Arena: Kam die Kostenprognose im entscheidenden Augenblick nicht auf den Tisch?

17. März 2019

So soll die Arena, die bis zu 3.500 Zuschauer aufnehmen kann, nach aktuellen Plänen aussehen. Grafik: LKLG, Architekturbüro Bocklage & Buddelmeyer

So soll die Arena, die bis zu 3.500 Zuschauer aufnehmen kann, nach aktuellen Plänen aussehen. Grafik: LKLG, Architekturbüro Bocklage & Buddelmeyer

Oh, du Arena, was mutest du uns zu!, könnte man klagen. Kein Tag ohne neue Berichte, kein Monat ohne Hiobsbotschaft zu den Kosten. Der Lüneburger Kreistag soll nun diese Woche endgültig und en détail über die gestiegenen Baukosten für die Arena Lüneburger Land (mittlerweile 25,7 Millionen Euro) unterrichtet werden. Der LZ-Chefredakteur brachte die Politiker mit seinem Arena-Scoop auf Seite 1 schon am Wochenende ins Staunen, er zitierte genüsslich aus der vertraulichen Verwaltungsvorlage. Noch mehr allerdings gerieten einige Kreistagsabgeordnete ins Grübeln über eine Kostentabelle, deren Druckdatum auf den 27. November 2018 datiert ist. 

Aufgelistet sind in dieser Datei die Arena-Kosten netto und brutto und einmal auch inklusive einer Prognose. Unterm Strich stehen da 21,6 Millionen Euro. Eine Summe, die aber bei der entscheidenen Kreistagssitzung am 17. Dezember, also deutlich später, nie genannt und nie zur Diskussion gestellt wurde. Da war immer von 19,4 Mio als vorläufiger Worst Case die Rede. 

Warum wurde die Prognose, das Risiko bei der entscheidenden Kreistagssitzung im Dezember nicht benannt, obwohl man genau das offenbar vorher auch hatte berechnen lassen?  Bei der aktuellen Vorlage aber werden jetzt diese Risiken eingepreist. Wollte man bei der Dezember-Sitzung keinen Betrag über 20 Mio nennen, weil die Poltiiker schon durch die 19 beunruhigt genug waren, oder gerade deswegen? Oder war die Kostenaufstellung inklusive Risiken im Eifer des Gefechts vergessen worden? Auch das ist leider in der Arena-Chronik eine feste Größe. Fragen über Fragen, die jetzt konsternierte Kreistagsabgeordnete beantwortet haben wollen.

Dass es teurer wird, das haben nicht nur die Kritiker gewusst, sondern auch die Arena-Anhänger. Aber dass bei der entscheidenen Sitzung die Risiken durch besagte Prognose gar nicht benannt wurden, obwohl sie bereits ein  beauftragter Arhcitekt aufgelistet hatte , das ist für einige Kreistagsmitglieder nun der eigentlich Skandal. Denn durch dieses  Vergessen,Verschweigen oder aus guten Gründen Unter-den-Tisch-fallen-lassen, was auch immer, fühlen sich ehrenamtliche Politiker nicht ernstgenommen, ja manche sagen böse „belogen“.

Die Arena wird jetzt wohl bei gut dreißig Millionen eingepreist mit Rad- und Fußgängerbrücke, Parkplatz-Service und eventuelle Straßenbaukosten, aber auch nur, wenn sich nicht weitere Positionen finden, die hinter Aktendeckeln schlummern. 

In der Quintessenz sind nicht nur Planung und Bau so eines Projektes eine Nummer zu groß für die Kreisverwaltung, nein, als Kollateralschaden ist auch das Vertrauen in die Verwaltung aufgebraucht. Das ist besonders traurig, weil der Kreistag den Beobachtern und Zuschauern als Hort des guten Tons und Umgangs gilt. Vielleicht war es aber auch eine Drehung zu viel Harmonie, das kann dann zu Schläfrigkeit führen. Im Fall Arena fatal. 

Hans-Herbert Jenckel  

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80 Antworten zu Arena: Kam die Kostenprognose im entscheidenden Augenblick nicht auf den Tisch?

  1. Arena-Devise schreibt:

    Fake it till you make it

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  2. Susanne Jäger schreibt:

    Lieber Herr Jenckel,

    mit bitterem Sarkasmus weisen Sie auf Herrn Schnells Frage, wie mit einem lügenden Landrat vom KT umzugehen sei, auf das taktische Mittel hin, welches seine Getreuen im KT-Ausschuss jetzt in Anwendung bringen werden, um den 50 Millionen Euro-Wahnsinn am falschen Standort (für den es keinen erkennbaren Bürgerbedarf gibt) doch noch durchzudrücken:

    Dieses taktische Mittel ist der Versuch, die KT-Entscheidung möglichst lange hinauszuzögern, um dann mit den Kosten der inzwischen entstandenen Baufakten zu drohen und einzuschüchtern.

    Sie schreiben vom „Kreistag Ende April/Anfang Mai“ bis zu dem „sicher noch einiges ans Tageslicht kriechen“ werde: https://blog-jj.com/2019/03/17/arena-kam-die-kostenprognose-im-entscheidenden-augenblick-nicht-auf-den-tisch/comment-page-1/#comment-6019

    Demokratieverständnis bzw. Verantwortungsbewusstsein oder Verantwortungslosigkeit der KT-Ausschussmitglieder Manfred Nahrstedt, Tanja Bauschke, Günter Dubber, Franz-Josef Kamp, Petra Kruse-Runge, Christian-Eberhard Niemeyer, Gisela Plaschka, Andrea Schröder-Ehlers, Norbert Thiemann, Ulrike Walter, Nicole Ziemer, Frank Stoll und den beratenden Mitgliedern Jürgen Krumböhmer und Sigrid Vossers im Hinblick auf das Gemeinwohl, dem zu dienen sie geschworen haben, werden sich meiner Ansicht nach morgen vor allem daran erkennen lassen, wie zügig von ihnen eine Sondersitzung des Kreistages anberaumt wird. Ich denke, angesichts der Ungeheuerlichkeit der Vorgänge im Kreishaus muss diese Sitzung innerhalb von maximal vierzehn Tagen stattfinden. (Wobei die Bautätigkeit bis dahin und ab sofort zu ruhen hat!)

    Was meinen Sie?

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    • jj schreibt:

      Ich denke, das Zügig durchkreuzen die Osterferien . Und bestimmt ist nich einiges aufzuarbeiten. Aber morgen bringt die LZ Reaktionen auf das Desaster. LG jj

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      • Ulrich Blanck schreibt:

        Das kann ja wohl nicht ernsthaft an Ferien scheitern! Nach meiner Lesart der Auflagen in der Baugenehmigung ist die Baustelle sowieso seitens des Bauamtes still zu legen – dazu werden wird morgen im Bauausschuss ab 15:00 Uhr fragen stellen.

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      • jj schreibt:

        Lieber Ulrich Blanck, so eine Terminabsprache inklusive Ladungsfrist zur Osterurlaubszeit, das kann dauern 😳😳😳

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  3. Andreas Janowitz schreibt:

    Hat sich einmal jemand die Mühe gemacht, die Preissteigerung von den anfänglich 5,irgendwas Mio.€ auf 26+Mio.€ binnen …. was … 8 Monaten zu errechnen? 500%? Irgenwo in dem Berreich?

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    • Jo schreibt:

      Ja!

      Hier: https://blog-jj.com/2019/03/17/arena-kam-die-kostenprognose-im-entscheidenden-augenblick-nicht-auf-den-tisch/comment-page-1/#comment-5958

      Und übrigens: „irgendwie“, „irgendwo“, „irgendwann“ „irgendwas“ oder so … Das ist die Methode Nahrstedt. Davon haben die Lüneburger jetzt wirklich genug, Herr Janowitz! Also mitreden, wenn Sie Substantielles zur Sache beizutragen haben, sonst lieber den Sabbel halten!

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    • Marcel Märtens schreibt:

      Siehe unten Bergs Frage von Mittwoch, 20. März 2019, an Franz-Josef Kamp, den Fraktionsvorsitzenden der SPD-Kreistagsfraktion (von 9,6 auf 50 Millionen ist ein Anstieg um 420,83 Prozent):

      Rechne ich richtig?

      Wahrscheinliche Arena-Baukosten (alles inklusive): 30 Millionen Euro
      plus
      Wahrscheinliche Arena-Betriebskosten (20 Jahre) : 20 Millionen Euro
      ergibt
      Wahrscheinliche Arena-Gesamtkosten (Minimum) : 50 Millionen Euro

      Wie rechtfertigen Sie ein solches „Invest“ für ein „Projekt“, dessen Bedarf (am ungeeigneten Standort zugunsten des privaten Unterhaltungsbusiness) und dessen Gemeinwohldienlichkeit bis heute nicht überzeugend nachgewiesen worden ist?
      rechne ich richtig?

      Wahrscheinliche Arena-Baukosten (alles inklusive): 30 Millionen Euro
      plus
      Wahrscheinliche Arena-Betriebskosten (20 Jahre) : 20 Millionen Euro
      ergibt
      Wahrscheinliche Arena-Gesamtkosten (Minimum) : 50 Millionen Euro

      Wie rechtfertigen Sie ein solches „Invest“ für ein „Projekt“, dessen Bedarf (am ungeeigneten Standort zugunsten des privaten Unterhaltungsbusiness) und dessen Gemeinwohldienlichkeit bis heute nicht überzeugend nachgewiesen worden ist?

      Vgl.: https://blog-jj.com/2019/03/17/arena-kam-die-kostenprognose-im-entscheidenden-augenblick-nicht-auf-den-tisch/#comment-5971

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  4. Wilhelm Führbringer schreibt:

    Sehr geehrter Herr Wiemann,

    Sie schreiben. „die Redebeiträge im Kreistagsprotokoll geben Hinweise“, warum (nach den Worten Herrn Jenckels:) „die Gutgläubigkeit“ (oder soll man sagen die dickfellige Ignoranz (?)) „der Arena-Befürworter bei der Abstimmung im Dezember“ den Illusionen „eines Kamikaze-Kommandos“ geglichen hat „angesichts der Faktenlage von der Konsistenz eines Schweizer Käses“.

    Eine Gegenüberstellung der Reden des CDU-FRAKTIONSCHEFS DUBBER und des SPD-FRAKTIONSSCHEFS KAMP sagen schon beinahe alles. Während DUBBER seine Dezember-Rede am morgigen Montag im Kreisausschuss und in der hoffentlich in den nächsten 14 Tagen stattfindenden Sondersitzung des Kreistages, die den BAUSTOPP beschließt, genauso noch einmal halten könnte und damit die Wahrheit treffen würde, verschafft Ihnen der Auszug aus dem hysterischen Phrasengeschepper, das SPD-Fraktionschef Franz-Josef KAMP am 17. Dezember dem Kreistag dargeboten hat, einen Eindruck von begründungs-, ja, streckenweise besinnungslos eifernder Emotionsrhetorik, die sich einfach nur durchsetzen will – koste es, was es wolle.

    Es gibt in KAMPS Suada KEIN EINZIGES SACHARGUMENT, nur aufpeitschende, bockig aufstampfende Appelle nach dem Gisela-Plaschka-Muster: „man [!] wolle…, man [!] brauche… eine Eventhalle“. Zwei Dinge fallen in dem überdrehten Gestammel auf: Herr Kamp hat Probleme „ich“ zu sagen UND auch er ist offenbar vom Landrat BELOGEN worden, denn Herr Kamp behauptet: „Jetzt [werde] die Halle […] günstiger als […] 20 Mio.€“!

    Auszug aus dem KT-Wortprotokoll vom 17. Dezember 2018: „KTA Kamp erklärt, dass seine Fraktion einstimmig der Meinung sei, dass die geplante und teilweise ausgeschriebene Halle zu bauen sei. (…) Man [!] brauche diese Halle und die Bürgerinnen und Bürger [!!] haben sie verdient [!!!] und ganz besonders [!!!!] die SVG Lüneburg. (…) Man [!] brauche keine große Sporthalle für 10 Mio. €. Wenn dann müsse [!!] es eine Multifunktionshalle sein. (…) Wenn die Arena steht, werde es keine Gegner oder Kritiker mehr geben, er [Kamp] sei davon überzeugt [!], dass die Arena im Nachgang [!!] alle überzeugen werde. (…) Ist die Arena ihr Geld wert und bekomme man einen adäquaten Gegenwert. Die Frage sei legitim und müsse sich jeder selber [!!!] beantworten. (…) Am Ende sei aber davon auszugehen, dass man die Vorsteuer sparen könne. [!!!] (…) Insgesamt gelte doch abzuwägen, kann man sich diese Investitionen leisten Ja oder Nein. (…) Jetzt sei der Landkreis Bauherr, die Halle werde günstiger als diese 20 Mio.€ [!!!!!!!] man [!] wolle…, man [!] brauche… eine Eventhalle (…) Jetzt gelte es [!] ein starkes Zeichen [!!!] für die Arena zu setzten.“

    ***********************************
    DEMGEGENÜBER der KTA und CDU-Fraktionschef DUBBER: „Er spreche nur für diejenigen, die dem Beschlussvorschlag nicht [!] zustimmen werden. Keiner von denen, die dagegen stimmen werden, seien gegen eine Arena, keiner bezweifelt, dass eine Halle für Spitzen- und Breitensport und Veranstaltungen sinnvoll für die Region wäre. Wenn sie heute trotzdem Nein sagten, dann deswegen, weil bei allen bisher vorliegenden Fakten, der Bau dieser Arena, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landkreises übersteige [!!] und weil ihnen, die nach wie vor bestehenden Risiken zu groß [!!] seien. Er habe hier am 5. November noch mit Bauchschmerzen zugestimmt, im Glauben, dass man die bis dahin bekannten und zu erwartenden Mehrkosten durch das gute Jahresergebnis einigermaßen abfangen könne. Seitdem hat sich die Situation geändert. Man werde mehr finanzieren müssen und zusätzliche Kredite brauchen. Und er befürchte, dass man noch lange nicht am Ende angekommen sei [!!!]. Die sich aus dem Bau der Arena ergebenen Folgekosten mit dem Umfang jetzt in Form von Abschreibungen, Zinsen für die zusätzlichen Kredite sowie die im Betreibervertrag geregelten Zahlungen werden den Landkreis für einen langen Zeitraum erheblich belasten [!!!]. Zu Lasten anderer Aufgaben oder zu Lasten der Kreisumlage (…). Ihm komme es so vor, als wenn jemand der gerade aus einer Privatinsolvenz kommt, sich als erstes einen Ferrari kauft, weil er sagt, er benötigt ein Auto. Den Optimismus, man würde die Vorsteuer dann schon irgendwann erstattet bekommen, vermag er nach dem Schreiben der Finanzbehörde nicht [!!!!] zu teilen.
    Und er hat nach den Erfahrungen auch erhebliche Zweifel, dass die Halle einen wirtschaftlichen Betrieb garantiere [!!!]. Was soll die unbegründete Behauptung, eine kleinere Halle wäre unwirtschaftlich. Dass es wirklich keine wie auch immer geartete Alternative gab und gibt. Man entscheide heute zum 5. Mal über den Bau der Halle, was seiner Ansicht nach schon eine ganze Menge sagt. Er habe während dieser Zeit einiges gehört und gelesen, was sich später als nicht wirklich zuverlässig herausgestellt hat [!!!].
    Auch die Behauptung die ausgeschriebene Version sei die Sparversion möchte er nicht kommentieren. Aber die Entscheidung für ein Betreibermodell galt wesentlich auch deswegen als alternativlos, weil [angeblich] nur so die Vorsteuer eingespart werden sollte.
    Um gar keinen falschen Eindruck entstehen zu lassen, auch die Kreistagsabgeordneten tragen Verantwortung [!] dafür, dass alternative Ideen wirklich nie zu Ende geprüft [!!!] wurden, dass Kritik zu häufig nur als störend empfunden wurde, dass viel, viel Zeit und damit eben Geld verbrannt [!!!] wurde und man heute erneut beschließen solle, ohne dass alle Fakten auf dem Tisch liegen [!!!].“

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    • Berni Wiemann schreibt:

      Sg Herr Führbringer,
      im zitierten KT-Protokoll (vom 17.12.) können Sie, anhand aller Redebeiträge die damalige Stimmungslage in den Fraktionen nachlesen. Hieraus wird auch die Problematik der Fraktionen deutlich, die zwar die erheblichen Kostenstensprünge akzeptierten, denen aber die aktuelle Kostenübersicht (vom 27.11.) vorenthalten wurde.
      Durch einen aufmerksamen Blog-Schreiber entdeckte ich vor wenigen Tagen, dass ausgerechnet meine offizielle Anfrage an den Landrat (2.12.), zu den Gesamtkosten und zur Parkplatzsituation (Verkehrsgutachten), nicht wie üblich veröffentlicht wurde. Es ist ein Schelm der böses dabei denkt.
      LG
      Berni Wiemann

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  5. Kevin Schnell schreibt:

    Landrat Manfred Nahrstedt hat den Kreistag am 17. Dezember 2018 belogen. Dies geschah wissentlich, willentlich und gezielt (bzw. zweckorientiert).

    „Eine Lüge ist eine Aussage, von der der Sender (Lügner) weiß oder vermutet, dass sie unwahr ist, und die mit der Absicht geäußert wird, dass der Empfänger sie trotzdem glaubt“, um diesen (den Empfänger) zu einem vom Lügner gwollten Handeln zu veranlassen (so Ihr Wikipedia-Zitat, Herr Jenckel).

    Landrat Manfred Nahrstedt hat den Kreistag am 17. Dezember 2018 bewusst belogen, um von dessen Mitgliedern das von ihm (vom Landrat) und von seinen „Freunden“ und Claqueuren gewünschte Beschlussergebnis (das Ja zum Arena-Bau) zu erzielen.

    Nach allen Kommunalverfassungen in Deutschland ist der Kreistag stets das Hauptorgan des Landkreises (§ 45,1 NKomVG: „Die Vertretung ist das Hauptorgan der Kommune.“). Der Kreistag entscheidet über alle grundlegenden Angelegenheiten des Landkreises und kann Grundsätze für die Verwaltung des Landkreises festlegen (Richtlinienkompetenz). Im Gegensatz hierzu führt der Landrat die laufenden Geschäfte und führt die Beschlüsse des Kreistages aus. (Zu Rechtsstellung und Befugnissen der Vertretung: § 54 und § 58 NKomVG)

    Der Kreistag ist das Hauptorgan des Landkreises! Der Landrat führt die Beschlüsse des Kreistages aus! (Er führt diese Beschlüsse nicht herbei! Auch nicht durch Lügen!)

    Landrat Nahrstedt hat das Hauptorgan des Landkreises Lüneburg belogen.

    Sie, sehr geehrter Herr Jenckel, schreiben: „Ich vermute mal, er“, Landrat Nahrstedt, „ist in Sachen Arena auch nur ein Getriebener.“

    Ich wüsste gerne: 1.) Wer ist es, der Herrn Landrat Nahrstedt „treibt“? Wer macht ihn zu einem „Getriebenen“? 2.) Ist ein „getriebener“ Landrat berechtigt, das Hauptorgan seines Landkreises zu belügen?

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    • jj schreibt:

      Gute Frage, die Antwort lässt noch auf sich warten, aber bis zum Kreistag Ende April/Anfang Mai wird da sicher noch einiges ans Tageslicht kriechen. Lg jj

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      • Ulrich Blanck schreibt:

        Gemäß §59 NKomVG hat der HVB das Gremium einzuberufen wenn 1/3 der Mitglieder der Vertretung oder der Hauptausschuss dieses unter Angabe des Beratungsgegenstandes verlangt

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      • jj schreibt:

        Lieber Ulrich Blanck, spätestens bei der Frage Verkehr kommt die Arena wie ein Bumerang zurückgeflogen in den Rat der Stadt. Hier dazu die Antwort des Ersten Kreisrates auf eine große Anfrage der CDU im Kreistag vom Februar 2018:

        12. Gibt es ein Verkehrskonzept? Wann liegt es vor? Trifft es zu, dass Nebenbestimmungen der Baugenehmigung die Vorlage eines Verkehrskonzepts – unter welchen Bedingungen – verlangen?

        Antwort:
        Die Baugenehmigung ist dem Kreistag mit Vorlage 2017/276 zur Kenntnis gegeben worden.

        Es gibt ein Gutachten, das die Leistungsfähigkeit der Media-Markt-Kreuzung beurteilt. Darin kommt der Gutachter zu dem Ergebnis, dass er die ausreichende Leistungsfähigkeit bezweifelt. Die Baugenehmigung verpflichtet den Bauherrn dazu, die Situation beobachten zu lassen. Sollten sich die Probleme bestätigen, wäre die Kreuzung auszubauen. Dies kann teuer werden. Laut sehr grober Schätzung von SBU sind Kosten von einer Million € denkbar.

        In diesem Fall hat sich die Hansestadt in der Finanzierungs- und Nutzungsvereinbarung verpflichtet, die Hälfte der Kosten zu tragen. Auf die Vorlage 2017/273 wird verwiesen.

        In dieser Vereinbarung verpflichtet sich die Hansestadt außerdem, die Ampelanlagen so zu steuern, dass die Verkehrsbelastung reduziert wird.

        Zudem wird ein Shuttledienst zwischen Arena und Bahnhof angestrebt. Dies ist Inhalt des Betreibervertrages. Auch an einen weiteren Shuttledienst ist gedacht, Die Vertragsverhandlungen erweisen sich als schwierig.“
        Lg jj

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      • Andrea Schöller schreibt:

        Dass der Landrat sich nicht schon längst vor Scham in einer Fußbodenspalte verkrochen hat, ist für mich unbegreiflich.

        § 82 NKomVG

        (1) Die Hauptverwaltungsbeamtin oder der Hauptverwaltungsbeamte kann nach den Vorschriften des Niedersächsischen Kommunalwahlgesetzes von den am Tag der Abwahl nach § 48 Wahlberechtigten vor Ablauf der Amtszeit abgewählt werden.

        (2) 1. Zur Einleitung des Abwahlverfahrens ist ein Antrag von mindestens drei Vierteln der Abgeordneten erforderlich. 2. Über ihn wird in einer besonderen Sitzung der Vertretung, die frühestens zwei Wochen nach Eingang des Antrags stattfindet, namentlich abgestimmt. 3. Eine Aussprache findet nicht statt. 4. Für den Beschluss über den Antrag auf Einleitung des Abwahlverfahrens ist erneut eine Mehrheit von drei Vierteln der Abgeordneten erforderlich.

        (3) 1. Die Hauptverwaltungsbeamtin oder der Hauptverwaltungsbeamte gilt als abgewählt, falls sie oder er innerhalb einer Woche nach dem Beschluss der Vertretung, das Abwahlverfahren einzuleiten, auf die Durchführung des Abwahlverfahrens verzichtet. 2. Der Verzicht ist schriftlich gegenüber der oder dem Vorsitzenden der Vertretung zu erklären.

        (4) Die Hauptverwaltungsbeamtin oder der Hauptverwaltungsbeamte scheidet mit Ablauf des Tages aus dem Amt aus, an dem nach einer Abwahl gemäß Absatz 1 der Wahlausschuss die Abwahl nach den Vorschriften des Niedersächsischen Kommunalwahlgesetzes feststellt oder an dem eine Verzichtserklärung nach Absatz 3 der oder dem Vorsitzenden der Vertretung zugeht.

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      • Ulrich Blanck schreibt:

        Die Verkehrsfrage steht als Grüner Antrag am Mittwoch dem 27.3. bereits im Rat zur Diskussion.

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      • Barbara Paulsen schreibt:

        Sehen wir einmal davon ab, daß so ein Shuttle-Dienst ein lachhafter Schwachsinn ist, der niemals funktionieren kann:

        Wer würde das Vorhalten, die Organisation, die Koordination und den Betrieb eines solchen Shuttle-Dienstes bezahlen? Klaus Hoppe? Aus den öffentlichen Subventionen für seine Privatunternehmung, welche die geplanten Betriebskostenzuschüsse in bisher unbekannter Höhe darstellen?

        Wo würden die Arena-Gäste von außerhalb ihre 1.500 bis 2.000 Autos parken, um in den Fünf-Minuten-Takt-Shuttle-Dienst umzusteigen? Wie denkt sich „die Verwaltungsspitze“ von Rat und Kreis die Bewältigung von 3.500 Menschen, die unmittelbar nach einem der 250 geplanten Megaevents pro Jahr aus der Arena der Möglichkeiten strömen? Werden 1.000 Komfort-Shuttles bereit stehen, damit die Arena-Beglückten alle relativ gleichzeitig zu ihren Sport Utility Vehicles zurücktransportiert werden können? Oder muss sich „der Besucher“ auf Wartezeiten von zwei, drei Stunden einstellen?

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    • Otto Berg schreibt:

      „Wer ist es, der Herrn Landrat Nahrstedt ‚treibt‘?“ Und: „Ist ein ‚getriebener‘ Landrat berechtigt, das Hauptorgan seines Landkreises zu belügen?“

      Wie bereits die Libeskind-Story mit dem Gespann Spoun und Keller erinnert mich der Arena-Krimi mit Nahrstedt und Hoppe sehr an das – grauenvolle – Ende des schönen Märchens von Hans Christian Andersens „Des Kaisers neue Kleider“:

      »Aber er hat ja gar nichts an!« sagte endlich ein kleines Kind. »Hört die Stimme der Unschuld!« sagte der Vater; und der eine zischelte dem andern zu, was das Kind gesagt hatte.
      »Aber er hat ja gar nichts an!« rief zuletzt das ganze Volk. Das ergriff den Kaiser, denn das Volk schien ihm recht zu haben, aber er dachte bei sich: »Nun muß ich aushalten.« Und die Kammerherren gingen und trugen die Schleppe, die gar nicht da war. (Quelle: https://gutenberg.spiegel.de/buch/marchen-1227/71)

      Man stelle sich das ganz konkret vor: Der Kaiser dachte: „Nun muss ich aushalten!“ Vor 180.000 gaffenden Landkreisbewohnern oder mehr. Und obwohl er wusste, dass er nackt war, stolzierte er durch die Staßen! Kann einer sich eine furchbarere Situation ausmalen?

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  6. clauspoggensee schreibt:

    Mit den moralischen Beurteilungen der Handelnden möchte ich mich zurückhalten. Ich glaube fest daran, dass jedeR von ihnen ein Gewissen hat und sich diesem auch stellt. Wer aufgrund seines schlechten Gewissen oder aus Angst vor weiteren – noch im verborgenen schlummernden – Fakten schlecht schläft, sollte Konsequenzen ziehen und auch finanziell für den angerichteten Schaden gerade stehen. „Arsch in der Hose“, wie wir hier auf dem Land sagen, bedeutet nicht, bis zur Enttarnung zu warten, sondern Ehrlichkeit gegenüber den Bürger*innen und auch zu sich selbst.
    Fakt ist, dass es vor der Kreistagssitzung im Dezember genug Mahner*innen aus verschiedenen Parteien gegeben hat. Wer sich jetzt erschrocken als Oberaufklärer gibt, handelt populistisch und verlogen. Wer die Kostensteigerung der „Gorch-Fock-Arena“ ignoriert und aussitzen will, ebenfalls.
    In der Vorlage für den Kreisausschuss am 25.03. heißt es: „Nicht enthalten in der Projektkostenaufstellung sind Kosten für die Errichtung von außerhalb des Grundstücks befindlichen Parkplätzen, Kosten für bauliche Maßnahmen im Zuge des Verkehrskonzepts sowie Kosten für unvorhergesehene Auflagen aus der Baugenehmigung.“ Die 25,6 Mio. €, die der Landkreis bereits einräumt, werden also nicht reichen.
    Spannend finde ich aber eine ganz andere Frage und freue mich hier auf Einschätzungen der Kommentator*innen: Welche Rolle spielt aus Ihrer und Eurer Sicht das Thema Arena im Landratswahlkampf? Wer profitiert von dem Skandal, wer verliert? Wie vielen Wähler*innen ist das Thema völlig egal? Führt das Versagen des Landkreises zu geringerer Wahlbeteligung und zu weiterem Poltikverdruss? Ich bin neugierig.

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    • jj schreibt:

      Lieder Herr Poggensee,
      die Frage habe ich schon 5. März in einem Blog thematisiert.
      Natürlich wird die Arena zum Thema, aber es ist nicht so einfach für die großen Parteien auszuschlachten.

      Die Politiker können der Verwaltung viel in die Schuhe schieben, allerdings grenzte die Gutgläubigkeit der Befürworter bei der Abstimmung im Dezember auch einem Kamikaze-Kommando angesichts der Faktenlage von der Konsistenz eines Schweizer Käses. Hier der Blog.
      https://blog-jj.com/2019/03/12/die-arena-mischt-nun-auch-den-wahlkampf-auf/
      Lg jj

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    • Berni Wiemann schreibt:

      Möglicherweise geben die Redebeiträge im Kreistagsprotokoll Hinweise.
      In allen Fraktionen gab es Mahner, lediglich die Genossen wollen kritiklos Ihr Mahnmal bauen.

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  7. jo bembel schreibt:

    Für Moneyman:

    Erfolgreiches Konfliktmanagement in aussichtsloser Situation

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  8. Otto Berg schreibt:

    Sehr geehrter Herr Jenckel,

    die Quellen für meine Aussagen unten, welche ich bloß genau gelesen, die ich zitiere und aus denen ich einfach nur konsequent die einzig möglichen Schlussfolgerungen gezogen habe, sind öffentlich zugängliche Dokumente: Z. B. das Wortprotokoll der Kreistagssitzung vom 17. Dezember 2018 und vor allem auch die folgenden beiden Zeitungsberichte von LZ-Redakteur Malte Lühr:

    A) https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/2461331-viele-fragen-offen-im-arena-drama
    B) https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/2461272-zahlen-chaos-auf-der-arena-baustelle

    In eckigen Klammern von mir ergänzte Zitate aus (B): „Das Projekt hat bereits vor Monaten die 20-Millionen-Euro-Hürde gerissen, der Kreistag dem Mammut-Projekt offenbar auf Grundlage falscher Zahlen zugestimmt.“ (…) DER LANDRAT RÄUMT EIN, DAS ‚ZAHLENMATEIAL‘ GEKANNT ZU HABEN. (..) Auf [der Grundlage falscher Informationen durch Landrat Nahrstedt*] gab eine breite Mehrheit des Kreistags [am 17. Dezember 2018] endgültig grünes Licht für den Arena-Bau. (…) Tatsächlich [haben] die Kosten [zu dem Zeitpunkt] aber schon bei 21,8 Millionen Euro gelegen“.
    ______________
    * Erklärung des Landrates zur KT-Beschlussvorlage 2018/366 vom 17. Dezember 2018 laut Wortprotokoll:
    Landrat Nahrstedt „macht deutlich, dass nach § 85 NKomVG der Hauptverwaltungsbeamte [!] zuständig sei [!!] für die Vorbereitung der Beschlüsse. Die Vorbereitung soll die Beschlussorgane, also den Kreistag in die Lage versetzten, in Kenntnis ALLER für die Entscheidung relevanten TATSÄCHLICHEN UND RECHTLICHEN Umstände, zu beschließen. Zu dem Gesetz gehört eine dem Umfang und Schwierigkeitsgrad der Gegenstände angepasste Vorinformation der Gremien. Diese habe man vorgelegt, sie sei SACHLICH UND OBJEKTIV [!!!].“

    TATSACHE ist, Manfred Nahrstedt hat die Unwahrheit gesagt [vulgo: er hat gelogen]: Er hat den Kreistag NICHT „in die Lage versetzt, in Kenntnis ALLER für die Entscheidung relevanten TATSÄCHLICHEN UND RECHTLICHEN Umstände, zu beschließen“. Und die von ihm vorgelegte Vorinformation war NICHT „SACHLICH UND OBJEKTIV“! — Sie war schlicht falsch.
    ______________

    DAS SIND DIE FAKTEN.

    ALLES ANDERE SIND AUSFLÜCHTE, LÜGEN UND SCHUTZBEHAUPTUNGEN VON HERRN NAHRSTEDT.

    Die Behauptung von Herrn Nahrstedt, ein Baustopp an der Lüner Rennbahn würde 10 Millionen Euro kosten ist ebenfalls eine UNNWAHRHEIT.

    Herr Jenckel, würden Sie sagen, dass meine obigen Aussagen und Schlussfolgerungen durch die bekannten Tatsachen gedeckt sind?

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    • jj schreibt:

      Zur Lüge ist bei Wikipedia zu finden: „Eine Lüge ist eine Aussage, von der der Sender (Lügner) weiß oder vermutet, dass sie unwahr ist, und die mit der Absicht geäußert wird, dass der Empfänger sie trotzdem glaubt,[1] oder anders formuliert „die (auch nonverbale) Kommunikation einer subjektiven Unwahrheit mit dem Ziel, im Gegenüber einen falschen Eindruck hervorzurufen oder aufrecht zu erhalten [sic].“[2]

      Lügen dienen dazu, einen Vorteil zu erlangen, zum Beispiel um einen Fehler oder eine verbotene Handlung zu verdecken und so Kritik oder Strafe zu entgehen. Gelogen wird auch aus Höflichkeit, aus Scham, aus Angst, Furcht, Unsicherheit oder Not („Notlüge“), um die Pläne des Gegenübers zu vereiteln oder zum Schutz der eigenen Person, anderer Personen oder Interessen (z. B. Privatsphäre, Intimsphäre, wirtschaftliche Interessen), zwanghaft/pathologisch oder zum Spaß.“

      Nimmt man dieses Spektrum, findet man sicher auch eine Passage, die auf die Causa Arena zutrifft. Der Landrat ist politisch für das, was da gerade passiert, verantwortlich, operativ sind es auch andere, denen das schlicht über den Kopf gewachsen ist, weil sie vom großen Wurf geträumt haben, weil sie in der Bundesliga mitspielen wollten und doch nur Kreisliga sind.

      Für das Desaster waren drei Starts nötig. Zuerst hatte man es mit einem PPP-Verfahren versucht, darum ranken sich ja heute noch Legenden, „dann würde die Halle längst stehen“. Pustekuchen. Alle haben gewusst, dass das Verfahren hätte ausgeschrieben werden müssen und man nicht einfach einen heimischen Investor machen lassen kann. Deswegen wurde die Reißleine gezogen.

      Im zweiten Anlauf versuchte man es mit einem Champion an der Seite: FKP Scorpio. Da haben zwar alle große Augen bekommen, was die können, aber am Ende war das eine Nummer zu große, schließlich spielt man ja Kreisliga.

      Im dritten Anlauf hat man dann offenbar langsam den Überblick verloren, was man an Material hat, was fehlt und was in jedem Fall noch in die Kostenrechnung fließen muss. Hier gilt ausnahmsweise der FDP-Lindner-Spruch: „eine Sache für Profis“.

      Unterm Strich aber, und das ist unentschuldbar, haben die Kreistagsabgeordneten unter falschen Vorzeichen abgestimmt, man hat ihnen die Gefahren, die Kostenrisiken vorenthalten. Das wird das Klima im Kreistag auf Dauer vergiften.

      Der Landkreis hat bisher nur eines sicher: einen neuen Eintrag ins Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes. Und das zu recht.

      Als Treiber der Getriebenen kommen hier natürlich nur wieder die üblichen Verdächtigen in Betracht, und genau an diesen Mutmaßungen, diesen Unterstellungen ohne Fakten, aber dafür gewürzt mit jeder Menge Vorurteilen, Klischees und Ressentiments beteilige ich mich nicht. Und ich weigere mich auch, Kommentare, die unter die Gürtellinie gehen, freizugeben. lg jj
      Ich kenne Landrat Nahrstedt nun schon viele Jahre. Auch seiner Amtsführung ist es zu verdanken, dass der Kreistag sich bisher anders geriert als der Lüneburger Rat zum Beispiel. Als Lügner habe ich ihn nicht erlebt. Ich vermute mal, er ist in Sachen Arena auch nur ein Getriebener.

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      • Klaus Bruns schreibt:

        kann es sein herr jenckel, dass ihre gürtellinie aus ureigenem interesse, was ihren blog angeht, immer weiter nach oben wächst? sie dürfen mir gern eine antwort geben. wissen sie auch eine, auf meine frage, warum das thema arena hinter verschlossenen türen diskutiert wurde, wie am donnerstag geschehen ist, sein muss? ist die demokratie in gefahr oder ging es um personal-entscheidungen?

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      • jj schreibt:

        Es ist mein ureigenes Interesse, dass der Blog nicht zur Bashing-Arena wird, sondern, wie bei der Diskussion zur Eventhalle bei mehreren Blogs geschehen, auf lange Strecke durch kritische und profunde Kommentare getragen wird, bei denen ich einiges gelernt habe, und dass Abgeordnete sich zu Wort melden können und auf Augenhöhe diskutiert wird. Lg jj

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      • Otto Berg schreibt:

        „Das Projekt hat bereits vor Monaten die 20-Millionen-Euro-Hürde gerissen, der Kreistag dem Mammut-Projekt offenbar auf Grundlage falscher Zahlen zugestimmt.“ (…) DER LANDRAT RÄUMT EIN, DAS ‚ZAHLENMATEIAL‘ GEKANNT ZU HABEN. (..) Auf [der Grundlage dieser falschen Zahlen] gab eine breite Mehrheit des Kreistags [am 17. Dezember 2018] endgültig grünes Licht für den Arena-Bau. (…) Tatsächlich [haben] die Kosten [zu dem Zeitpunkt] aber schon bei 21,8 Millionen Euro gelegen“.

        SO steht es in der Landeszeitung. Das sind die TATSACHEN. Aber nicht weil es so in der Landeszeitung steht, sind es die Tatsachen, sondern weil es die Tatsachen sind, steht es in der Landeszeitung! Der Landrat hat die Zahlen gekannt, hat aber weder den Kreisausschuss noch den Kreistag informiert.

        STATTDESSEN behauptet er am 17. Dezember 2018 vor dem versammelten Plenum des Kreistages, er habe den Kreistag „in die Lage versetzt, in Kenntnis ALLER für die Entscheidung relevanten TATSÄCHLICHEN UND RECHTLICHEN Umstände, zu beschließen“. Und die von ihm vorgelegte Vorinformation sei „SACHLICH UND OBJEKTIV“.

        BEIDES entsprach nicht der Wahrheit, da der Landrat die tatsächlichen Beträge, die er seit drei Wochen kannte, NICHT genannt, sondern verschwiegen hat.

        Wie würden Sie dieses Vorgehen nennen?

        KLARSTELLUNG: Ich habe weder, von „Treibern“ noch von „Getriebenen“ gesprochen und auch keine „üblichen Verdächtigen“ erwähnt. Außerdem habe ich mich nicht an „Mutmaßungen oder Unterstellungen ohne Fakten, aber dafür gewürzt mit jeder Menge Vorurteilen, Klischees und Ressentiments beteiligt“ Und ich habe auch keine „Kommentare, die unter die Gürtellinie gehen“ geschrieben. (Denn wäre das anders gewesen, hätten Sie – nach Ihrem eigenen Bekunden – meine Kommentare ja gar nicht freigeschaltet.)

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      • jj schreibt:

        Lieber Herr Berg, dass habe ich auch nicht behauptet, ich habe nur versucht, die Sachlage aus meiner Sicht zu skizzieren. Bleiben Sie dran. Lg jj

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      • Berni wiemann schreibt:

        Vorstellbar ist, das unser Landrat „nur“ ein Getriebener ist. Dann stellt sich die Frage nach dem „von wem geführt“
        und wer führt dann faktisch den Landkreis?
        Ihr einleitende Wikipedia Definition ist für die Beurteilung dieses Desasters hilfreich. Wie ist danach eine objektiv falsch Antwort auf eine konkrete KTA-Anfrage zu bewerten? Die Wochen zuvor bekannten Kostensteigerungen in Millionenhöhe wurden dem Kreistag nicht mitgeteilt, um den gewollten Baubeschluss nicht zu gefährden. Die individuelle Beurteilun überlasse ich dem geneigten Leser.

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  9. Kevin Schnell schreibt:

    ⮞ ⮞ ⮞ ⮞ ⮞ ⮞ EINE GESCHICHTE WIE AUS DEM IRRENHAUS ⮜ ⮜ ⮜ ⮜ ⮜ ⮜

    Die Kreistagsabgeordneten „gingen davon aus“, dass die ihnen genannte Baukostensumme von 14,4 Millionen Euro „bis kurz vor ihrer Sitzung am 17. Dezember Bestand hatte“, schreibt Malte Lühr in der LZ: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/2461331-viele-fragen-offen-im-arena-drama

    „Tatsächlich aber hat [Arena-Bauleiter] Jarke bereits am 27. November den Projektverantwortlichen bei der Kreisverwaltung alarmiert, den Ersten Kreisrat Jürgen Krumböhmer per E-Mail vor einer weiteren, erheblichen Kostensteigerung gewarnt. Im Anhang befand sich eine – in Teilen zwar fehlerhafte – aber dennoch eindeutige Übersicht über die Gesamtkosten. Diese wies zwar unter dem Strich eine Summe von rund 21,6 Millionen Euro aus, doch war für den Ersten Kreisrat nicht auf den ersten Blick zu erkennen, wo sich eine Kostensteigerung in welcher Höhe verbarg [und einen zweiten Blick wollte er damals einfach nicht riskieren]. So zumindest stellte es Krumböhmer Teilnehmern zufolge in der Sitzung des Begleitgremiums am vergangenen Donnerstag dar, als Landrat Manfred Nahrstedt erstmals die aktuellen Zahlen auf den Tisch legte, und der Erste Kreisrat die Mail in Kopie dazu.

    In seiner persönlichen Erklärung [die unpersönliche hebt er sich fürs nächste mal auf] schilderte Krumböhmer, dass er sofort zum Telefon gegriffen und Bauleiter Jarke angerufen habe, um das Ausmaß der Kostensteigerung in Erfahrung zu bringen [Warum? Traute er der „eindeutigen Übersicht über die Gesamtkosten“ im Mailanhang nicht?]. Eine Million Euro war die Summe, die der Erste Kreisrat unmittelbar im Anschluss in das Büro von Landrat Manfred Nahrstedt trug. [Warum eine Million? Wenn doch „die Gesamtkosten unter dem Strich eine Summe von rund 21,6 Millionen Euro auswiesen“?]

    Nach der heiklen Kreistagssitzung Anfang November, als die Kreistagsmehrheit erstmals ins Wanken zu geraten schien [Nachtigall, ick hör dir trapsen!], wollten beide Männer [also die Spezialisten Nahrstedt und Krumböhmer!] einen weiteren Kostenanstieg unbedingt [hört, hört!] verhindern. Wahrscheinlich [oder doch höchstwahrscheinlich?] ist, dass die Gesamtkosten unter der Marke von 20 Millionen Euro bleiben sollten. [Wer hätte das gedacht?] Sie [die beiden Spezialisten] beschlossen das Geld einzusparen – im Bereich Veranstaltungstechnik.

    Zwei Tage später trafen sie [die Spezialisten Nahrstedt und Krumböhmer!] sich mit Hallenbetreiber Klaus Hoppe [dem dritten Spezialisten!] und verabredeten ein Fünf-Punkte-Spar-Programm. [Warum kein Sechs-Punkte-Spar-Programm?] Alles schien geregelt [Ufff!], die Rechnung aufzugehen [Heißa!].

    Tatsächlich lagen die Mehrkosten bei zwei Millionen Euro [Fürwahr!]. Krumböhmer räumte in dem Gremium ein, dass er bei genauerer Prüfung der Gesamtkostenübersicht dies hätte auch erkennen können [„Können“? Müssen vielleicht? Aber nicht dürfen?] So aber verließ er sich offenbar auf das, was er dem Telefonat mit Bauleiter Jarke entnommen hatte, ohne weiteren Blick auf Anlage der Mail [So, wie man es von einem Ersten Kreisrat erwarten darf! Ganz Profi also! Aber das Digitale ist im Kreishaus eben Neuland.].

    Warum es noch bis Anfang März dauern sollte, bevor Mitarbeiter der Kreisverwaltung das tatsächliche Ausmaß des Kostenanstiegs entdeckten [das wüsste man gerne! Hatte es vielleicht etwas mit dem Schaffen von Fakten zu tun?], wird jetzt das Rechnungsprüfungsamt ermitteln müssen.“

    ➽ Das „Rechnungsprüfungsamt“ soll ermitteln?

    ➽ Ist es nicht hohe Zeit, dass endlich die STAATSANWALTSCHAFT ermittelt?

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  10. Otto Berg schreibt:

    KTA Gisela Plaschka, die SVG-Sponsorin, schreibt am 17. März 2019 um 21:07 Uhr bei Blog.jj:

    „Ja, der Arena-Skandal macht sprach- und fassungslos. Mein Vertrauen in die Aussagen der Verantwortlichen in der Kreisverwaltung ist auf dem Nullpunkt angelangt. Jetzt gilt es daraus die Konsequenzen zu ziehen und nach vorne zu blicken und entsprechend zu handeln.“

    Am 20. März 2019 ist in der Landeszeitung (Print-Ausgabe) zu lesen:

    „Fraktionschefin Gisela Plaschka (FDP) ist „fassungslos“ angesichts der enormen Kostensteigerung, hält aber an einem Weiterbau fest. „Die Arena ist gewollt. Die Arena wird gebraucht. Ein Baustopp kommt für mich nicht in Frage.“

    „Die Arena ist gewollt“? „Die Arena wird gebraucht“?

    Woher weiß Frau Plaschka das?

    Hat sie mit „dem Bürger“ telefoniert? Hat sie mit Herrn Kiesel, Herrn Dr. Buller und Herrn Kamp zusammen eine repräsentative Bedarfsanalyse angefertigt?

    Oder glaubt sie diesen Käse einfach nur?

    Stand solch inhaltsloses Phrasengeblubber früher nicht in der Prawda?

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  11. Kevin Schnell schreibt:

    Hallo Herr Bembel,

    toller Beitrag!….(gekürzt)

    Aber wir sollten das Wesentliche nicht aus den Augen verlieren:

    A) — Die Arena-Gesamtkosten steuern auf eine V E R F Ü N F F A C H U N G zu, nämlich auf FÜNFZIG MILLIONEN EURO. Siehe dazu die Frage von Herrn Berg an Herrn Franz-Josef Kamp: https://blog-jj.com/2019/03/17/arena-kam-die-kostenprognose-im-entscheidenden-augenblick-nicht-auf-den-tisch/#comment-5971

    B) — Die Verwaltungsspitze hat die Abgeordneten auf der KT-Sitzung vom 17. Dezember – wissentlich und bewusst und somit absichtlich – über die von ihr bereits im November erwarteten Baukosten GETÄUSCHT. Siehe dazu den Jenckel-Artikel oben: Es gibt „eine Kostentabelle, deren Druck auf den 27. November 2018 datiert ist“, die bereits alles enthält, was angeblich erst am 4. März bemerkt wurde, als Landrat Nahrstedt „die Unterlagen durchgegangen“ (Nahrstedt) ist, als handle es sich bei den Beträgen „um Peanuts“ (Jenckel).

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    • Kevin Schnell schreibt:

      Hallo Herr Jenckel,

      die Arena ist eine Maßanfertigung für die Herren Bahlburg und Hoppe. Eine Tatsache, über die durch viel Reklamegesabbel und suggestive Wunschfloskeln hinweg getäuscht werden soll. An der Produktion solchen Beschwörungsgeredes ohne Halt im Realen haben sich auch verschiedene LZ-Redakteure über die Jahre immer wieder beteiligt. Warum kürzen Sie meine Hinweise auf diesen Umstand ohne Angaben von Gründen heraus? Ist das hier nicht auch ein Meinungsforum?

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      • jj schreibt:

        Lieber Herr Schnell,
        Feindbilder sind okay, aber dieses Runterschreiben und Diskreditieren hilft niemanden. Ganz im Gegenteil, ihre oft doch profunden Anmerkungen verlieren deutlich an Glaubwürdigkeit und wirken wie eine Abrechnung. Keine Ahnung, was Hoppe oder Bahlburg Ihnen getan haben. Hier war in letzte Zeit eine gute Diskussionskultur eingekehrt, und es haben sich weit mehr Politiker zu Wort gemeldet. Die kommen, wenn sie solche Verbalattacken fürchten müssen, nicht wieder, und das ist es mir nicht Wert. Denken Sie an Lichtenberg, was der so über die plane Sprache gesagt hat. Lg Ihr jj

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    • jo bembel schreibt:

      Lieber Herr Schnell,

      ich stimme Ihnen zu. Aber auch ich, ohne dass ich den durch Herrn Jenckel gekürzten Text kenne, wünsche mir, dass Sie stets nur die Argumentationsebene bespielen.

      Mir ging es darum aufzuzeigen, dass DIESE Arena noch nicht einmal von dem gebraucht wird, der größter Nutznießer sein soll/wird. (Erst beschließt Herr Bahlburg mit, dass eine Voraussetzung für die Teilnahme an der 1.VBL eine Halle mit 9m lichter Deckenhöhe ist und dann fordert er, dass der Steuerzahler ihm eine solche Arena hinstellt, weil sein Club sonst außenvor wäre.)

      DIESE Arena ist von der ersten Sekunde an ein Lügengebilde. Und es wir weiter gelogen – dreister als zu vor. Wie kann ein Baustopp teurer sein als ein Weiterbauen, wenn der Arenabetrieb dauerhaft bezuschusst werden muss? Befürchtet man eine Klage der Herrn Bahlburg/Hoppe und dass dann der Teppich gelüftet werden muss und offen sichtlich wird, dass gegen das Beihilfeverbot verstoßen wurde?

      Im VBL-Masterplan steht: „Wir werden unseren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wert als Bundesligist für die Kommune ermitteln und als Argumentationsgrundlage einsetzen.“ Nun liebe Kreistagsabgeordnete, welche Werte hat Ihnen Herr Bahlburg verargumentiert? Ist der wirtschaftliche Wert in Wahrheit nicht ein Schaden in zweistelliger Millionenhöhe und der gesellschaftliche Wert NULL bzw. nicht höher als bei anderen Sportarten?

      Morgen findet das Spiel SVG Lüneburg vs. VfB Friedrichshafen statt – Tabellenvierter gegen den Ersten, der nach eigenem Bekunden, wertigsten Bundesliga. Und was entdecke ich da (wieder) auf der LZ-Titelseite? Eine teure Anzeige der SVG mit der ein/dieses Spiel beworben wird, obwohl die Sportredaktion die Medienkooperation („Unsere Arbeitsschwerpunkte liegen auf der Vernetzung mit den Medien am eigenen Standort, dem Ausbau von Medienpartnerschaften…“, Quelle: VBL Masterplan) total ernst nimmt und sich solche Mühe gibt, das Spiel ellenlang interessant und die Gellersenhölle voll zu schreiben.

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      • Kevin Schnell schreibt:

        Lieber Herr Bembel,

        Sie wünschen sich zu Recht, dass ich stets stets nur die Argumentationsebene bespiele!
        Das probiere ich. Obgleich, Ihre Emotionsebene ist auch nicht von schlechten Eltern!

        Einen der Hauptvorwürfe nennen Sie: „Der wirtschaftliche und gesellschaftliche Wert der SVG als Bundesligist ist für die Kommune NIE ermittelt und KONNTE daher auch nicht als Argumentationsgrundlage eingesetzt“ werden. Stattdessen wurden (und werden bis heute) Wunschgequatsche und Hoffnungsparolen mit Fußaufstampfen und Powerpoint-Animation herumgeboten.

        Haben Sie sich die Lünepost von vorgestern angeschaut? Da geriert sich der Landrat als Kriminalhauptkommisar. Erinnert irgendwie an die Winterkorn-Videos aus der Volkswagen-PR-Abteilung nach dem Auffliegen der von ihm selbst initiierten Software-Manipulationen. („Ich habe euch doch alle lieb!“)

        Wörtlich: „Gefragt nach Schuldigen oder gar personellen Konsequenzen hielt der Landrat sich zurück. Wissen will er es natürlich trotzdem: ‚Diese Entwicklung ärgert mich persönlich und wirft viele Fragen nach der Ursache auf – darauf möchte ich Antworten haben. Deswegen werde ich vorschlagen, die Vorgänge vom Rechnungsprüfungsamt und einem externen Fachanwalt untersuchen zu lassen.‘ Anschließend werde er die Ergebnisse den Kreistagsabgeordneten und der Öffentlichkeit mitteilen – und vielleicht auch Kosequenzen ziehen. Zunächst aber wird man die aktuellen Kostenschätzungen im Kreisausschuss am Montag, 25. März, diskutieren. Eine Entscheidung über die weitere Entwicklung der Arena trifft der Kreistag. Einen Baustopp befürwortet Landrat Nahrstedt übrigens nicht: ‚Dann verlieren wir zehn Millionen Euro.'“ (Seite 3, hier: http://luenepost.de/epaper/aaa39c7f398cddc2cad6f40e88356a58/LP-20_03_2019.pdf)

        Brutalstmögliche Aufklärung also!

        Dabei brauchte Herr Nahrstedt mit seiner rechten Hand bloß die Brücke der Hoffnung bis zur eigenen Nase der Möglichkeiten zu schlagen – und er hätte den Verantwortlichen und auch den Schuldigen zwischen Daumen und Zeigefinger fest im Griff. Stattdessen laute seine Devise: „Abwarten“, dann im Kreishaus die Kosten „diskutieren“, die „Vorgänge“ genau „untersuchen lassen“, anschließend die „Ergebnisse mitteilen“ und „vielleicht“ die „Konsequenzen ziehen“.

        So geht Abgeordneten- und Bürgerverarschung!

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      • Thomas Kohlrupp schreibt:

        Und das Schönste ist, auch die Behauptung: Bei Baustopp „verlieren wir zehn Millionen Euro.“ entspricht nicht der Wahrheit.

        Herr Nahrstedt hat sich ganz offensichtlich so daran gewöhnt mit den Millionen zu aasen, dass es ihm auf drei zuviel oder zuwenig gar nicht mehr ankommt.

        In der Ausschussvorlage für Montag kalkuliert Hans-Richard Maul mit 9 Millionen Euro, von denen die 2 Millionen Wiederverkaufswert für das Baugelände abzuziehen sind. Folglich verursacht ein Baustopp nicht zehn, sondern maximal sieben Millionen Euro. Und ob diese Summe dann letztlich stimmt oder ebenfalls noch (aus „taktischen“ Gründen) übertrieben ist, muss endlich ein von Landrat und Kreishaus unabhängiger Bauwirtschaftsprüfer feststellen!

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  12. jo bembel schreibt:

    „Die Volleyball-Bundesliga (VBL) verfolgt seit 2014 einen Masterplan ( https://www.volleyball-bundesliga.de/uploads/bdd2f4c8-57f0-4e5c-8eae-ac1e1f65691b/vbl-masterplan_2017-2021.pdf Besonders interessant Punkt 10). In einem auf bis zu acht Jahre ausgelegten Programm soll der Sport eventisiert werden, die Turnhallen Multifunktionsarenen weichen und die Spiele regelmäßig im Fernsehen zu sehen sein. Volleyball soll in Deutschland endlich einschlagen, die deutsche Profiliga „mit den höchsten Wertvorstellungen in den Köpfen aller Deutschen verankert werden“, heißt es im Konzept.

    Nun richtet sich die Lizenzvergabe nach Berliner Maßstäben. Nun brauchen Bundesligisten Internetleitungen, Kameras, Vip-Bereiche und Soundanlagen in ihren kleinen Hallen. Außerdem verlangt der Masterplan mindestens neun Meter Deckenhöhe. Die einzige Lösung an manchen Orten: neu bauen. In Lüneburg und Herrsching bei München entstehen gerade neue Hallen. Die üblichen Hindernisse, teure Grundstücke, Verzögerungen und wankelmütige Investoren, bleiben dabei nicht aus.

    Als hätten die kleinen Vereine nicht genug Probleme. An anderen Orten ist das Geschäft längst gescheitert, selbst ohne Hallenneubau. Coburg und Mitteldeutschland sind die jüngsten Beispiele, beiden Vereinen wurde die Lizenz aus finanziellen Gründen verweigert. Die Liste wirtschaftlicher Abstiege ist lang: Unterhaching, Dachau, Moers, sie alle haben schon nationale Titel gewonnen und später Konkurs angemeldet.

    Der Zwischenstand auf dem Weg zum Masterplan ist ernüchternd. Zwar spielen Friedrichshafen, Düren oder die Rhein-Main Volleys in Frankfurt regelmäßig in Arenen vor vierstelliger Zuschauerkulisse, auch in den internationalen Wettbewerben. Doch der Ligasponsor fehlt weiterhin genauso wie Geld aus Fernseheinnahmen.

    Und dann ist da noch die Sache mit den Startplätzen. Es fehlen schlicht Erstligaclubs. Nur zehn statt zwölf Ligaplätze sind besetzt, darunter der Ausbildungsverein für Jungnationalspieler, VC Olympia Berlin, der keine Titel gewinnen darf. Vielen Clubs aus den unteren Ligen fehlt die wirtschaftliche Basis. Sie weigern sich, aufzusteigen. Wie sehr das der sportlichen Attraktivität der Bundesliga schadet, sieht man in dieser Saison: Die Solingen Volleys sind Letzter der Meisterschaftsrunde, aber auch für die Play-offs um den Titel qualifiziert.

    An welchem Spagat sich die Vereine versuchen, sieht man in Lüneburg. „Was die BR Volleys im Großen machen, wollen wir im Kleinen schaffen“, sagt der Manager Andreas Bahlburg, der auch Sprecher der VBL ist. Das Fortschrittsdiktat aus Berlin störe ihn nicht. „Der Masterplan gibt uns den nötigen Druck, den wir vor den Kommunen geltend machen können.““
    Quelle: https://www.zeit.de/sport/2017-03/volleyball-br-volleys-berlin-event-fussball/komplettansicht

    „Der Herausforderung, eine Arena mit einer Zuschauerkapazität von 5.000 Sitzplätzen zu füllen, blicken die Verantwortlichen der neu installierten Spielbetriebs-GmbH zuversichtlich entgegen. „Wir sehen eine riesige Chance darin, Spitzensport – insbesondere Volleyball – in der Region weiter zu etablieren. Das funktioniert mit gutem Sport, dem entsprechenden Event-Charakter und mit einer modernen Arena“, so Teammanager Henning Wegter.
    Die Berlin Recycling Volleys haben es vorgemacht, als sie im Jahr 2011 in die Max-Schmeling-Halle umgezogen sind. Inzwischen strömen durchschnittlich 5.228 Zuschauer zu den Bundesliga-Heimspielen der Hauptstädter.“
    Quelle: https://unitedvolleys.de/de/2015/05/ruesselsheim-spielt-kommende-saison-in-der-fraport-arena/

    Anmerkungen: Hatten die United Volleys (TG 1862 Rüsselsheim) in ihrer ersten Saison in Frankfurt im Schnitt 1.936 Zuschauer, die Saison danach 1.475, für die Saison 2017/18 ist die Statistik nicht auffindbar und in der aktuellen Saison besuchten durchschnittlich 1.398 Zuschauer die Spiele der United Volleys in die Fraport-Arena.

    Für 29% aller Zuschauer der laufenden VBL-Saison sind die Heimspiele der Berlin Recycling Volleys verantwortlich. Dort kommen, wenn es keine Sonderaktionen gibt ca. 4.500 Besucher – wie seit Jahr und Tag. Die Aktionen sind also nicht nachhaltig. Genauso wie sie es auch in anderen Sportarten noch nie waren. … und auch in Lüneburg nicht sein werden.

    Quatschen über Fußball …

    https://www.sport1.de/unternehmen/pressearchiv/2019/03/neuer-saisonrekord-1-39-millionen-zuschauer-in-der-spitze-bei-der-check24-doppelpass-am-gestrigen-sonntag-mit-friedhelm-funkel-und-hans-meyer-live-auf-sport1

    … vs. Randsportarten live

    https://www.handball-world.news/o.red.r/news-1-1-1-105559.html

    So viel zum Thema „Wir verfolgen die Vision, die Volleyball-Bundesliga als die deutsche Profiliga mit den höchsten Wertvorstellungen in den Köpfen aller Deutschen zu verankern.“

    Die Spinnen, die Volleyballer!

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  13. Klaus Bruns schreibt:

    Wie drollig, es beginnt eine Schuldsuche für das Dilemma. Das kollektive Versagen der SPD und ihren Vertretern ist hier doch offensichtlich. Oder war es doch eher Absicht? Verdiente Zeitgenossen werden durch Politikvasallen doch immer gern bedient. Dafür reicht meisten doch schon das richtige Parteibuch. Und Mitläufer aus anderen Parteien setzen dem ganzen die Krone auf. Die Statements der Befürworter eines Weiterbaus, koste es was es wolle , sprechen Bände. Ist das noch Filz , oder schon Klüngel? Kann das vielleicht weg? Na ja, eine bestimmte Sportart wird sich wohl bei der SPD bedanken, oder vielleicht doch umgekehrt? Ohne Hilfe wäre es wohl kaum zum Desaster gekommen? Der dumme Michel wird bestimmt bei der nächsten Wahl aus Gewohnheit wieder die Gleichen wählen und genau darauf wird auch spekuliert, da die Partei ja immer Recht hat, oder?

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    • Jo schreibt:

      Oh, Klaus, oh Graus,
      hätt’sde du doch geschwiegen,
      all deine blieden Plattitieden
      wär’n unter deine Fußmatte
      drunter liegen geblieben
      und keiner hätt dir gemieden
      in Kriech und in Frieden.

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  14. Otto Berg schreibt:

    Sehr geehrter Herr Kamp, Fraktionsvorsitzender der SPD – Kreistagsfraktion,

    rechne ich richtig?

    Wahrscheinliche Arena-Baukosten (alles inklusive): 30 Millionen Euro
    plus
    Wahrscheinliche Arena-Betriebskosten (20 Jahre) : 20 Millionen Euro
    ergibt
    Wahrscheinliche Arena-Gesamtkosten (Minimum) : 50 Millionen Euro

    Wie rechtfertigen Sie ein solches „Invest“ für ein „Projekt“, dessen Bedarf (am ungeeigneten Standort zugunsten des privaten Unterhaltungsbusiness) und dessen Gemeinwohldienlichkeit bis heute nicht überzeugend nachgewiesen worden ist?

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  15. Ulrike Mädle schreibt:

    Das alles ist Narrstedterei im Lüneburger Land!

    Lieber Andreas Bahlburg, lieber Klaus Hoppe, lieber Manifredo, lieber Henrik Philipp Morgenstern,

    nicht den Kopf in den Vrestorfer Heidesand stecken, wenn nun doch alles noch viel teurer wird als hundertmal versprochen! Denken wir an die liebe Elbbrücke. Sich ganz, ganz ehrlich machen ist jetzt angesagt! Wo kein Begünstigungserfordernis ist, darf ein Landrat auch keines erfinden!

    Ich zum Beispiel sage: SCHLUSS MIT DEM ARENA-UNSINN! Eine solche Stadthalle kostet 25 bis 30 Millionen Euro, nochmal zehn Prozent dieser Summe PRO JAHR kommen an Folgekosten hinzu. Überall anderswo sind Stadthallen Verlustgeschäfte, MIT JÄHRLICH RUND EINER MILLION EURO ZUSCHUSS KALKULIERT DIE VERWALTUNG IN LÜNEBURG. Das ist bei der derzeitigen Haushaltslage nicht darstellbar, wir brauchen das Geld für Straßen, Schulen, Kitas, Brücken und Museen, sage ich und werde noch deutlicher: Unter die Pläne für eine Stadthalle mit 3000 Plätzen und mehr müssen wir vorerst einen Schlussstrich ziehen. Mit der kleineren Lösung Audimax bin ich als künftige Oberbürgermeisterin auch zufrieden: Wer Großkonzerte sehen will, kann heute bequem nach Hamburg fahren. In den meisten Tickets ist der HVV-Tarif schon drin.

    (Re-arrangiert nach den Originalworten von Oberbürgermeister Ulrich Mädge aus der LZ vom 17. März 2008 | https://jj12.files.wordpress.com/2019/03/lz-lzg-17_03_2008-003-01.pdf
    LZ vom 17. März 2008

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  16. Christian-Eberhard Niemeyer schreibt:

    Was war bei der Kreisverwaltung los. Wir sind sprachlos.

    Wir waren, seitdem wir im Kreistag Lüneburg sind, keine Unterstützer dieses Bauprojektes. Wir haben unsere Bedenken immer wieder formuliert, wurden leider nicht gehört, wie auch andere kritische Stimmen.
    Der Landkreis und die Stadt Lüneburg brauchen eine Halle für den Spitzensport und für größere Veranstaltungen, da herrscht im Kreistag ein allgemeiner Konsens. Nur eine Veranstaltungshalle an diesem Ort und zu den Bedingungen vom 06.03.2017 und später vom 17.12.2018 waren für uns nicht zustimmungsfähig. Wir hatten immer geschlossen dagegen gestimmt.
    Die Mehrheit hat am 17.12.2018 im Kreistag dem Baubeginn zugestimmt. Am 11.03.2019 fand die Grundsteinlegung statt. Am 13.03.2019 haben wir eine neue Kostenberechnung vorgestellt bekommen. Wir gehen davon aus, das diese Kostenaufstellung vom Referat 35 belastbar ist.

    Jetzt sollen wir auf einen Sonderkreistag zur Arena eine Entscheidung treffen: weiter bauen oder abbrechen. Über was sollen wir befinden, dafür haben wir eine Berechnung am Beispiel eines Einfamilienhauses aufgestellt.
    Am 06.03.2017 planen wir ein Haus zu bauen zu 250.000 €,
    am 13.04.2017 steigen die Kosten auf 280.000 €,
    am 17.12.2018 geben wir den Bau in Auftrag für 475.000 € und
    am 13.03.2019 sagt uns der Controller der Bau kostet 676.000 €.

    Der Controller fragt uns jetzt, was soll er machen? Die Rückabwicklung kostet bis zu 280.000 €, das Geld ist weg ohne Gegenleistung. Das Weiterbauen kostet weniger, nämlich nur 200.000 € und wir haben ein Gebäude.
    Wir hätten am 06.03.2017 das Haus schon nicht weiterverfolgt und somit hätte sich diese Frage für uns nicht gestellt.
    Von der Kreistagsmehrheit am 17.12.2018 wird von uns jetzt eine Entscheidung verlangt. Die Rückabwicklung zu 280.000 €, die der Landkreis sich nicht leisten kann (Ende mit Schrecken = Pest), oder der Weiterbau zu 676.000 €, die der Landkreis sich auch nicht leisten kann (Schrecken ohne Ende = Cholera). Wie würden Sie sich entscheiden, für Pest oder Cholera? Wir tendieren zur Pest.

    Wir möchten den Einwohner im Landkreis die Möglichkeit geben, den politisch Verantwortlichen im Kreistag mitzuteilen ob die Arena Lüneburger Land zu 25,7 Mio. € (wobei noch Kosten aus dem noch offenen Verkehrsgutachten auflaufen könnten) weiter gebaut werden soll oder eine Rückabwicklung zu ca. 9 Mio. € gewünscht wird. Dazu bereiten wir einen Antrag auf Durchführung einer Einwohnerbefragung nach § 35 NKomVG vor. Bis zur Klärung dieser Frage sollte die Baustelle ruhen. Die Einwohnerbefragung könnte kostengünstig zur Europawahl erfolgen.

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    • Friedrich Janssen schreibt:

      Sehr geehrter KTA Christian-Eberhard Niemeyer,

      es fällt mir nicht leicht, in Ihnen einem Manne zu antworten, der für eine illiberale, dirigistisch staatssozialistische Partei spricht, in der rechtsextreme, rassistische, von anti-emanzipatorischem Ressentiment bestimmte und primitivistisch geschichtsrevisionistische Positionen offen vertreten, beklatscht, kodifiziert und programmatisch vorangetrieben werden.

      Und dennoch, auf diesen konkreten Skandal bezogen, versuche ich es. Denn eine aus dem Kontext propagandistischer Absichten isolierbare, sachbezogene Auffassung wird ja nicht alleine dadurch falsch, dass Leute aus einer durch und durch unappetitlichen politischen Ecke sich eines heiklen Themas zu bemächtigen suchen und (hier via § 35 NKomVG) zum Zwecke der öffentlichkeitswirksamen Förderung ihres Lagers auf einen bereits rollenden Zug aufzuspringen probieren.

      Zur Sache:

      Ihre Zahlen sind falsch.

      Veranschlagt für den Arena-Bau waren ursprünglich (April 2016 bis Januar 2017) € 9,6 Mio. [≙ 100 %]

      Beschlossen wurde der Arena-Bau für Gesamtkosten von – angeblich – € 19,43 Mio. [≙ 202,4 %]

      Jetzt soll die Gesamtbausumme – angeblich – bei € 25,77 Mio. liegen [≙ 268,4 %]

      Inklusive Verkehrsertüchtigung und Parkraumbeschaffung sind realistisch – mindestens – € 30 Mio. [≙ 312,5 %]

      Die Kosten für einen Bauabbruch betragen – angeblich – € 9 Mio. Diese Horrorzahl aus dem Landratsamt [das – in diesem Fall – starkes Interesse daran hat, mit einem großgerechneten Betrag zu drohen] muss aber – mindestens – um den Wiederverkaufswert des Baugeländes (€ 2 Mio.) reduziert werden. (Ihre Annahme, „dass die Kostenaufstellung aus dem Referat 35 belastbar ist“, in allen Ehren, aber nach den Erfahrungen mit den Lügen und „Fehlern“ der letzten drei Jahre wird die Prüfung der gesamten Kostenrechnung durch einen unabhängigen Gutachter wohl unabdingbar sein! Sie ist DRINGEND zu empfehlen!) Höchstens ergibt sich also eine Abschreibungssumme von € 7 Mio. [≙ 73 %]

      Die Baufortsetzung würde die Steuerzahler also mindestens € 25,77 Mio. minus € 7 Mio. gleich € 18,77 Mio. ZUSÄTZLICH kosten, sehr wahrscheinlich aber € 30 Mio. minus € 7 Mio. gleich € 23 Mio.

      € 18,77 Mio. bzw. € 23 Mio. ZUSÄTZLICH entsprechen immer noch 196 % bzw. 239,6 % der ursprünglich veranschlagten Kosten. Und dies NACH Abzug der Abschreibungssumme von € 7 Mio.!

      Anders als Sie suggerieren, Herr Niemeyer, ist das Weiterbauen also ERHEBLICH TEURER als das nicht Weiterbauen. Außerdem sind die Folgekosten (zu denen Kanibalisierungseffekte im Lüneburger Veranstaltungssektor, ABER VOR ALLEM die höchstwahrscheinlich sehr hohen [vermutlich im Millionenbereich rangierenden] kommunalen BETRIEBSKOSTENZUSCHÜSSE FÜR DEN BETREIBER zählen) in Ihrer Aufstellung noch gar nicht berücksichtigt. (Auch für die Kalkulation der zu erwartenden Betriebskostenzuschüsse wäre es an der Zeit, endlich einen professionellen Wirtschaftsprüfer einzuschalten! Außerdem empfehle ich das Hinzuziehen eines erfahrenen Verwaltungsjuristen, der über die unausgeräumten Konflikte mit den Bestimmungen des Beihilferechts aufklärt [einschlägig ist hier Artikel 107 Abs. 1 AEUV].)

      Übrigens, Herr Niemeyer: Eine Einwohnerbefragung nach § 35 NKomVG kann vom Kreistag in Angelegenheiten der Kommune NICHT beschlossen werden, wenn dies „Angelegenheiten einzelner Mitglieder der Vertretung, des Hauptausschusses, der Stadtbezirksräte, der Ortsräte und der Ausschüsse sowie der Beschäftigten der Kommune“ betrifft (Satz 2, § 35 NKomVG). Da es beim Arena-Skandal vor allem um den Landrat und den Ersten Kreisrat (aber auch um das Abstimmungsverhalten von Mitgliedern „der Vertretung“) geht, werden Sie sich wohl ein anderes Instrument überlegen müssen, mit dem Sie Reklame für Ihr alternatives Deutschtum inszenieren können.

      MfG, Friedrich Janssen

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      • H. Subke schreibt:

        Sehr geehrter Herr Janssen, vielen Dank für Ihren Hinweis. Der §35 NKomVG ist uns bekannt. Eine Einwohnerbefragung ist in diesem Fall grundsätzlich rechtlich zulässig. Eine Prüfung der Rechtmäßigkeit kann erst dann vorgenommen werden wenn diese beantragt worden ist. Es bietet sich hierzu an im Rahmen der Antragstellung die konkreten Fragen der Einwohnerbefragung zu formulieren, die dann wiederum erst juristisch geprüft werden können. Solange die Fragen nicht bekannt sind kann keine juristische Beurteilung vorgenommen werden.

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      • Christian-Eberhard Niemeyer schreibt:

        Sehr geehrter Herr Janssen,
        ich bin immer wieder fasziniert über den Umgangston einiger meiner Mitbürger. Es hat wirklich etwas.
        Als Datengrundlage wurden die Zahlen aus den Anlagen der Kreistags- bzw. Kreisausschußsitzungen verwendet. In allen Zahlen sind die Grundstückskosten enthalten und es sind Bruttosummen.
        Ich grüße Sie
        Christian-Eberhard Niemeyer

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      • Friedrich Janssen schreibt:

        Sehr geehrter Herr Niemeyer,

        in Sachen „Ton im politischen Umgang“ hat Ihre Partei in den letzten vier Jahren ja wahrhaftig Maßstäbe gesetzt. Insofern verstehe ich Ihre diesbezügliche Hellhörigkeit.

        Ich hoffe, Ihnen ist nicht entgangen, dass ich Sie als einen Mann angesprochen habe, „der für eine illiberale, dirigistisch staatssozialistische Partei spricht, in der rechtsextreme, rassistische, von anti-emanzipatorischem Ressentiment bestimmte und primitivistisch geschichtsrevisionistische Positionen offen vertreten, beklatscht, kodifiziert und programmatisch vorangetrieben werden.“

        NICHT geschrieben habe ich dagegen, Sie und Ihre Parteikollegen seien im Kreistag durch…“illiberale, dirigistisch staatssozialistische…., …rechtsextreme, rassistische, ….von anti-emanzipatorischem Ressentiment bestimmte …..und primitivistisch geschichtsrevisionistische Positionen“ … aufgefallen!

        Dasselbe hatte ich Ihrem Parteikollegen Herrn Subke im Juni 2017 auch schon entgegnet: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/793442-arena-lueneburger-land-3#comment-95882

        Mir fällt es einfach schwer zu begreifen, wie beispielsweise Sie beide, zwei intelligente und um die Nähe zu den Sachfragen im Kreistag redlich bemühte Bürgervertreter, sich für eine Organisation verwenden können, in welcher menschenverachtender, verleumderischer, den Frieden und die Demokratie gefährdender ideologischer Mummenschanz (auch und besonders von deren „Spitzenpersonal“) in solcher Intensität betrieben wird, dass zumindest ich beim bloßen Hinschauen vor Scham am liebsten im Erdboden versinken möchte. – Wie erklären Sie das Ihren Kindern?

        Was das Thema, die auf nicht hinnehmbare Weise von den Verantwortlichen im Kreishaus durch grelles Unvermögen und schändliche „Informationspolitik“ (T. Bauschke) wesentlich mit verursachte Arena-„Kostenexplosion“ anbelangt, da liegen wir in der Beurteilung nicht sehr weit auseinander.

        Herrn Subke können Sie mitteilen, dass es zu einer juristischen Bewertung seiner Fragen dann gar nicht erst kommen wird, wenn, was m. E. der Fall ist, von vorherein feststeht, dass eine Einwohnerbefragung nach Satz 1, § 35 NKomVG vom Kreistag aufgrund der Einschränkungen von Satz 2 überhaupt NICHT beschlossen werden KANN.

        MfG, Janssen

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  17. tanja Bauschke schreibt:

    Zeitgleich mit der Veröffentlichung über den Landkreis newsletter erhalten auch auch die Kreistragsabgeordneten Kenntnis über die „neuen“ Zahlen. Oh, wie schön, wir werden infomiert, endlich.
    Aber auch das führt nicht zur Beruhigung, sondern zu immer neuen Untiefen. Beispielhaft sei erwähnt, dass mal eben so 600.000 Euro für die Erkenntnisse aus dem Untergrund des vorherigen Schlachtbetriebes mit Tragwerkskonstruktionsanpassung für die Luftnummer Arena, zusätzlich bereit getsellt werden müssen. Aber Kreistagsabgeordnete durften den Vertrag mit Sallier aus Datenschutzgründen nicht einsehen! So läuft Informationspolitik des Landrates und führt die Kreistagsabgeordneten durch die Arena-Manege!
    Da macht Politik doch wirklch Spass !!

    Tanja Bauschke

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    • Marcel Märtens schreibt:

      Hallo Frau Bauschke,
      „Informationspolitik des Landrates“ ist ein sehr vornehmer Ausdruck für wenig vornehme Machenschaften! Gelungene Ironie!
      Was merkwürdiger Weise nie zur Sprache kommt: Wenn es sich bewahrheitet, dass die Betriebskostenzuschüsse für den Betreiber nicht unter einer Million pro Jahr bleiben werden, dann sind das in zwanzig Jahren noch einmal mindestens 20 Millionen Euro Belastung für die öffentlichen Kassen. Warum wird nicht auch das mit zu den Gesamtkosten der Arena addiert?

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    • Mark Kregel schreibt:

      Neulich in der LÜNEPOST:

      Ein [angeblich] alter Lüneburger Traum – er sollte endlich wahr werden. [2015] formierte sich in der Hansestadt ein breites Bündnis [aus sieben Männern] für eine neue Sporthalle [die damals noch] auf dem Schwalbenberg [stehen sollte]. Oberbürgermeister Ulrich Mädge und Landrat Manfred Nahrstedt waren sich einig: Stadt und Landkreis würden schon in diesem Jahr [aus des Tandems eigener Portokasse] 120.000 Euro für die ersten Planungen zur Verfügung stellen.

      Klaus Hoppe, Geschäftsführer der Campus Management GmbH und Gesellschafter der SVG Spielbetrieb GmbH, befürwortete das zukunftsweisende Projekt ebenso wie Vorstand Thomas Piehl von der Sparkasse Lüneburg. Beide Unternehmen engagieren sich stark [und vollkommen uneigennützig] im Sport-Sponsoring. Der [speziell in Hallensachen] erfahrene Lüneburger Konzertmanager Hansi Hoffmann gehörte zu den Hallen-Unterstützern, wie auch Andreas Bahlburg, Manager der Bundesliga-Volleyballer von der SVG Lüneburg [und Jürgen Sallier, der kurz darauf zu dieser gewaltigen Volksbewegung stieß und im Mai 2016 ein überglückliches Händchen beim Kauf just genau desjenigen Grundstücks an der Lüneburger Rennbahn beweisen sollte (https://www.youtube.com/watch?v=veEHPthI3kY), von dessen besonderer Arena-Tauglichkeit der stets diskrete Manifredo Nahrstedtus ihm (und der LZ) erst eine Stunde nach Vertragsunterzeichnung und somit vollzogenem Erwerb erzählte]:

      http://www.luenepost.de/lokales/bekommt-lueneburg-eine-neue-sport-und-stadthalle/

      Mit freundlichen Grüßen in Erinnerung gebracht von Mark Kregel

      Passend dazu auch: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/326900-eventhalle-in-lueneburg-standort-steht-fest#comment-69385

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  18. Otto Berg schreibt:

    Hallo Herr Jenckel,

    beteiligen Sie sich nun auch an der landrätlichen Zahlenschminkerei? Oder warum setzen Sie das Nahrstedt-Zitat in der Pressemeldung des Kreishauses in FETTE Lettern? (Siehe: https://blog-jj.com/2019/03/17/arena-kam-die-kostenprognose-im-entscheidenden-augenblick-nicht-auf-den-tisch/#comment-5938)

    In der Ausschussvorlage für den 25. März steht unmissverständlich, dass der „durchschnittliche Sicherheitsaufschlag“ praktisch schon als ausgegeben gelten kann:

    „Bislang OFFENKUNDIG GEWORDENE DEFIZITE, BEREITS ABSEHBARE; ABER NOCH NICHT KONKRET BEZIFFERBARE MEHRKOSTEN IN WEITEREN GEWEKEN und die allgemeine Baukostensteigerung erfordern zudem einen durchschnittlichen Sicherheitsaufschlag über die Kostengruppen 200 – 700, d. h. ohne Grundstück, in Höhe von 15% oder ca. 3,141 Mio. Euro. Damit belaufen sich die Gesamtkosten auf ca. 25,766 Mio. Euro brutto. DIE SICH ERRECHNENDE KOSTENSTEIGERUNG BETRÄGT ca. [(!) d. h. vielleicht auch mehr als] 6,3 Mio. Euro brutto.“

    Übrigens findet sich in keinem der Papiere ein Hinweis auf die allerhöchstwahrscheinlich ebenfalls explodierenden, nämlich gegen 1 Million Euro PRO JAHR tendierenden BETRIEBSKOSTENZUSCHÜSSE für die Hoppe-Bahlburg an der Lüner Rennbahn.

    Nehmen wir die Kosten für die notwendige Parkraumbeschaffung und für die unerlässliche Zuwege-Ertüchtigung hinzu, waren 35 Millionen Euro Gesamtkosten für den Arenakomplex schon im Dezember eine realistischere Annahme als 30 Millionen heute.

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    • jj schreibt:

      Durchaus nicht, ich finde den Satz nur drollig, „wir sind in den vergangenen Wochen die Unterlagen durchgegangen“…Davon bin ich seit Baubeginn ausgegangen, schließlich geht es ja nicht um Peanuts…..lg jj

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  19. Frank Tiede schreibt:

    Was sagen „die Menschen draußen im Lande“? Und der „kleine Mann auf der Straße“? Die sich doch laut Herrn Alexander Blume (CDU) und Herrn Franz-Josef Kamp (SPD) nach der „Arena der Möglichkeiten“ verzehren?

    Ein Stimmungsbild von Facebook eine Stunde nach dem Freischalten des LZ-Teasers zu den „Höheren Ausgaben für ‚Reibungsverluste‘ bei der Planung“:

    Rainer Mencke: Ich habe mir die Arena sehr gewünscht, aber wenn sie am Ende 3mal so teuer wird als gedacht, kann man das nicht mehr glaubhaft erklären ! Politikverdrossenheit wird so nicht entgegengewirkt und professionell wirkt es auch nicht ! Schade 🙄
    vor 9 Min.

    Thorsten Tippe: Geiles Thema! Zum 10 Mal berichtet die LZ darüber. Sensation
    vor 11 Min.

    Rolf Bursee: Herr Lindner würde sagen, da muss man Profis ranlassen (und keine Politiker).
    vor 5 Min.

    Horst Holtmann: Hoffentlich hört das umgehend auf.
    Schade um die Steuergelder.
    Wer will sich denn hier ein Denkmal setzen?
    Herr Nahrstedt: beenden Sie das endlich! !!!!!!!
    vor 29 Min.

    Robert Grabow: Was für Versager sind bei der Planung dabei
    Und was bekommen die für Geld
    😤
    vor 1 Std.

    Simon Stolze: Surprise surprise. Das knackt locker auch die 30 Millionen. Dazu kommen dann halt irgendwann noch die Kosten für einen Kreuzungsumbau, oder glaubt einer (außer die für die Planung verantwortlichen), dass die so wie sie ist ausreicht? Viel Spass mit dem Stau bis runter auf die Umgehungsstrasse. Ansonsten wirkt der Krumböhner von Anfang an massivst überfordert. Vlt sollte er sich einen Gefallen tun und den Job sein lassen/ihn jemanden kompetenteren überlasse
    vor 1 Std.

    Stephan Richter: Kosten für „Reibungsverluste“, ich fasse es nicht!😂
    vor 1 Std.

    Harald Okfen: Es ist schon eine große Unverschämtheit auf diese dumme Art und Weise mit unseren Steuergeldern so verschwenderisch umzugehen. Wer gibt eigentlich einem Politiker das Recht anderer Leute Geld so in den Sand zu setzen?
    vor 24 Min.

    Florian Grunau Peinlich! Eine Schande so mit unserem Steuergeld um zu gehen…
    vor 44 Min.

    Bjarne Spel: Eine Summe von 40 Millionen + x Euro inkl. Umbauten/Erweiterungen fürs Parken und An-/Abfahrt scheint durchaus erreichbar. Ob das für eine Veranstaltungshalle nun zu viel oder zu wenig ist, darüber müssen die Verwaltung und die gewählten Volksvertreter entscheiden. Sicher ist, die Steuerzahler/-innen werden es am Ende bezahlen. Gibt es eigentlich einen Namenssponsor für die Halle und falls nicht, warum gibt es den nicht?
    vor 56 Min.

    Darius Tadayon: Ich hatte schon von Anfang an gesagt, dass 30 Millionen völlig in Ordnung wären. Warum immer künstlich runter gerechnet wird kann ich nicht nachvollziehen.
    vor 1 Std.

    Quelle: https://www.facebook.com/landeszeitung

    Und auf NDR.de finden sich folgende Kommentare:

    Gast schrieb am 18.03.2019 14:18 Uhr:
    Ich dachte doch glatt, für Planungsfehler wird der zuständige Planer in die Pflicht genommen (oder teilt sich das mit dem Prüfer, der die Fehler nicht bemerkt hat).

    Richard Winsen schrieb am 18.03.2019 14:19 Uhr:
    Früher hatten wir Rechnen in der Schule das passte.
    Heute haben die Kopfgesteuerten Mathematik und nix passt mehr.
    Ist ja nicht so schlimm sind ja nur Steuergelder.
    Mann sollte diese Genies mal dafür Haftbar machen und Ihre Überhöhten
    Pensionen auf die Rentenhöhe eines normalen Arbeiters setzen.

    Jannick schrieb am 18.03.2019 14:51 Uhr:
    Mehr zu den landrätlichen Kostentricksereien bei der „Arena lügengurker Schand“ gibt’s hier:
    https://blog-jj.com/2019/03/17/arena-kam-die-kostenprognose-im-entscheidenden-augenblick-nicht-auf-den-tisch/

    Luene schrieb am 18.03.2019 15:21 Uhr:
    Wann werden die Verantwortlichen endlich zur Rechenschaft gezogen, oder ihres Amtes enthoben. Die Bürger muessen sich endlich gegen diese Machenschaften wehren.

    Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/Lueneburger-Mehrzweck-Arena-wird-noch-teurer,aktuelllueneburg1460.html

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    • Dietmar Karschunke schreibt:

      Dafür regiert bei LZ-Sport aber das reinlichkeitsbewusst erzieherische Unverständnis über erwachsene Ballspielfreunde, die Ihre Gedanken zur Arena austauschen möchten, wo es doch eigentlich um Wind und Wetter gehen sollte.

      Der volkspädagogisch ambitionierte „sportred“-Kindergärtner (d. i. Redakteur Andreas Safft) verfügte dort heute, am 18. März 2019 um 15:07 Uhr:

      „Liebe Kommentatoren!

      Wir haben sämtliche Kommentare zum Thema Arena und Kostensteigerung an dieser Stelle gelöscht bzw. erst gar nicht zugelassen, zumal die Arena mit dem Spielausfall des LSK nun wirklich nichts zu tun hat.

      Wer seine Meinung zur Arena kund tun will, kann dieses zum Beispiel in Form eines Leserbriefs versuchen. Auf der Facebook-Seite der Landeszeitung wird die Arena-Berichterstattung gegen 16 Uhr fortgeführt, auch dort kann man unter Wahrung der Netiquette mitdiskutieren.

      Andreas Safft“

      Vgl.: https://www.landeszeitung.de/sport/aktuelles/239221-lsk-spiel-faellt-aus#comment-79792

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  20. Klaus Bruns schreibt:

    Außerdem haben die bisherigen Schätzungen einige Posten nicht vollständig erfasst.
    selten so gelacht. sie wurden immer noch nicht erfasst. oder wo kommen parkplätze und brücken her? von den strassen ganz zu schweigen. an den schnittstellen gab es probleme? bla bla bla. die einzelnen Leistungsphasen lagen nicht in einer Hand. warum nicht, wenn es doch angeblich nötig ist? So gab es im Verlauf des Planungsprozesses wesentliche Änderungen, die im Nachhinein nun berücksichtigt werden müssen.bla bla bla.wesentliche änderungen? und wer hat dafür gesorgt? herr hoppe, oder doch nur der weihnachtsmann?Eine Entscheidung über die weitere Entwicklung der Arena Lüneburger Land trifft der Kreistag. wirklich? also ehrlich, das pfeifen im walde klingt deutlicher.

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    • Heinrich Rainer schreibt:

      Achtung, das Dokument genau lesen!

      Auf Seite 2 lauern weitere 10 Millionen Euro, die jederzeit aus ihrem Versteck hervorgesprungen kommen können, dies aber mit Sicherheit vor der Baufreigabe im Herbst 2021 tun werden: „Nicht enthalten in der Projektkostenaufstellung sind Kosten für die Errichtung von außerhalb des Grundstücks befindlichen Parkplätzen, Kosten für bauliche Maßnahmen im Zuge des Verkehrskonzepts sowie Kosten für unvorhergesehene Auflagen aus der Baugenehmigung.
      (…)
      Nach Auffassung des Rechnungsprüfungsamtes befindet sich die Kostenzusammenstellung derzeit noch in einem eher vorläufigen Zustand, da die nunmehr Beteiligten die Detailtiefe von Planung und Ausschreibung nicht kennen können und sich genauere Zahlen erst im weiteren Verlauf der Einarbeitung vorlegen lassen.“

      „Wesentliche Änderungen in der Planung“ hätten die galaktische Kostenexpansion mitverursacht, lautet die kryptische Formulierung, die besagt, dass die von Herrn Sallier teuer eingekauften Vorplanungen im Papierkorb entsorgt werden mussten. Und das, was man früher „Schwund“ genannt hat, heißt heute offenbar „Reibungsverluste“. Die betragen bei der Arenakonzeption mindestens 2 Millionen Euro.

      Immerhin, bei „Ausstattung“ und „Kunstwerken“ scheinen Herr Nahrstedt und Herr Hoppe fürs Erste eine halbe Million Euro gestrichen zu haben. Der Betreiber gibt sich jetzt offenbar mit Design und Mobiliar für 399.870 Euro zufrieden.

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  21. jj schreibt:

    Der Landkreis hat jetzt eine Pressemitteilung zur neuen Kostenschätzung rausgegeben, bei der mich zwei Dinge verwundern, der von mir gefettete Satz, da hätte ich erwartet, dass man bei so einem Mammutprojekt die Unterlagen immer im Blick hat, und dann die Frage: Wo war der Erste Kreisrat, Projektleiter der Arena im Kreishaus, bei der Pressekonferenz?
    Hier die PM im Wortlaut:
    (lk/mo) Im jüngsten Kreistag hatte er die erhöhten Kosten bereits angekündigt, nun legt Landrat Manfred Nahrstedt aktuelle Zahlen für den Bau der Arena Lüneburger Land auf den Tisch: „Wir sind in der vergangenen Woche die Unterlagen durchgegangen und kommen nun auf eine Kostensteigerung von 3,2 Millionen Euro und damit auf insgesamt 22,6 Millionen Euro“, fasst Manfred Nahrstedt zusammen. Zusätzlich rechnet die Kreisverwaltung einen Sicherheitsaufschlag von 15 Prozent (= 3,1 Millionen Euro) ein. Die geschätzte Summe inklusive Grundstück, Beratungskosten und Mehrwertsteuer liegt nun bei rund 25,7 Millionen Euro.
    Die Kostensteigerung hat mehrere Gründe: So gab es im Verlauf des Planungsprozesses wesentliche Änderungen, die im Nachhinein nun berücksichtigt werden müssen. Außerdem haben die bisherigen Schätzungen einige Posten nicht vollständig erfasst. Mehrkosten betreffen beispielsweise Schlosser-, Fliesen- oder Tischlerarbeiten. Eine weitere Ursache liegt möglicherweise in der Koordinierung des Großbauprojektes – die einzelnen Leistungsphasen lagen nicht in einer Hand. „Dadurch scheint es an den Schnittstellen Probleme in der Kommunikation gegeben zu haben“, erklärt der Verwaltungschef.
    Gleichzeitig betonte Landrat Manfred Nahrstedt: „Diese Entwicklung ärgert mich persönlich und wirft viele Fragen nach der Ursache auf – darauf möchte ich Antworten haben. Deswegen werde ich vorschlagen, die Vorgänge vom Rechnungsprüfungsamt und von einem externen Fachanwalt untersuchen zu lassen.“ Anschließend werde er die Ergebnisse erst den Kreistagsabgeordneten und danach der Öffentlichkeit mitteilen. Zunächst aber wird die Politik die aktuellen Kostenschätzungen im Kreisausschuss am kommenden Montag (25. März 2019) diskutieren. Eine Entscheidung über die weitere Entwicklung der Arena Lüneburger Land trifft der Kreistag.
    Die Bauarbeiten für die Sport- und Veranstaltungshalle an der Lüner Rennbahn waren Anfang Januar 2019 gestartet. Nach dem Abschluss der Erdbauarbeiten wurde inzwischen mit dem Rohbau begonnen.
    Die aktuelle Vorlage der Verwaltung zu den Kostenschätzungen gibt es im Internet unter http://www.landkreis-lueneburg.de/arena.

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    • Kevin Schnell schreibt:

      In der Tat, die Nahrstedsche Verwaltungsvorlage 2019/094 ist eine Urkunde der denkbar jämmerlichsten Inkompetenz an der Kreishausspitze.

      Laut Nahrstedts Kostenentwicklungsbericht „belaufen sich die Gesamtkosten [gegenüber den angegebenen 19,43 Mio. bei der Arena-Beschlussfassung durch den Kreistag am 17. Dezember 2018] nun auf ca. 25,766 Mio. Euro brutto. Die sich errechnende Kostensteigerung beträgt ca. 6,3 Mio. Euro brutto.“

      DAS IST EINE KOSTENSTEIGERUNG VON ÜBER 32 PROZENT! DAS HEIßT, MEHR ALS EIN DRITTEL DER TATSÄCHLICH ZU ERWARTENDEN KOSTEN WURDE DEN KREISTAGSMITGLIEDERN BEI DER ENTSCHEIDENDEN ABSTIMMUNG IM DEZEMBER EINFACH VERSCHWIEGEN.

      DAS IST EIN SKANDAL, FÜR DEN DER HANSEATISCHE KAUFMANN DIE NAMEN „ARGLISTIGE TÄUSCHUNG“ ODER „SCHÄNDLICHER BETRUG“ BEREITHÄLT.

      Aber Nahrstedt stellt sich hin, mimt den Verärgerten…: „Es macht keinen Sinn, den Bau jetzt abzubrechen. Das würden den Landkreis Lüneburg rund zehn Millionen Euro kosten“, sagte der Chef der Kreisverwaltung am Montag bei einem Pressegespräch. (https://www.landeszeitung.de/blog/aktuelles/2450902-arena-kosten-2)

      Die Fakten, die Herr Nahrstedt durch „Tricksen, Tarnen, Täuschen“ selbst geschaffen hat, sollen jetzt also dazu herhalten, die Fortsetzung dieses abgeschmackten Bubenstücks zu erzwingen.

      Tatsächlich würden die von Herr Nahrtsedt verschuldeten Verluste bei sofortigem Baustopp aber nicht zehn, sondern unter sieben Millionen Euro betragen.

      Das steht im Kostenentwicklungsbericht des Landrats. Demnach umfassen die schon beauftragten Gewerke „mit Nachträgen bereits ein Auftragsvolumen in Höhe von ca. 8,5 Mio. Euro brutto ohne Kosten für das Grundstück und Honorare für Planungs- und Beratungsleistungen sowie sonstige Baunebenkosten. Für die erstgenannte Position sind ca. 1,68 Mio. Euro inklusive der Nebenkosten angefallen, die letztgenannte Position wird auf ca. 2,2 Mio. Euro brutto geschätzt. Zusammen errechnet sich ein Betrag in Höhe von etwa 12,4 Mio. Euro.Sollte die Baumaßnahme aufgegeben werden, so dürften für bereits erbrachte Leistungen, zu erwartende Schadenersatzforderungen sowie für die Rückbauten Kosten in geschätzter Höhe von 9 Mio. Euro brutto anfallen. Gegengerechnet werden könnte der Veräußerungserlös für das Grundstück [ca. 2 Mio. brutto].“ Siehe Seite 2 hier: https://www.landkreis-lueneburg.de/Portaldata/42/Resources/politik_und_verwaltung/aktuelles/sport-_und_veranstaltungshalle/Bericht_zur_Kostenentwicklung_Arena_Lueneburger_Land_-_Vorlage_2019-094.pdf

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  22. Christian Kuhlmann schreibt:

    Heiteres Arena-Geldverbuddeln auf Lügenfundamenten:

    „Sollten vor rund sechs Monaten noch voraussichtlich 14,4 Milllionen Euro aus der Kreiskasse in den Bau fließen, sind es jetzt schon 25,7. Am kommenden Montag tagt der Kreisausschuss – eine Woche Zeit für die Fraktionen, ihren Kurs abzustecken“, meint LZ-Chef Marc Rath: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/2447662-arena-kreisausschuss

    Ich meine: KEINEN TAG LÄNGER ZEIT, um den Baustopp zu veranlassen!

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    • Dagmar Hansen schreibt:

      Ulf Reinhardt, Diplomkaufmann, gesuchter Spezialist für Finanzierungs-, Sanierungs- und Wirtschaftlichkeitsanalysen komplexer Unternehmungen sowie Vorstandssprecher beim Grünen Ortsverband Lüneburg schreibt am 6. März 2019 um 13:24 Uhr:

      KREISTAG GETÄUSCHT, STEUERZAHLER GEPRELLT

      Nach LZ-Berichterstattung ist die Ursache für das Bekanntwerden der jüngsten Kostensteigerungen darin zu suchen, dass die Hochbaufachleute die Regie übernommen und etliche Defizite entdeckt haben.

      Mit anderen Worten: Die vorliegende Ausführungsplanung ist so lückenhaft und mangelhaft, dass uns hier noch viele Überraschungen erwarten. Bei solchen Planungsmängeln ist die Arena wirklich eine Arena der Kostensteigerungen. Das Theater geht gerade erst los …

      Die Verwaltung hat den Kreistag mit Ihrer Vorlage vom 18. Dezember, mit welcher weitgehende Kostensicherheit dargestellt wurde, getäuscht.

      Wird der Kreistag im April die einzig logische Konsequenz ziehen und einen Baustopp beschließen?

      Ist der Projektablauf wirklich noch mit Unvermögen und grober Fahrlässigkeit zu erklären?

      Oder ist langsam den Stimmen glauben zu schenken, die schon lange darauf hinweisen, dass wir es hier mit annährend mafiösen Verhältnissen zu tun haben?

      Dies ist nun wirklich nur noch ein Fall für die Kommunalaufsicht, für den Rechnungshof und möglicherweise auch für die Staatsanwaltschaft.

      Auch ein Baustopp sowie der längst überfällige Rückzug von Landrat und 1. Kreisrat machen eine Untersuchung dieser Verschwendung von Steuergeldern nicht überflüssig!

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  23. Otto Berg schreibt:

    Sehr geehrter Herr Abgeordneter Dubber,

    „im nichtöffentlichen Kreisausschuss am 25. März und auf der Sondersitzung des Kreistages, die nach den Osterferien Ende April stattfinden soll, [dürften] hitzige Debatten zu erwarten sein“, schreibt LZ-Chefredakteur Marc Rath am Sonnabend auf Seite eins unserer Tageszeitung.

    Wir sind uns einig, dass in der eingetretenen und bekannt gewordenen katastrophalen Lage alles darauf ankommt, weiteren Schaden abzuwenden bzw. diesen für Kreis und Kreiseinwohnerschaft so klein wie möglich zu halten.

    Kann es dann aber sein, dass die unaufhörlich Anschlusskosten verursachende Bautätigkeit auf dem Gelände an der Lüner Rennbahn einfach bis zum 25. März [!] oder gar bis zur Sondersitzung des Kreistages Ende April [!!] fortgeführt wird? Muss nicht das Einstellen aller Arbeiten SOFORT veranlasst werden, bis ermittelt und durch die dafür zuständigen Gremien beschlossen ist, ob das Steuergeld vertilgende Wahnprojekt am ungeeigneten Standort unter diesen Umständen überhaupt fortgesetzt oder ob in eine gemeinwohldienliche Richtung umgesteuert werden soll? Würde man anderfalls, wenn dies NICHT geschieht, den offensichtlich va banque spielenden „Profis in der Verwaltung“ (und ihren Scheuklappen tragenden Liebedienern) nicht das altbekannte „Argument“ von der „normativen Kraft des Faktischen“ unter der Hand dickfüttern? Mit anderen Worten, gilt nicht: Baustopp sofort! Damit Herr Nahrstedt und Herr Kamp nicht „Ende April“ rufen können: „Die Sache ist jetzt schon soweit in Beton gegossen. Nun gibt es kein Zurück mehr! Alle Mann Augen zu und durch!“

    Was meinen Sie? Wäre das nicht ein Kapitulieren vor der ungeniert respektlosen Masche, die im Kreishaus im Umgang mit den Kreistagsmitgliedern erste Wahl zu sein scheint?

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  24. Gisela Plaschka schreibt:

    Ja, der Arena-Skandal macht sprach- und fassungslos. Mein Vertrauen in die Aussagen der Verantwortlichen in der Kreisverwaltung ist auf dem Nullpunkt angelangt. Jetzt gilt es daraus die Konsequenzen zu ziehen und nach vorne zu blicken und entsprechend zu handeln.

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    • Karl Beck schreibt:

      „Die Konsequenzen ziehen, nach vorne blicken und entsprechend handeln“?

      Was heißt das konkret, liebe Frau Plaschka? Den verrückt teuren Unfug am falschen Standort zum Vorteil weniger sofort stoppen und endlich eine integrale, zukunftsfähige und gemeinwohldienliche Sport- und Veranstaltungsanlage an geeigneter Stelle auf den Weg bringen, von der möglichst viele Lüneburger dann tatsächlich auch etwas haben?

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      • jo bembel schreibt:

        Nein. Konsequenzen ziehen, nach vorne blicken und entsprechend handeln, heißt für Frau Plaschka „weiter so“ oder mit ihren eigenen Worten:

        Fraktionschefin Gisela Plaschka (FDP) ist „fassungslos“ angesichts der enormen Kostensteigerung, hält aber an einem Weiterbau fest. „Die Arena ist gewollt. Die Arena wird gebraucht. Ein Baustopp kommt für mich nicht in Frage.“
        Quelle: LZ vom 20.03.19

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  25. Tanja Bauschke schreibt:

    Zunächst einmal kann sich sehr wahrscheinlich kaum schon jemand äußern, weil einfach nur Fassungslosigkeit besteht. Zuallererst bewegt doch die Frage, warum der Chefredakteur der LZ schon wieder Zahlen kennt, die wir Kreistagsabgeordnete lange noch nicht vorliegen haben, ja nicht einmal dem sog Begleitgremium, als besonderes Beratungsgremium in Sachen Arena ,vorgelegt wurde, Diese besondere Informationspolitik des LR ist leider keine Ausnahme, sondern war während des bisherigen Arenaprozesses durchgängig gegeben. Insofern gab es stets Abgeordnete, die nie an Vertrauen geglaubt haben. Das ist erneut bitter bestätigt worden, auch und besonders in der Darstellung der Kostenberechnungen:
    Man muß sich einfach mal vorstellen, dass just mit dem vorgelegten Haushalt 2019 der Landkreis, vom MI Hannover , vorzeitig aus dem Entschuldungsvertrag entlassen werden konnte.Vielleicht spielt das bei dem sich darstellenden Zahlenjonglieren auch eine Rolle. Das gilt es auf jeden Fall zu klären.
    Ich persönlich habe die vorgelegten Zahlen in vielen Diskussionen immer in Zweifel gezogen und galt deswegen als eine Gegnerin des Projektes, weil ich um ehrliche Zahlen für das Gesamtprojekt bemüht war und viel gefragt habe, auch versuchte, Andere zu überzeugen, Insofern verwundern mich diese Zahlen nicht !
    Was aber fassungslos macht, ist die Geschwindigkeit, mit der sich in kürzester Zeit 5 Millionen Sprünge vollziehen. Kann sich derart eine Verwaltung von Dez. 18 bis 14.3,19 irren?
    Diese Zusammenhänge gilt es jetzt zu überprüfen, und zwar zeitnah und ganz besonders ehrlich!

    Dann wird sich herausstellen, was noch weiter auf uns zukommt. Ich ahne da noch schreckliche Dimensionen und sehe auch eher die 30 mill. Latte in Sichtweite. Zu vieles ist weiterhin ungeklärt.

    Abgesehen von diesem Tollhausstück,, stellt sich aber jetzt die alles entscheidende Frage: Wie weiter? .
    Das wird erneut die Kreistagspolitiker, und besonders jene, die allzu bereitwillig glauben wollten, auf eine harte Probe stellen. Ich bitte dazu um Ihre Meinung!

    Fest steht schon eines: Diese Arena Lüneburger Land , hat durch diese Historie, keinen guten Stand.

    Tanja Bauschke

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    • Michael Kohlke schreibt:

      „Ich ahne da noch schreckliche Dimensionen und sehe auch eher die 30 Mill. Euro-Latte in Sichtweite.“

      Dazu bloß eine einzige, aber durchaus repräsentative Stimme unter Hunderten aus den Kommentarspalten der LZ-Sportredaktion:

      Heute, am 17. März 2019 um 19:46 schrieb „achtmalklug“:

      Hallo Insider,
      ich versuch’s nochmal mit ’ner Antwort. Diese gesamte Entwicklung ist an dieser Stelle bereits vorhergesagt worden. Allerdings war hier bereits von 30 Mill. Baukosten ohne die zusätzlich notwendigen Investitionen ins Verkehrsmanagement die Rede. Die da noch fehlenden 3,5 Mill. dürften bei dem Tempo der Kostensteigerungen schon bald erreicht sein. In dem Milliongrab haben sich die Untiefen endgültig geöffnet.
      Da ist nunmehr verständlich, daß für den LSK jetzt nicht einmal mehr 1,5 Mill. bereit stehen – ach ja, er verläßt ja ohne Demut und ohne zu fragen die Grenzen der Stadt. Man muß die Dinge eben selbst in die Hand nehmen. Davon haben die Herren Bahlburg und Hoppe noch nichts gehört.
      Nun beginnt die Suche nach den Verantwortlichen. Eigentlich ganz einfach. Das sind immer diejenigen, die die Entscheidungen getroffen haben. Diese suchen aber einen anderen Schuldigen. Das wird wohl derjenige sein, der die entsprechenden Unterlagen für diese Entscheidungen liefern mußte. Mir klingen da noch die Worte von Herrn Kamp im Ohr. „Wir sollten mit dem Bau beginnen, das Geld ist da.“ – Woher kommt das wohl?

      Quelle: https://www.landeszeitung.de/sport/fusball/regionalliga-fusball/238962-lsk-geht-in-wolfsburg-leer-aus#comment-79752

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  26. Berni Wiemann schreibt:

    Sg Herr Bockelmann,
    selbst mit meiner mind. „19 Mio.-Wette“ (plus MWSt.) habe ich das Desaster unterschätzt.
    https://blog-jj.com/2018/11/10/tarnen-tricksen-und-taeuschen-bei-der-arena/
    Aber mit meiner Anfang November noch kritisierten „Milchmädchen-Hochrechnung“ lag ich, ähnlich wir Frau Schellmann beim Audimax-Debakel, bereits dicht an der aktuellen Salami-Veröffentlichung. Leider wollten dass die Arena-Claquere damals nicht wahrnehmen. Wenn ein einfacher Kaufmann besser kalkuliert als die hochbezahlten „Bauspezialisten“ der Verwaltung hat mind. einer seinen Beruf verfehlt. Wenn aber die Verwaltung auch noch die horrenden Kostensteigerungen verschweigt ist das…
    mind. ein Glaubwürdigkeitsproblem. Auch Ich warte gespannt auf die angekündigte Rechtfertigung.
    LG

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  27. Günter Dubber , Fraktionsvorsitzender der CDU - Kreistagsfraktion schreibt:

    Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, mich in diesem Forum nicht zu äußern. Abstimmungsniederlagen gehören zum politischen Alltag, und Äußerungen wie „ich war immer dagegen“ oder „ich hab es ja gewusst“ sind mir zu billig.
    Allerdings wehre ich mich energisch gegen Pauschalvorwürfe. Es hat immer Mitglieder des Kreistages gegeben, die das Projekt kritisch begleitet haben und es ist sehr einfach, sich über die Diskussionen und Abstimmungen im Kreistag zu informieren.
    Im übrigen führt ein sachlicher und fairer Umgang miteinander auch nicht dazu, dass grundsätzlich alles in Harmonie und einstimmig „durchgewunken“ wird.
    Ehrenamtliche Politiker sind darauf angewiesen, die entscheidungsrelevanten Fakten von den „Profis“ in der Verwaltung vorgelegt zu bekommen. Trotzdem, unabhängig davon, wie der Einzelne abgestimmt hat: wir als Kreistag stehen mit in der Verantwortung.

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    • Klaus Bruns schreibt:

      tja Herr Dubber
      dann eine einfache Frage: wie sehen die konsequenzen in diesem,, fall,, aus? sie wissen , wie ich, wenn nicht überspitzt formuliert wird, hört kaum einer noch richtig zu. die nierentisch semantik und das übliche plastikdeutsch mit ihrer schleiflack rhetorik ist da nicht hilfreich, hat schon herbert wehner erkannt. und woher kommt es, dass andere die richtigen zahlen haben und sie nicht? konnten die anderen besser rechnen? hier wurde schon sehr lange gewarnt. Interessiert hat es wohl nicht. das kind liegt jetzt mit namen teuer im brunnen. wie gedenken sie es wieder rauszuholen?

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  28. Ulrich Blanck schreibt:

    Wenn ich mich daran erinnere, mit welchen geringen, in der Rückschau auch gänzlich Gegenstandslosen, Vorwürfen OB Mädge seinerzeit gegen Peter Koch zu Felde zog und ein Disziplinarverfahren meinte lostreten zu müssen, mag ich mir gar nicht vorstellen mit welchen umfassenden Konsequenzen und Verfahren nun die Verantwortlichen im Kreis rechnen müssen.

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  29. Kevin Schnell schreibt:

    Ein Baustopp für das Multimillionengrab ist keine Option. Denn die definitive Bedarfsanalyse für die Arena ist da!

    Manfred Nahrstedt hat die empirische Studie selbst ausgearbeitet:

    »Der Bezirksschützenverband plant bereits für 2021 einen Niedersachsentag in der neuen Halle. Gäste aus dem ganzen Land werden dann eingeladen. Das zeigt mir deutlich, dass die Menschen die Arena wollen.«

    Alexander Blume, der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende, ist erleichtert, dass damit die »Notwendigkeit« des Invests nun auch wissenschaftlich gesichert ist und »machte deutlich«, dass sich daher trotz der Mehrkosten »der grundsätzliche Bedarf für die Arena« nicht ändere.

    Quelle: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/2441252-baustopp-wohl-keine-option

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    • Timo schreibt:

      Klar, wenn schon ein Bauzaun steht und ein Fundament gegossen wurde, wird die Sache durchgezogen. Koste es, was es wolle! Selbst wenn am Ende 100 Millionen Euro auf dem Preisschild stehen. Gleich biegt bestimmt SPD-Fraktionschef Franz-Josef Kamp wieder um die Ecke und dengelt lautstark mit seinen sinnleeren Klanghülsen herum: „Die SPD-Fraktion ist einstimmig der Meinung, dass die Halle, so wie sie geplant worden ist, gebaut werden soll. Lüneburg braucht diese Halle. Die Lüneburger haben Sie verdient. Und insbesondere die SVG. Es muss eine Arena der Möglichkeiten sein.“

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  30. Georg Werner schreibt:

    Die Absicht mancher Kreitagsabgeordneten, jetzt Jürgen Krumböhmer zu grillen, wie Marc Rath in seinem Artikel von Samstag andeutet, ist falsch. Krumböhmer ist das Werkzeug in der Hand von Nahrstedt. Der Landrat war stets über jedes Detail informiert. (Wenn nicht, wäre er – und nicht sein Adlatus Krumböhmer – der Überforderte.) Der Landrat trägt die Verantwortung für all die bekannten Lügen und Winkelzüge! Seine Eigenmächtigkeiten und unabgesprochenen Volten haben dem Projekt mehr Schaden zugefügt als alles andere.
    Ein Beispiel aus einem Post von Herrn Berg: „Folkert Koopmans hätte kostendeckend gearbeitet und vielleicht sogar Überschüsse erwirtschaftet. Allerdings hätten die SVG-Volleyballer sich dann auf ihre elf Ligaspiele beschränken müssen und weiter nichts zu melden gehabt. Dagegen hat Andreas Bahlburg die Heimat- oder Lokalpatriotismus- und die Spitzensportförder-Karte gespielt und Nahrstedt ist am 1. Märzwochenende (3./4. 3. 2018) eingeknickt, ist dem ersten Kreisrat in den Rücken gefallen (den Herr Jenckel kurz zuvor im 11:30 Uhr Interview als enthusiastischen Koopmans-Jünger vorgestellt hatte, der sich in vollem Einklang mit seinem Chef wusste) und hat eigenmächtig entschieden, dass das Bahlburg-Hoppe-Gespann den Vorrang erhält. DIESE AKTION Nahrstedts war der turning point hinein in die Finanzierungsfalle (zu der sich noch manche – bis heute – unausgeräumte rechtliche Schwierigkeit mit dem niedersächsischen Beihilfegesetz gesellt).“ Hier: https://blog-jj.com/2019/03/12/die-arena-mischt-nun-auch-den-wahlkampf-auf/#comment-5869

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    • jj schreibt:

      Für das Projekt verantwortlich beim Landkreis ist in diesem Fall für Praktische der Erste Kreisrat, die politische Verantwortung trägt, wenn es Fehler gibt oder gab, immer der Boss, egal, ob er eine tatsächliche Mitverantwortung hat.

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  31. Torben schreibt:

    Insgesamt kann ich nur Zustimmen.
    Was meinen Sie mit Kostenprognose? Kostenschätzung, Kostenberechnung, Kostenanschlag? [Je nachdem welche Stufe (sind durch die Planer (Architekt, Ingenieure und Co.) sind max. Abweichungung einzuhalten. Außer am Bau werden Änderungen gefordert.]

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    • jj schreibt:

      In der Tabelle wird von Kostenprognose geschrieben. Überlicherweise wird am Bau von Jahr zu Jahr ein ordentlicher Prozentsatz mehr erwartet, weil die Preise eben nur eine Richtung kennen, nach oben. Lg jj

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      • Torben schreibt:

        Dann am Besten mal nachfragen, auf welchen Zahlen die “Prognose“ basiert. “Prognose“ ist nicht genormt. Allerdings die Planer gaben genormte Zahlen abzugeben. Also worauf basiert diese “Prognose“?

        Jede Kostensteigerung durch allgemeine Preissteigerung ist kalkulierbar. 15%ige Steigerung ist schlechte Arbeit.

        Wenn, auch durch die vierte Gewalt, allgemein hingenommen wird, dass alles “teurer“ wird, kann auch in komplexen Fragen eines Baus, kann dies zu keiner vernünftigen Aufarbeitung der gemachten Fehler, Entscheidungen führen.

        P.S. Alles wird immer teurer. Nichts wird billiger. So funktioniert unser Geldsystem.das ist nur ne billige Ausrede.

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  32. Gunther Bockelmann schreibt:

    „Warum wurde die Prognose, das Risiko bei der entscheidenden Kreistagssitzung im Dezember nicht benannt“?

    Weil „die Verwaltungsspitze“ einem Muster folgte, dass auf „Tarnen, Tricksen, Täuschen“ statt auf Informieren setzt und dass von Mai 2016 an im Rat und im Kreistag „Regie führte“. Die Zustimmung des Kreistages wurde verwaltungsseitig erst durch Falschinformation ergaunert UND DANN wurden schulterzuckend „Versehen“ und „Versäumnisse“ vom Landrat eingestanden. Die Katastrophe ist, dass offenbar alle Fraktionsvorsitzenden (allen voran der SPD und der CDU, aber auch der GRÜNEN, der FDP und sogar der LINKEN) dieses schäbige Spiel mitspielen! Wen darf es da wundern, wenn die „elitekritischen antidemokratischen Nationalprimitivisten“ (Kevin Schnell) sich auch in Lüneburg ausbreiten?

    Jetzt sind wir bei Grundsteinlegung also schon bei knapp 27 Millionen Euro für die Hoppe-Areana. So die nunmehr siebte eingestandene Nachkorrektur vom Salami-Landrat Nahrstedt am Freitag.

    Das ist die schon im Oktober vorausgesagte VERDREIFACHUNG, die aber noch lange nicht das Ende der weiter steigenden Kosten bedeutet.

    »Der Landkreis Lüneburg hat sich mit Brücke und Arena Großprojekte geangelt, die durchaus Desaster-Potenzial haben. Lg jj«, schreibt Hans-Herbert Jenckel am 19. November 2018.

    Die Arena-Gesamtkosten setzen sich in etwa so zusammen, wie es Herr Schnell am 10. November 2018 dem KTA Wiemann (FDP) vorgerechnet hat:

    »Der Grundstückskauf bewegt sich eher bei zwei, als bei 1,6 Millionen Euro. Die Honorare für erbrachte, aber nicht verwendbare Planungsleistungen durch die Bocklage + Buddelmeyer GmbH sind nicht eingerechnet. Die immensen Beraterhonorare für die FKP Scorpio-Leute fehlen ebenfalls. Auch einen Vorsteuerabzug kann und wird es nicht geben. Usw. Allein mit der Salier-Transaktion plus den kalt gefönten Baukosten (›Schniedelschrumpfung‹) vom Montag (KT-Sitzung, 5.11.) sind wir schon bei (3 + 17,5 Millionen Euro =) über zwanzig Millionen. Hinzu kommen Parkraumbeschaffungs- und Straßenbaumaßnahmen plus Transportarrangements, die mindestens noch einmal netto 3, brutto 5 Millionen Euro ausmachen. Und auch die notwendige laufende Bezuschussung wird mit Sicherheit nicht weit unter einer Million Euro p. a. liegen. So ergibt sich grob gerechnet eine Summe von 25 bis 27 Millionen Euro, auf die Sie einen Risikopuffer von 15 % draufsatteln müssen um den wahrscheinlichen Näherungswert der Gesamtkosten (von rund 30 Millionen Euro) zu erhalten.

    ABER AUCH DANN ist – wie Sie völlig richtig andeuten – nur über die betriebswirtschaftlichen, noch lange nicht über die erheblichen volkswirtschaftlichen Kosten (Stichworte: Begünstigung, Wettbewerbsverzerrung, mangelhafte Erreichbarkeit, zweifelhafte Brauchbarkeit, unklare Bedarfslage, Verhinderung einer sinnvolleren, weil Ausbau- und Entwicklungsperspektiven bietenden Sportparklösung, usw.) gesprochen worden. (Das Audimax etwa, das mit seiner Event-Vermarktung ohnehin nicht zu Potte kommt, wird – falls die Arena als ›Stadthalle‹ in ihrer grässlichen Umgebung tatsächlich funktioniert – vollends durch die Röhre gucken.)

    Die ganze Sache ist ein Schildbürgerstreich wie er im Buche steht. Nur dass er ganz reales Geld verschlingt, das an anderer Stelle fehlen wird. Und diesmal wird weder ›Europa‹ noch ›das Land‹ einspringen. Anders als beim Libeskind-Bau kommt die ›kommunale Ebene‹ nicht mit sieben Millionen Euro davon, – nicht einmal vorerst. Die ganze Suppe muss von den Lüneburgern in Stadt und Kreis alleine ausgelöffelt werden – mindestens zwanzig, gestreckt dreißig Jahre lang.

    Ihre Parteikollegin, Herr Wiemann, die Ratsdame Birte Schellmann hatte recht. Alles, was sie Mitte September an Herrn Jenckel über das Audimax-Debakel geschrieben hat, lässt sich ohne Abstriche auf das Arena-Desaster übertragen:

    – Das war nicht nur vorauszusehen, danach konnte man von Anfang an die Uhr stellen.

    – Die Wahrheit wird immer nur bröckchenweise auf den Tisch gelegt. Nur, die Wahrheit wollte keiner hören.

    – Die veranschlagten Baukosten werden weit höher liegen, als behauptet, und die dann anfallenden Unterhaltskosten werden ebenfalls weit höher liegen, als angenommen.

    – Wer wollte, dem konnte das von Anfang an klar sein.

    – Anders als von den Claqueuren vorhergesagt, wird sich die Strahlkraft des multimodalen Schachtelbaus sehr in Grenzen halten.

    – Wie beim Audimax ist auch beim Arena-Projekt wohl nicht damit zu rechnen, dass sich irgendwer öffentlich dazu bekennt, einer Riesenfehleinschätzung aufgesessen zu sein.«

    Quelle: https://blog-jj.com/2018/11/10/tarnen-tricksen-und-taeuschen-bei-der-arena/#comment-3861

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    • M. Fabian schreibt:

      „Wir haben es ja von Anfang an gesagt“, wäre auch hier eigentlich der passende Kommentar. Aber bekanntermaßen kommt so etwas immer als Rechthaberei rüber und wird negativ all jenen gegenüber ausgelegt, die schon frühzeitig auf die vollkommen absehbare Kostensteigerung hingewiesen haben und sich dafür beschimpfen lassen durften. Daher lasse ich es einfach und sage stattdessen: Viel Vergnügen beim Begleichen der Rechnung und ich bitte darum, dies mit einem Lächeln zu tun. Denn die Verantwortlichen können sich freuen, niemand wird privat auch nur mit einem Cent haften müssen.

      Ich weiß, wovon ich spreche.

      Matthias Fabian
      ehem. AStA-Sprecher und Senator der Uni Lüneburg

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