„Superbotschaft“ vom neuen Landrat zur Elbbrücke oder nur halbe Wahrheit

Lüneburg, 24. Juni 2019

Bisher nur eine Fata Morgana, die Elbbrücke bei Neu Darchau, wenn sie denn finanzierbar und gerichtsfest wird, könnte frühesten in der zweiten Hälfte der 20er Jahre gebaut werden.

Superbotschaft für den Bau der Elbbrücke: das Land gibt 75% Förderung, Mecklenburg-Vorpommern 1 Mio € und heute neu die Zusage von unserem Wirtschaftsminister Bernd Althusmann: es kommen 6 Mio € zusätzlich vom Land Niedersachsen aus einem Sondertopf.. So dicht dran waren wir noch nie! Jens Böther hat die Messlatte für sich schon früh hoch aufgelegt. Den  Post oben, garniert mit ein paar Kraftmeier-Emojis, setzte der neue Lüneburger Landrat schon einen Tag vor seiner Wahl bei Facebook ab.

Böther hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er in der ersten Reihe der Brückenbefürworter steht. Als Landrat hat er nun nur noch einen Versuch. Scheitert er, wäre gleich das erste Versprechen, das erste Hurra ein Flop.

 Ja, der Landkreis Lüneburg könnte 75 Prozent der Kosten für eine Elbbrücke bei Neu Darchau vom Land bekommen. Gemeint sind damit aber 75 Prozent der förderfähigen Kosten, das sind nicht 75 Prozent der gesamten Baukosten von der Planung bis zur Einweihung. Und ja, es gibt darüber hinaus eventuell eine Million aus Mecklenburg-Vorpommern. Zumindest eine mündliche Zusage soll gemacht worden sein. Und ja, Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann könnte die Brückenpläne, wenn sie denn Baureife erlangen, noch mit ein paar zusätzlichen Millionen unterfüttern.

Allerdings sind alle jüngeren Versuche gescheitert, auch bei der Bundesregierung aus irgendwelchen Sondertöpfen „Deutsche Einheit“ noch Millionen an die Elbe zu ziehen. Das gehört auch zur Wahrheit. Die Grünen im Landtag haben zu den Kosten aktuell eine Anfrage an die Landesregierung gestellt. 

 Und ja, es bleibt dabei, ob diese Brücke gebaut wird, steht weiter in den Sternen. Denn erst 2019 beginnt die genauere Planung, und selbst die größten Optimisten wie Minister Althusmann kalkulieren sechs bis acht Jahre ein, bis der erste Spaten in den Elbaue-Sumpf gerammt wird. Je nachdem, welche Gerichtsverfahren anhängig sind, welche Überraschungen der Naturschutz mit sich bringt, schließlich wird der Beton in einem Biosphärenreservat, in einem Natura 2000-, einem Vogelschutzgebiet angemischt.

Die Baukosten, das ist ein altes Spiel, klettern von Jahr zu Jahr. Anfang 2019 lag der Index bei plus fünf Prozent. Konservativ über sechs Jahre gerechnet und ohne weitere Steigerung sind das auf der Basis von heute 70 Millionen im ersten Jahr 3,5 Millionen mehr, im nächsten Jahr dann fünf Prozent von 73,5 Millionen und so weiter. Kurz: Der Landkreis Lüneburg als Bauherr ist gut beraten, wenn er mit rund 95 Millionen Euro kalkuliert. Das heißt aber auch, dass er, Stand heute, zwischen 20 und 25 Millionen Euro selber beisteuern muss.

 Und das ist recht und billig, schließlich wird er so viel auch für die Arena Lüneburger Land investieren. Nur dass die Unterhaltungskosten für die Brücke nach wenigen Jahren wahrscheinlich einen Tick höher sein werden als die jährlichen Arena-Zuschüsse, die ebenfalls nicht ohne sind. Und die muss der Landkreis zahlen, weil er sonst gar keine Förderung bekäme. Beide, Arena und Brücke, sind finanzielles Grundblei, da saufen andere Projekte schon im Ideenstadium ab.

 Angesichts der Zeiträume und der Unwägbarkeiten, von denen wir reden, wäre es aber auch recht und billig, Pendler nicht bis 2026 warten zu lassen. Dann sollte der Landrat sich jetzt dafür einsetzen, dass eine Fähre angeschafft wird, die auch bei Niedrigwasser übersetzt. Den Wirtschaftsminister hat er auf seiner Seite, der sieht auch: Den Menschen muss jetzt geholfen werden. Ganz unabhängig davon, ob die Brückensehnsüchte jemals erfüllt werden. Sicher ist, bis dahin wäre die Niedrigwasserfähre längst abgeschrieben und hätte bessere Dienste geleistet als Fensterreden von Politikern.

 Hans-Herbert Jenckel

 

 

Über jj

Journalist, Dipl.-Kaufmann
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25 Antworten zu „Superbotschaft“ vom neuen Landrat zur Elbbrücke oder nur halbe Wahrheit

  1. Sandra Kolnik schreibt:

    „Bernds & Böthers Bleckeder Brüderschaftsbrücke“ sollte die neue Elbquerung heißen und ihre Trassen sollten mitten durch den bisherigen Amtssitz des frisch gekürten Landrates, die Kleinstadt zu beiden Seiten der Elbe im Landkreis Lüneburg, verlegt werden. Welcher Ort wäre geeigneter, um mit dem dann rund um die Uhr von Ost nach West und zurück von Wendewisch nach Neu Wendischthun orgelnden Schwerlastverkehr etwas anzufangen als Jens Böthers schönes Bleckede und sein Umland?

    Auf dem Mittelrhein gibt es zwischen Koblenz und Mainz auf rd. 80 Flusskilometern auch keine feste Querung. Diese „die-Elbe-ist-nach-wie-vor-eine-Grenze“-Rhetorik der Böther, Hoppes und Althusmänner ist unsachlich. Wer sich einmal eine Deutschlandkarte ansieht, wird sehen, dass Neuhaus oder Brahlsdorf keineswegs „abgeschnitten“ sind. Das stimmt einfach nicht.

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  2. Klaus Bruns schreibt:

    Jürgen Miedel
    sie kennen die geschichte mit dem phönix,der aus der asche kam? bücher werden immer neu geschrieben.
    Phönix aus der Asche – Mut-Mach-Gedicht
    Risse und Schäden an Fassaden und Mauern
    gehen zu tief, um zu überdauern
    das ständige Rumoren und die Attacken
    von innen und außen und der Kinnhaken.
    Die Dämme brechen, hoch spritzt der Fluten Gischt
    die mörderische Welle, sie hat dich erwischt.
    Eisig umspült japst du nach Leben und suchst seinen Sinn;
    wie ferngesteuert und fremd ist es in dir drin.
    Und doch, sieh, hinter der Welle liegt (d)ein weites Land
    hoff, kämpf und schwimm zielstrebig, nach vorne gewandt
    Unsichtbar haltend trägt dich SEINE Hand
    zum neuen Ufer, dem rettenden Strand.

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    • Heinz W. von der Elbe schreibt:

      @ Klaus Bruns
      Was haben Ihre Beiträge mit dem Brückenthema zu tun?

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      • jj schreibt:

        Lieber Herr W., nichts, aber jetzt legen wir auch eine Bruns-Sommerpause ein.

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      • Klaus Bruns schreibt:

        ich habe nur geantwortet. sollte das hier verboten sein? dann entschuldige ich mich und warte auf was neues, was die brücke betrifft. ich nehme an, auch da wird das sommerloch sich in die länge ziehen.

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      • Andreas Janowitz schreibt:

        Na und ? Recht hat er! Wem wollen Sie denn diesen offensichtlichen Gefälligkeitsbau als „notwendig“ verkaufen? Unsere Frühverkalkten verballern hier mal eben nutzlos ein paar hundert Mio. für Brücke und Circus Maximus aushilfehalber?

        Genug für einige Zehnerkilometer Supraleiter! Anstatt entlang des Kanals die erste Fernstrecke zu erproben wird auf provinziell gemacht?! AmpaCity hat´s demonstriert?! Das Supraleitermittelspannungsnetz ist soweit? Lüneburg hätte mit dem Kanal eine erstklassige Erprobungsstrecke vor der Tür- bis nach Braunschweig runter ohne juristische Querelen?! Sei`s drum, dieser Bock ist sowas von geschossen…

        (Nur damit ich auch mal einen Film Poste [und hätte jemand die Güte „Kardaschow I“ nachzuschlagen?! Muss denn alles jemand mit minderschwerem Dachschaden machen?])

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      • Jürgen Miedel schreibt:

        Herr Bruns,
        um die Sache abzuschließen: Es ging mir darum, Ihnen vermittels Satire zu verdeutlichen, dass richtige Beobachtungen falsche Schlussfolgerungen nicht verhindern.
        – Die Kernbotschaft von Otfried Preußlers »Die kleine Hexe« ist natürlich NICHT, dass Bücherverbrennungen akzeptabel sind.
        – Wenn Herr Jenckel eine Terrasse für sich und einen Zweijährigen anfertigt, heißt das NICHT zwingend, dass er dies für sich und seinen Enkel tut.
        – Die Tatsache, dass etwas fünftausend Einwohner des Landkreises Lüneburg auf der rechten Elbseite leben, begründet NICHT die Notwendigkeit des zusätzlichen Elbbrückenbaus.
        – Wenn Heiko Meyer dem münsterländer Lars Werkmeister mit in den Sattel des neuen Stadtmarketinggeschäftsführers hilft, heißt das NICHT, dass er ihn nicht in ein paar Monaten wieder genauso wegmobbt wie dessen vier Vorgänger.
        – Usw.

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  3. Kevin Schnell schreibt:

    Hallo Herr Jenckel,

    vielleicht haben Sie davon gehört: Ein ohnehin schon sehr merkwürdiges Gesetz, das – noch erstaunlicher! – weltweit gilt, verlangt von Menschen, die sich in den Bergen aufhalten, dass sie Rasierschaum oberhalb einer Höhe von 6.659 Metern ausschließlich als Gesichtsschnee bezeichnen. Wenn Sie’s nicht glauben, können Sie gern einmal versuchen, in den Bergen oberhalb einer Höhe von 6.659 Metern Rasierschaum zu kaufen.

    Freilich, nicht überall ist so leicht Konsens zu erzielen. Eine der letzten Menschheitsfragen lautet: Dürfen Lüneburger auch im Büro kurze Hosen tragen? Für Hiltrud Lotze und ihre Twitter-Gemeinde lautet die Antwort: Ja. Rund 700 Likes hatte der Tweet bis gestern Abend eingesammelt.

    Warum also sollten nackte Männerbeine nicht salon- beziehungsweise konferenzfähig sein? Zumal zwei Megatrends dafür sprechen, welche auch die Lüneburger Sozialdemokraten bewegen: Gleichberechtigung und Klimawandel. In einer englischen Zeitung war von einem Angestellten zu lesen, dem trotz tropischer Temperaturen das Tragen von Shorts verboten wurde. Am nächsten Tag erschien er einfach im Kleid – die Kolleginnen täten das schließlich auch. Und von einer Wirtschaftskanzlei, die in einem schicken, aber nur unzureichend klimatisierten Büro im Viskulenhof residiert, ist zu hören, dass selbst Top-Anwälte und LSK-Präsidenten dort neuerdings mit nackigen Beinen erscheinen dürfen.

    Wenn das so weitergeht, können wir uns schon einmal an den Gedanken gewöhnen, dass der Oberbürgermeister die Stadt bei der Arena-Eröffnung in Amtskette und Caprihose repräsentiert. Im Zuge des verwaltungsinternen Gender-Mainstreamings wäre nur zu beachten, dass die Wadln sauber rasiert sind. Oder denken Sie an die Freidemokraten im Ortsverband Gellersen. Für deren Kreistagsabgeordneten Berni Wiemann könnte der modische Wandel die Chance bieten, einmal positiv Schlagzeilen zu machen. Ein Brückenbefürworter aus Reppenstedt, der eine Sponsorenversammlung des Vereins für Tourismus und Wirtschaft von Amt Neuhaus im Haus des Gastes in Hotpants eröffnet – da würden notorische Bremser und Elbquerungsskeptiker wie Marko Puls, Helga Dreyer, Karl-Heinz Hoppe, Jörg Sohst, Beate Wisniewski und Holger Haul gleich viel weniger quengeln.

    PS: Haben Sie endlich ein brauchbareres Grundstück für Hoppes Mehrzweckbahlburg gefunden? Siehe JeJes Instagram-Welt von vor einer Stunde: https://www.instagram.com/p/BzQbYxql8Cw/

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    • jj schreibt:

      Lieber Herr Schnell, danke für Ihre launigen Worte. Und ja, angesichts dieses ganzen Desaster habe ich mich eigenhändig und unentgeltlich dran gemacht, die Grube für eine kleine Arena auszuheben. Allerdings, und das muss ich eingestehen, habe ich die Parkplatz- und Verkehrsproblematik unterschätzt. Meine Nachbarn sind einfach nicht bereit, ihre Parkplätze für Arena-Besucher freizumachen. Und außerdem fordern sie ein Lärmgutachten. Woran man alles denken muss. Kurzum: Ich habe umgeplant, jetzt wird es der Unterbau für eine Terrasse. Lg jj

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      • Klaus Bruns schreibt:

        und, gibt es auch einen platz für ihren enkel, sandkiste, oder schauckel?

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      • Jürgen Miedel schreibt:

        Apropos Enkel, Herr Bruns, als ich die neueste Verfilmung von Otfried Preußlers »Die kleine Hexe« sah, war ich erneut gepackt von dieser Geschichte. Wie die kleine Hexe ausgestoßen wird, weil sie sich in ihrer grundfalschen Welt aus inneren Beweggründen zum Guten bekennt. Sie hält dem unfassbaren Druck ihrer missratenen Peer Group nicht nur stand, sondern wendet sich aktiv gegen das Böse. So verbrennt sie am Schluss die Zauberbücher ihrer Rivalinnen auf dem Scheiterhaufen, um die bösen Hexen für immer unschädlich zu machen. Die pädagogische Botschaft hinter der ganzen Geschichte ist klar: Bücherverbrennungen sind nicht immer schlecht.

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  4. Otto Berg schreibt:

    Sehr geehrter Herr Rath,

    die CDU müsse jetzt beweisen, was sie unter den neuen Vorzeichen (Marginalisierung im Vergleich zu den Grünen am 26. Mai) wirklich an Neuem zu bieten habe. Allen voran: Jens Böther. Das haben Sie in der LZ vom 17. Juni 2017 geschrieben.

    Aber bewegt sich „der neue Mann“ nicht bereits in den Spuren der Unaufrichtigkeiten seines Vorgänger?

    „Superbotschaft für den Bau der Elbbrücke: Das Land gibt 75 Prozent Förderung, Mecklenburg-Vorpommern eine Million Euro und heute neu die Zusage von unserem Wirtschaftsminister Bernd Althusmann: es kommen sechs Millionen Euro zusätzlich vom Land Niedersachsen aus einem Sondertopf. So dicht dran waren wir noch nie!“ Jens Böther (CDU) hatte diese Nachricht am Sonnabend, wenige Stunden vor der Stichwahl zum neuen Landrat, auf Facebook gepostet. (https://www.landeszeitung.de/blog/aktuelles/2585218-elbbruecke-5)

    Nichts davon entspricht der Wahrheit!

    Die LZ hat im Wirtschaftsministerium nachgefragt, wie die Worte des Ministers zu verstehen seien. Die Antwort:
    „Das Land Niedersachsen hat eine Förderung der Elbbrücke bei Neu Darchau in Höhe von 75 Prozent DER ZUWENDUNGSFÄHIGEN KOSTEN in Aussicht gestellt. Diese KÖNNTE [cojunctivus irrealis] GRUNDSÄTZLICH mit Mitteln aus dem ‚Landesstraßenbauplafond‘ über vier Jahre in Höhe von 1,5 Millionen Euro pro Jahr aufgestockt werden.“ Und weiter heißt es: VORAUSSETZUNG FÜR EINE FÖRDERUNG sind nach wie vor die Planung und der Nachweis für die Baureife des Projekts (Planfeststellungsbeschluss…) durch den Landkreis Lüneburg als kommunaler Baulastträger…“
    „Die Staatskanzlei in Schwerin hatte bereits Tage zuvor dementiert, dass sie eine Million Euro zur Verfügung stellen würde und die LZ hatte auch schon darüber berichtet.“

    — 75 % werden nur unter bestimmten, engen (schon aufgrund der anstehenden juristischen Auseinandersetzungen nur schwer, vielleicht in 15 Jahren, vielleicht nie erfüllbaren) Voraussetzungen gezahlt und auch nur für einen Teil der Brückenkosten, denn die förderfähigen Anteile sind BEI WEITEM nicht alle.

    — die zusätzlichen € 6 Mio. sind ein reines Wahlkampfmärchen

    — Mecklenburg-Vorpommern wird keinen Cent geben

    [Überhaupt nicht erwähnt werden die umfangreichen volkswirtschaftlichen Folgekosten für die Region rechts der Elbe, die jährlich anfallenden erheblichen Erhaltungskosten des Bauwerks UND DIE TATSACHE, dass, selbst wenn alles wahr wäre, was Böther da an Unwahrheiten in die Welt gesetzt hat, immer noch fast € 20 Mio. reine Bauaufwendungen fehlen werden. Überschlagen wir konservativ und sagen, € 100 Mio. werden benötigt. Dann gäbe das Land € 75 Mio., Herr Doktormann zahlte 6 Millionen Heiligenthaler aus dem ‚Landesstraßenbauplafond‘ über vierhundert Jahre und Frau Schwesig eine Million aus dem SPD Lüneburg-Förderfonds der Schweriner Bleckede-Liebhaber, — dann hat Herr Böther € 82 Mio., bleibt aber auf € 18 Mio. sitzen. Das wären schon hier € 8 Mio. mehr als „der Landkreis“ erlaubt.]

    Was „hat Herr Böther also drauf“?

    Die „Methode Nahrstedt“.

    Nicht mehr.

    Leider.

    Oder?

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  5. Alfons Bauer-Ohlberg schreibt:

    Die Rückführung des Amtes Neuhaus in den Landkreis Lüneburg war ein Fehler.
    Die lokalen Verkehre sollten durch bestmögliche Fährverbindungen erfolgen; je Elbseite sind die Busnetze an die Fährpunkte anzuschließen; bei Niedrigwasser sind kleine Fähren für Fußgänger und Radfahrer einzusetzen.
    Eine neue Straßen-Brücke mit guten beidelbigen Anschlüssen ist bei Lauenburg erforderlich.

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    • Klaus Bruns schreibt:

      Die Rückführung des Amtes Neuhaus in den Landkreis Lüneburg war ein Fehler.
      dieses sehe ich genau so. man sollte neuhaus fragen, ob sie nicht wieder zurück wollen, ohne brücke . als sie angedacht war, lebte dort eine andere generation. sie träumte von der freiheit und von der gleichheit der löhne. ich nehme an , deren erfahrungen die sie jetzt gemacht haben,haben sie aus ihren träumen gerissen. die gebratenen tauben fliegen doch nicht so tief, wie sie dachten.

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      • Richard Bergmann schreibt:

        Tieffliegende gebratene Tauben? Herr Bruns, warum so zynisch? Reichtum kann durchaus eine Last sein! Die Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder wohlhabender und erfolgreicher Eltern ebenso erfolgreich werden wie ihre Vorfahren, ist auch in Reppenstedt relativ niedrig. Die Erwartungen dagegen umso höher. Damit aus dieser Situation keine destruktiven Konflikte entstehen, bedarf es einer klugen „Family Governance“. Worum genau es dabei geht, erfahren Sie in dem Buch „Von Geld und Werten. Ungeschriebene Gesetze für eine erfolgreiche Vermögensübergabe“ (NZZ Libro, Zürich 2019. 176 S., 34 Euro). Hier erklären die Autoren Jorge Frey und Eugen Stamm konkret und anschaulich, wie die generationsübergreifende Einigung über den Umgang mit Vermögen gelingen kann. Gegen den potentiellen Vorwurf der Luxusproblembehandlung würde ich das Buch mit dem Argument verteidigen, auch im Amt Neuhaus spiele die Vermögensverwaltung und -übergabe eine kaum zu unterschätzende Rolle. Wie der Druck, der oft mit dem Vemögen kommt, eine Familie spalten kann, erläutern die Autoren anhand zahlreicher Beispiele.

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  6. Orakel schreibt:

    Nichts ist verblüffender als die einfache Wahrheit, nichts ist exotischer als unsere Umwelt, nichts ist phantasievoller als die Sachlichkeit.

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  7. Andreas Janowitz schreibt:

    Als wenn eine breitere Strasse jemals etwas gebracht hätte… ja die wenigen Jüngeren können weiter Pendeln, sind es eher heute als morgen leid und ziehen weg. Den Aderlass der Randgebiete hält man mit soetwas nicht auf. Und welchen Standortvorteil böte Amt Neuhaus irgendeinem Betrieb? Oder träumen die Herrschaften vom Hochregallagerhallen wie bei Zarentin? Mit Schwerlastdurchfahrtsverkehr? Auch wenn`s für manche zynisch klingt: eine S-Bahnstrecke nach HH brächte wenigstens Speckgürtelpotential für Wohndörfer. So sind die zig Mio € den Orkus runtergespült, vom Instandhaltunsmühlstein will ich besser nicht anfangen.

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  8. Sabine Winter schreibt:

    Nicht einmal die halbe Wahrheit!

    Schon mit dem Auflegen der ersten Meßlatte wird klar, dass Böther den Mund ähnlich voll nimmt wie sein Vorgänger. Erwartungen zu wecken, die niemand erfüllen kann, ist aber der sicherste Weg in Richtung Lächerlichkeit. Dafür gibt es Beispiele nicht nur in Washington und Rom, sondern auch in Hannover und Oldendorf.

    Bis Herr Böther mit dem von den Sozialdemokraten angerichteten Arena-Schlamassel fertig geworden ist, werden viele Jahre vergehen. Die Gesamtkosten für diesen Wahnsinn werden sich über die nächsten zwanzig Jahre zu rund 80 Millionen Euro aufsummieren. Woher Herr Böther die 20 bis 40 Millionen zusätzlich nehmen will, die den Landkreis der Bau einer Brücke anteilig kosten würde (von deren Unterhalt und Folgekosten wollen wir lieber schweigen), und wie er rechtfertigen könnte, was er dafür an Kita-, Schul- und Straßenrenovierungen streichen müsste, das wissen nicht einmal die Götter. Zu dem leichtfertigen Spiel, das unser Ober-Bramarbas aus Heiligenthal* mit der Brückenplanung im Nachbarlandkreis treibt, haben Miriam Staudte und ihre Kommentatoren im Januar dieses Jahres alles Nötige geschrieben: https://blog-jj.com/2019/01/03/das-spiel-mit-hoffnung-und-geld-die-elbbruecke-dient-nur-dem-stimmenfang/
    ________________
    * (Eine Prozessorganisator in der öffentlichen Verwaltung, der immer „zeitnah“ und ohne Ausflüchte „umsetzt“, was er „kommuniziert“: Den Menschen an der Seeve rief er im Oktober 2017 gut gelaunt zu: „Ich will in den Landkreis ziehen. Ich fühle mich so sauwohl hier. (https://www.abendblatt.de/region/article212222391/Kaempferischer-Auftritt-mit-Kanzlerin.html) „Meine politische Heimat ist der Wahlkreis 51 und besteht aus den Gemeinden Seevetal, Rosengarten und Neu Wulmstorf. Hier lässt es sich gut leben und nicht nur junge Familien schätzen den hohen Freizeitwert in den Gemeinden, die noch landwirtschaftlich geprägt sind und sich zum großen Teil ihren dörflichen Charakter bewahrt haben“: https://berndalthusmann.de/mein-wahlkreis/)

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  9. Jens-Peter Schultz schreibt:

    Die Brücke wird nicht zu realisieren sein. Eine Brücke durch ein Biosphärenreservat bauen zu wollen, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt. Es wird im Planfeststellungsverfahren zahllose Widersprüche und diverse Klagen geben Die Entscheidung erwarte ich jedenfalls nicht innerhalb der jetzt kommenden Wahlzeit von Jens Böther als Landrat. Und finanziell sind die Kosten für den Landkreis nicht tragbar, insbesondere die Folgekosten nicht. Lasst uns lieber eine bessere Fähre kaufen und diese kostenfrei für die Landkreismenschen benutzbar machen.

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  10. Jörg Kohlstedt schreibt:

    Dann reden wir mal über die GESAMT-Kosten der Maßnahme. Also das Rundumsorglospaket.
    Brücke. Na klar. Mehrwertsteuer nicht vergessen. Grundstücke kaufen. Zuwegungen bauen bzw. für den Verkehr instand setzen. Unterhalt der kommenden 25 Jahre nach Bau im Auge behalten.
    Was kann einem die Anbindung des Amtes Neuhaus über die Elbe wert sein? 5.500 Einwohner, immerhin.
    Und zieht eine mögliche Brücke nicht viel Verkehr an? Ist das alles mitgerechnet?

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  11. Klaus Bruns schreibt:

    tja, so ist das mit der wahrheit.

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    • M. Fabian schreibt:

      Warum machen Sie nicht Ihren eigenen Blog, Herr Bruns? Da können Sie soviel am Thema vorbei posten, wie Sie möchten. Aber das Leben als Online-Chef eines eigenen Blog-Magazins ist hart, stelle ich mir vor: dieser immense Druck, Witze möglichst fehlrfrie ins Internet zu stellne, und ständig gilt es, Entscheidungen zu treffen. Etwa zur Frage: Wo und was esse ich zu Mittag? Da wäre die Option „Wurst – Backwaren – Milch“, ein Tante-Emma-Laden im Herzen der kulinarisch doch recht menschenfeindlichen Lüneburger Stadtteils Reppenstedt. Im Portfolio: Leberkäse, Kartoffelsalat, nach Wunsch belegte Brötchen und, und, und. Herzlich lächelt es einem beim Betreten des Geschäfts von überall entgegen, und nach vollendeter Transaktion streicheln einem die Verkäuferinnen zart über den Kopf. Ungern verlässt man den Laden, aber das Leben muss ja weitergehen.
      Da man nicht jeden Tag hier speisen kann, schon alleine, weil man sonst bald nicht mehr durch die schmale Eingangstür passt, gilt es, Alternativen ausfindig zu machen. Ich beschließe, beim neuen italienischen Bistro ums Eck vorbeizuschauen. Bereits auf dem Gehweg erspähe ich eine Tafel mit der Lockschrift „Suppen“. Perfekt! Ich suche genauere Auskunft zum Suppenangebot. Auf dem Schaufenster prangt weiterhin recht unkonkret „Suppen – täglich wechselnd“. Hauptsache Suppen!, denke ich und trete in den Laden. „Guten Tag, ich bin wegen der Suppen da!“ Dann, Überraschung: „Suppen haben wir nicht“, schallt es forsch von der Frau hinter der Theke zurück. Ich werde misstrauisch, so wird das aber nichts. „Gibt’s nur im Winter. Wir haben Nudelsalat, sehen Sie ja.“ Nudelsalat, mysteriös.
      Ich fühle mich gelinkt und ziehe weiter. Ziel: Falafelstand. „Wegen Krankheit geschlossen“, steht dort an der Scheibe. Ich sehe meinen Fehler nun ein: „Wurst – Backwaren – Milch“, o himmlischer Dreiklang, dialektische Trias, heilige Dreifaltigkeit – mehr braucht kein Mensch! Ich renne, ich eile, freue mich auf ein belegtes Brötchen: wolkengleiche Butterflocken, Putenbrustfilet zart darauf gebettet, umspielt von knackig frischem Salat, in dem sich keck ein scheues Gurkenscheibchen räkelt. Ja, ich war schwach, habe mich anderweitig orientieren wollen, mich falschen Götzen angedient und zahle nun den Preis. Als ich ankomme, ist der Rollladen heruntergelassen. Wer so gut ist, kann bereits mittags seine Pforten schließen, Sünder müssen draußen bleiben. Ich kann es ihnen nicht verübeln und gehe gesenkten Hauptes zurück ins Homeoffice meiner D.I.Y.-Redaktion. Mein Magen knurrt.

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      • Klaus Bruns schreibt:

        M. Fabian
        kann denn die wahrheit am thema vorbei gehen? oder flüchtet sie hier öfters hinter einer verschwörungstheorie? früher stand in einer telefonzelle: fasse dich kurz. kennen sie diesen satz , oder sind sie in der zeit noch in der ursuppe geschwommen?

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