Die Zeit ist aus den Fugen

Häufiges Händewaschen, dafür ist jetzt viel Zeit.

Lüneburg, 26. März 2020

Für den Augenblick ist es großartig, welchen Ideenreichtum, welche Mitmenschlichkeit, welche Hilfsbereitschaft Corona in Lüneburg auslöst. Klatschen am Fenster, Musizieren, Gottesdienste und Theater im Netz, Nachbarschaftshilfen sprießen wie Pilze, Tausend Dankeschön an die Heldinn/en in Kliniken, Heimen, Supermärkten, Apotheken, Beratungsstellen, bei der Müllabfuhr. Aber es geht nicht um einen Augenblick, es geht um eine Durststrecke.

Und auf dieser Durststrecke erst zeigt sich, ob das soziale Miteinander keine Risse bekommt, ob unsere Kulturschicht im Kopf dicker ist als Pergament, dicker ist als die Angst, die daran frisst. Die Angst, zu erkranken, die Angst, sich anzustecken, die Angst, die Arbeit zu verlieren, das Ersparte verdampfen zu sehen, die Angst, Haus und Hof zu verlieren, die Angst vor der Angst.

Das Virus krümmt Zeit und Raum. Shoppen, Fußball-Bundesliga, Konzerte, Demos, Fridays for Future? In welchem Jahrhundert war das gleich noch? Gefühlt schon jetzt vor einer Ewigkeit, in einer Zeit vor Corona, seither scheint sie stillzustehen. Wann danach ist, darüber gibt keiner ernsthaft Prognosen ab. Weil die Zeitspanne womöglich unsere Vorstellungskraft und Leidensfähigkeit überschreitet, wenn uns die Folgen nicht häppchenweise serviert werden. Und wenn Sie das doch unbedingt interessiert, dann schauen Sie in Bundestagsdrucksachen zu Pandemien. Ich rate davon ab, wenn Sie den Optimismus nicht vertreiben wollen.

Corona ist eine Welle, sie dauert länger als ein Augenblick. Die erste Talsohle ist erreicht, wenn die letzte Staumeldung im Radio läuft. Und die Welle kommt leider wieder. Es gibt also keine Stunde Null. Wenn die erste Corona-Welle vorbei ist, wissen wir, was wir voneinander zu halten haben und was mit der zweiten Welle auf uns zukommt.

Unser Prophet ist heute ein Virologe aus Berlin und die Fieberkurve der Pandemie das Drehbuch eines dystopischen Films. Die Menschen leben in diesem Plot in einer Messias-Naherwartung. Der Heilsbringer wird einen weißen Kittel tragen und einen Impfstoff hochhalten.

Und noch das Beste an dieser bleiernen Zeit ist neben der großen Hilfsbereitschaft die Aufrichtigkeit im Gruß „Bleiben Sie gesund“, der keine Höflichkeitsfloskel mehr ist, sondern ehrlicher Wunsch. Ansonsten beruhigt mich der lapidare wie sibyllinsche Satz meines Lieblings-Professors: Wenn der Himmel einstürzt, sind alle Spatzen tot.

Hans-Herbert Jenckel

Über jj

Journalist, Dipl.-Kaufmann
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113 Antworten zu Die Zeit ist aus den Fugen

  1. Klaus Bruns schreibt:

    im kommunistischen china gibt es keine maskenpflicht, im demokratischen europa werden die menschen gezwungen masken zu tragen. verdrehte welt und so sinnlos.

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  2. Sigurd Winssohn schreibt:

    Wer Zeit hat, sorgt sich, Detlef.
    Der Rest des Elaborats war leider geklaut. lg jj

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    • Ossarek-Bruns schreibt:

      Ein neues Leben entsteht. Dauer 9.Monate.
      Herr Palmer ist eine Göttlichkeit und weiß sogar wann Leben endet.
      „Einen zum Tode verurteilten, eine Stunde zu schenken ist ein Leben wert“
      Linienrichter und Schiedsrichter im Fußball hoffen auf 100% sichere Testergebnisse. Haftung?Infektionsschutz?
      „Wo damals die Grenzen der Wissenschaft waren, da ist jetzt die Mitte.“
      HG Detlef
      Friseure sind ja alle getestet…!
      Ach, nach der dritten Welle ist Herr Laschet Geschichte…

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      • Sigurd Winssohn schreibt:

        Friseure sind alle getestet? Wer aber schneidet dem Lüneburger Friseur die Haare, der allen Lüneburger Friseuren die Haare schneidet, außer denen, die sich diese selbst schneiden?

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  3. Ossarek-Bruns schreibt:

    Rat der 27 EU-Mitgliedstaaten twitterte am Freitag: „Europäer in der ganzen EU zeigen ihre Unterstützung für die Beschäftigten in der ersten Reihe mit täglichem Applaus

    Stattdessen Endspielsehnsucht
    Der Corona Pokal 2020 des deutschen Fußball. Ist Systemrelevant? Nero Laschet, König Ludwig Söder, Sonnenkönig Lindner Dreikäsehoch Merz ja er ist sogar Absolut.

    Auf der anderen Seite.. Hier diie wahren, ehrlichen, mutigen, stillen Helden unserer Nation..

    6395 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Krankenhäusern und Arztpraxen sind in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert, acht von ihnen sind bereits verstorben. Das meldet das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem Lagebericht vom Donnerstag 16.04.20. Damit hat sich die Zahl der gemeldeten Infektionen in dieser Berufsgruppe innerhalb der letzten zwei Wochen beinahe verdreifacht

    Der Gral geht an diese Menschen… .

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  4. Karsten Jansen schreibt:

    JA, — DIE ZEIT IST AUS DEN FUGEN !

    Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble verneint, dass das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit ein absoluter Wert ist. Im Gespräch mit dem Tagesspiegel sagt er: „Wenn ich höre, alles andere habe vor dem Schutz von Leben zurückzutreten, dann muss ich sagen: Das ist in dieser Absolutheit nicht richtig. Grundrechte beschränken sich gegenseitig“: https://www.tagesspiegel.de/politik/bundestagspraesident-zur-corona-krise-schaeuble-will-dem-schutz-des-lebens-nicht-alles-unterordnen/25770466.html

    Welche Grundrechte kann ein Toter noch in Anspruch nehmen?

    Die Rechtspopulisten aller Parteien hörten die Signale. (Armin Laschet in der FAZ, Alexander Gauland im Bundestag, Christian Lindner gegenüber dem Fernsehsender Welt: „Schäuble hat recht.“) Survival of the Fittest, lautet der Slogan dieser Herrenmenschen. Der gilt aber nicht für Wirtschaftsbetriebe. Da soll noch der dümmste Eventisierungszirkus mit Steuergeldern „gerettet“ werden. Nein, gemeint sind die Kranken und die Schwachen. Der Primitivbiologismus mit seiner Unterscheidung von lebenswertem und „lebensunwertem Leben“ grinst sich seit gestern wieder durch den deutschen Blätterwald:


    Boris Palmer, (Die Grünen): „Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären, aufgrund ihres Alters und ihrer Vorerkrankungen.“ (Archivbild)

    Quelle: https://www.landeszeitung.de/blog/nachrichten/politik/2732315-palmer-retten-menschen-die-in-halbem-jahr-sowieso-tot-waeren

    Wenn unaufmerksame Autofahrer Menschen überfahren, die möglicherweise “in einem halben Jahr sowieso tot gewesen wären, aufgrund ihres Alters und ihrer Vorerkrankungen“, dürfen diese Fahrzeugführer künftig mit milderen Strafen rechnen als diejenigen unter ihnen, die junge und gesunde Menschen überfahren haben?

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    • Klaus Bruns schreibt:

      Nach heftiger Kritik ruderte Palmer später zurück. „Niemals würde ich älteren oder kranken Menschen das Recht zu leben absprechen“, sagte er der dpa. Falls er sich „da missverständlich oder forsch ausgedrückt“ habe, tue es ihm leid. „Ich habe darauf hingewiesen, dass die Methode unseres Schutzes so schwere Wirtschaftsschäden auslöst, dass deswegen viele Kinder sterben müssen. Das will ich nicht hinnehmen und fordere einen besseren Schutz unsere Risikogruppen ohne diese Nebenwirkungen.“

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      • Paul Kammerer schreibt:

        Zuvor hatte Palmer im Gespräch mit der F.A.Z. (https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/boris-palmer-und-corona-ich-weiss-nicht-wie-ich-mich-fuer-fakten-entschuldigen-koennte-16745899.html) noch eine Entschuldigung abgelehnt. Er habe lediglich „Fakten der Vereinten Nationen und einen Zielkonflikt“ beschrieben.

        Für seine Äußerungen im Frühstücksfernsehen wurde Palmer heftig kritisiert. Der baden-württembergische FDP-Vorsitzende Michael Theurer sagte: „Ich rate Boris Palmer dringend, sich zu entschuldigen und diese Äußerung zurückzunehmen. Er ist nicht nur wie sonst manchmal über das Ziel hinausgeschossen, sondern erheblich entgleist.“ Sein Parteifreund, der Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn, bezeichnete Palmers Position auf Twitter als „sozialdarwinistisch“.

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  5. Ossarek-Bruns schreibt:

    Obst und Gemüse Unterversorgung
    Preissteigerung im April 20 über 20%.
    Kinder erhalten dann Zuwenig ausgewogene Ernährung Schulessen? Preise?
    Spätestens Herbst und Winter sind größere Versorgungsenpässe Sichtbar. Wir essen gerade unsere Vorräte in diesem Bezug auf.
    Bedeuted: Vorsorgen 60%Unterversorgung zu senken.
    Spargelfelder ungenutzte zu Ackerflächen freimachen.
    Steckrüben anpflanzen, weniger Erntehelfer nötig. Maschinelle Ernte. SIEHE Zuckerrübe.
    Steckrüben – Ernährung:
    Der Nährstoffgehalt kann sich sehen lassen: Das in Steckrüben reichlich enthaltene Kalium wirkt entwässernd, das Vitamin C stärkt das Immunsystem und das Magnesium aktiviert den Energiestoffwechsel. Steckrüben erhalten außerdem kaum Fett und sind durch ihren hohen Wassergehalt sehr kalorienarm.
    Bedeutet bei Bewegungsmangel in der Bevölkerung Volksgesundheit positiv. Corona schränkt Bewegungsfreiheit ein.

    Nun erwarte ich von Frau Klöckner Unterstützung. Als nur dumme Ratschläge das wir alle Urlaub auf dem Lande machen. Eher den Rasen am Reichstagsgebäude unterpflügen und Gemüse anbauen…
    Punkt

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  6. Klaus Bruns schreibt:

    Jürgen Hempel schreibt:
    25. April 2020 um 13:37
    Der liebe Klaus schreibt überall fleißig weiter immer wegen seinem Hund.
    wie man sich doch irren kann, nicht wahr, ,,lieber“ Jürgen? haben sie den trennungsschmerz als ehemaliges mitglied, die linke , schon überwunden? als straßenkünstler und hobbyimker und besonders ,,begabter angler“ , hatten sie ja schon große erfolge ,,erlitten“. was erwarten sie hier im blog? wollen sie als masken-singer auftreten? palem palem.

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    • Klaus Bruns schreibt:

      Eine Infektionskette ist so stark wie ihr dümmstes Glied, Herr Bruns.
      tja, es kommt eben darauf an, ob man den patienten 0 ausfindig machen kann. bekanntlich produzieren die ,,dümmsten glieder“ in unserer gesellschaft ,den meisten nachwuchs. schmunzeln. um mücken bei motorradfahrern, auf deren zähnen zu verhindern, reicht ja auch eine maske, sie verhindert aber keine unfälle.

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    • Jürgen Hempel schreibt:

      Von dem Post vom 26.April 2020 um 21.47 distanziere ich mich. Das ist nicht aus meinem Hirn entsprungen. Ich finde es ungeheuerlich, wenn Andere unter meinen Namen hier schreiben !

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  7. Axel schreibt:

    Gestern Gespräch im Aldi zwischen zwei Teenagern:

    »Wenn du geboren wirst, bist du automatisch in der AOK.«

    »Echt? Ich bin aber bei der Barmer.«

    »Dann ist da was schiefgelaufen. Vielleicht bist du unehelich geboren, und solche Leute kommen zu der Barmer.«

    Achselzucken.

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  8. Ossarek-Bruns schreibt:

    Schulen Grundschulen

    Mehrmals täglich muss laut Hygieneplan ausgiebig gelüftet werden.
    Im Herbst, bei Sturm und Regen sowie Winter kaum umsetzbar.

    WIESO STARTEN DIE VIERTKLÄSSLER DOCH Nicht? Hessen
    Die Schulpflicht für Viertklässler in Hessen wurde am Freitag vorläufig außer Kraft gesetzt. Das ging aus einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshof in Kassel hervor. Die Richter gaben dem Eilantrag einer Schülerin aus Frankfurt Recht, die sich gegen eine Landesverordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie richtet. Die Viertklässler würden im Vergleich zu Schülern, denen aus Gründen des Infektionsschutzes der Schulbesuch bis zum 3. Mai weiter untersagt werde, ohne hinreichenden Grund ungleich behandelt und in ihrem Grundrecht verletzt. Die Entscheidung gilt für Schüler der 4. Jahrgangsstufe der Grundschulen, der Sprachheilschulen und der Schulen mit den Förderschwerpunkten Sehen oder Hören. Der Beschluss ist unanfechtbar. (Aktenzeichen: 8 B 1097/20.N)

    Niedersachsen wird kippen…. Wird nee streßige Woche für die Landespolitik
    GLEICHHEITSGRUNDSATZ
    NORMENHIRACHIE Grundgesetz
    Geplant Niedersachsen Staffelung nur Zeitversetzt. Die Drittklässler ab 18.05.20
    Ich bin auf die LZ Artikel gespannt..

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  9. Ossarek-Bruns schreibt:

    Was läuft falsch?

    Insgesamt 472 Schüler werden ab Montag wieder in die Schulen Lüneburgs gehen. Dies sind recht wenige, da es aufgrund der Umstellung von G8 wieder auf G9 es in den Lüneburger Gymnasien derzeit keinen Abiturjahrgang gibt. Grundsätzlich sollen genug Einweghandtücher, Seife und Desinfektionsspender gestellt werden, „allerdings gibt es aktuell einen Engpass bei der Beschaffung Desinfektionsmitteln.“ Bis Mitte Mai soll genug Desinfektionsmittel bereitgestellt werden können, erklärt Pia Steinrücke, Jugenddezernentin.

    27.April bis Mitte Mai (oder später) wird kurzerhand auf Lücke gesetzt, sowie das Wort „Grundsätzlich“ dies beinhaltet immer ein „aber“ bedeutet dass es nicht sichergestellt ist.
    Das RKI wird sich freuen… Die Eltern besonders.. .Herrn Drosten dazu…
    Ich bestelle diesen Intelligenten Schulbetreibern jetzt die Hygienefibel 2020 vom RKI.
    Verantwortlungslose Gesellen…

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    • Janina Ibbers schreibt:

      Da können Böther, Steinrücke und Turbo-Althusmann uns viel erzählen! Die neue Normalität ist so wenig normal wie Donald Trump.

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  10. Ossarek-Bruns schreibt:

    Schulkinder ohne Schutzmasken!

    Achten Ihr doch mal gerne genau bei Übertragungen aus dem Deutschen Bundestag, Landtage, Kreistag, darauf, wie viele der AbgeordnetenInnen die gute FFP2 Maske nutzen..
    Das Grundgesetz wird gerade verraten.. Das Leben hat keine Gleichheit und Wertigkeit mehr.
    Das Hemd ist näher als die Hose…
    Schutzbefohlene Kinder?

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  11. Olaf Kruse schreibt:

    Das Aus des Oktoberfestes darf nicht automatisch die Absage aller deutschen Volksfeste in diesem Jahr bedeuten“, mein Benno Fabricius, Vorsitzender des Lüneburger Schaustellerverbandes.

    Wohl keine Branche verzeichnet vor dem Hintergrund der Corona-Krise einen so langen Verdienstausfall wie das Schaustellergewerbe. „Die letzten Einnahmen hatten wir auf den Weihnachtsmärkten“, sagt Fabricius. Viele in der Branche hätten Soforthilfe des Staates beantragt und auch zum Teil schon bekommen, „aber das reicht nicht, um einen größeren Betrieb über Wasser zu halten“. Schließlich habe man laufende Kosten, von den Versicherungen bis zur laufenden Krediten.

    Daher sein eindringlicher Appell, die lokalen Feste im Landkreis ab Ende August nicht voreilig abzusagen. Sie seien für die Schausteller von existenzieller Bedeutung und für die einheimische Bevölkerung „zentraler Anker ihres gesellschaftlichen und kulturellen Zusammenlebens“.

    URL: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/2728995-schausteller

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    • Fritz Gustav D. schreibt:

      Wenn für die einheimische Bevölkerung das Lüneburger Oktoberfest tatsächlich „zentraler Anker ihres gesellschaftlichen und kulturellen Zusammenlebens“ ist, dann sind wir eh alle verloren.

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    • Klaus Bruns schreibt:

      CDU-Wirtschaftsrat: Kneipen öffnen, aber ohne Schnapsausschank
      saufen für den regenwald kennt man ja schon. jetzt kommt das saufen gegen corona. die cdu hat da wohl nicht ganz aufgepasst. gerade der alkohol soll den virus abtöten. ich empfehle strohrum.m 80%/ 0.7l
      Stroh Original 80% ab 12,79 € schmunzeln.

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      • Brigitte Ferz schreibt:

        Donald Trump meint, täglich eine Pulle Sagrotan runterzuschlappern, könnte helfen. Oder das gemeinschaftliche Lichtduschen:

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  12. Ossarek-Bruns schreibt:

    Gesundheitsministerium:
    die sogenannte Maskenpflicht gilt beim Einkaufen sowie in Bussen und Bahnen „für Personen ab dem siebten Lebensjahr“. In Bundesländern wie Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Thüringen
    In Grundschulen, Schulen besteht keine Pflicht.
    Die KultusministerInnen übernehmen keine Haftung…
    Gnade, wenn Kinder sterben sollten..
    Jede einzelne Beerdigung wird ein Fegefeuer auslösen…

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  13. Jürgen Hempel schreibt:

    Einfache OP- Masken aus China werden zu horrenden Preisen hier bei Facebook angeboten. Aber auch von verschiedenen Apotheken. Tatsächlich kosten 50 Stück dieser Masken in China 7,04 USD, also rund 6, 00 Euro. Somit kostet eine Maske 0,12 Euro. Hinzu zurechnen ist der Transport mit dem Flugzeug. Im Flugzeug werden rund 50 Millionen Masken transportiert. Der Flug kostet hin- und zurück rund 200 – tausend Euro. Mithin würde sich diese Summe auf alle Masken verteilen. Das wäre pro Maske =0,04 Euro. Weiter ist hinzu zurechnen die Zollabfertigung und die hier übliche Mehrwertsteuer was nochmals 0,04 Euro ausmacht .
    Somit beträgt der Einkaufspreis 0,20 Euro pro Stück
    Wer keine Maske hat , sollte sich eine Maske kaufen. Entweder eine FFP 2 Maske oder eine genähte Stoffmaske. Besser wäre solch eine Maske, wenn sie eine Tasche hat, in der medizinische Watte oder ein Melitta – Kaffeefilter gesteckt wird. Wenn Sie diese Maske selbst herstellen möchten, so finden Sie eine Nähanleitung auf meiner Facebook- Seite.
    Diese oben beschriebene Fliesmasken sind Einwegmasken, die bereits noch 30 Minuten tragen vom Atem durchfeuchtet sind und damit keinen sicheren Schutz gegen Viren bieten !

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    • Markus M. Seubert schreibt:

      Jürgen Hempel, wie oft wollen Sie uns das eigentlich noch vorrechnen?
      Wenn Sie Langeweile haben, dann setzen Sie sich doch einfach an die Nähmaschine und nähen ein paar Hempel-Volksmasken. Die verscheuern Sie dann für 18 € das Stück und ehe sie sich versehen, sind Sie Millionär.
      Ich drücke Ihnen alle Daumen.👍
      Es heißt übrigens Vliesmasken. Fließen tun die Dinger nicht so weit ich weiß, Fliesen sind nur auf Ihrem Fliesentisch und gefliest ist mein Badezimmer.
      Gern geschehen, diese Dienstleistung war kostenfrei.
      Suchen Sie sich doch einmal ein Hobby. Sie haben anscheinend viel zu viel Zeit.👋

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      • Jürgen Hempel schreibt:

        Haben Sie keine anderen Sorgen Markus Seubert? Was Ihnen nicht gefällt, muss nicht für alle Anderen gelten. Oder sind Sie die Vorreiterziege ?

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      • Markus M. Seubert schreibt:

        Im Gegensatz zu Ihnen habe ich gar keine Sorgen, ich habe eine gute Rente, ich bin total glücklich mit meinem Leben, und ich weiß etwas mit mir anzufangen.

        Andere Leute rotzen stattdessen das ganze Internet und sämtliche Leserbriefspalten in Landeszeitung und Lünepost mit ihren immer gleichen Kommentaren voll. Ungefragt.

        Von Klaus Bruns habe ich übrigens lange nichts gelesen. Geht es dem nicht gut? Ich hoffe, seine PC-Tastatur ist nicht an Corona erkrankt.

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      • Jürgen Hempel schreibt:

        Der liebe Klaus schreibt überall fleißig weiter immer wegen seinem Hund…. Aber an sonsten sind Sie nicht im Bilde.

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  14. Ossarek-Bruns schreibt:

    Stände denken,, Stände feilschen, Stände bekommen,

    Die Gezeichneten warnen vor den Ungezeichneten.
    Die Ungezeichneten hoffen.

    Die versiegelten Menschen bleiben, Alt und allein, eine kalte Hand zum Tode gereicht.
    Ihr Schutzschirm Emotionen ging verloren, der neue Vormund hat es bestimmt. Ein Vormund für alle Alten und Pflegeinsassen.
    Seiin Schutzschirm 30 Silberlinge Wert..?
    Die Aktien fielen, Milliarden, ja sogar Billionen flossen. Stände!

    Wie viel Cent flossen zum Schutz der Weisen, Greisen Versiegelten…?

    Im Dezember 2020 hat Corona seinen ersten Geburtstag. Die Weisen hocken, warten dann wohl immer noch… im Einzelzimmer.. Dem Struwelpeterzimmer…

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    • Felix Scharlau schreibt:

      Das Anstrengendste am Homeschooling ist, das Email-Postfach ständig zu leeren, damit die Lehrer jederzeit weitere 35MB-Emails schicken können.

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  15. Ossarek-Bruns schreibt:

    Maskenpflicht in Niedersachsen

    ÖPVN und Einzelhandel.

    In Schulen fliegen keine Viren?
    Unverantwortlich….. Ein Fall für die Staatsanwaltschaft. Fremd und Eigengefährdung von Schutzbefohlenen.

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    • Philip Saß schreibt:

      Detlef,

      kennst du das Land, in dem man Diesel baut?
      Du kennst es nicht? Du wirst es kennen lernen.
      Dort wird auf Gott und Bauchgefühl vertraut,
      und statt nach Drosten geht’s nach den Konzernen.

      Wenn dort ein Wirtschaftsweiser etwas will
      (und es ist sein Beruf, etwas zu wollen),
      steht Althusmann sein Hirn erst stramm und zweitens still.
      Die Läden auf! Die Rubel müssen rollen.

      Kennst du das Land? Es könnte glücklich sein,
      vielleicht sogar gesund, trotz fieser Viren. –
      Nun lockt es Kinder in die Schulen rein,
      damit sie ihre Eltern infizieren.

      In ein paar Wochen fragt man dort sehr laut:
      Wieso will sich Corona nicht entfernen,
      wir haben doch zig Klimapanzer hier gebaut?!
      Sie wissen’s nicht. Und werden’s niemals lernen.

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      • Ossarek-Bruns schreibt:

        Jetzt wird die Gefährdung der Schulkinder Vorsatz.

        „Weltärztepräsident: Pflicht für Schals oder Tücher sind “lächerlich”

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      • Doris Schmittke schreibt:

        Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery kritisiert die in der Corona-Krise geplante bundesweite Maskenpflicht. „Wer eine Maske trägt, wähnt sich sicher, er vergisst den allein entscheidenden Mindestabstand“, sagte Montgomery der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Bei unsachgemäßem Gebrauch könnten Masken gefährlich werden.

        Im Stoff konzentriere sich ein Virus, beim Abnehmen berühre man die Gesichtshaut, schneller könne man sich kaum infizieren, sagte Montgomery. Eine gesetzliche Maskenpflicht könne es nur für echte Schutzmasken geben, eine Pflicht für Schals oder Tücher sei „lächerlich“. Zugleich verwies er darauf, dass man derzeit noch alle „echt wirksamen Masken“ für das medizinische Personal, Pflegende und Gefährdete brauche.

        https://www.landeszeitung.de/blog/nachrichten/wirtschaft-nachrichten/2715083-liveblog-brinkhaus-ruft-laender-zu-koordiniertem-vorgehen-auf

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    • Klaus Bruns schreibt:

      allein die maskenpflicht ist dummes zeug. grippeviren sind in asien,wo sie gern getragen werden ,auch nicht ausgestorben. dafür gibt es da aber bahnmitarbeiter ,mit weißen handschuhen, die dafür sorgen, dass mehr menschen in den zug passen. die viren freuen sich.

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  16. Die jährlichen Influenzawellen haben in Deutschland in den vergangenen Jahren meist im Januar/Februar begonnen. Bei früheren Pandemien zeigte sich aber, dass Erkrankungswellen einer Pandemie auch außerhalb der typischen Influenzasaison auftreten können. So lag zum Beispiel die erste Welle der Pandemie 1918 in den USA im Frühjahr, während sich die zweite Welle nach einem Rückgang in den Sommermonaten ab September aufbaute

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  17. Jo schreibt:

    Exklusiv: Chinas Präsident Xi Jinping antwortet auf den offenen Brief des „Bild“-Chefredakteurs vom gestern, 16. April 2020

    https://pbs.twimg.com/media/EVy4HExX0AMKT6O?format=jpg&name=large

    Lieber Julian Leichelt, äh: Reichelt,

    das war ein kleiner Scherz zu Anfang. Meine Freunde von der CDU baten mich, in meiner Antwort auch ein paar „politisch unkorrekte“ Witze unterzubringen.
Vielen Dank jedenfalls für Ihren offenen Brief! Zahllose Uiguren müssen ihn in unseren Umerziehungslagern derzeit 100 Mal am Tag lesen. Ich selbst habe leider noch nicht die Zeit gefunden, mich ihrem Schrieb zu widmen. Trotzdem möchte ich Ihnen dazu ein paar Dinge sagen:



    1. Ich weiß gar nicht, wer Sie sind. Natürlich bin ich ein Feind der freien Presse, und wichtige Vertreter von der „New York Times“, vom „Guardian“, vom „Spiegel“ und natürlich die gesamte LZ-Redaktion stehen ganz oben auf meiner Abschussliste. Aber was sind Sie bitte für eine Schießbudenfigur?

    2. In China essen wir Hunde. Ich rate daher gerade Ihnen ganz besonders von einem Besuch in meinem Land ab.

    3. Ihr deutscher Gesundheitsminister Jens Spahn wurde in einem chinesischen Labor Dutzende Male geklont. Wenn Sie mir noch einmal blöd kommen, schicken wir Ihnen künftig pro Woche einen weiteren Spahn nach Deutschland.

    4. Mein Brief endet hier. Sie haben mir als deutscher Wichtigtuer natürlich einen 5-Punkte-Brief geschrieben. Aber Sie sind mir nur noch eine Grußformel wert:

    Unfreundliche Grüße
    Xi Jinping
    Staatspräsident der Volksrepublik China

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    • Ossarek-Bruns schreibt:

      der Doppelname Titanic-Trump ist geschichtlich bewiesen.. Sein letzter Ausruf als Kind entspricht einer klaren Wahrnehmung. Die WHO hat verzögert. Warum auch immer Yen oder Euro? Wie viele Chinesen waren zum Ski laufen in Ischgl?
      Selbst wir nehmen hin unsere eigenen Kinder jemand anzuvertrauen, der am Anfang diesen Ballast so schnell wie möglich los werden wollte. Erst als er sich selbst in Sicherheit wiegte fordert er zurück. Keine Mutter oder Vater hätte seine Kinder in größter Gefahr allein gelassen. Der Staat hat auf die Eltern gesetzt und deren Fähigkeiten. Versager….Feigling Du hast dich nicht gekümmert….

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  18. Sonia Heldt schreibt:

    Lieber Herr Jenckel,

    einen Gesichtspunkt haben Sie in Ihrer Lockdown-Beschreibung vergessen, den innerfamiliären Umgang mit Metamorphosen, die schon unter normalen Umständen (und wohl auch zu der Zeit unmittelbar nach dem überstürzten Auszug von Gauleiter Otto Telschow aus seiner Villa in der Lüneburger Schießgrabenstraße 8/9, als der vorschulaltrig kurzbehoste Herr Bruns sich Auf dem Meere ängstigte, vom Plumpsklo verschluckt zu werden) von den Beteiligten ein Höchstmaß an Gelassenheit verlangen.

    Ich lese gerne die Anzeigen in unserer…der Rest war geklaut aus https://blogs.faz.net/schlaflos/2020/04/14/nachtaktiv-und-uebellaunig-3790/

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    • Klaus Bruns schreibt:

      im winter, kurz behost? von wegen. damals gab es noch winter und das plumpsklo stand im innenhof. die hände wurden klamm . ohne kerze war es mehr als duster. aber früher war ja alles besser, oder? eines stimmt, zu gesprächen kam es da nicht. man musste sich beeilen,wenn man nicht erfrieren wollte. schmunzeln.

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  19. Klaus Bruns schreibt:

    Carina Werner
    mit der scham , war es in lüneburg nach dem zweiten weltkrieg nicht so dolle. ich bin auf dem meere geboren worden und auf dem plumpsklo regelmäßig als kleinkind mit dem überleben beschäftigt gewesen. ich wollte nicht reinfallen. mir taten die sogenannten goldtöpfchenträger schon leid. es stank gewaltig. sie müssen also gar nicht so weit in die geschichte zurück gehen. so manches pferdefuhrwerk hatte auf der strasse seine hinterlassenschaften liegen gelassen. meine mutter sammelte es oft ein und benutzte es als blumendünger. es gab ja sonst nichts.

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  20. Andreas Janowitz schreibt:

    Immerhin wieder Kit in den Fugen, was? Nach der Pressekonferenz der Kanzlerin heute bin ich doch recht froh über unsere kleine Insel der Glückseeligen. Ich hab Sie zwar nie gewählt, dennoch versteht Sie die Bedeutung der Modelle und kann diese auch sehr gut erklären. Ganz im Gegenteil zum gerade lang hingeschlagenen Halodri Johnson oder dem Schaumschläger vom über`m Teich.

    Was denken Sie, wird ihre Erklärung wesshalb die Basisreproduktionszahl von 1 so wichtig ist zur Erklärung für unsere Insel der Glückseeligen in der int. Presse?

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  21. Carina Werner schreibt:

    Hallo Herr Jenckel,
    vielleicht hat die Tatsache, dass in Deutschland so viel Klopapier gebunkert wurde, etwas damit zu tun, dass wir alle in der Kindheit von den Eltern gezwungen wurden, möglichst schnell ohne Windeln auszukommen. Da ist man dann geschimpft worden, wenn man sein Geschäft auf dem Wohnzimmerteppich verrichtet hat. Das hat sich eingeprägt. Es muss etwas Frühkindliches sein, das steht für mich fest. Wie sehen Sie das?

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    • jj schreibt:

      Ich denke eher, dass es etwas mit Scham, also zutiefst mit unserer Sozialisation nach den Neandertalern zu schaffen hat. Lg jj

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      • Carina Werner schreibt:

        Da könnten Sie recht haben, Herr Jenckel. Obgleich die »Scham« erst lange Zeit nach den Neandertalern in den europäischen Gefühlshaushalten Einkehr hielt:

        Am 9. Oktober 1694 schrieb Elisabeth Charlotte »Liselotte« von der Pfalz, seit 1671 Herzogin von Orléans und Schwägerin von König Ludwig XIV., aus Fontainebleau an ihre Tante Sophie, die 1658 durch ihre Heirat mit Herzog Ernst August zu Braunschweig-Lüneburg Herzogin zu Braunschweig und Lüneburg und Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg geworden war: »Sie sind in der glücklichen Lage, scheißen gehen zu können, wann sie wollen, scheißen sie also nach Belieben. Wir sind hier nicht in derselben Lage, hier bin ich verpflichtet, meinen Kackhaufen bis zum Abend aufzuheben; es gibt nämlich keinen Leibstuhl in den Häusern an der Waldseite. Ich habe das Pech, eines davon zu bewohnen und darum den Kummer, hinausgehen zu müssen, wenn ich scheißen will, das ärgert mich, weil ich bequem scheißen möchte, und ich scheiße nicht bequem, wenn sich mein Arsch nicht hinsetzen kann. Dazu wäre noch zu bemerken, daß uns jeder beim Scheißen sieht: Da laufen Männer, Frauen, Mädchen und Jungen vorbei, Pfarrer und Schweizergarden können einander zusehen; nun, kein Vergnügen ohne Mühe und wenn man überhaupt nicht scheißen müßte, dann fühlte ich mich in Fontainebleau wie der Fisch im Wasser.«

        Die Briefe der Herzogin mögen aus der heutigen Sicht ordinär klingen, waren aber für ihre Adressatin nur ehrlich (»Aus den Briefen der Herzogin Elisabeth Charlotte von Orléans an die Kurfürstin Sophie von Hannover. Ein Beitrag zur Kulturgeschichte des 17. und 18. Jahrhunderts«. Herausgegeben von Eduard Bodemann. 2 Bände. Hannover 1891). Hundert Jahre später lobte Friedrich Schiller die Autorin sogar, da sie die natürliche Wahrheit so hüllenlos darstellte. Sein dichterisches Schamgefühl wurde bei der Lektüre nicht verletzt. Praktisch wie auch sprachlich durfte man, wie wir schon von Luther, aber selbst von Goethe wissen, »furzen, rülpsen und scheißen«. Heute verlässt man dazu besser den Raum und spricht nur im Wandschrank davon. Viel frappierender an dieser Passage aus der Korrespondenz der Herzogin ist aber, dass sie vermuten lässt, es habe in Fontainebleau keine Toilette gegeben. Und tatsächlich: Selbst das Prachtschloss Versailles blieb von solchen Einrichtungen verschont. Man saß stattdessen, falls vorhanden, auf edel verzierten Nachtstühlen, die die Dienerschaft untertänigst entleerte, oder erleichterte sich in Ecken und an Tapisserien. Im gesamten 17. Jahrhundert nahm auch in den besseren Kreisen niemand Anstoß an diesen Gewohnheiten. Sogar Audienzen wurden abgehalten, bei denen man gemeinsam auf dem Nachtstuhl saß und sich nach Lust und Laune dem verbalen oder analen Geschäft hingab.

        Beim »einfachen Volk« zählten Parkidyllen, enge Gassen, Flussufer und dunkle Ecken zu den beliebteren Orten, um sich zu erleichtern. Casanova berichtet: »Wir setzten unseren Spaziergang fort, ohne ein bestimmtes Ziel zu haben und sprachen von Literatur und allerlei Gebräuchen. Plötzlich bemerkte ich in der Nähe von Buckingham-House zu mei-ner Linken im Gebüsch fünf oder sechs Personen, die ein dringendes Bedürfnis verrichteten und dabei den vorübergehenden den Hintern zukehrten.« (Quelle: Michaela Vieser, »Von Kaffeeriechern, Abtrittanbietern und Fischbeinreißern. Berufe aus vergangenen Zeiten.« Pantheon-Ausgabe im C. Bertelsmann Verlag, München, Oktober 2012. Seite 13 ff.)

        Mit der Digitalisierung der Kloschüsseln in den vollautomatisiert »analysierenden« und »diagnostizierenden« Smart Homes unserer Smart Cities, wie sie nicht nur für Alexander Schwake und Bernd Althusmann auch im Landkreis Lüneburg erstrebenswert sind, wird die für knappe 200 Jahre waltende Stuhlgang- oder Defäkationsscham wohl wieder verloren gehen. Siehe: https://blog-jj.com/2020/03/26/die-zeit-ist-aus-den-fugen/#comment-10106

        Toiletten in Häusern – das hatten Ägypter und Römer vor der christlichen Zeitenwende, nicht aber die Londoner, Berliner oder Pariser der industriellen oder der politischen Revolution. »Fortschritt«, so wurde ein Text aus dem Satiremagazin »Kladderadatsch« noch 1852 betitelt, herrsche alltäglich zur Mittagszeit in den Straßen Bremens oder Lüneburgs, wenn nämlich alle Nachttöpfe der Stadt vor den Häusern standen, bereit von einem Fahrdienst abgeholt zu werden. Den Fortschritt erkenne man an den wegeilenden Bürgern. Der Gestank muss bestialisch gewesen sein. (Vgl. auch: Eduard Bodemann, [Bearb.], »Die älteren Zunfturkunden der Stadt Lüneburg, in der Reihe Quellen und Darstellungen zur Geschichte Niedersachsens«, Bd. 1, Hannover: Hahn, 1883)

        ABTRITTANBIETER waren Männer und Frauen, die sich in größeren Städten als wandelnde Bedürfnisanstalten ihr Geld verdienten, indem sie den Bürgern, die ihre Notdurft öffentlich verrichten mußten, einen Kübel und Schutz vor neugierigen Blicken anboten. Es war ja lange Zeit üblich, direkt auf den Straßen, an Mauern, auf Treppen, in Gängen und Hinterhöfen zu urinieren und seinen Kot zu deponieren.

        Der volkstümliche schwedische Dichter Carl Michael Bellmann (1740 bis 1795) sang zur Zither: »Draußen vor der Stadt / bei den grünen Pfützen, / wo die alten Weiber mit dem Arsch auf der Stange sitzen, / wo das gemeine Volk / mit dem Arsch trompetet, / dahin kam auch Gevatter Mowitz einmal. / Dort pißten ein Priester und ein Poet / zusammen in einen Winkel, / und das Wasser rauschte, und die alten Weiber schissen. / Plumps, plumps, plumps, plumps, / ein Prosit auf das gemeine Volk, / kling, klang.«

        Dieses Verhalten erfuhr erst im 18. Jahrhundert durch die »Politik der Desodorisierung« und das Vorrücken des Peinlichkeitsempfindens eine jähe Ächtung. Es wurden Höflichkeitsvorschriften gegeben (wie zum Beispiel »Gehet man bey einer Person vorbey, welche sich erleichtert, so stellet man sich, als ob man solches nicht gewahr würde, und also ist es auch wider die Höflichkeit, selbige zu begrüßen«) und Verordnungen erlassen, alle natürlichen Verrichtungen dem Auge anderer Menschen zu entziehen und dafür einen »gebührlichen Ort« aufzusuchen.

        Die Zeit der hilfreichen Abtrittanbieter war gekommen. Ein jugendlicher Wanderer, Johann Christoph Sachse, der sich 1777 in Hamburg aufhielt, hörte, wie eine Frau »Will gi wat maken?« rief. »Eh ich mich’s versah«, berichtete er in seinen Lebenserinnerungen, »schlug sie ihren Mantel um mich, unter welchem sie einen Eimer verborgen hatte, dessen Duft mir seine Anwendung verrieth.« Er bekam einen Schrecken und flüchtete unter dem Gelächter der Umstehenden. »Ich lachte mit als ich erfuhr, daß dergleichen Weiber und auch Männer expres [mit Absicht] in Hamburg herum giengen, um, für einige beliebige Abfindung Nothdürftige auf freyer Straße ihrer Bürde entledigen zu lassen.«

        Die Institution scheint sich jahrzehntelang gehalten zu haben, wie den Aufzeichnungen und Briefen des Handwerksburschen Johann Eberhard Dewald 1836–1838 (herausgegeben von Georg Maria Hofmann) zu entnehmen ist. Im Gedränge auf der Frankfurter Messe »waren mir besonders merkwürdig einige Frauen, die unter einem weitläufigen Umhang aus Leder oder dergleichen – ich konnt es nit erkunden – ein Schulterholz trugen, daran auf beiden Seiten eine Bütt herunterhing. Ihr aufmunterndes Rufen ›Möcht mol aaner?‹ erinnerte die Besucher der Budenmärkte an ihre vollen Bäuch und wohl sonst noch was, und wirklich bemerkte ich mehrere Malen etwelche unter dem Umhang verschwinden, um dort einem Geschäft zu obliegen, dem die menschliche Natur sich zu Zeiten durchaus nit entziehen kann.« Die Errichtung öffentlicher Bedürfnisanstalten im 19. Jahrhundert ließ auch diesen Beruf verschwinden.

        Quelle: Rudi Palla, »Die Welt der verschwundenen Berufe. Von Briefmalern, Planetenverkäufern und Lichtputzern«. Insel Taschenbuch, Berlin 2018. Seiten 18 und 19.

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      • jj schreibt:

        Hut ab, Carina

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  22. jj schreibt:

    Es ist bedauerlich, wenn Arztpraxen wegen Corona geschlossen werden müssen, aber konkrete Fälle sollten hier im Blog nicht thematisiert werden, deswegen habe den Kommentar gelöscht. Das ist, wenn, Aufgabe des Gesundheitsamtes, des Corona-Krisenstabes und eventuell der LZ. Lg jj

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    • Klaus Bruns schreibt:

      vorausgeeilter gehorsam, ist ja ganz nett. aber was soll das bringen? manche nachrichten sind in der tat so wichtig, dass sie schnell unter die leute kommen sollten. behörden-mühlen mahlen bekanntlich langsam, auch wenn sie dabei gründlich sind, sind sie manchmal zu spät. aber eine corona app wird gewünscht, oder?

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  23. Werner Dachs schreibt:

    Lieber Detlef, lieber Klaus Bruns, liebe Leser*innen,

    nennt mich altmodisch, aber ich steh‘ auf Netiquette im Web. Auch und gerade in Zeiten von Corona. Egal, ob wir unseren eigenen Brand nun in Reppenstedt, auf Facebook, Twitter oder Fortnite promoten: Ein liebes Wort oder eine kleine Geste von Herzen haben noch nie geschadet.

    Leider habe ich in den letzten Tagen – trotz der wichtigsten kirchlichen Feiertage! – davon besonders wenig erleben dürfen. Im Gegenteil: In der Causa Heinsberg-Studie gibt es für meine lieben Berliner Freund*innen bei der PR-Agentur „Storymachine“ gerade mächtig Gegenwind auf der digitalen Datenautobahn. 80 Millionen Corona-Experten machten sich kurz nach Erscheinen der zweiseitigen Mammut-Studie mit der besonders kritischen Lupe daran, das Haar in der Suppe zu suchen, obwohl die frohe Botschaft des Viren-Beau Prof. Dr. Hendrik Streeck von Kai Diekmann, Philipp Jessen und Co. doch zeitgleich und vollumfänglich in die sozialen Netzwerke gedonnert wurde: Nach Ostern rollen wir den Elektrogrill wieder raus!

    Und als wäre das noch nicht genug, wird in typisch deutscher Nichtsgönner-Manier darauf herumgeritten, dass die PR-Profis ihre magischen Internet-Fähigkeiten völlig selbstlos in den Dienst der guten Sache gestellt haben. Ganz ehrlich: Welchen Vorteil soll denn eine PR-Agentur daraus ziehen, dass sie kostenlos die erste große Studie zur Jahrhundert-Pandemie veröffentlicht? Da fehlt mir einfach die Fantasie. Der Druck wurde jedoch schnell so groß, dass „Storymachine“-Chef Jessen zum Interview-Termin bei der – das ist bekannt – besonders Diekmann-kritischen Plattform Meedia.de antanzen musste. Jetzt wird’s ungemütlich. Meedia erinnert uns im Intro zum Interview nochmal an das jahrhundertealte Gesetz bei „Storymachine“: „Die Devise bei Storymachine ist klar: Über Kunden wird nicht geredet.“ Zeig mir einen Deutschen, der diese Storymachine-Devise nicht kennt, und ich zeige dir einen Lügner. Danach geht es im Interview zur Sache: „Welche Herausforderungen gibt es bei der Zusammenarbeit?“, „Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Prof. Streeck und dem Universitätsklinikum Bonn?“ und „Wird Storymachine zukünftig mehr Einblicke in die eigene Arbeit und Projektbeteiligungen geben?“. Egal, wie sehr eine(r) was verbockt hat: Niemand hat es verdient, in einem E-Mail-Interview derart rufschädigend auseinandergenommen zu werden. Ich werde erstmals in der jahrhundertealten Geschichte meiner Blog-Kommentare eine Beschwerde beim Deutschen Presserat einreichen.

    Vielleicht sind die Nörgler, Nichtsgönner und Internet-Rambos da draußen erst zufrieden, wenn gar keine Studien mehr veröffentlicht werden. Ich weiß es nicht.

    Wütende Grüße: Euer Dachs, Werner

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    • Klaus Bruns schreibt:

      Lieber Werner Dachs
      Netiquette im Web. wunderbar, ob es auch mit klarnamen geht? wer sich irrt, sollte doch auch in der lage sein,es zuzugeben,oder? wer tut es?

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      • Werne Dachs schreibt:

        Sie meinen den Herrn Professor Streeck, Herr Bruns?

        Ob der sich geirrt hat oder nur voreilig war, ist noch nicht raus.

        Für mich ist es eine Hilfe, an meine Großeltern zu denken. Sie haben den Ersten Weltkrieg als junge Menschen erlebt, im Zweiten waren sie in ihren Fünfzigern, dazwischen war die Zwischenkriegszeit, auch nicht lustig. Die hätten vielleicht sogar ein bissl gelacht über unsere Probleme.

        Wenn sich Chinesen nicht mögen, dann wünschen sie sich: Mögest du in interessanten Zeiten leben. – Hoffentlich wird’s nicht zu interessant, das würd ich gerne zu Lebzeiten vermeiden.

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    • Lieber Werner Dachs,

      Wer in Sachsen in Quarantäne muss und sich nicht daran hält, muss nun mit harten Strafen rechnen. Das Bundesland hat knapp zwei Dutzend Zimmer in psychiatrischen Kliniken freigeräumt, in denen Unbelehrbare von der Polizei bewacht werden sollen.
      Kürzlich traf es eine Anwältin, Intellektuelle, Akademikerin. Sie wollte vor dem Bundesverfassungsgericht klagen gegen die Corona Regeln.
      Könnte es auch unschuldige Dachse treffen Herr Dachs?

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      • Werne Dachs schreibt:

        Richtig, Detlef, die sächsische Landesregierung hat in den psychiatrischen Kliniken Altscherbitz, Arnsdorf, Großschweidnitz und Rodewisch insgesamt 22 Zimmer freiräumen lassen, in denen etwaige Quarantäneverweigerer festgesetzt werden sollen. Deren Bewachung solle die Polizei übernehmen: https://www.welt.de/politik/deutschland/article207198029/Coronavirus-Sachsen-will-Quarantaene-Verweigerer-in-Psychiatrien-sperren.html

        Von Querulanten ist nicht die Rede.

        Niedersächsische Bänkelsänger nämlich unterhielten ihr Publikum, immer schon von einer Bank herab (Social Distancing), mit Gassenhauern und Bänkelliedern. Besungen und erzählt wurden Neuigkeiten des Tages und Naturereignisse, Unglücksfälle, Verbrechen, Geburten, sentimentale Romanzen sowie soziale Mißstände in gereimter, greller, oft auch unflätiger Form, ganz nach dem Geschmack der unteren Schichten des Volkes. Bisweilen wurden auch Persönlichkeiten in den Versen angegriffen und verhöhnt. Einer der Angegriffenen beschwerte sich einmal an höchster Stelle, „daß sein Name von der Grundsuppe des Pöbels auf allen Gassen und Straßen der Stadt und Vorstädte in Gesellschaft irgend eines Galgenschwengels ausgerufen, dem allgemeinen Spott Preis gegeben und gebrandmarkt wird“. Aber, ob der Dichter als junger Dachs deswegen von Lüneburg nach Dresden verschleppt und von Petra Köpping (SPD) in einer Gummizelle „festgesetzt“ wurde, kann ich nicht sagen.

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  24. Wolf Hartig schreibt:

    Schändliche Foodtrendsetter verkünden es in ihren Wurst- und Käseblättern lautstark: Fermentiertes sei das Geschmackserlebnis 2020. Tee, Tabak und alles querbeet durch den Gemüsegarten soll der Fermentierung anheimfallen. Dabei verdanken wir diesem Haltbarmachungs-Hallodri bereits altbackene kulinarische Entgleisungen wie Buttermilch oder Sauerkraut. Jetzt soll plötzlich neu und trendy sein, was seit Jahrhunderten bei Oma und Opa in düsteren Vorratskellern blubbernd und stinkend vor sich hin gärt? Da will man uns doch mit dem Einlegen reinlegen!

    Die Niedertracht dieser „Veredelungsmethode“, die einst blühende, pralle Lebensmittel in blasse Viktualienzombies verwandelt, offenbart sich bei genauem Hinsehen sofort. Laut Wikipedia ist Fermentation die „Umwandlung organischer Stoffe in Säure [oder] Gase“. Mmh, klingt das lecker! Wer wollte nicht schon mal Säure oder Gase essen?

    Völlig hilflose Nahrung wird gezielt mit Hefe, Bakterien oder Schimmelpilzen infiziert. „Starterkulturen“ nennen sich diese Keimzellen des geschmacklich Bösen. Und „Starter_kultur“ nennt sich wahrscheinlich das Wendisch Everner Start-up, das derartiges Zubereitungs-Teufelswerk online verscherbelt und mit Slogans wie „Schreite zur Fermentat!“ oder „Schmeckt ja fermentierisch!“ wirbt. Zuletzt sperrt man seine gezielt verunreinigten Fermentierungsopfer in ein luftdicht verschlossenes Glas. Nach einiger Zeit begehen die eingepferchten Lebensmittel aus Verzweiflung Zellstrukturselbstmord und ihr eigener Saft tritt aus. Darin lässt man sie schmachten bis haltbare (besser: untote) Geschmacksschatten zurückbleiben. Da kann auch bloß einem nekrophilen Sadisten das Wasser im Mund zusammenlaufen. Allerdings haben durch die Corona-Krise viele den kleinen Prepper in sich entdeckt und lieben seither konservierte Kost. Man will schließlich genug Eingemachtes zu Hause haben, wenn es bei der Apokalypse ans Eingemachte geht. Doch ist einem sein eigenes Leben wirklich so viel wert, dass man sich auf diesen Fraß einlässt? Hoffentlich nicht!

    Was man der Fermentierung lassen muss: Sie macht Lebensmittel haltbar und lässt sie gleichzeitig nach Verderben, Tod und Verwesung schmecken. Sie hat also zumindest Sinn für Ironie.

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  25. Jürgen K. schreibt:

    Die Leopoldina in Halle ist die „Nationale Akademie der Wissenschaften“. Es wird in ihr aber nicht geforscht. Sie ist vielmehr eine Versammlung reputierter Professoren, die sich Politikberatung zutrauen. Ihre jüngste Stellungnahme zeigt, was das heißt. Es ist die dritte „Ad-Hoc-Stellungnahme“ der Akademie zur Corona-Pandemie.

    Ad hoc, das heißt: nicht auf Forschung beruhend. Wie auch anders, denn es gibt gar keine Forschung zu dem, wovon nun die Professoren dreist behaupten, sie hätten einen Begriff davon: die Wiederinbetriebnahme des öffentlichen Lebens. Tatsächlich versammelt ihr Text fast nur Allgemeinplätze, Wertebeschwörungen und wohlfeile Forderungen, die von Theologen, Werkstofftechnikern, Katalyseforschern und Sozialhistorikern unterschrieben worden sind: Es seien dringend mehr Daten über die Pandemie erforderlich, Selbstschutz und Solidarität seien wichtiger als Sanktionen, Risikogruppen bedürften der Hilfe. Außerdem „sollte die Zahl der Neuinfektionen so weit wie möglich kontrolliert auf einem niedrigen Niveau gehalten werden.“ Und: „Maßnahmen für die schrittweise Rückführung in einen gesellschaftlichen ‚Normalzustand‘ müssen neben dem Istzustand der Pandemie deren zu erwartenden Verlauf berücksichtigen.“

    Der Aufklärung förderliche Informationen müssten von den zuständigen Stellen bereitgestellt werden, absolute Zahlen seien durch aussagekräftige Vergleiche zu ergänzen. „Zielkonflikte müssen identifiziert und bei der Entscheidungsfindung abgewogen werden“.

    Man soll also, kurz gesagt, keinesfalls das offenkundig Unsinnige tun.

    Dann aber doch ein konkreter Vorschlag: Die Schulen sollen baldmöglichst wieder geöffnet werden. Die Krise führe nämlich zu einem Rückgang der Lernleistungen. Als erstes sollen die Schüler der Abschlussklassen in den Grundschulen wieder direkt unterrichtet werden; dann die Sekundarstufe 1. Aber natürlich nur in kleinen Gruppengrößen, mit gestaffelten Pausen und nur in den wichtigsten Fächern. Soeben hieß es noch, die Schulen seien der jüngeren Schüler wegen geschlossen worden, weil ihnen das Befolgen aller Hygienegebote nicht abverlangt werden könne. Jetzt soll ihre geringere Fähigkeit zu digitalem Lernen den Ausschlag geben, sie als erste in die Schulen zurückzuholen. Dabei darf natürlich der Schulhof „nicht zum Austauschort für Viren werden.“

    Und das Klassenzimmer? „Eine Gruppengröße von maximal 15 Schülern wäre möglich, wenn entsprechend große Klassenräume zur Verfügung stehen“. Und entsprechend viele Lehrer. Ja, wenn. Wäre dann aber die Schließung der Schulen überhaupt nötig gewesen? Rein in die Maßnahme, raus aus der Maßnahme, Hauptsache Technokratie, dafür aber mit der Produktion guten Gewissens für Politiker, die nun sagen können: „Die Wissenschaft hat festgestellt“, auch wenn sie nur ein bisschen ohne Daten vor sich hingeredet hat.

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    • Ronald Keimann schreibt:

      Wer erwartet, dass Grundschüler die Hygieneregeln einhalten, kann Alkoholiker auch zum Entzug aufs Oktoberfest schicken.

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  26. Aller Anfang ist schwer
    Ob durch die Kontakte mit Geschwistern, in der Krabbelgruppe, Kindertagesstätte oder Schule, neue Erreger bestürmen permanent das noch reifende Immunsystem der Kinder. Nach dem Prinzip „Aus Schaden wird man klug“ geht die Abwehr daraus jedes Mal mit einer neuen abgespeicherten Erinnerung hervor. Damit ist das Kind für zukünftige Infektionen besser gerüstet. Etwa mit dem 10. Lebensjahr kennt das Immunsystem die am häufigsten vertretenen Erreger unserer Umwelt. Das Kind ist „aus dem Gröbsten raus“ und die Infekte reduzieren sich allmählich auf Erwachsenenverhältnisse.

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    • Helga Neuerdinger schreibt:

      Mehr als 90 koreanische Patienten sind nach überstandener Coronavirus-Infektion erneut positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Wie kann das sein? Und ist es schlimm? Gibt es vielleicht gar keine Corona-Immunität?

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  27. Joachim Müller schreibt:

    Die Nachfrage nach Gesundheit, so viel lässt sich nach ein paar Wochen Pandemie in Lüneburg sicher sagen, wächst nicht nur mit der Bedrohung derselben, sondern auch mit dem Angebot an Gesundheitslösungen. Deshalb sind Masken und Schutzbekleidung knapp und teuer, deshalb fängt die Preistreiberei bei Arzneien jetzt schon an. Und wer weiß, wahrscheinlich gibt auch stapelweise Klopapier den Hamsterern das sichere Gefühl, vom spärlichen Gut Gesundheit möglichst viel abzubekommen, wenn sie sich den Luxus eines sorgfältigen Toilettengangs mehrmals täglich zu leisten vermögen. Diese gastrointestinale Nachsorge ist allerdings durchaus ausbaufähig.

    An der Eliteuniversität Stanford hat man jetzt die „smarte Toilette“ erfunden, und sie zugleich zur Wiege einer neuen Gesundheitsbewegung erkoren. Die Kloschüssel aus Kalifornien ist ein Wunderwerk der Sensortechnik. Sie wird gewissermaßen zur analen Verlängerung der Smartwatch. Besser noch: Unter der Klobrille sitzt künftig das digitale Herz der Gesundheitsindustrie. Die Details sollen hier gar nicht weiter diskutiert werden, das alles ist im Fachjournal „Nature Biomedical Engineering“ nachzulesen: https://www.nature.com/articles/s41551-020-0534-9 Es genügt zu wissen, dass Stuhl- und Urinproben quasi im Schnelldurchgang auf alle möglichen rektalen, urologischen und biochemischen Defizite hin untersucht werden.

    Die „Urodynamik“ – Stromgeschwindigkeit, Volumen und Konsistenz – soll als Präzisionsparameter der Gesundheitsfürsorge aufgebaut werden. Gleichzeitig sollen die im Emaille-Topf versenkten Präzisionskameras durch eine Art Fingerabdruck der verborgensten Körperöffnungen sicherstellen, dass die Datencloud, die von der Toilette gefüttert wird, den WC-Nutzer mit Gesichtserkennungsqualität identifiziert. Nein, auch das ist kein verspäteter Aprilscherz. In Stanford ist man nach der Auswertung von 300 Smart-Toiletten-Nutzern vielmehr sehr sicher, dass „die Menschen bald ihren Frieden schließen werden mit dem Scan ihres Anus“.

    Dahinter steckt natürlich ein in diesen Tagen ausgesprochen populäres Kalkül: dass die Menschen für Gesundheitsleistungen jeder Art einen hohen Preis zu zahlen bereit sind. Mit einer ähnlichen Taktik hatte sich vor Jahren der finnische Handyhersteller Nokia magnetische Tattootinte schützen lassen, die bei eingehenden SMS und Anrufen vibrieren sollte (https://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/nokia-will-vibrations-tattoos-patentieren-a-823117.html). Heute wissen wir: Das Patent war auch für den A…!

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  28. Klaus Bruns schreibt:

    – Die Ansteckungsgefahr und die Sterblichkeit sind beim Coronavirus nach Experteneinschätzung etwa gleich hoch wie bei der Influenza. „Corona ist auf keinen Fall gefährlicher als Influenza“, sagte der Chefarzt Clemens Wendtner von der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing. Dort werden weiter sieben der zwölf Infizierten in Deutschland behandelt.

    Die Sterblichkeit werde zwar in China mit zwei bis drei Prozent angegeben, sagte Wendtner. Aber: „Das halten wir für überschätzt. Wir gehen davon aus, dass die Sterblichkeit deutlich unter einem Prozent liegt, eher sogar im Promillebereich.“ Das sei eine ähnliche Größe wie bei der Influenza. „Mit einer sehr, sehr gefährlichen Erkrankung hat das nicht viel zu tun.“
    https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/krankheiten-muenchen-arzt-corona-auf-keinen-fall-gefaehrlicher-als-influenza-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200206-99-796653

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    • Karsten Hilsen schreibt:

      Die Meldung ist vom 6. Februar 2020,
      Aus den 12 Infizierten sind derzeit (11. April) ca 123.000 (hundertdreiundzwanzigtausend) geworden. ca. 2700 Personen sind der amtlichen Statistik gemäß an den Folgen der Viruserkrankung gestorben.

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      • Klaus Bruns schreibt:

        Karsten Hilsen
        ist mir bekannt. ich habe die redaktion der sueddeutschen gefragt, ob sie diesen arzt noch mal befragen könnten, um festzustellen, ob er immer noch die gleiche meinung vertritt? leider gab es keine reaktion.

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  29. Klaus Bruns schreibt:

    zur info für betroffene. es geht um betreutes wohnen.
    Hallo Herr Bruns,

    da Sie, Ihre Frau und Ihre Tochter als Pflegekräfte für Ihre pflegebedürftige Mutter gemeldet sind, sind Sie gleichzeitig Angehörige und Pflegekräfte Ihrer Mutter in einer Person. Da die Pflege Ihrer Mutter nach wie vor sichergestellt werden muss, ist die Eigenschaft der „Pflegekraft“ höher zu bewerten als die Eigenschaft der „Angehörigkeit“.

    Insofern ist es Ihnen weiterhin gestattet Ihre Mutter im Rahmen der Pflege aufzusuchen und zu unterstützen. Besuche zu reinen Besuchszwecken sind dagegen derzeit nicht gestattet.

    Mit freundlichen Grüßen
    Im Auftrag
    Christopher Schäfer

    Landkreis Lüneburg · Soziales
    Gebäude 2 · Zimmer 110
    Auf dem Michaeliskloster 4 · 21335 Lüneburg

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  30. jo bembel schreibt:

    HAMSTER STÜRMEN DIE APOTHEKEN

    Geht es noch peinlicher, Herr Chefredakteur Marc Rath?

    Auch wenn Sie diese Überschrift nicht verzapft haben, so sind Sie doch mitverantwortlich. Und sei es nur dafür, dass keiner anständig Korrektur liest. Ich selbst beherrsche die deutsche Sprache auch nicht so, dass ich es könnte. Aber ich bin bloß Zusteller.

    Hamster sind kleine, possierliche Nagetiere. Diese können sicherlich keinen automatischen Tür-Öffnungsvorgang auslösen und selbst durch Anwendung einer Räuberleiter werden sie an keine Türklinke kommen.

    Die widerlichen Menschen, die gemeint sind, sind

    Hamsterer (Deutsch)
    Substantiv, maskulin

    [Nominativ: (Singular) der Hamsterer / (Plural) die Hamsterer
    Genitiv: des Hamsterers / der Hamsterer
    Dativ: dem Hamsterer / den Hamsterern
    Akkusativ: den Hamsterer / die Hamsterer

    Worttrennung: Hams·te·rer, Plural: Hams·te·rer

    Bedeutungen:
    Person, die hamstert, also versucht, sich zusätzlich zur zugeteilten Menge oder zum aktuellen Bedarf Lebensmittel und andere wichtige Artikel zu verschaffen]

    Aber solange kein Leserbrief länger als 2.000 Zeichen ist, ist die Welt ja in Ordnung. Selbst wenn das Leserforum ein jämmerlich Bild abgibt.

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  31. Wir legen alles Still. Selbst unsere Gefühle. Wir flaten the Rate. Trauern Wir überhaupt als Menschen. Der Tod geht durch unsere Reihen. Wenn alles steht in unserem kurzen Sein der Sinn als Wir wohl wächst. Schenken wir unseren Opfern und Angehörigen eine Schweigeminute für ihr tiefes schmerzhaftes Leid. Das Leid kennt keine Grenzen. Die Not wird es uns finden lassen.. Wir sind nicht allein.. Tränen fließen in ein großes Meer.. Zeigt durch euere Herzen das Wärme fließt.. Gedenken wir uns und anderen.. Nur für eine Minute, wäre das wohl zuviel verlangt in dieser Zeit

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    • Theodor schreibt:

      Lieber Detlef,

      Erscheint dir etwas unerhört,
      Bist du tiefsten Herzens empört,
      Bäume nicht auf, versuch′s nicht mit Streit,
      Berühr es nicht, überlaß es der Zeit.

      Am ersten Tag wirst du feige dich schelten,
      Am zweiten läßt du dein Schweigen schon gelten,
      Am dritten hast du′s überwunden,
      Alles ist wichtig nur auf Stunden,

      Ärger ist Zehrer und Lebensvergifter,
      Zeit ist Balsam und Friedensstifter.

      Quelle: Theodor Fontane

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  32. Klaus Bruns schreibt:

    es darf gelacht werden, da gibt es jemanden , der ein fän von atomkraftwerken ist und jetzt schutzmasken zum selber basteln empfiehlt. in Tschernobyl brennt gerade der wald. die radioaktivität steigt. ob da auch masken helfen können?

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    • Andreas Janowitz schreibt:

      Gelacht werden darf wohl eher über die Rechtschreibfehler… -.-

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      • Klaus Bruns schreibt:

        Andreas Janowitz
        was meinen sie, wie lange ich schon hier auf so einen fundamentalen hinweis gewartet habe. schmunzel. da ich meine schweine am gang erkenne, braucht es aber nicht zu oft diesen hinweis. es sind übrigens immer die gleichen, die solche hinweise geben. eigentlich muss deren rechtschreibfehlersammlung schon gewaltige dimensionen angenommen haben, meinen sie nicht herr janowitz? dafür fehlt es denen ja meistens an ,,echten“ argumenten, oder sehen sie das anders? hin und wieder baue ich auch gern mal rechtschreibfehler ein , um zu sehen, wer darauf reagiert und sich so in den foren tummelt. ansonsten interessiert mich die rechtschreibung schon lange nicht mehr. habe als rentner meine uhr und die rechtschreibung abgelegt. wann werden sie herr janowitz als neuer maskenball-fan venedig beglücken? schmunzeln.

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      • Ella Carina schreibt:

        Wer im Glahshaus sitzt, lieber Andi, der …

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      • Klaus Bruns schreibt:

        mein Test-Ergebnis,schmunzeln
        Sie haben 20 von 36 Punkten erreicht (55.56%)

        Du hast eine gute Balance
        Du bist weder besonders extrovertiert, noch besonders introvertiert.

        Es gibt Situationen in denen du dich lieber zurückhältst und die anderen machen lässt, aber manchmal bist du auch voll im Geschehen.

        Du hast auf jedenfall eine gesunde Portion Selbstvertrauen und weißt, wie du auf dich aufmerksam machst, wenn dir etwas nicht passt. Das ist gut und wichtig damit du nicht von anderen übergangen wirst.

        Wenn du noch genauere Informationen willst, dann kann ich dir den Persönlichkeitstest von 16personalities empfehlen. Ein genialer Test, der auf modernem psychologischen Wissen beruht und auch echt Spaß macht.

        Beste Grüße, Gustav.

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  33. Andreas Janowitz schreibt:

    Bitte diese grossartigen Neuigkeiten zur Kenntnis nehmen?! (Ja, ja der Bericht über den Barendorfer Gymnasiasten war ganz nett).
    Aber das hier demonstriert dezidiert die Kapazitäten?! Man denke sich über „Rechenkraft.net“ liessen sich nach dieser Epedemie einige hundertausend überzeugen dem Stellerator-Projekt in Greifswald Kapazitäten zuschustern?!

    https://foldingathome.org/2020/04/03/capturing-the-covid-19-demogorgon-aka-spike-in-action/

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  34. Klaus Bruns schreibt:

    vom maskenball halte ich gar nichts. sie sollten denen helfen, die andere helfen und das sind keine selbst gebastelten. sinnvoll wäre es da ,masken zu tragen, wo der sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann, ansonsten besteht die gefahr, dass immer mehr menschen leichtsinnig werden und dem ,,nicht,, vorhandenen schutz, zu viele den glauben schenken, sie könnten schützen. da corona-partys ohne masken veranstaltet werden, frage ich mich, welche partys erst so mit masken veranstaltet werden?

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    • Georg Wüstenhagen schreibt:

      Obacht, Herr Bruns! Jürgen Hempel ist ein erfahrener Spezialist für Do-it-Yourself-Maßnahmen zur Social-Distance-Beachtung:


      Foto: ca

      Siehe: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/1713752-juergen-hempel-ist-nicht-auf-linie

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    • Andreas Janowitz schreibt:

      Ich habe meine Meinung über`s tragen improvisierter Masken grundsätzlich geändert. Wozu sonst das mehrlagige Klopapier horten? Selbst improvisierte Masken schützen andere vor unerkannt infektiösen und reduzieren die Viruspartikellast in der ausgeatmeten Luft. Ja Sie schützen kaum vor infektion was das einatmen betrifft, trotzdem macht es Sinn Sie beim Einkaufen oder im Bus zu tragen.
      Ausserdem werden so richtige Masken den professionellen vorbehalten.

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  35. Jürgen Hempel schreibt:

    Immer mehr Ärzte raten den Menschen im Lande zusätzlich zu den verordneten Mindestabstandregeln zu anderen Menschen eine Mund- Nasenschutzmaske zu tragen. Hier sei genannt Dr. Matthias Riedl, der in der Visite- Sendung vom 24.03 auf NDR 3 dazu sprach ( nachzuhören auf der Mediathek ) Aber auch der Bundespolitiker Dr.Dr Karl Lauterbach ( SPD ) sprach sich dafür aus in der Maibrit Ilner – Runde vom 27.03.2020. Dr. Lauterbach sagt auch, dass ein ein Angesteckter, der keine Symptome zeigt, auch Viren verbreitet. Dass heißt: in der Ausatmungsluft, z.B. beim Sprechen befinden sich Viren !! Die 200 cm Abstand zu einander besagt nicht, dass Sie ggf. durch die Ausatmungswolke gehen Bsp im Supermarkt.
    Heute ( 30.03. ) nun hat Österreichs Bundeskanzler Kurz angeordnet, das alle Käufer im Supermarkt Masken tragen müssen. Auch soll geprüft werden, wenn Menschen in der Öffentlichkeit unterwegs sind, Mund- Nasenschutz- Masken zutragen. Auch in Österreich gibt es keine Masken in der Apotheke ………. Mittlerweile wird AUCH in Deutschland diskutiert ( 31.03.), dass Masken zu tragen sind. Ab Montag, den 06.April muss jeder Einwohner in Jena – Thüringen – beim Einkauf im Supermarkt eine Mund- Nase- Schutzmaske tragen.
    Aber auch in Deutschland gibt es diese Masken nicht zu kaufen, daher empfehle ich, diesen Schutz selber herzustellen. Anleitungen finden Sie auf meiner Facebook Seite dazu.Wer keine Nähmaschine hat, da geht es auch mit einer Nähnadel und Sternzwirn.

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  36. Währungsreform? schreibt:

    Deutschlands größte private Gelddruckerei Giesecke & Devrient (G+D) würde wohl die neuen Banknoten produzieren. Und ist dazu, zumindest theoretisch, jederzeit in der Lage. Karsten Ottenberg, Vorsitzender der G+D-Geschäftsführung: „Wir brauchen etwa ein halbes Jahr, um neue Banknoten zu entwerfen und dann zu produzieren.
    Hessen im März 2020

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    • jj schreibt:

      Die Quelle ist „Focus“. Alles klar.

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    • jo bembel schreibt:

      Und wer sollte Interesse an einer Währungsreform haben? Ganz gewiss nicht, den 10% der Bevölkerung, die 56% des Gesamtvermögens besitzen. Und diese Ungleichverteilung, die in allen großen Volkswirtschaften (extremer) existiert, wird dafür sorgen, dass die Krise zu keinen fundamentalen wirtschaftlichen Veränderungen kommen wird.

      Und wenn es doch zur Währungsreform kommen sollte, wird gleichzeitig das Bargeld abgeschafft werden.

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  37. Klaus Bruns schreibt:

    meine mutter 91 jahre alt ist stinksauer. sie soll jetzt eine reinigungsfirma beauftragen, damit bei ihr gesaugt werden darf. sowas nennt sich betreutes wohnen. meine tochter darf es angeblich nicht mehr, trotz einweghandschuhe und sicherheitsabstand. diesen groben unfug werden wir nicht mitmachen. wir sind als pflegekräfte bei der krankenkasse eingetragen und werden unsere rechte zu nutzen wissen.

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  38. Fünf Uhr morgens. Sie schleppt sich zum Bus.
    Sie fühlt sich krank, doch sie weiß genau: Sie muss.
    Sie ist Krankenschwester auf der Intensivstation.
    Und die Patienten warten schon.
    Er gehört im Altenheim zum Pflegepersonal.
    Sein Tagesdienstplan ist hektisch und brutal.
    Doch so gut es geht, nimmt er sich für jeden Zeit
    und hält für alle ein Lächeln bereit.
    Selten Lob, wenig Kohle, kein Glamour und kein Glanz,
    doch das Herz am rechten Fleck, und zwar voll und ganz.
    Quelle
    https://www.wiseguys.de/index-111.html

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  39. Andreas Janowitz schreibt:

    Die Bundesrepublik ist derzeit, das einzige Land auf der Welt, was Patienten aus Nachbarländern einfliegt. Noch Fragen?

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    • Berni schreibt:

      Ja. Wie hörten wir Bestsellerautor Frank Schätzing jüngst so Klaus Brunsisch aus dem Radio rausraunen? »Wenn Sie sich einmal in die Politik reinbegeben, verlieren Sie Ihre Freiheit – auch die Freiheit, Dinge auszusprechen. Die Parteistrukturen, in denen Politiker sich von der Pike auf hocharbeiten, sind wie Flüsse, und Sie sind der Kiesel. Sie werden rund geschliffen, ob Sie das wollen oder nicht. Andernfalls kommen Sie ja gar nicht oben an!«

      Au weia. Was also, Andreas Janowitz, würden Sie an Frank Schätzings Stelle tun? Flusskiesel künftig ungeschliffen lassen, damit sie besser oben ankommen und auf der Wasseroberfläche schwimmen? Strukturen entwässern, damit sie aufhören, wie Flüsse zu sein? Die Pike aus dieser feuchten Metapher nehmen, bevor sie rostet? Ja? Und wenn Politiker dann endlich die Freiheit haben, »Dinge auszusprechen« – was schätzen Sie: Wird das dann so eloquent und bildstark klingen, als hätte es ein gelernter Schriftsteller formuliert?

      Übt immer noch die flüssige Aussprache:

      Jens Kiesel (Mitte) im Juni 2015 als Neuzugang in den Reihen der SPD-Ratsfraktion. Eine Karriere, die im September 2016 wieder endete. (Foto: t&w)

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      • Andreas Janowitz schreibt:

        Ach wissen Sie, ich halte die Fluss-Metapher für gar nicht so unangebracht. Wir alle treiben im Strom der Zeit vorran, manche glauben gar sie schwämmen, obwohl das Leben von Zufällen und Untiefen jenseits allen Zugriff´s geprägt ist. Der Zufall bestimmt weit mehr aus die eigene Fertigkeit im Kraueln. Sicher, schwimmen muss man können, nur ist der wahre Unterschied zwischen den Spitzenschwimmern und der breiten Masse der sich über Wasser haltenden geringer als all zu oft Erklärt.

        Ohne Schliff, kein Schneid? Bis schliesslich nichts mehr zum Schleifen übrig ist. Es ist nunmal der Cursus Honorium in Deutschland derart verinnerlicht, das nicht sein kann was nicht sein darf. Wer sich nicht über Jahre bewährt, kann nichts Können? Egal was die Tiefe der geschlagenen Kerbe gerade demonstriert. Die Demonstration gilt in meiner kleinen Welt nunmal alles. Da kann kommen wer will.

        Ich für meinen Teil habe den elaborierten Kode gerade verlegt: das verstünde sowieso niemand. Ein wenig mehr gerade herraus? Ein bischen ausschmücken? Märchen Onkels haben doch Hochkonjunktur? Kein Wunder das unsere beamtisch Quasselnden auf dem trockenen rudern? Deren rechtssichere Aussprache versteht einfach niemand mehr.

        Ideenlos kommen sie daher. Ich lud jüngst eine wüste Triade über das Notdurftprogramm im i-mehl Ordner der Bundesbank ab. Ich bin mir sicher die hochwohlgeborenen Experten lasen höchst angewidert welche Möglichkeiten abseits des abgekauten Knochens vom „schlanken Staat“ liegen. Nach Jahren des Cursus ist die Idee vom grosse Narativ schlicht unter Bergen von Akten, Formularen und Durchschlägen begraben. Dröge dümpelt die Beamtenrepublik vor sich hin und ist sich selbst so sehr genug, das jede noch so krude gute Nachtgeschichte, jedes noch so hingeschmierte Plakat als gewichtige Erzählung an jederman verkauft werden kann. Zumindest 20% lassen sich freimütig für Dumm verkaufen.

        Ich „würde“ nicht? Ich versuche wenigstens das grosse Narativ ein wenig aufzupolieren, unter der Patina ein wenig verlorenen Glanz hervorzuholen. Es war die Hoffnung auf Freiheit die, Bürger des Ostblocks ermutigte weiter zu schwimmen?! Jene unüberwindbar scheinenden Strohmschnellen letzlich doch zu überwinden? In dieser zähen sich quälend langsam dehenenden Zeit braucht es doch ein wenig frohen Mut?

        Die Bundesrepublik ist derzeit der einzige Staat weltweit, der Patienten zur Behandlung einfliegt?!

        Wir werden das schon irgendwie schaffen, aber wie? Hundertausende spenden derzeit Rechenzeit, damit Mediziner die Details der Proteinfaltung nutzen können um schneller als je zuvor eine Medikation bereit zu stellen? Einfach Menschen, zusammen an einem Strang ziehend, nähen nicht nur improvisierte Gesichtsmasken für Verkäufer oder Altenpfleger, sondern stellen zusammen den grössten und schnellsten Supercomputer aller Zeiten?! Wenn weltweiter Zusammenhalt und Solidarität normaler Bürger kein grossartige Narativ ist, dann weiss ich auch nicht. Ohne die so viel gescholtenen sozialen Medien gäbe es keine Koordinationsmöglichkeit?

        Das ist was der Aufstieg zur Kardaschow I Zivilisation bedeutet?! Das glänzt ganz sicher- naja gut es schimmert ein wenig…

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      • Bertolt schreibt:

        Am Grunde der Moldau wandern die Steine
        Es liegen drei Kaiser begraben in Prag.
        Das Große bleibt groß nicht und klein nicht das Kleine.
        Die Nacht hat zwölf Stunden, dann kommt schon der Tag.

        Es wechseln die Zeiten. Die riesigen Pläne
        Der Mächtigen kommen am Ende zum Halt.
        Und gehn sie einher auch wie blutige Hähne
        Es wechseln die Zeiten, da hilft kein Gewalt.

        Am Grunde der Moldau wandern die Steine
        Es liegen drei Kaiser begraben in Prag.
        Das Große bleibt groß nicht und klein nicht das Kleine.
        Die Nacht hat zwölf Stunden, dann kommt schon der Tag.

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  40. Peter Ringer schreibt:

    Hallo, Herr Jenckel,

    in der Frankfurter Allgemeinen ist heute zu lesen: „Kürzlich erblickte eine interne Lageeinschätzung des Bundesinnenministeriums zur Corona-Pandemie das Licht der Welt, bei deren Lektüre dem Leser der Atem stocken kann. Schon im ersten Absatz des 17-Seiten-Papiers mit der Überschrift ‚Wie wir Covid-19 unter Kontrolle bekommen’ wird eine Horror-Zahl genannt: Wenn nichts unternommen würde, wäre mit mehr als einer Million Toten allein in diesem Jahr in Deutschland zu rechnen.“ (https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/corona-wie-bringt-man-den-deutschen-bei-wie-schlimm-es-ist-16707527.html)

    Wird die „Arena“ im Hinblick darauf nicht mit eiligstem Vorrang fertig gestellt werden müssen, da sie unter Umständen als Ergänzungskrankenhaus „Am Alten Schlachthof“ systemrelevant ist?

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    • Jochen Wolters schreibt:

      Dazu gestern in der FAZ an anderer Stelle:

      „Das Ausmaß der Corona-Krise ist in der Tat nicht zu verharmlosen. In einem vielzitierten Strategiepapier des Bundesinnenministeriums wurde für den schlimmsten Fall ein bis dahin für unsere Gesellschaft nicht gekannter „Abgrund“ vorhergesagt: der totale Zusammenbruch von Wirtschaft und Gesellschaft, wie er seit Ende des nicht dagewesen ist, bis hin zu Anarchie, Plünderungen und Gewaltausbrüchen. Der Druck auf Politiker, vom Landrat bis zur Kanzlerin, eine solche Katastrophe abzuwenden, ist seit Tagen und Wochen so groß, dass es durchaus plausibel und menschlich erscheint, dieser Last nicht standhalten zu können.

      Dennoch: Die Einschätzung des „worst-case“ aus dem Innenministerium in Berlin ist gut zwei Wochen alt. Für Gesprächsstoff unter Ministern und Beamten in Bund und Ländern wird dieses schlimmste Szenario schon früher gesorgt haben. Seither ist viel geschehen. Resultat waren unter anderem die drastischen Maßnahmen während und am Ende der Woche, aus dem das Papier stammt. Wichtigster Bestandteil dieser Maßnahmen waren das Kontaktverbot in allen Bundesländern, das am Wochenende vom 21./22. März ausgesprochen wurde.

      Diese Beschränkungen zeigten erste positive Wirkungen schon vor Tagen, auch schon vor dem 28. März. Nicht Horrorszenarien, sondern Hoffnungen gaben seither den Ton an. Der „Abgrund“ war erst einmal abgewendet. Stattdessen ist ein Szenario viel wahrscheinlicher, das bei allen Unwägbarkeiten, die noch bleiben, keinen Anlass zur allgemeinen Verzweiflung bietet. Grund zum Optimismus gab es schon seit Tagen mit Blick auf China und Südkorea, wo sich die Infektionskurven dauerhaft abflachten.“

      Quelle: https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/zum-tod-thomas-schaefers-von-den-sorgen-erdrueckt-16708665.html

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  41. Ute Hannemann schreibt:

    Eine tödliche Pandemie hat der Virologie endlich den Sexappeal eingehaucht, den dieser nischige Berufsstand schon lange verdient hat. Die folgenden Lüneburger Berufsrepräsentanten warten sehnsüchtig auf ihre eigenen attraktivitätssteigernden Katastrophen:

    KFZ-SACHVERSTÄNDIGER: Durch einen verheerenden Hagelsturm werden deutschlandweit hunderttausende an der Lüner Rennbahn im Freien parkende Autos zerbeult. Im ersten Ansturm auf die ATU-Filialen bewahrt ein Amelinghäuser KfZ-Sachverständiger in täglichen ARD-Brennpunkten kühlen Kopf und dieser blaue Overall sieht irgendwie süß aus.

    FACHFRAU FÜR WEINBAU: Nach dem stärksten deutschen Erdbeben seit Beginn der Aufzeichnungen rechnen die niedersächsischen Winzerpioniere an der leichten Hanglage des ehemaligen Kartoffelackers im Thomasburger Orsteil Wiecheln mit einem Ernteausfall von bis zu 90 Prozent. In ihrem eigenen „TikTok“-Format gibt eine Dipl.-Ing. für Weinbau den panischen Hobby-Sommeliers zwischen Neetze und Rehlingen wertvolle Tipps für das Leben ohne fruchtige Abgänge. Ihre vom schweren Rotwein blauen Lippen können ruhig näher an die Kamera.

    FDP-MITGLIEDER: Wegen der Insolvenz des weltweit größten Herstellers für Reitaccessoires und -zubehör geraten die Pferdebesitzer im Landkreis Lüneburg in Panik. Die Liberalen zeigen sich großzügig und springen ihrem Naturell entsprechend als Steigbügelhalter ein.

    EVENTMANAGER IM BEREICH TEAMBUILDING: Als die alte Ziegelei bei Rettmer samt Umland einer Explosion auf dem nahegelegenen Gelände des ADAC-Slalomkartrennzentrums zum Opfer fällt, kann ein aufgeweckter StartUp-Unternehmer durch ein Paket an Sofortmaßnahmen für die Umwandlung des Brachlands in den größten deutschen Hochseilgarten für Ruhe sorgen. Seine starken Hände können auch gerne mal unseren Teamgeist stärken.

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  42. Werner Dachs schreibt:

    Liebe Leser*innen,

    gestern Mittag erreichten mich die ersten wütenden E-Mails: Wo denn mein nächster Blog.jj-Kommentar bliebe, es sei langsam ja einmal Zeit und die Fernsehgebühren für den April würden sonst vorerst einbehalten. Deswegen an dieser Stelle: Bitte beruhige dich, Mama! Keine Entschuldigung, aber der Versuch einer Erklärung: Ich bin beim Info-Streamen zur überraschenden OB-Kandidatur von Heiko Meyer (https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/2716387-heiko-meyer-will-maedges-nachfolger-werden) eingeschlafen und habe schon länger kein Gefühl mehr dafür, welchen Tag wir eigentlich schreiben. Als ich eben aufwachte, lief jedenfalls das Amazon Original von Chris Tall: Mich hat das irgendwie angepowert, diese subtile „Jeder kann es ins Fernsehen schaffen“-Submessage, das Tröstende in der Tragödie. Und ich glaube, das ist genau der Spirit, den Christian Lindner meinte, als er diese Woche in „Bild“ erklärte, dass die Bevölkerung in Normalzeiten betüddelt und unterfordert werde und die Krise eigentlich erst so richtig zeige, was in uns stecke.

    Auch mein Eindruck in den letzten Tagen, dass die Ausnahmesituation das Beste aus uns rausholt: Bei Tschorn herrscht zum Beispiel blanker survival of the fittest. Wer nicht schon eine Stunde vor Ladenöffnung auf dem Sande ausharrt, hat es in my humble opinion nach auch nicht verdient, entspannt auf Toilette gehen zu können oder in den Genuss von Bananen zu kommen. Viele Menschen in Lüneburg haben den köstlichen Geschmack von purem Weizenmehl (405) inzwischen schon vergessen, weil sie nach wie vor zu zweistelliger Uhrzeit aufstehen. Nichts erzählt die Geschichte dieser Pandemie eindrücklicher als die Blicke der Menschen zwischen den Tiefkühlfächern und dem Aktionsregal. Zwischen „Von hier an kämpft jeder für sich allein“ und „Ich habe vier Wochen lang keine Nachrichten gelesen, was ist hier eigentlich los?“ ist im Grunde alles dabei.

    Und dann sehe ich in junge, hungrige Gesichter, die – Gnade der frühen Geburt – Abitur und Studium schon hinter sich haben und jetzt eigentlich bereit wären für Karriere und Gehaltsverhandlung. Doch statt Zukunftsgeilheit geht bei vielen die Angst um: Was, wenn Julia Klöckner mobilmacht und mich aufs Spargelfeld schickt? Wie macht sich die Saison dann später im CV? Planungssicherheit sieht anders aus.

    Full Darwin Mode offenbar auch in der Virologenbubble: Der von mir erst vor zwei Wochen an dieser Stelle hochgelobte Cheferklärer Prof. Dr. Christian Drosten erwägt offenbar den Rückzug aus den Medien. In seinem Podcast beschwert er sich, dass Wissenschaftler mehr und mehr als Entscheidungsträger dargestellt werden. Manche unken schon: Vielleicht ist dieser Mann einfach nicht gemacht für das Haifischbecken Aufmerksamkeitsökonomie. Ich glaube, ich weiß, wie Drosten sich fühlen muss: Als mein erster Tweet bei „Twitterperlen“ gefeatured wurde, war da auch erst einmal ein paar Tage Leere. Aber dann ging’s weiter. Denn es muss weiter gehen. Irgendwie.

    Keep on fighting, Prof. Drosten!

    Dein Werner Dachs

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    • jj schreibt:

      Bei Tschorn in der SaPa, das kann ich versichern, ist das Einkaufen durchaus entspannt und nicht so, wie beschrieben. Das scheint sich um einen anderen Laden zu handeln. Lg jj

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  43. Bitte denken Sie auf keinen Fall an einen Bären, der auf einem Fahrrad fährt. Er hat auch keine dunkle Sonnenbrille auf und auf seinem Rücken trägt er keinen gelben Rucksack.

    Ablenkungen sind zeitlich begrenzt…

    Klopapier kaufen, sowie Nase-Mundschutz aus Strickwaren tragen wirken ähnlich.

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  44. Hans A. Plast schreibt:

    Ich möchte Ihnen verraten, wie auch Sie es schaffen, zu Hause nicht durchzudrehen. Folgende Übersicht strukturiert für Sie den Tag:

    8.00 Uhr: Stehen Sie auf und lüften Sie!

    8.30 Uhr: Frühstücken Sie! Denken Sie dabei an etwas, das Ihnen Freude bereitet, zum Beispiel an Ihren letzten Italien-Urlaub!

    9.00 Uhr: Informieren Sie sich über den neuesten Stand, aber nicht zu lange! Ordnen Sie ca. 25 Browserfenster mit Nachrichten zur Covid-19-Epidemie dicht neben- und untereinander auf Ihrem Monitor an und lesen Sie ca. anderthalb Stunden lang quer!

    10.30 Uhr: Putzen Sie Ihre Wohnung und sortieren Sie ein Regal Ihrer Wahl, zum Beispiel das Gewürzregal. Wenn Sie fertig sind, schmeißen Sie alle Gewürzdosen lauthals fluchend wieder auf den Boden und beginnen Sie von neuem! Wiederholen Sie den Vorgang fünf Mal.

    12.30 Uhr: Mittagessen (Wursthappen-Pakoras in Senfsoße)

    13.30 Uhr: Leichte sportliche Betätigung fördert die Verdauung. Wir empfehlen den „Ententanz“.

    14.00 Uhr: Telefonieren Sie mit Ihren Liebsten! Ordnen Sie dazu wie in Punkt 3 (Nachrichtenüberblick) sämtliche Video-Fenster nebeneinander an und sprechen Sie allen Zugeschalteten beruhigend zu!

    15.30 Uhr: Werden Sie kreativ, bemalen Sie Ihre Wände! Versuchen Sie dabei, Ihre Ängste und Sorgen zu externalisieren! Falls Sie keine Farbe im Haus haben sollten, tun es auch flüssige Lebensmittel oder Zahnpasta mit kleineren Portionen hessnatur Lederbalsam.

    16.30 Uhr: Nochmal Ententanz.

    17.00 Uhr: Puh, keine Ahnung! Ganz schön lang so ein Tag, was? Vielleicht einfach mal in sich hinein horchen?

    19.00 Uhr: Abendessen (Kalte Knabbermix-Suppe)

    20.00 Uhr: Verhöhnen Sie das Corona-Virus, indem Sie das Fenster öffnen und laut lachen! Wer weiß: Womöglich lacht am Ende die ganze Straße mit.

    21.00 Uhr: Singen Sie eine Oper Ihrer Wahl! Spielen Sie sämtliche Konflikte Ihrer Kindheit vor dem Spiegel nach! Sprechen Sie die Rollen Ihrer Eltern dabei einfach mit! Spielen Sie Halma gegen sich selbst!

    00.00 Uhr: Trinken Sie eine warme Milch mit Honig und gehen Sie ins Bett! Morgen wartet ein neuer Tag auf Sie.

    (Achtung: Diese Anleitung gilt nur für Alleinstehende! Für Paare oder gar Eltern mit Kindern gibt es leider keine Hilfe.)

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  45. Andreas Janowitz schreibt:

    Na immerhin werden Desinfektionsmittelchen in Lüneburg nicht ausgehen: A.F.P. im Hafen produzierts..

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  46. Stefan schreibt:

    Dass die gegenwärtige Viruskrise das Kleingewerbe besonders trifft, sei mit Blick auf mein eigenes nicht zum Witz gemacht, besteht doch mein Problem bloß darin, wie in derart monothematischen Zeiten hier im Forum ein Blog.jj-Kommentar zu schreiben ist; oder, ja, sogar deren zwei. Bei der Gelegenheit und weil’s unsere Schüler auch betrifft und weil grad Zeit ist, möchte ich einen meiner gelungeneren Witze wiederholen, falls ihn, was ich gar nicht glauben mag, nicht schon irgendein Herderschuldirektor mit therapeutischen Absichten vor mir gemacht hat: „Das bayerische Abitur lässt sich letztlich ohne Hochschulabschluss gar nicht bewältigen“. Was fürs niedersächsische natürlich nicht gilt.

    Jasper von Altenbockum, ein sicherer Banker in Saure-Virus-Zeiten wie diesen, hat, das wird aus Wikipedia nicht recht klar, entweder ein achtbares rheinland-pfälzisches oder ein unschlagbares baden-württembergisches Abitur, was ihn zu allerlei berechtigt, etwa zu einer ungetrübten Spargelsaison: „Die Corona-Krise schreibt ihre ersten leicht widersinnigen Geschichten. Um doch noch die benötigten dreihunderttausend Saisonhelfer für die Gemüse-Ernte in Deutschland zu organisieren, wird es nicht ohne Improvisationskunst abgehen können – es sei denn, das Gemüse verdirbt auf den Feldern.“ Andersrum, Jasper: Das Gemüse wird auf den Feldern verderben, es sei denn, es gelingt ein Improvisationskunststück, das den Ausfall der ausländischen Erntehilfe kompensiert. Ein „Katastrophenfall de luxe“ ist nämlich eingetreten, und „der Katastrophenfall erlaubt es durchaus, inländische Arbeitskräfte dort einzusetzen, wo es dringend nötig ist, auch wenn sie davon nicht begeistert sind“. (Vgl.: https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/corona-krise-studenten-als-erntehelfer-einsetzen-16686893.html)

    Ihm wird doch nicht fad geworden sein in der Frankfurter Redaktion? Er wird sich doch nicht sehnen nach Sonnenschein, frischer Luft und Rückenschmerzen? Für einen Stundenlohn, der auf der Fressgass für einen Cappuccino reicht? „Aber schon wird bis in das Bundeslandwirtschaftsministerium vor der Rekrutierung von ,Zwangsarbeitern’ gewarnt, etwa Studenten. Das mag daran liegen, dass Julia Klöckner aus eigener Erfahrung weiß, dass sich Soziologie-Studenten für schwere Landarbeit einfach nicht eignen. Geschweige denn zum Spargelstechen.“

    Sowenig wie ehemalige solche der Geschichte, die auch gar keine Zeit hätten, den Spargel, den sie verzehren, auch noch selbst zu ernten, es wäre dies ja auch ein Verstoß gegen das eherne Frankfurter Prinzip von oben und unten: Sich von der harten Arbeit anderer ernähren, das ist soziale Marktwirtschaft oder, in „Notzeiten“ (Jasper), sogar „Solidarität“, die „einzufordern“ (deutsch: zu fordern) „nicht nur heiße Luft“ bedeuten darf, sondern auch, jawoll: „Zumutungen“.

    Wenn auch nicht für einen Frankfurter Allgemeinen Zeitungsredakteur, für den die Grenzen der Zumutbarkeit bereits dann weit überschritten sind, wenn in der Kantine der Pudding alle ist oder ein Frühling ohne Spargelgericht stattfinden soll, was zu verhindern jede Zumutung wert ist; sofern sie bloß arme Schlucker oder potentielle Diversantinnen trifft, die, wo Solidarität und harte Arbeit nottäten, sich mit „irgendeiner Soziologie“ (Gunnar Homann) die Zeit vertreiben. Dass man nicht mal faule Hartzer zur Spargelernte pressen kann, wird Jasper da so bedauern wie die von Missgünstigen wie mir gezogene Parallele zum sog. Ernteeinsatz in der Deutschen Demokratischen Republik, deren Unrechtscharakter aber gerade hier sehr deutlich sichtbar wird, denn da fehlten die billigen Bulgaren halt immer. Mangelwirtschaft, widerlich.

    Gemüsebauer, der Angst um seine Ernte hat, möchte man nicht sein; doch um wieviel weniger ein Erzähler allzu sinniger Geschichten, bei dem „Solidarität“ noch im Frühjahr wie Winterhilfswerk klingt.

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  47. Klaus Bruns schreibt:

    Was hamstern in der Corona-Krise die Italiener, die Franzosen und die Deutschen? – Die Italiener Rotwein, die Franzosen Kondome und die Deutschen Klopapier.“

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    • Gerhard Schulz schreibt:

      Und das, obwohl „Pariser“ weder gegen Viruserkrankungen noch gegen Alkoholismus schützen. Aber das mit dem beidseitig genutzten Klopapier hätte im frischluftschneisigen Grüngürtel zwischen dem ortskernsanierten Reppenstedt und dem klappbrückenbauenden Oberzentrum schon längst ein Ende haben können, wenn der 3D-Campus bereits arbeiten und nicht mehr analog, sondern digital gedru(e)ckt würde.

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  48. Gelangweilte Fußballmillionäre Turnen in ihrer Wohnung. Die Kassiererin bei Aldi, mit kleinem Einkommen, solidarisch im Frontrinsatz, in Lebensgefahr. Eine Frontheldin, ein Orden aus Blech winkt ihr, der Coronaorden am Bande. Eine Ernte im Herbst wird nicht stattfinden. Obst und Gem<se werden fehlen, 60% Unterdeckung. Veganer verhungern, Fleischesser danach, weil Viehfutter fehlt. 300.000 Saisonkräfte nicht auf den Feldern. Wer nicht sät, kann nicht ernten. Asylbewerber auf den Acker. Die Armen sollen den Hunger stillen? Studenten,? Bildung im Feldversuch? Nein, am Reichstagsgebäude steht "Dem deutschen Volke". Solidarität wäre wohl, Politik auf den Spargelacker. .Leider nicht "Unabkömmlichkeit" heißt das Zauberwort. Systemrelevant sind ältere Menschen nicht in diesen Tagen, Triage heißt das Zauberwort.
    Nach der dritten Welle… Wird neu verteilt..
    Oben ist unten und unten ist oben…
    Ein Szenario.. Kein Happy End? Doch, es gibt Klopapier, sogar bedruckt! Was da wohl drauf steht?

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  49. Klaus Bruns schreibt:

    es darf gelacht werden. wir leben unter einem dach. fünf erwachsene und ein kleinkind. das denunziantentum hat konjunktur. ist aber nicht neu in deutschland. ab den ersten april gibt es die leinenpflicht. keiner wird mehr verarscht als hundebesitzer und ihr steuerzahler hund. wenn wir spazieren gehen, wie lange wird es wohl dauern , bis die polizei gerufen wird? wir sind mehr als zwei. vier erwachsene müssen arbeiten, ich als rentner warte auf meine infizierung zu hause. wie war das noch mit den 25 000 toten durch die grippe in einem jahr in deutschland? wen hat es interessiert?

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  50. Otto Berg schreibt:

    Sie meinen, wenn Corona (lateinisch für „Kranz“) vorbei ist, wird wieder über andere unselige Verflechtungen gesprochen?

    Die „Krise“ ist ja auch, das sollte niemand übersehen, ein temporär blickdichter Vorhang, hinter dem sich andere „Kontinuitäten“ ebenfalls mit großer Hast weiter entwickeln (lassen).

    Und solche scheint es ja zu geben, wie zwei Bild-Text-Zitate aus Lüneburger Printmedien mit großer regionaler Reichweite nahelegen:


    Foto: kt
    „Sie wollen den Bau einer Halle in Lüneburg voranbringen: Oberbürgermeister Ulrich Mädge (Mitte) und Landrat Manfred Nahrstedt (r.) (…mit) Oberfan und Sponsor Klaus Hoppe (l.)“ / (Lünepost 19. Jan. 2015)
    ·


    Foto: LK/n
    „Endlich unterschrieben: Landrat Manfred Nahrstedt (links) und Klaus Hoppe (Mitte) halten den Betreibervertrag in Händen, an ihrer Seite Oberbürgermeister Ulrich Mädge“ / (LG heute, 3. Januar 2019)

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    • jj schreibt:

      Die Arena lässt Sie auch in dieser Zeit nicht los. Da müssen notfalls alte Bilder herhalten. Nur zu Ihrer Information, der Oberbürgermeister von Lüneburg hat den Betreibervertrag mit der Campus Management GmbH, der jetzt für viel Geld aufgehoben wurde, nicht, ich wiederhole nicht unterschrieben. Auch wenn das Bild dies suggeriert. Und der Oberbürgermeister von Lüneburg ist als Fan auch schon im Stadion von Borussia Dortmund gesichtet worden, und stellen Sie sich vor, mit eben diesem Landrat. Wenn da man nicht wieder was im Busch war…..lg jj

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      • Otto Berg schreibt:

        Ich frage mich, wozu Sie das schreiben, Herr Jenckel. Alle wesentlichen Informationen stehen bereits – als originale Verlautbarungszitate – unter den Bildern, für deren Verbreitung in sämtliche Haushalte des Kreises sowohl der Herr Oberbürgermeister Ulrich Mädge selbst (denn niemand hatte ihn gezwungen, sich am 31. Dezember 2018 mit aufs Pressebild zu drängeln) als auch die Herren Klaus Hoppe und Manfred Nahrstedt zu den angegebenen Terminen im Verein mit den „kommunikativen“ Qualitätserzeugnissen des Medienhauses Lüneburg GmbH gesorgt haben.

        Ist dummdreiste politische Propaganda nur erlaubt, wenn sie den Interessen der Lüneburger Hauptverwaltungsbeamten dient? Aber dieselben Bilder mit denselben Bildunterschriften „suggerieren“ wenige Monate später plötzlich Dinge, die überhaupt niemand behauptet hat (z. B. Herr Ulrich Mädge habe den für den Landkreis nachteiligen Betreibervertrag von Silvester 2018 unterschrieben), und müssen deshalb mit Betonung, ich wiederhole: mit Betonung dementiert werden?

        Und, ja, die Arena lässt mich auch in dieser Zeit nicht los. Denn, wie ich geschrieben habe, „diese Zeit“, so schlimm sie ist, sollte niemanden darüber hinwegtäuschen, dass sich hinter ihren Gardinen weiterhin rührige Akteure bewegen, die keineswegs nur und ausschließlich ans Händewaschen denken.

        Haben Sie die LZ gelesen? „Der nichtöffentliche Kreisausschuss tagte an diesem Montag. Nicht zuletzt, um wichtige Weichenstellungen für die Arena vorzunehmen.“ Eine nächste Sondersitzung „für das Gremium ist am 6. April … anberaumt“. Vor drei Tagen wurde dort eine inferiore zweite „Verkehrsuntersuchung“ durchgewinkt, die sich von der monierten ersten praktisch kaum unterschied und nicht das Papier wert ist, auf das sie gedruckt wurde. Worüber dagegen NICHT unterrichtet wurde, ist, wer für die Umsatzssteuer in Höhe von rund 200.000 Euro aufkommen wird, die mit der Millionen-Entschädigung anfällt, die „der Landkreis“ (also die Lüneburger Steuerbürgerschaft) der Campus GmbH für die Auflösung eines Betreibervertrages zahlen will (bzw. soll), welcher, da ihm immer die Geschäftsgrundlage fehlte, mutmaßlich vom ersten Augenblick seines Bestehens an nichtig gewesen ist.

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      • jj schreibt:

        Oh, ist diese Summe denn nicht in der Aufhebungsvereinbarung schon berücksichtigt, wird dort nur eine Nettosumme genannt? Vielleicht ist es ja wie so vieles ein „durchlaufender Posten“. Lg jj 🙂

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      • Otto Berg schreibt:

        Bei den einen läuft so „ein Posten“ durch, bei den anderen reißt er ein Loch in die Hose.

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    • Carmen Rudolph schreibt:

      Hallo Herr Jenckel,

      was soll heißen: „Die Arena lässt Sie auch in dieser Zeit nicht los. Da müssen notfalls alte Bilder herhalten“?

      Werden Wahrheiten unwichtig, weil wir „diese Zeit“ haben? Was anderes als „alte Bilder“ (Spuren, Indizien, Hinweise, also Beweismittel aus der Vergangenheit) sollte „herhalten“, wenn einer Missstände in der Gegenwart (in diesem Fall das Möglichwerden des Arena-Fiaskos) zu erklären versucht?

      Während wir Menschenleben retten, die vom neuen Virus bedroht sind, verschwinden die alten Probleme doch nicht einfach. Ganz im Gegenteil – sie verschärfen sich gerade, und wir werden unausweichlich und mit voller Wucht mit ihnen konfrontiert werden, sobald die Corona-Krise überstanden ist.

      Was wir in dunklen Zeiten tun bzw. unterlassen sollen, das ergibt sich eben nicht allein aus naturwissenschaftlichen Tatsachen. Wir brauchen auch moralische Einsicht. Moralische Tatsachen werden durch ethisch-philosophisches Nachdenken und eine gehörige Brise kritischer politischer Theorie aufgedeckt, das ist der Kernbestand der Aufklärung. Diesen sollten wir ebenso wenig kurzfristigen Kalkülen opfern wie die Menschen, deren Leben wir gerade völlig zu Recht durch sozialen Abstand schützen.

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      • jj schreibt:

        Die gezeigten Bilder haben leider keinen größeren Mehrwert als den der Wiederholung.
        Die Entwicklung bei der Arena bleibt weiter unter Beobachtung, keine Sorge. Lg jj

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      • Otto Berg schreibt:

        Die Wiederholung, lieber Herr Jenckel, ist ein machtvolles rhetorisches Instrument. Ulrich Mädge, Klaus Hoppe und Manfred Nahrstedt (sowie seit November 2019 Jens Böther) wissen das. Sie wiederholen bei jeder sich bietenden Gelegenheit (und werden damit in der Landeszeitung ohne redaktionellen Kommentar zitiert), dass ein Oberzentrum wie Lüneburg diese Arena „brauche“, obwohl es nie eine Bedarfsfeststellung gegeben hat und fast jeder, der sich mit dem Katastrophenprojekt auch nur am Rande beschäftigt hat, weiß, dass DIESE Arena an diesem Standort kein Mensch braucht. Was Mädge, Hoppe, Nahrstedt und Böther mit ihren Wiederholungen sagen möchten, ist eigentlich, dass allein sie, die vier Herren selbst, (aus ganz unterschiedlichen Gründen) die Fertigstellung dieses Unglücksbaus WOLLEN.

        Übrigens gibt es für die Rhetorik der Wiederholung auch ein – weltberühmtes – Beispiel dafür, wie jene nicht der VERNEBELUNG sondern der AUFKLÄRUNG dient, nämlich der Entlarvung des (dort allerdings mörderischen) Eigennutzes. Sie haben Ihren Blog-Artikel mit einem Hamlet-Zitat überschrieben, ich komme mit der Rede des Mark Anton vor den Bürgern Roms:

        „Mitbürger! Freunde! Römer! Hört mich an: Begraben will ich Cäsar, nicht ihn preisen. Was Menschen Übles tun, das überlebt sie; das Gute wird mit ihnen oft begraben. So sei es auch mit Cäsarn! Der edle Brutus hat Euch gesagt, daß er voll Herrschsucht war; und war es das, so war’s ein schwer Vergehen, und schwer hat Cäsar auch dafür gebüßt. Hier, mit des Brutus Willen und der andern (denn Brutus ist ein ehrenwerter Mann, das sind sie alle, alle ehrenwert) komm ich, bei Cäsars Leichenzug zu reden. Er war mein Freund, war mir gerecht und treu; doch Brutus sagt, daß er voll Herrschsucht war, und Brutus ist ein ehrenwerter Mann, er brachte viel Gefangene heim nach Rom, wofür das Lösegeld den Schatz gefüllt. Sah das der Herrschsucht wohl am Cäsar gleich? Wenn Arme zu ihm schrien, so weinte Cäsar: Die Herrschsucht sollt aus stärkerm Stoff bestehn. Doch Brutus sagt, daß er voll Herrschsucht war, und Brutus ist ein ehrenwerter Mann. Ihr alle saht, wie am Luperkusfest ich dreimal ihm die Königskrone bot, die dreimal er geweigert. War das Herrschsucht? Doch Brutus sagt, daß er voll Herrschsucht war, und ist gewiß ein ehrenwerter Mann. Ich will, was Brutus sprach, nicht widerlegen; ich spreche hier von dem nur, was ich weiß. Ihr liebtet all? ihn einst nicht ohne Grund: Was für ein Grund wehrt Euch, um ihn zu trauern? – O Urteil, du entflohst zum blöden Vieh, der Mensch ward unvernünftig! – Habt Geduld! Mein Herz ist in dem Sarge hier beim Cäsar, und ich muß schweigen, bis es mir zurückkommt.“ — (»Julius Cäsar«, William Shakespeare, 3. Aufzug, 2. Auftritt)

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