Brexit-Syndrom erfasst den Kreistag

Lüneburg, 11. Mai

Da brüllt der welfische Löwe. In der Kreisverwaltung auf dem Michaeliskloster werden die Kosten für die Arena neu berechnet. Foto: jj

Da brüllt der welfische Löwe. Im Kreistag werden jetzt in Brexit-Manier gleich 10 Anträge zur Arena-Affäre gestelllt. Foto: jj

Sie haben sicher auch die Brexit-Scharmützel im britischen Parlament kopfschüttelnd verfolgt, die ausgingen wie das Hornberger Schießen. Abgeordneten kurz vorm Nervenzusammenbruch und am Ende gepeinigt vom Brexit-Syndrom. Das droht uns jetzt auch in Lüneburg.

Das Brexit-Syndrom befällt einen, wenn man erst Hurra schreit, lossprintet und sich dann erst fragt: Wo laufen wir eigentlich hin? Als Folge bricht Panik aus. Im Endstadium hat dann jeder eine gute Idee, wo es langgeht. Ende März brachten es die englischen Parlamentarier in zwei Sitzungen auf zwölf aussichtslose Anträge.

Dieses Brexit-Syndrom ist nun über den Kanal geschwappt und hat sich in Lüneburg eingenistet, genauer gesagt im Kreistag. Dort gibt es Montag in der Arena-Affäre um die galoppierenden Baukosten erst einen Sachstandsbericht und dann sage und schreibe zehn Anträge von Misstrauensvortum gegen den Kreisrat, über Baustopp oder mal die Einwohner fragen, Alternativen zur Arena suchen oder Auflösung des Begleitausschusses. Zurzeit liegen die Kosten inklusive Risikozuschlag bei gut 25 Millionen. Bei zehn Mille stieg der Kreis als Bauherr  2018 ein. Leider wurde aber viel vergessen oder falsch eingeschätzt, am Ende stand ein Desaster. 

Was zeigt uns das? Beim Arena-Bau verhält es sich genau so wie beim Brexit. Da war ein Wunsch, ein Hurra, ein Loslaufen und dann erst wurde klar, dass man gar keinen funktionierenden Kompass und nicht alle Karten dabei hat.

Ob das nun Montag im Kreistag eine Schlammschlacht wird oder eine Schwarze-Peter-Schieben oder besser doch ein Abtauchen, das spielt keine Rolle. Am Ende sollte die Erkenntnis stehen, dass alle, die das Projekt getrieben haben in Verwaltung und Politik zu viel Wird-schon-schief-gehen an den Tag gelegt und zu wenig Fragen gestellt haben.

Und für den Hinterkopf sollten sie behalten – sie wollen ja auch noch eine Brücke für 100 Millionen bauen: Bitte erst noch mal in sich gehen und nachdenken.  PS: Bund, Länder und Gemeinden müssen ihre Steuererwartungen in den nächsten Jahren um 124 Milliarden Euro nach unten korrigieren.

Hans-Herbert Jenckel

Über jj

Journalist, Dipl.-Kaufmann
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49 Antworten zu Brexit-Syndrom erfasst den Kreistag

  1. Kevin Schnell schreibt:

    „Ohne Inhalt – aber mit Pointe“

    LZ-Edelfeder Frank Füllgrabe hat unter diesem Titel ein Fazit des zweistündigen Arena-Geschnatters im gestrigen Kreistag abgeliefert. Dass dem Journalisten bewusst war, was ihm gelingen würde, ist zumindest ungewiss, denn sein sarkastisches Gruppenportrait erschien mehr als zehn Stunden vor dem Show-Start in der Ritterakademie. (https://www.landeszeitung.de/blog/kultur-lokales/2573316-ohne-inhalt-aber-mit-pointe)

    Die dort aufgeführte Gesellschaftskomödie würde zu Oscar Wildes Zeiten „The Importance of Being Earnest“ geheißen haben. „Earnest“ bedeutet „aufrichtig“ und zugleich ist das gleichlautende Ernest (dt. Ernst) ein populärer Vorname von Schauspielern, die sich, wenn Theaterkritiker nicht anwesend sind, Andrea, Gisela, Petra, Detlev, Eckhard, Finn, Franz-Josef, Günter oder Manfred rufen lassen.

    „Aufrichtigkeit“ und „Ernst“ sollten vorgestern die beiden Hauptfiguren des Stückes sein, aber sie tauchten auf der Kreistagsbühne Am Graalwall 12 leider nicht auf. Es waren bloß die Erfindungen der Wortführer aller Parteien, die sich kameragerecht entrüsteten und ansonsten offensichtlich keine Lust haben, irgendwelchen aufklärerischen Verpflichtungen tatsächlich nachzukommen.

    Füllgrabes Kollege Lühr hatte eine „Schlammschlacht befürchtet“, freilich nicht im Plenum, sondern „im Vorfeld“, wurde jedoch enttäuscht. Mit einem kurzen Statement (welches Lühr als „eine ausführliche Entschuldigung von Landrat Manfred Nahrstedt (SPD) gegenüber den Mitgliedern des höchsten politischen Gremiums im Landkreis Lüneburg“ bejubelt) war das Verwirrspiel eröffnet, das sich im Weiteren als eine fade Mischung aus „Asche-auf-unser-Haupt“-Gemurmel und dem sattsam bekannten „Feuerwerk aus Arena-Wir-brauchen-dich“-Gefasel fortsetzte, bis sich alles nach knapp zwei Stunden in dem traurigen, wenig überzeugenden, aber so wohl von der gesamten, längst desillusionierten Kreiseinerwohnerschaft erwarteten „Happy End“ auflöste.

    LZ-Redakteur Malte Lühr fasst die Bühnenhandlung so zusammen: „Zwei Stunden lang gingen die Kommunalpolitiker mit der Verwaltung, externen Beteiligten, aber auch sich selbst hart ins Gericht – und fanden dabei in weiten Teilen zu alter Stärke zurück. Das Ergebnis war eine kontroverse, aber immer sachliche Debatte, an deren Ende ein Kompromiss stand, der von einer breiten, die Fraktionsgrenzen überschreitenden Mehrheit getragen wurde.“ (https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/2573202-kreistag-arena)

    Was heißen könnte, die Kommunalpolitiker hätten „in weiten Teilen zu alter Stärke zurückgefunden“ und wie der Journalist das herausgetüftelt hat, wird wohl für alle Zeiten Lührs Geheimnis bleiben.

    „Kompromisse“ jedenfalls, „die von einer breiten, die Fraktionsgrenzen überschreitenden Mehrheit getragen wurden“, haben in den letzten zwölf Monaten zu genau der Multimillionen-Euro-Katastrophe geführt, mit welcher die Lüneburger Steuerbürger nun „fertig werden“ dürfen.

    Das einzige – und wieder ohne ein echtes Argument vorgetragene – Interesse seiner Fraktion konzentrierte deren Vorsitzender Franz-Josef Kamp erneut in einem „Gefühlsappell“: Die „Kostensteigerung und die Pannen [träfen] die SPD besonders hart“. Und er „beschwor“ (Lühr) „aber auch das Bild des Kreistags als ‚einer Schicksalsgemeinschaft aus Befürwortern und Kritikern‘, die das Projekt nun zu Ende bringen müssten, da der Bau bereits weit fortgeschritten sei.“

    Mehr nur aufs „Gesichtswahren“ starrender Emotionskitsch geht kaum!

    Aber warum ist denn „der Bau bereits weit fortgeschritten“? Darauf gibt Kamp keine Antwort. War das vielleicht, weil der Landrat erst dem Kreistag die wahre Summe verschwiegen und dann ein Vierteljahr lang nicht zuende geplante und darum jetzt millionenteuer nachzubessernde Tatsachen geschaffen hat, bevor er mit dem ihm seit November bekannten „Kostensprung“ herausrückte?

    Statt „bei der Sache“ zu bleiben, dringt der SPD-Führer auf „Kommunikationsmaßnahmen“: Ein Propaganda-Signal müsse „in den Kreis gesendet werden“, forderte Kamp. „Der Kreistag ist sauer, zu recht, aber auch handlungsfähig.“

    „Sauer, aber handlungsfähig“?

    Was soll das heißen? Glaubt Kamp wirklich, es gäbe Bürger, welche seine affektive Befindlichkeit interessierten?

    Und die SVG-Sponsorin und „glühende Arena-Anhängerin Gisela Plaschka“ (Lühr)? Die begeistert mit wohlfeilen Plattitüden: „Ich hätte nie gedacht, dass die Arena in einen solchen Orkan gerät.“ Manfred Nahrstedt habe „sich in Schweigen gehüllt und wie der Vogel Strauß den Kopf in den Sand gesteckt“ und im gleichen Atemzug: „Aber heute hast Du Dich entschuldigt und damit Führung gezeigt“?

    Was für ein Humbug!

    Wer fällt uns noch alles ein, Frau Plaschka, der „Führung zeigen könnte“, wenn es genügte, sich für Inkompetenz, Fehlverhalten und Millionenverschwendung zu „entschuldigen“?

    Doch die Pointe des inhaltslosen Schwafelnachmittags stammt – wie könnte es anders sein – von einem Reppenstedter:

    Diese Pointe besteht darin, dass es auch sie nicht gibt (sondern wieder nur das übliche Nachplappern und Variieren der Sprachregelungen von F.-J. Kamp und Manni Nahrstedt).

    Und warum sagt der SPD-Abgeordnete Prof. Dr. Hinrich Bonin nicht: „ICH habe schlicht und ergreifend Dinge, die glaubwürdig klangen nicht hinterfragt“?

    Hat es für ihn, den Geistesarbeiter, auch logisch geklungen, als es wieder und wieder einfach hieß, „die Halle werde gebraucht“? Müsste nicht „auch ein Bonin langsam einmal fragen“: Stimmt das eigentlich?

    Woher weiß ein Bonin, dass „Lüneburg“ die Arena braucht? Hat er die professionelle Bedarfsanalyse des erst noch zu beauftragenden Wirtschaftsprüfers schon gelesen?

    Oder hält er es lieber mit Manfred Nahrstedt, Franz-Josef Kamp und all den anderen Phrasendreschern aus dem Theaterstück von Oscar Wilde, die der Meinung sind: „Nur der Schein trügt nie“?

    Für mich hat der CDU-Kreisfraktionsvorsitzende die Voraussetzung und auch das Ergebnis des Kreistages vom 13. Mai 2019 am präzisesten auf den Punkt gebracht:

    Die Angehörigen der Kreisverwaltung und die Kreistagsabgeordneten in Lüneburg „stehen vor einem Scherbenhaufen, der Image- und Vertrauensschaden ist immens“, resümierte Günter Dubber.

    So ist es!

    Was tun?

    Wie sehen Sie das, Herr bembel, Herr Berg und Herr Reinhardt?

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    • Bernhard Wittvogel schreibt:

      Ein sprechendes Bild:

      Erst wenige Minuten vor Beginn der Kreistagssitzung von Montag endete die Zusammenkunft des Kreisausschusses. Elf Auserwählte wissen mehr als 47 ihrer Kolleginnen und Kollegen. Diese müssen von jenen nun blitzschnell „eingenordet“ werden. Zeit zum Nachdenken bleibt da für den Einzelnen kaum. Zum „Einarbeiten“ schon überhaupt nicht. Das Erzeugen von Meinungsbildung, also Demokratie verhinderndem Karacho war ein Hauptmerkmal des „Arena-Prozesses“ von Anfang an.
      Links unterrichtet der Vorsitzende Günter Dubber (CDU) seine Fraktionmitglieder vor Sitzungsbeginn, wofür nun zu votieren sei. Rechts „schwört“ Fraktionschef Franz-Josef Kamp seine Sozialdemokraten in der Ritterakademie auf die im Ausschuss festgelegte Marschrichtung ein. (Fotos: t&w)

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      • Herbert schreibt:

        Ja, die Lemminge empfangen den Heiligen Geist, auf dass sie wissen, über welche Klippe sie sich diesmal ins schäumende Ungewisse zu stürzen haben.

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    • Klaus Bruns schreibt:

      Herr Schnell, sie haben etwas vergessen( schmunzeln)
      Woher weiß ein Bonin, dass „Lüneburg“ die Arena braucht?
      Ein Bonin will in der Champions-League mitspielen. Dazu bedarf es für ihn eine Libeskind-Leuphana und eben auch eine Arena. Ich habe es bei einer Sitzung , was die Leuphana betraf selbst von ihm gehört. Die Arena ist für ihn meiner Meinung nach nur ein Zubrot.

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    • Kevin Schnell schreibt:

      Herr Bruns,

      ein Bonin hat im Unterschied zu einem Matthäus zwar keine sechzehn Einsätze in der europäischen Königsklasse vorzuweisen, kann dafür aber bestimmt im Dachtmisser Hofladen von Anja und Klaus Köhler Champignons und Champions ohne Schwierigkeiten auseinanderhalten.

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  2. Jo schreibt:

    Wie reagierte der Wahlbürger auf die clowneske Nachricht von Montag, die 50 Millionen Euro teure „Hoppe-Bahlburg“ werde tatsächlich weitergebaut?

    Miriam Wurster weiß, wie die Landratskandidaten zu Rettern werden können:

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  3. jo bembel schreibt:

    „‘Bei einem sofortigen Baustopp müssten laufende Verträge trotzdem weiterbezahlt werden, ein neues Zentralgebäude in Standardversion wäre auch nicht umsonst zu haben; zudem riskierte man den Zehn-Millionen-Euro-Zuschuss der EU. Dazu kämen auch noch einige weiche Faktoren wie der immense Imageschaden für das Land, die Region Lüneburg und die Leuphana selbst. In der Abwägung spreche dies alles für den Weiterbau.‘ (Ministerin Heinen-Klajic). Ich wüsste gern, wie hoch sind die Kosten für die laufenden Verträge und wie teuer wäre ein Zentralgebäude in Standardversion? Wie teuer kommen uns die „weichen“ Faktoren zu stehen? Wie kann es sein, dass walten lassen von Vernunft zu einem Imageschaden führt? Der schlaue Mensch korrigiert seine Fehler und lernt aus ihnen, der dumme ist erkenntnisresistent und wiederholt sie hoffnungslos hoffnungsvoll.“
    Zitiert aus einem Leserbrief aus dem Jahre 2014. Zu einem Zeitpunkt an dem wohl ca. 30 Millionen Euro verbaut bzw. ausgegeben waren.

    Liebe Gegner eines Arena-Baustopps, merkt ihr etwas? Geschichte wiederholt sich, wenn man nicht aus ihr lernt. Aber wenn ihr schon erkenntnisresistent seid, warum um alles in der Welt sollen jetzt die Aufgaben nachgeholt werden, die vor einer Entscheidung hätten erledigt werden müssen (Bedarfsanalyse, Verkehrskonzept etc.)? Ich sag es euch: Ihr braucht einen Beschwichtigungsdeckmantel. Aber ihr könnt an ihm Zupfen und Zerren, er wird nie groß genug sein, um die Blöße eurer Unfähigkeit ganz zu verdecken.

    Mein Lieblingszitat stammt von der Werbe-Ikone David Ogilvy (Confessions of an Advertising Man) und erklärt ziemlich gut, warum Politik ist, wie sie ist: „Mediocre men recognize genius, resent it, and feel compelled to destroy it.“ Sinngemäß: „Mittelmäßige Menschen erkennen Genies, vergraulen sie und fühlen sich gemüßigt, sie zu zerstören“.

    P.S. Dass der Brandschutz auch bei der Arena nicht eingerechnet war, ist immerhin schon aufgefallen.

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  4. Otto Berg schreibt:

    Ich gratuliere ebenfalls herzlich und mit Respekt:

    https://scontent-frt3-1.xx.fbcdn.net/v/t1.0-9/60076506_10211138407135445_8332687822158823424_n.jpg?_nc_cat=110&_nc_ht=scontent-frt3-1.xx&oh=2966c0aeab8c8e48f769fcbbac1a0def&oe=5D682FDF

    Dazu schrieb Marc Rath vor 15 Stunden:

    Preiswürdige Arbeit: Meine Kollegen Anna Paarmann und Hans-Herbert Jenckel sind soeben für ihre Recherchen rund um die Kostenexplosion des #Libeskindbaus der #Leuphana, mit dem 3. Preis des Journalistenpreises „Spitze Feder“ des Steuerzahlerbundes Niedersachsen-Bremen ausgezeichnet worden. Respekt und herzlichen Glückwunsch! 💪🥂

    Quelle: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10211138407095444&set=a.1097657141043&type=3&theater

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    • jo bembel schreibt:

      Schön, dass die Omertà der Verwaltung in Lüneburg so gut funktioniert und investigativer Journalismus in der Provinz nicht viel zu suchen hat.
      So blieb uns der wohl größte Skandal im Zusammenhang mit diesem Bauwerk erspart.

      Gratulation!

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  5. jj schreibt:

    Das ist die Pressemitteilung des Landkreises Lüneburg zur Arena-Sitzung mit 10 Anträgen und 2 Anfragen zum Bau:

    Arena Lüneburger Land: Kreistag hält am Bau fest und fordert mehr Kontrolle

    (lk/mo) Nach einer ausführlichen Debatte über die Zukunft der Arena Lüneburger Land hat der Kreistag die wichtigsten Punkte zum weiteren Vorgehen abgesteckt. Gestern (13. Mai 2019) stimmten die Mitglieder dafür, den begonnenen Bau der Veranstaltungshalle fortzusetzen. Gleichzeitig forderten sie die Verwaltung auf, zur Unterstützung einen externen Projektsteuerer zu beauftragen. Er soll unter anderem Einsparpotentiale aufzeigen, die Kommunikation zwischen Politik und Verwaltung unterstützen sowie Planung und Ausschreibungen auf Mängel untersuchen.

    „Es sind Fehler gemacht worden, die politische Verantwortung liegt bei mir“, räumte Landrat Manfred Nahrstedt gleich zu Beginn der Sitzung ein. „Hierfür entschuldige ich mich.“ Mit Blick auf die im März bekannt gewordene Kostensteigerung sagte er zu den Kreistagsabgeordneten: „Ich kann Ihren Missmut verstehen, als klar wurde, dass es Abweichungen zwischen Leistungsverzeichnis und Ausführungsplanung gibt. Auch ich hätte die Mehrkosten gern für andere Projekte eingesetzt.“ Nun sei es wichtig, die bisherigen Vorgänge umfassend aufzuklären und die Untersuchungen des Rechnungsprüfungsamtes abzuwarten. Personell sind bereits Veränderungen eingetreten: Innerhalb der Verwaltung sind seit Kurzem der Leitende Kreisverwaltungsdirektor Hans-Richard Maul und Kreisrätin Sigrid Vossers mit der Projektleitung betraut. Und auch das beauftragte Architekturbüro hat reagiert. Dort steht ein weiterer Architekt als Ansprechpartner für Politik und Verwaltung zur Verfügung.

    Derzeit werden beim Bau der Veranstaltungs- und Sporthalle an der Lüner Rennbahn die erteilten Aufträge in Höhe von 10,2 Millionen Euro abgearbeitet. Neue Ausschreibungen sollen erst dann folgen, wenn die Leistungsverzeichnisse geprüft und mit der Politik abgestimmt sind. Vor etwa vier Monaten ist mit dem Bau der Veranstaltungshalle in Lüneburg begonnen worden, die Erdbauarbeiten sind inzwischen nahezu abgeschlossen. Der Keller-Rohbau inklusive Decke ist fertig, die Wände im Erdgeschoss sollen in der kommenden Woche stehen. Nach geprüfter Statik werden anschließend die Tragwerkstützen montiert. Gemäß Bauzeitenplan ist vorgesehen, den Rohbau noch bis Ende dieses Jahres zu schließen.

    Die aufgelisteten Kosten für die Arena Lüneburger Land liegen bei 22,6 Millionen Euro. Auf diese Summe hat die Kreisverwaltung einen 15-prozentigen Sicherheitsaufschlag als Position für Unvorhergesehenes in Höhe von 3,1 Millionen Euro berechnet. „Diesen Sicherheitsaufschlag haben wir bisher nicht angerührt“, so Landrat Manfred Nahrstedt.

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    • Kevin Schnell schreibt:

      „Es sind Fehler gemacht worden, die politische Verantwortung liegt bei mir“, räumte Landrat Manfred Nahrstedt gleich zu Beginn der Sitzung ein. „Hierfür entschuldige ich mich.“

      – Es sind nicht nur „Fehler“ gemacht worden! Eine Verwaltung und vor allem ihr Chef, der Landrat, haben versagt.

      – Nicht nur die „politische“ Verantwortung liegt bei Nahrstedt. Er trägt auch die organisatorische und administrative Verantwortung. Herr Nahrstedt trägt die Verantwortung für den Arena-Skandal in allen Hinsichten!

      – Man kann sich für sein fachliches Komplettversagen nicht entschuldigen! Man kann sich für seinen schäbigen Umgang mit Mitarbeitern und Abgeordneten entschuldigen, aber nicht für seine Unfähigkeit. Unfähigkeit ist schlicht eine reale Tatsache, kein moralische!

      Und. Herr Reinhardt, was heißt denn, dass „Herr Nahrstedt tatsächlich die Verantwortung für sein Organisationsverschulden übernimmt“? Wird Herr Nahrstedt für die zusätzlichen Kosten in Millionenhöhe haftbar gemacht, die durch seine „Fehler“, sein Versagen und seine Versäumnisse überflüssiger Weise aufgelaufen sind und noch auflaufen?

      Und handelt es sich bei den ungeheuerlichen Schlampereien wirklich nur um ein „Organisationsverschulden“?

      (A) Baugenehmigungen, (B) Auschreibungen, (C) Umssetzungsplanungen und (D) Bauausführungen passen nicht zusammen. Das ist Murks an vier Schnittstellen.

      Allein die „übersehene“ Notwendigkeit der Neuberechnungen für die Tragwerkkonstruktion hätte, wäre dieser Komplex weiter ignoriert worden, Menschenleben kosten können. So kostet er zum Glück nur Zeit – und sehr, sehr viel Geld extra.

      – Die BAUkosten sind immer noch nicht ermittelt.
      – Eine Bedarfsanalyse gibt es immer noch nicht.
      – Ein belastbares Betriebskonzept gibt es nicht.
      – Die Betriebskosten sind nicht ermittelt.
      – Die Auslastungsfragen sind nicht geklärt.
      – Ein Parkraumkonzept gibt es nicht.
      – Ein Verkehrskonzept gibt es nicht.
      – Ein Transportkonzept gibt es nicht.
      – Die GESAMTkosten sind immer noch nicht ermittelt.

      Wie kann das Rechnungsprüfungsamt im Beritt von Hans-Richard Maul, das doch schon fast zwei Jahre eingebunden ist und fast alle inkorrekten Zahlen mindestens mitproduziert hat, nun sich selbst prüfen?

      Wieso wird das am 25. März beschlossene Hinzuziehen eines unabhängigen externen Fachanwalts nicht endlich in die Tat umgesetzt?

      Fürchtet „man“ im Kreishaus, dass einem die vielen Ausflüchte und Hilfshistörchen um die Ohren fliegen könnten?

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      • jj schreibt:

        Der Rundumschlag von Herrn Schnell ist um die üblichen Passagen: „Lügen“ und „quasi-kriminell“ gekürzt.

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      • Ulf Reinhardt schreibt:

        Herr Schnell, Landrat Nahrstedt wird nach dem aktuellen Stand der nicht vorhandenen Ermittlungen natürlich nicht haftbar gemacht. Wir haben doch von der Staatsanwaltschaft als Antwort auf eine Strafanzeige lernen dürfen, dass in so einem Fall doppelter Vorsatz nachgewiesen werden muß. Herr Nahrstedt hat jedoch ledglich eingeräumt, vorsätzlich die Bauabteilung nicht beauftragt zu haben. Dieser Fehler könnte jedoch ebenso mit Unkenntnis wie grober Fahrlässigkeit umschrieben werden.

        Als Vorstand einer Aktiengesellschaft könnte Herr Nahrstedt ganz sicher mit zahlreichen Aktionärsklagen und erfolgreichen Schadensersatzforderungen rechnen, da hier grobe Fahrlässigkeit für eine Haftung völlig ausreichend ist.

        Als Landrat darf er seine Wähler und Andere jedoch weiterhin mit seinem Projektmanagement beglücken.

        Es sei denn, das Rechnungsprüfungsamt oder die Kommunalaufsicht fördert noch Umstände zu Tage, welche einen doppelten Vorsatz belegen.

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    • Frank Heike schreibt:

      Augen zu und durch!

      Sind doch nicht unsere Millionen und ein Mann wie Hoppe ist „Lüneburg“ eben „wert, was er den Steuerzahler kostet“. Das kann natürlich nicht jeder Leiter eines mittelständischen Betriebes im Landkreis von sich sagen.

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    • Andreas Janowitz schreibt:

      Es ist desillusionierend, wie gesagt. Offensichtlich wird darauf gesetzt das die verbauten 10Mio. € selbst für Gegner eine derart schwere Hypothek würden, das selbst nach dem 26.5 weiter gebaut werden muss, egal wie das Wahlergebnis ausfällt. Die Gründe für die Kostenexplosion werden auch weiterhin nirgends erwähnt. Der Flurschaden ist angerichtet. Immerhin werde ich noch „wählen“ gehen, obwohl diesbezüglich eigentlich jetzt schon nur noch Not und Elend auf dem Program stehen.

      Einen kleinen Seitenhieb kann ich mir nicht verkeifen: Trump gewann die Wahl gegen Clinton nicht weil er ein „besseres“ Angebot machte, sondern weil Sie mit genau so einem Not und Elend Programm aus notwendigen Übeln und Unwählbarkeiten auftrumpfte. Dann eher die Katze im Sack…

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  6. Ulf Reinhardt schreibt:

    Meine Einwohnerfrage bei der Kreistagssitzung am 13. Mai wurde von Landrat Nahrstedt wie folgt beantwortet:

    Frage:
    Laut LZ-Berichterstattung vom 2. Mai hätte der erste Kreisrat Jürgen Krumböhmer als Projektleiter für den Bau der Arena „die Kollegen der Fachabteilung Gebäudemanagement liebend gern an seiner Seite gewusst, doch der erste Kreisrat ist nicht allmächtig“.
    Warum hat der Landrat im Rahmen seiner Organisationshoheit nicht dafür gesorgt, dass das wichtige Projekt Arena spätestens seit Erteilung der ersten Baugenehmigung am 26.04.2017 von der hauseigenen Bauabteilung bearbeitet und dem ersten Kreisrat somit entsprechende Unterstützung gewährt wird?

    Antwort Landrat Manfred Nahrstedt:
    Die Bauabteilung musste andere Projekte zu Ende bringen. Daher wurde ein externer Projektsteuerer beauftragt und danach hat die hauseigene Bauabteilung plangemäß übernommen. Außerdem „kann ich nicht in den Kopf des ersten Kreisrates schauen“.

    Was will uns diese Antwort sagen?
    Offensichtlich übernimmt Herr Nahrstedt tatsächlich die Verantwortung für sein Organisationsverschulden, denn er gesteht ein, dass er davon ausgegangen ist, der erste Kreisrat könne das Projekt ohne interne baufachliche Unterstützung bewältigen. Der letzte Satz macht jedoch den Dissens zum ersten Kreisrat deutlich.
    Fest steht, dass der Landrat seiner Verantwortung nicht gerecht geworden ist, für eine ausreichende Projektsteuerung zu sorgen. Unklar bleibt, ob der erste Kreisrat dies moniert und fachliche Unterstützung eingefordert, jedoch nicht erhalten hat.
    Wird diese wesentliche Frage Bestandteil der Untersuchungen des Rechnungsprüfungsamtes und des beauftragen Fachanwaltes sein oder soll für eine Klärung zunächst das Ausscheiden des Landrates abgewartet werden?

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    • penpal39 schreibt:

      Danke für diese Worte. Es ist schon traurig, wenn dem Hinzuziehen der Fachabteilung Gebäudemanagement nachgetrauert wird, nachdem die Sache schon gelaufen ist. Ich meine, wozu gibt es diese Leute, wenn sie dann nicht befragt werden?

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  7. Uwe Bär schreibt:

    Frank Soldan heute bei LZ-Facebook: „Nahrstedt, das (Groß-) Bauernopfer.
    Anzurechnen ist ihm, dass er sich vor seine Verwaltungsleute stellt.“

    Dreimal kurz gelacht. Nahrstedt hat die volle Verantwortung, die er lange genug auf Krumböhmer geschoben hat. Wenn „seine Leute“ plaudern würden, würde der Schmutz bis nach Hannover spritzen. Nahrstedt hat sich nicht freiwillig „vor seine Verwaltungsleute gestellt“!

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  8. Doris schreibt:

    Die Kreistagsabgeordneten haben gestern Nachmittag über „den Weg“ der 50 Millionen Euro-Arena entschieden.

    Viele Fakten sind noch unbekannt, das Planungs-Chaos ist unüberschaubar, die Versäumnisse zu korrigieren, verschlingt Hunderttausende, der Hallenbedarf ist weiter ungeklärt, die Gesamtkosten kann niemand genauer beziffern.

    Aber die Antwort unserer Vertreter lautet wie immer: „Qué será, será“ (Spanisch für ‚Was sein wird, wird sein‘).

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  9. Daniel Michels schreibt:

    Sehr geehrter Ratsherr und (ab dem 19. Sept. 2018) Ex-Kreistagsabgeordneter Fahrenwaldt,

    für den Arena-Baubeschluss sind die Ratsmitglieder der Hansestadt Lüneburg „nicht zuständig“? Wird denn die Hansestadt über die Kreisumlage nicht mitbezahlen? Und zwar trotz angeblicher „Deckelung“?

    Und wird die Hansestadt nicht auch einen erheblichen Teil Arena-Gesamtkosten (Bau- plus Betriebs-, Verlustausgleichs-, Erhaltungs-, Verkehrsbau-, Parkraumbeschaffungs- sowie Transportkosten etc.) mitbezahlen?

    Dazu schrieb Hans-Herbert Jenckel am 2. April 2019 um 23:04 Uhr: „Sind aufgrund der Ergebnisse des Verkehrsgutachtens größere Investitionen in Asphalt und Ampeln nötig, ist die Stadt Lüneburg bei den Kosten mit der Hälfte dabei. Das geht aus einer großen Anfrage der CDU im Kreistag und den Antworten des Ersten Kreisrates hervor. lg jj“ (Vgl.: https://blog-jj.com/2019/03/17/arena-kam-die-kostenprognose-im-entscheidenden-augenblick-nicht-auf-den-tisch/#comment-6227)

    Herr Fahrenwaldt, wenn Sie als Bürgervertreter für das überaus folgenreiche, in seinen negativen Konsequenzen für den Lüneburger Gemeindeverband noch kaum überschaubare Fehlverhalten des Landrates „nicht zuständig“ sind, wofür sind Sie denn dann eigentlich „zuständig“?

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    • Karlheinz Fahrenwaldt schreibt:

      Sehr geehrter Herr Michels und sehr geehrte Frau Kröger,
      Lassen Sie mich laienhaft (bin kein Politologe) eine Teil der kommunalen Strukturen der repräsentativen Demokratie in der wir leben und handeln erklären: ein Mitglied des Stadtrats der Hansestadt Lüneburg hat KEINEN Einfluß auf die Abwahl der Bundeskanzlerin oder des Lüneburger Landrats. Zur Abwahl des Landrats ist die 3/4 Mehrheit des Kreistags nötig. Wie ich schon in diesem Blog geschrieben habe kann der 1. Kreisrat vom Landrat entlassen, versetzt oder befördert werden. Heute hat der Antrag der Grünen im Lüneburger Kreistag, dem 1. Kreisrat das Mißtrauen auszusprechen, keine Mehrheit gefunden und der Landrat hat die Verantwortung bei dem Arenadisaster übernommen und sich entschuldigt. Der Fraktionsvorsitzende der Linkspartei im Rat hat auf der letzten Ratssitzung den Rücktritt des Oberbürgermeisters gefordert (Video auf LZplay), ohne Reaktion des Herrn Mädge!

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      • Hannelore Kröger schreibt:

        So eine Entschuldigung ist doch eine feine Sache, Herr Fahrenwaldt.

        Damit werde ich’s demnächst auch mal versuchen, wenn ich zu Lasten der „öffentlichen Hand“ einen zweistelligen Millionenbetrag verschlampe.

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  10. Peter Ringer schreibt:

    Sehr geehrter Herr Kreistagsabgeordneter Kamp,

    Sie rufen heute: „Schuldige sollten erst benannt werden, wenn alle Fakten geprüft sind.“ (LZ, 11. Mai 2019)

    Warum haben Sie sich nicht selbst an diesen Grundsatz gehalten, wenn Sie, wie etwa am 23. April 2018, „die“ (ungezählten) Arena-Kritiker in einer pauschalen Herabsetzung brandmarkten und diese als „Zweifler und Störer, die mit immer neuen Fragen Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Projektes schüren“, von „den Bürgerinnen und Bürgern des LK“ ausgrenzten? (Siehe Wortprotokoll der Kreistagssitzung vom 23. April 2018 zu TOP Ö13: Verwaltungsvorlage 2018/118)

    Wenn Sie diese Bürger, Wähler und Kollegen nicht pausenlos als „Schuldige benannt“, sondern zuvor „alle Fakten geprüft“ hätten, auf deren Ungenügen Sie diese Menschen oft genug hingewiesen haben, meinen Sie nicht, dass Sie dann heute vielleicht nicht vor dem Riesenscherbenhaufen stünden, den Sie durch Ihre ignorante Rechthaberei zu einem erheblichen Teil mit zu verantworten haben?

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  11. Herbert schreibt:

    »Ich bin davon überzeugt, dass die Menschen merken, dass diejenigen, die für die Brücke der Herzen werben, dieselben sind, welche die Arena der Millionen und den Libeskind-Bau verbockt haben.«

    Klaus-Peter Dehde (SPD, Bürgermeister der Gemeinde Neu Darchau)

    Aus: https://blog-jj.com/2019/04/15/nach-dem-arena-desaster-startet-der-landkreis-ins-elbbruecken-abenteuer/#comment-6616

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  12. Klaus Bruns schreibt:

    Herr Jenckel
    ich sehe das anders:leider können zwei das gleiche sagen und meinen, in den köpfen von so manchem bürger ist aber wichtig, wer es gesagt hat. es gibt tatsächlich noch menschen, die glauben alles, was schwarz auf weiß steht. es wird ja schließlich schon länger von der vierten gewalt gesprochen. die springer-presse ist mit ihrer meinungsmache groß geworden. und dieses war kein zufall. zu aktuellen themen stellung zu beziehen, war , wenn man die demokratie ernst nimmt, noch nie einfach. neutral bleiben, auch wenn es schwer fällt, war noch nie einfach. mehr informationen statt meinungen ,wären nach meinem dafürhalten besser. eben auch hier. aber welcher redakteur ist im kern schon vom geld unabhängig? er muss verkaufen und dieses jeden tag , um seinen job zu behalten. tja, so ist das, die einen glauben alles, was schwarz auf weiß steht, die anderen fabulieren von der lügenpresse. der goldene mittelweg ist da schwer zu finden, oder?

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  13. Karlheinz Fahrenwaldt schreibt:

    Sehr geehrte Frau Kröger,
    Warum sollte eine*r der potentiellen politischen Nachfolger*in des ausscheidenden Landrats Herrn Nahrstedt ohne rechtskräftige Belege mit politischen Argumenten attackieren? Wenn es hier Verfehlungen des Hauptverwaltungsbeamten gegeben haben soll ist es Sache der Staatsanwaltschaft hier vorzugehen und nicht die Aufgabe von Landratskandidaten. Und Wahlwerbung für Markus Graff kann ich in meinem Beitrag nicht erkennen, und sie wäre ja ausserdem aus meiner Sicht auch nicht verwerflich, da er der einzige Kandidat ist, der einen sofortigen kompletten Baustopp fordert.

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    • Hannelore Kröger schreibt:

      @karlheinzfahrenwaldt

      Sehr geehrter Ratsherr Fahrenwaldt, sogar Andrea Schröder-Ehlers, die Vorsitzende des Ausschusses für Rechts- und Verfassungsfragen im niedersächsischen Landtag, und ihr Kreisfraktionsvorsitzender Franz-Josef Kamp haben laut Landeszeitung von diesem Sonnabend „inzwischen eingeräumt, das bei Planung und Bau der Arena ‚unstrittig Fehler gemacht‘ worden sind und der Baubeschluss auf einer Vorlage mit nicht zutreffender Bausumme beruht“.

      Ist die Tatsache, dass dem Kreistag am 17. Dezember 2018 durch Herrn Nahrstedt wider besseren Wissens „die relevanten Mehrkosten arglistig vorenthalten worden sind, um mit der Auftragsvergabe einen vorgeblichen oder tatsächlichen ‚Point-of-no-return‘ zu überschreiten“, wie Ihr Fraktionsvorsitzender, Ratsherr Michèl Pauly, am 27. März 2019 um 21:09 Uhr bei Blog.jj geschrieben hat, denn kein Anlass für Sie, die Kommunalaufsicht anzurufen und diese mit der Einleitung eines die Verantwortlichkeiten klärenden Disziplinarverfahrens gegen die Herren Nahrstedt und Krumböhmer zu beauftragen?

      (Vgl.: Absatz 2 hier: https://blog-jj.com/2019/03/17/arena-kam-die-kostenprognose-im-entscheidenden-augenblick-nicht-auf-den-tisch/#comment-6109)

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      • Karlheinz Fahrenwaldt schreibt:

        Zum Einen verweise ich auf meinen Post in dem von Ihnen erwähnten Blogbeitrag und zum Anderen sind wir als Ratsfraktion nicht dafür zuständig.

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      • Hannelore Kröger schreibt:

        „Nicht zuständig“!

        Die präventive Abwehrformel aller wegschauenden Philisterseelen zu allen Zeiten!

        Ist Greta Thunberg für das Weltklima „zuständig“, Herr Fahrenwaldt?

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      • Carmen schreibt:

        Nee, für das Weltklima sind Herr Trump, Herr Scheuer, Herr Althusmann und Herr Dr. Zeinert zuständig.

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  14. Wilhelm Führbringer schreibt:

    Die stellvertretende Landrätin Tanja Bauschke hat am 19. März 2019 geschrieben:

    „Beispielhaft sei erwähnt, dass mal eben so 600.000 Euro für die Erkenntnisse aus dem Untergrund des vorherigen Schlachtbetriebes mit Tragwerkskonstruktionsanpassung für die Luftnummer-Arena, zusätzlich bereit getsellt werden müssen. Aber Kreistagsabgeordnete durften den Vertrag mit Sallier aus Datenschutzgründen nicht einsehen! So läuft Informationspolitik des Landrates und führt die Kreistagsabgeordneten am Nasenring durch die Arena-Manege! Da macht Politik doch wirklich Spass !!“

    Quelle: https://blog-jj.com/2019/03/17/arena-kam-die-kostenprognose-im-entscheidenden-augenblick-nicht-auf-den-tisch/#comment-5948

    Nicht nur die Tragwekkonstruktion muss angepasst, sondern bekanntlich muss nun auch die gesamte Baustatik über mehrere Monate neu berechnet werden. Das wird die Kosten in dem Bereich noch einmal vervielfachen.

    Wird der Landrat regresspflichtig gemacht?

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  15. Hannelore Kröger schreibt:

    @karlheinzfahrenwaldt

    Meinen Sie nicht, Herr Fahrenwaldt, daß es in der Arena-Katastrophe noch Wichtigeres gibt als Vetternwirtschaft, Millionenverschwendungen, Planungsversagen und Wahlwerbung für Herrn Graff?

    Ist nicht die Demontage von Demokratie und Verfassungsgesetzen durch den amtierenden Landrat und die Tatsache, daß dieser skandalöse Sachverhalt von kaum einer/einem unserer Abgeordneten und von keinem Nachfolgekandidaten (w/m) thematisiert wird, die eigentlich niederschmetternde Erkenntnis?

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  16. Karlheinz Fahrenwaldt schreibt:

    Alle Wählerinnen und Wähler, die der Meinung sind, dass der Bau der Arena aufgrund der Kostenentwicklung sowohl bei den Bau-, als als auch auf den Betriebskosten und den noch nicht abzusehenden Kosten und Gestaltung der Verkehrsregelung nicht weiter geführt werden sollen, haben ja immer noch die Wahl zwischen einer Gegnerin und einem Gegner des „Augen zu und durch“ Vorhabens. Schauen wir mal, wie es am 26. Mai bei der Landratswahl ausgeht!

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  17. Otto Berg schreibt:

    »Beim Arena-Bau verhält es sich genau so wie beim Brexit. Da war ein Wunsch, ein Hurra, ein Loslaufen und dann erst wurde klar, dass man gar keinen funktionierenden Kompass und nicht alle Karten dabei hat.«
    Ist das so?
    Wunschdenken, Hurra-Enthusiasmus, Aktionismuswirrwarr, Turmsprunggeblubber, und dann — Schock, Glotzen und Panik? Ein Bisschen »Die Schlafwandler« vom August 1914?
    Lieber Herr Jenckel, wie verträgt sich Ihre Darstellung der liebenswürdigen Kopflosigkeit von leicht verhuschten Feierabendpolitikern mit der Tatsache, dass der Arena-Unfug am falschen Standort volle drei Jahre lang von Tausenden kritischer Bürgerkommentare bei LZ-Online und bei Blog.jj begleitet war?
    Während in Großbritannien eine (übel indoktrinierte) Bürgerbefragung die Katastrophe herbeiführte, führte in Lüneburg eine Handvoll alter Herren das Kosten-, Planungsdesaster herbei, die eine Bürgerbefragung (übel indoktrinierend) verhinderten.
    Und hatte der Wahnsinn nicht Methode? Wurden nicht planvoll und eiskalt demokratische Verfahren ausgehebelt und Verfassungsgesetze gebeugt, um den Baubeschluss für ein Projekt zu erreichen, für das es bis heute weder eine Bedarfsanalyse noch eine belastbare Kostenkalkulation gibt?
    »Am 5. November 2018 lagen [der Kreisverwaltung] … relevante neue Zahlen vor. Diese [dem Kreistag am 17. Dezember 2018] nicht vorgelegt zu haben, muss nun hinsichtlich der Rechtsfolgen [für alle dafür Verantwortlichen] aufgearbeitet werden. Es erhebt sich der Verdacht, dass die relevanten Mehrkosten dem Kreistag arglistig vorenthalten worden sind, um mit der Auftragsvergabe einen vorgeblichen oder tatsächlichen ‚Point-of-no-return‘ zu überschreiten.« (M. Pauly, 27. März 2019 um 21:09)
    Das Verschweigen der wahren Kosten durch Landrat Manfred Nahrsted am 17. Dezember 2018, um von den Kreistagsabgeordneten den Baubeschluss zu erreichen, sieht Herr Dubber wohl zu Recht in einem historischen Kontinuum der Falschinformationen durch die Verwaltungsspitze: »Unter anderem gehe aus einer E-Mail hervor, dass innerhalb der Verwaltung schon Wochen vor dem Baubeschluss für die Arena durch den Kreistag im Dezember 2018 klar gewesen sei, dass die Kosten deutlich höher liegen würden als die zum damaligen Zeitpunkt angeblich erwarteten 19 Millionen Euro. […] Laut Günter Dubber, Kreistagsfraktionschef der CDU, war dies kein Einzelfall. Der Kreistag habe mehrfach entschieden, ohne dass er von der Verwaltung umfassend beziehungsweise rechtzeitig informiert worden sei, sagte Dubber NDR 1 Niedersachsen.« (G. Dubber, 4. April 2019 19:19)
    »Könnte es sein, dass EINIGE … Mitglieder dieses „Begleitgremiums“ direkt (oder „zeitnah“) nach der … Brandmeldung von Ulrich Jarke vom Vormittag des 27. November 2018 und also lange vor dem 17. Dezember 2018 von Landrat Nahrstedt über den damals vom Bauleiter mitgeteilten Kostensprung informiert worden waren? (Das würde zwar eine Reihe von zur Zeit beobachtbaren Verhaltensmerkwürdigkeiten unter [einigen, nicht allen] Fraktionsvorsitzenden erklären, die auch im Kreisausschuss sitzen, käme aber im Hinblick auf den späteren [wahrscheinlich rechtswidrig herbeigeführten] Baubeschluss, die anschließende dreimonatige Zeit des [in der Folge dann wahrscheinlich ebenfalls rechtswidrigen] Faktenschaffens und des jetzt veranstalteten „Aufklärungstheaters“ einer gemeinschaftlich geplanten und organisierten Irreführung des Kreistages, der jeweiligen Parteigremien und der Öffentlichkeit gleich.)« (O. Berg, 28. April 2019 um 21:59)
    Bekanntlich »trafen sich« Landrat und Erster Kreisrat zwei Tage nach der Hiobsbotschaft von Bauleiter Jarke am 29. November 2018 mit Hallenbetreiber Klaus Hoppe »und verabredeten ein Fünf-Punkte-Spar-Programm«.
    Lieber Herr Jenckel, wenn sich morgen bei der Kreistagssitzung herausstellen sollte, dass nicht nur Manfred Nahrstedt, Jürgen Krumböhmer und Klaus Hoppe von der Kostenexplosion schon drei (bzw. sogar sechs) Wochen vor den Kreistagsschwindeleien vom 17. Dezember 2018 wussten, sondern noch weitere führende sozialdemokratische Kreisfraktions- und Parteimitglieder eingeweiht waren, wird es dann nicht noch vor den Wahlen am 26. Mai eine Reihe von spektakulären Rücktritten im Kreis- und womöglich auch im Rathaus geben müssen? — Und eventuell sogar in Hannover?

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  18. Andreas Janowitz schreibt:

    Die Nachfrageelastizität nach Kredit ist unendlich? Da Geld Kredit ist gibt es unendlich davon? Die Mär vom knappen Geld ist ein Trugschluss. Dummerweise wird nur umlaufendes Geld besteuert und da immer weniger davon tatsächlich den Besitzer wechselt haben wir die Probleme, die wird haben. Verschlimmert wird die Situation durch Fantasierenditen? Den Anspruch binnen weniger Jahre das eingesetzte Kapital zu verdoppeln, was dann „30% Rendite“ bedeutet. In der echten Welt ist das nicht möglich. Auch nicht wenn man künstlich nicht-Rivalisierende Güter aufteilt und versucht die nicht-Ausschliesbarkeit aufzuheben. Zumal das zu völlig irrsinnigen, wenn nicht wahnsinnigen Ergebnissen führt?! (siehe „Wirtschaftswachstum“ durch Privatknäste in den USA oder GB)
    Die Zinsen als Kosten für das Geld(leihen) zu verkaufen ist genauso blödsinnig, denn das Geld hat keine Kosten mehr. Zinsen als Opportunitätskosten (entgangenen Gewinnen anderswo) darzustellen ist dann völlig irres Raten auf Raten…
    Und nein auch die Banken vergeben nicht das Geld ihrer Sparer?! Zumindest nicht so wie man es gemeinhin denkt. (siehe Mindestreserve, Giralgeld, Bargeld)

    Geld ist unendlich da und würden Steuern von allen erhoben und eingezogen wäre davon auch genug in unser aller Steuerkasse.

    Mit viel gutem Willen kann man die Arena als „Stimulus“ anbieten, wenn man denn wollte. Über den Nutzen dieser Investition sollte dann allerdings (wesentlich) besser Informiert werden?!

    Die Brücke nach nirgendwo (sorry Neu-Darchau) bringt vor Ort gar nichts! Keine Arbeitsplätze und keine weiteren Investitionen. Beschleunigt wird lediglich der Durchgangsverkehr und Exodus der jungen, denn wer will schon täglich 2-4 Stunden pendeln müssen? Auf Dauer? Niemand. Diese 100 Mio. sind rausgeschmissen, sprich verpuffen für den Landkreis nutzlos.

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  19. Karl Beck schreibt:

    Hallo Herr Jenckel,

    »Brexit-Syndrom« finde ich eine unglückliche Wortwahl. Denn der »Brexit« steht für den widervernünftigen Ausstieg aus einem sinnvollen Projekt, während der »Arena-Exit« für den sinnvollen Ausstieg aus einem widervernünftigen Projekt stehen würde.

    Missverständlich finde ich auch, wenn Sie schreiben: »Zurzeit liegen die Kosten inklusive Risikozuschlag bei gut 25 Millionen. Bei zehn Mille stieg der Kreis als Bauherr 2018 ein.«

    Die ARENA-BAUKOSTEN liegen zur Zeit inklusive Risikozuschlag bei 25,8 Millionen Euro.
    Die ARENA-GESAMTKOSTEN (Bau- PLUS Betriebs-, Verlustausgleichs-, Erhaltungs-, Verkehrsbau-, Parkraumbeschaffungs- sowieTransportkosten etc.) sind immer noch nicht abschließend kalkuliert, liegen aber mit Sicherheit über 50 Millionen Euro.

    Und als »der Kreis« 2018 als Bauherr einstieg lagen eben die ARENA-GESAMTKOSTEN und nicht die ARENA-BAUKOSTEN »bei zehn Mille«. Das heißt, nicht nur die ARENA-BAUKOSTEN haben sich in weniger als zwei Jahren von 5 auf 26 Millionen Euro verfünffacht, sondern auch die ARENA-GESAMTKOSTEN haben sich von »zehn« auf MINDESTENS »fünfzig Mille« verfünffacht!

    Statt also etwas sehr schwammig und missverständlich von einem Lüneburger »Brexit-Syndrom« zu schreiben, das die Trennungsangst schürt, statt sie, wie in diesem Fall vernünftig, zu dämpfen, hätte ich es sinnvoller gefunden, wenn Sie Ihren eigentlichen Gedanken stärker betont hätten, dass nämlich die altehrwürdige Kulturtechnik des »Nachdenkens« unter Lüneburger »Entscheidungsträgern« auf dramatische Weise verloren gegangen zu sein scheint.

    Wie sehen Sie das?

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  20. Kevin Schnell schreibt:

    WARUM UND WOZU DIESE ARENA ?

    Auf diese Frage gibt es (im Hinblick auf die Pflicht zum Nachweis der Gemeinwohldienlichkeit dieses 50 bis 80 Millionen Euro-„Projektes“) noch immer KEINE überzeugende Antwort. VON NIEMANDEM !

    Aber LZ-Redakteur Malte Lühr dekretiert heute in der Landeszeitung: „Einzig vernünftig ist weiterzubauen“.

    Schon am Ostersonnabend verfügte LZ-Chefredakteur Marc Rath in der LZ: „Es wird keinen Baustopp für die Arena geben. Und das ist auch gut so.“

    Ebensowenig wie Ulrich Mädge, Manfred Nahrstedt, Klaus Hoppe, Andreas Bahlburg, Franz-Josef Kamp, Andrea Schröder-Ehlers und Friedrich von Mansberg in der Lage waren oder sind, ihre Behauptung (dass „Lüneburg“ DIESE „Arena“ brauche) plausibel zu begründen, waren oder sind Malte Lühr oder Marc Rath in der Lage, ihre Empfehlungen (dass die Arena weiterzubauen sei) plausibel zu begründen.

    Was Lühr und Rath treiben, ist PROPAGANDA IM SINNE VON OBERBÜRGERMEISTER UND LANDRAT, WELCHE DIE ENTSCHEIDUNGSFINDUNG VON KREISTAGSABGEORDNETEN BEEINFLUSSEN SOLL !

    Dem rapide (weitgehend zu Unrecht) sinkenden Ansehen „der Presse“ wird solches Verhalten gewiss NICHT entgegenwirken.

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    • Klaus Bruns schreibt:

      Herr Schnell, auch redakteure dürfen eine eigene meinung haben, wenn es dann auch ihre eigene ist. wir wissen beide, dass es hier zum himmel stinkt. weder redakteure noch wir, werden den gestank verändern können. politik ist eben ein schmutziges geschäft.

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      • Kevin Schnell schreibt:

        Hallo Herr Bruns,

        nicht, dass Lühr und Rath eine Meinung haben, ist problematisch. Ja, ich erwarte sogar, dass sie eine haben! (Mutmaßungen, auf wessen Mist die jeweiligen Meinungen gewachsen sind, bleiben in der Regel Spekulation und bekommen deshalb leicht den Charakter übelwollender Unterstellungen.)

        Der Skandal hier ist, dass Lühr und Rath zwei Tage vor einer wichtigen Kreistagssitzung ihre Empfehlung über unsere einzige Lokalzeitung in 28.000 Haushalte (ca. 90.000 Leser) verschicken, OHNE DIESE Empfehlung BEGRÜNDEN ZU KÖNNEN, und deshalb natürlich auch zwangsläufig, ohne dies überhaupt zu probieren. Leider ist HIER keine andere Deutung möglich: Lühr und Rath betreiben „STIMMUNGSMACHE“ zugunsten interessierter Kreise, wie Herr Jenckel solches Vorgehen vor zwei Tagen im Blick auf die „Gegner“ von Mädges „Verkehrswende“-Anliegen von „Anfang der 90er-Jahre“ genannt hat: https://blog-jj.com/2019/05/09/aus-dem-tritt/#more-1754

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      • jj schreibt:

        Lieber Herr Schnell,
        ich sehe das anders: Malte Lühr und Marc Rath haben erstmal berichtet, was sie berichtet haben, mag einem ja nicht gefallen. Das ist die eine Sache.
        Aber wenn sie einen Kommentar geschrieben haben, dann gilt: Ein Kommentar informiert und der Journalist/in hat eine eigene Meinung. Der Text ist mit Namen gekennzeichnet. Bericht und Kommentar zu trennen, das haben den Deutschen nach dem Krieg die Engländer beigebracht. Kommentare sind immer meinungsbetonte Texte. Beim BR heißt es: Sie wollen Einfluss nehmen und den Leser zu etwas auffordern, sei es zum Nachdenken, zu einem bestimmten Urteil, Handeln oder Verhalten.
        Glauben Sie mir, ich habe oft auch eine andere Meinung, zum Beispiel bei der Elbbrücke, und dann diskutieren wir, aber werfen dem anderen nicht gleich Stimmungsmache vor. lg jj

        Gefällt 1 Person

      • Kevin Schnell schreibt:

        Lieber Herr Jenckel,

        in diesem Fall, dem Sonnabend-Artikel von Herrn Lühr, handelte es sich aber nicht um einen „Kommentar“, sondern um einen Lagebericht. Und nicht zum ersten Mal wird Lühr dabei erwischt und gerade bei seinen detaillierteren, über den Kontext orientierenden Arena-Nachrichten, wie er Darstellung und Wiedergabe mit persönlichen Präferenzen und Bewertungen so verquickt, dass Zitiertes und Zitierender nicht leicht auseinandergehalten werden können. Zuweilen übernimmt er sogar lange, einseitige, ja, desinformierende Passagen aus hochgradig tendenziösen Pressemitteilungen des Kreis- oder Rathauses ungekennzeichnet gerade so, als handele es sich um seine eigenen Formulierungen.

        Wenn ich so etwas registriere, frage auch ich mich mit Ulf Reinhardt nur noch:

        „Wozu brauchen wir denn überhaupt einen Kreistag, demokratisch gewählte Vertreter und transparente Entscheidungsstrukturen, wenn die notwendigen Beschlüsse viel besser von LZ-Redakteuren getroffen werden können, während sich diese noch nicht einmal zu einer entsprechenden Begründung ihrer Position genötigt sehen?“

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      • jj schreibt:

        Lieber Kevin Schnell,
        die Meinung von Malte Lühr steht auf der Seite rechts im Kommentar, wie sich das gehört. Die Seite habe ich unten angeheftet.
        Sie sehen im Haupttext eine Verquickung von Bericht und Meinung, das ist ja ihr gutes Recht. Das müssen aber nicht alle so sehen und deswegen ist Ihre Sicht auf die Ein’ge auch noch lange nicht die einzig wahre. Quellen sind zur Einordnung, da haben Sie3 natürlich grundsätzlich recht, im heutigen Nachrichten-Tsunami wichtig zur Einordnung. Lg jj

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      • Kevin Schnell schreibt:

        WARUM UND WOZU DIESE ARENA ?

        Auf diese Frage gibt es (im Hinblick auf die Pflicht zum Nachweis der Gemeinwohldienlichkeit dieses 50 bis 80 Millionen Euro-„Projektes“) noch immer KEINE überzeugende Antwort. VON NIEMANDEM !

        Ich weiß, ich wiederhole mich.

        Aber wäre eine zufriedenstellende Auskunft in diese Richtung nicht VORAUSSETZUNG für alles, was Lühr schreibt (und der Kreistag am Montag tun wird)?

        Das Gleiche verlangen Sie doch auch – und vollkommen zu Recht – als Voraussetzung für die Wiederaufnahme der Brückenplanungen.

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      • jj schreibt:

        Herr Schnell, Sie können aufstampfen, aber ich glaube, für Sie gibt es keine befriedende Antwort.
        Politiker sind auch von Sehnsüchten getrieben. Seit 35 Jahren träumt Lüneburg von einer Veranstaltungshalle, erst sollte es die Nordlandhalle werden, dann das Audimax und jetzt Lüner Rennbahn.

        Man kann ja nur von Glück sagen, dass der Kreistag nicht über Mars- und Mond-Missionen entscheiden will. Lg jj

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  21. Ulf Reinhardt schreibt:

    Auch Jens Böther schließt sich heute lt. LZ-Berrichterstattung an und sagt: „Wir brauchen diese Arena“.

    Und Malte Lühr von der LZ weiß auch schon vor Klärung der Baukosten und einem entsprechenden Kreistagsbeschluss „Einzig vernünftig ist weiterzubauen“.

    Dann frag ich mich nur noch: Wozu brauchen wir denn überhaupt einen Kreistag, demokratisch gewählte Vertreter und transparente Entscheidungsstrukturen, wenn die notwendigen Beschlüsse viel besser von Landratskandidaten und LZ-Redakteuren getroffen werden können, während sich diese noch nicht einmal zu einer entsprechenden Begründung ihrer Position genötigt sehen?

    Also, „diese Arena wird gebaut und sie ist so viel wert, wie sie eben kostet“. (F.J. Kamp).

    Es sei denn, die Mehrheit unserer Vertreter im Kreistag kommt doch noch zu einem anderen Ergebnis oder die Kommunalaufsicht ändert die Spielregeln.

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