Befragung zur Elbbrücke: Wird Neu Darchau zum gallischen Dorf?

Bürgermeister Dehde aus Neu Darchau hat einen Brief an Lüneburgs Landrat Manfred Nahrstedt geschrieben, eine Art Kriegserklärung, falls der Landkreis wirklich bei Neu Darchau wieder die Elbbrücke plant.

Neu Darchaus Bürgermeister Klaus-Peter Dehde am Strom, in der Nähe ist die Elbbrücke geplant.

Lüneburg, 17. April 2020

Wenn es um die geplante Elbbrücke geht, kann Neu Darchau zum kleinen gallischen Dorf werden. Der Häuptling heißt dort nicht Majestix, sondern Klaus-Peter Dehde. Der Bürgermeister ist ein erklärter Brücken-Gegner, und er will jetzt voll ins Risiko gehen: Dehde und die SPD-Ratsfraktion als Antragstellerin wollen die Bürgerinnen und Bürger des Ortes noch einmal fragen, ob sie für oder gegen eine Brücken-Zufahrt über Gemeindegebiet sind. Stimmen die Bürger wie schon 2003 klar gegen das Vorhaben, wird die Brücke neben der Arena zum Top-Thema mit Schlagseite im Lüneburger Kommunalwahlkampf 2021 – vorausgesetzt wir stecken nicht immer noch im Corona-Nebel fest.

Das Brückenprojekt hängt wie ein Damoklesschwert über Neu Darchau. Denn wahrscheinlich ist ein ähnliches Schicksal wie das von Dömitz. Die kleine Stadt an der Elbe hat bereits seit 1993 eine Elbbrücke und ist nach kurzer Einheitsblüte in der Bedeutungslosigkeit verschwunden. Dömitz hat in 25 Jahren 25 Prozent seiner Einwohner verloren und an Wirtschaftskraft nichts gewonnen.

Dehde will jetzt, bevor er in den Kampf zieht, mit einer aktuellen Befragung „ein Bild bekommen, wie die Menschen dazu stehen, dass die schon mehrfach beerdigte Planung des Landkreises Lüneburg wieder unsere Gemeinde zerschneiden soll ohne eine Ortsumgehung zu planen und den Hochwasserschutz angemessen zu berücksichtigen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Menschen sich das bieten lassen wollen. Da kann der Brückenverein noch so viel Geld für seine Lobbyarbeit ausgeben, denn es geht wiederum um die Frage einer künftigen Entwicklung meiner Gemeinde. Ich werde jedenfalls darauf achten, dass die Befragung korrekt nach den gesetzlichen Regelungen abgewickelt wird. Eine Farce wie die Lüneburger Drillingsbefragung werde ich nicht zulassen.“ Gemeint ist die Befragung des Landkreises 2013, die drei Möglichkeiten offen und dementsprechend viel Interpretationsspielraum zuließ.

Trassenvarianten zur Elbbrücke Neu Darchau
Grafik: Landkreis Lüneburg

Bleiben die Neu Darchau bei ihrer deutlich ablehnenden Meinung, wer wollte gegen den Willen einer Gemeinde par or­d­re du muf­ti bauen? Allemal, weil es nicht das Land ist, das baut, nicht die eigene Samtgemeinde oder der Landkreis Lüchow-Dannenberg ist, zudem Neu Darchau gehört, sondern Bauherr wäre der Nachbarlandkreis Lüneburg.

Der Ausgang der Befragung in Neu Darchau wird so oder so in den Kommunalwahlkampf strahlen. Da ist namentlich der SPD-Fraktionschef im Lüneburger Kreistag, Franz-Josef Kamp, zu nennen. Die Sozialdemokraten hatten das Projekt als größte Fraktion schon beerdigt, dann aber hat Kamp ein Wendemanöver pro Brücke initiiert. Die Planung wurde wieder aufgenommen. Ob das Stimmen bringt, ist fraglich. Glaubwürdigkeit kostet die Wende. Und im Doppelpack mit dem Arena-Desaster womöglich das Mandat. Mit beidem, mit Brücke und Arena, wird auch die Landtags- und Kreistagsabgeordnete Andrea Schröder-Ehlers von der SPD zu kämpfen haben, die diplomatisch meistens Politik in homöopathischen Dosen bevorzugt.

Und da wäre noch eine mögliche Hiobsbotschaft: Beide, Kamp wie Schröder-Ehlers, wollen womöglich gar nicht mehr im Kreistag sitzen, wenn ihr Parteifreund Ulrich Mädge seine „Drohung“ wahr macht und nach der Oberbürgermeister-Ära noch eine Kreistags-Ära draufsattelt.

Und nicht zuletzt hängt auch die Reputation des neun Landrates Jens Böther an der Brücke und der Bürger-Befragung. Die Brücke ist eines seiner Wahlkampfversprechen. Stellt Neu Darchau sich quer, dann könnte das eine ähnliche Kettenreaktion wie die späte Einbindung des Behindertenbeirates bei der Arena-Planung auslösen – ganz erhebliche Mehrkosten.

Neu Darchau mag nur ein unbedeutender gallischer Flecken mit einer großen Fähre sein, die Befragung wird ein Signal senden, das keiner überhören kann. Dafür sorgt dann schon Majestix Dehde.

Hans-Herbert Jenckel

Über jj

Journalist, Dipl.-Kaufmann
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64 Antworten zu Befragung zur Elbbrücke: Wird Neu Darchau zum gallischen Dorf?

  1. jj schreibt:

    Die Elbe sorgt gerade in der Kreispolitik für reichlich Sprengstoff. Nachdem die neue Solar-Fähre für Bleckede erstmal auf die lange Bank geschoben wurde, Als Mehrheitsbeschaffer im Kreisausschuss wurde die AfD ausgemacht, empört sich die SPD und die Grünen kündigen die lockere Kooperation mit der CDU auf. Zudem schmort immer noch eine Anfrage der Grünen zur Elbbrücke Neu Darchau im Landtag.

    https://www.detlev-schulz-hendel.de/presse/meldung/lueneburg-schulz-hendel-staudte-cdu-partei-vorsitzender-althusmann-muss-sich-von-afd-distanzieren.html

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  2. jj schreibt:

    Der Kauf einer Fähre in Bleckede wird auf die lange Bank geschoben, weil der Lüneburger Kreishaushalt wegen Corona schwere Einbußen hinnehmen muss. Die Entscheidung viel denkbar knapp aus im Kreisausschuss. Der Chef des CDU-Kreisverbandes, Felix Petersen (Foto) springt Landrat Jens Böther zur Seite. Böther war bis vor kurzem Bürgermeister von Bleckede. Die Frage ist nur: Warum werden bei dieser Argumentation nicht auch die Elbbrücken-Investitionen verschoben werden? Hier die Pressemitteilung des CDU-Kreisverbandes:

    „Ständiges Skandalisieren hilft uns allen nicht weiter“
    CDU-Kreisvorsitzender Felix Petersen verteidigt die Entscheidung des Kreisausschusses zur Verschiebung der Neuanschaffung der Bleckeder Elbfähre

    Lüneburg Angesichts der Berichterstattung zur Entscheidung des Kreisausschusses von Montag (04.05.) darüber, aus Kostengründen die geplante Neuanschaffung der Fähre in Bleckede zunächst auszusetzen und bis dahin für einen Bruchteil der Kosten die vorhandene Fähre mit einem umweltfreundlicheren Motor auszurüsten, mahnt der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Lüneburg und Kreistagsabgeordnete Felix Petersen zur Mäßigung im Ton und zur Rückkehr zu einer sachlichen Debatte im Kreistag. „Die Entscheidung über dieses, insbesondere für die Menschen in Bleckede wichtige Mobilitätsprojekt des Landkreises im Kreisausschuss war denkbar knapp und ich hätte mir auch eine breitere Unterstützung für den Vorschlag der Kreisverwaltung gewünscht. Dass nun aber im Nachgang versucht wird, dahingehend einen Skandal zu inszenieren, dass die Entscheidung undemokratisch und rechtswidrig sei, ist übertrieben und stellt die Zusammenarbeit der politischen Kräfte im Landkreis unnötig auf eine harte Probe. Gerade in der Zeit der Krise hilft uns ständiges Skandalisieren und die Verbreitung von Verschwörungstheorien über angebliche anrüchige Hinterzimmer-Entscheidungen nicht weiter“, so Petersen.

    Vor dem Hintergrund der erheblichen finanziellen Einbußen, vor denen der Landkreis und die Gemeinden aufgrund der Corona-Pandemie stehen, hatte Landrat Jens Böther vorgeschlagen, die ursprünglich für dieses Jahr geplante Beschaffung einer neuen Fähre in Bleckede im Wert von rund 5 Millionen Euro zu verschieben und stattdessen die aktuelle Fähre mit einem umweltfreundlichen Euro-6-Dieselmotor auszustatten und so die Nutzungszeit der vorhandenen Fähre zu verlängern. Diesem Vorschlag hat der Kreisausschuss mit 6 zu 5 Stimmen zugestimmt. „Jeder private Haushalt, der durch die Corona-Pandemie von Einkommenseinbußen betroffen ist, überlegt gerade, ob man zum Beispiel das Auto noch reparieren kann, ob ein Neukauf im Moment wirklich notwendig ist. Aufgrund der stark gesunkenen Einnahmen im Bereich des ÖPNV oder beim Theater Lüneburg sowie der zusätzlichen Ausgaben für den Infektionsschutz muss auch der Landkreis überlegen, wie er finanziell handlungsfähig bleibt und sich nicht überschuldet. Dieses Vorgehen, das jeder Mensch privat für sich so praktiziert, erwarte ich erst recht von einem Landrat, der mit von den Bürgern gegebenem Steuergeld hantiert. Gerade um die Herausforderung der Zukunft wie den Klimawandel meistern zu können, ist es notwendig, jetzt finanziell handlungsfähig zu bleiben. Dabei trägt der Landkreis auch eine Verantwortung für bereits jetzt stark überschuldete Kommunen wie die Hansestadt Lüneburg oder die Samtgemeinde Amelinghausen. Dieser Verantwortung ist der Landrat mit seinem Vorschlag gerecht geworden“, unterstreicht Petersen seine Unterstützung für die Entscheidung.

    „Der Kreisausschuss als zuständiges Organ, das sich anteilig nach der Sitzverteilung im Kreistag zusammensetzt, hat über den Vorschlag des Landrates mit knapper Mehrheit entschieden. Das sind die Spielregeln unserer Demokratie. Es ist deshalb absolut unverständlich, dass jetzt gefordert wird, die Diskussion im Kreistag zu wiederholen“, entgegnet Petersen Kritikern aus den Reihen des Kreistages, die eine erneute Diskussion über das Thema im Kreistag fordern. „Dass diese demokratisch zustande gekommene Entscheidung des Kreisausschusses gerade bei der SPD solche heftigen Reaktionen hervorruft, ist absolut unverständlich. Der Rat der Hansestadt Lüneburg hat in der vergangenen Woche beschlossen, dass der Oberbürgermeister zukünftig alleine Aufträge im Wert von bis zu 100.000 Euro vergeben darf, ohne dass er Ratsmitglieder fragen muss. Warum man dem Oberbürgermeister der eigenen Partei eine solche Machtfülle zugesteht, aber dem Landrat einer anderen Partei vorwirft, bei knapp getroffenen Entscheidungen unter Einbeziehung der gewählten Abgeordneten unredlich zu agieren, kann ich mir nur mit dem näherkommenden Kommunalwahljahr erklären. Hier wird eindeutig mit zweierlei Maß gemessen“, kritisiert der Kreistagsabgeordnete Petersen in Hinblick auf Äußerungen anderer Parteien über das Ergebnis der Kreisausschusssitzung.

    „Die Bewältigung der Corona-Pandemie ist ein gesellschaftlicher Kraftakt. Alle politischen Akteure tun gut daran, im Dialog miteinander ihren Beitrag zur Bewältigung der Krise zu leisten und die langfristigen Folgen der Pandemie für alle Menschen im Landkreis Lüneburg so gering wie möglich zu halten. Dazu gehört aber unbedingt, nachsichtig und respektvoll miteinander umzugehen und nicht zu versuchen, aus jeder Situation, die nicht zu der eigenen Meinung passt, einen Skandal zu entwickeln, um diesen für den vermeintlich eigenen Vorteil zu nutzen“, so Petersen abschließend.

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  3. Rainer Fuchs schreibt:

    Immerhin wird wenigstens die Aufklärung des Arena-Skandals jetzt mit größtem Volldampf von exakt den Kreisausschuss-Mitgliedern vorangetrieben, die diesen selbst mit verursacht und jene bis heute nach Kräften verzögert haben: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/luneburg/2731817-landkreis-schaltet-anwalt-ein

    Das berechtigt beim“ Brückenprojekt“ doch zu den schönsten Hoffnungen 😜

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  4. Klaus Bruns schreibt:

    seltsam, ich hatte vor längerer zeit ein gespräch mit herrn dehde. seine aussagen waren eindeutig. keine brücke. er möchte nicht , dass die arbeitsplätze auf der fähre verschwinden und die zusätzlichen belastungen ,durch den zu erwartenden verkehr, seinen bürgern zumuten. und die bürger in ihrer mehrzahl sehen es genau so. die cdu kann ja vor ort, selbst mal nachfragen. es wäre für alle billiger.

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  5. Henning Meier schreibt:

    Da war noch nie eine Brücke.
    Und für drei Trecker und 5 Autos
    Muss auch keine hin.

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  6. Paskal Bergmann schreibt:

    Was für die Hundertmillioneneuro-Arena gilt, kann doch für die Hundertmillioneneuro-Brücke nicht falsch sein:

    Die Architektenkammer Niedersachsen urteilte vor zwei Wochen mit Blick auf die stümperhafte Planung der SVG-„Eventhalle“: „Die beste Grundlage für ein ge­lungenes Bauprojekt ist eine prä­zise und eingehende BEDARFSPLANUNG, erst recht, wenn es eine derartige Dimension erreicht wie der Neubau der Arena in Lüne­burg.“ Dies sei die ureigenste Aufgabe der Bauherren. „Erst an­hand dieser Vorgaben können Architekten mit der Planung beginnen. Fehlt eine solche Grund­lage, steht auch die seriöse Kos­tenkalkulation infrage, und es muss mit erheblichen Folgefehlern und umfangreichen kos­tenträchtigen Programmände­rungen gerechnet werden.“ So haben es ungezählte Kritiker seit Jahren moniert. So stand es in der LZ am Wochenende. Und bekanntlich fehlt genau diese Analyse auch für die Brücke vom ersten „Planungstag“ an bis heute.

    Mehr dazu: https://blog-jj.com/2020/04/08/arena-und-elbbruecke-oder-gestuemper-und-alter-wein-in-neuen-schlaeuchen/#more-2733

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  7. jj schreibt:

    Der CDU-Kreisverband hat jetzt zur Bürgerbefragung in Neu Darchau eine Pressemitteilung herausgegeben, die geht so:

    „Bürger müssen ausgewogen informiert werden!“
    CDU-Kreisvorstand fordert faktenbasierte Information der Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Neu Darchau vor der geplanten Einwohnerbefragung zur Elbbrücke

    Lüneburg Der Vorstand des CDU-Kreisverbandes Lüneburg fordert eine ausgewogenere und auf Fakten basierte Information der Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Neu Darchau vor der geplanten Einwohnerbefragung zur Elbbrücke. „Wer die Meinung der Einwohnerinnen und Einwohner erfahren will, muss ihnen dafür auch die Chance geben, sich diese selbst zu bilden. Deshalb erwarten wir insbesondere vom Bürgermeister der Gemeinde Neu Darchau Klaus-Peter Dehde, dass er entsprechend seines Amtes umfassend und neutral informiert und nicht nur Behauptungen verbreitet, die zu seiner Meinung passen“, erklären der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes, Felix Petersen, wie auch der stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende und Bleckedes Kreistagsabgeordneter Wilhelm Kastens gleichlautend.

    In der Landeszeitung (LZ) für die Lüneburger Heide vom 15. April 2020 wurde berichtet, dass aufgrund eines Antrages der SPD-Fraktion im Gemeinderat Neu Darchau noch im Jahr 2020 eine Einwohnerbefragung zur Elbbrücke stattfinden solle. Man wolle klären, so die SPD-Fraktionssprecherin Gaby Mischke, ob sich im Vergleich zur Bürgerbefragung im Jahr 2003 die Meinung zur Elbbrücke geändert habe. Hierzu stellt Petersen fest: „Bei der Befragung im Jahr 2003 lautete die Frage: ‚Sind Sie für die Anbindung (Straßenzuführung) durch den Ort?‘. Aus der unmittelbar vorher gemachten Erläuterung auf dem Stimmzettel ging hervor, dass damit die Anbindung über die Hauptstraße in Neu Darchau gemeint war. Es ging daher nicht um ein Für oder Wider der Elbbrücke an sich. Somit kann das Ergebnis der Bürgerbefragung 2003 nicht als ‚Ja oder Nein‘ zur Brücke gewertet werden. Die Befragung zur Frage ‚Wollen Sie eine Elbbrücke?‘ ist somit neu. Warum die SPD in Neu Darchau diese Frage erst jetzt, ein Jahr vor der Kommunalwahl stellt, kann ich mir nur damit erklären, dass man sich unsicher ist, wie man sich im kommenden Jahr zur Kommunalwahl positionieren soll“, so Petersen.

    Im LZ-Artikel wird Bürgermeister Klaus-Peter Dehde zudem mit der Aussage zitiert, dass die Brückenplanungen die Gemeinde Neu Darchau zerschneide und es deshalb grob fahrlässig wäre, eine Ortsumgehung nicht einzuplanen. Des Weiteren würden die aktuellen Pläne vorsehen, dass die Zufahrtsstraßen mitten durch den Ort Katemin hindurchgehen würden. Hierzu stellt Wilhelm Kastens, der auch Vorsitzender des beim Landkreis Lüneburg für die Planung der Elbbrücke zuständigen Fachausschusses ist, richtig: „Es ist bereits jetzt eine Ortsumgehung geplant. Die eigentliche Brücke endet mit der Aufständerung vor dem geplanten Deich. Die Straßenführung der Ortsumgehung ist abgehend vom Damm (Deichverlauf) auf einer breiten Brachfläche geplant, die die Einwohner Katemins am geringsten belastet. Würde die Ortsumgehung jedoch komplett um den Ort (Siedlung) herumgeführt werden – zwangsläufig entweder teilweise weiter auf dem Deich oder zwischen den Hausgrundstücken und dem Deich – und dann zurück zur L 232 angebunden werden, würden weitaus mehr Anwohner belastet werden. Die von Herrn Dehde erhobenen Einwände sind bereits zum jetzigen Stand der Planung berücksichtigt.“

    Des Weiteren wurde seitens der SPD-Fraktion kritisiert, dass die Argumente des Landkreises Lüchow-Dannenberg hinsichtlich des Hochwasserschutzes und der damit verbundenen Engstelle bisher bei den Gesprächen weitgehend außer Acht gelassen worden seien. Wilhelm Kastens betont jedoch: „Der Hochwasserschutz ist zu jedem Zeitpunkt eines der wichtigsten Themen bei der Planung von Bauwerken an der Elbe. Dies gilt selbstverständlich auch für die Elbbrücke. Auch die Einwände des Landkreises Lüchow-Dannenberg sind bereits mehrfach geprüft und abgewogen worden. Es wurden außerdem mehrere Gutachten zum Hochwasserschutz angefertigt. So wurde zum Beispiel mit dem Ergebnis der hydraulischen Berechnungen für die unterschiedlichen Planungsvarianten des Brückenbauwerkes belegt, dass die erforderliche Hochwassersicherheit an der Elbe erhalten bleibt. Die vom Landkreis Lüchow-Dannenberg vorgebrachten wasserwirtschaftlichen Bedenken konnten durch das Ergänzungsgutachten des Büros Pöyry vom 16. Februar 2015 überzeugend ausgeräumt werden. Auch die mit Schreiben vom 15. März 2016 vorgetragenen Einwände rechtfertigen keine andere Beurteilung.“

    „Bei der Elbbrücke zwischen Darchau und Neu Darchau geht es um eines der wichtigsten Verkehrsprojekte für den gesamten Bereich Nord-Ost-Niedersachsen/Süd-West Mecklenburg-Vorpommern. Bei der Planung müssen insbesondere auch die Interessen der Menschen berücksichtigt werden, die an den Zufahrtstraßen zur Brücke leben. Und genau dies passiert auch, wie etwa die Planung für eine Umgehung zeigt. Diese Informationen müssen die Einwohnerinnen und Einwohner aber bekommen, um sich für die geplante Einwohnerberfragung selbst eine Meinung bilden zu können. Deshalb erwarten wir vom Bürgermeister, dass er eine neutrale Rolle einnimmt oder andere Institutionen wie den Verein Brücken bauen e.V. einbindet, um eine faktenbasierte und ausgewogene Information der Bevölkerung zu ermöglichen“, appellieren Petersen und Kastens.

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    • jj schreibt:

      Das ist seit Jahren die Sicht der CDU an der Elbe, standhaft. Dass nun aber Herr Kastens die Brücke zu einem der wichtigsten Verkehrsprojekten für die gesamte Region bis nach Mecklenburg-Vorpommern hochstuft, ist schon harter Tobak. Diese Brücke hat es zu keinem Zeitpunkt in den Bundesverkehrswegeplan geschafft, wo sie ja stehen müsste, wenn sie gleich für zwei Länder von oberster Priorität wäre. Aus Mecklenburg-Vorpommern ist zur Brücke so gut wie nichts zu erwarten, das hat dort gar keine Priorität. Da musste der Verkehrsminister betteln gehen, um überhaupt ein Signal zu bekommen. Können Sie alles im Elbbrücken-Check nachlesen.
      Und diese Bauwerk hat es in das Landesraumordnungsverfahren nur mit folgendem dürren Satz geschafft:
      „Die Flussquerung der Elbe bei Darchau/Neu Darchau ist als Brücke im Rahmen einer Regionallösung zu verwirklichen.“
      Damit überhaupt Geld fließen kann, wurde die Landesstraße dort zur Kreisstraße degradiert. Und weil aus dem GVFG-Topf das ganze Land schöpft, müssten andere Projekte für die Elbbrücke zurückstehen.

      Und so ist und bleibt die Brücke eine Sache des Landkreises, dem diese Brücke wie Blei in der Bilanz hängen wird. Allerdings erst in fünf bis sechs Jahren.

      Aber wir können ja fast 30 Jahre nach dem Einheits-Fonds auf einen Corona-Fonds zur Ankurbelung der Wirtschaft nebst Beschleunigungsgesetz hoffen. Dann können die Christdemokraten auch das Biosphärenreservat betonieren und betonen das abgesehen davon der Klimaschutz weiter höchste Priorität hat.

      Wenn die CDU Faktentreue anmahnt, dann sollte sie sich auch selber daran halten. Lg jj

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    • Klaus Bruns schreibt:

      Verein Brücken bauen e.V. neutral? ich lache später. sollen speditionen auch mit eingebunden werden, damit sie ihre navis schon mal programmieren können? der schwerlastverkehr ist dankbar um jede abkürzung. die spenden für die parteien werden dementsprechend sein. was wird wohl der landkreis lüneburg bekommen? nur die rechnung? schmunzeln

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  8. Ulf Reinhardt schreibt:

    Die Schilderungen von Tanja Bauschke zeigen erschreckend klar, was passiert, wenn nicht mehr um die bestmögliche Lösung eines gemeinsamen Problems gerungen wird:

    Menschen mit Behinderungen sollen ausgeschlossen werden. Anstatt dies abzustellen wird dieser Akt de Unmenschlichkeit von Teilen der Verwaltung und Politik massiv verteidigt.

    Kreistagsabgeordnete werden unter Druck gesetzt und manipuliert anstatt Ihnen mit frühzeitigen Planungen und vollständigen Beschlussvorlagen die Mittel an die Hand zu geben, gute Entscheidungen zu treffen, die das Gemeinwohl ausgewogen berücksichtigen.

    Das ist ein Schlag in das Gesicht eines jedes Demokraten und Wählers. Wenn hier nicht der Hauptverwaltungsbeamte und der Kreistag klar gegensteuern verkommt der Kreistag von einem Ort der Demokratie zu einer Herrschaft der Verwaltung mit starkem Hang zu Schildbürgerstreichen.

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  9. Joerg Löwner schreibt:

    Selten so einen Schwachsinn gehört.

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    • jj schreibt:

      Ach, das ist interessant, Schwachsinn. Jetzt bin ich gespannt auf Ihre Argumente. Aber jetzt bitte kein Herz-Schmerz-Arie. Lg jj

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      • Karlheinz Fahrenwaldt schreibt:

        „jj kommentierte unter Befragung zur Elbbrücke: Wird Neu Darchau zum gallischen Dorf?.

        als Antwort auf Karlheinz Fahrenwaldt:

        Lieber Herr Hagedorn, als diplomierter Sozialökonom betrachte ich die Wirtschaft im Kontext mit der Auswirkung auf den Sozialstaat. Aus dieser Sichtweise würde ich lieber auf den geplanten Kauf von amerikanischen Kampfflugzeugen zum Stückpreis von über 160 Millionen verzichten anstatt den Bau einer Brücke an der Wirtschaftlichkeit festzumachen. Die Wirtschaftlichkeit einer Brücke ist da wesentlich höher […]

        Ich darf aber daraus auch schließen, dass Sie ein Verfechter der A39 sind“

        Lieber Herr Jenckel, Ihre Frage, ob ich für den Ausbau der A 39 (denn den meinten Sie ja wohl) bin kann ich Ihnen sagen: Nein! Weil der Ausbau weder wirtschaftlich sinnvoll ist und da jede neue Straße automatisch mehr Verkehr erzeugt auch aus klimatechnischen Gründen von mir abgelehnt wird. Wir brauchen endlich eine funktionierende Energiewende und ein wesentlicher Bestandteil ist die Reduzierung des Verkehrs durch Kraftfahrzeuge.

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      • jj schreibt:

        Da frage ich mich, wie denn bei der A39 das Argument der Wirtschaftlichkeit angeführt wird, genau das ist ja auch der Hauptkritikpunkt der A39-Gegner, die Kosten-Nutzen-Realtion stimme nicht, bei der Elbbrücke aber gar nicht nach der Wirtschaftlichkeit gefragt wird. Und dann führen Sie noch den Klimaschutz an. Die Elbbrücke ist alles andere, aber im Saldo von Bau, Landschaftverbrauch vs Auto- und Fährenfahrten eindeutig. Ganz zu schweigen von den enormen Folgekosten, die besser in Klimaschutz, Digitalisierung und Bildung investiert würden. Lg jj

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      • Udo Döring schreibt:

        Ich weiß gar nicht, was der Löwner meint. „Gehört“? Wieso „gehört“? Muss irgendwie was Selbstreferentielles sein. Hat er gebrüllt, bevor er zur Tür rein ist?

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      • Wilhelm Führbringer schreibt:

        „Jede neue Straße erzeugt automatisch mehr Verkehr und wird auch aus klimatechnischen Gründen“ von Ihnen „abgelehnt“? „Wir brauchen endlich eine funktionierende Energiewende und ein wesentlicher Bestandteil ist die Reduzierung des Verkehrs durch Kraftfahrzeuge.“

        Hallo Herr Fahrenwaldt, stammen diese Bekenntnisse und Einsichten tatsächlich von Ihnen? Wie passen die denn zu Ihrer Elbbrückenreklame? Erzeugen eine mehrspurige feste Elbquerung und die zu ihr führenden Autostraßen, denn nicht ebenfalls automatisch mehr Verkehr? Und dazu noch durch ein Naturschutzgebiet? Soll die wunderschöne, vom sanften Tourismus und der Naherholung lebende Region unseres Landkreises rechts der Elbe erst durch den Elbbrückenbau ruiniert werden, damit Sie sich in zehn Jahren auf den Deich stellen und herunter rufen können: „Wir brauchen endlich eine funktionierende Energiewende und ein wesentlicher Bestandteil ist die Reduzierung des Verkehrs durch Kraftfahrzeuge.“?

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      • Karlheinz Fahrenwaldt schreibt:

        Sehr geehrter Herr Führbringer, wenn Sie meine Äußerungen zur Elbquerung bei Neu Darchau hier im Blog gelesen hätten, würden Sie wissen, dass ich von einer Reduzierung der Klimabelastung durch den Bau dieser Querung ausgehe, da Umwege bei Ausfällen der Fähre, die kürzeren Wege zwischen den nahe gelegenen Orten und damit die Steigerung des Fahrradverkehrs sowie die Umwege von Menschen, die ausserhalb der Fährzeiten über die Elbe müssen, hier positiv wirken werden. Im Mai 2016 ist eine Potenzialanalyse und ein Entwicklungskonzept für die Gemeinde Amt Neuhaus erstellt worden, danach wird der Bau der Elbbrücke mit höchster Priorität gefordert aus wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Gründen (S. 112, Pkt 2.5); in der Potenzialanalyse wird die fehlende Brücke als Risiko für Weiterentwicklung der Gemeinde dargestellt (Quelle: https://jj12.files.wordpress.com/2018/09/amt_neuhaus_potenzialanalyse_und_entwicklungskonzept_05-2016.pdf). Ich halte mich an Fakten und nicht an Bauchgefühle oder Fakenews.

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      • Karlheinz Fahrenwaldt schreibt:

        Lieber Herr Jenckel, ich empfehle Ihnen die Berücksichtigung der verschiedenen Gutachten, bevor Sie hier falsche Informationen in die Welt setzen. Die Umweltverträglichkeit der verschiedenen Brücken- und Straßenführungsvarianten ist untersucht worden (Umweltgutachten) (Quelle: https://www.landkreis-lueneburg.de/Portaldata/1/Resources/lklg_dateien/lklg_dokumente/verwaltungsleitung/101110_EGL_FFH_Elbbrucke.pdf ). Und das Ergebnis: mindestens 2 Varianten wurden als unbedenklich von den Gutachtern angegeben und auch über die Wirtschaftlichkeit gibt es ein Gutachten. Bereits im Jahr 2011 ist ein Wirtschaftlichkeitsgutachten erstellt worden (über 150 Seiten) mit positivem Ergebnis, übrigens auch für die Ortschaft Neu Darchau und den LK Lüchow-Dannenberg: Wirtschaftlichkeit nach dem ökonomischen Prinzip ist gegeben (Quelle: https://www.landkreis-lueneburg.de/Portaldata/1/Resources/lklg_dateien/lklg_dokumente/verwaltungsleitung/01_buero_landrat/05_Regionalwirtschaftlichr_Auswirkungen_der_neuen_Elbbr_ke.pdf). Ich halte mich an Fakten und erwarte auch, dass Journalisten objektiv berichten und nicht mit Fakenews Stimmungen erzeugen!

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      • jj schreibt:

        Lieber Herr Fahrenwaldt, all das, was Sie da so bemängeln, finden Sie im Fakten-Check zur Brücke hier im Blog. Allerdings sind all die Gutachten natürlich schon Jahre alt und angestaubt, und weil Sie mal im Kreistag saßen, wissen Sie auch, dass das meiste neu aufgelegt werden muss. Lesen schadet ja trotzdem nicht. Da können sie auch sehen, welche homöopathischen wirtschaftlichen Auswirkungen die Brücke schon damals hatte, wie viele Personen überhaupt pendeln. Und natürlich alle Hinweise zum Raumordnungsverfahren. Was die Gutachter in den alten Studien sagen, ist das eine, was die Biosphärenreservatsverwaltung sagt, wird sich zeigen. Die Kritik zum Hochwasserschutz des Landkreises Lüchow-Dannenberg können Sie, ebenfalls im Elbbrücken-Check, auch nachlesen. Sie wollte mich ja auch gar nicht kritisieren, sondern nur mal einen raushauen. Lg jj

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      • Wilhelm Führbringer schreibt:

        Sehr geehrter Herr Fahrenwaldt,

        die Klimaschädigung durch „die Umwege bei Ausfällen der Fähre, die kürzeren Wege zwischen den nahe gelegenen Orten und damit die Steigerung des Fahrradverkehrs sowie die Umwege von Menschen, die ausserhalb der Fährzeiten über die Elbe müssen“ plus, was Sie vergessen haben, der Fährendiesel werden so gut wie nichts sein im Vergleich zu dem aufkommenden und dann tagein, tagaus rund um die Uhr durchs Amt orgelnden Last- und Personenfernverkehr, den eine weitere feste Elbquerung anlocken wird.

        Eine Potentialanalyse ist eine akademisch aufgebrezelte Artikulation des Wunschdenkens der Leute, die diese „Analyse“ bezahlen. Dass in der von Ihnen verlinkten Studie „der Bau der Elbbrücke mit höchster Priorität aus wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Gründen“ gefordert wird, kann ich auf S. 112, Pkt. 2.5 genausowenig herauslesen wie ich „in der Potenzialanalyse“ Ihre Behauptung bestätigt finde, „die fehlende Brücke“ werde „als Risiko für die Weiterentwicklung der Gemeinde Amt Neuhaus dargestellt“. Ich bitte daher um Nachweise.

        Sollte eine kommunale volkswirtschaftliche Betrachtung bei der Abwägung eines solchen „Engagements“ nicht auch bei einem diplomierten Sozialökonomen mit Wohnungsmakler- und Kranführerlizenz den ganzen Landkreis in den Blick nehmen und nicht nur die Ecke mit den „Bedürftigen“, aus der gerade am lautesten krakeelt wird? Bei der „Arena“ haben die Kreislinken ja gerade ordentlich ins Klo gegriffen, indem sie ein paar Unternehmern auf Kosten der Allgemeinheit die „Daseinsvorsorge“ mit einem Hundertmillioneneuro-Invest abgenommen haben. Soll jetzt eine zweite Gruppe der „Happy Few“ ihre komfortable rechtselbische Landvillenzuwegung von Ihnen bezahlt bekommen?

        Ihr Selbstlob („ Ich halte mich an Fakten und nicht an Bauchgefühle oder Fakenews.“) klingt mir wieder sehr nach Donald Trumps allabendlicher PR-Märchenstunde.

        Wenn es um die mangelnde Wirtschaftlichkeit der Brücke geht, vergleichen Sie mit Milliardenposten aus dem Bundeshaushalt, um den kommunalen Finanzaufwand zu verniedlichen. Aber wenn die von Ihnen gemutmaßten vermeintlichen ökologischen Vorteile der Brücke vor Augen rücken, dann pumpen sie diese örtliche „Maßnahme“ zu „einer Reduzierung der globalen Klimabelastung“ auf.

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      • Karlheinz Fahrenwaldt schreibt:

        Lieber Herr Jenckel, dass „nur mal einen raushauen“ überlasse ich Trollen wie z. B. Wilhelm Führbringer. Nein, es war schon – wie ich meine – berechtigte Kritik. Der Staub auf den Gutachtenakten bedeutet ja nicht, dass sie jetzt und heute falsch sind. Und auch zum Hochwasserschutz gibt es ein Gutachten das zu dem Ergebnis kommt „Die Ergebnisse der hydraulischen Berechnungen für die unterschiedlichen PLANUNGS-VARIANTEN des Brückenbauwerkes lassen erkennen, dass die erforderliche Hochwassersicherheit an der Elbe erhalten bleibt.“ (Quelle: https://www.landkreis-lueneburg.de/Portaldata/1/Resources/lklg_dateien/lklg_dokumente/4_ordnung/Gutachten_Hochwasser.pdf).

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      • jj schreibt:

        Wir haben zwei Sichtweisen auf die Brücke, das ist zum Glück möglich, dafür schätze ich unser Land. Hoffen wir, dass die besseren Argumente sich durchsetzen. lg jj

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      • Sonja Kastilan schreibt:

        Herr Fahrenwaldt, wieso tun Sie Foristen, die Ihnen und Ihren Argumenten zu sehr auf den Zahn fühlen, als Trolle ab? Mich erinnert dieses Verhalten von Ihnen ebenfalls sehr an Donald Trump. Der beschimpft Journalisten von der New York Times, der Washington Post und dem Wall Street Journal, drei der besten Zeitungen der Welt, auch immer als „Fake News People“, nur weil sie seine inkorrekten oder verfälschenden Darstellungen und Propagandabehauptungen nicht einfach so hinnehmen möchten.

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      • Karlheinz Fahrenwaldt schreibt:

        Lieber Herr Jenckel, bei näherer Überlegung muss ich sagen, dass meine Kritik an Ihnen doch nicht richtig war, denn wenn Sie im Blog schreiben, sind Sie die Privatperson Jenckel mit einer nicht unbedingt objektiven Meinung und Blogwart. Bei Artikeln von Ihnen in der Landeszeitung erwartet man dann schon ausgewogene Berichterstattung eines Profijournalisten, der die Hürde der Redaktionskonferenz genommen hat. Oder sehe ich das falsch?

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      • jj schreibt:

        Der Blog heißt Blog.jj, weil ich ihn als Journalist schreibe, nicht als LZ-Autor. Der Blog war früher mal Teil des LZ-Internet-Auftrittes, ich habe ihn aber, damals noch als Teil der Chefredaktion, in der Flüchtlingskrise aufgrund der Flut an teils schlimmen Kommentaren, die nicht mehr zu managen waren, rausgenommen und dann alleine weiter betrieben. Sie können heute noch auf der LZ-Seite die Anfänge lesen und auch sehen, siehe Foto, dass der Blog bei der Zahl der Kommentare die Hitliste anführt. Das sind alles alte Blog-Headlines. Lg jj

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      • Ilona Hennings schreibt:

        Lieber, guter, eifernder und schimpfender Ratsherr Fahrenwaldt,

        (A) auf Seite 21, in Absatz 4, Satz 3 Ihrer Studie lese ich: „Die bereits für den IST-ZUSTAND berechneten Fließgeschwindigkeiten weisen deutlich auf die geringe Abflusskapazität im Bereich des vorhandenen Retentionsraumes hin.“ Durch diesen Raum soll aber die Katemin zerschneidende Brückenauffahrt führen. Wie bewerten Sie diese Einschätzung in dem sechs Jahre alten Hochwassergutachten?

        (B) Warum sperren Sie sich so vehement gegen ein umfassendes, von vereidigten, neutralen Fachleuten erstelltes Wirtschaftlichkeitsgutachten VOR Planungsbeginn, wenn Sie doch so sehr für Fakten und Transparenz, aber gegen Bauchgefühle und Klientelbegünstigung sind?

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      • Karlheinz Fahrenwaldt schreibt:

        Sehr geehrte Frau Ilona Hennings, gerne beantworte ich Ihre Fragen:
        A: Wenn Sie das Schaubild am Beginn dieses Beitrags anschauen sehen Sie, dass nur eine Variante durch den Retentionsraum führt und die Variante S1 Katemin NICHT durchschneidet.
        B: Da es eine Wirtschaftlichkeitsberechnung gibt ist es unnütze Geldverschwendung noch ein weiteres in Auftrag zu geben.

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      • Peter Ringer schreibt:

        Lieber Herr Fahrenwaldt,

        aber diese Wirtschaftlichkeitsberechnung hat folgende Defekte:

        a) Sie ist in vielen Hinsichten veraltet. Die Datenlage hat sich verändert. Dass Sie es persönlich für „unnütze Geldverschwendung“ halten, „noch ein weiteres Gutachten in Auftrag“ zu geben, ist ohne jeden Belang. Das Gesetz verlangt eine Berechnung, die nicht älter als zwei Jahre ist.

        b) Sie prognostiziert minimale Verbesserungen der Beweglichkeit nur für Amt Neuhaus.

        c) Sie berücksichtigt die volkswirtschaftlichen Kosten (etwa die Beeinträchtigung des Naherholungswertes und die erwartbaren ökologischen Schäden etc.) nicht.

        d) Sie setzt den gigantischen finanziellen Aufwand für mikroskopische Vorteile eines kleinen Teils des Landkreises nicht ins Verhältnis zu den übrigen neunzig Prozent.

        e) Und sie ignoriert die Tatsache, dass die Planungs-, Bau- und Erhaltungsfinanzierung weder gesichert ist noch gewährleistet werden kann, ohne andere Anspruchsgruppen im Land Niedersachsen über Jahre hinaus ins Hintertreffen zu bringen.

        f) Das Gesetz über Finanzhilfen des Bundes zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse der Gemeinden (GVFG) sieht einfach nicht vor, dass Landesaufgaben durch Herunterstufung von Bundesstraßen zu kommunalen Projekten umgewidmet werden. Im Gesetzestext sind verschiedene „förderungsfähige Vorhaben“ (§ 2 Abs. 1 GVFG), die „Voraussetzungen der Förderung“ (§ 3 GVFG) sowie „Höhe und Umfang der Förderung“ (§ 4 GVFG) angegeben. EINE der unumgänglichen Voraussetzungen ist, dass die Standardisierte Bewertung für das Vorhaben ein GESAMTWIRTSCHAFTLICHES Nutzen-Kosten-Verhältnis größer als 1 errechnet (§ 2 Abs. 1 Nr. 2, § 11 GVFG). Solange dies nicht nachgewiesen ist, wird (1.) kein Geld fließen und kann (2.) jeder Bürger gegen das Vorhaben klagen.

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    • Klaus Bruns schreibt:

      Joerg Löwner
      sie haben völlig recht. schmunzeln. wenn sie jetzt noch so nett wären , von wem sie was gehört haben, zu berichten, waren es vielleicht politiker?, kann man vielleicht zu dieser feststellung applaudieren. oder haben sie sich schon an deren schwachsinn so gewöhnt, dass sie sich nicht mehr erinnern können, wer es war?

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  10. Otto Berg schreibt:

    Anderes „Projekt“, gleiches Thema: PLANUNGSCHAOS UND INKOMPETENZ IM KREISHAUS LÜNEBURG

    Es ist eine Schande, unbegreiflich und im Grunde kaum auszuhalten, dass ein Landrat, ein leitender Kreisverwaltungsdirektor und, wie es aussieht, die Fraktionsvertreter aller sogenannten Volksparteien im Hochbauausschuss (mit Ausnahme der B90/Grünen Tanja Bauschke) sich die in die Skandal-Arena künftig einmal einkehrenden Behinderten ausschließlich als „Besucher“, nicht aber auch als Hallen-, Umkleide-, Garderoben-, Büro-, Fahrstuhl-, und Toilettenbenutzer bzw. als Arbeitnehmer, Handwerker, Sportler, Kinder, Eltern, Fans, Sponsoren, VIPs und Künstler, kurz: ALS MENSCHEN vorstellen können.

    Wie ist es möglich, dass im Jahre 2020 von einem FÜR ALLE MENSCHEN IM KREIS bestellten öffentlichen DIENSTPERSONAL das Folgende geäußert und in die Zeitung gesetzt werden kann:

    „Keine Chancen sieht Arena-Projektleiter Hans-Richard Maul für einen behindertengerechten Zugang ins zweite Obergeschoss. Dieser sei aus Brandschutzgründen nicht möglich. Maul verwies in der Diskussion auch darauf, dass Behindertensport ‚nicht zu den Zielvorgaben gehört, die der Kreistag für die Arena beschlossen hat‘ und betonte, dass die Halle für Besucherinnen und Besucher ‚definitiv behindertengerecht’ sein werde. So seien bei der Planung die entsprechenden Bestimmungen der Baugenehmigung ‚selbstverständlich berücksichtigt’ worden. Die Kritikpunkte des Behindertenbeirates ‚gehen deutlich über dieses Pflichtprogramm hinaus’, merkte er an.“ Quelle: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/luneburg/2726959-barriere-zweites-obergeschoss2

    WENN DAS BEHINDERTENGERECHT-MACHEN DER ARENA „DEUTLICH“ ÜBER DAS „PFLICHTPROGRAMM“ DER BAUGENEHMIGUNG HINAUSGEHT, DANN IST DAS SCHLECHT FÜR DIESES „PFLICHTPROGRAMM“, ABER DOCH KEINE ENTSCHULDIGUNG FÜR DIE PROGRAMMIERTE AUSGRENZUNG VON MENSCHEN MIT BEHINDERUNG!

    Die „Zielvorgaben, die der Kreistag für die Arena beschlossen hat“, sind im Laufe der vierjährigen Planungs- und Baugeschichte so oft umgedeutet, neu „interpretiert“, wieder über den Haufen geworfen und abermals hervorgekramt und geändert worden, dass heute KEIN MENSCH (außer vielleicht Klaus Hoppe von der Campus Management GmbH) mehr sagen kann, welchem Ziel dieser Unglücksbau eigentlich dienen soll. DAS FEHLEN VON KLAREN ZIELVORGABEN ist einer der zentralen Punkte unter den ungezählten weiteren schweren Versäumnissen und kostspieligen Schlampereien, auf welchen unisono ALLE KRITIKER dieses verrückten Unternehmens vom Rechnungsprüfungsamt über das Innenministerium und den Bund der Steuerzahler bis zur niedersächsischen Architektenkammer und den Fachleuten hier im Forum seit dem Frühjahr 2016 hingewiesen haben. Was soll also das Gerede über inhaltliche „Direktiven“ in den „beschlossenen Zielvorgaben“, wenn doch diese „Zielvorgaben“ wolkiger wabern, als die Aerosole vor dem Mund dessen, der diese Vernebelungsvokabel ausspricht?

    Reißt den Schuppen ab und baut ihn noch einmal neu! Auf die 30 Millionen Euro mehr kommt es jetzt auch nicht mehr an. ABER HÖRT AUF, EUCH IM NAMEN DER LÜNEBURGER IN DER GANZEN WELT ALS PEDANTISCHE UNMENSCHEN BEKANNT ZU MACHEN!

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    • Uwe Harms schreibt:

      Der Lüneburger Soziologieprofessor Vassilis Tsianos (50) hat selbst erfahren, wie schmerzhaft Diskriminierung aufgrund äußerlicher Merkmale (impliziter oder offener Rassismus) sein kann. In einem LZ-Gespräch beschreibt er, wie in Behörden und öffentlichen Einrichtungen herabsetzende Vorurteile und Praktiken der Stigmatisierung institutionell normalisiert und auf Dauer gestellt werden und so zu „blinden Flecken“ in der Urteilsbildung von deren Mitarbeitern und Managern führen: „Dies geschieht häufig unbewusst. Regeln und Vorschriften in einer Institution führen dazu, dass bestimmte Gruppen immer wieder ausgegrenzt und benachteiligt werden.“

      Oft gleite der einzelne Institutionszugehörige da einfach hinein, denn die ihn umgebende Mehrheitsgesellschaft mit ihren Klischees und Vereinfachungen sei in das „Pflegen“ derartiger Stereotypen verwickelt, ohne dies zu beabsichtigen. Einzelne Beamte oder Politiker seien deshalb oft nicht imstande, ihr eigenes diskriminierendes Verhalten zu erkennen und darauf zu reagieren. Das gehe erst, wenn die Betroffenen es schafften, darüber zu sprechen.

      Professor Tsianos empfiehlt, dass wir uns alle für Ausgrenzung und den darin enthaltenen Rassismus stärker sensibilisieren und einander zuhören sowie „die Möglichkeiten, die unsere Gesellschaft schon bietet, ausweiten: Wir haben ein Antidiskriminierungsgesetz, eine Diskriminierungsbeschwerdestelle, Gleichstellungs- und Inklusionsgremien. Diese Institutionen müssen wir stärken“ — und natürlich die Dinge ändern, die geändert werden müssen, um „die institutionell eingebaute Verachtung von bestimmten Merkmalsträgern“ zu beseitigen.

      Die „Arena“ ist meiner Meinung nach eine Gelegenheit, diesen Veränderungswillen zu demonstrieren. Nach Professor Tsianos leben wir in einer Gesellschaft, in der Rassismus verboten ist und somit ganz sicher ebenso die Diskriminierung von Menschen, die langfristige körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigungen haben, die sie in Wechselwirkung mit verschiedenen (einstellungs- und umweltbedingten) Barrieren am vollen und gleichberechtigten Gebrauch ihrer fundamentalen Rechte hindern.

      „Keine öffentliche Instanz kann sich den Vorwurf erlauben, sie sei rassistisch.“

      Auch die Lüneburger Kreisverwaltung nicht.

      Siehe: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/2728106-du-willst-vergessen-verschweigen-verdraengen

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      • Tanja Bauschke schreibt:

        Tanja Bauschke Kreistagsabgeordnete, stellv. Landrätin

        Nun also über den Elbebrückenblog zurück zur Arena – macht aber nichts, denn auch die Elbbrücke passt in den Größenwahn des Landkreise und seiner Hauptakteure.

        Ich habe mich in den all den Jahren der Arenadiskussionen-Sitzungen bemüht, die Contenance zu wahren, vor allem eine Balance zwischen Verwaltung und Politik zu sehen. Denn ich habe viele Fragen in all den Jahren an die Verwaltung gestellt. Zumeist und besonders in den letzten Monaten, habe ich weniger Antworten als vielmehr Abwiegelungen erhalten. Auch verbale Angriffe und Herabwürdigungen waren an der Tagesordnung. All das habe ich als Kreistagsabgeordnete mit großer Geduld ertragen.
        Aber nun ist es genug !
        Nun schalte ich mich wieder in den Blog ein, und muss Otto Berg danken, dass er es niemals müde wurde, die Arena zu „vergessen“.
        Zuletzt wollte auch ich gerne „wegnicken“ und dieses „tote Pferd“ Arena nicht mehr „reiten“. Aber nun ist es genug!
        Nun erlebe ich in unerhörter Weise eine Zeitenwende! Es geht zunehmend nicht mehr um den sachlichen Austausch und die Rolleneinhaltung der verschiedenen Akteure, sondern versucht die Verwaltung, Politik zu machen, auf die Kreistagtagsabgeordenen Druck auszuüben und sie zu „manipulieren“. Dabei ist unverhohlen festzustellen, dass die Kreistagsabgeordneten für ziemlich blöd gehalten werden, was angesichts der jahrelangen Arenapapiere und des sehr komplexen Umfangs, ja auch leicht zu unterstellen ist.
        Doch jetzt geht es um die Belange von Behinderten, die schlichtweg bei den Planungen vergessen worden sind oder wenigstens zu einem späteren Zeitpunkt nicht nachgesteuert wurden!
        Genug ist genug !!
        Bereits in der 1. Baugenehmigung aus April 2017 wird auf Seite 8 unter Punkt 8 gefordert „ gemäß § 49 Abs. 2, Satz 8 NBauO muss die Sportarena Barrierefrei zugänglich und nutzbar sein, näheres regelt die DIN 18040-1!! Hat man selbst die Baugenehmigung nie gelesen? Geschweige denn die DIN 18040?

        Nun werden Schuldige gesucht, warum die Vorgaben nicht eingehalten wurden:
        Da ist zunächst der Behindertenbeauftragte, der sich „viel zu spät gemeldet hat…?“ Wieso kommt der erst jetzt? Dann wird ihm unterstellt, dass er mehr als ein „Pflichtprogramm“ will…Und schließlich verhält er sich nicht in angemessener Form.
        Die mit den „Wünschen“ verbundenen Gesetzeslagen oder DIN Vorschriften sind auf einmal Zauberwerk, die nicht in allen Teilen Anwendung finden müssen und auch nur in einem „dem Bedarf entsprechenden Umfang“ umzusetzen sind. Und dieser Bedarf sei durch die sog Zielkonfiguration definiert und schließe Behindertensport (vom dem es in Lg ja ohnehin nicht viel gibt ..) gänzlich aus .
        Um all das Gesagte zu zementieren ist die Verwaltung bemüht eine ganze Reihe von zusätzlichen Gesetzestexten vorzustellen, die alle „belegen“ sollen, dass wir für Behinderte nichts bis nur viel weniger zu fordern haben.
        Schade, dass wir Kreistagsabgeordneten nicht mindestens Architekten und Juristen sind! Dann würde es einfacher erscheinen, bereits in den Sitzungen, die Ablenkungsmanöver und massiven Manipulationen aufzudecken.
        Die Aufgabe des Landrat und seiner Verwaltung ist es in diesem Kontext, aufzuklären, was geht und was wie umgesetzt werden kann und unter welchen Kosten! Stattdessen beginnt eine gnadenlose Abwehrschlacht, die die Rechte der Behinderten, die zudem in zahlreichen Gesetzesvorgaben definiert sind, zu negieren oder gar zu beseitigen.
        Denn, das eigentliche Hauptmotiv ist, die Kostengrenze von 23 mill einzuhalten, dann auch auf dem Rücken Derjenigen, die es ohnehin schon schwer haben. Dabei wird gerne übersehen, dass bereits am nächsten Tag ein Jede® von dem gleichen Schicksal einer Behinderung betroffen sein kann.
        Ich möchte nicht in einer „Arena der Möglichkeiten“, „einer Versammlung der Vernünftigen“ oder einem Vergnügen frönen, in der ein Teil meiner Mitmenschen wegen ihrer Behinderung einen beschränkten oder gar keinen Zugang finden.
        Es gilt daher weiterhin zu diesem Thema wachsam zu sein.

        Tanja Bauschke
        Kreistagsabgeordnete, stellv. Landrätin
        Mitglied im Kreisvorstand Bündnis 90 Die Grünen

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      • Otto Berg schreibt:

        Liebe – tapfere – Frau Bauschke,

        Sie liegen richtig, die Sache ist einfach und unzweideutig. Ganz egal, was irgendwann aus irgendwelchen Gründen von irgendwem anders beschlossen oder „programmiert“ worden ist, Artikel 3, Satz 3 des Grundgesetzes lautet wie folgt:

        „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“

        Ausnahmen oder Abstriche von diesem Grundrecht zu machen, sind (sogar in Lüneburg) für den Landrat, die Kreisverwaltung, den Kreisausschuss, den Kreistag oder für irgendeinen „Projektleiter“ geschweige denn für einen Kreisverwaltungsdirektor oder gar für einen „Geschäftsbesorger“ NICHT vorgesehen.

        Wird eine Sport- und Event-Arena mit dem Geld der Lüneburger Landkreisbewohner für die Lüneburger Landkreisbewohner gebaut, muss sie grundsätzlich auch FÜR JEDEN Lüneburger Landkreisbewohner (w/m) OHNE jede Einschränkung als Sport- und Event-Arena nutzbar sein. Hat „der Bauherr“ das nicht beizeiten bedacht, ist es seine Schuld und nicht die Schuld derjenigen, die durch seine Versäumnisse ausgeschlossen werden und dennoch auf ihr verfassungsmäßiges Grundrecht pochen. Der Bauherr muss korrigieren, bis die uneingeschränkt gleichberechtigte (barrierefreie) Nutzung IN AUSNAHMSLOS JEDER HINSICHT gewährleistet ist.

        Und er sollte sich schämen, wenn er nach Ausflüchten sucht, dieser Pflicht nicht nachzukommen!

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  11. Klaus Bruns schreibt:

    eigentlich traurig, die helden der arbeit, die linke lässt karlheinz fahrenwaldt hier schmählich im stich. die lüneburger linke steht doch zu dem brückenbau , nach dem motto: es wächst etwas zusammen, was zusammen gehört, oder? warum muss er als einzelkämpfer auftreten, obwohl er doch erst im nach-herein vom bau überzeugt wurde? kann es sein, das die linke ihre meinung, was diesen groben unfug betrifft, revidiert? wie siehst du das, Michèl Pauly?

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  12. Rudi schreibt:

    Herr Fahrenwaldt hat recht. „Brücken haben nun mal Säulen und entweder Wälle oder Stelzen als Auffahrt (es gibt auch sehr schöne Brücken).“ So könnte das Sommerleben in Neu Darchau-Katemin neben einem schön verklinkerten Elbbrückenpfeiler aussehen:

    https://www.sueddeutsche.de/image/sz.1.4877727?v=1586958495
    Foto: Julian Stratenschulte/dpa

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    • Henning Meier schreibt:

      Die Gasmasken (Ihr Bild) tragen die Elbbrückenanrainer ab 2028 dann aber nicht mehr wegen der kleenen Coroni, sondern wegen der riesigen Feinstaubtonnagen aus den Auspuffbazookas der Sattelzüge, die 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche von den Ostseehäfen kommend durchs Amt donnern, um über die „feste Querung“ nach Hannover und Wolfsburg zu gelangen.

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  13. Ulf Reinhardt schreibt:

    Lieber Herr Fahrenwaldt,

    Da ich ihren Beitrag tatsächlich als eine Stellungnahme für die Elbbrücke verstanden habe, obwohl Sie dies gar nicht so gemeint haben, muss ich mich für meinen leichtfertigen Kommentar entschuldigen.

    Gerade in der Krisensituation und die Zeit der knappen Kassen, die uns alle erwartet, wäre es unverantwortlich, eine derartige Investitionen für eine Elbbrücke zu tätigen. Dies würde zu Lasten vieler notwendiger Investitionen und Ausgaben im Sozialbereich und der Infrastruktur führen.

    Daher hätte ich mir eigentlich denken müssen, dass dies nicht im Sinne und im Programm der Linken sein kann!

    Auch Winfried Kretschmann und Boris Palmer wären aus den genannten Gründen sicher gegen eine Elbbrücke, wenn sie im Landkreis Lüneburg wohnen würden.

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    • Karlheinz Fahrenwaldt schreibt:

      Lieber Herr Reinhardt, danke für Ihre Antwort. Uns als Linke geht sehr wohl nicht das Soziale aus dem Blickfeld! Während in den letzten Jahren die Finanzelite Milliardenbeträge an Dividenden und Gewinnen und viele Millionen an Bonifikationen an Vorstandsmitglieder jährlich ausschütteten gingen die Investitionen in die Infrastruktur (Straßen, Schulen, bezahlbare Wohnungen usw.) zurück und während die Wirtschaftselite immer höhere Bonifikationen und Gehälter erhielten wurde die Leistungsverdichtung und Prekarisierung durch Ausweitung der Niedriglohnsektoren der abhängig Beschäftigten ständig erhöht. Die knappen Kassen sind doch auch der schwarzen und roten 0 geschuldet! Geld ist genug da – es ist nur bei den falschen Leuten! Make the Rich pay!

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      • Klaus Bruns schreibt:

        lieber Karlheinz, diese,,argumente“ kenne ich schon seit jahrzehnten und so verkehrt sind sie meiner meinung nicht. hat sich denn bis heute daran etwas geändert? es war bis jetzt doch völlig egal ,wer regiert hat. glaubst du im ernst, ausgerechnet jetzt wird sich daran etwas ändern und die brücke würde von den reichen bezahlt werden? wenn jetzt die nächsten ca.500 bürger im landkreis lüneburg wünsche aussprechen, die ca.100 millionen euro kosten würden, wäre die linke dann auch wieder bei wünsch dir was dabei? https://www.wonderbly.com/de/personalized-products/kingdom-of-you-book

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      • Berg Otto schreibt:

        Klar, Herr Fahrenwaldt,

        wenn „die Strukturen“ und das anonyme Abstraktum der internationalen „Finanzelite“ die Schuld tragen, dann können Sie und Herr Stoll sich natürlich auf den Rücken werfen und das Opferli „der Verhältnisse“ spielen. Dann ist es nicht der linke Ratsherr Fahrenwaldt, der sich (ohne auf die sozialen, die volkswirtschaftlichen und die ökologischen Schäden zu achten) für den über Hundertmillionen-Euro-Unfug „Elbbrücke“ ausspricht, und es ist nicht der linke Kreistagsabgeordnete Stoll, der für den über Hundertmillionen-Euro-Schwachsinn „Arena“ zugunsten einer kleinen Handvoll von privaten Profiteuren votiert, – es ist vermutlich „die Vorhut des Proletariats“, welche sich in Ihnen beiden gegen „die Ausweitung der Niedriglohnsektoren unter den abhängig Beschäftigten“ aufbäumt und Sie beide veranlasst, zusammen mit Herrn Althusmann, Herrn Böther und Herrn Kamp 250 Millionen Euro die Ilmenau hinunterzuspülen, um dabei auf „die revolutionären Massen der Erniedrigten und Beleidigten“ zu schielen und vor Ihren – vermeintlichen – Wählern lauthals im Duett zu skandieren: „Geld ist genug da – es ist nur bei den falschen Leuten! Make the Rich pay!“

        Dieses Muster der Agitprop ähnelt nach meinem Eindruck bis zum Verwechseln dem Gequatsche der Bauernfänger Trump und Höcke. Kann es sein, dass Sie während Ihrer Kreistagszeit zu eingeklemmt zwischen Herrn Bothe und Herrn Subke gesessen und dabei zu intensiv die dort aufsteigenden Phrasenblasen eingeatmet haben?

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      • Gerd-Ulrich Hagedorn schreibt:

        Lieber Herr Fahrenwaldt,

        zur Wirtschaftlichkeit der Elbbrücke schreiben Sie, der diplomierte Sozialökonom, leider überhaupt nichts. Interessiert Sie nicht, ob der Steuergeldaufwand in einem vertretbaren Verhältnis zu den erwartbaren Komfortleistungen für ca. 500 Pendlern steht?

        Dazu Hans-Herbert Jenckel heute: „Jede Straße und Brücke, die Bund und Land bauen, muss erst durch die Kosten-Nutzen-Prüfung, dieses Projekt muss nur nicht durch diese Prüfung, weil die Straße/Brücke auf Kreisniveau gedrückt wurde. Bei der Prüfung würde es durchfallen. Aber das Projekt ist ja gegen Fakten resistent, es ist ein Versprechen, 30 Jahre alt, eine Brücke der Herzen aus vergangenen Tagen.“ https://de-de.facebook.com/landeszeitung/

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      • Karlheinz Fahrenwaldt schreibt:

        Lieber Herr Hagedorn, als diplomierter Sozialökonom betrachte ich die Wirtschaft im Kontext mit der Auswirkung auf den Sozialstaat. Aus dieser Sichtweise würde ich lieber auf den geplanten Kauf von amerikanischen Kampfflugzeugen zum Stückpreis von über 160 Millionen verzichten anstatt den Bau einer Brücke an der Wirtschaftlichkeit festzumachen. Die Wirtschaftlichkeit einer Brücke ist da wesentlich höher (ein Flug kostet rund 80.000) und während Kampfflugzeuge zerstören verbinden Brücken!

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      • jj schreibt:

        Ich darf aber daraus auch schließen, dass Sie ein Verfechter der A39 sind.

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      • Gerd-Ulrich Hagedorn schreibt:

        Lieber Herr Fahrenwaldt,

        meines Wissens hat heute nicht Lüneburgs Landrat Jens Böther den Kreistag, sondern Deutschlands Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer den Bundestag über den geplanten Ankauf von 93 Eurofightern und 45 amerikanische F-18 informiert. Der Stückpreis für die 15 Boeing EA-18 „Growler“ liegt bei 73 Millionen U.S. Dollar, der für die 30 Boeing F-18 „Super Hornet“ bei 94 Millionen U.S. Dollar, während ein Exemplar der 93 Eurofighter rund 135 Millionen Euro kosten soll.

        Wenn Sie bei Rats- oder Kreistagsentscheidungen jeden diskutierten Geldbetrag sub specie aeternitatis bewerten, dann ist natürlich auch das Invest von 100 Millionen Euro Bau- und eine Million Euro jährlicher Bauerhaltungskosten für eine Elbbrücke durch einen Stadtteil in Lüneburgs Nachbarlandkreis zur Erhöhung der Transferbequemlichkeit von ca. 500 Amt Neuhaus-Pendlern pro Tag nicht mehr als ein Vogelschiss in der Weltgeschichte.

        Ob Sie als diplomierter Sozialökonom die Wirtschaftlichkeit beim Vortragen derartiger Überlegungen tatsächlich im Kontext ihrer Auswirkung auf den – kommunalen – Sozialstaat betrachten (oder nicht vielmehr Ihre mangelnde Eignung als mittelstädtischer Ratsherr öffentlich zur allgemeinen Kenntnisnahme darbieten), möchte ich einmal dahingestellt sein lassen.

        Auch Flugzeuge können „verbinden“. Denken Sie an die Rosinenbomber, die vom 26. Juni 1948 bis zum 30. September 1949 das Aushungern West-Berlins durch sowjetische Sozialisten verhinderten. Und wenn Sie an die immensen ökologischen, sozialen und volkswirtschaftlichen Schäden denken, welche die neue Elbquerung zur unerwünschten Folge haben wird, dann müssten Sie einsehen, dass auch Brücken zerstören können.

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  14. Klaus Bruns schreibt:

    ich weiß schon, warum die linke mir aus dem wege geht. ist wie bei den rauchern , die zu nicht-rauchern geworden sind. diese sind anstrengend. warum? sie sprechen aus erfahrung. schmunzeln. die grünen sind da ein wenig mutiger, was mich betrifft. die fdp hat mit mir ein besonderes problem. die spd und die cdu haben selbst zu viele probleme , um sich mit einem rentner auseinander zu setzen. schmunzeln.

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    • Karlheinz Fahrenwaldt schreibt:

      Lieber Klaus, es gibt zwischen Trollen und dir nur einen Unterschied: Du bist unter deinem Klarnamen am Start und nicht unter einem oder mehreren Pseudonymen wie beispielsweise der Troll Regine Weber. Und mit Trollen diskutiere ich nicht!

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      • Klaus Bruns schreibt:

        Lieber Karlheinz, jetzt muss du nur den usern hier erklären, was du unter trolle verstehst. ich habe entgegen trolle argumente. du auch?

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      • Karlheinz Fahrenwaldt schreibt:

        Ich bin da einer Meinung mit Wikipedia: „ Als Troll bezeichnet man im Netzjargon eine Person, die ihre Kommunikation im Internet auf Beiträge beschränkt, die auf emotionale Provokation anderer Gesprächsteilnehmer zielen. Dies erfolgt mit der Motivation, eine Reaktion der anderen Teilnehmer zu erreichen.“

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      • Lutz Bendner schreibt:

        Sie meinen, ungefähr so muss ein Troll vorgehen:

        „Sehr geehrter Herr Reinhardt, ich habe Sie bisher für einen eloquenten politischen Menschen gehalten, aber seit dem gestrigen Post haben Sie gezeigt, dass doch auch Sie wie viele andere Grüne (der Grüne Ministerpräsident Kretschmar fordert die Menschen zur Denunziation auf und der Grüne Oberbürgermeister Palmer will alle Alten und Kranken wegsperren!) auch zum Populismus neigen.“

        Da waren Sie ja erfolgreich: „Eine Reaktion der anderen Teilnehmer“ haben Sie erreicht. Sogar mehrere.

        Chapeau!

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  15. Ulf Reinhardt schreibt:

    Sehr gut geschrieben, Herr Würgner, Dass die Linke mal wieder alles für alle fordert und sogar vor einer Elbbrücke nicht zurück schreckt, kann niemand nachvollziehen!

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    • Karlheinz Fahrenwaldt schreibt:

      Sehr geehrter Herr Reinhardt, ich habe Sie bisher für einen eloquenten politischen Menschen gehalten, aber seit dem gestrigen Post haben Sie gezeigt, dass doch auch Sie wie viele andere Grüne (der Grüne Ministerpräsident Kretschmar fordert die Menschen zur Denunziation auf und der Grüne Oberbürgermeister Palmer will alle Alten und Kranken wegsperren!) auch zum Populismus neigen. Das was ich als Person Karlheinz Fahrenwaldt hier gepostet habe ist der heutige Sachstand und enthält keine Bewertung. Ich finde da keine Forderung! Und die Partei DIE LINKE. Lüneburg hat bei der Aufstellung ihres Kommunalpolitischen Programms vor etwa 15 Jahren den Bau einer Elbquerung gefordert. Ich war seinerzeit dagegen, aber die Menschen aus dem Amt Neuhaus haben mich davon überzeugt, dass auch sie einen Anspruch auf einen „barrierefreien“ Zugang zum Landkreis haben müssen! Kommen Sie bitte zu einer sachlichen Auseinandersetzung zurück!

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      • Regina Weber schreibt:

        Ihre Worte von gestern, Herr Fahrenwaldt: „so einen Aufriss wegen der geplanten Elbbrücke machen“, „Sturm im Wasserglas um die Wahlchancen der SPD zu erhöhen“, „Schafen sind Pfeiler egal“, „Planung ist chaotisch, was ja im Landkreis durchaus üblich ist“.

        Nennen Sie so eine Brühe aus Polemik und Vorurteilen „sachlich“?

        Was kann Herr Reinhardt für die Entgleisungen von Opi Kretschmann und Sheriff Palmer? Können Sie etwas für den Rassismus von Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht?

        Sie werfen dem Grünen Reinhardt „Eloquenz“ und „Populismus“ vor, verzichten aber darauf, Belege beizubringen. Stattdessen kommt ein trumpistisches Selbstlob: „Das was ich als Person Karlheinz Fahrenwaldt hier gepostet habe ist der heutige Sachstand und enthält keine Bewertung.“ Wirklich „keinerlei Bewertung“? Haben Sie neuerdings den Schwenk vom „satirisch Themenplakativen“ zum „harakirisch Fakenews-Agitativen“ vollzogen?

        „Die Menschen von Amt Neuhaus“? Dass auch die „Ansprüche“ haben müssen, lässt sich vermuten. Dass die aber auch eine Elbbrücke haben müssen, ist schon ungewisser. Einen „barrierefreien Zugang zum Landkreis“ hat dort jeder. Denn das Amt mitsamt Küchenzeile, Schlafzimmer und Blumenrabatten eines jeden dort Wohnenden liegt im Landkreis. Was wissen Sie über die „die Menschen“ in Neu-Bleckede? Sind wendischthuner Ansprüche nicht intensiv genug für eine barrierefreie Multimillionen-Euro-Querung nach Bleckede?

        Finden Sie bitte zu einem sachlichen Stil der Auseinandersetzung, Ratsherr Fahrenwaldt!

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  16. Kai Würgner schreibt:

    Mehr als 100 Millionen Euro für eine Brücke, die niemand benötigt, Herr Fahrenwaldt? Plus jährliche Erhaltungskosten von mindestens einer Million Euro?

    Dafür könnten Sie ja glatt eine zweite Arena Lüneburger Land, deren erste auch schon niemand braucht, in Amt Neuhaus finanzieren – oder 300 bezahlbare Fünf-Zimmerwohnungen im Speckgürtel des Oberzentrums. Plus jedes Jahr drei neue dazu.

    Wie steht es mit dem Bauerwartungsland entlang der rechtselbischen L 232, Herr Fahrenwaldt? Haben Sie im Grundbuchamt mal nachgeschaut, wer da in den letzten 30 Jahren so alles Parzellen erworben hat? Seit wann fördert Lüneburgs linke Elite die Spekulationsprojekte einer kleinen Gruppe von Immobilien- und Betonbaulöwen auf Kosten von Natur und der Lebensqualität nachfolgender Generationen?

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  17. Klaus Bruns schreibt:

    Darauf hat die Fraktion der Linken im Bundestag hingewiesen. Ihr gewerkschaftspolitischer Sprecher Pascal Meiser forderte die Bundesregierung auf, sich nun „auch um diejenigen zu kümmern, die nicht unter den Schutz eines Tarifvertrages fallen“.
    wäre dieses nicht auch etwas für die linke in lüneburg, anstatt auf denkmäler zu bestehen ,um damit zu hoffen, die eigenen wahlchancen zu erhöhen?

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  18. Dagmar Hansen schreibt:

    Mal abwarten, was Bernd Althusmann dazu noch einfällt. Vielleicht lockt er den einen oder anderen Lüchow-Sozi zum Gummitwesten in die Reihen des christdemokratischen Männerturnvereins „Funny Skippers“? Ein leitender Job als Schaumschläger im „Niedersächsischen Digitalisierungsministerium Numero Uno“ oder beim „Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V“ im Ortsverband Scheeßel sollte für kollaborationsbereite Wechselwillige immer drin sein.

    Und im kleinen galligen Neu Darchau wird Majestix Dehde gut daran tun, vor der mutig erneuerten Bürgerbefragung ein paar seiner alten Asterix-Hefte durchzuarbeiten, um gewappnet zu sein:

    – Heuchlerix (frz. Quatrédeusix, „quatre et deux font six“ – „4 + 2 = 6“) verrät im Band „Tour de France“ Asterix und Obelix an die Römer.

    – Lügfix (frz. Prolix, prolixe – weitschweifig) ist die Hauptfigur im Asterix-Band „Der Seher“ und hat eine Schlüsselrolle im Film „Asterix – Operation Hinkelstein“. Er ist ein alter, sehr dünner Mann, der mit einem Wolfspelz bekleidet als Seher durch die Lande zieht. Er kann zwar nur die selbstverständlichsten Dinge voraussagen, dennoch schenken ihm die naiven Dorfbewohner Glauben.

    – Miesetrix (frz. Adictosérix) ist ein verräterischer Gallier aus dem Stamm der Biturigen, der versucht „Die Tochter des Vercingetorix“ an die Römer zu verschachern.

    – Gelatine (frz. Angine – Angina) ist die Frau von Orthopädix und, wie dieser mit Majestix, mit dessen Frau Gutemine seelenverwandt. Sie treibt ihren Mann zur Kandidatur gegen Majestix für das Häuptlingsamt, woraufhin das Dorf sich im Wahlkampf beinahe spaltet. Im französischen Original wurde der Name Gélatine später für die Mutter von Obelix gewählt, so dass für diese ein anderer deutscher Name gefunden werden musste (Popeline).

    Mit den Winkelzügen der sozialdemokratischen „Wendehälse“ Andrea Schröder-Ehlers und Franz-Josef Kamp ist bis zu deren Abwahl im nächsten Jahr weiterhin zu rechnen:

    – Tullius Destructivus wird von Cäsar auf Vorschlag seiner Berater in „Streit um Asterix“ (französischer Originaltitel: La zizanie; wörtlich: „Die Zwietracht“) auf die Gallier angesetzt. Dieser hat die Begabung, durch geschickte Manipulation und Intrigen in jeder Gruppe Streit hervorzurufen.
    Destructivus begibt sich in das gallische Dorf und überreicht dem überraschten Asterix ein wertvolles Geschenk. Daraufhin zerstreiten sich die Einwohner des Dorfes aufgrund von Neid, Eifersucht, Minderwertigkeitskomplexen und anderen menschlichen Schwächen. Schließlich wird Asterix sogar verdächtigt, das Geheimnis des Zaubertranks an die Römer verraten zu haben.

    – Agrippus Virus (frz. Gracchus Garovirus, „gare aux virus“ – „Vorsicht vor den Viren“) übrigens ist im Band „Asterix bei den Schweizern“ der Statthalter von Condate (Amt Neuhaus) und für seine Orgien berühmt, die er sich vom großen Fellinius inszenieren lässt. Er vergiftet den Quästor Claudius Incorruptus, als dieser ihn bei einer Orgie überrascht, um eine Steuerprüfung vorzunehmen.

    Aber auch die „Brücken“(vulgo: Geldverdiene-)“Freunde“ wie Helga Dreyer, Michael Zeinert, der berühmte Bauprojektmanager Jürgen Krumböhmer (http://www.bruecken-bauen-ev.de/aktuell.html) und sein Gönner, Eckhard Pols, werden nicht untätig bleiben: Auf Seite 12 des Albums „Obelix GmbH & Co. KG“ wird ihr Spitzenvertreter Technokratus von Julius Cäsar während einer Besprechung mit seinen Beratern gefragt, wie dieser die zaubertrankgestärkten Gallier schwach machen würde. Als Absolvent der FAZ („Freigelassenenschule für Angewandte Zeitkritik“) und römischer Wirtschaftler rät er den Reiz des Goldes auszunutzen. Als Beweis für die Macht der Dekadenz weist er in die Runde der feisten Berater, die sich allesamt dick und träge auf das Einberufen von Ausschüssen und Unterausschüssen mit exakt umrissenen Aufgabengebieten zu spezialisieren scheinen, unter ihnen beispielsweise der ehemals mutige Adendorfer Tribun Sozialstatus.

    Als Bedingung für seinen Plan nennt Technokratus nur, dass er freie Hand haben müsse und ihm unbegrenzte Zahlungsmittel zur Verfügung stünden. Vom befestigten Römerlager Babaorum aus, beginnt er im Wald Kontakt mit Obelix zu knüpfen und ihm das Prinzip von Angebot und Nachfrage zu erklären. Er beginnt schließlich zuerst die Hinkelsteine von Obelix aufzukaufen, die Sprache der Geschäftsleute einzuführen und die Nachfrage dermaßen anzuregen, dass die eine Hälfte des gallischen Dorfes beginnt, Hinkelsteine herzustellen, während die andere Hälfte die Hinkelsteinhändler mit Wildschweinen versorgt. Gegenüber dem Lagerkommandanten Zenturio Absolutus, welcher praktisch nur auf die Ablösung wartet und wegen der schlagkräftigen Gallier nicht mehr aus dem Lager ausrückt, behauptet Technokratus, dass der Hinkelstein das Ende ihrer Probleme sei.

    Nachdem die Hinkelsteine an Cäsar geliefert wurden, weil Technokratus gemäß der Maxime „Redde Caesari quae sunt Caesaris“ („Cäsar geben, was Cäsar gehört“) handelt, empfiehlt er ihm die Hinkelsteine wieder mit Gewinn zu verkaufen. Technokratus schlägt außerdem vor, die Nachfrage nach Hinkelsteinen beim potentiellen Käufer zu wecken und einen Werbefeldzug zu starten und mit Freizeitkleidung, Sonnenuhren, Modeschmuck und einem Kasten mit der Aufschrift „Hinkelstein im Eigenbau!“ den Gewinn beträchtlich zu steigern.

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  19. Karlheinz Fahrenwaldt schreibt:

    Ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum einige Politiker in Neu Darchau so einen Aufriss wegen der geplanten Elbbrücke machen. Aufgrund der Ausführungen der Planer vor Jahren in Bleckede war der letzte Stand nach meiner Erinnerung eine Brücke auf Stelzen durch das Elbvorland und dann auf dem Deich entlang um dann zwischen Neu Darchau und Walmsburg auf die L 231 einzumünden. Und zwischen dem Landkreisen Lüchow-Dannenberg und Lüneburg gibt es einen entsprechenden Vertrag, der immer noch gültig ist und den auch Herr Dehde nicht ausser Kraft setzen kann. Also nur ein Sturm im Wasserglas um die Wahlchancen der SPD zu erhöhen?

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    • jj schreibt:

      Lieber Herr Fahrenwaldt, da fragen Sie: Wer will schon unter oder an einer Stelzenbrücke wohnen? Fragen Sie auch mal im schönsten Marschhufendorf im Amt Neuhaus in Konau/Popelau nach.

      Ein Sturm im Wasserglas scheint mir eher diese Art der Planung, die dritte wohlgemerkt. Da wird mit den Ideen des 20. Jahrhunderts eine Brücke geplant für das 21. Jahrhundert, das nach mehr Klimaschutz und einer anderen Mobilität schreit. Wir erleben es gerade zwangsweise, die ist digital, nicht asphaltiert.

      Aber vermutlich wird die Brücke als Corona-Investitionsprojekt mit Eilbedürftigkeit schneller als gedacht durch das Biosphärenreservat getrieben. Sozusagen als Konjunkturprogramm.

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      • Karlheinz Fahrenwaldt schreibt:

        Lieber Herr Jenckel, das Elbvorland ist kein Bauerwartungsland. Dort „wohnen“ höchstens Schafe, und denen sind Pfeiler egal. Und Brücken haben nun mal Säulen und entweder Wälle oder Stelzen als Auffahrt (es gibt auch sehr schöne Brücken). Die Planung ist chaotisch, was ja im Landkreis durchaus üblich ist. Unser Vorschlag wurde ja leider nicht aufgegriffen: eine kombinierte Straßen- und Schienenbrücke wie in Lauenburg. Die derzeitigen Umfahrungen bei Fährenausfall und der Fährbetrieb belasten das Klima mehr als der verkürzte Verkehr über die Brücke und der Wegfall des Fährverkehrs. Das Biosphärenreservat wird laut Planern nicht berührt, da an vorhandene Straßen angebunden wird, allerdings brauchen wir kein Konjunkturprogramm für die Bauwirtschaft – die sollen bezahlbaren Wohnraum bauen!

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      • jj schreibt:

        Da schauen Sie bitte noch mal auf die Trassenvarianten, da sehen Sie, es geht nicht nur um Schafe. Habe ich noch mal dazu gestellt. Lg jj

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      • ezwoh schreibt:

        Lieber Herr Jenckel,
        sie treffen den Nagel auf den Kopf: Die Planung hat die Qualität eines Sturms im Wasserglas. Die Brücke soll „zwischen Neu Darchau und Walmsburg auf die L 231 einmünden“. Der Verkehr fließt von dort über Barskamp nach Bleckede? Oder vielleicht doch mitten durch Neu-Darchau/Katemin weiter nach Dahlenburg? Also doch ein Dorf mit ungefähr 300 Einwohnern zerschneiden. – So viel Einwohner hat Katemin. So war und ist es doch wohl geplant. Die Planung einer Umfahrung für Neu-Darchau/Katemin ist mir zumindest nicht bekannt.
        Und dann kommt noch hinzu, dass die Elbtalaue FFH-Gebiet ist, in dem eigentlich gar nichts derartiges gebaut werden darf…
        Da kann man die Brücke ja gleich bei Bleckede bauen – endlich Bleckede mit Neu-Bleckede per Straßenbrücke vereint. D a s müßte doch ganz im Sinne unseres neuen Landrats sein…

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    • Klaus Bruns schreibt:

      Karlheinz Fahrenwaldt
      wird die linke für die brücke spenden, wenn neuhaus wieder einen linken in den kreistag wählt? schmunzeln. oder soll das geld für die brücke von den hartz iv empfängern kommen? es soll ja dank corona überall gespart werden, oder? politiker gehen doch gerade mit gutem beispiel ,was ihre diäten betrifft, voran. die spd wird ihre wahlchancen so jedenfalls nicht erhöhen, die linke aber so bestimmt auch nicht.

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    • J schreibt:

      Wenn Ihr Lüneburger unbedingt eine Brücke wollt,baut sie doch in Alt Garge oder Bleckede.

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      • Heidi Ereike schreibt:

        Geht nicht! Die Zuwegung würde Ortsteile von Bleckede zerschneiden, denn Brücken haben nun mal Säulen und entweder Wälle oder Stelzen als Auffahrt. Auch wenn es sehr schöne Brücken gibt, würde sowas dem einträglichen romantischen Fährtourismus zwischen Bleckede und Bleckede-Wendischthun schaden. Außerdem dient die Verbindung der Stadtgebiete über die seit 1989 wieder bestehende Fährverbindung auch dem direkten, barrierefreien Zugang der benachbarten, ebenfalls zum Landkreis Lüneburg gehörenden Gemeinde Amt Neuhaus zum übrigen Kreisgebiet. Und darüber hinaus liegt Bleckede-Wendischthun im naturschutzrechtlich besonders sensitiven Biosphärenreservat Elbtalaue!

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