Im Endspiel um die Elbbrücke wird viel verdrängt und vergessen

Lüneburg, 10. August 2018

Wir schreiben das Jahr 2018, Logbuch der Elbbrücke Neu Darchau. Das letzte Geld-Gefecht um die Brücke läuft, alle Mittel scheinen  recht, Verdrängen, Vergessen, Fünfe gerade sein lassen und vor allem die Hoffnung immer wieder zu nähren auf ein Happy end, was schon ein Kunststück ist – 25 Jahre lang, so alt ist die Rückgliederung des Amtes Neuhaus.

Es müssen noch mal die Fakten ran:

  1. Die Gemeinde Amt Neuhaus gehört seit 1993 nicht mehr zu den Neuen Bundesländern, sondern zu Niedersachsen. Niedersachsen hat keinen Anspruch auf Geld aus dem Einheitsfonds. Wenn es dazu andere Nebenabsprachen zwischen den Ländern Mecklenburg-Vorpommern (Neue Bundesländer) und Niedersachsen (Alte Bundeslönder) gegeben hat, Fußnoten dazu sind bekannt, dann sind die nicht ernsthaft verfolgt worden. Es stellt sich also die Frage: Wer hat damals geschlafen? 
  2. Nach Neu Darchau führt heute eine Kreisstraße, für Kreisstraßen ist der Landkreis Lüneburg zuständig, also auch für die Brücke. Der Kreis kann dafür bis zu 75 Prozent Fördergeld aus dem Topf Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz, kurz GVFG, einwerben.
  3. Genau aus diesem Grund ist die Straße nach Darchau von einer Landes- zu einer Kreisstraße runtergestuft worden. Als Aufgabe der Region, nicht des Landes, ist die Brücke auch im Landesraumordnungsprogramm verankert.
  4. Das Gutachten, das die AG Elbbrücke des Kreistages hat erstellen lassen, sagt zum einen, es gebe eine Regelungslücke im Staatsvertrag zwischen den Ländern über die Abtretung von Neuhaus, das bezweifeln die Juristen in Meck-Pomm, aber zum anderen auch, alle möglich Alt-Ansprüche seien verjährt.
  5. Immer wieder mal wurden auch EU-Mitteln für die Brücke prophezeit. Schon 1998 sagte Bundesverkehrsminister Matthias Wissmann, genau, der Chef-Lobbyist der Autobauer, zu, er werde sich darum kümmern. Lange nichts gehört. Als die Region Lüneburg dann 2007 in die höchste EU-Förderstufe aufgenommen wurde, sogenanntes Ziel-1-Gebiet wurde, passierte immer noch nichts. Wo war da der Polit-Libero, der die Anträge passgenau platziert? Da gab es eine Milliarde zu verteilen, und zwar nur für den alten Regierungsbezirk Lüneburg. Da fehlte auf dem politischen Parkett ein Holm Keller, der hat für die Uni Lüneburg 100 Millionen Ziel-1-Geld ergattert, andere hatten da noch nicht mal zum Stift gegriffen. Der viel kritisierte Uni-Vizepräsident war ein Antrags-Guru. Die hohe EU-Zeit ist längst vorbei, die Förderung runtergefahren, und doch träumen immer noch einige vom EU-Geld, das seit zwanzig Jahren regelmäßig wie das Ungeheuer von Loch Ness aus der Elbe auftaucht. 
  6. 2015 ist der Landkreis aus der Planung ausgestiegen, weil ihm die Brücke zu teuer wurde.
  7. Im März 2018 hat Niedersachsens Verkehrsminister Bernd Althusmann zugesagt, sofort Planungsgeld für die Brücke (700 000 Euro) freizugeben, wenn der Landkreis wieder einsteigt, und eine Förderung von 75 Prozent ohne Limit für den Bau nach GVFG-Kriterien.
  8. Nun schreibt der ehemaligen Bürgermeister von Bleckede, Brücken-Freund und ehemalige CDU-Kreistagsabgeordnete einen Brandbrief an Verkehrsminister Althusmann, das Land möge jetzt die Brücke endlich finanzieren, also nicht nur die 75 Prozent, sondern auch die fehlenden Millionen. Hoppe, den ich schätze, saß für die CDU sage und schreibe 43 Jahre im Kreistag, bis 2011, also auch, als die Landesstraße zur Kreisstraße wurde und der Kreis die Brücken-Last, freiwillig, aufgebürdet bekam. Das Lockmittel waren 75 Prozent GVFG-Mittel für die Brücke. Die erste Planung des Kreises endete in einem Desaster vor Gericht, der zweite Anlauf, begleitet von einer fatalen Bürgerbefragung, die viel Interpretationsspielraum ließ, wurde vom Kreistag gestoppt.

Und die Moral von der Geschicht? Je näher Politiker dem Amt Neuhaus kommen, umso mehr reden sie von der Brücke, je weiter sie sich entfernten, umso mehr befällt sie Gedächtnisverlust und Tatenunlust. Anders lässt sich nicht erklären, warum gerade in der Zeit, als der Staatsvertrag geschlossen wurde, Ministerpräsidenten, das waren Gerhard Schröder und Gerhard Glogowski von der SPD, und Landtagsabgeordnete nicht mit Nachdruck das Geld eingetrieben haben, von dem heute noch immer die Rede ist, 25 Jahre später. 

LZ-Artikel, Ausschnitt

LZ-Artikel aus dem Jahr 2000

Und dann die EU-Mittel, dazu hänge ich mal einen vielversprechenden wie abgehangenen LZ-Artikel an, auf den nichts folgte. Heute müsste man das Teilstück des Biosphärenreservates wohl zum  „Natur-Freizeitpark“ erklären, um Touristen in Massen zu locken, um an EU-Mittel zu kommen und Auto-Frequenz auf die Brücke zu bringen. 

Dem Land Niedersachsen, dass es nun für Hoppe richten soll, wird es schwer fallen, eine Lex Darchau zu statuieren und für rund 5000 Einwohner eine 70 Millionen Euro teure Brücke zu bauen, ohne Ansprüche in anderen Regionen zu wecken. 

Wie immer man es dreht, der Lüneburger Kreisstag ist am Zuge, die Causa Elbbrücke endgültig zu entscheiden, in dem er die Planung mit allen Konsequenzen wieder aufnimmt oder eben auch nicht. Denn jeder andere Weg wäre nur wieder ein Umweg, und weiter auf die Hoffnungs-Tour zu setzen, unerträglich. Ich bin gespannt auf den nächsten Kreistag, wer wagt sich vor?

                                                                         Hans-Herbert Jenckel

Und für Leseratten hier noch Fakten aus zwei Gutachten und der Beweis, dass eine Brücke nicht vor Einwohnerschwund schützt.

Amt_Neuhaus_Potenzialanalyse_und_Entwicklungskonzept_(05.2016)

Kernaussage: „Eine schnellere Erreichbarkeit der Kreisstadt Lüneburg, die
auch das nächstgelegen Oberzentrum ist, durch den geforderten Bau einer Elbbrücke würde die Gemeinde auch nicht in die „demografiefeste“ Zone bringen.“

Trotz Elbbrücke verliert auch Ludwigslust-Parchim, kräftiger als Neuhaus.

Gutachten zu Ansprüchen aus dem Staatsvertrag

Gutachten_Regionalwirtschaft_Stand_Nov_2011

Über jj

Journalist, Dipl.-Kaufmann
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85 Antworten zu Im Endspiel um die Elbbrücke wird viel verdrängt und vergessen

  1. Peter Ringer schreibt:

    So fabelhaft lustig und von einem ganz hohen Ross herabfeixend geht es zu, wenn der CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhard Pols („wir als Bund“) sich mit Chat-Freunden über die köstlichen Petitessen der anderwärts heftig umstrittenen Multi-Millionen-Steuergeldprojekte Elbbrücke und Arena Lüneburger Land („defizitäre kommunale Veranstaltungshalle“) austauscht:

    Auf Facebook hat der Glasermeister mit viel Sinn für ausgesucht feinen Humor das Gestottere von Manfred Nahrstedt kommentiert, das Hans-Herbert Jenckel gestern Mittag im Live-Video auslöste, als er bei dem Eingeständnis des Landrats nachhakte, dass die Arenakosten schon während der ausgedehnten Planungsphase – netto – von € 11 Mio. auf €14 Mio. gestiegen* sind:

    Eckhard Pols gestern:
    Brutto-Netto?! Darüber ist schon ein anderer führender Sozialdemokrat, ein Finanzminister** ins stolpern gekommen.
    Hat der LR eigentlich schon das Ok des Finanzamts dazu, ich glaube nicht.
    Aus den jetzt geschätzten 14 Millionen werden dann ganz schnell Brutto ca. 17 Millionen. Oder doch mehr….

    Stefan Koch meinte darauf heute Morgen:
    Eckhard, Du hast ja bestimmt noch weiter gehört:
    bring Du doch einfach die 3 Mio*** aus Berlin mit, dann ist die Brutto-Netto-Differenz egalisiert 😉😂.

    Darauf antwortet Eckhard Pols vor drei Stunden: · Stefan Koch Jetzt sollen wir als Bund auch noch defizitäre kommunale Veranstaltungshallen finanzieren? Für die Finanzausstattung der Gemeinden ist das Land zuständig. Fragt da mal nach. 😉

    _________________
    * Von Hans-Herbert Jenckels starrsinnigem Insistieren von vor einem Jahr, die Aufwendungen der Stadt seien bei einem Arena-Finanzierungsbeitrag von absolut maximal € 5,9 Mio gedeckelt und nicht bei einem relativen von 40% nach oben hin beliebig offen, lässt der Online-Chef inzwischen auch nichts mehr vernehmen.

    ** Pols meint den SPD-Kanzlerkandidaten Rudolf Scharping im Bundestagswahlkampf 1994, der zwar brutto und netto verwechselt hatte, aber niemals Finanzminister war. Und hatte die damalige CDU-Kanzlerkandidatin Merkel nicht im August 2005 im ARD-Sommerinterview erklärt, „dass die Bruttolöhne um ein Prozent sinken, wenn wir die Lohnzusatzkosten senken“? Diese Aussage ist sachlich falsch. Richtig hätte es heißen müssen: „… dass die Nettolöhne um ein Prozent steigen“. In diesem Sommer machte die Verwaltung der Stadt Gießen Schlagzeilen, die der Kalkulation eines ein Tunnelbauprojekts Brutto- und Nettobetrag verwechselt, und 500.000 mehr bezahlen musste, als beabsichtigt.

    *** Schon bei konservativ geschätzten Brückenkosten von € 75 Mio. würde „das Land“ 75%, also € 56,25 Mio. zahlen und „der Kreis“ maximal € 10 Mio., so dass für Herrn Althusmann (CDU) und Herrn Pols (CDU) € 8,75 Mio (und nicht € 3 Mio.) zu beschaffen wären. Bei einer realistischen Schätzung von € 100 Mio. würde „das Land“ ebenfalls 75%, also € 75 Mio. zahlen, „der Kreis“ aber immer noch nur € 10 Mio., so dass für Herrn Althusmann (CDU) und Herrn Pols (CDU) € 15 Mio. (und nicht € 3 Mio.) zu beschaffen wären.

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  2. Kai schreibt:

    Herr Nahrstedt zeigt auch im Hinblick auf ein anderes Thema, daß er gerne glaubt, was er glauben möchte, und daß er nicht unbedingt glaubt, was zu glauben vernünftig ist:

    So betont der Landrat zwischen Minute 3:57 und 4:07 mit besonderer Emphase, er wüßte, wozu er Geld ausgibt, wenn er hervorhebt: „ABER NUN ZUM LIBESKINDBAU – GANZ DEUTLICH: Die zwei Millionen, die wir vom Kreis dazugegeben haben, waren gut angelegtes Geld. Denn ich glaube, daß die Universität AUF JAHRZEHNTE dadurch gesichert ist.“

    Erstens: Waren es nicht € 2,5 Millionen, Herr Nahrstedt?

    Und zweitens möchte ich Sie an die Antwort der Leuphi-Studierenden Jasmin Poetzel vom 15. März 2017 um 22:37 Uhr auf dieselbe Zweckbehauptung von Seiten unseres Oberbürgermeisters in fast den gleichen Worten erinnern. „Die Leuphana und Marschall Potjomkin“ lautete übrigens die Headline von Hans-Herbert Jenckels Blog-Artikel über dem knackigen Kommentar von damals:

    „Keine Landesregierung wird jemals eine Uni mit einem Libeskind-Bau schließen“?

    Was für ein Unsinn, Herr Mädge ! Wieso denn nicht?

    Gebäude sind Hüllen. Genutzt werden können sie auf vielfältige Weise.

    Der Louvre, für drei Jahrhunderte vorwiegend Hauptwohnsitz der französischen Könige, ist heute ein Museum. Und das stolze Versammlungshaus der Lüneburger „Kalander des heiligen Geistes und der Jungfrau Maria an der St. Johannis-Kirche“ von 1491 (bzw. 1886), in welchem einmal Herzöge, Erzbischöfe, Äbte und wohlhabende Bürger der Stadt verkehrten, war während der Naziherrschaft eine Außenstelle des Konzentrationslagers Neuengamme – das Außenlager Nummer 22. Im Keller befand sich ein Gefängnis für bis zu 155 Häftlinge.

    Dokumentiert hier: https://blog-jj.com/2017/03/13/die-leuphana-und-marschall-potjomkin/#comment-248

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  3. Klaus Bruns schreibt:

    ich plane mal weiter. warum? man hat steuegelder zum verschwenden. ein frechheit ist das.

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  4. jj schreibt:

    Interview mit Landrat Nahrstedt zu Arena, wird teurer, und Elbbrücke, kommt, wenn überhaupt, erst in viele Jahren.

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    • Otto Berg schreibt:

      ➽ Jenckel ab Minute 6:42 (oder -18:08): Es habe in den sozialen Netzwerken „immer wieder Anwürfe“ gegeben, „dass Hoppe, Bahlburg, der SVG-Chef, und der Nahrstedt und Mädge immer zusammenhocken, zusammenglucken, und dass das Ganze [das Arena-Projekt] irgendwie ’n Geschiebe ist.“
      ➼ Die „Anwürfe“ lauten NICHT dass, die vier Herren „immer zusammenhocken“, sondern, dass zwei der Herren (Nahrstedt und Mädge) den zwei anderen Herren (Bahlburg und Hoppe) eine „Arena“ für (wie wir nun wissen) mindestens 14 Millionen Euro (netto) hinstellen und zusätzlich die darin verfolgten privaten Geschäfte von Bahlburg und Hoppe mit (wie wir nun auch wissen) mindestens 600.000 Euro im Jahr subventionieren. Und außerdem lautet ein „Anwurf“, dass das beplante Gelände für den geplanten Zweck untauglich ist, es sei denn, es wird mit Kosten weiterer Millionen Euros ertüchtigt. Schade, dass das nicht zur Sprache gekommen ist, sondern Nahrstedt die billige Ausflucht geboten (und von ihm auch dankbar ergriffen) wurde, treuherzig zu fragen, wann er und Mädge denn bitteschön „immerzu“ mit Hoppe und Bahlburg zusammenhocken würden.

      ➽ Nahrstedt ab Minute 5 ( oder – 19:51): „Scorpio hat uns unwahrscheinlich gut beraten.“ ➼ FKP Scorpio ist eine CTS Eventim-Tochter und damit ein Teil des größten und milliardenschweren Ticketing und Live-Entertainment-Unternehmens in Europa, ohne den auch im deutschen Veranstaltungsbusiness gar nichts geht. Wenn diese Profis einen Landkreis „beraten“ kostet das richtig fettes Geld. Wieviel wurde Scorpio für die „unwahrscheinlich gute Beratung“ bezahlt? Oder hat Landrat Nahrstedt die Herren Folkert Koopmanns (Scorpio) und Klaus-Peter Schulenberg (Eventim) heute Vormittag gerade erst darauf aufmerksam gemacht, dass sie noch ein Honorar im hohen sechsstelligen Bereich gerichtlich beizutreiben haben?

      ➽ Nahrstedt ab Minute 10 ( oder – 14:50): „Wenn die Planung [der Elbbrücke] fertig ist, wird [ihr Bau] entschieden – oder nicht. […] Ich sag mal, ein hanseatischer Kaufmann plant ’n Haus und guckt erstmal, wenn die Planung fertig ist: Was kostet das Haus denn?“ Dann entscheide er, ob das Haus gebaut werde oder nicht.
      ➼ Sehr weiser Grundsatz! Warum ist diese Maxime beim Arena-Bau NICHT beherzigt worden? Da sind erst einmal 3 Millionen Euro für ein ungeeignetes Grundstück und unbrauchbare Bauzeichnungen ausgegeben worden, dann ist die Entscheidung fürs Bauen durch die Gremien gepeitscht worden und ZULETZT ist seit nunmehr zwei Jahren geplant worden, OHNE dass es – bis zum Augenblick – eine Antwort auf die Frage gibt: Was kostet das Haus denn?

      ➽ Nahrstedt ab Minute 18:34 ( oder – 6:14): „Ganz klar: An der Trasse wird nicht mehr gerührt!“
      ➼ Dieser apodiktische Ausruf wird den Kreistag und die Verwaltung von Lüchow-Dannenberg sicher ebenso begeistern wie den Gemeinderat von Neu Darchau, den dortigen Oberbürgermeister Klaus-Peter Dehde, die Einwohner von Neu Darchau und sicher auch Andreas Conradt, den Sprecher der „Bürgerinitiative Ja zur Fähre – Nein zur Brücke“ aus Neu Darchau. Warum sagt Herr Nahrstedt nichts zu den Einwänden von K.-P. Dehde? Sie lauten: „Erklären Sie doch auch mal der Neuhäuser Bevölkerung, wo der LKW-Verkehr (Zunahme um mehrere hundert Prozent pro Tag) eigentlich durch Neuhaus geführt wird! Fragen Sie eigentlich auch die Bevölkerung von Tosterglope, wo der LKW-Verkehr durchgeführt wird? Und wie sieht es für die Menschen in Haar aus? Wurden die schon mal gefragt? Wer tritt für die Folgekosten ein? [Der Landkreis Lüneburg? Herr Althusmann? Oder gar Herr Pols als Privatmann?] Wohl ebenso wenig wie für die massiven Folgeschäden, die Sie in der Natur anrichten wollen.“

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      • Frau D. von der Elbe schreibt:

        Hallo, Herr Otto Berg, bisher waren Sie mir mit Ihren treffenden Äußerungen – auch an anderer Stelle – hinsichtlich der Arena sehr sympathisch, zeugen sie in meinen Augen von Sachverstand (z. B.: was verstehen die Planer unter Breitensport, der den Arenabau unerlässlich machen soll, eine plausible Antwort habe ich jedenfalls noch nicht vernommen).
        Mit welchen Hinweisen Sie, sehr geehrter Herr Berg, nun allerdings die Planung der Brücke in Frage stellen und so ganz und gar unkritisch die Anwürfe des Bürgermeisters aus Neu Darchau übernehmen, ja, da sind meine Sympathien für Sie dahin.
        Im Internet ist problemlos die Trasse einer geplanten Elbbrücke mit ihren Straßenausläufern einzusehen, so wie viele andere Informationen (wie z. B. Umweltverträglichkeit) auch. Die Einwohner der Gemeinde Neu Darchau werden minimalst davon berührt. LKW- Verkehr? Schauen Sie sich die weitere Umgebung an. Woher sollte dieser kommen? Wo sind die nächsten Industriebetriebe, die diesen Verkehr verursachen? Der Bürgermeister der Gemeinde Neu Darchau hat nur ein Ziel: die lukrativen Einnahmen aus dem Fährbetrieb – er spricht selbst von 50.000,- € / Monat – sicher zu stellen. Und dann muss man natürlich Argumente finden, um den Fährbetrieb zu erhalten, sind sie auch an den Haaren herbeigezogen.

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      • Otto Berg schreibt:

        Liebe Frau D. von der Elbe,

        ich bedanke mich für Ihre netten Komplimente. Für einen schüchternen fahrenden Ritter wie mich ist es keine Selbstverständlichkeit, von einer reifen, rassigen Schönheit wie Ihnen durch die Maske der D.(ulcinea del Toboso) angesprochen und öffentlich gewürdigt zu werden. Stelle ich mir vor, der Kreistagsabgeordnete Fahrenwaldt aus dem Gefolge von Alexander Schwake, Sie wissen schon, der Erfinder der satirischen Themenplakate mit arbeitsrechtlichen Wirkungseffekten für Dritte, liest diese Zeilen, weiß ich vor verlegenem Stolz ja gar nicht mehr, wo ich hinschauen soll.

        Nun zum zweiten Teil Ihrer Rede, liebe Frau D.: Ich übernehme keineswegs „ganz und gar unkritisch die Anwürfe des Bürgermeisters aus Neu Darchau“ und ich stelle auch nicht „die Planung der Brücke in Frage“.

        Ich stelle die Brücke infrage.

        Und mein Anwurf lautet: Diese Elbquerung wird nicht gebraucht.

        Denn die gewaltigen Nachteile des Bauwerks würden dessen mickerige Vorteile weit überwiegen. Warum? Das erkläre ich Ihnen ein andermal.

        Warum nicht heute? Ich sag’s mit den Worten meines verstorbenen Freundes Robert:

        Ich leide an Versagensangst,
        besonders, wenn ich dichte.
        Die Angst, die machte mir bereits
        manch schönen Reim zuschanden.

        P.S.: Dass Herrn Dehde bei allem seinem Denken und Tun hauptsächlich „die lukrativen Einnahmen aus dem Fährbetrieb“ in Neu Darchau bewegen, halte ich für den schlecht ausgedachten Unsinn eines fünftklassigen Thriller-Autoren-Duos aus Barskamp. Lesen Sie lieber die halbautobiografischen Bildungsromane der wissenschaftlichen Angestellten von Andrea Schröder-Ehlers!

        Und kommen Sie mir bitte nicht mit Reisezeiten. Ich stamme aus Nieperfitz, einem Ortsteil der Gemeinde Nahrendorf im Südosten des Landkreises. Könnnen Sie sich vorstellen, was das jeden Tag für ein Gegurke war, bis ich die die Wilhelm-Raabe-Schule erreicht oder am Abend wieder Zuhause war und auf meinem durch die Luft fliegenden Schaukelbrett zwischen den beiden großen Erlen gestanden, und in dem Gefühle: jetzt stürz ich, etwas eigentümlich Prickelndes, einen Schauer süßer Gefahr empfunden habe?

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    • Jutta Petersen schreibt:

      Für einen wichtigen Gedanken (»Eckhard, bemüh dich bitte!«) hat Herr Nahrstedt sich ganz offensichtlich bei Herrn Wagner zu bedanken. Der hatte nämlich unserem polternden und theatralisch aufstampfenden CDU-MdB (s.u.: H. Dittmer) auf sein hochsommerlich erhitztes ImPolsReferat (»Jetzt reicht‘s! … Der Landrat muss sich endlich an die Spitze der Brückenbefürworter setzen oder zurücktreten!«) am 21. August 2018 um 20:56 Uhr kühl eingeschenkt:

      »Glasermeister Pols ist seit 2009 Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Lüchow-Dannenberg – Lüneburg. Er sollte nicht mit Steinen werfen.

      Anstatt anderen zu erklären, was diese ›müssen‹, ›müssen‹, ›müssen‹ und was andernfalls ›muss‹, ›muss‹, ›muss‹, sollte der wackere Eckehard lieber mal darlegen, was genau und konkret – außer lachhaft wohlfeile Pressemeldungen rauszuhauen – er selbst in den vergangenen neun Jahren eigentlich unternommen hat, um die Finanzierungslücke der Brücke zu schließen.

      Die CDU stellt seit 2005 die Regierung unserer Republik. Was haben Sie für die Menschen in Amt Neuhaus erreicht, Herr Pols? Ich bitte um Fakten.«

      Quelle: https://blog-jj.com/2018/08/10/das-letzte-geld-gefecht-um-die-elbbruecke-laeuft/#comment-2737

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    • Otto Berg schreibt:

      Hallo Herr Jenckel,

      ich habe mich vertan. Die Hoppe-Bahlburg-Arena Öffentliche Hand soll (vorerst) nicht mit Zuschüssen von 600.000 Euro im Jahr alimentiert werden, sondern (laut Herrn Nahrstedt ab Minute 5:50 bzw. – 18:61) zunächst mit jeweils 150.000 Euro von Stadt und Kreis, also zusammen 300.000 Euro im Jahr. Dass diese Summe zur Aufrechterhaltung der beiden privaten Geschäftsbetriebe von Herrn Hoppe und Herrn Bahlburg langen wird, zweifeln Sie ja selbst an.

      Falls es dieser Rechenfehler gewesen ist, der Sie daran hindert, meinen Interview-kommentar von heute Mittag freizuschalten, bitte ich Sie, jenen vor der Freigabe meines Posts stillschweigend zu korrigieren.

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      • jj schreibt:

        Lieber Herr Berg, mich störte eher, dass Sie einem privaten Betreiber, wie auch immer der heißt, das Geldverdienen verübeln. Niemand, absolut niemand, betreibt eine Halle, weil er ein guter Mensch ist, wenn, dann ist er höchstens der gute Mensch von Sezuan. Ich weiß gar nicht, warum Klaus Hoppe mit so viel Argwohn, ja Hass verfolgt wird, und das nicht erst seit heute. Mir scheint, es ist etwas persönlich, eine hidden Agenda. Lassen wir es jetzt bitte darauf bewenden. LG Ihr hhjenckel

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      • Otto Berg schreibt:

        Lieber Herr Jenckel,

        Herr Hoppe und seine Geldverdieneambitionen sind mir vollkommen gleichgültig. (Und mir „Hass“ vorzuwerfen oder eine „hidden Agenda“ zu unterstellen, halte ich für ein Zeichen der Hilflosigkeit, ja, für einen Akt polemischer Anschwärz- und Brachialrhetorik, der beinahe schon Eckhard Pols’sches Niedrigst-Niveau erreicht, jedenfalls weit unter dem rangiert, das ich von Ihnen gewöhnt bin.) Ich habe mich beim Vortragen meiner Argumente immer sorgfältig aus den Quellen (aus dokumentierten Äußerungen, Rats- oder Kreistagsvorlagen, Protokollen, Vertragsentwürfen, etc.) gestützt, habe Leichtfertigkeiten vermieden und Belege beigeschafft, um abzusichern was ich geschrieben habe. Mich empört die impertinente Verlogenheit der Arena-Projekt-Betreiber, die mit immer neuen Märchenvarianten einen Bau als gemeinwohldienlich hinzustellen suchen, der NICHT gemeinwohldienlich ist, und mich stört, die kurzsichtige Egozentrik der angeblichen (und auch der vermeintlichen) „Spitzensportenthusiasten“, die dieses verrückt teure und unsinnige Projekt befördern, obwohl es der seit Ewigkeiten pendenten, allseits bekannten notwendigen integralen Lösung für Lüneburg und den Kreis, nämlich der Inangriffnahme einer ausbau- und deshalb zukunftsfähigen Anlage für alle Ballsportarten, besonders aber auch für den Fußball (z. B. für den LSK) auf einem dafür geeigneten Gelände über Jahre hinaus das (finanzielle) Wasser abgräbt. Warum in Gottes Namen, wenn Herr Nahrstedt doch ein so großer Freund des umsichtigen Planens ist, hat er den Unfug an der Lüner Rennbahn überhaupt erst mitgemacht oder nicht beizeiten umgesteuert, um an anderer Stelle das voranzubringen, was tatsächlich und nicht nur prätendiert zum originären Aufgabenkreis einer Kommune gehört: die Verwirklichung eines Konzeptes, das ALLEN aktiven oder passiven Sportbegeisterten im Landkreis (und nicht nur den wenigen Volleyballliebhabern) zugutekommt und anderen zugleich Raum für Hannes Wader und die Toten Hosen bietet?

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  5. Wendland News schreibt:

    Die alte Landesregierung wollte das Projekt „Elbbrücke Neu Darchau“ nicht, die neue stellt in Aussicht, 75 % der Kosten zu übernehmen. Brückenbefürworter sind euphorisiert und „Back in Ecstasy (tätiger Verzückung)“, Brückengegner sind alarmiert und „Back in Action (tätiger Unruhe)!“.

    Umweltminister Lies (SPD) hatte schon bei seiner Sommerreise an der Elbe betont, dass die Landesregierung in Sachen Elbbrücke „zu ihren Beschlüssen stehen werde“. Heißt im Klartext: das Land ist bereit, 75 % der entstehenden Kosten zu übernehmen. Auch Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) machte des öfteren öffentlich deutlich, dass er den Bau der Elbbrücke für wichtig hält.

    Eigentlich war das Projekt 2015 vom Lüneburger Kreistag wegen zu hoher Kosten beerdigt worden. Doch durch die Aussicht, mehr Geld vom Land zu bekommen, haben einige Mitglieder des Lüneburger Kreistags (dem potentiellen Bauträger) wieder angefangen, laut über das Projekt nachzudenken.

    Die Neuhäuser dagegen hatten nie aufgehört, den Bau der Elbbrücke einzufordern. Das behaupten jedenfalls Karl-Heinz Hoppe, der Bleckeder Bauunternehmer, und sein Nachfolger als geschäftsführender Vorstand des „Fördervereins Brücken bauen e.V.“, Brigadegeneral a. D. Jörg Sohst. Für sie ist eine Elbbrücke unter anderem wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung des östlichen Teil des Landkreises Lüneburg (→ http://www.bruecken-bauen-ev.de/argumente.html). Die Brückengegner um Andreas Conradt, Frontman der „Bürgerinitiative Ja zur Fähre – Nein zur Brücke“, bezweifeln die Stichhaltigkeit dieser „Argumente“ und unter anderem auch, dass die Brücke mit Naturschutzrichtlinien vereinbar ist (→ https://www.faehrbindung.de/hintergrund-infos-zur-brucke/).

    Einen Überblick über die Elbbrücken-Diskussion gibt es auf wendland-net.de/thema/elbbrücke

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  6. jj schreibt:

    Freunde und Feinde der Elbbrücke: Am Dienstag, 4. September, werde ich im LZ-Formate „11.30 Uhr“ auf der Facebook-Seiten der LZ live mit Landrat Manfred Nahrstedt unter anderem über die Brücke sprechen. Sie können das auch sehen, wenn Sie nicht bei Facebook sind. Einfach Facebook im Suchfeld des Browsers eingeben, Landeszeitung Lüneburg suchen, nicht auf „registrieren“ reagieren, sondern einfach die LZ-Seite aufrufen.
    Also: Punkt 11.30 Uhr geht es los, gerne können Sie auch Kommentare abgeben, dann können wir das eventuell noch direkt verwerten. LG jj

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    • Otto Berg schreibt:

      Ich hätte zwei Fragen:

      1) Wie will der Landrat Manfred Nahrstedt sich selbst und „den Menschen draußen im Lande“ erklären, dass er, nachdem er in der Brückenangelegenheit bis 2013 sehr weit zur einen, zur Pro-Seite, dann bis 2015 sehr weit zur anderen, zur Contra-Seite geschwankt ist, nun, bei im Grunde vollkommen unveränderter Sachlage, wieder zur ersten, zur Pro-Seite zurückschwanken möchte?

      2) Wie erklärt der Landrat Manfred Nahrstedt, dass er seinen beiden Freunden Andreas Bahlburg und Klaus Hoppe eine steuergeldfinanzierte Halle zum privaten Geldverdienen auf ein aus vielen Gründen ungeeignetes Gelände bauen lässt?

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    • Peter Ringer schreibt:

      Auch ich habe zwei Fragen an den Landrat Nahrstedt:

      (1) Am 28. Juni 2018 stand in der Landeszeitung: »Mit einem engagierten Plädoyer für einen Digitalcampus verabschiedete sich Landrat Manfred Nahrstedt (SPD) am Montag, 25. Juni 2018, vor dem Kreistag in die politische Sommerpause. Hier entstehe ein Projekt, das „Arbeitsplätze für die Zukunft schafft“, unterstrich er: ›Ich stehe voll dahinter. Es geht da um eine Zukunftstechnologie.‹« Siehe: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/1689812-jamaika-geht-getrennte-wege

      ERSTE FRAGE: Dass dem Landrat der »Grüngürtel West« inzwischen schnuppe ist, für den er VOR seiner Wiederwahl (mit der äußerst knappen Stimmenmehrheit von 50,5% der Wahlbeteiligten, ≙ 26,3% der Wahlberechtigten) im Mai 2014 augenrollend eiferte, hat sich herumgesprochen. Aber wie will der Landrat den für den »Digitalcampus« notwendigen Breitbandausbau mitsamt Glasfaserkabelverlegung auch nur zwischen Reppenstedt-Ost und Lüneburg-West in den nächsten zehn Jahren hinbekommen? Derzeit gelangt nicht einmal ein Prozent der Kreisbewohner in den Genuss des »schnellen Internets«, dessen Segnungen Herr Nahrstedt seit zehn Jahren preist und ihr Realwerden ebensolange ankündigt.

      (2) Unter der Überschrift »Realitätsverlust« war am 3. Februar 2015 um 18:18 Uhr in einer trimodalen (auf Wasser, Schiene und Straße recherchierten) Reportage bei Blog.jj zu lesen, dem Landrat sei seine Nase abhanden gekommen, worauf er allerlei Vermutungen über deren Verbleib angestellt habe: »Auch verdächtigt er für einen flüchtigen Moment Coiffeur Cengiz Canata aus der Rackerstraße 2, sie bei der letzten Rasur abgeschnitten zu haben, den Barbier also, der dem Landrat hin und wieder auch Haarverlängerungen und Ganzkörperenthaarung ›mit dem Baumwollfaden aus dem Hochland von Venezuela‹ ermöglicht und dessen langjährige Erfahrung und ständige Weiterbildung geholfen haben, Nahrfred Manstedts Traumfrisur zu ›verwirklichen‹; doch fand dieses Scheren der landrätlichen Kinn- und Wangenhaare bis kurz über die oberste Hautschicht mit Canatas brillantenbesetzter Damaszenerklinge bereits mehrere Tage vor dem Nasenverlust statt.« Siehe: https://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/214659-lueneburgs-steuer-pirouetten-auf-hotelbetten#comment-34622

      ZWEITE FRAGE (in vier Teilen): Hat Herr Nahrstedt seine Nase wiedergefunden? Hat Frau Lotze dabei behilflich sein können? Ist Herr Nahrstedt immer noch Kunde bei Coiffeur Cengiz Canata in der Rackerstraße zwei? Was sind die Vorteile der Brustenthaarung mit dem Baumwollfaden im Vergleich zur Wachsfolienmethode?

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    • Gabi Schuster schreibt:

      Wieder nix zur Brücke, aber trotzdem etwas Beachtenswertes fürs morgige Gespräch mit unserem Landrat über den anderen großen Aufreger im Kreis:

      Heinz-Karl Rumgekicke hat bei LZ-Sport vorhin, 3. September 2018 at 20:02, den folgenden Kommentar gepostet:

      Hast du mal nachgezählt, wieviele Fußballvereine es im Landkreis gibt, Sven? Wenn du da die Spieler, die Mitglieder und die Besucher zusammenzählst, kommst du auf die annähernde Zahl der aktiven Fußballbegeisterten. Dem steht die 1. Herren der SVG allein gegenüber. Denn alle anderen Bagger- und Pritschgrüppchen sind in der öffentlichen Wahrnehmung de facto inexistent. Wieviele Volleyballspieler aus dem Lüneburger Raum gibt es? Und wieviele Fans hat diese Exotensportart inklusive der Aktiven bei der SVG? 500 Personen? Oder doch 650 im Kreis? Den Rest der 800 Leute in der Gellersen-Halle bringt der Gegner mit. Du wirst sehen, dass auch in die Arena mit ihren 3.500 Plätzen selbst bei den ein, zwei Pokalspielen im Jahr nie mehr als 1000 Leute kommen werden.

      Wenn der LSK ein vergleichbares Zuhause mit Möglichkeiten für Klamauk, Bespaßung und Service hätte, wenn der Verein dann noch ein halbwegs professionelles Marketing betreiben würde und wenn durchaus bereitstehenden Sponsoren brauchbare Werbeformate angeboten werden könnten, ließen sich die Zuschauerzahlen locker verzehnfachen. Auch die SVG würde davon profitieren, wenn die sportlichen „Events“ und „Highlights“ in einer integralen parkähnlichen Anlage aus Stadion, Arena und diversen Trainings-, Fitness- und Freizeitballspieleinrichtungen stattfänden. Spitzenfußball wie der vom LSK kann Randsportarten wie Volleyball mit nach oben ziehen und ihnen eine gewisse Daueraufmerksamkeit per Marken- und Reputationstransfer verschaffen. Der Basketball des FC Bayern ist das beste Beispiel. Aber so wie die Dinge jetzt geplant sind, im Gewerbegebiet an der Lüner Rennbahn, ohne Parkplätze und mit programmierten Dauerstaus beim Ankommen und Abfahren, werden die Volleyballer, von denen außer ihrem Häuflein eingefleischter Follower ohnehin keiner Notiz nimmt, sich wohl nach dem Abklingen des Eröffnungsboheis ab dem dritten Spieltag in der Arena an einen Zuschauerdurchschnitt von drei- bis vierhundert Leuten gewöhnen müssen. Aber dafür wird es sicher schön hallen in der weitgehend leeren Halle.

      Schade, daß der kurzsichtige Egoismus von Hoppe und Bahlburg eine für den ganzen Landkreis sinnvolle Lösung verhindert hat!

      Quelle: https://www.landeszeitung.de/sport/allgemein/233622-lsk-trotzt-spitzenreiter-11-ab#comment-67371

      Vgl. auch: Rainer Zobels Rage-Rede am 26. Juni im „11:30“-Gespräch mit Hans-Herbert Jenckel ab Minute 18:00 hier: https://www.facebook.com/landeszeitung/videos/2002115049822109/

      Mit besten Grüßen, Schuster

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    • Jürgen Kern schreibt:

      Wir kennen doch Nahrstedt. Er wird sich bei jedem festeren Nachhaken von Jenckel mit der immerselben Antwort aus der Klemme des von ihm persönlich zu Verantwortenden rauswursteln: „Die Politik“ habe es so gewollt, wird der arme Manfred bedauern. Was könne er da tun? Er wasche seine landrätlichen Patscherchen im lauteren Quell der reinen Unschuld.

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      • jj schreibt:

        Muss es denn immer gehässig zugehen? Nö. Und mit Unterstellungen und Schmähkritik konfrontiere ich Nahrstedt nicht. Fragen, kurz und knackig, okay. Vorurteile und Verschwörungstheorien, no. LG jj

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  7. jj schreibt:

    Frau D. von der Elbe, mir wohl bekannt als Verfechterin einer Elbbrücke, hat mir zum Kommentar der Brückengegner aus Neu Darchau folgenden Kommentar zukommen lassen:

    „Fake-News“, ein Modewort und offensichtlich das Lieblingswort des Herrn Conradt (und auch des Bürgermeisters aus Neu Darchau) bedeutet lt. Wikipedia: „manipulativ verbreitete vorgetäuschte Tatsachen“. Herr Conradt möge bitte erklären, weshalb seiner Meinung nach dieses auf die Brückenbefürworter zutreffen soll.
    Untersuchen wir doch aber mal das Statement des Herrn Conradt auf „Fakten und Wahrheiten“, die Herr Borstel unkritisch aus diesem Schriftstück entnommen haben will:
    1.) „Die Fähre in Bleckede fährt täglich bis 23 Uhr“
    entspricht nicht der Wahrheit, s. Homepage dieses Betriebes. Es geht hier auch nicht um die Bleckeder Fähre, sondern um die Fähre in Neu Darchau; diese fährt täglich nur bis 21 Uhr, s. dort. Homepage.
    2.) „Inzwischen erhalten auch alle Bewohner des Kreises Lüneburg Fahrkarten für die Fähren in Neu Darchau und Bleckede kostenlos“.
    entspricht nicht der Wahrheit, s. https://www.landkreis-lueneburg.de/Home-Landkreis-Lueneburg/Verkehr-Sicherheit-und-Ordnung/Verkehr-Landkreis/Faehrtarife.aspx
    10erKarten und Jahreskarten beider Fähren können vergünstigt an bestimmten Verkaufstellen erworben werden, jedoch nicht auf den Fähren.
    3.) „In Lüchow-Dannenberg fordert kaum ein Boss die Brücke (Anm. bei Neu Darchau)“.
    Warum wohl? Die Kenntnis über die geografische Lage beantwortet dieses von allein: https://www.google.com/maps/place/L%C3%BCchow-Dannenberg/@53.0465428,10.6140227,9z/data=!3m1!4b1!4m5!3m4!1s0x47ae455b3c5ed19f:0x568eb9ba6799999e!8m2!3d53.000263!4d11.1144996
    Der größte Teil der Bewohner dieses Landkreises wird vorzugsweise die Brücken bei Dömitz bzw.Wittenberge nutzen.
    5.) „Wenn die Brücke kommt, ist Neu Darchau tot! Zuerst fällt die Brücke als Touristenmagnet aus …
    Die kostenpflichtige Fähre ist mit Sicherheit kein Touristenmagnet, sondern die Elbe, das Biosphärenreservat und das Wissen um die ehemalige Teilung Deutschlands an dieser Stelle. Die Touristen werden die Brücke nutzen, um beide Seiten des Flusses kennenzulernen. Und dieses wird den Ort Neu Darchau beleben, vorausgesetzt, die Verantwortlichen machen diesen Ort attraktiver.
    6.) … und in der Folge schließt das Lokal am Hafen“.
    Der Vertrag mit dem bisherigen Pächter läuft noch in 2018 aus, bisher hat sich m. W. kein Nachpächter gefunden. Die Brücke steht aber noch nicht und kann daher für die Flaute nicht verantwortlich gemacht werden.
    8.) „Auch unser Dorfladen lebt zu einem Gutteil vom Durchgangsverkehr von und zur Fähre und wird dann schließen müssen“.
    „Zu einem Gutteil“ heißt für mich: mehr als 50 v.H. Dass diese Behauptung fern jeder Realität ist, muss man wohl nicht begründen. Der Geschäftsinhaber des Dorfladens ist übrigens Brückenbefürworter.
    9.) „Es kann niemand ernsthaft wollen, die Lebensqualität für vielleicht 500 Bewohner des Amts Neuhaus ein bisschen zu verbessern und die von 1000 Neu Darchauern zu vernichten“.
    Hier wird die Beliebigkeit sichtbar: einerseits wird darauf abgezielt, den Eindruck entstehen zu lassen, dass die mögliche Brücke nur für „die Bequemlichkeit“ – so wörtlich in dem Schriftstück – etwa 500 Neuhauser gebaut werden würde, um dann
    10.) mit der „juristischen Strategie“ den „überregionalen Verkehr“ heranzuziehen.
    Einfach mal lesen ab Seite 46:
    https://www.landkreis-lueneburg.de/Portaldata/1/Resources/lklg_dateien/lklg_dokumente/verwaltungsleitung/01_buero_landrat/07_2.1_Ergebnisse_der_Verkehrszaehlung.pdf
    Es ist mir allerdings auch nicht bekannt, dass überregionaler Verkehr Kreisstraßen nicht nutzen darf.
    11.) „Weit über Dreiviertel der Neu Darchauer Bürger sind explizit gegen diese Elbbrücke, weil sie die Zerstörung ihrer Heimat bedeuten würde.“
    Woher kommt diese Kenntnis? Gab es eine seriöse Umfrage? Bei der mir bekannten Bürgerbefragung in Neu Darchau sprach sich die Mehrheit für den Bau einer Elbbrücke aus, jedoch wurde mehrheitlich die damals geplante weiterführende Trasse über die Hauptstraße abgelehnt.
    Ich habe Verständnis für die ablehnende Haltung der beiden Protagonisten Conradt und Mischke, haben doch beide ihr Wohneigentum in Sichtweite der geplanten Brücke. Jedoch ist es unerträglich, die eigenen Bedürfnisse mit der Verbreitung von „Fake News“ zu untermauern und Stimmungen bei Leuten hervor zurufen, die die örtlichen Begebenheiten in Neu Darchau und im Amt Neuhaus nur aus der Ferne beurteilen können.
    Dazu gehört auch der missglückte Versuch anderer, eine „Zerschneidung“ des Biosphärenreservats als möglichen Killer der Planungen darzustellen. Die Elbebrücke bei Neu Darchau ist bereits im Dezember 1993 im Rahmenkonzept „Flusslandschaft Elbe“ (S. 93) als Bauvorhaben erwähnt worden. Die Handlungsempfehlungen zum Brückenneubau für die Suche nach einem Trassenverlauf sind vor der landesplanerischen Feststellung strikt eingehalten worden. Hierauf hatte Herr Wiemann bereits hingewiesen (3000 Seiten Gutachten).
    http://www.flusslandschaft-elbe.de/upload/downloads/Rahmenkonzept__BR__Flusslandschaft__Elbe-fertig-April-07.pdf

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    • Manfred Borstel schreibt:

      Na sehn Sie, geht doch!

      Der Kniff mit dem Rollenprosasprechen in literarischer Kostümierung unter Ausnutzung der poetischen Lizenzen hat schon manchem geholfen, sich frisch von der Leber weg in prägnanten Ausdrücken zu artikulieren.

      Ich bin gespannt, was Andreas Conradt und Klaus-Peter Dehde dazu einfällt.

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    • Gabi Schuster schreibt:

      Gerade lese ich dazu in einem LZ-Artikel von Rouven Groß, dass sich Neu Darchaus Bürgermeister Klaus-Peter Dehde (SPD) mit einem offenen Brief an Niedersachsens Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) gewandt und diesen um Unterstützung für die Gemeinde gebeten hat: nicht für die Umsetzung der Brückenpläne, sondern beim Kauf einer kleineren Fähre, die auch bei Niedrigwasser zumindest Personen über den Strom setzten kann:

      „Für unsere Mitarbeiter müssen wir Kurzarbeit anmelden, unsere Kunden müssen weite Umwege fahren und für Schülerinnen und Schüler stellt die Situation eine besondere Belastung dar“, betont Dehde in seinem Brief. Allein der gemeindeeigene Fährbetrieb verliere dadurch rund 50 000 Euro Umsatz im Monat. Geld, das „aktuell in einer ähnlichen Dimension wie für manchen landwirtschaftlichen Betrieb“ fehle. Eine Lösung könnte laut Dehde das Beschaffen eines „kleineren Fährgefäßes mit niedrigem Tiefgang“ sein, dass zumindest ein Personenverkehr gewährleistet werden könne, um „für Berufspendler im Nahbereich und den Schülerverkehr“ Erleichterungen zu schaffen. „In diesem Zusammenhang wäre es erforderlich, durch Unterhaltungsarbeiten im Elbestrom den Fährkanal so freizuhalten, dass bei den wechselnden Bedingungen des Niedrigwassers auch die Lastenfähre ihren Betrieb so schnell wie möglich wieder aufnehmen kann“, stellt Dehde heraus.

      Kritik übt Dehde zudem am „Niedrigwassertourismus“ zahlreicher Vertreter der im Niedersächsischen Landtag vertretenen Parteien – auch der SPD – die sich „vor der durch zahlreiche Medienveröffentlichungen bekannt gewordenen Elbfähre Tanja ablichten“ lassen und „unrealistische Forderungen nach einer Brücke“ erheben würden. Dieses „Sommertheater“ lehne er ab, so Dehde, zumal selbst wenn die Brücke doch gebaut werden sollte, „würde noch für Jahre eine funktionierende Fährverbindung benötigt“ werden.

      Quelle: https://www.landeszeitung.de/blog/aktuelles/1844542-elbfaehre

      Ergänzen möchte ich, dass auch in der wundervollen „Multimedia-Reportage zu 25 Jahren Rückgliederung Amt Neuhaus“ von Katja Grundmann, Anna Sprockhoff und Klaus Bohlmann an entsprechender Stelle fälschlich oder zumindest missverständlich und irreführend geschrieben wird, 75 Prozent der Wähler im Landkreis Lüneburg hätten sich 2013 FÜR den Bau der Elbbrücke ausgesprochen: http://lzplay.pageflow.io/ruckgliederung-amt-neuhaus#160397

      Das Problem ist das Wort „Wähler“. Sein Gebrauch lässt offen, ob es sich um 75 Prozent der Wahlberechtigten oder um 75 Prozent der damals tatsächlich Wählenden handelte. Das Letztere ist der Fall. Die (tatsächlich und genau) 71,9 Prozent der Wählenden von bloß 47,2 Prozent der Wahlberechtigten egeben eben, dass nur 33,9 Prozent „der Wähler“ für die Brücke waren (und sogar nur 23,4 Prozent uneingeschränkt). Auch wird nicht erwähnt, dass durch diese Befragung einfach über die Köpfe von 1.500 Menschen im Nachbarkreis hinweg mitbefunden wurde, welche die Hauptlast der „Maßnahme“ (vor allem den Verkehr sowie die wirtschaftlichen und ökologischen Verwerfungen) mitzutragen hätten.

      Mit besten Grüßen, Schuster

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    • K.-P. Dehde schreibt:

      Anonyme Frau D. – woher mag sie nur Ihre Kenntnis haben? Hörensagen als Grundlage für die eigene Position und daraus dann abgeleitet Forderungen auf dem Rücken anderer Menschen?
      Tatsachen sind:

      Der Gemeinderat Neu Darchau hat alle seine Beschlüsse zu dem Thema Elbbrücke aufgehoben. Wesentlicher Grund ist der Vertragsbruch des planenden Landkreises Lüneburg. Seine Planung durchschneidet erneut Neu Darchau. Damit ist jede Geschäftsgrundlage entfallen.

      Bei einer nur für dieses Thema – übrigens durch den CDU-Bürgermeister – anberaumten Bürgerbefragung haben 85 Prozent der Menschen gegen die Trasse durch den Ort gestimmt. Die Wahlbeteiligung lag bei annähernd 50 Prozent. Wie gesagt, es ging nur um dieses Thema. Es fand keine Wahl oder andere Abstimmung statt. Es ist also unwahr, wenn behauptet wird, die Bevölkerung habe sich für eine Brücke ausgesprochen.

      Unwahr ist auch die Behauptung, es gäbe für unser wunderschönes Göpelhaus keine Nachfolge. Offensichtlich ist den Verbreitern derartiger Meldungen jedes Mittel recht, um anderen im Zweifel auch noch wirtschaftlichen Schaden zuzufügen.

      Das gilt übrigens auch für unseren Fährbetrieb. Seit der Grenzöffnug 1989 haben sich viele Menschen aktiv für diese Fährverbindung eingesetzt. Das sind unsere Beschäftigten und viele ehrenamtliche, die diese Verbindung gegen manche Widerstände geschaffen haben. Anderswo wird subventioniert, bei uns wird gehandelt. Ich empfinde es gelegentlich schon als unverschämt, wenn die besondere Leistung unserer Beschäftigten und unseres kommunalen Betriebes mit Füßen getreten werden. Das tun die theoretischen Brückenbauer nunmehr seit Jahren. Was nehmen die sich eigentlich raus?

      Zurück zu Frau D.: Bauen Sie die Brücke auf dem Gebiet der Stadt Bleckede. Ist doch gar nicht so weit weg. Erklären Sie doch auch mal der Neuhäuser Bevölkerung, wo der LKW-Verkehr (Zunahme um mehrere hundert Prozent pro Tag) eigentlich durch Neuhaus geführt wird! Fragen Sie eigentlich auch die Bevölkerung von Tosterglope, wo der LKW-Verkehr durchgeführt wird? Und wie sieht es für die Menschen in Haar aus? Wurden die schon mal gefragt?
      Wer tritt für die Folgekosten ein? Sie, Frau D.? Wohl ebenso wenig wie für die massiven Folgeschäden, die Sie in der Natur anrichten wollen.

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      • Berni Wiemann schreibt:

        Sehr geehrter Herr Dehde,
        „Traue keiner Statistik die Du nicht selbst erstellt/gefälscht hast“, sagen Statistiker.
        Das eine deutliche Mehrheit, der direkt betroffennen Anwohner, sich gegen eine Strassentrasse vor der „eigenen Nase“ aussprechen ist logisch. Dafür brauche ich keine Statistik.
        Selbst wenn Auftraggeber das Ziel der Befragung bestimmen, bin ich am Gesamtergebnis interessiert. Wer gab wann mit welchem Ziel den Auftrag?
        Wo, wann und wie wurde befragt? Wie viele haben teilgenommen? war die Auswahl repräsentativ? Wo können wir die konkreten Ergebnisse nachlesen,
        damit wir nicht auf persönliche (Fehl-)Deutungen/Fake-News angewiesen sind?

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      • Klaus-Peter Dehde schreibt:

        Den Beitrag haben Sie aber schon gelesen bevor Sie sich zu diesen Aussagen verstiegen haben? Es ist bezeichnend, dass Sie eine Bürgerbefragung nach Kommunalrecht so abqualifizieren. Immerhin waren wir so klar, dass wir nicht drei Fragen gestellt haben damit sich jeder die Antwort aussuchen kann, die seiner Auffassung entspricht. Genau daran krankt ihr Engagement.

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      • Berni Wiemann schreibt:

        Das ist keine Antwort auf meine Frage. Sagen Sie doch einfach nur wo die Befragungsergebnisse zu finden sind, damit sich unabhängige Leser ein eigenes Urteil bilden können.

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      • Klaus-Peter Dehde schreibt:

        Mit unabhängigen Leser meinen Sie doch sicher nicht sich, Herr Wiemann? Antworten bewerten nur Sie? Langsam wird mir klar, wes Geistes Kind Sie sind. Nehmen Die doch einfach zur Kenntnis wie es ist. Und wenn Ihnen das nicht reicht, steht Ihnen frei zu recherchieren. Aber das machen Sie wohl nur dann, wennnes in Ihre Linie passt. Also: s bat arbeiten!

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      • Berni Wiemann schreibt:

        Sie sind nicht bereit die Grundlagen Ihrer Behauptungen zu benennen, aber wissen „wes geistes Kind ich bin“ und bestreiten meine „Unabhängigkeit“, ohne hierfür eine Begründung zu liefern. Tolle Leistung! Vernünfttige Politiker liefern Argumente und keine Unterstellungen. Vermutlich habe ich Sie überschätzt.

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    • Rudi Radlos schreibt:

      Gut gebrüllt, Löwe!

      Jetzt ist es wohl an Hans-Herbert Jenckel, „Frau D. von der Elbe, ihm wohl bekannt als Verfechterin einer Elbbrücke“, die Nachricht zukommen zu lassen, dass ein Brückengegner aus Neu Darchau auf „ihren“ (oder seinen?) Kommentar scharf und pointiert repliziert hat.

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  8. jj schreibt:

    In Anbetracht der neu aufflammenden Diskussion über die Elbbrücke in Neu Darchau meldet sich auch die „Bürgerinitiative Ja zur Fähre – Nein zur Brücke“ (BI) aus Neu Darchau wieder zu Wort: „Back in Action!“, vermeldet BI-Sprecher Andreas Conradt lapidar.
    „Bei der durchschaubaren Verbreitung von Fake News durch die Brückenbefürworter hält sich das Verständnis für die unbequeme Situation der Neuhäuser in sehr engen Grenzen“, kritisiert Conradt die Argumentationslinie der Bewohner östlich der Elbe. Dort scheine die Meinung vorzuherrschen, dass die Lebensqualität der Neu Darchauer für die Bequemlichkeit der Bevölkerung aus dem Amt Neuhaus ruhig geopfert werden könne. „Für die Einsparung von Fahrzeit einiger Neuhäuser sollen auf unserer Seite die eng verwobenen Ortsteile Neu Darchau und Katemin mit der Zufahrtsstraße zur Brücke durchschnitten werden. Es müssen sogar Grundstücke enteignet und mindestens zwei bewohnte Häuser abgerissen werden. Vom nächtlichen Lärm im Ort und dem Streulicht der Brückenbeleuchtung ganz zu schweigen.“
    Es sei zudem eine bewusste Verdrehung der Tatsachen, dass ein Übersetzen nur bis 21 Uhr möglich sei: „Die Fähre in Bleckede fährt täglich bis 23 Uhr. Welches Kalkül steckt dahinter, dies in der Öffentlichkeit immer zu verschweigen? Inzwischen erhalten auch alle Bewohner des Kreises Lüneburg Fahrkarten für die Fähren in Neu Darchau und Bleckede kostenlos. Trotzdem wird immer noch das Unwort vom ,Eintrittsgeld‘ in den Landkreis bemüht. Und kaum dass eine der Fähren ausfällt, wird vom ,abgeschnittenen‘ Amt Neuhaus lamentiert. Tatsächlich gibt es aber kaum ein Jahr, in dem beide Fähren länger als zehn Tage gleichzeitig ausfallen. Nutzer des Hamburger Elbtunnels dürften neidisch werden …“ Auch das „bewusste Einsetzen unschuldiger Schulkinder“ im Kampf für die Brücke findet Conradt unangemessen: „Tatsächlich betroffen sind insgesamt 140 Kinder und Jugendliche nach dem Grundschulalter. Davon geht ein Teil auf Berufs- und Fachschulen. Ein ebenso großer Teil aber sind Schüler, die freiwillig entschieden haben, aufs Gymnasium in Bleckede zu gehen, obwohl ebenso gut und völlig problemlos das Gymnasium in Boizenburg besucht werden könnte. Eine ähnliche Situation gibt es auch bei uns in Lüchow-Dannenberg, wo die Freie Schule in Hitzacker auch noch Schüler aus dem 60 Kilometer entfernten Wustrow anzieht – die dafür selbstverständlich eine längere Fahrzeit in Kauf nehmen müssen.“
    Auch das Argument von Teilen der lokalen Wirtschaft im Amt Neuhaus, ohne die Brücke wäre ein Fortbestand erschwert, lässt Conradt nicht gelten: „Die Elbe hat ja bekanntlich zwei Ufer! Warum hört man die Klagen der Wirtschaft nur aus dem Osten? Lüchow-Dannenberg ist ja nun auch nicht gerade Hochkonjunkturland, aber trotzdem fordert hier kaum ein Boss die Brücke.“
    Überhaupt findet die Neu Darchauer Bürgerinitiative den Titel „Brücke der Deutschen Einheit“ völlig deplatziert: „Die Brücke“, sagt Gabi Mischke von der BI, „entzweit hüben und drüber seit 25 Jahren. Es ist lächerlich, das schönreden zu wollen!“ Wichtiger findet sie, über die negativen Aspekte für Neu Darchau zu reden: „Wenn die Brücke kommt, ist Neu Darchau tot!“, prophezeit Mischke. „Zuerst fällt die Fähre als Touristenmagnet aus, und in der Folge schließt das Lokal am Hafen. Auch unser Dorfladen lebt zu einem Gutteil vom Durchgangsverkehr von und zur Fähre und wird dann schließen müssen. Damit sinkt die Attraktivität für potenzielle Neubürger, was negative Folgen für Schule, KiTa, Jugendzentrum hat. Und so geht das weiter!“ Schon jetzt sei vor dem Hintergrund des gigantischen Bauprojekts eine Entwicklung des Ortes durch die Gemeindepolitik kaum möglich. „Mit der Brücke würde ein Strudel einsetzen, der dem Ort den Todesstoß gäbe.“
    Die BI ist allerdings zuversichtlich, die Elbbrücke in Neu Darchau erneut verhindern zu können. „Es kann niemand ernsthaft wollen, die Lebensqualität für vielleicht 500 Bewohner des Amts Neuhaus ein bisschen zu verbessern und die von 1000 Neu Darchauern zu vernichten“, sagt Andreas Conradt. „Wir haben 2008 die Brücke vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig zu Fall gebracht und würden nicht zögern, diesen Weg erneut einzuschlagen.“ Die Kasse der Klägergemeinschaft sei gut bestückt und würde derzeit weiter aufgefüllt. Und auch eine juristische Strategie gibt es in der BI schon: „Neuerdings wird ganz offen vom überregionalen Verkehr über die Brücke von Mecklenburg-Vorpommern nach Süd-Niedersachsen gesprochen. Damit entfällt aber das bisher bemühte Finanzkonstrukt im Rahmen des Gemeinde-Verkehrs-Finanzierungs-Gesetzes (GVFG) und damit die Förderung von 75 Prozent der Baukosten aus Hannover“, so BI-Sprecher Conradt.
    „Weit über Dreiviertel der Neu Darchauer Bürger sind explizit gegen diese Elbbrücke, weil sie die Zerstörung ihrer Heimat bedeuten würde. Dass diese Sorge im Amt Neuhaus leichtfertig ignoriert wird, macht die Leute hier traurig und wütend.“

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    • Manfred Borstel schreibt:

      Das sind in der Tat alles sehr wichtige Gesichtspunkte. Ob Herrn Dr. Pols, Herrn Wiemann und Herrn Althusmann die Menschen in Neu Darchau gleichgültig sind? Bin gespannt, was die drei Herren zu jeder der 36 Conradtschen Überrlegungen zu sagen haben.

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      • Berni Wiemann schreibt:

        Wenn ca. 75% im gesamten Landkreis eine Brücke wollen müssen Politiker das als Bürgerauftrag verstehen. Das ist unsere Demokratie!!!
        Wer das nicht respektieren will…

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      • Manfred Borstel schreibt:

        Nach diesem Argumentationsmuster ist Hitler an die Macht gekommen und die DDR vierzig Jahre lang regiert worden, Herr Wiemann.

        Wir leben in einem Rechtsstaat. Hier muss vollumfänglich über alle Aspekte einer solchen Baumaßnahme informiert werden. Indoktrination alleine genügt nicht! Anschließend muss debattiert werden und es können alle verfügbaren Rechtsmittel ausgeschöpft werden, um eine Einigung bzw. Entscheidung vorzubereiten. Bürgerbefragungen sind vor allem ein konsultatives, kein rechtsverbindliches Instrument der Politikgestaltung. Außerdem ist Ihre Begründung inkonsistent, da Sie, wenn Sie emotional punkten möchten, die armen, vom reichen Lüneburger Kulturleben abgeschnittenen Neuhäuser ins Feld führen, wenn Sie aber kalt berechnend das wahrscheinlichen Zustimmungsergebnis erwägen, marschieren plötzlich alle Wahlberechtigten im ganzen Landkreis auf. Aber was kratzt einen Einwohner in Ehlbeck oder Rehlingen die spezifische Kontellation der Faktoren mit Einfluss auf die Lebensqualität der Leute in Amt Neuhaus oder Neu Darchau? Warum werden nicht einmal unverbindlich die unmittelbar vom Brückenphantasma betroffenen Menschen zwischen Lauenburg, Bleckede, Neu Darchau und Amt Neuhaus befragt?

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      • Berni Wiemann schreibt:

        Als liberaler Mensch akzeptiere ich selbstverständlich gegenteilige Meinungen.
        Aber:
        Ob der Ihr Vergleich, von demokratisch Wahlergebnisse/Bürgerbefragungen mit Hitlers Machtergreifung, den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllt mögen Juristen beurteilen. Aber auf diesem Niveau ist für mich eine vernünftige Diskussion nicht möglich.

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      • Manfred Borstel schreibt:

        Sie sind ein Polemiker, Herr Wiemann.

        Aber kein sehr geschickter.

        Wenn Sie mit Fakten und der Wahrheit nicht weiterkommen, versuchen Sie es mit der Diskreditierung Ihrer Gesprächspartner? Kennen wir sowas nicht auch aus den beiden Diktaturen auf deutschem Boden?

        Warum gehen Sie nicht auf die sehr konkreten Einwände von BI-Sprecher Andreas Conradt im Einzelnen ein? Was hielt Sie ab, die Liste der Einwände von Rudi Radlos Punkt für Punkt zu entkräften? Warum weichen Sie immer nur aus, wenn Ihnen bestimmte, ganz präzise Fragen zu ganz realen Ungereimtheiten in Ihren Reklametexten gestellt werden? Meinen Sie, so kämen Sie weiter? Denken Sie, so würden Sie einen einzigen skeptischen Kreistagsabgeordneten auf Ihre Seite ziehen oder gar überzeugen?

        Sie schmettern: „Wenn ca. 75% im gesamten Landkreis eine Brücke wollen müssen Politiker das als Bürgerauftrag verstehen.“

        Und genau darin steckt die Art von Demagogie, die ich mit meinen (zugegeben) drastischen Vergleichen meinte.

        Wenn ich mich nicht irre, war die Wahlbeteiligung vor fünfeinhalb Jahren sehr niedrig.

        Das aber heißt:
        – NICHT „ca. 75% im gesamten Landkreis wollen eine Brücke“!
        – Real, nämlich im Verhältnis zu den Stimmberechtigten wollten (Präteritum) bloß 32,86%, also weniger als ein Drittel die Brücke!
        – Wieviele sie heute wollen würden, ist eine derzeit nicht zu beantwortende Frage.

        Die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger im Kreis, nämlich 78.018 (= 52,8 Prozent), hat 2013 GAR NICHT abgestimmt.

        Insgesamt 143.923 Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Lüneburg waren am 20. Januar 2013 aufgefordert, ihre Meinung zum Brückenbau bei Neu Darchau zu äußern. Die Wahlbeteiligung betrug aber nur sehr schwache 47,2 Prozent.

        Exakt 65.905 Bürgerinnen und Bürger (gültige Stimmen) aus Hansestadt und Landkreis Lüneburg gaben parallel zur Landtagswahl, ihre Stimme bei der Bürgerbefragung zum Bau der Elbbrücke zwischen Neu Darchau und Darchau ab.

        49,5 Prozent (= 32.621) der tatsächlich Abstimmenden entschieden, dass die Planungen und der Bau der Elbbrücke zwischen Neu Darchau und Darchau fortgeführt werden sollen. Weitere 22,4 Prozent (= 14.763) sprachen sich für ein (bedingtes) Ja aus, W E N N der Kostenanteil des Landkreises Lüneburg 10 Millionen Euro nicht übersteigt. 28,1 (= 18.519) Prozent stimmten mit Nein.

        In allen Kommunen des Landkreises stimmte die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger mit Ja. Das eindeutigste Ergebnis lag in der Gemeinde Amt Neuhaus bei 92,3 Prozent der Ja-Stimmen.

        Wie die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger heute abstimmen würden, ist, solange nicht erneut abgestimmt wurde, NICHT zu beantworten.

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      • jj schreibt:

        Ich muss hier einmal zweierlei deutlich sagen:
        Erstens bin ich nicht immer mit Herrn Wiemann einer Meinung, aber wir können uns bestens und gut austauschen und respektieren die Meinung des anderen.

        Zweitens ist es grenzwertig, wie Herr Wiemann durch Vergleiche mit Diktaturen verunglimpft wird, diese Zerrbilder passen einfach nicht.

        Für Herrn Wiemann und alle anderen aber gilt: Lesen Sie einfach mal die Gutachten und Grafiken zum Raumordnungsverfahren Elbbrücke und die Stellungnahmen. Das sind sehr viele Seiten und sehr viele Grafiken und sehr viele Tabellen.

        Das Plangebiet ist nicht nur ein Naturschutzgebiet, ein Biosphärenreservat, ein Natura-2000-Gebiet, ein Fauna-Flora-Habitat- und Vogelschutzgebiet von europäischem Rang, da geht es auch um eine Kommune außerhalb des Landkreises Lüneburg, die beplant wird. Diese Gemeinde Neu Darchau hat alle Beschlüsse zu Brücke gekippt. Und der Landkreis Lüchow-Dannenberg sorgt sich um den Hochwasserschutz. Und es geht um eine Brücke, die nur sehr eng begrenzte regionale Auswirkungen hat. Die Einwohnerzahl im Amt Neuhaus sinkt auch ohne Brücke weniger stark als in Dömitz oder Ludwigslust, da gibt es eine Brücke, oder im Landkreis Uelzen. Auch das ist da nachzulesen. Und wird die Brücke gebaut, so dreht sie die demographische Entwicklung nicht um, so positiv, wie viele glauben, wirkt sich die Brücke nicht aus, so zumindest ist es in den Studien nachzulesen.

        Unterm Strich wird der Kreis Lüneburg vermutlich die Planung wieder aufnehmen, der Rest wird vor Gerichten entschieden, und da ist man bekanntlich in Gottes Hand. Von dem weiß man nicht weiß, wie er zur Brücke steht. Lg jj

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      • Berni Wiemann schreibt:

        Sehr geehrter Herr Jänkel,
        1. ich danke Ihnen für die Klarstellung, aber solche unterirdischen Agitatoren diskreditieren sjch selbst, wie jeder vernüntige Leser bestätigen wird.
        2. Wie Sie vermutlich wissen, wurden alle Einwände bereits 2012 im regionalwissenschaftlichen Gutachten (ca. 3000 Seiten!) hinreichend bewertet. Bei Bedarf und Zeit können Sie hierin die Bewertung, kleinstteilig bis zum einzelnen Vogelnest, nachlesen. Viel Spaß

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      • jj schreibt:

        Zwei Punkte: Jenckel mit e und ck und bitte nicht in die gleiche Kerbe hauen wie Ihre Kritiker. PS: Wie Sie sehen, Herr Borstel hat sich entschuldigt. Vielleicht sollten auch Sie das Kriegsbeil vergraben. LG Ihr hhjenckel

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      • Berni Wiemann schreibt:

        Sorry für den Schreibfehler, aber undemokratische Hetze ist für mich nicht akzeptabel. Beim „Endspiel“ sind Regelverletzungen njcht auszuschliessen. Bei einem unparteiischen Schiedsrichter würde ein ehrverletzendes, grobes Foul, selbst nach einer Entschuldigung, zwangsläufig zum Platzverweis oder sogar zum Spielabbruch führen.

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      • jj schreibt:

        Ich gebe erstmal Gelb, okay😋😋

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      • Manfred Borstel schreibt:

        Ich habe giftig überspitzt und dabei überzogen. Dafür möchte mich bei Herrn Wiemann entschuldigen. Ich will keinen Zank, sondern allenfalls einen Meinungsstreit, in welchem es allein darum geht, die jeweiligen Positionen klar herauszustellen, – aber diese dann auch hinreichend plausibel zu begründen. Bei meiner Auffassung, dass Herr Wiemann nicht auf die vielen wichtigen Punkte von Herrn Conradt und Herrn Radlos eingeht, bleibe ich. Auch auf meine Fragen habe ich keine Antworten erhalten. Die Sorge um „politische Glaubwürdigkeit“ wegen des vermeintlich verpflichtenden Votums von angeblichen 75 Prozent der Bürger halte ich für nicht durch und durch aufrichtig. Eine Kosten und Nutzen, Folgen und Nebenfolgen umsichtig abwägende Bedarfs- und Wirtschaftlichkeitsanalyse wäre mir lieber, als ein Vivacissimo con espressione dolorosa auf der emotiven Klaviatur.

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      • Manfred Borstel schreibt:

        Ich finde, jetzt sollte wieder Schluss damit sein, den Neymar (https://www.youtube.com/watch?v=dD7u1dlbjsw) zu geben, Herr Wiemann!

        Wie wäre es, wenn Sie (wenigstens bis zu Ihrer möglichen Auswechslung) aufs Spielfeld zurückkehrten, und sich wieder dem Gegenstand des Matches zuwendeten? Eine Menge unbeantworteter Fragen fordert Ihre Dribbelkünste heraus.

        Insbesondere interessiert mich, was Sie erwidern, wenn jemand sich erkundigt, inwiefern das Abstimmungsergebnis einer Bürgerbefragung aus dem Landkreis Lüneburg für die Menschen aus Neu Darchau im Landkreis Lüchow-Dannenberg von irgendeiner Relevanz sein sollte. (Wohlgemerkt: Ich ziehe hier KEINE Parallele zu den Vorbereitungen des „Ostmark“-Anschlusses vom März 1938!)

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      • Wiemann schreibt:

        Gern noch ein paar Hinweise, bevor ich mich endgültig „auswechseln“ lasse.
        Grundsätzliches:
        1. Viele Fragen wiederholen sich und wurden in diesem Blog bereits beantwortet. Wer lesen kann…
        2. Wer mit „Fake-News“ diskreditieren will, sollte sich nicht am US-Präsidenten orientieren, sondern selbst bei der Wahrheit bleiben (siehe Antwort von „D“)
        3. Wer mit „Hitler-Vergleichen“ argumentiert sollte sich ein anderes „Spielfeld“ suchen.
        Konkret zu Ihrer Frage:
        Nach meiner Kenntnis haben sich selbst die Bürger in Neu Darchau mehrheitlich für eine Brücke ausgesprochen. Sollte Ihnen ein gegenteiliges Ergebnis vorliegen wäre ich an genauen Daten (wann, wo, wer, wie viel etc.) sehr interessiert.

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    • Thorsten schreibt:

      Wann gibt es endlich den Seit-es-Zwinkersmileys-gibt-muss-jede-ironisch-gemeinte-Botschaft-damit-versehen-werden-da-sie-sonst-keinesfalls-mehr-vom-Rezipienten-als-überspitzt-dechiffriert-werden-kann-und-deshalb-heftige-Reaktionen-auslöst-Frown?

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  9. Berni Wiemann schreibt:

    Eine Brücke ohne Fluss o.ä. Ist Unsinn!
    …stellen Sie sich vor Reppenstedt wäre durch die Elbe von Lüneburg abgeschnitten. Dann wäre die wirtschaftliche Entwicklung auf 8000 Einwohner (überwiegend Pendler) nicht möglich gewesen. Wir würden dann im grösseren Kichgellersen oder Hamburg arbeiten und einkaufen. Allerdings hätten Heimarbeiter und Rentner dann mehr Ruhe.
    Vergleichbare Bedingungen gibt’s in Neuhaus zu günstigen Bedingungen (Mieten) und Neubürger sind dort willkommen.

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    • Ingeborg Heimbockel schreibt:

      Wozu noch eine Brücke, Herr Wiemann, wenn die Sommer in zwei, drei Jahren ohnehin so heiß und ausgedehnt sein werden, daß vom ersten April bis zum 31. Oktober jeder zu Fuß, im Geländewagen oder mit dem Crosscountry-Pedelec durchs ausgetrocknete Flußbett von Darchau nach Neu Darchau und zurück gelangen kann?

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      • Berni Wiemann schreibt:

        Dann können die Neuhauser, die nichr zu Fuss zur Schule oder Arbeit kommen, zumindest die Flussgänger und Massen an Radtouristen in den blühenden Landschaften besser beobachten.

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  10. Klaus Bruns schreibt:

    na, wer will sich mit der brücke der gebrochenen herzen wirklich ein denkmal setzen? man stelle sich vor, reppenstedt mit ihren 8000 einwohnern würde auf ähnliche ideen kommen , damit es für sie bequemer wird, ob die helden der politik dann ihre geldbörsen zücken würden, oder doch eher den reppenstedtern einen vogel zeigen werden ? schmunzeln.

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  11. jj schreibt:

    Der CDU-Buzndestagsabgeordnete Eckhard Pols hat jetzt eine „Basta“-Pressedepesche zur Elbbrücke abgesetzt und Lüneburgs Landrat Manfred Nahrstedt eine Verweigerungshaltung vorgeworfen. Gestoppt allerdings hat der Kreistag die Brückenplanung und der kann auch mit 700000 Euro vom Land Niedersachsen im Rücken sofort wieder in die Planung einsteigen für die Brücke im FFH-, Vogelschutz- und Natura 2000-Gebiet im Biosphärenreservat Elbtalaue.

    Hier nun Pols im Wortlaut:
    „Bei diesem extremen Niedrigwasser muss auch dem letzten Kritiker und Brückengegner klar werden, dass die Menschen an der Elbe dringend eine feste Elbquerung zwischen Darchau und Neu Darchau brauchen. Vor allem Schülern, Eltern und Berufstätigen ist es nicht länger zuzumuten, 70 bis 100 Kilometer täglich an Umwegen in Kauf zu nehmen. Schüler sind durch die Umwege insgesamt bis zu 12 Stunden am Tag unterwegs.

    Jetzt reicht‘s! Es kann nicht sein, dass die Menschen nur bei normalen Wetterbedingungen die Elbe überqueren können.

    Landrat Manfred Nahrstedt und der Erste Kreisrat, Jürgen Krumböhmer, müssen endlich handeln und den Weg zur weiteren Verwirklichung der Brücke freimachen. Der Landrat muss sich endlich an die Spitze der Brückenbefürworter setzen oder zurücktreten. Seine Verweigerungshaltung ist inakzeptabel und stellt offenkundig eine Belastung für die Menschen an der Elbe dar.“

    Die Fähre „Tanja“ liegt schon seit vier Wochen wegen Niedrigwassers in ihrem Hafen in Neu Darchau und davor war sie wegen Wartungsarbeiten ebenso für insgesamt zwei Wochen ausgefallen. Mit einer Ausfallzeit von sechs Wochen übertrifft sie damit schon jetzt, nach nur einem halben Jahr, ihre durchschnittliche Ausfallzeit von vier Wochen jährlich. In den nächsten Monaten wird außerdem noch der Motor der Fähre ausgetauscht und der Winter steht auch bald wieder vor der Tür, sodass die Fähre wegen Eisganges möglicherweise auch dann im Hafen bleiben muss.

    Seit gestern hat auch die Fähre „Amt Neuhaus“ aufgrund des Niedrigwassers ihren Dienst zwischen Bleckede und Neu Bleckede auf unbestimmte Zeit eingestellt. Damit ist den Menschen an beiden Seiten der Elbe eine weitere wichtige Möglichkeit zur Elbüberquerung weggefallen.„

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    • Gerd Wagner schreibt:

      Glasermeister Pols ist seit 2009 Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Lüchow-Dannenberg – Lüneburg. Er sollte nicht mit Steinen werfen.

      Anstatt anderen zu erklären, was diese „müssen“, „müssen“, „müssen“ und was andernfalls „muss“, „muss“, „muss“, sollte der wackere Eckehard lieber mal darlegen, was genau und konkret – außer lachhaft wohlfeile Pressemeldungen rauszuhauen – er in den vergangenen neun Jahren eigentlich unternommen hat, um die Finanzierungslücke der Brücke zu schließen.

      Die CDU stellt seit 2005 die Regierung unserer Republik. Was haben Sie für die Menschen in Amt Neuhaus erreicht, Herr Pols? Ich bitte um Fakten.

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  12. Daniel Weber schreibt:

    … Was bestimmt in den kommenden Tagen nicht verdrängt wird, ist das Elbwasser durch die Fähre in Bleckede …

    https://faehrbetrieb-wilhelm.com/2018/08/19/niedrigwasser-2018-betrieb-eingestellt/

    Wenn ich in diesem Blog so lese, so denke ich, dass viele Argumente gegen eine Brücke rein emotionaler Natur sind, und Forderungen als Argumente aufzustellen, empfinde ich mehr als fraglich …

    Persönlich möchte ich anregen, dass die Brückendiskussion abschließend durch eine erneute Bürgerbefragung mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet wird.

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    • Heinrich Dittmer schreibt:

      Lieber Herr Weber, läuft das bei den Liberalen aus Gellersen so? Dort wird etwas behauptet („viele“ Argumente sind emotionaler Natur) und etwas anderes angezweifelt (Forderungen als Argumente sind fraglich) — und dann wird eine „persönliche Anregung“ hinterhergeschoben?

      Aber, (1.) kann eine Äußerung „emotionaler Natur“ überhaupt ein „Argument“ sein? Ist ein Argument denn nicht eine logische, rein rationale, also von Gefühlen gerade absehende Abfolge von Aussagen über Tatsachen, die aus einer oder mehreren Prämissen und einer Konklusion besteht, wobei derartige Verknüpfungen typischerweise mit dem Anspruch vorgetragen werden, dass die Prämissen die Konklusion begründen? Ist Ihr Wortgebrauch, Herr Weber, daher nicht eigentlich ganz unsinnig? Und wäre (2.), wenn Sie, Herr Weber, einen generellen Satz formulieren („viele Argumente sind …“), nicht geboten, sofort danach anzuführen, um WELCHE „Argumente“ es sich Ihrer Meinung nach handelt? (3.) Was heißt es, dass „Forderungen als Argumente aufgestellt werden“? WORAUF bezieht sich dieses von Ihnen kreierte sprachliche Unglück? (4.) Ist niedriges Elbwasser ein „Argument“? Oder ist Ihr Hinweis darauf ein emotionaler Appell, Herr Weber? ( Eine Schwundform komplett argumentlosen „politischen“ Aufstampfens und Polterns übrigens, der sich auch ECKHARD POLS in seiner Pressemitteilung ausschließlich bedient.) Stammt das wirkliche Argument nicht eher von Herrn Jenckel? Nämlich: „Dem Land Niedersachsen [in Gestalt von Herrn Althusmann], das es […] richten soll [bzw. der herumtönt, es richten zu wollen (siehe auch Eckhard Pols oben, der in Althusmanns schaumig sprudelndem Heckwasser der vorwurfsvollen Selbstbeweihräucherung surft)] wird es schwer fallen, eine Lex Darchau zu statuieren und für rund 5000 Einwohner eine 70 Millionen Euro teure Brücke zu bauen, ohne Ansprüche in anderen Regionen zu wecken.“ (5.) Sie wünschen sich (was eine Forderung ist) „eine erneute Bürgerbefragung, die mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet wird“. Fehlt hier nicht die entscheidende Auskunft? WER, also WELCHE „Bürger“ sollen befragt werden? Die von Amt Neuhaus? Die des Landkreises? Die des Landes? Auch die von MacPomm, die ja mitbezahlen und – angeblich – auch -profitieren sollen? Oder sollen vielleicht nur die Brückenbefürworter votieren, Herr Weber?

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  13. Rudi Radlos schreibt:

    Lieber Herr Wiemann,

    da ist ja eine ganze Reihe von Einwänden gegen die Brücke zusammengekommen:

    Lüneburgs Ratsdame Claudia Schmidt meint:

    1. Das Brückenprojekt führe entwicklungspolitisch in eine Sackgasse, sei unrealistisch.

    2. Stattdessen sollten die Fähren für alle Bürger des Landkreises Lüneburg kostenfrei sein.

    3. Die Planungs- und Umsetzungsressourcen sollten nicht länger diesem Luftschloss gelten, sondern einer Ertüchtigung der Lauenbürger Brücke zugeführt werden.

    4. Außerdem müsse die vorhandene, gut getaktete Bahnstrecke zwischen Hamburg und Rostock bis Brahlstorf in den HVV.

    Wolfgang Herbst von der Flusslandschaft Elbe GmbH schreibt:

    5. Mit Brücke werde der Elbtourismus ab-, der Verkehr stark zunehmen, die linkselbische Infrastruktur in nicht wünschenswerter Weise umgekrempelt werden.

    6. Bleckede werde seine Fähre und viele Fährbedienstete würden ihren Arbeitsplatz verlieren.

    7. Gewinnen würden nur die Grundstücksspekulanten mit rechtselbischem Besitz.

    8. Die Brücke sei ohne einen erkennbaren Nutzen für die Bürger.

    Der LüneGrüne Ratsherr Ulrich Blanck witzelt:

    9. Ein tatsächlicher Bau der Brücke würde CDU-, FDP- und IHK-Rednern ihres ergiebigsten Themas für unverbindliche Festvorträge mit kämpferischer Pathosnote berauben.

    Neu Darchaus Bürgermeister Klaus-Peter Dehde moniert:

    10. Das Ausmalen positiver „wirtschaftlicher Perspektiven“ als Folge einer Brücke sei weitgehend Fiktion oder Wishful Thinking.

    11. Die Brückendiskussion verhindere das Nachdenken über die realen Probleme unserer ländlichen Räume.

    12. Die tatsächlich betroffenen Menschen würden nicht gefragt, ob sie für oder gegen eine Brücke seien.

    Und Hans-Herbert Jenckel deutet ebenfalls auf neuralgische Stellen:

    13. Eine Brücke, siehe Dömitz, schütze, anders als behauptet, nicht vor Einwohnerschwund.

    14. Die Gelder aus den Solidarpakt-Sonderzuweisungen an Mecklenburg-Vorpommern seien nicht einklagbar, taugten also allenfalls, um an schöne Seelen zu appellieren oder um empfindsame Praktikantenherzen im Schweriner Finanzministerium zu rühren.

    15. Standortmarketing für das Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue und brückeninduziert wachsender Schwerlastverkehr ebendort würden sich beißen.

    Wie entkräften Sie solche Gegenreden?

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    • Berni Wiemann schreibt:

      Sehr geehrter Herr Ratlos,
      obwohl ich bisher kein einziges Argumet gelesen habe dem ich nicht widerspechen könnte akzeptiere ich die unterschiedliche Meinungen. Auch sagt mir der normale Menschenverstand, dass „eine Brücke nicht immer vor Einwohnerschwund schützt“. Die Beweisführung über den Vergleich zwischen dem kleinen Neuhaus (237qkm), ohne feste/dauerhafte Verbindung zum Landkreis, mit dem riesigen Landkreis Ludwigslust-Parchim (4.750qkm) mit vielen Brücken und Städten (über 50.000 Einw.) scheint wie „Trauben mit Melonen“ vergleichen zu wollen. Auch ist die „beweisende“ Statistik fehlerhaft. So wird z.B. der absolute BevölkerungsSCHWUND im Bezirk Lüneburg als prozentual Steigerung ausgewiesen. Aber selbst das umfangreiche „Beweisgutachten“ fordert die Brücke für die wirtschaftliche Entwicklung in Neuhaus. Im „Endspiel um die Elbbrücke“ würde ich das als „Eigentore“ bewerten. Sorry!
      Im Gegensatz zur Statistik zeigt die Praxis. Die früher günstigeren Immobilien-/Mietpreise (in Lüneburg) und das Arbeitsplatzangebote (in Hamburg) veranlasst tausende Pendler täglich 2x65km zu fahren oder wie ich 2×75 Min. in Bahn und Bus zu verbringen. Nach der Preisexplosion (Spekulanten?) in Lüneburg ist eine gleiche Entwicklung in Neuhaus (nur 50 km) zu erwarten.
      Unabhängig von persönlichen Beurteilungen hat für mich die politische Glaubwürdigkeit Priorität. Wenn im gesamten Landkreis ca. 75% für eine Brücke (mit 10 Mio Kreisbelastung) stimmten, sollten verantwortungsvolle Politiker sich für diesen eindeutigen Wählerauftrag einsetzen!!!
      Als liberaler Mensch akzeptiere ich sachliche Kritiker. Wenn aber Politiker Ihre Kritik nicht, über Ihre eigenen Vertreter in die fraktionsübergreifenden Arbeitsgruppe, einbringen und den Bürgerauftrag nicht umsetzen wollen, ist das für mich ein eigenartiges Demokratieverständnis.
      LG
      PS: Ich bin gespannt ob der geschätzte Herr Jenckel auch das vermutlich „spielentscheidende“ Gutachten, über die 70 Mio.die MVP für Neuhaus erhalten hat, hier veröffendlicht.

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    • Gerd Wagner schreibt:

      Hallo Herr Jenckel,

      wie steht’s? Werden Sie „auch das vermutlich ’spielentscheidende‘ Gutachten, über die 70 Mio.die MVP für Neuhaus erhalten hat, hier“ veröffendlichen?

      Oder wollen Sie uns da ein gewichtiges Argumentarium pro-Brücke vorenthalten? Und falls ja, warum?

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      • jj schreibt:

        Die juristische Expertise geht ausschließlich der Frage nach, ob es im Staatsvertrag eine Regelungslücke gibt, was ja der Gutachter der Brücken AG des Kreistages glaubt, und Ansprüche bestehen. Beides wird verneint. Sinn und Zweck der Brücke sind nicht Gegenstand. LG jj

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      • Berni Wiemann schreibt:

        Geschätzter Herr Jenckel, wie Sie wissen bestätigt das Gutachten sehr wohl,
        1. dass MVP Bundesgelder „zur Entwicklung des Beitrittsgebiets“ (einschl. Neuhaus!) erhielt und
        2. diese Fördergelder, zumindest für die letzten 4 Jahre (=6 Mio.) einklagbar sind.
        3. Das Behauptet nicht nur der Vorsitzende der Arbeitsgruppe, sondern fraktionsübergreifend mit deutlicher Mehrhei die gesamte AG, die sich intensiv hiermit auseinandergesetzt hat!
        Wenn hier (sachferne) Gutachten und Statistiken veröffentlicht werden, warum nicht das Gutachten, das offensichtlich der Auslöser für die aktuelle Diskussion ist?
        Der mündigen Bürger sollte sich ein eigenes Urteil bilden können, auch wenn es uns selbst nicht passt.
        LG Berni Wiemann

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      • jj schreibt:

        Lieber Herr Wiemann, für die Juristen aus Meck-Pomm gibt es aber keine Regelungslücke im Staatsvertrag, nur für ihren Gutachter, und über längst verjährte Fußnoten müssen wir nicht reden.

        Sagen Sie lieber den Bürgern, was mit der Infrastruktur passieren muss, wenn eine Brücke kommt, breitere Straßen für den Schwerlasttransit. Gewerbegebiete etc, darüber sollten Sie von Barendorf, Bavendorf, Dahlenburg und Tosterglope bis ins Amt Neuhaus aufklären.

        Sie schauen immer auf die Elbe, schauen Sie lieber an Land, links und rechts des Stroms. Und die angehängten Gutachten, ja , die will keiner lesen, stört ja nur das Träumen. Ihr jj

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      • Berni Wiemann schreibt:

        Das MVP nicht zahlen will ist verständlich, dass Sie die Veröffentlichung des Gutachtens verweigern aber nicht. Mündige Bürger brauchen unsere Interpretationen nicht, sondern haben ein Recht auf unverfälschte Original-Informationen. Auch wenn’s nicht leicht ist, aber die mögliche Kritik müssen wir aushalten können.

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      • jj schreibt:

        Vielleicht sehen wir uns morgen früh beim FDP-Fest😎😎😎

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  14. Frank Stoll schreibt:

    Danke Herr Jenkel, dass Sie mal ansprechen, wo und wer die eigentlichen Fehler bei der Brückenplanung zu verantworten hat.
    Und diejenigen, die damals einer Herabstufung der Landesstrasse zustimmten und wissentlich auf fremden Gebiet planen ließen, schwingen heute die große Brückenbauerkeule und verdammen alle,die eine andere Ansichtsweise haben.

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    • Otto Berg schreibt:

      Sehr geehrter Herr Kreistagsabgeordneter Stoll,

      frank und frei: Ich fände es extrabesonders super-toll, wenn Sie mir als außenstehendem Bürger und Zeitungsleser einmal ganz unverschwiemelt sagen würden, WER denn nun „die eigentlichen Fehler bei der Brückenplanung zu verantworten hat“ und WER eigentlich genau diejenigen Personen „sind, die damals einer Herabstufung der Landesstraße zustimmten und wissentlich auf fremden Gebiet planen ließen“, und die „heute die große Brückenbauerbeeindruckungskeule schwingen und alle verdammen,die eine andere Ansichtsweise haben.“

      Bitte nennen Sie doch Ross und Reiter. Ich bin kein Angehöriger des Kreistages und meine, es ist ohne Fiduz (hasenfüßig) und sogar ein wenig pharisäerhaft, sich vor dem Lüneburger Lesepublikum verschwörerisch zwinkernd in Andeutungen unter Kollegen und Eingeweihten zu ergehen, ohne die Namen der letztlich Gemeinten klar und deutlich vor Ihrem interessierten, aber beim zwischen-den-Zeilen-Lesen keineswegs ähnlich gut wie Sie trainierten Souverän (in Demokratien hat, heißt es, das Staatsvolk diese verfassungsrechtliche und völkerrechtliche Funktion) auszusprechen.

      Und da wir alle gerade dabei sind, uns als Ritter der Aufrichtigkeit zu üben: Es würde mich freuen, wenn Sie mir mit dem gleichen Feuer fürs Tacheles Reden, mit dem Sie den Brücken-Heuchlern zu Leibe rücken, meine am 17. Juli 2018 um 20:15 Uhr an Sie gerichteten Fragen zu den massiven Fehlern und Tricksereien bei der Arena-Planung beantworten würden: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/luneburg/1734401-wer-zahlt-was-fuer-den-arena-betrieb#comment-190852

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      • Karlheinz Fahrenwaldt schreibt:

        Sehr geehrter Herr Berg, wieso sollte die Linkspartei Ihre auf Vorurteilen und Alternativen Fakten beruhenden Fragen zur Arena beantworten?

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    • Otto Berg schreibt:

      Sehr geehrter Herr Kreistagsabgeordneter Fahrenwaldt,

      betätigen Sie sich wieder als Trumpist, der kritisch nachfragende Bürger als „Lügner“ und „Feinde des Volkes“ hinstellt, wenn seine eigene Glaubwürdigkeit auf dem Spiel steht? Wird dieses Verhalten jetzt auch unter Lüneburger LINKEn Mode?

      Ich habe meine Fragen unter der angegebenen Verknüpfung sorgfältig mit Auszügen aus Vorlagen und anderen Dokumenten untermauert (und etwas unterhalb meines Posts auch eine lange Liste von Zitaten inklusive Quellenangaben aufgeführt, die überwiegend aus Ihrer eigenen Feder stammen, Herr Fahrenwaldt, und die belegen, dass die Lüneburger Linkspartei (und Sie vorneweg) lange Zeit dieselben Fragen zur Arena gestellt hat – aber jetzt, aus Gründen, die ich gerne erläutert hätte, in die Kerbe von Verwaltung, SPD, GRÜNEN und CDU schlägt und ein Unsinnsprojekt unterstützt, das so, wie es derzeit geplant ist, nicht nur – unter höchst dubiosen (eben: fragwürdigen; um nicht zu sagen: anrüchigen) – Umständen viel Geld verbrennt, sondern dem Lüneburger Sport insgesamt – und damit auch der Lebensqualität unserer Stadt – über Jahre hinaus schadet).

      Anstatt mich zu diskreditieren, sollten Sie (oder Herr Stoll) sich lieber daran machen, die Fragen mit der nötigen Sorgfalt zu beantworten. Sofern Sie den trübseligen Verlauf der Arena-Debatte im Rat, im Kreistag, unter den LZ-Leserbriefschreiber*inne*n und unter den Kommentator*inn*en bei Blog.jj während der letzten knapp vier Jahre verfolgt haben, wird Ihnen ja bekannt sein, dass ich im wesentlichen zusammenfasse und pointiere, was viele tausend Male (hauptsächlich von Bürger*inne*n und Wähler*inne*n) geäußert wurde. Und wenn Sie sich Entgegnungen überlegen, können Sie ja gerne einfließen lassen, was Ihrer Meinung nach einer Korrektur, einer Modifikation oder einer Ergänzung bedarf – und das dann aber auch begründen und nicht einfach so behaupten!

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    • Otto Berg schreibt:

      Pardon, geehrter Herr Fahrenwaldt, in meiner Erregung über Ihren schändlichen Diffamierungsversuch habe ich zu schreiben vergessen, dass die Arena hier gewiss nicht das Thema ist – sie höchstens zur Illustration von Gewichtungsprozessen (dummdeutsch: „Priorisierungen“) in Rat und Kreistag eine Rolle spielen kann – , sondern die Elbbrücke bei Neu Darchau. Aber auch auf meine diesbezüglichen Bitten um Auskunft und Erläuterung scheinen Herr Stoll und Sie (als sein Pressesprecher (?)) ganz offensichtlich nicht eingehen zu wollen. Honi soit qui mal y pense.

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  15. Berni Wiemann schreibt:

    70 Mio. für den Nachbarn kassieren (s.o.) ist ein grobes Foul. Wenn kein Platzverweis dann mindestens Elfmeter.

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  16. Wiemann zu 11. August 2018 um 20:56.
    Wenn der Ball auf dem Elfmeterpunkt liegt, wer hat denn im 16. gefault? Oder hat jemand den Ball mit Absicht in/an die Hand bekommen?
    Wenn der Torwart den Ball beim Elfmeter nicht halten will, hechtet Richtung Elbe. So scheint das Ziel klar nach Abpfiff. Ein schönes Spiel gesehen. Die Bürger zahlten Eintritt und mit dem Gewinn werden die Brücken-Pfeiler gesponsert. Die Bürger freuen sich auf das nächste Sportereignis.. Der Pokal wird auf dem Ehrenmonument Elbbrücke überreicht.

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    • Kurt Degen schreibt:

      Hallo Herr Ossarek-Bruns,

      wie wäre es, wenigstens hin und wieder etwas zur Sache zu äußern, anstatt das Forum ständig mit angestrengt zusammengepfriemelter Pseudo-Symbolistik zuzumüllen?

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      • Man muß nie den Menschen nach dem beurteilen, was er geschrieben hat, sondern nach dem, was er in Gesellschaft von Männern, die ihm gewachsen sind, spricht.
        Ich schätze Herrn Ossarek-Bruns sehr, einfach Brilliant!

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      • Drögemöller schreibt:

        Dann sollte Herr Ossarek-Bruns sich vielleicht einstweilen auf das Sprechen in Gesellschaft von Männern beschränken, die ihm gewachsen sind, und auf das Schreiben drei, vier Jahre lang verzichten, bis er in dieser Kulturtechnik den Anschluss in Sachen Brillanz gefunden hat.

        Horaz empfahl bekanntlich sogar: „Nonumque prematur in annum membranis intus positis: delere licebit, quod non edideris, nescit vox missa reverti.“ (De arte poetica, 388-390 – Neun Jahre halt es [d. h. das Geschriebene] unsichtbar und lass die Handschrift eingeschlossen liegen: noch kannst du tilgen, was du nicht herausgabst; entfahrenes Wort kennt kein Zurück.)

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  17. Wiemann schreibt:

    Geschätzter Herr Jenckel,
    ich gebe Ihnen in vielen Punkten recht, aber bei der Aufzählung „Ihrer Fakten“ haben Sie entscheidende Aspekte vergessen.
    1. Bei der Bürgerbefragung im gesamten Landkreis (von Neuhaus bis Amelinghausen) stimmten 49,5% uneingeschränkt und 22,4% bis zu 10 Mio. aus dem Kreisetat, d. h. 71,9%, für den Brückenbau.
    2. Nachdem Mitte 2015 der Kreistag beschloss kein Planfeststellungsverfahren einzuleiten, wurde vielfach das „undurchsichtige“ Verfahren kritisiert. Dementsprechend wurde 2017 fraktionsübergreifend eine ergebnisoffene Prüfung der Bau- und Finanzierungsalternativen beschlossen.
    1. Die Prüfung ergab insbes. dass Mecklenburg-Vorpommern, seit 1993 Sonderzuweisungen (Solidarpakt I und II) auf Basis seiner Einwohner von 1991 (einschließlich Amt Neuhaus) erhält.
    MV erhielt somit bis HEUTE über 70 Mio. anteilige allein für Amt Neuhaus. Ob diese „nicht gerechtfertigte Bereicherung“ strafrechtlich relevant ist mögen Juristen beurteilen. Moralisch sollte zumindest ein Teilbetrag (10% reichen zur Brückenfinanzierung) an die wahren „Anspruchberechtigten“ abgegeben werden.

    Im Gegensatz zu populistischen „Dampfrednern“ sollten verantwortungsvolle Politiker den Bürgerwillen (71,9% s. o.) respektieren. Gerade in Zeiten der Politikverdrossenheit sind verständliche und nachvollziehbare Beschlüsse wichtig. Dementsprechend muss der Kreistag abschließend entscheiden, sobald die entscheidungsrelevanten Informationen vorliegen.

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    • jj schreibt:

      Liebe Herr Wiemann, vielen Dank für die Anregung. Aber Sie wissen schon, dass die Wahlbeteiligung unter 50 Prozent lag und dass schon damals, 1993, klar war, dass der Anteil des Landkreises permanent steigt und stramm auf die zehn Millionen zuläuft.

      Und was die 70 Mille aus Meck-Pomm angeht, das wissen Sie auch, ist Schnee von gestern, wenn es überhaupt jemals realistisch war, und es wäre größtenteils verjährt, das sagtselbst Ihr Gutachter.

      Was die Reguglungslücken angeht, von der Ihr Gutachter schreibt, sagt ein juristische Einschätzung aus Meck-Pomm, die existiere nicht, die Forderungen sei „naiv“. Unterm Strich: Wenn Meck-Pomm sich nicht ethisch-moralisch veranlasst sieht zu zahlen, dann kommt nichts, denn klagen will niemand. Den Ball flach halten, Ihr hhjenckel

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      • Wiemann schreibt:

        Lieber Herr Jenckel, wenn eine Wahlbeteiligung von 50%, bei einem „Randthema“ im Landkreis, nicht beachtenswert ist, dann hätten die Landesregierungen in Bremen (50,2%), Sachsen (49,1%) und Brandenburg (47,9%) aber insbes. das EU Parlament (42,5%) keine Legitimation.
        „Der Ball liegt jetzt flach“ in MVP… aber bereits auf dem Elfmeterpunkt.
        Bin gespannt ob unser WiMi Althusmann ihn verwandelt.
        Mit sportlichen Grüsse
        Berni Wiemann

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      • jj schreibt:

        Ich denke, der Kreistag ist am Zug, Althusmann hat den Pass gespielt. Ihr hhjenckel

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      • jj schreibt:

        Lieber Herr Wienann, nicht weit entfernt, über die Dömitzer Brücke, fahren täglich 10 000 Kraftfahrzeuge, zunehmend Schwerlastverkehr. Dömitz hat seit Eröffnung der Brücke rund 20 Prozent der Einwohner verloren- im gleichen Maße ist vermutlich der LKW-Verkehr gestiegen. Dömitz. 1995: 3797, 2016: 3047.
        jetzt sind Sie wieder dran
        lg jj

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    • jj schreibt:

      Und hier noch der Link zum Interview mit Berni Riemann, der AG Elbbrücke des Kreistages führt

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    • Klaus-peterdehde@t-online.de schreibt:

      Spannende Argumentation: man fragt, ob man im Nachbarkreis in einer Nachbarmgemeinde etwas bauen kann. Wen fragt man? Den Nachbarkreis oder die Nachbargemeinde? Nein, man wirft drei Fragen in den Raum und dann hat jede Seite die nötige Prozentzahl für die eigene Argumentation. Die tatsächlich betroffenen Menschen werden nicht gefragt, jedenfalls nicht durch den Landkreis Lüneburg. In manchen Kreisen nennt man das einen untauglichen Versuch.

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  18. Landstörtzerin Courasche schreibt:

    „Der Anspruch auf einen Platz an der Sonne müsste in den Menschenrechten fixiert werden.“

    Helmut Qualtinger, 1928-1986, österreichischer Kabarettist

    *****************

    „Der Anspruch auf einen Platz an der Sonne ist bekannt. Weniger bekannt ist, dass sie untergeht, sobald er errungen ist.“

    Karl Kraus, 1874-1936, österreichischer Satiriker

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  19. Wer bietet weniger Bauzeit? Wer oder Sie hat mehr Mut? Brücken über die Elbe dienten 1945 zur Flucht! Wir schreiben 2018. Das ist so, bedeutet verwalten? Eine Ritterburg im Mittelalter konnte schneller gebaut werden. Fortschritte? Zumindest nicht???

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  20. K.-P. Dehde schreibt:

    Ist die erneut von den Konservativen vorangetriebene Debatte für eine Elbbrücke nur ein Sommertheater?

    Nein, sie ist im Prinzip fatal. Fatal deshalb, weil diese Schattendiskussion wirtschaftliche Entwicklung und Perspektive verhindert. Zum einen setzen die Befürworter auf den Boom, den eine solche Brücke auslösen würde. Ein Blick nach Dömitz zeigt, dass dem so nicht ist.

    Seit Brückenschlag hat Dömitz ein Drittel seiner Bevölkerung verloren. Wirtschaftliche Entwicklung gibt es dort – wenn überhaupt – nur im touristischen Bereich. Wer über die Brücke diskutiert, muss sich keine Gedanken mehr über die tatsächlichen Probleme unserer ländlichen Räume machen. Er muss nicht über sinnvolle Kooperationen zwischen den Fähren und Lösungen für die akuten Probleme nachdenken.

    Ob man eine Brücke will oder nicht, ist im Moment völlig egal. Eine Brücke würde es frühestens in 10 Jahren geben, wenn man heute beginnen würde. Und bis dahin? Lassen wir uns weiter ablenken vom Wesentlichen.

    Die Gemeinde Neu Darchau hat übrigens im vergangenen Jahre alle bestehenden Beschlüsse zu dem Thema aufgehoben. Grund hierfür: Die Planungen des LK Lüneburg verletzen die Verabredungen, die Zuwegung nicht durch den Ort zu führen. Augen zu und mitten durch, scheint die Devise der Planer gewesen zu sein. Das verstößt gegen alle Verträge und führt zum Wegfall der Geschäftsgrundlage.

    In der heutigen Zeit solche Projekte ohne Ortsumgehung zu planen und/oder durchzuführen, erinnert an raumordnerische Steinzeit und führt ins Nichts.

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    • jj schreibt:

      Anmerkung jj: Herr Dehde ist Bürgermeister von Meu Darchau

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    • Klaus Bruns schreibt:

      Herr Dehde, sie haben völlig recht. aber was machen sie, wenn wider erwarten der kreistag sich für die brücke entscheidet? wird das aufgehobene dann wieder aufgehoben? schmunzeln.

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      • Klaus-peterdehde@t-online.de schreibt:

        Dann würden wir als Gemeinderat sicher eine kluge Entscheidung treffen, die über den Tag wirkt. Dazu gehört, dass eine solche Planung dann eine vernünftige Ortsumgehung meiner Gemeinde beinhaltet. Außerdem würden wir sicher auch den Neuhäusern empfehlen, zu überlegen wie der ganze Schwerlastverkehr auf die Bundesstraße 195 im Ort kommt und dann durch den Ort weitergeführt wird. Man darf gespannt sein, wie aus der Brücke des Herzens dann plötzlich ein riesiger Kater mit erheblichen Kopfschmerzen wird. Aber wie gesagt, da haben wir ja noch viel Zeit.

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  21. Klaus Bruns schreibt:

    herr jenckel, werden wetten entgegen genommen? meine letzte wette mit einer landtagsabgeordneten der spd habe ich auch gewonnen. schmunzeln. herr althusmann wird bestimmt seine privatschatulle öffnen, schließlich hat er bis jetzt seinen versprochenen umzug und somit kosten gespart. er wird mit gutem beispiel vorangehen und die wiedervereinigung vollenden, oder doch nicht?

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  22. Rudi Radlos schreibt:

    Bei siebzig (realistisch neunzig) Millionen Euro Brückenkosten müssten Herr Nahrstedt und seine compañeros de armas siebzehneinhalb (bzw. dreiundzwanzigeinhalb) Millionen Euro aufbringen.

    Landratsamtliche Obergrenze sind aber zehn Millionen.

    Wie lange nach Fertigstellung der Brücke würden die zuführenden Verkehrswege sich denn zweispurige Kreisstraßen zu sein bescheiden müssen, damit das Fördergeld aus dem Topf des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes nicht nachträglich von einem Oberwaltungsrichter als erschlichen erklärt werden kann und zurück gezahlt werden muss?

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