Lüneburg kommt tatenlos zum Titel „fahrradunfreundliche Stadt“

Der Klassiker: Links und rechts wurden die Bushaltestellen und die Radwege erneuert, aber die letzten rund zwanzig Meter zur Kreuzung vor der Herderschule, ein wirklich vielbefahrener Radweg, wurden ausgespart. Lüneburger Stummel-Fördertopf-Sanierung pur.

Lüneburg, 9. Juli 2019

Der Radler ist um die 60, grünes Polo, kurze Hose, stramme Wade. Am Alten Eisenwerk ist er auf dem rechten Radweg zügig unterwegs, dann blickt er unvermittelt kurz nach links auf die Straße, auf die Autos, macht eine fahrige Handbewegung und wechselt auf die Fahrbahn. Weil der erste Autofahrer nicht bremst, weil er die überraschende Absicht nicht gleich errät, gerät der Radler schwer in Rage und wechselt gleich noch schimpfend auf die Abbiegespur zum Ilmenau Center. Und ich, ein überzeugter Radfahrer, frage mich: Wie ist der nur zu so einem angriffslustigen Pedalritter geworden?

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum es in Lüneburg so viele Rüpel auf Rädern, so viele Verkehrsregel-Verächter gibt? Also mehr als im Durchschnitt? Ein paar sind unverbesserliche Rad-Rowdys. Die Masse wird gezwungen, weil Lüneburg eine fahrradunfreundliche Stadt ist und auf Sicht bleibt.

  • Von Fahrradstraßen können Lüneburger nur träumen.
  • Wer einen Stadtring für Radfahrer wie für Autofahrer fordert, wird für größenwahnsinnig erklärt.
  • Fahrradfahrer werden in Lüneburg gezwungen, schlechte Radwege zu benutzen oder sich von Autofahrern wild gestikulierend anmachen zu lassen. Die haben die Lufthoheit auf dem Asphalt. Sie haben ja ihre Blechrüstung.
  • Dass man auch da von Autofahrern weggehupt und angeschrien wird, wo man als Radfahrer auf der Straße fahren darf, zum Beispiel auf der Bleckeder Landstraße, ist Tagesgeschäft auf zwei Rädern.
  • Wenn saniert wird, dann im Rhythmus von Fördertöpfen wie an Bushaltestellen und Zufahrten. Oder Investoren zahlen das Asphalt-Patchwork. Diese Lüneburger Stummel-Sanierung ist legendär: Auf wenigen Metern entsteht plötzlich einen Radweg de luxe. Danach bleibt der Weg Schlaglochpiste. Das jüngste Beispiel ist an der Herderschule zu bestaunen (siehe Foto oben). Da fehlen vielleicht zwanzig Meter, um den seltenen Fall eines durchgehend neuen Radweges zu komplettieren. Aber nicht in Lüneburg.
  • Die Stadt hat Verkehrsschilder und Laternenmasten, wahlweise auch Straßenbäume auf Radwegen installiert, damit man sich auch mal im Slalom versucht.
  • Autofahrer halten Radspuren auf Straßen oft für Parkplatzmarkierungen.
  • Autofahrer blockieren an Einmündungen gerne die Radfurt, damit sie bessere Sicht auf den Verkehr haben, und zucken mit den Achseln, wenn ein Radler einen Bogen um die Stoßstange fahren muss. War ja nicht so gemeint.

    Für Lastenräder und Fahrradanhänger gibt es in der Innenstadt viel zu wenig Abstellfläche.

  • Lastenfahrräder werden in Lüneburg beworben, damit man schöne Fotos machen kann. Doch wo man sie im Stadtkern abstellen kann, ohne drei Parkplätze zu blockieren, darüber macht sich keiner Gedanken. Mit einem Radanhänger sieht es ähnlich ausweglos aus.
  • Dass man in Lüneburg mal auf einem Radweg in beide Richtungen fahren soll und das dann andernorts wieder verboten ist, das folgt einer ganz eigenen Philosophie.

Links der Radstreifen auf der Fahrbahn, recht die Markierung kurz angedeutet, doch hinter der Bushaltestellt soll es wohl wieder auf den Radweg gehen – oder?

  • Dass es auf der Hude auf der einen Seite einen Radstreifen auf der Fahrbahn gibt, auf der anderen aber nur einen Stummel-Streifen, der im Nirwana endet, versteht bestimmt nur der, der es veranlasst hat. Gleichzeitig ist der völlig zerklüftete Radweg überall dort, wo ein Auto aus einer Ausfahrt rollen könnte, wunderbar saniert.
  • Dass über gravierende Veränderungen zugunsten der Zweiräder meist nur geredet wird, ist nicht mal die Schuld des neuen Radbeauftragten allein. Um „Radfahren first“ in der City umzusetzen, ein Ziel, das sich die Stadt vor mehr als 25 Jahren mit dem Verkehrsentwicklungsplan gesetzt hat, ist ein ganzes Dezernat nötig. Das schaffen keine Einzelkämpfer in einer Verwaltung.
  • Dass Werben fürs Radeln allein nicht ausreicht, um die Lage zu verbessern, sondern auch knallharte Verbote für Autos nötig sind, wird vermutlich noch eine Generation dauern. Denn es knirscht dann natürlich nicht nur im politischen Gebälk.

Kurzum: Lüneburg hat sich den Titel „fahrradunfreundliche Stadt“ verdient – völlig tatenlos. Und das ändert sich nur durch Taten, nicht durch Worte. 

Hans-Herbert Jenckel

Über jj

Journalist, Dipl.-Kaufmann
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76 Antworten zu Lüneburg kommt tatenlos zum Titel „fahrradunfreundliche Stadt“

  1. Gunnar Homann schreibt:

    Exzellenzinitiative

    Ein Basti Heilmann braucht kein Geld.
    Es reichen ihm Ideen.
    Wenn über ihm das Dach einfällt,
    Ihm beinah auf die Zehen,

    Dann stellt er dort ein Lastrad hin
    Und sammelt darin Regen.
    So kriegt das Loch im Rathaus Sinn,
    Dem Fachbereich ein Segen.

    Dann kauft er noch zwei E-Bikes mehr
    Und bildet damit Cluster.
    Herr Althusmann schätzt derlei sehr.
    Und jetzt her mit dem Zaster!

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  2. Otto Berg schreibt:

    Zum klimaschonenden Arena-Verwendungsvorschlag von Georg Sommer: https://blog-jj.com/2019/07/09/1904/#comment-7451

    Auch das SPD-AfD-Projekt „3D-Campus Lüneburg West“ bietet wieder die typische Mischung aus laut polternder Ahnungslosigkeit, tricksenden Überrumpelungsversuchen und angeberisch behaupteten Förderkulissenschieberei-Kompetenzen; diesmal für ein Unternehmen, über dessen lokale Zukunft ganz andere Leute (und aus völlig anderen Gründen) entscheiden werden als die, welche in den substanzlosen Werbesprüchen von Frau Schröder-Ehlers und den Herren Mädge, von Mansberg, Bonin, Kamp, und dem unvermeidlichen Nahrstedt genannt oder vorgeschoben werden.

    Audimax, Arena, 3D-Campus … Ein Betonierexzess sozialdemokratischer Geltungssucht verwüstet die finanziellen Ressourcen und Handlungsmöglichkeiten unseres Gemeindeverbandes.

    Siehe dazu auch den aufschlussreichen Artikel von LZ-Redakteur Dennis Thomas: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/2599872-hickhack-um-3d-campus

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  3. Robinha Hoodie schreibt:

    Aggression und Altruismus sind nahe Verwandte:

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  4. Andreas Janowitz schreibt:

    Nachdem ich gerade die wohl sinnloseste Ampelkonstruktion (Erbstorfer Landstr.-Lüner Weg [Neubau(!)]) in Aktion erfahren durfte, muss ich fragen: sind wir hier alle Patienten?
    Ich kann mich gar nicht daran erinnern, das es bei meinem letzten Besuch auf der Geschlossenen so voll war? Oder gibt es hier irgendwo gepanschte Drogen von denen ich nichts weiss?

    Der Kostenposten der dieses Machwerk verbrochen hat gehört zeitnah gestrichen. Das ist selbst für einen Ampel-Vertreter eine ein wenig zu freche Steuergeldverschwendung.

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    • Florian König schreibt:

      Umgangssprache:

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      • Andreas Janowitz schreibt:

        Man kann demente Fehlentscheidungen natürlich auch noch verteidigen und absolut widersinnige „Planung“ lobhudeln. Im grossen wie im kleinen wurde in den letzten 15 Jahren rein gar nichts sinnvolles entschieden, höchtens reagiert, wenn die Windel mal gar zu voll war.
        Aber was soll man im Altenheim Bundesrepublik anderes erwarten? Gelebte Demenz wohin man schaut. Hauptsache die nächsten paar Jahre überstehen, irgendwie. ^^

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  5. Georg Sommer schreibt:

    „Dutzende deutsche Städte haben in den vergangenen Wochen den ‚Klimanotstand’ ausgerufen. Damit verpflichten sie sich, bei jeder ihrer Entscheidungen zu prüfen, wie diese sich auf das Klima auswirken – und ob es eine klimafreundlichere Möglichkeit gibt. Hinzu kommen etliche konkrete Beschlüsse. So will Bochum Mauern durch Hecken ersetzen, Dächer begrünen und den Anteil erneuerbarer Energien bis 2025 auf siebzig Prozent hochschrauben. In Kiel wird in der kommenden Woche ein klimaneutrales Klärwerk vorgestellt. (…) Auch Köln, Düsseldorf, Wiesbaden, Saarbrücken und Erlangen haben den Klimanotstand erklärt. Zuletzt kam vor wenigen Tagen die Gemeinde Wörthsee im Landkreis Starnberg hinzu. (…) In Konstanz beschloss die Stadt sogar, die bald vierzig Jahre alten Heizungen in Schulen doch lieber sofort durch ’topmoderne Energieversorgung‘ zu ersetzen – statt, wie ursprünglich geplant, erst noch die ‚restlichen, insgesamt nicht sehr hohen‘ Schulden abzubauen.“ (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung von heute, Seite 1)

    Die Notstandserklärungen haben auch damit zu tun, dass der Klimawandel die Städte besonders hart trifft. Während der Hitzewelle der vergangenen Woche hat sich das wieder deutlich gezeigt. „In Städten ist es normalerweise zwei bis drei Grad wärmer als im Umland“, sagt der Umweltmeteorologe Andreas Matzarakis vom Deutschen Wetterdienst. „Deshalb sind sie vulnerabler. Das wird in Zukunft noch stärker spürbar werden.“ Er rät den Städten, sich außer mit klugen Hitzeaktionsplänen für akute Extremsituationen langfristig vor allem beim Bauen auf den Klimawandel einzustellen. Besonders wichtig: „Genug beschattete Flächen – und nicht alles zubetonieren.“ (loc. cit.)

    Aber die Stadt Lüneburg sowie die Gemeinde Reppenstedt planen die schmale verbliebene Frischluftschneise im Grüngürtel zwischen ihren Gebieten mit einem 20 ha großes Gewerbe- und Wohngebiet zu bebauen. Um das „kommunikativ“ zu kompensieren sind nun mit dem „Leitbild für die Radverkehrspolitik der Hansestadt Lüneburg 2030+“ wünschenswerte Vorhaben für die über-übernächste Ratsperiode in güldene Worte gegossen und mit viel Reklametamtam den geduldigen Schubladen des eifrigen Auf- und Zuschiebens überantwortet worden.

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    • Klaus Bruns schreibt:

      was halten sie davon, wenn das geplante silicon valley zwischen reppenstedt und lüneburg auf den lüneburger flugplatz gebaut wird? mädge möchte ihn doch schließen, oder? der wind kommt doch überwiegend aus nord- west oder süd-west.

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      • Georg Sommer schreibt:

        Herr Bruns, die für die bisher durchgespielten Zwecke unbrauchbare Multimillionenruine an der Lüner Rennbahn wäre die geeignete Umgebung. Da die Bionic Production AG mit ihrem 3D-Druck nahezu vollständig auf virtuelle oder digitale Arbeitsplätze setzt, ist um deren Maschinenpark herum nichts überflüssiger als großflächiger Parkraum, analog ertüchtigte Verkehrsführung oder umfangreiche Werkswohnbebauung.

        Was Lüneburgs und Reppenstedts kommunale Vertreter immer noch nicht begriffen haben: Eine „Magnetwirkung der Bionic Production AG“ wird es in der realen Welt nicht geben. Wieso sollen sich Startups sowie kleine und mittelständische Unternehmen, die mit Hilfe des 3D-Drucks entwickeln und produzieren, im Lüneburger Westen ansiedeln? Die können ihre Prozesse von jedem Standort auf dem Globus in Echtzeit steuern. Kein Mensch zieht nach Lüneburg oder Reppenstedt, wenn er auf dem Sofa liegen und dabei seine Aufgaben genausogut von Hawai, Neuseeland oder Hitzacker aus erledigen kann. Auch für die technischen Studiengänge der Leuphana Universität Lüneburg bieten sich keinerlei Anknüpfungspunkte. Wenn Oberbürgermeister Mädge, Ex-Samtgemeindebürgermeister Josef Röttgers und Reppenstedts Gemeindedirektorin Susanne Stille faseln: „Auf den Flächen in Lüneburg könnten die Firmen entstehen und in Reppenstedt der Wohnraum für die Angestellten“, dann beweisen sie damit nur, dass an ihnen das Verständnis für die veränderten Formen und Regeln modernen Arbeitens vollständig vorbei gegangen sind.

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    • Wolfgang von Polheim schreibt:

      Die Befragung ist abgeschlossen. Rund 1300 Personen nahmen an der Befragung teil. Die Ergebnisse werden jetzt ausgewertet und im August auf der von Ihnen verlinkten Seite bekanntgegeben.

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  6. Kevin Schnell schreibt:

    Das kennen Radfahrer:

    Autos parken auf Radfahrstreifen wie hier am Ochtmisser Kirchsteig, dann heißt es ausweichen. „Lassen sich solche Situationen durch eine bessere ‚Verkehrsplanung‘ vermeiden?“ Das fragt sich nicht nur LZ-Redakteur Ulf Stüwe.

    Reichen die „innovative“ Überarbeitung von „Leitlinien für Radverkehrsstrategien“ im 25-Jahre-Takt? Bringen es zwei Stunden lange Referate „über Probleme, Ziele und Maßnahmen im Lüneburger Radverkehr“ im Abstand von Vierteljahrhunderten? Kurz: genügt ein Leben in der longue durée historisch gewordener Planungsschleifen? Oder muss es auch irgendwann zur Tat, zur Realisierung solcher Planungen kommen?

    „Was soll das ganze Gerede, Sie versuchen, uns hier Dinge schönzureden“, entfuhr es einem der Teilnehmer, nachdem Sebastian Heilmann, der Radverkehrsbeauftragte der Stadt, am Montag auf Einladung des regionalen Ablegers vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) im Glockenhaus die künftigen Wohltaten der Stadt in Sachen Radverkehr erläutert hatte.

    Das berichtete Herr Stüwe gestern in der Landeszeitung: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/2597730-zwischen-kritik-und-kooperation

    Aber nicht als „Stachel im Fleisch“, wie ein Teilnehmer die Rolle des VCD verstanden wissen wollte, sondern als „Kooperation auf Augenhöhe“ habe Hans-Christian Friedrichs, Reppenstedter und VCD-Landesvorsitzender, abschließend die Zusammenarbeit mit der Stadt bezeichnet. Und auch mit Lob habe er nicht gespart: „Hier in Lüneburg ist schon ganz viel passiert.“

    Es wäre schön (und würde den Verdacht entkräften, bei der Floskel von der „Kooperation auf Augenhöhe“ handelte es sich nicht nur wieder um eine Reppenstedt-typische „inhaltslose Worthülse“ (OVG-Richter Sören Claus), welche ganz persönliche Adabei-Eitelkeiten kaschiert), wenn Herr Friedrichs hier im Blog einmal an Beispielen konkret erläutern würde, was genau im einzelnen denn über Notreparaturen von Witterungsschäden und das Crayonieren und Anpreisen von Hochglanzkonzepten hinaus für die „Entwicklung der Fahrradstadt“ in Lüneburg „schon ganz viel passiert“ ist!

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    • jj schreibt:

      Lieber Herr Schnell, ich konnte leider nicht zur Veranstaltung kommen, Herr Friedrichs hatte mich eingeladen, mit Herrn Heilmann zu diskutieren. Dann hätte ich erklärt, dass es ein dickes Ding ist, 25 Jahre VEP (Autos raus aus der Innenstadt, Vorfahr für Fußgänger, Radfahrer und Busse) mit Klein-Klein fürs Rad zu verschwenden, dann eine Strategie 20xx aufzulegen und schließlich von „Vision Zero“ zu reden. Genau das ist die Gefahr — zu viel Theorie. Einfach mal einen Rad-Ring um die Innenstadt legen: Ochsenmarkt, Neue Sülze, Salzstraße, Wallstraße, Haagestraße oder Kalandstraße, Bei der St. Johanniskirche, Ilmenaustraße, Brodbänken, Markt. Das wäre eine Ansage, die einen Systemwechsel anzeigen würde – mit jeder Menge Ärger. 1991 hatte der Rat den Mut gegen viel Widerstand, den VEP zu verabschieden. Heute regieren die Hasenherzen. Da ist natürlich nicht der Herr Heilmann Hauptschuldiger, der ist ja erst ein Jahr dabei. Am besten fand ich den Marburger Radverkehrsplaner im Artikel von Ulf Stüwe: „Radfahrer überschreiten keine Regeln. Und wenn doch, wart die Planung falsch“. Schönen Abend.

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      • Andreas Janowitz schreibt:

        Wobei die Innenstadt noch das kleinste Mienenfeld ist?! Wenn nicht quasi jeder dort eine „Ausnahmengenehmigung“ bekäme wäre dort schon fast ein Radring möglich? Auch Neue Sülze und Salzstrassen werden quasi von jederman einfach als Durchgangsstrasse genutzt? Eine Anekdote: letzte Woche bog ich von Auf dem Harz rechts in die Sülztorstrasse und musste zwei Kleinwagen (Lupo+Clio) von Bei der St. LAmbertiekirche kommend Vorfahrt gewähren? Das waren nichtmal Ausrede-PKW wie Caddy oder sonstige Pseudotransporter. Und die Herrschaften kamen garantiert nicht mit 30km/h dahergetuckert, sondern sind mit 50+ unterwegs gewesen…

        Was die Anarchie auf den Strassen grundsätzlich noch befördert sind die vergleichsweise laschen Strafen. In der Schweiz wird einem Raser das Auto schonmal weggenommen und versteigert oder renitente PKW Fahrer bekommen ihr Fahrzeug stumpf vor Ort stillgelegt, aber das nur nebenbei.

        Das Verkehrskonzept lässt sich grundsätzlich auch nicht ohne PKW Führung stemmen? Ich wohne ausserhalb und muss zum Glück nicht all zu oft in die Innenstadt. Nutze dementsprechend auch keine Busse und bin angesichts des dann und wann erfahrenen Chaos auch abgeschreckt genug. Was für Lüneburg obendrauf verschärfend hinzukommt: alle Verkehrsteilnehmer drängen sich auf der Strasse. Es gibt ,auch für die Radfahrer ,keine Alternative zur ebenerdigen Verkehrsführung, womit der Kollaps zu den Stosszeiten vorprogramiert ist. Es gibt eben nur die Fläche X, um die sich alle balgen (müssen). Ich bedaure die Pendler, die jeden morgen zum Bahnhof müssen. Denn auch die Busse wollen auf der Strasse durchkommen…
        Lüneburg ist eben an der Schwelle wo weitere Verdichtung ebenerdigen Verkehrs nicht mehr möglich ist?!

        Vergleichbare Städte verfolgen offensichtlich (mit Erfolg) konsequente Strategien z.B.
        https://www.regensburg.de/fm/121/gutachten_neuaufstellung_radverkehrsplan_regensburg.pdf

        Mit folgendem Ergebnis:
        https://www.regensburg.de/leben/verkehr-u-mobilitaet/fahrrad/foerderung-des-radverkehrs

        Inwieweit neuere Konzepte besprochen wurden werden SIe hoffentlich noch preis geben?

        Dementsprechend: Wie Sieht es mit einer Verbindung Illmenaustr.-Friedenstr aus? Stufen schneiden dort eine Verbindung ab? Der Abhang wurde seit Jahren nur durch einen Trampelpfad erschlossen? Meines wissens wurde auch eine schlichte Anbindung von der Friedenstr. an die Willy-Brandt-Str verschlafen? So könnte Last von den Hauptverbindungen und Chaoskreuzungen genommen werden? Alle die vom Bahnhof kommen müssen über die Chaoskreuzungen um den Schifferwall?! Es gibt keine direkte Verbindung vom Bahnhof über den Lösegrabenweg zum Treidelweg??? Der Wasserstand ist regelbar?! Wieso gibt es da keine Radbrücke von der Bastion? Nein da muss so eine 100 mio Fatamorgana nochmal zig tausende Gutachtenkosten fressen?! Das ist nichtmal halbherzig, das ist einfach nur Arbeitsvermeidung durch Pfuschen? Und mit Pfuschen kenne ich mich wirklich aus.

        Ich weiss ja nicht was die klugen Herrschaften in ihren Meetings so besprechen, aber angesichts der betäubten PKW Führung kann ich da nur Mariacron-Kaffee Machenschaften erkennen?! Ich krieg nichtmal Geld dafür und bekomme in so einer wüsten Triade sinnvollere Dinge auf die Kette?! Wäre das nicht so traurig könnte es lustig sein.

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      • ezwoh schreibt:

        Sie treffen den Nagel auf den Kopf: 28 Jahre wurden weitestgehend mit Klein-Klein fürs Rad verschwendet. Wenn man mit der Ausweitung der Fußgängerzone so wenig getan hätte, bestünde sie noch heute nur aus Bäcker-, Grapengießer- und Kuhstraße – zwischenzeitlich so mit Granit aufgehübscht wie sie es heute sind. Lüneburg erstickt werktags tagsüber in einem weitgehend vermeidbaren KFZ-Verkehr. Da wäre der Rad-Ring um die Innenstadt (den nicht nur Sie fordern) eine erste Maßnahme, die wenig kostet, aber viel bewirken könnte: Die im VEP 1990 verkündete Vorfahrt für den Radverkehr auf Straßen, die schon heute starke Einschränkungen für den KFZ-Verkehr haben, könnte mehr zum Radfahren motivieren.
        Wenn dann auch noch die Parker auf Radwegen abgeschleppt werden, wird Radfahren noch sicherer.
        Für beide Maßnahmen braucht man übrigens keine App…

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      • Marlene Hanke schreibt:

        Die „App“ ist nur als Nebenerwerbsprodukt des geschäftstüchtigen Herrn Heilmann in die städtische Präsentation gelangt. Die Notwendigkeit von deren Finanzierung ist dem Oberbürgermeister und den Ratsmitgliedern sicher einfacher zu verkaufen als die des Radrings um die Innenstadt.

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  7. jj schreibt:

    Am 9.Juli ist der Blog hier erschienen, der Ärger im Rathaus war groß, das Echo im Radvolk aber auch. Darauf folgte am 18. Juli folgende Pressemitteilung, die vieles erklärt. Es werden halt immer große Pakete geschnürt, daran muss man sich jetzt messen lassen. Ich bin sehr gespannt und bleibe am Ball

    PM der Stadt

    Hansestadt bringt ganzheitliches Radverkehrskonzept auf den Weg

    (sp) Lüneburg. Das Thema Radfahren treibt Lüneburg um. Ein Großteil der Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern an die Hansestadt dreht sich immer wieder um die Wegeführung von Radrouten, um Bedarfsampeln oder um Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. Häufig wird dabei kritisiert, die Hansestadt tue zu wenig für Radfahrer. Dabei gibt es mit der „Radverkehrsstrategie 2025“ bereits seit dem vergangenen Jahr eine ganze Mappe von Einzelvorhaben zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur, die die Hansestadt nach und nach umsetzen wird. „Was uns bisher fehlte, ist ein integriertes Konzept, das klare Ziele benennt, die über die Sanierung einzelner Radwegeabschnitte hinausgehen“, erklärt Sebastian Heilmann vom Bereich Nachhaltigkeit und Mobilität. Dieses Konzept liegt nun als Leitbild „Radverkehrspolitik Hansestadt Lüneburg 2030+“ vor.

    Drei Oberziele, so Sebastian Heilmann, sind darin formuliert: „Erstens wollen wir 30 Prozent des realen Verkehrsaufkommens auf das Rad verlagern, zweitens soll die Infrastruktur so sicher werden, dass sie schwere Fahrradunfälle vermeiden hilft, und drittens wollen wir durch das Reduzieren von Emissionen für sauberere Luft sorgen.“ Diese Ziele will die Hansestadt durch ganzheitliche Ansätze in der Verkehrsplanung und -steuerung erreichen. So liegt der Fokus in puncto Sicherheit auf den Knotenpunkten, an denen sich Unfälle mit Fahrradbeteiligung häufen. „Fahrradfreundliche Ampelschaltungen werden hier eine zentrale Rolle spielen“, so Sebastian Heilmann, und auch das Thema Fahrradparken soll neu gedacht werden: Bahnhof, Innenstadt, aber auch das Parken in den Quartieren werden in den Blick genommen und ausgebaut. „Gerade auch für Lastenräder und Räder mit Anhängern werden wir zeitnah Parkmöglichkeiten im Innenstadtbereich ausweisen, insbesondere in der Nähe zum Wochenmarkt.“

    Befragungen mithilfe von Wegeprotokollen sollen darüber hinaus Aufschluss über das Radfahrverhalten der Lüneburger geben, um künftige Wegstrecken daran auszurichten und zu optimieren oder gegebenenfalls gezielt umzuleiten. „Hierbei könnte beispielsweise eine App hilfreich sein, in die wir bevorzugte Radrouten einspeisen können, Stichwort Umwegefreiheit“, erklärt Sebastian Heilmann. „Ein weiterer Aspekt ist die Verzahnung der verschiedenen Mobilitätsformen. Wir denken da an sogenannte Mobilitätsstationen, die Bus, Rad, Leih- oder Lastenräder und Carsharing an einem Ort bündeln.“ Einige Versuche hierzu gibt es bereits – zum Beispiel in der Thorner Straße, wo eine Carsharing-Station in direkter Nähe der Bushaltestelle eingerichtet worden ist. „Ergänzen wollen wir das perspektivisch auch noch durch eine Stadtrad-Station.“

    „Um eine umweltfreundliche Mobilitätskette ohne Unterbrechungen zu schaffen, müssen wir den Radverkehr als zentralen Mobilitätsbaustein begreifen“, sagt Verkehrsplaner Sebastian Heilmann. „Der klassische Blick sah den Radverkehr eher als einen Begleitaspekt der Straßenplanung. Mit dem neuen Strategiepapier zeigen wir, dass wir als Stadtverwaltung umdenken und den größeren Zusammenhang in den Blick nehmen.“ Das gehe nicht von heute auf morgen, deshalb konzentrierten sich die ersten Umsetzungsideen auf das sogenannte Vorrangnetz, das den Innenstadtring sowie die Hauptradrouten in Richtung Stadt umfasst. Hier werden die Hauptachsen Uelzener Straße und Bleckeder Straße völlig neu gedacht und auch die Dahlenburger Landstraße sowie die Hamburger Straße in größeren Abschnitten verändert werden, wo dringender Handlungsbedarf besteht.

    „Wir wissen, dass der durchgehende Verkehr relativ sicher ist, Gefahren entstehen meist an Kreuzungen oder Grundstückseinfahrten. Wenn wir also sichere Routen mit möglichst wenigen Unterbrechungen herstellen können, sind wir schon mal ein ganzes Stück weiter. Anfangen wollen wir mit einem Radfahrstreifen in der Uelzener Straße, den wir bereits 2020 realisieren können. Mit dieser großen Fülle an Maßnahmen leiten wir die nächste Stufe der Entwicklung des Radverkehrs in Lüneburg ein“, ist Sebastian Heilmann sich sicher. Unter anderem sind auch jene praktischen Untersuchungen zur Radverkehrsinfrastruktur in die jüngsten Strategien der Hansestadt eingeflossen, die Prof. Dr. Peter Pez vom Institut für Stadt- und Kulturraumforschung der Leuphana Universität im vergangenen Jahr recht prominent angestellt hatte.

    Für interessierte Bürgerinnen und Bürger hat die Hansestadt die Internetseite http://www.hansestadtlueneburg.de/radverkehr eingerichtet. Hier finden sich weiterführende Informationen sowie die Papiere zur Radverkehrsstrategie 2025 und zum Leitbild Radverkehrspolitik 2030+ zum Nachlesen.

    BU: Radverkehr mitgedacht: Im Rathaus und im Rat der Stadt ist man sich dessen bewusst, dass eine sinnvolle Radverkehrsstrategie einen ganzheitlichen Denkansatz erfordert.

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    • Daniela Mielchen schreibt:

      Ja, danke!

      Pausbäckige Ankündgungslyrik, wie man sie in Lüneburg schon seit dreißig Jahren, von Zeit zu Zeit mit den aktuellsten PR-Wendungen aufgehübscht (neu „gedachte“ Straßen; warum nicht mal „neu deliberierte Straßen“?), geboten bekommt.

      Zu dieser vokabelweichen Eloge des über Dekaden in die Zukunft vorausgreifenden auf die eigene Schulter Klopfens hatten Herbert, Udo und Andreas schon vor vier Tagen einiges angemerkt. Ab hier: https://blog-jj.com/2019/07/09/1904/#comment-7389

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      • ezwoh schreibt:

        Vor fünfundzwanzig bis dreißig Jahren hat sich in Lüneburg bei der Verkehrspolitik noch viel bewegt – Stichwort „Verkehrsberuhigung“. Wo sich viel zu wenig getan hat, ist in der Tat die Infrastruktur für Fahrradfahrer. Fast ausnahmslos zu schmale (häufig auch in katastrophalem Zustand befindliche) Wege laden nicht zum Umstieg aufs Fahrrad ein. Wir brauchen eine Flächenumverteilung der Verkehrsflächen, die sich über die ganze Stadt erstreckt.

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  8. Klaus Bruns schreibt:

    Hier ein Beispiel, wie es funktioniert. Radentscheid in München: Stadtrat stimmt für Umsetzung.
    https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-radentscheid-stadtrat-mehrheit-1.4537436

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  9. G. Werner schreibt:

    Herbert Diess, der Vorsitzende des Vorstands der Volkswagen AG (655.722 Mitarbeiter, 235,8 Mrd. EUR Umsatz 2018), im Juni 2019 bei Lanz:

    „Ich glaub‘, dass der Klimawandel wirklich die größte Bedrohung der Menschheit ist, die wir vielleicht jemals hatten.“ (Vgl.: https://youtu.be/OYOySuHUN10?t=485)

    Diese Woche gab es auf der journalistischen Plattform T-Online.de, wo es vor allem um starke Meinungen und Videos geht, die auf meinem Huawei P10 Lite nie richtig laden, ein Shareable, nämlich einen Text von Raphael Thelen, der Text heißt „Verdammt, die Welt geht unter“ (https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/krisen/id_86126254/klimawandel-verdammt-die-welt-geht-wirklich-unter-und-zwar-bald.html). Darin geht es um den Klimawandel und dass es fünf nach 12 ist, aber auch um Ferienhäuser in Brandenburg und nachhaltige Hochzeitsfeiern mit lieben Freunden. Mit dem Text geschah genau das, womit man rechnen kann, wenn man einen Text mit solchen Features ins Internet hochlädt: Es wurde gescreenshotted, beschimpft, kommentiert, retweetet und angezeigt. Twitter hat getan, was Twitter tun muss. Ich fand das Opinion Piece vom Thelen wegen der genannten Features sehr lustig, aber es erinnerte mich auch an die untenstehenden „Was wäre, wenn“-Überlegungen von Andreas Janowitz: Was wäre denn jetzt eigentlich, wenn es das Klima, so wie wir es kennen, wirklich nicht mehr gibt? Wenn es plötzlich echt 2 oder 4 oder 10 Grad Celsius wärmer wird?

    Ich glaub‘, dem Klima ist egal, wie cool ein Text geschrieben ist.

    Meine Meinung!

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    • Andreas Janowitz schreibt:

      Sie vergessen dabei, das die 1 Mrd. € von VW kaum genügen dürfte, eine stat(d)tliche Rad- und Tretrollerinfrastruktur durch die urbanen Verdichtungsräume Lüneburgs zu fräsen?! Dieser Bock ist geschossen…

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      • Irmelie Schröder schreibt:

        Man sollte vielleicht auch nicht immer so übertreiben! Ein Fachmann, der es wissen muss, unterrichtete Ritter von seinem Geiste (u. a. in der niedersächsischen CDU) schon 2012, die Idee der „globalen Erwärmung“ sei VON und FÜR die Chinesen erfunden worden, um die Wettbewerbsfähigkeit der US-Wirtschaft zu beeinträchtigen:

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  10. Frank Heike schreibt:

    Sehr geehrter Herr Heilmann,

    in der niederländischen Stadt Utrecht gibt es jetzt Bushaltestellen für Bienen!! (https://www.stern.de/neon/vorankommen/nachhaltigkeit/nachhaltigkeit–utrecht-hat-jetzt-bushaltestellen-fuer-bienen-8800698.html)

    Hollandrad-Enthusiastin und Stern-Autorin Denise Fernholz hat drei Jahre im Nachbarland gewohnt und sich schon damals gefragt: Wieso gibt es sowas nicht bei uns?! Die Stadt hat mehr als 300 Haltestellen-Dächer bepflanzt, um es den Insekten so angenehm wie möglich zu machen. Und die Bienen sind begeistert. „Das ist super! Und sehr umweltfreundlich. Denn jetzt müssen wir nicht mehr fliegen oder mit dem Pedelec herumheizen, sondern können unentgeltlich den öffentlichen Nahverkehr nutzen – das Klima wird es uns danken“, sagt eine Biene. „Und jetzt entschuldigen Sie mich bitte, sonst verpasse ich meinen Bus.“

    Auch Vögel wollen sich stärker für den Umweltschutz engagieren. Wie ein Sprecher der Wirbeltiere mitteilte, leiden immer mehr Nomaden der Lüfte unter Flugscham und orientieren sich um: „In Zukunft nehmen wir die Bahn! Immerhin sind wir Zugvögel!“

    Darüber, wo Jörn Krack, Michael Zeinert und Sie sich rumdrücken, während unsere Mobilitäts-Zukunft mit pfiffigen Ideen an der Oudegracht gestaltet und bei Blog.jj unter der Oberaufsicht von Klaus Bruns diskutiert wird, können Denise Fernholz und ich natürlich nur spekulieren: https://www.stern.de/familie/leben/maenner-verbringen-sieben-stunden-pro-jahr-auf-dem-klo—um-ihre-ruhe-zu-haben-8379672.html

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  11. Georg Werner schreibt:

    Der VW-Dieselbetrug (Manipulationen seit 2005, Aufdeckung September 2015) hinterließ einen Scherbenhaufen – und eine Milliarde Euro für Niedersachsen. Das Geld ist überwiesen. Das Land hat es schon vollständig verplant. Kommt es dem Ausbau von Fahrradstraßen in Lüneburg zugute?

    Nein! Kein einziger Cent. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums fließen 350 Millionen Euro des Bußgeldes in Breitbandausbau und Digitalisierung. Das sogenannte Sondervermögen für den Ausbau von hochleistungsfähigen Datenübertragungsnetzen und für Digitalisierungsmaßnahmen sei auf eine Milliarde Euro aufgestockt worden – 350 Millionen Euro davon stammten von VW . Weitere 100 Millionen Euro sind zudem früheren Angaben zufolge für die Tilgung von Altschulden bestimmt.

    200 Millionen Euro der VW-Milliarde fließen in die Sanierung und den Neubau von Krankenhäusern – laut Sozialministerium sollen vom laufenden Jahr an bis 2022 jährlich 50 Millionen Euro dafür verwendet werden. Kürzlich beschlossen wurden für 2019 Investitionen von 120 Millionen Euro an 19 Klinikstandorten sowie die Förderung eines Neubaus in Delmenhorst mit voraussichtlich 150 Millionen Euro; anteilig stammt das Geld aus der VW-Milliarde.

    Weitere 150 Millionen Euro sind für die Sanierung der Medizinischen Hochschule in Hannover und der Universitätsklinik in Göttingen bestimmt. 100 Millionen Euro werden zur Sanierung von Sportstätten genutzt, 80 Millionen Euro davon gehen an kommunale Sportanlagen, der Rest an Vereinsstätten.

    Weitere 100 Millionen Euro der VW-Milliarde schließlich plant das Umweltministerium für klimaschonende Maßnahmen im Verkehr ein. Minister Olaf Lies (SPD) kündigte kürzlich an, 20 Millionen Euro sollten dort eingesetzt werden, wo Stickstoffdioxid-Grenzwerte 2017 überschritten worden seien – also in Hannover, Oldenburg, Osnabrück und Hildesheim. Auch die Wasserstofftechnologie solle mit 40 Millionen Euro unterstützt werden, weitere 40 Millionen Euro fließen demnach in umweltfreundlichere kommunale Fahrzeugflotten.

    Siehe dazu: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/VW-Bussgeld-Eine-Milliarde-und-was-damit-passiert,vwmilliarde104.html

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  12. Irmelie S. schreibt:

    An diesen Anblick werden wir uns wohl gewöhnen müssen. So sieht es aus, wenn autonome Flugtaxis moderne Fahrradstraßen als Landebahn missbrauchen:

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  13. Herbert schreibt:

    „Radfahren first“ in der City umzusetzen, ist ein Ziel, das sich die Stadt vor mehr als 25 Jahren mit dem Verkehrsentwicklungsplan gesetzt hat. Seit einigen Tagen gibt es neue schöne Absichtserklärungen zur „Radverkehrspolitik“ für die nächsten zehn Jahre und mehr. (Denn „30+“ kann gut und gerne noch einmal 25 Jahre bedeuten): https://www.hansestadtlueneburg.de/PortalData/43/Resources/dokumente/stadt_und_politik/verkehr/radverkehr/Leitbilder_Radverkehrspolitik_2030_.pdf

    Derweil machen

    Ulrich Mädge:

    und

    Sebastian Heilmann:

    scham- und/oder gedankenlos Reklame für Elektrolastenesel und fabulieren dabei etwas vom „Kampf gegen den Klimawandel“.

    Wie widersinnig!

    Die Werbebotschaft, Fahrräder mit Elektroantrieb könnten dank geringer CO2-Emissionen helfen, das Weltklima zu retten, ist falsch. Auch die Werbung mit niedrigen Verbrauchskosten ist verlogen. Lithium-Ionen-Akkus sind in der Produktion teuer und energieintensiv. Lithium ist eine begrenzte Ressource, die nicht verschwendet werden sollte. Wer CO2 im Verkehr sparen will, sollte in erster Linie das Fahrradfahren fördern und nicht Radfahrern Zusatzantriebe schmackhaft machen!

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    • Andreas Janowitz schreibt:

      Oh Bitte! Das weltgrösste Lithiumvorkommen, die Salar de Uyuni, ist eine lebensfeindliche Salzpfanne auf 3.500 m Höhe?! Der Abbau dort wird niemandem die Lebensgrundlage entziehen? Ganz im Gegenteil!
      Niedersächsische Unternehmen sind zudem führend in der Wiederverwertung?
      https://www.duesenfeld.com/index_de.html
      Dieses querulatorische Gequengel ist ist nichts als renitentes Miesmachen.

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      • Herbert schreibt:

        Werden Sie von den Profiteuren des Raubbaus bezahlt?

        Die Lithiumgewinnung im Salar de Atacama (Chile) und im Salar de Uyuni (Bolivien) wirkt sich direkt auf die Wasserreserven aus. Denn die beiden Wüsten zählen zu den trockensten Gebieten der Erde, mit einer Niederschlagsmenge von 1mm alle 5 bis 20 Jahre in vereinzelten Gebieten.

        Die Förderung der Lake aus dem Grundwasser führt dazu, dass der Grundwasserspiegel sinkt und nicht nur die Flussläufe, sondern auch Wiesen und Feuchtgebiete austrocknen. Ursprüngliches Weideland geht verloren und dort nistende seltene Vogelarten sind bedroht. Die zahlreichen Lagunen, die dieses Ökosystem kennzeichnen, werden drastisch verändert. Und die ansässige, zum Großteil indigene Bevölkerung leidet unter Wassermangel. Grund dafür ist das gezielte Verdampfen des Wassers zur Erhöhung der Lithium-Konzentration in den Becken, ohne eine Vorkehrung, es aufzufangen oder wieder dem Grundwasser zuzuführen. Folglich sind Wiesen und Feuchtgebiete vom Austrocknen bedroht, was eine direkte Gefahr für fragile Lebensräume, nistende Vogelarten und ursprüngliches Weideland darstellt. So wird auch die Morphologie der Lagunen, die dieses Ökosystem kennzeichnen, drastisch verändert.

        Die für den Transport der Materialien auf dem Abbaugebiet und zu den Aufbereitungsanlagen verwendeten Lastwägen verursachen beträchtliche Luftverschmutzung.

        Ein weiterer Aspekt sind die Staubwolken, die bei der Lithium-Förderung entstehen. Dieser Staub beinhaltet hohe Mengen an Mineralien, insbesondere Lithiumcarbonat, welche in die Ortschaften (z.B. die Dörfer Socaire und Peine), auf Weideflächen und Schutzgebiete gelangen. Der Staub bringt Gesundheitsprobleme mit sich und verschmutzt Böden und Gewässer.

        Da Lithium ein unedles Metall ist, ist ein aufwendiger Prozess nötig, um es von anderen Stoffen zu trennen und wiederverwendbar zu machen. Aufgrund der sehr niedrigen Sammelquoten und der lückenhaften Abfallgesetzgebung in Europa landet Lithium großteils in Müllverbrennungsanlagen oder auf Deponien. Ursachen hierfür sind geringe und sehr unbeständige Marktpreise und die in Relation zur Primärproduktion hohen Recyclingkosten. Zudem ist Lithium giftig, hochreaktiv und leicht entflammbar, dadurch treten Schwierigkeiten beim Recycling auf. Für Hersteller von Lithium-Batterien ist dieser Prozess oftmals unwirtschaftlich, weshalb auf ein Recycling verzichtet wird. Die Folge: Die Nachfrage nach dem Abbau von Lithium bleibt ungebremst ungeachtet der ökologischen Nachteile, die damit verbunden sind.

        Mehr zum Thema: https://www.deutschlandfunk.de/lithium-abbau-in-suedamerika-kehrseite-der-energiewende.724.de.html?dram:article_id=447604

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      • Udo Hiller schreibt:

        „Der Abbau dort wird niemandem die Lebensgrundlage entziehen. Ganz im Gegenteil!“

        Ist das so?

        Bolivien baut u. a. Quinoa an. Der Quinoa-Anbau benötigt mineralhaltigen Boden und ein wenig Wasser. Für die Herstellung von einer Tonne Lithiumsalz werden zwei Millionen Liter Wasser benötigt. Da das Wasser in der Region aber schon jetzt knapp ist, wird befürchtet, dass durch die Lithiumgewinnung eine weitere Verknappung des Wassers entsteht.

        Die Experten des „Wuppertal-Instituts für Klima, Umwelt und Energie“ fassen nach Auswertung zahlreicher Studien die ökonomische und ökologische Situation der indigenen Bevölkerung der Region um den Salar de Uyuni wie folgt zusammen:

        „Rund um die Salztonebene hängt ein Großteil der Bevölkerung direkt und indirekt vom Salar de Uyuni für ihren Lebensunterhalt ab. Rund 46 Prozent der lokalen Bevölkerung arbeiten in der Landwirtschaft und Viehzucht. Für diese ist der Salar de Uyuni von entschei-dender Bedeutung, da er eines der wichtigsten Wassereinzugsgebiete der Region ist. Die lokale Landwirtschaf und Viehzucht sind für ihre Wasserversorgung auf dieses funktionierende Ökosystem angewiesen. Der Salar de Uyuni ist außerdem mit ca. 50.000 Touristen eine der Haupttouristenattraktionen Boliviens […] und ein fragiles Ökosystem mit vielen endemischen Arten […]. So bildet z. B. der Rio Grande, der größte Fluss der Region, auf den lithiumreichsten Teilen des Salar eine Lagune. Diese bietet vielen Vögeln einen wichtigen Lebensraum. Der Tourismus, von dem 23 Prozent der Bevölkerung leben, stützt sich auf diese unberührten Landschaften. Daneben leben weitere 12 Prozent der Bevölkerung direkt von der Salzernte. Die Auswirkungen der Lithiumproduktion auf das Ökosystem wären neben der Habitatzerstörung vor allem der Wasserverbrauch (durch das Anlegen von Verduns-tungsbecken) sowie Abwasser- und Luftverschmutzungen durch die chemische Aufbereitung des Lithiums. Die Wasserreserven der Salar de Uyuni gelten als nicht-erneuerbar, da sich das Grundwasser nur extrem langsam regeneriert. Außerdem herrscht in der Region schon heute Wassermangel […].“ (Quelle: Wuppertal Institut, Umweltbundesamt (UBA) (2010). „Rohstoffkonflikte nachhaltig vermeiden: Risikoreiche Zukunftsrohstoffe? Fallstudie und Szenarien zu Lithium in Bolivien (Teilbericht 3.3)“, https://www.adel-phi.de/de/system/files/mediathek/bilder/rohkon_bericht_3-3_bolivien_1_0.pdf, Seite 24)

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      • Andreas Janowitz schreibt:

        Herr Hiller,
        ihnen sind die ökologischen Folgen der Olympic Dam oder Grasberg Mine bekannt? Der giftigste nicht radioaktive Ort der Welt sind die Tailings der Teersandgruben in Alberta? Bergbauunternehmungen ziehen in der Regel schwerste Umweltzerstörung nach sich?
        Im Verhältnis dazu sind die ökologischen Folgen des Lithiumsoleabbaus gering.

        Und ja der ernorme Wasserverbrauch ist derzeit der einzige Grund, welcher einen Vollausbau verhindert.

        Insbesondere da LaPaz schon jetzt unter Wassermangel leidet. Die dahinschmelzende Andengletscher sind die einzige leicht zugängliche Wasserquelle, die übrigens auch den erwähnten Fluss speisen. All das ist mir bekannt? Auch das Subsitenzlandwirtschaft dort die einzige Überlebensmöglichkeit ist? Der Ort ist derart abgelegen und lebensfeindlich das nichts anderes möglich ist?
        Die Anreicherung über Verdunstung würde von Privatunternehmen favorisiert, weswegen solche eher ausgeschlossen werden sollten? Liesse sich der Wasserverbrauch reduzieren wäre ein wichtiger Schritt getan. Technische Möglichkeiten gibt es zu Hauf, nur würden Rio Tinto u.a. diese nicht einsetzen. Deren Raubbaumentalität ist zur genüge Bewiesen. Darüber hinnaus sorgt deren Ausschluss hier für den eigentlichen Wirbel?! Herr Moralez verfolgt ganz andere Ziele, als maximale Kurzfristrendite an Aktienmärkten, wesshalb „plötzlich“ der Lithiumabbau als so gänzlich unmöglich verfehmt wird.

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      • Udo Hiller schreibt:

        Hallo Herr Janowitz,

        haben Sie schon mal von „Whataboutism“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Whataboutism) gehört? Wenn die Oma Suse sagt, ihr Ohrensausen sei schlimm, dann ist es KEIN Gegenargument, sondern bloß eine vom Thema ablenkende Herabsetzung, wenn der Opa Siggi sagt, sein Zahnschmerz sei schlimmer.

        Herrn Herberts Hinweis auf das inkonsequente Gerede und Verhalten von Herrn Heilmann war weder „querulatorisches Gequengel“ noch „renitentes Miesmachen“, sondern angebrachte Kritik im Hinblick auf das gedankenlose Propagandageblubber unseres städtischen Fahrradbeauftragten: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/2595281-jeder-kilometer-auf-dem-fahrrad-zaehlt

        Und wie Sie und Herr Juan Evo Morales Ayma eigentlich dazu kommen, der lokalen bolivianischen Bevölkerung zu erklären, der Lithium-Abbau rund um den Salar de Uyuni, werde „niemandem die Lebensgrundlage entziehen, ganz im Gegenteil“, ist zumindest eine interessante Frage. Die erinnert mich irgendwie an Herrn Jair Messias [!] Bolsonaro, welcher den (nicht nachwachsenden) Regenwald abholzen lässt, um sich die örtliche brasilianische Bauernschaft gewogen zu halten, und darum der Weltgemeinschaft vor drei Tagen bekannt gab: „Der Amazonas gehört uns, nicht euch!“

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    • ezwoh schreibt:

      Das ist keine Verschwendung. Fahrradakkus sind tausendmal sinnvoller als mit hunderten Kilo Akkus vollgepackte Kraftfahrzeuge. Ich fahre kein solches Rad, sondern ein „normales“, dass nur mit meinen Füßen angetrieben wird. Es gibt aber viele, die nur mit Motorunterstützung (noch) Fahrrad fahren können. Da sind mir Fahrer von Pedelecs lieber als mit Zweitaktstinkermotor versehene Fahrräder mit Hilfsmotor (die es zum Glück kaum noch gibt) – ganz zu schweigen von den unzähligen PKW-Fahrern, die selbst für kürzeste Strecken in Lüneburg mit dem Auto herumkurven, statt aufs Fahrrad zu steigen.

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      • Herbert schreibt:

        Gesund ist nur das Radeln mit Muskelantrieb. Sollte es da hapern, ist das Pedelec vorübergehend sicher besser als die rußend dieselnde Verbrennungsmöhre. Trotzdem bleiben die Widersprüche in den rhetorisch vage euphemisierten Kampagnen von Sebastian Heilmann. (Einen konkret bezifferten Maßnahmen-, Budget- und Zeitplan für seine Ideenskizze kann er z. B. nicht vorlegen.) Und es bleibt die Tatsache, dass E-Mobilität KEINE zukunftsfähige Lösung der „Verkehrswende“ sein kann, da Aufwand und Ergebnis (Energiebilanz) nicht in ein ökonomisch und ökologisch vernünftiges Verhältnis zu bringen sind.

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      • ezwoh schreibt:

        Ein sehr großer wenn nicht der überwiegende Teil der Pedelec-Fahrer wäre ohne den Hilfsmotor nicht in der Lage, nennenswerte Streckenlängen mit dem Fahrrad zu fahren. Bei dieser großen Personengruppe geht das Bevorzugen des normalen Fahrrads ins Leere. Die würden sonst ein Auto fahren. Da sind mir Pedelec-Fahrer lieber.
        Bei der grundsätzlichen Ablehnung von jeglicher Elektromobilität fehlt eine Abwägung der Vor- und Nachteile. Dass „E-Mobilität KEINE zukunftsfähige Lösung der „Verkehrswende“ sein kann“ ist Ihre Meinung. Eine Tatsache ist es aber nicht. Wenn man die Energiebilanz von elektrischen Leuchtmitteln betrachtet, müsste man sie nach Ihrer Logik sofort abschaffen. Aber was dann stattdessen nehmen?
        Rohstoffabbau ist immer umweltbelastend. Über die Umweltschäden durch Rohstoffabbau kann man Berge von Büchern und Aufsätzen finden. Da ist das Lithium aus der Salar de Uyuni ein vergleichsweise harmloser Fall. Ob Sie ein Rad mit Aluminiumrahmen oder mit einem Stahlrahmen fahren ist in Bezug auf Umweltbelastung ein merklicher Unterschied. Erzförderung und -verarbeitung sind aber in beiden Fällen eine Belastung für die Umwelt. Es dürfte nur wenige Produkte geben, deren Herstellung keine Umweltbelastung darstellt.

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      • Sönke Barns schreibt:

        Elektrizität kommt nicht aus dem Wasserhahn. Die müssen Sie doch erst einmal erzeugen. Womit denn bitteschön? Wir reden über Jahrhunderte und über den Bedarf des gesamten Erdballs.

        Der Primärenergieverbrauch in Deutschland betrug 2018 rund 13.594 Petajoule (PJ). Davon gehen 2.700 PJ zu Lasten der Industrie und 2.755 PJ (also mehr!) zu Lasten des Verkehrs. (Umwandlungsverluste ca. 2.800 PJ.)

        1 PJ sind rund 278 Millionen Kilowattstunden (kWh)

        32 PJ = 8760 GWh = 1 Gigawattjahr (Energieabgabe eines 1-Gigawatt-Kraftwerks in einem Jahr)

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      • ezwoh schreibt:

        Elektrizität kommt in unserer Region unter anderem von Windkraftanlagen, die immer wieder angehalten werden, damit die Leitungen für Kohle- und Atomstrom genug Kapizität haben. Die häufigen Stillstände der Windkraftanlagen sind nicht wegen Wartungen oder zu wenig Wind. Da wäre also deutlich mehr „drin“.
        Im übrigen dürften Pedelecs beim Gesamtenergieverbrauch kaum ins Gewicht fallen. Vergleichsweise energiesparsame Mobilität wird anscheinend besonders gerne angegriffen.
        Wenn Sie richtig viel Primärenergieverbrauch einsparen wollen, lassen Sie das Fliegen sein. Dafür werden nämlich ganz andere Energiemengen verbraucht.

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      • Herbert schreibt:

        Was ist mit dem Wasserstoffverbrennungsmotor?

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      • Claas Tobinski schreibt:

        Für Fahrräder?

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  14. Karen Lüders schreibt:

    Durch JeJe‘s Instagram-Welt fuhr gestern ein Güterzug, der gar nicht enden wollte.

    Wenn so ein erzener Bandwurm minutenlang durch Deutsch Evern ballert, fühlen die Ohlhagens die Erde beben. Und die Bundestagsabgeordnete Julia Verlinden ist der Meinung, von Wind und Sonne produzierte Energieträger ließen sich mit deutlich weniger Lärm transportieren: https://www.instagram.com/p/Bz9BT6-lXF5/

    Demgegenüber „betonte“ Andrea Schröder-Ehlers schon vor vier Jahren: ,,Die Fortführung des dreigleisigen Ausbaus von Lüneburg nach Uelzen erscheint mir als ein gangbarer Kompromiss“. (https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/216684-deutsch-evern-schiene-oder-supermarkt)

    Wann werden luftgepolsterte (gern im 3D-Druck auf dem neuen Wohn- und Denk-Campus im Grüngürtel West hergestellte) Lastenfahrräder solche Schwertransporte für die Anwohner im Landkreis Lüneburg erträglich machen?

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  15. Klaus Bruns schreibt:

    Die neuesten Nachrichten von der Fahrradfront: Am Wochenende :13 Fahrräder geklaut. Wer sein Fahrrad liebt, der schließt es in Lüneburg im Moment lieber doppelt und dreifach an. Wozu dann Radwege bauen? schmunzeln. Quellenangabe : Lünepost

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  16. Klaus Bruns schreibt:

    https://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/radfahrer-und-abgase-feinstaub-verkuerzt-lebenszeit-a-824534.html
    tja, radfahren in einer stadt ist eben ungesund. die stadt lüneburg sorgt mit ihren radwegen dafür, dass weniger rad gefahren wird und die menschen länger leben dürfen. was spricht dagegen?schmunzeln.

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    • ezwoh schreibt:

      Werter Herr Bruns, lesen Sie bitte den Artikel bis zum Ende durch. Man erfährt dort nämlich, dass das Radfahrern durch andere Faktoren die Lebenserwartung um ein Vielfaches der von Ihnen benannten Verkürzung durch Abgase und Feinstaub verlängert. Wer regelmäßig Fahrrad fährt, lebt also deutlich länger – trotz der schlechten Luft an Hauptverkehrsstraßen.
      Man könnte aber die Belastung der Atemwege verringern, wenn man die Radverkehrswege nicht unmittelbar an stark befahrenen Straßen, sondern parallel dazu führt – z.B. Bachstraße statt Dahlenburger Landstraße. Das erfordert einen grundlegenden Umbau des Verkehrsnetzes. Sonst wird es von Radfahrern nicht angenommen.

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      • Klaus Bruns schreibt:

        ezwoh
        gratuliere. ich habe gehofft, dass es hier wenigstens einer es tut. zu ende lesen, bevor hier die nächste attacke geritten wird. ich habe es nämlich auch getan. was sagt uns also dieser artikel? bewegung ist wichtiger als feinstaub? wer es glaubt , sollte sich bewegen, oder? und wenn die gaswolke noch so groß ist. der glaube soll ja bekanntlich sogar berge versetzen. schmunzeln.

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  17. jj schreibt:

    Der Kommentar erreichte mich von Bernd Schäfer-Witte

    E-Mail-Adresse: mabewit@web.de

    Kommentar: Sehr geehrter Herr Jenckel, Glückwunsch zum Artikel in der LZ zum Thema “ lüneburg fahrradunfreundliche Stadt“. Ich hoffe Sie ( vielleicht auch die LZ ) greifen weiterhin diese Thematik auf, denn es gibt in LG ja noch viele Baustellen bezüglich einer Farradfreundlichen Stadt. Ich persönlich fahre häufig über die Bardowicker Straße in die Stadt und finde die Situation dort mittlerweile recht gefährlich . Das ist aber nur eine von vielen sehrvunübersichtlichen und kritischen Stellen .
    Viel Erfolg für die weitere Arbeit – vielleicht kann ich zukünftig etwas zur Recherche beitragen . Mit freundlichen Grüßen B. Schäfer – Witte

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    • M. Fabian schreibt:

      Wenn Ministerialrat a. D. Dr.-Ing. Rudolf Breimeier bei der Recherche mitmachen möchte, schlagen Sie´s ihm bitte nicht ab. Vier Augen sehen mehr als zwei und auch von Bad Bevensen aus lassen sich diskussionswürdige Varianten für Lüneburg und Umgebung entwickeln. Eingleisigkeit schadet nur. Besonders, wenn man bestrebt ist, das Hinterland anzubinden.

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  18. Fudo schreibt:

    Hallo Herr Jenckel,
    haben Sie schon einmal versucht, mit dem Fahrrad von der Bastionstraße nach links in die Stöteroggestraße (nicht umgekehrt!) abzubiegen? Die Stadt behauptet allen Ernstes, daß dort für Linksabbieger eine normgerechte Radverkehrsführung markiert sei. Allein, ich konnte sie trotz intensivster Suche nicht finden. Vielleicht haben Sie mehr Glück?

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    • jj schreibt:

      Ich erkenne da auch nichts. Der Radweg auf der Straße endet in der Kurve Richtung Hindenburgstraße, dann muss man auf irgendwas wie einen kombinierten Rad-Fußweg ohne Markierung fahren, dann über zwei Ampeln, dann auf dem Gehweg oder der Straße in der Stöteroggestraße. Kurz: Es gibt gar keine Radführung, es sei denn ins Nirwana. Lg jj

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  19. Achim Scholze schreibt:

    Es gibt nichts Schlimmeres als die Fahrradwege beidseitig der Soltauer Straße zwischen Oedemer und Hasenburger Weg!

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    • jj schreibt:

      Die sind schlimm, aber Dahlenburger und Bleckeder (unten)stehen da nicht nach

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    • Fudo schreibt:

      @ Achim Scholze: Die „Radwege“ sind auf diesem Abschnitt zum Glück nicht benutzungspflichtig. Die Fahrbahn ist breit, übersichtlich und ohne Unebenheiten. Fahrzeugführenden sollte die Wahl, auf welchem Straßenteil man bequemer und sicherer fährt, nicht schwerfallen.

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      • Hans-Werner Schluchter schreibt:

        Obacht, laut Bußgeldkatalog muss Achim Scholze nämlich mit 20 bis 35 Euro Bußgeld rechnen, wenn er dabei erwischt wird, dass er einen Radweg – und zwar gleichgültig davon, wie dessen Zustand sich nach seiner subjektiven Einschätzung darstellt – nicht benutzt, obwohl dies durch die Verkehrszeichen 237, 240 oder 241 angeordnet ist. Die Höhe des Bußgeldes hängt davon ab, ob Herr Scholze andere Verkehrsteilnehmer behindert, gefährdet oder gar in einen Unfall verwickelt hat, weil er der Radwegebenutzungspflicht nicht nachgekommen ist.

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  20. Jo schreibt:

    Hallo Herr Bruns, hallo Herr Hilsen,

    hier sehen Sie Professor Bonins auf EU-Förderkulissen spezialisierte Ingenieurshündin Laika bei der Ausarbeitung von Antworten auf Ihre vielen sachdienlichen Fragen und Erläuterungen:

    Ein Interview mit Hermann Knoflacher, Verkehrsplaner der Technischen Uni Wien, deutet an (was die KfZ-freie neue Mitte im Millionen Euro-Sanierungsgebiet um Rathausplatz und Gellersen-Haus bestätigt), dass Verkehrsfragen auch in Reppenstedt längst nicht mehr in erster Linie vom Auto aus gedacht werden: https://www.youtube.com/watch?v=o1wq_UhC6cQ

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  21. Karsten HIlsen schreibt:

    (Benutzungspflichtige) Radwege sind /kein/ Kennzeichen für Fahrradfreundlichkeit.
    Im Gegenteil:
    Radwege schließen RadfahrerInnen von der Nutzung des größten Teiles des Verkehrs-Infrastruktur aus.
    Die allgemeine Radweg-Benutzungspflicht wurde wesentlich damit begründet, dass man zu den Olympischen Sommerspielen 1936 Deutschland als verkehrstechnisch fortschrittliches Land darstellen wollte

    „Zeigen wir [zur kommenden Olympiade 1936] dem staunenden Ausländer einen neuen Beweis für ein aufstrebendes Deutschland, in dem der Kraftfahrer nicht nur auf den Autobahnen, sondern auf allen Straßen durch den Radfahrer freie, sichere Bahn findet.“
    (Presseerklärung des Reichsverkehrsministeriums zur Einführung der allgemeinen Radwegebenutzungspflicht in der RStVO vom 1. Okt. 1934)

    Radwege gehören seitdem als wesentlicher Inhalt zum Konzept der „Autogerechten Stadt“.
    Dieses Konzept hatten die Nazis, (wie auch die Auobahnen) keineswegs erfunden, aber mit allen Mitteln des totalitären Staates weiterentwickelt und ,wo immer Möglich, umgesetzt.
    Nach dem Ende der Nazidiktatur wurde dieses Konzept von /den selben/ Bürokraten bruchlos in der Bundesrepublik weiterverfolgt.
    Anders als manch andere willkürliche Nazi-Gesetzgebung zum Radverkehr wurde die allgemeine Radwegbenutzungspflicht immerhin im Jahre 1997 wieder abgeschafft.
    Die Umsetzung dieser willkürlichen Nazi-Regelung wird aber bis heute von vielen Bürokraten nach kräften sabotiert.

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    • Karsten Hilsen schreibt:

      Entschuldigung: Es muss natürlich heißen:
      „Die Umsetzung /der Beendigung/ dieser willkürlichen Nazi-Regelung wird aber bis heute von vielen Bürokraten nach kräften sabotiert.“

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  22. Anke schreibt:

    Herzlichen Dank für diesen sehr richtigen und wichtigen Artikel!
    Einzig stimme ich als Innenstadtbewohnerin, die oft Rad fährt, häufig zu Fuss geht und ab und an auch mal Auto fährt, damit nicht überein, dass es so viele „Fahrrad-Rüpel“ gibt: Am gefährlichsten sind immer noch die Autofahrer… Das denken übrigens auch so manche Fussgänger: Würden sie so unbefangen auf einer Autostrasse laufen, wie sie es auf einem Radweg tun? 😉 Das stört mich aber als Radfahrer nicht so sehr, auf die Fussgänger nehme ich gerne Rücksicht (bin ja oft selbst einer) Es wäre wünschenswert, wenn es generell mehr Rücksichtnahme auf die Menschen, die sich im öffentlichen Raum bewegen, gäbe. Ganz im Sinne einer menschenfreundlichen, und nicht autofreundlichen, Stadt.

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  23. R. Walter schreibt:

    Radfahren fängt also an, wieder Mode zu werden. Wo jedoch im Zusammenhang mit Urlaubsreisen (zwischen Kaarßens Milchhof an der Laaverstraße und Dorette Kühns Ferienwohnung an der Wohlenbütteler Straße) vom Radfahren die Rede ist, gerät der Fürsprecher leicht in die Rolle eines Naturapostels. Warum eigentlich?

    PRO:

    1. Von allen Verkehrsmitteln ist das Fahrrad zweifellos das billigste.

    2. Radfahren ist gesund.

    3. Das Tempo des Radfahrers bewegt sich noch innerhalb natürlicher Grenzen (wie sie zum Beispiel durch einen guten Läufer gesetzt werden).

    4. Der Radfahrer sieht noch etwas von der Strecke, die er fährt.

    5. Der Radfahrer kennt weder Fahrplan- noch Parkprobleme.

    6. Ein Fahrrad zu reparieren, kann auch der technisch Unbegabteste noch lernen.

    CONTRA:

    1. Der Radfahrer ist jedem Wetter so gut wie schutzlos ausgesetzt.

    2. Der Radfahrer ist auch so gut wie schutzlos gegenüber dem motorisierten Straßenverkehr.

    3. Mehr als sechzig Kilometer am Tag kann sich ein ungeübter Radfahrer nicht zumuten. Für lange Strecken (Rehlingen-Artlenburg) braucht man also mit dem Fahrrad viel Zeit.

    4. Am Heinser und am Wilseder Berg ist Radfahren höchst anstrengend bis unmöglich.

    5. Jedes Kilo Gepäck muß der Radfahrer selber fortstrampeln.

    6. Der Radfahrer wird weder im Verkehr noch in den Rast- und Gaststätten für voll genommen.

    7. Zweisamkeit – Sehnsucht und Geheimnis so vieler Urlaubsreisen – pflegt sich schlecht auf einem Fahrrad.

    CONCLUSIO:

    Eigentlich sind es doch alles ziemlich traurige Gründe, die gegen die Urlaubsreise mit dem Fahrrad sprechen. Wir verzichten darauf: weil wir keine Zeit mehr haben oder das Urlaubserlebnis nur in weiter Ferne finden zu können glauben; weil uns die Autos wo nicht gleich mit ihren Kotflügeln, so doch dauernd mit ihren Auspuffgasen bedrohen; weil der Portier des Grand-Hotels einer Ohnmacht nahekäme, wenn ein Gast mit dem Fahrrad vorführe. Sind wir – wenigstens diejenigen von uns, deren Kräfte durchaus noch reichen zur Fortbewegung eines Fahrrads und die sich auch vor einem Regenguß nicht fürchten – vielleicht ganz schön blöd? Nun ja: manche von uns schließen einen gar nicht so blöden Kompromiß und nehmen ein zusammenklappbares Fahrrad im Kofferraum ihrer Limousine mit.

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  24. Godeke Klinge schreibt:

    Seit 41 Jahren lebe ich nun in Lüneburg und bin oft und viel mit dem Fahrrad (auch mit dem Auto) in der Stadt unterwegs. An manchen Stellen hat sich Positives getan, aber im großen und Ganzen sind die Radwege so schlecht wie eh und je. Der beste Einfall seit Jahren ist die gute Nord-Süd-Verbundung über den Lünepark-Lösegraben-Weg. Ansonsten fast überall kaputte Teer-Wege voller Flicken, oder Betonpflster, das sich seit vielen Jahren bereits wieder punktuell absenkt. Fast allen ‚Radwegen‘ ist gemeinsam: sie sind viel zu schmal, 80 cm ist schon Luxus, manchmal sind es nur 40 cm. Den Versprechen und Beteuerungen der Verantwortlichen glaubt -leider- kein Mensch mehr…

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  25. Marc Ogrowsky schreibt:

    Ich kann dazu nur sagen, dass viele Radfahrer, gerade vom Bahnhof in Richtung Innenstadt, wie die letzten Menschen fahren! Egal, ob sie rot und die Autofahrer grün haben, wird einfach über die Straße gefahren, ohne auch nur zu schauen! Wenn dann mal ein Autofahrer hupt, wird dazu noch gepöbelt. Es betrifft keinesfalls ALLE Radfahrer. Manche Autofahrer und Fußgänger sind auch nicht besser. Aber dadurch, dass die Radfahrer einfach viel schneller sind als Fußgänger, sieht man sie manchmal trotz mehrfachen Schulterblick nicht oder erst sehr spät.

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    • Fudo schreibt:

      Sind Sie sicher, daß Sie die Radfahrerstreuscheibe meinen und nicht die für Fußgänger? Passiert mir an dieser Kreuzung nämlich auch ständig, dass ich von offenbar farbschwachen abbiegenden Autlern angehupt und angepöbelt werde, weil diese die rote Fußgängerstreuscheibe nicht von der grünen Radfahrerstreuscheibe daneben unterscheiden können. Und von einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit für Radfahrende ist mir in Lüneburg nichts bekannt.

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  26. Andreas Janowitz schreibt:

    Die lüneburger Verkehrsführung ist ein Kuriositätenkabinett. Dafür muss man nichtmal von einem gestressten Amtmann über eine vielbefahrene Kreuzung hinweg angebrüllt werden, man solle sofort vom Rad steigen, weil man gerade 5 m auf der falschen Seite fährt. Zumal morgens um 10 nach 6 das Ende der Nachtschicht bei beiden arge Kratzer im Nervenkostüm zeitigt. Die unfreiwillig komisch anmutende Willkürlichkeit der Radwegeführung hat nun den einzig vernünftigen Titel errungen.

    Die 7 Ampeln auf 3km (beginnend Kreuzung Willy-Brandt-Strasse/Friedrich-Ebert-Brücke zur Uelzener Str. hin) dürften Bundes- zumindest Landesweiter Rekord sein. Ich hab mich schon länger gerfragt, ob die Herrschaften besoffen waren, als die sich dieses üble Flickwerk ausdachten, oder doch nur unfähig. Wobei ich mir bei der Universitätsalle noch nicht sicher bin ob nicht beides zutrifft. Die 200m sind einfach nur die schlechtest mögliche Lösung aus Fahrad- und PKWführung. Normalerweise begegnen mir nur auf der Arbeit solche Unzumutbarkeiten aus „keine Ahnung“ und „ich muss es selbst nie machen“, wären es nicht Steuergelder, die da sinnlos verbrannt würden, wäre es ein gelungener Scherz in Sachen „da haben wir den falschen Befördert“- aber dieses Machwerk sollte man einfach nur wieder abreissen?!

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  27. Klaus Bruns schreibt:

    bitte nicht wundern, wer fahrradwege braucht, braucht auch politikvertreter, die dieses ebenfalls wollen. wer aber geld verbrät , wie es ständig in lüneburg betrieben wird, hat eben kein geld für radwege. man stelle sich vor, zur arena fahren alle mit dem rad. ob dann die vorgesehenen stellplätze reichen werden? oder sind die stellplätze nur für autos gedacht? darf man auf einem stellplatz, für autos gedacht, auch ein fahrrad parken? oder muss es dazu einen motor haben? was ist mit elektrorollern , wo stehen lassen?

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  28. DOB schreibt:

    Eigenverantwortlichkeit und Regelbefolgung.
    Hat die Mobilitätserziehung versagt oder sie ist einfach nur verschwunden? Mobilität ist einwichtiger Bestandteil im Leben eines jeden Menschen. In den letzten 100
    Jahren ist das Bedürfnis, den Bewegungsspielraum des Menschen zu erweitern, in einem
    gewaltigen Ausmaße gestiegen. Die rasante Technologieentwicklung führt zu einer
    Schnelllebigkeit unseres Zeitalters.
    Eine uneingeschränkte Mobilität führt aber auch zu Belastungen für Mensch und Umwelt.
    Besonders unerfreuliche Begleiterscheinungen sind dabei Kollisionen, Unfälle und
    Katastrophen.
    Verkehrserziehung als Sicherheitserziehung im öffentlichen Leben? Hat die Schule versagt? Oder ist die EGO-Erfahrung als Lebensweisheit der Verkehrsgewinn?

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  29. Wolfgang Buetow schreibt:

    Es stimmt, ich finde es sogar streckenweise noch krasser als von dir beschrieben, einfach lieblos, zum Beispiel die Aufstellung von Schildern auf ohnehin schon engen Radwegen in Kurven, mich wundert dass nicht noch mehr Unfälle von Radfahrern passieren. Ansonsten kenne ich, wie viele andere sicher auch, aus unterschiedlich Perspektiven, mit dem Auto fallen mir natürlich auch zunehmend Radfahrer auf, die zum Teil (sicher auch mitunter motorisiert) ziemlich schnell und aggressiv unterwegs sind, als Radfahrer erlebe ich häufige freche Vorfahrtsverletzungen und das bis auf den Radweg vorfahren, aus Seitenstraßen, kommt nahezu täglich vor, das mit den 1,5m Abstand zum Radfahrer wird kaum eingehalten. Ein gut ausgebautes Netz von Fahrradwegen würde sicher vieles entspannen. Die E-Bikes werden mehr und die E-Roller kommen ja jetzt auch noch hinzu.

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  30. Diana schreibt:

    Ich kann dies leider auch nur bestätigen… mit Kind ist es auch nicht besser zum Teil sogar recht gefährlich. Von 1,5m Abstand beim Überholen, darf man träumen.
    Aber auch die Radfahrer untereinander sind manchmal ziemlich unaufmerksam. Kein klingeln beim Überholen und Rechtsfahrgebot – was ist das?! Naja, es gibt sicherlich vieles zu bemängeln, aber gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer wäre auch schon mal ein ganz guter Anfang. LG Diana

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  31. Bernhard Wittvogel schreibt:

    „SPD in Stadt und Kreis: Wir brauchen die vélocipèdale Bicicletta-Offensive!“ Kürzlich machte die örtliche Parteijugend Vorschläge für die Fahrradstadt der Zukunft:

    Friedrich von Mansberg richtete Mitte April den Blick auch auf die Lüneburger Verkehrsdiskussion: „Klimaschutz ist das zentrale Thema unserer Zeit, auf globaler wie regionaler Ebene. Deswegen denken wir als SPD die [innerstädtischen] Verkehrsfragen […] nicht in erster Linie vom Auto aus. Neben einer für den Regelfall ausreichenden Anzahl von Stellplätzen vor Ort sollten wir uns vor allem darum kümmern, die Anbindung für Fußgänger und Radfahrer und ÖPNV zu verbessern. Eine Fußgänger- und Fahrradbrücke über die Ilmenau [zum Beispiel] verbessert […] die Anbindung von Adendorf an die Hansestadt.“ Und Andrea Schröder-Ehlers sekundierte: „Wir brauchen darüber hinaus einen Shuttle-Service [für Shopper und Sightseer], der emissionsarm und kostenfrei angeboten werden kann. In diesem Zusammenhang streben wir ein Modellprojekt E- oder Wasserstoffbusse an. Dafür wie für den Bau der Brücke sind überdies Fördermittel einzuwerben.“ (Quelle: https://spd-lueneburg.de/aktuell/nachrichten/2019/524600.php)

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  32. Jörg Kohlstedt schreibt:

    Ach ja, und wenn wir im Artikel immer mal wieder „Radfahrer“ durch „Menschen mit Behinderung“ ersetzen, er wäre ebenso hochaktuell.
    Und Sie haben so Recht. Zwischen „das darf ich“ und dem gesunden (noch, bevor es zum Unfall kommt) Menschenverstand scheint eine Hürde zu sein. Ein Fahrradstreifen ist eben kein Fahrradweg, also gibt es suizidinteressierte Fahrradfahrer, die diese Streifen gerne meiden. Stöteroggestr. z.B. Gerne ohne Licht, gerne mit Kopfhörern ( haben die eigentlich die Funktion von Helmen?), gerne mit Handy am Ohr ( ist in Flensburg punktbelastet), gerne mit Volltempo.
    Und die ausgesparten Fahrradwege, ja, da grüßt Schildbürgen.

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    • ezwohe schreibt:

      Werter Herr Kohlstedt, sie scheinen die Stöteroggestraße nur als Autofahrer zu benutzen. Wenn Sie ein einziges Mal mit dem Fahrrad da auf dem (nicht benutzungspflichtigen, viel zu schmalen miserablen) Radweg runtergefahren wären, wüßten Sie warum der von vielen gemieden wird. Das sind nicht nur die zweifellos auch vorhandenen Rüpel auf Fahrrädern. Alle als „suizidinteressierte Fahrradfahrer“ zu bezeichnen ist an Zynismus kaum zu überbieten. Da wird der schwächere Verkehrsteilnehmer für Rücksichtslosigkeit der Stärkeren verantwortlich gemacht. Was Sie damit propagieren ist Faustrecht, nicht unser geltendes Verkehrsrecht. Denken Sie bitte noch einmal darüber nach.

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    • Karsten HIlsen schreibt:

      Sehr geehrter Herr Kohlstedt,
      Das Überholen ist in §5 der Strassenverkehrsordnung geregelt.
      Könnten Sie bitte ausführen, wie RadfaherInnen auf der Stöterogge-Str. oder andereswo gefährdet werden können, wenn Autofahrer sich an diese -und andere- Regelungen der STVO halten?

      Gefällt 1 Person

    • Fudo schreibt:

      Hallo Herr Kohlstedt,
      gehören Sie auch zu den Autofahrern, die mich jede Woche auf der Stöteroggestraße mit knappstmöglichem Abstand überholen, dabei die Hupe als Lieblingsspielzeug entdeckt haben und gleichzeitig seltsame unverständliche Urlaute aus dem Beifahrerfenster herausbölken? Kennen Sie auch nur Ihre private Stammtisch-StVO und nicht jene, die im Bundesgesetzblatt steht? Jene, die weder ein Kopfhörerverbot noch ein allgemeines Fahrbahnverbot für Radfahrende kennt und die Rad fahrende nicht mit behinderten Menschen gleichsetzt? Dann sollten Sie vielleicht mal über eine freiwillige Nachschulung in Straßenverkehrsrecht nachdenken. Ich bin sicher, die Polizeidienststelle Ihres Vertrauens kann Ihnen geeignete Seminare empfehlen. Es wäre doch schade, wenn eines Tages die Justiz die charakterliche Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeugs in Zweifel zöge und entsprechende Maßnahmen anordnen müßte…

      Gefällt 1 Person

  33. e2hae schreibt:

    Hallo Herr Jenckel,
    Sie haben etwas ganz wichtiges vergessen:
    Die Autorüpel haben Sympathisanten unter denen, die eigentlich dagegen vorgehen müßten. In Lüneburg werden Rüpeleien von Autofahrern stillschweigend geduldet und nicht verfolgt.
    Das Zuparken von Rad- und Gehwegen, Mißachtung des Vorrangs von Fußgängern und Radfahrern werden als Grundrecht der Autofahrer angesehen.
    An der Einmündung des Pulverwegs in die Dahlenburger Landstraße sind für diese Zeitgenossen nicht die Autorüpel schuld, sondern die Radfahrer, die so „dreist“ sind, dort ihre Vorfahrt in Anspruch zu nehmen.
    Eingeschränkte Halteverbote – z.B. an der Neuen Sülze – werden großzügig als Parkplätze behandelt. Falschparker werden nie abgeschleppt – auch nicht bei Verkehrsgefährdung.
    Auf all das hat der Radverkehrsbeauftragte keinen Einfluß. Er hat die derzeitigen Zustände so übernommen und ist überdies weisungsgebunden. Kritisieren sie bitte den, der das alles seit 1991 zu verantworten hat.
    Bevor weitere Verbote gefordert werden, die dann auch nicht durchgesetzt werden, sollten zuerst einmal die geltenden Regeln für den Straßenverkehr auch in Lüneburg durchgesetzt werden.

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