schlafen will, verbringe ich die nächsten vier Stunden am Telefon, um alle Kontakte der letzten vier Tage zu informieren, mit dem Arzt zu sprechen und ausführlich dem Gesundheitsamt zu berichten, wen ich wann wie lange getroffen habe, und wie die genauen Umstände dabei waren.

Die bange Frage lautet: Wen habe ich angesteckt?
Erschüttert stelle ich fest, wie viele Personen zusammenkommen, auch wenn man sich an die Regeln hält. Ich befürchte, die schwer mehrfachbehinderte Tochter meiner Freundin angesteckt zu haben, mit der ich spazieren gegangen bin. Mein zweiter Gedanke ist, dass der Bekannte, mit dem ich Kaffee getrunken habe, bei positivem Test-Ergebnis seine Praxis womöglich drei Wochen lang schließen muss und ich schuld daran bin. Es rufen zwar alle zurück und beruhigen mich, dennoch bleibt ein ungutes Gefühl. 

Herausstellen wird sich, dass ich alle angesteckt habe, die ich zwei Tage nach dem Schnelltest getroffen habe, jedoch niemanden in den Tagen zuvor. Immerhin. Trotzdem bleibt es belastend, dass wegen mir sieben Personen in Quarantäne müssen und die Familie meiner besten  Freundin jetzt auch positiv ist.

So ist die Lage am 22. März 2021 in Niedersachsen aus. Die Zahl der roten Landkreises hat von Tag zu Tag zugenommen, die grünen Kreise sind bis auf Goslar verschwunden. Grafik: NDS

Erste Woche seit dem positiven PCR-Test:
Ich schlafe nachts 10 Stunden und tagsüber 2-4 weitere. Meine morgendliche Hunderunde ist der Gradmesser für den Start in den Tag. Kein einziges Mal schaffe ich meine übliche kleine Hunderunde, sondern muss jedes Mal die Strecke abkürzen. Dafür brauche ich doppelt so lange, bis ich wieder zu Hause bin. Ich muss mich sofort nach dem Frühstück hinlegen, weil ich völlig fertig bin. Lesen oder fersehen kann ich in dieser Woche gar nicht, weil ich nicht aufnahmefähig bin.

Ich dämmere so vor mich hin und zwinge mich, dem Hund zuliebe ab und zu etwas aufzustehen. Zudem zwinge ich mich, etwas zu trinken und zu essen, obwohl ich vier Tage lang wieder riechen noch schmecken kann. Mein Frühstücksbrötchen ist eine einzige pampige Masse im Mund. An zwei Tagen schmerzt meine gesamte Hautoberfläche morgens so, dass es mir unmöglich ist, mich mit meinem flauschigen Duschhandtuch abzutrocknen. Ich kann mich nur ganz vorsichtig trockentupfen. Ansonsten habe ich das Gefühl, ich raspele mir die Haut vom Leib. In dieser Woche ist die morgendliche Dusche das einzige, was mich an mein reguläres Menschsein erinnert. 

 Zweite Woche nach dem PCR-Test: 
Ich beginne erstmals wieder etwas Interesse für die Welt außerhalb meines Körpers zu entwickeln. Diese Phase hält allerdings nie lange an. Arbeit, Freunde, Weltpolitik, alles verschwimmt in einem fernen Kosmos, der mich nichts angeht. Mir fehlt schlicht die Kraft, um für irgendetwas Interesse zu entwickeln. Mit geschlossenen Augen auf dem Sofa kann ich Krimi-Hörbücher hören, die ich an sich liebe. Immer wieder entgleitet mir jedoch die Konzentration, so dass ich teilweise fünf Kapitel zurückspulen und wieder von vorne anfangen muss. Teilweise höre ich Kapitel dreimal, ohne sicher zu sein, ob ich sie wirklich verstanden habe. Eine ganze Zeitung kann ich in dieser Woche noch nicht durchlesen, ich schaffe es aber, Bilder und kurze Artikel in Zeitschriften anzuschauen. Dazu muss man wissen, dass ich ansonsten beruflich fast ununterbrochen anspruchsvolle Texte lese. Um nicht völlig durchzuhängen, beginne ich Bilder aus Zeitschriften auszuschneiden und in ein Büchlein zu kleben. Danach muss ich mich wieder hinlegen und schlafen. Die gesamte Außenwelt verschwimmt. Ich weiß nicht genau, wie lange ich schon zu Hause bin und welche Wochentage wirhaben. Ich trage die gesamte Woche über dieselbe Hose und denselben Pullover, weil alles egal ist.

Wenn einem das Wort nicht mehr einfällt
Mental dominieren in dieser Woche die Wortfindungsstörungen. Mir fällt der Begriff für eine berufliche Tätigkeit nicht mehr ein, die ich ein halbes Jahr lang intensiv ausgeübt habe. Mein Hörbuch-Krimi spielt in der Hauptstadt von Dänemark, wobei mir weder Dänemark noch Kopenhagen mehr einfallen, als ich einer Freundin am Telefon erzählen möchte, womit ich mich zur Zeit beschäftige.        Stattdessen sage ich „Stockholm“ und weiß dabei, dass es falsch ist. Meine Hündin kommt aus Taiwan; als ich dies einerweiteren Freundin am Telefon erzählen will, komme ich nur auf die Philippinen und Vietnam. Ich mache mir Sorgen, wie ich auf der Arbeit auf diese Weise funktionieren soll.        

Dritte Woche nach dem PCR-Test:
Allmählich gewinne ich an Kraft und schaffe meine normale morgendliche Hunderunde wieder ohne Abkürzung, allerdings brauche ich 45 statt 25 Minuten dafür. Auch für alle anderen Verrichtungen benötige ich die 3- bis 5-fache Zeit. Mir fehlen Kraft und Konzentration, um Vorgänge zu Ende zu bringen. Das wird jetzt allmählich beängstigend, denn eigentlich wollte ich schon zweimal wieder zu arbeiten beginnen. Jedes Mal muss ich einsehen, dass mein Kopf noch nicht mitmacht. Inzwischen schlafe ich nur noch 8-9 Stunden in der Nacht undzudem tagsüber 0,5 bis 3 Stunden. Jetzt beginnen die täglichen Kopfschmerzen, die auch ein Resultat der unendlichen Anstrengungen sind, die es bedeutet, sich auf Alltagsvorgänge zu konzentrieren. Ohne diese Anstrengung bekomme ich einfache Vorgänge nicht zu Ende. Ich räume die Spülmaschine ein, klappe sie zu und vergesse den Startknopf zu drücken. Dies merke ich  Stunden später, als ich sie ausräumen will.Dasselbe beim Wäschetrockner. Morgens nach dem Haarekämmen finde ich mich auf einmal mit einer Bürste in der Hand im Flur wieder und frage mich, wie ich dorthin gekommen bin und weshalb ich die Bürste mitgenommen habe. Auf beiden weiß ich keine Antwort.

 Am Ende der dritten Woche telefoniere ich mit dem Gesundheitsamt. Dieses interessiert sich nicht für mein Symptom-Tagebuch, was ich führen sollte. Schade eigentlich. Da ich noch Symptome habe, soll ich Montag zum Arzt gehen. Auch dieser wird mich nicht nach dem Tagebuch fragen. Ich entwickle genügend Kraft, um mich aber zu ärgern.

 Vierte Woche nach dem PCR-Test:
Ich fahre wieder mit dem Auto zum Arzt. Auch diesmal fahre ich langsam, weil ich Reize noch nicht wieder in normaler Geschwindigkeit verarbeiten kann. Da ich noch huste, mit Schwindel, Konzentrationsstörungen, zeitweisem Ausfall des Kurzzeitgedächtnisses, Kopfschmerzen und Schlappheit zu tun habe, werde ich für weitere anderthalb Wochen krankgeschrieben. Ich hätte auch drei Wochen wählen dürfen, möchte es aber wenigstens versuchen, vielleicht schon früher wieder arbeiten zu können. Meine Hunderunde kann ich jetzt zuverlässig gehen und habe sie an zwei Tagen sogar ein wenig ausgeweitet. Persönliches Highlight war ein Gang zum Bäcker in der Dorfmitte. Was bleibt, ist die Notwendigkeit, mich regelmäßig wieder auszuruhen. Das gilt nach kleinen körperlichen Anstrengungen ebenso wie nach geistigen. Wenn ich keine Liste auf meinen Küchentisch lege mit dem, was ich mir für den Tag unbedingt vornehme, kann ich sicher sein, dass ich es vergesse. 

 Konzentrationsschwächen
Als ich meine beiden kleinen Bio-Mülleimer nicht mehr finde, stelle ich fest, dass ich sie mitsamt dem Bio-Müll am Vortag in der großen Tonne entsorgt habe. Erinnern daran kann ich mich nicht. Ich gehe aus dem Wohnzimmer in die Küche, um mir Tee in meine Tasse nachzufüllen. Am Wasserkocher stehend, stelle ich dann fest, dass ich ohne meine Tasse losgegangen bin. 

 Ich stromere durch die Wohnung und tue nach dem Zufallsprinzip Dinge, die ich mir nicht vorgenommen habe, und die ich nicht zu Ende führe. Wenn ich etwas zu Ende führen will, muss ich mich regelrecht zwingen, nicht wegzulaufen und spreche am besten noch laut vor mich hin: „Ich koche mir jetzt einen Tee. Dann wische ich den Tisch ab.“ 

 Training für den Kopf
Um meinen Kopf für die Arbeit zu trainieren, nehme ich mir jeden Tag einige private E-Mails vor, die ich lese und beantworte. Einmal brauche ich für drei kleine E-Mails anderthalb Stunden, weil ich meine Konzentration nicht auf die kurzen Texte fokussieren kann. Ich sitze da und schaue auf den Rechner und lese die Zeilen wieder und wieder, kann aber den Inhalt der ersten Zeilen nicht behalten, wenn ich bei der folgten Zeile bin. 

Optimismus als Lebenselixier 
Zwischendurch fühlt sich mein Kopf an wie benebelt. Ich schlurfe durch die Wohnung und gehe langsam durch den Garten, in der Hoffnung, dass dieser Zustand sich wieder lichtet. In guten Stunden verspüre ich einen Hauch meiner normalen Lebensfreude und – kraft und gewinne an Hoffnung, bald wieder normal zu sein. In anderen Stunden beginne ich mich ernsthaft zu sorgen, wann ich wieder einsatzfähig bin, und wie ich am Ende aus diesem Krankheitsbild wieder herauskomme. Zum Glück bin ich von Grund auf optimistisch und zudem ein gläubiger Mensch, der in allem einen Sinn sieht. Das hilft mir, diese Stunden einfach so langedurchzuhalten, bis es mir wieder besser geht.

 Rückschläge gehören dazu
Ich erlebe zwischendurch immer wieder Rückschläge: Einem guten Tag kann ein Kopfschmerz-Tag folgen, einem fast hustenfreien einer, an dem mich Hustenkrämpfe schütteln, bis der Rücken wehtut. Der Hautausschlag am Dekolleté brennt mal mehr, mal weniger. Plötzlich fängt dann auch noch die Haut an den Unterarmen an zu brennen. Trotzdem bin ich froh, dass die britische Mutante B1.1.7 bei mir offensichtlich nicht auf die Lunge ging. Davor hatte ich am meisten Schissgehabt. Kurzatmig bin ich trotzdem, wenn ich langsam und gebückt ein bisschen Staub im Hof auffege oder meine Treppe hochgehe. 

 Inzwischen haben mir etliche Leute von ihren eigenen Langzeitwirkungen oder denen von Freunden berichtet. Von daher bin ich verhalten optimistisch und übe mich vor allen Dingen weiterhin in Geduld. Etwas anderes bleibt mir zurzeit wohl nicht übrig.                                                                                                                                                                                    

Das Virus greift gnadenlos und überall an
Vor Corona dachte ich, es sei primär eine Lungenkrankheit, war aber durchaus beunruhigt über Artikel, die auch vom Befall unterschiedlichster Organe berichteten. Vor einem Jahr dachte ich noch: „Was regen die sich alle so auf wegen grippeähnlicher Symptome?“ Jetzt weiß ich, das Virus greift gnadenlos an allen denkbaren Stellen an, die im Laufe der Erkrankung dann auch noch wechseln. Bei mir zum Beispiel von inneren Organen, Muskeln und Gelenken zur Haut und zum Gehirn. Unschön und eben auch beängstigend, weil man nur abwarten kann, wie man selbst betroffen ist, und keine Ahnung hat, ob man schnell und glimpflich durchkommt oder eben mit Langzeitschäden zu rechnen hat. Heute früh kann ich zum Beispiel leichte Kopfschmerzen, Schwindel, juckende Haut an den Armen und einen wieder nachlassenden Geschmackssinn bieten.

Susanne Schumacher       

Über jj

Journalist, Dipl.-Kaufmann
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37 Antworten zu Wenn Geschmack und Geruch schwinden, aber die Lücken im Gedächtnis wachsen

  1. Heidi Witzka sagt:

    Lüneburg wirft die Maske in den Ring: https://www.landeszeitung.de/lokales/249539-lueneburg-wirft-die-maske-in-den-ring/

    Schon kurz nach Ostern wird das Virus dann mit ganzen Kostümen bekämpft: https://img.nzz.ch/2021/3/27/728598e4-0ad5-4703-8141-05d7a41e011c.jpeg

    • jo bembel sagt:

      Als Modellstadt verfügt Lüneburg über die allerbesten Referenzen. Schließlich wurde schon äußerst erfolgreich ein Weihnachtsmarkt in Pandemie-Zeiten durchgeführt, ohne den die lokale Wirtschaft nicht überlebt hätte.

  2. Andreas Janowitz sagt:

    Es verdichten sich Hinweise das es tatsächlich eine Chimäre ist. Wäre Trump nicht so grotesk inkompetent gewesen hätte man mit dieser Information wohl schärfste Quarantänemassnahmen bereits im letzten Jahr durchsetzten können.

    https://www.uni-hamburg.de/newsroom/presse/2021/pm8.html

    Erklärt auch wesshalb Jack Ma in ungnade gefallen ist: Tencent hatte den tatsächlichen Umfang der Epedemie in Wuhan nach Taiwan durchsickern lassen. In der WHO Kommission sitzt jemand der an den Forschungen beteiligt war. Noch deutlicher kann man einen vertuschten Laborunfall im Oktober 2019 nicht als Ursache des Seuchenzuges beweisen.

  3. Anne König sagt:

    Ist „Modellversuch“ ein anderes Wort für „Wirtschaftshilfe“? Steht das Konzept für „Moneten first“ und „Menschenleben second“?

    Die Umfragewerte der CDU befinden sich im freien Fall und nähern sich denen der SPD mit zunehmender Rasanz: https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/cdu-und-csu-nur-noch-bei-26-prozent-die-gruenen-legen-zu-17270337.html

    Nach Vorwürfen in der Masken-Affäre verzichtet der nächste CDU-Politiker, der Berliner Niels Korte, auf eine Bundestagskandidatur. Die Behauptung, er habe politische Kontakte für unlautere Geschäfte genutzt, weist er zurück: https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/masken-affaere-cdu-politiker-korte-zieht-sich-zurueck-17270280.html

    Um Profilschärfe besorgte Politprofis sorgen sich auch in der Corona-Pandemie ausschließlich um sich selbst. Zu beobachten, wie die Lebenswirklichkeit außerhalb dieser Blase ignoriert wird, hinterlässt viele Menschen sprachlos: https://web.de/magazine/politik/politische-talkshows/hart-fair-laenderchefs-kassieren-schelte-organisierte-lebensgefahr-35675888

    Während die einen von „organisierter Lebensgefahr“ durch Regierungspersonal auf Länderebene sprechen, verteidigt Niedersachsens Digitalminister Bernd Althusmann (CDU) die geplanten Öffnungen in Modellkommunen trotz lawinenartig steigender Infektionszahlen. „Ich befürchte, wir werden mit einem gewissen Infektionsgeschehen in Deutschland leben müssen. Deshalb sind solche Modellversuche, wie ich finde, nicht unvorsichtig oder gar leichtsinnig“, sagte er bei NDR Info: https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/article231915375/Niedersachsens-Wirtschaftsminister-verteidigt-geplante-Oeffnungen.html

  4. Sabine Dittmers sagt:

    Mir fällt auf, dass hier sehr wenig zu den eindrucksvoll geschilderten Leidenserfahrungen von Susanne Schumacher kommentiert wird, aber umso mehr über die allgemeinen Umstände, in die ihre Infektion und ihr Umgang mit deren Folgen eingebettet sind.

    »Wir sind wunderliche Menschen,« sagte Eduard lächelnd. »Wenn wir nur etwas, das uns Sorge macht, aus unserer Gegenwart verbannen können, da glauben wir schon, nun sei es abgetan. Im ganzen können wir vieles aufopfern, aber uns im einzelnen herzugeben, ist eine Forderung, der wir selten gewachsen sind.«

  5. Ulf Reinhardt sagt:

    Sehr geehrte Frau Müller,

    ich teile den Kommentar von Robert Habeck nicht und werde diesen daher auch nicht kommentieren.

    Zu den grünen Antworten und Konzepten auf Bundesebene schauen Sie am besten in das Wahlprogramm, welches Sie hier finden:

    https://www.gruene.de/artikel/wahlprogramm-zur-bundestagswahl-2021

    Auf das kommunale Wahlprogramm müssen Sie wohl noch ein paar Wochen warten.

  6. Regine Müller sagt:

    Herr Reinhardt,

    ähnlich wie Sie hat auch Grünen-Chef Robert Habeck die Politik der Bundesregierung in der Corona-Pandemiebekämpfung stark kritisiert. „Jeder Kreisverband der Grünen ist inzwischen besser geführt als dieses Land“, sagte Habeck am Samstag auf einem Landesparteitag in Kiel. Seine Partei wolle die Ideenlosigkeit auf Bundesebene beenden. Das Land brauche neue Antworten.

    Ähnlich wie Sie hat Habeck seine These aber nicht empirisch belegen können und hat auch nicht ausgeführt, nach welchen Hinsichten die Kreisverbände der Grünen besser geführt seien als dieses Land. Würden Sie sagen, Habecks Einschätzung treffe auch für den Lüneburger Kreisverband zu? Inwiefern? Offen blieb auch, wie die Grünen die Ideenlosigkeit auf kommunaler, regionaler und auf Landes- und Bundesebene beenden wollen. Können Sie die Methode dieses Beendens und die Inhalte der fehlenden Ideen genauer beschreiben? Welche neuen Antworten braucht das Land? Brauchen die Stadt und der Landkreis Lüneburg ebenfalls neue Antworten? Welche sind das genau?

    Haben Sie Antworten auf diese Fragen?

    • Martin Kessler sagt:

      Die Bürger sind Corona-müde. Das ewige Hangeln von Ministerpräsidentenkonferenz zu Ministerpräsidentenkonferenz, die mal lockert, mal schließt, haben die meisten inzwischen satt. Egal ob Impfgipfel, Schnellteststrategie, Corona-Warn-App – es wird viel geredet, aber nur wenig gehandelt. In der Bekämpfung des Coronavirus sind die verantwortlichen Politiker außer Tritt geraten. Was liegt also näher, als einen neuen Aufschlag zu versuchen: Die Kanzlerin soll durchregieren?

      Für diese – nicht ganz ungefährliche – Haltung gibt es jetzt einen juristischen Kronzeugen, den Berliner Verfassungsrechtler und Rechtsphilosophen Christoph Möllers. Er lehrt an der Humboldt-Universität in Berlin und hat Bundesregierung und Bundestag vor dem Bundesverfassungsgericht in heiklen Rechtsfragen wie etwa dem NPD-Verbot vertreten. Erst vor Kurzem ließ er aufhorchen, als er im „Spiegel“ erklärte: „Der Bund kann die Bekämpfung der Pandemie gesetzgeberisch abschließend regeln. Der Lockdown ließe sich durch ein Bundesgesetz verhängen.“ Ministerpräsidenten oder andere Mitwirkende auf Länderebene wären nicht notwendig. (https://www.spiegel.de/politik/deutschland/christoph-moellers-fuer-lockdown-braucht-angela-merkel-aus-juristischer-sicht-keine-ministerpraesidentenkonferenz-a-f9424cc8-540f-4b34-a6c8-d839ff4fc102)

      Alle Beteiligten haben das bislang stets ausgeschlossen. Die Gesundheitsvorsorge und Infektionsbekämpfung ist laut Verfassung Ländersache. Wiederholt hatte Merkel ihre Machtlosigkeit beteuert und durchblicken lassen, dass sie gerne härter durchgegriffen hätte, ihr die Hände allerdings stets gebunden gewesen seien.

      Ein Blick ins Grundgesetz hätte Kanzlerin und Ministerpräsidenten eines Besseren belehrt. Nach Artikel 74 Absatz 1 Nummer 19 kann der Bund die Gesetzgebungskompetenz für alle „Maßnahmen gegen gemeingefährliche und übertragbare Krankheiten bei Menschen und Tieren“ an sich ziehen. Ein solches Gesetz bräuchte noch nicht einmal die Zustimmung des Bundesrats, auch die Ausführung der Vorschriften müssten die Länder im Sinne des Bundes leisten. Der zentralismuskritische Leipziger Staatsrechtler Christoph Degenhart gibt seinem Kollegen Möllers recht. „Ein Maßnahmengesetz mit Detailvorschriften ist im Seuchenfall auch allein auf Bundesebene möglich. Einen Lockdown könnte die Kanzlerin und ihr Kabinett ohne die Länder beschließen.“

  7. Markus Schulz sagt:

    Hallo Herr Reinhardt,

    nein, Vorverurteilungen soll es nicht geben, weder individuelle noch generelle. Da ist es gut und wichtig, dass Sie selbst heute deutlich zurückrudern, Ihre harten, aber bloß aus der Luft gegriffenen Vorwürfe der vergangenen Tage kassieren und offen und ehrlich einräumen: „Ich kann meine These, dass es Spitzenpolitiker häufig an operativen Erfahrungen und damit an operativen Fähigkeiten fehlt, nicht empirisch belegen.“

    Dass jedoch die bisher belegten Dimensionen des Maskenskandals längst jede Vorstellungskraft sprengen, ist inzwischen wohl nicht mehr von der Hand zu weisen. So hat es nicht nur in München (bei einem Geschäftspartner der beiden CSU-Politiker Alfred Sauter und Georg Nüßlein), sondern auch bei dem früheren thüringischen CDU-Bundestagsabgeordneten Mark Hauptmann einen, wie es heißt, „Vermögensarrest in Höhe von 997.000 Euro“ gegeben, um „unrechtmäßig erworbenes Geld zu sichern“. Das Geld stammt wohl zu größeren Teilen aus Maskengeschäften: https://www.landeszeitung.de/nachrichten/politik/246209-masken-und-mehr-lebensgefahr-fuer-die-union/

    Anbahnung und Verlauf der Lüneburger „Affäre“ sind dank LZ-Redakteur Zießler und seinem Rechercheteam gut dokumentiert (siehe unten). Ob es im Zusammenhang damit im niedersächsischen Landtag oder in der Landesregierung zu unerfreulichen Weiterungen und in der Folge davon zu neuen beschämenden Rücktritten kommt, werden die nächsten Tage und Wochen weisen.

    26.03.2021: https://www.landeszeitung.de/lokales/246110-wer-oeffnete-vonmaehlen-die-tuer/

    20.03.2021: https://www.landeszeitung.de/lokales/240750-aerger-mit-vonmaehlen-masken1/

    27.02.2021: https://www.landeszeitung.de/lokales/225509-hessen-weist-vonmaehlen-masken-zurueck/

    19.02.2021: https://www.landeszeitung.de/lokales/220339-weitere-masken-demaskiert/

    09.02.2021: https://www.landeszeitung.de/lokales/213654-im-knast-fiel-die-maske/

    04.09.2020: https://www.landeszeitung.de/lokales/110065-vonmaehlen/

    02.07.2020: ttps://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Ministerin-Reimann-Mangelhafte-Masken-getauscht,masken158.html

    17.04.2020: https://meine-onlinezeitung.de/covid-19/24012-mehr-schutzausr%C3%BCstung-made-in-niedersachsen

    17.04.2020: https://www.landeszeitung.de/lokales/stadt-lueneburg/23445-fuenf-millionen-masken/

    17.04.2020: https://www.mw.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/presseinformationen/mehr-schutzausrustung-made-in-niedersachsen-187553.html

    14.11.2019: https://www.landeszeitung.de/lokales/25678-von-null-auf-hundert/

    23.10.2017: https://www.landeszeitung.de/lokales/36490-gruendergeist-per-ladekabel-zum-millionenerfolg/

    20.04.2016: https://www.landeszeitung.de/lokales/44020-321997/

    • Peter Luths sagt:

      Sehr geehrter Herr Schulz,

      Ihre Methode ist zu offensichtlich, um ihr nicht etwas entgegenzutreten.

      Indem Sie die von Ihnen so bezeichnete „Lüneburger „Affäre““ offenkundig von einem hiesigen Unternehmen gelieferter falsch zertifizierter Masken in einem Atemzug mit der Frage nach „beschämenden Rücktritten“ im Landtag und der Landesregierung verbinden und das noch dazu in einen Zusammenhang mit zurückgetretenen Mandatsträgern bringen, die für von ihnen vermittelte Maskenlieferungen stattliche sechsstellige Geldbeträge erhalten haben sollen, insinuieren Sie, dass auch Vonmählen Abgeordnete oder Minister bzw. Staatssekretäre dotiert haben könnte. Das geht mir zu weit, weil Anhaltspunkte dafür derzeit überhaupt nicht vorliegen.

      Bereits die von Joachim Ziessler in der heutigen LZ überschriftlich gestellte Frage „Wer öffnete Vonmählen die Tür?“ könnte manchen Leser zu dem Gedanken verleiten, es sei nicht etwa geradezu die Aufgabe eines Wirtschaftsministeriums, im Lande befindlichen wirtschaftlichen Akteuren dabei behilflich zu sein, wirtschaftlich zu agieren. Dazu kann es auch zählen, bei einem Bundesministerium nachzufragen und zu bitten, „sich den Vorgang nochmal anzuschauen.“ Womöglich sogar, um nicht – wie von Ihnen – dem Vorwurf unredlichen Verhaltens ausgesetzt sein zu können.

      • jj sagt:

        Lieber Herr Luths, ich sehe das ähnlich, deswegen werde ich solchen Spekulationen, solange keine Antwort aus Hannover vorliegt, auch keinen Nährboden mehr liefern. Lg jj

      • Detlev Schulz-Hendel sagt:

        Bei den Grünen Anfragen zu den Geschäften mit den Masken des Lüneburger Unternehmens geht es nicht um Behauptungen, Verdächtigungen und Vorverurteilungen von Niedersächsischen Ministern, sondern ausschließlich um Fragen zur kompletten Aufklärung der Rolle der Niedersächsischen Landesregierung. Das muss nach der Aufdeckung des Maskenskandals mit der unverschämten Bereicherung von diversen Bundestagsabgeordneten und der schamlosen Ausnutzung der Pandemie auch im Interesse der Landesregierung und des Wirtschaftsminister Althusmann liegen. Das Vertrauen in die Verlässlichkeit verantwortlicher Politiker in der Pandemie ist deutlich ramponiert und diese Entwicklung ist brandgefährlich, da sie auch undemokratischen Parteien einen nicht zu vertretenen Auftrieb geben kann. Das ist ein wichtiges Argument, welches uns Grüne im Landtag zu den Anfragen bewogen hat.

      • Peter Luths sagt:

        Na, das sind ja ausschließlich heilige Motive, die Sie treiben, Herr Schulz-Hendel. Noch dazu auf dem Nährboden, auf dem keine Spekulationen mehr sprießen sollten, solange nicht Antworten aus Hannover vorliegen.

        Ja, ich verurteile wie Sie scharf, wenn Mandatsträger ihre Stellung für persönliche Vorteile ausnutzen, sei es für – im doppelten Sinn – maskierte Provisionen und Beraterhonorare oder beim Vorbeidrängeln an der Impfwarteschlange. Und zwar nicht nur, weil solches Verhalten Vertrauen erschüttert.

        Entsprechend kritisch sehe ich es aber auch, wenn Zusammenhänge hergestellt werden zwischen solchem verurteilungswürdigem Vorgehen und regelmäßig anzutreffendem unternehmerischem und politischem Handeln.

        Was ist geschehen?

        Ein hoffnungsvoll gestartetes und Lünalepreis-dekoriertes Lüneburger Start-up sieht unternehmerische Chancen und begibt sich auf ein Spielfeld abseits ihres vertrauten Terrains. Es bezahlt dafür mit der Insolvenz und viele Gläubiger, Beschäftigte, Steuerzahler zahlen mit.

        Ein Wirtschaftsminister gibt an, nicht in die ursprüngliche Beschaffung offenkundig mangelhafter Masken durch das Bundesgesundheitsministerium eingebunden gewesen zu sein, und sein Ministerium startet, veranlasst durch das in Schieflage geratene Start-up, dort eine Nachfrage und bittet darum, sich den Vorgang nochmal anzuschauen.

        Wenn zwischen diesem Vorgehen und „der Aufdeckung des Maskenskandals mit der unverschämten Bereicherung … und der schamlosen Ausnutzung der Pandemie“ von Ihnen, sehr geehrter Herr Schulz-Hendel, ein Zusammenhang hergestellt wird, Sie gleichzeitig angeben, dass es keine Spekulationen geben dürfe und genau diese anheizen, reihen Sie sich neben den Foristen Markus Schulz und die Überschrift „Wer öffnete Vonmählen die Tür?“ Joachim Ziesslers, wird doch immer auch etwas hängenbleiben, wenn Dreck geworfen wird.

        Da uns im Bund und im Land Wahlkämpfe bevorstehen, wird das manch einer auch scheinheilig und wenig vertrauensbildend finden können.

      • Peter Luths sagt:

        Liebe Frau Schumacher,

        bitte entschuldigen Sie, dass wir etwas abgedriftet sind.

        Gute Besserung!

        Gruß, PL

      • Ralf Bullmann sagt:

        In Sachen Wirtschaftskompetenz, behaupten Christdemokraten, habe die CDU lange die Nase vorn gehabt. Niemand konnte so ganz genau sagen, warum das so gewesen sein soll.

        Sind Sie dazu in der Lage, Herr Luths?

        Hat das Kompetenzgerücht vielleicht auch mit dem Adressbuch zu tun, dass der geschickte Door-Opener Friedrich Merz sich in den letzten zehn Jahren hat versilbern lassen?

        Durch Corona und Lobbyaffären gerät dieser Ruf nun vollends in Gefahr.

        Wer hat mit Masken oder Beraterhonoraren viel Geld verdient? Wer ist von welchen Ämtern zurückgetreten? Und was war da noch mal mit Aserbaidschan? Die wichtigsten Akteure und Vorwürfe im Überblick:

        https://www.sueddeutsche.de/politik/cdu-csu-korruptionsaffaere-ueberblick-1.5240578

      • Peter Luths sagt:

        Ja, das bin ich, Herr Bullmann.

        Ich werde jedoch auf die Mühe verzichten, Ihre Sicht aufzuhellen, wenn Sie pauschal die – ich wiederhole mich – absolut verurteilungsbedürftigen Verhalten einzelner Mandatsträger mit „der“ Wirtschaftskompetenz „der“ CDU gleichsetzen.

        Zudem: Ich treffe gelegentlich mit Friedrich Merz per Videokonferenz zusammen und bin sehr angetan von seiner klaren Analyse, seiner Lösungsphantasie und seinem umsetzungsorientierten Herangehen. Das wird es sein, was ihm auch in der Wirtschaft Erfolg beschert haben dürfte und weniger sein Adressbuch.

  8. Ulf Reinhardt sagt:

    Sehr geehrte Frau König,

    ich kann meine These, dass es Spitzenpolitiker häufig an operativen Erfahrungen und damit operativen Fähigkeiten fehlt, nicht empirisch belegen. Selbstverständlich ist es so, dass Politiker mit unterschiedlichsten Erfahrungshintergründen mal mehr und mal weniger erfolgreich handeln.
    Dementsprechend ist es natürlich nicht so, dass sich bestimmte Berufsgruppen besonders für politische Ämter eignen und entsprechend bessere Erfolgsbilanzen vorweisen können.

    Dennoch ist festzustellen, dass Verwaltungsbeamte sowie Menschen, welche nur wenige Erfahrung außerhalb des Politikbetriebs mitbringen, in unseren Parlamenten überrepräsentiert sind.

    In akuten Krisensituationen, wie der aktuellen Pandemie, sind operative Fähigkeiten gefragt, welche über das Formulieren von Zielvorstellungen deutlich hinausgehen.

    Menschen, die tagtäglich umsetzungsorientiert und erfolgsorientiert arbeiten, können die Folgen ihres Handelns recht gut einschätzen. Genau dies scheint mir bei Spitzenpolitikern heute häufig nicht mehr gegeben.

    So hätte im Corona Kabinett auch nachts um zwölf dem einen oder anderen auffallen müssen, welche Barrieren einem nicht definierten, kurzfristig einberufenen Ruhetag entgegenstehen.

    Gleiches ist bei zahlreichen Gesetzen zu beobachten, welche gut gemeinte Ziele formulieren, auf der Instrumentenebene jedoch von vornherein so angelegt sind, dass der gewünschte Erfolg nicht eintreten kann. Als hervorragende Beispiele eignen sich hier die Elektromobilitätsstrategie der Bundesregierung von 2010 sowie das Mieterstromgesetz.

    Auch hier fehlt es an handwerklichem Know-how, Ziele durch geeignete Maßnahmen umzusetzen.

    • Klaus Bruns sagt:

      Dennoch ist festzustellen, dass Verwaltungsbeamte sowie Menschen, welche nur wenige Erfahrung außerhalb des Politikbetriebs mitbringen, in unseren Parlamenten überrepräsentiert sind. stimmt. und woran liegt es ? vielleicht daran, dass die wirtschaft ihre mitarbeiter für die politik erheblich weniger freistellen, als behörden?

    • Peter Luths sagt:

      Sehr geehrter Herr Reinhardt,

      ich gebe Ihnen Recht, dass ein wenig mehr Lebensklugheit und Umsetzungserfahrung sicherlich manche unausgegorene Maßnahme besser gestaltet oder entbehrlich gemacht hätte.

      Ich darf hinzusetzen, dass beides guttut: Die Vertrautheit mit dem komplexen exekutiven und legislativen System u n d eine verlässliche Einschätzung, welche Kräfte deren Entscheidungen bei uns allen bewirken.

      Ein Grund, warum ich mich – kleiner Werbeblock – immer auf und über die Debatten in der Mittelstands- und Wirtschaftsunion auf Bundes-, Landes- und Kreisebene freue, die sich als Scharnier zwischen Mittelstand und Politik versteht.

      Beste Grüße

      Peter Luths

    • Andreas Janowitz sagt:

      Herr Reinhardt ist es nicht ein wenig zu einfach Verwaltungsbeamte als alleinigen Hemmschuh hinzustellen? Ja, Inkompetenz und Lakaientum spielen sicher eine Rolle, allerdings stellt sich im Umgang mit tansnationalen Konzernen ein Problem dar welches für Ottonormal Verbraucher völlig abwegig erscheint: die Steuer“optimierung“.

      Steuerflucht und Aushöhlung der nationalen Steuergesetzgebung ist dort oberstes Primat. Weswegen können Alphabet und Amazon gigantische Gewinne generieren? Weil keine Steuern anfallen. Das gilt im übrigen auch für die sog. hidden Champions aus der Bundesrepublik, nur das niemand diese „mittleständischen Unternehmen“ kennt. Fast immer hochspeziealisierte Monopolisten mit Muttergesellschaften in Steuerfluchtoasen.
      Dagegen können einfache Verwaltungsbeamte nunmal nichts machen und wenn dann ist das Ende der Karriere nahe, wie die Schikane und Sabotageaktionen gegen Steuerfahnder vor 10 Jahren in Hessen beweist.

      Im Energiesektor ist die Freakshow noch offensichtlicher? Der Preis für Energieträger ist ein reiner Fantasiepreis. 1m³ Gas „kostet“ in wirklichkeit mehr als das Bohrgestänge und die Pipeline aufstellen?! Die Mär von der sauberen Atomkraft ist Fiktion par excelance.

      Um auf den orginären Post zurrückzukommen: das Gequake vom „Erfolg“ der Israelis, Briten wem auch immer ist Blödsinn. Die Nachfrage übersteigt das Angebot um das 20-30fache? Diese Schere lässt sich nicht schliessen! Zumindest nicht binnen Wochen.
      In der wirklichen Welt bedeutet das 16 Mrd Dosen! Die global zerstückelten Produktionsketten für alle Vor- und Zwischenprodukte machen Kapazitätssteigerungen nicht einfacher.

      Die dummdödeligen Wahlkrampf ansagen allendhalben sind umnachtet, nichts weiter.
      Und nur um den Luxusgehalt unserer Erstweltproblemchen zu unterstreichen: in Indien hat sich wohl ein neuer Virusstrang aus britischer und südafrikanischer Variante gebildet.
      EU Exportstop heisst die Wahrscheinlichkeit für weitere Mutanten zu erhöhen, denn hier gibt es wenigstens sowas wie ein Gesundheitssystem. Sie glauben doch nicht ernsthaft in Tansania gäbe es keine Covid-Fälle. In ganz Afrika wird einfach nicht getestet! Geschweige denn ermittelt was die Todesursache war.

      Osterurlaub auf Malorca ist ein Sieg der Lobbyisten. Professionelle Maskenpflicht überall ebenso. Dieses hohle Geseiher vom „Erfolg“ der anderen ist eine Neiddebatte für Minderbegabte! Hier alle so schnell wie möglich Durchzuimpfen, während der Virus überall neue Stämme bildet unterstreicht nur wie unfähig unsere Steinzeitgesellschaften im Umgang mit echten Problemen sind.

      Unsere Presse hat schon längst die Ode an die Idiotie angestimmt.

  9. Anne König sagt:

    Sehr geehrter Herr Reinhardt,

    könnten Sie mir bitte Beispiele geben oder Namen nennen von Personen, die Ihren Anforderungen in der von Ihnen skizzierten Situation auf die von Ihnen gewünschte Weise genügen würden?

    • Berthold Ohms sagt:

      Nur mal so dahin gefragt: Könnte es nicht sein, daß gelegentlich „eine Mammutsitzung unserer Spitzenpolitiker mit einer ungeprüften und nicht umsetzbaren Idee“ endet, obwohl „hier viele gestandene und erfahrene Profis zusammenkommen, welchen zu ihrer Beratung in den Ministerien noch zehntausende ebenso erfahrene Beamte zu Seite stehen“, – weil alle diese Leute auch nur Menschen sind, denen nicht alles gelingt, was sie gerne gut machen würden?

      Ja, es fehlt an Impfdosen und Schnelltests, an Schulungsterminen für Hausärzte und Software für Terminverteilung, an Verdienstmöglichkeiten für Künstler und am Schutz vor Ansteckung im Altersheim, an Routine im virtuellen Schulunterricht und am Mut zur Durchbrechung der Routine im föderalistischen Mehrebenensystem. Aber fehlt es nicht vor allem rund um den Erdball an Erfahrung im Umgang mit diesem Virus? Fahren nicht alle Steuerleute überall auf dem Planeten das ihnen mehr oder weniger demokratisch anvertraute Staatsschiff auf Sicht durch den Nebel aus Mutmaßungen und rudimentären Kenntnissen? Fehlt es nicht an Wissen über die Eigenschaften der allerjüngsten Variante des Virus? Und fehlt es nicht an Geduld? Fehlt es nicht an Geduld, den Menschen, die Entscheidungen für andere zu treffen haben, die Zeit zu gewähren, die nötig ist, damit sie die Fähigkeiten erwerben können, die ihnen erlauben, nicht nur das Richtige zu tun, sondern dies auch richtig zu tun?

      An alldem fehlt es am Anfang des zweiten Jahres der Covid-19-Pandemie in Deutschland.

      Wo ist eine oder einer, der oder dem es nicht daran fehlt?

  10. Theo Fuchs sagt:

    „Long-Covid“ kann Corona-Patienten monatelang quälen.Schmerzen, Kurzatmigkeit, Organschäden und psychisches Leid. Weiß die Forschung inzwischen mehr darüber, wen es treffen kann?

    https://www.faz.net/podcasts/f-a-z-wissen-der-podcast/f-a-z-wissen-der-podcast-covid-19-und-die-langzeitfolgen-wen-trifft-es-17263179.html

  11. Ulf Reinhardt sagt:

    Was zeigt uns die gescheiterte fixe Idee der Osteruhetage?

    Anstatt sinnvolle und umsetzbare Konzepte auszuarbeiten, endet eine Mammutsitzung unserer Spitzenpolitiker mit einer ungeprüften und nicht umsetzbaren Idee.

    Wie kann das sein, wenn hier viele gestandene und erfahrene Politiker zusammenkommen, welchen zu ihrer Beratung in den Ministerien noch zehntausende ebenso erfahrene Beamte zu Seite stehen?

    Aus meiner Sicht spiegelt dieses Ergebnis zwei grundsätzliche Missstände unseres Politikbetriebs wider:

    1. Es gibt insbesondere unter den Spitzenpolitikern zu wenige, die über maßgebliche berufliche Erfahrungen verfügen, welche sie befähigen, nicht nur Ziele zu definieren, sondern auch umzusetzen. Ein paar Jahre in einer Anwaltskanzlei, Behörde oder Schule reichen eben nicht aus, um operative Fähigkeiten zu erlernen.

    2. Die mangelnden Erfahrungen und Fähigkeiten führen ebenfalls dazu, dass es nicht gelingt, umsetzungserfahrene Mitarbeiter in den Ministerien rechtzeitig einzubinden und sich durch diese zu der Frage der Machbarbeit beraten zu lassen. Möglicherweise prägen die Ministerien jedoch ebenfalls hierarchische Systeme, welche (wie auch im VW-Konzern, was den Dieselbetrug erst möglich gemacht hat) systematisch ausschließen, dass zu Fachfragen hilfreiche Stimmen gehört werden und entsprechenden Einfluss auf von Umsetzungsfragen geprägte politische Entscheidungen nehmen.

    Solange unser Politiksystem von operativ unerfahrenen, umsetzungsschwachen jedoch ebenso machtbewußten wie beratungsresistenten Politkern geprägt ist, werden wir in Krisensituationen nicht auf eine handlungsfähige Führung vertrauen können.

    • Andreas Janowitz sagt:

      Herr Reinhardt, hier muss ich widersprechen. Fr. Merkel hat lediglich zum Wohle der Partei die katastrophale Inkompetenz des Duo-Infernale gedeckt. Der eine quatscht vom „Ketchup-Effekt“ um die Unzuverlässigkeit der Konzernversorgung zu verschleiern und der andere hat eine groteske Serie von Totalversagen zu verantworten, die selbst im verkorsten Zerrbild der Konzernpolitik ein entbinden von Verantwortung nach sich zöge.

      Strukturell gibt es längst erkannte Defizite:
      https://www.3sat.de/wissen/wissenschaftsdoku/210318-buerokratie-wido-104.html

      Machten Journalisten ihre Arbeit, etwa einmal die Beschwerdekästen der Behörden untersuchen, könnte man leicht die Spreu vom Weizen trennen. Dazu gehört es auch Dinge zu bennen?! Dieser Kuschelkurs auf allen Ebenen hat Folgen.

      Und nein nur weil man sich in Konzernen hochgedient hat, muss man keinesfalls über Qualifikation verfügen. Noch viel weniger, wenn man seine Position ererbte?! Ich darf an den Taxifahrer einer gewissen Partei erwähnen, der trotzdem einen akzeptablen Aussenminister abgab?

      Das kommt davon, wenn es wichtiger ist „wie“ etwas gesagt wird, als „was“ der Inhalt des gesagten ist.

      Eine weitreichende Ausdehnung sämtlicher Quarantänemassnahmen ist angesichts des Impfstoffmangels unabdingbar….

    • Anne König sagt:

      Sehr geehrter Herr Reinhardt,

      unfähige Politiker gibt es auf allen Ebenen. In der EU-Kommision lachen Stella Kyriakides und Ursula von der Leyen freundlich in die Fersehkameras, in der Bundesregierung sitzen Andreas Scheuer und Svenja Schulze immer noch immer wieder vor irgendwelchen Mikrofonen, in der Landesregierung hörten „wir“ Carola Reimann und hören wir Bernd Althusmann Unausgegorenes über „die Zukunft unserer Kinder“ salbadern, im Kreishaus erlebten wir Manfred Nahrstedt und erleben wir immer noch Hinrich Bonin und Petra Kruse-Runge über die „Begrenzung“ der Multimillionenschäden faseln, die sie selbst mit angerichtet haben, im Rat wursteln Rainer Mencke und Friedrich von Mansberg im Verein mit Frank Soldan an einem Sisyphos-Hügel, ohne zu wissen warum und zu welchem Ende.

      Sie schreiben: „Solange unser Politiksystem von operativ unerfahrenen, umsetzungsschwachen, jedoch ebenso machtbewußten wie beratungsresistenten Politkern geprägt ist, werden wir in Krisensituationen nicht auf eine handlungsfähige Führung vertrauen können.“

      Glauben Sie, „wir“ würden in Krisensituationen einer handlungsfähigen Führung vertrauen können, wenn „unser Politiksystem“ von operativ erfahrenen, umsetzungsstarken, aber ebenso machtbewußten wie beratungsresistenten Politkern geprägt wäre?

      Ginge es dann nicht per Schussfahrt in Richtung Ungarn, Polen oder Türkei?

      • Ulf Reinhardt sagt:

        Hallo Frau König,

        ich spreche von den mangelnden beruflichen Erfahrungen und hieraus resultierend den fehlenden operativen Fähigkeiten der Mehrheit unserer Berufspolitiker.

        Sie sprechen von Politikern mit autoritären Gesinnungen. Diese können mehr oder weniger fähig und effizient sein, sie bleiben das was sie sind.

        Beide Themen haben wirklich gar nichts miteinander zu tun.

    • Klaus Ott sagt:

      Hallo Herr Reinhardt,

      in der schäumenden Betrugs-Brandung der CDU/CSU-Maskenaffären hat die Generalstaatsanwaltschaft München heute einen Geschäftspartner der beiden CSU-Politiker Alfred Sauter und Georg Nüßlein verhaftet sowie in größerem Umfang Vermögen sichergestellt.

      Auch in Lüneburg hat es „Deals“ gegeben https://www.landeszeitung.de/lokales/stadt-lueneburg/23445-fuenf-millionen-masken/ und haben sich CDU-Politiker engagiert. Siehe https://www.landeszeitung.de/lokales/stadt-lueneburg/23445-fuenf-millionen-masken/ und https://www.mw.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/presseinformationen/mehr-schutzausrustung-made-in-niedersachsen-187553.html

      Wann wird die Welle Lüneburg erreichen?

      • Ulf Reinhardt sagt:

        Hallo Herr Ott,

        wenn ich das wüßte, stände es morgen in der Landeszeitung. Dennoch halte ich es nicht für angemessen, sämtliche Politker der CDU / CSU unter Generalverdacht zu stellen.

        Etwas anderes ist es festzustellen, dass die CDU / CSU hier ein strukturelles Problemen hat, zu stark mit der Wirtschaft verwoben ist und bisher nicht einmal den Willen besitzt, dies zu ändern. So wehrt man sich auf Bundesebene seit 10 Jahren erfolgreich gegen ein Lobbyregister.

      • Andreas Janowitz sagt:

        Ah so! Wie mit dem Karneval des Irrsinns zu verfahren wäre gehört nicht hier her, aber sich Hals über Kopf aus dem erst besten Fenster zu schwingen und behaupten Notbehelfe aus dem letzten Jahr und gründsätzliche Änderungen an der global zerspliterten Produktionskette glichen Vorteilsnahme und Steuerhinterziehung ist völlig in Ordnung?

      • Markus Schulz sagt:

        Hallo Herr Reinhardt,

        wie es aussieht, rücken nun Fragen nach der Art und Möglichkeit einer Geschäftsbeziehung zwischen Bernd Althusmann (CDU) und Julian Thormählen um Multimillionendeals und Maskenbetrug in den Brennpunkt des parlamentarischen Aufklärungsinteresses: https://www.landeszeitung.de/lokales/246110-wer-oeffnete-vonmaehlen-die-tuer/

      • Ulf Reinhardt sagt:

        Hallo Janowitz, hallo Herr Schulz,

        sollte Herr Althusmann tatsächlich Einfluss auf die Maskenbeschaffung von der Firma Thormählen genommen haben, ist dies selbstverständlich aufklärungs- wie erklärungsbedürftig.

        Und würde der CDU dann tatsächlich vor die Füße fallen sowie für angemessene Wahlergebnisse sorgen. Die Häufung der Korruptionsfälle innerhalb der CDU/CSU ist erschreckend, dennoch darf aus meiner Sicht vor entsprechenden Untersuchungsergebnissen keine Vorverurteilung einzelner Personen erfolgen.

  12. Klaus Goerke sagt:

    Es tut mir leid für jeden Menschen der Krank ist, ich selber bin auch nicht der Gesündeste…Bei Ihrem “ Fall “ denke ich, das der Arzt beim Abstrich Ihren Hirnnerv gleichzeitig verletzt und kontaminiert hat (wegen Nasenbluten nach dem Test). es gibt auf die Bevölkerung gesehen sehr wenig solcher Fälle, und auch habe ich keine Publikationen dazu gefunden, deswegen denke ich, dass dies eher nicht eine Eigenschaft des Virus ist das Gehirn zu befallen. Ich wünsche Ihnen gute Besserung.

  13. Und dann, sehr geehrte, sehr tapfere Frau Schumacher, liest jemand wie Sie, dass es Minister gibt, von denen praktisch gar nichts mehr erwartet wird:

    »Am Ende haben sie sich noch mal zusammengerauft: Die Ministerpräsidenten und Kanzlerin Merkel verständigen sich nach einer siebenstündigen Unterbrechung auf einen harten Oster-Shutdown. Doch so mühsam war es noch nie.
    […]
    Und flächendeckende Tests für die Rückkehrer? Da wird es dem Vernehmen nach kurz unangenehm für Verkehrsminister Andreas Scheuer: Im Corona-Kabinett habe man doch besprochen, dass der CSU-Mann die Fluggesellschaften fragen soll, ob sie die Passagiere bei Einreise testen können, sagt Merkel Teilnehmern zufolge. Scheuers Antwort: Er habe jetzt in anderthalb Stunden noch nicht alle erreicht. Aber Lufthansa/Eurowings könne das wohl machen. ›Immerhin hast du mit einer Airline telefoniert‹, so wird Merkels spöttische Antwort wiedergegeben. Am Ende wird beschlossen, dass es bei Reisen ins Ausland eine generelle Testpflicht vor dem Rückflug geben wird, sie soll die Voraussetzung für die Einreise werden.«

    Quelle: DER SPIEGEL, »Chaos Corona Club«, 23. März 2021, https://www.spiegel.de/politik/deutschland/corona-beschluesse-von-angela-merkel-und-den-ministerpraesidenten-chaos-corona-club-a-84938199-ac7f-4f77-994c-465379aafc75

    Fällt Ihnen dazu etwas ein?

  14. Susanne Schumacher sagt:

    Lieber Herr Janowitz, gegen die brennenden Hautschmerzen habe ich ein Hydrocortison-Präparat erhalten, das ich aber nur einsetze, wenn es gar nicht mehr auszuhalten ist. Ich nehme zudem ein Eisen-Vitamin-Präparat, um wieder zu Kräften zu kommen. Laut Hausärztin muss ich mir „keine Sorgen machen – das kann durchaus noch einige Wochen dauern. Das ist völlig normal.“

  15. Andreas Janowitz sagt:

    Wurden ihnen Fr. Schumacher Entzündungshemmer verschrieben? Haben Sie irgendwelche Medikation erhalten?

    Wenn ich mir ihr Tagebuch so ansehe brech` ich mir lieber nochmal das Bein.

    Vielen Dank für ihre Dokumentation, jetzt weiss ich was „ein milder Krankheitsverlauf“ ungefähr bedeutet, immerhin mussten Sie nicht auf die Notfallstation.

    Es scheint als müsten in allen belangen Laien eine tragende Funktion übernehmen.

    Mir lag heute ein Sendung von „Dr.“ Bodo Schiffmann im Briefkasten: Corona gibt`s gar nicht.
    Wer finanziert solche Desinformation?

    Gute Besserung und bitte finden Sie die Kraft eine detailierte Dokumentation der LZ zukommen zulassen. Das wäre mal ein vernünftiger Leserbrief. Vielleicht fänden sich andere, die ähnliches durchmachten. Da ich in ihrer Alterskohorte „unterwegs“ bin würde mich schon interessieren wieviele um 18.000+-1.000 Tage Laufzeit solche Verläufe durchmachen mussten.

  16. Wieder ein Beitrag, bei dem ich „Gefällt mir“ nicht drücken mag. Es handelt sich schließlich um die Angst mit der ich und sehr, sehr viele andere nun seit einem Jahr leben. Und es zeigt, dass diese Schnelltests durchaus zu einem falschen Gefühl von Sicherheit führen können. – Tapfere Frau, sich wochenlang allein durch diese Krankheit zu kämpfen. – Die Demonstrationen gegen die Corona-Regeln machen mich unglaublich wütend.

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