Mitten in einen Sci-Fi-Blockbuster gerutscht – Ende offen

Lüneburg, 29. Oktober

Wir müssen gar nicht mehr ins Kino gehen, um einen Science-Fiction-Blockbuster zu sehen, wir stecken mittendrin, wir spielen mit. Die Bösen, die Anständigen, die Ängstlichen, die Draufgänger, die Verschwörer. Nur dass es keine Aliens sind, die uns bedrohen, keine schleimigen Kreaturen, sondern unsichtbare Quälgeister. Anders als im Film, ist das Ende dieses Reality-Blockbusters offen.

Die Tektonik der Themen in Lüneburg wie auf dem restlichen Erdball hat sich gewaltig verschoben. Klimawandel und Krieg, das war bis zum Frühjahr der Basso Continuo der Nachrichten, die größte Gefahr, gegen die wir Sterblichen uns nicht versichern können. Dann kam das Virus.

Die erste Corona-Welle war ein Schock und ein wirtschaftlicher Tiefschlag. Die Regierung hat die Gelddruckmaschine angeworfen und Löcher gestopft. Die Zinspolitik war schon vorher in der Finanzkrise in Runde 2 k.o. gegangen. Der Förder-Marathon hat am Ende immerhin gereicht, um die Frage nach dem Oster- und Sommerurlaub zur zentralen existenziellen Frage in Boulevard-Medien hochzujazzen und nicht das Überleben von Arbeitsplätzen und Betrieben.

Der Sommer war gütig, wir konnten draußen auf Abstand Latte Macchiato in der Sonne trinken. Aber der gesellschaftliche Konsens war am Ende doch – es reicht. Obwohl viel vor der zweiten Welle gewarnt wurde und theoretisch allen klar war, dass der Herbst schwierig wird. So konnten wir denn in den Zeitungen mal lesen, dass sich die Wirtschaft erstaunlich im Sommer erholt habe, und zwei Seiten weiter, dass die Volkswirte sichere Anzeichen für eine Konjunkturdelle und Pleitewelle im Herbst sehen.

Jetzt leben wir in der zweiten Corona-Welle, die Nachrichten überschlagen sich auch im kleinen Lüneburg. Im Rat wird zur Stützung der Kneipen-Kultur der verteufelte Klimakiller E-Heizpilz mit Sondergenehmigung auf Zeit erlaubt, und am nächsten Tag beschließt die Merkel-Runde den Lokal-Lockdown.

Die Neuinfektionen werden wie Börsenkurse gehandelt und die Menschen wissen eigentlich nicht mehr so genau, wem sie trauen können. Haben die Aluhut-Träger am Ende doch recht? Der Alarmismus ist leider der Tatsache geschuldet, dass die Regierung nicht über hellseherische Fähigkeiten verfügt. Und das nehmen ihr viele übel. Und nicht wenige glauben sowieso an Komplott und Verschwörung. Wer immer ihr Lord Voldemort auch ist.

Der Klimawandel geht weiter, das Artensterben auch, Kriege und Bürgerkriege überziehen den Planeten, doch die Nachrichtenlage bestimmt ein Virus. Und ich vermag nicht zu sagen, was die Kollateralschäden sind, was diese monochromatischen News 24/7 im Hirn auslösen.

Ich weiß nur, dass zum Glück die Masse der Medien versucht, die Bürgerinnen und Bürger aufzuklären, so lückenhaft auch die Informationen sein mögen, und dass es für die Mehrzahl noch um eine Maske geht, um Abstand und wenig Kontakt, nicht um Party, Weihnachtsmarkt oder Reisen. So schmerzhaft die Gebote fürs Wohlbefinden sind und für die Wirtschaft. Solange die Masse da mitgeht, sind die Anstrengungen und erträglichen Entbehrungen nicht vergebens.

Hans-Herbert Jenckel

Über jj

Journalist, Dipl.-Kaufmann
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40 Antworten zu Mitten in einen Sci-Fi-Blockbuster gerutscht – Ende offen

  1. Der Abschlussbericht im Jahr 1923 für das gesamte Deutsche Reich ist 20 Seiten dick. Die Spanische Grippe hat zu diesem Zeitpunkt bis zu fünf Prozent der Erdbevölkerung getötet

    Der Föderalismus ist im Kaiserreich noch deutlicher ausgeprägt als heute. Die zaudernde Reichsregierung informiert die Bundesstaaten erst zwei Wochen nach einem Expertentreffen über Empfehlungen zur Bekämpfung der Pandemie. Sie überlässt den örtlichen Behörden, welche Einschränkungen sie verhängen wollen. Es gibt keine abgestimmten Maßnahmen.
    Quelle
    https://www.rbb24.de/panorama/thema/2020/coronavirus/beitraege_neu/2020/05/spanische-grippe-gross-berlin-preussen-deutsches-reich-pandemie-rueckblick.html

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  2. Klaus Bruns schreibt:

    Ist Provokation eine legitime journalistische Technik? herr jenckel, ihr ehemaliger arbeitgeber, die welt, ausgerechnet, stellt diese frage. was halten sie davon?

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    • jj schreibt:

      Wenn es um sehr persönliche Erfahrungen geht oder gar Erkrankungen geht, bestimmt nicht. Wenn es darum geht, jemanden in der politischen Haltung aus der Reserve zu locken, von Fall zu Fall, aber nicht generell. Lg jj

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  3. Willi Banse schreibt:

    Die neuen Corona-Bücher sind da:

    „Für die Arena ist die Pandemie verantwortlich“
    Manfred Nahrstedt

    „Ich bin dann mal zuhause“
    Hape Kerkeling

    „Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen verdienen Vertrauen!“
    Brigitte Mertz

    „Lassen Sie mich durch, ich muss zum Arzt“
    Dr. Eckart von Hirschhausen

    „Husten, wir haben ein Problem“
    Horst Lichter

    „Kevin – Allein zu Frielinghaus“
    Carl Johann Niederste

    „Der Mann, dem von ärztlicher Seite aus geraten wurde, nicht mehr aus dem Fenster zu steigen“
    Von diesem einen Skandinavier

    „Ich bin so lächerlich reich, was kümmert mich euer Shitstorm“
    Von der Harry-Potter-Frau

    „Es erinnert mich alles an die DDR …“
    Stephan Bothe

    „Lockdown Under“
    Dame Edna

    „Ich bin kein Arena-Leugner“
    Franz-Josef Kamp

    „Dieter for One“
    Dieter Hallervorden

    „I WILL NEVER LEAVE THE (WHITE) HOUSE“
    Dieter Bohlen

    „Sitz da da“
    Hermann Hesse

    „Und Gott schuf Jacques Weindepot“
    Heiko Meyer

    „2020“
    George Orwell

    „Der Mörder muss hier im Haus sein“
    Ulla Hahn

    „Das Schlimmste an der Arena ist, dass Ulf Reinhardt von Anfang an recht hatte“
    Günter Dubber

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  4. 17 Oktober 1918 schreibt:

    Den Begriff „Grippeferien“ kennen die Deutschen bald, aber sie gelten nicht an allen Schulen. Mütter sollen entlastet werden, außerdem ist die Schule für viele Kinder der einzige Ort, an dem sie regelmäßig zu essen bekommen. Mal machen sie in der einen Region für zwei Wochen zu, dann in einer anderen. In Berlin werden Schulen nur geschlossen, wenn nachweislich mindestens ein Drittel der Schüler erkrankt ist. „Allerdings sind an den höheren Lehranstalten Klassen bereits aufgelöst worden“, heißt es in der Vossischen Zeitung vom 17. Oktober 1918.

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  5. Anne König schreibt:

    Hallo, Herr Janowitz,

    Ihre Wirtschaftsprognose fürs liebe Lüneburg gleicht einer weitsichtigen Weissagung von vor sechseinhalb Jahren. Beide haben ›Visionen‹, ›Bauchgefühle‹ und ›Millionenphantastereien‹ zur Voraussetzung. Die einzigen beiden Unterschiede: Dort, wo seinerzeit ein lebendiger ›Jobmotor‹ gefährlich ›gestottert‹ haben soll, gefährdet heute ein Virus wortlos Leben, und dort, wo zuvor der Tiefkühlfischproduzent ›Pickenpack‹ stand, ordentlich Gewerbesteuern in die Stadtkasse spülte und rund 400 Beschäftigten Arbeit gab, entsteht heute die Multimillionen Euro-›Arena‹, die, ohne zu stottern, vier, fünf Jahrzehnte lang Jahr um Jahr enorme Steuergeldzuschüsse in Millionenhöhe aus Stadt- und Kreiskassen heraussaugen wird (auf direktem Wege und – obwohl ›die Stadt‹ ihre Zahlungszusage von 2017 in Höhe von sechs Millionen Euro jetzt um vier Millionen Euro reduzieren will – über die Kreisumlage), was alles, aber auch nur dann, wenn sehr, sehr viel Glück dazukommt, einem öffentlich finanzierten Betriebs-, Geschäftsbesorger- und Gastroteam von vielleicht 20 Beschäftigten Arbeit gibt:

    »» Lüneburg – ›Die Arbeitslosenzahlen sind gesunken, und der Stellenmarkt zeigt sich stabil . . . eine robuste Startposition in die Sommermonate.‹ Das sagt der Chef der Arbeitsagentur Mittwoch in der LZ zu den aktuellen Arbeitslosenzahlen für Juni.

    Mittwoch hat Pickenpack, einer der großen Arbeitgeber der Stadt in einem der wichtigen Produktionszweige, diese optimistische Einschätzung mit einer Ankündigung konterkariert: Pickenpack entlässt 170 Mitarbeiter.

    Das ist ein Schlag für den Lüneburger Arbeitsmarkt, den er nicht verkraftet. Denn so wichtig die Nahrungsmittelindustrie für Lüneburg ist, so anfällig und schwindsüchtig ist der Arbeitsmarkt für diese Branche mittlerweile. Aus der Stärke, die die Wirtschaftsförderung für Lüneburg in diesem Sektor diagnostiziert hat, ist oft genug eine Schwäche geworden. Die Parallelen zum Niedergang des ehemals stolzen Bekleidungsindustrie-Standortes Lüneburg sind frappant.

    Die Lokalpolitik ist deswegen gefordert, mehr noch als bisher den Weg für junge Firmen in neuen Märkten zu ebnen, gemeinsam mit Kammern und vor allem der Universität.

    Gerade die hundert Millionen Euro, die an der Uni Lüneburg in den Innovations-Inkubator fließen, letztlich eine Anhäufung von Wissen, das Arbeitsplätze in neuen Branchen schaffen soll, diese Millionen sind pure Mittel der Wirtschaftsförderung, sie sind ein Versprechen. Es gibt zarte Pflänzchen, die mit Inkubator-Geld wachsen, aber von einem Job-Motor zu sprechen, wäre verfehlt, da fehlt Strahlkraft.

    Es stellt sich vielmehr bei hundert Millionen die Frage, was macht bei dieser Unterstützung den Unterschied zur lange bestehenden Existenzgründung im e.novum zum Beispiel. Zeit für eine Bilanz, höchste Zeit für mehr Impulse, damit Lüneburg nicht nur demografisch ein Wachstumsmarkt ist, sondern auch wirtschaftlich.

    Das ist umso bedeutsamer, als die Anschubfinanzierung von außen, in diesem Fall von der Europäischen Union, künftig spärlicher ausfällt für die Region und auch der Millionen-schwere Inkubator der Uni ausgereizt ist. ««

    Autor: Hans-Herbert Jenckel

    Titel: Der stotternde Lüneburger Job-Motor

    Ort und Zeit: Landeszeitung Lüneburg, 2. Juli 2014, 02:57 Uhr

    Online: https://www.landeszeitung.de/sonstiges/53900-der-stotternde-lueneburger-job-motor/

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    • Andreas Janowitz schreibt:

      „Ihre Wirtschaftsprognose fürs liebe Lüneburg gleicht einer weitsichtigen Weissagung von vor sechseinhalb Jahren.“
      Ich verstehe nicht ganz Frau König, wie genau?

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      • Anne König schreibt:

        Nun, Herr Janowitz,

        worin gleicht Ihre Wirtschaftsprognose der ökonomischen Weissagung von Herrn Jenckel?

        Herr Jenckel charakterisisiert die Ankündigung von Arbeitsagenturveteran Bernd Passier aus dem Jahre 2014 als das was sie ist: Ein Bündel routiniert herausgepusteter, aber vollkommen sinnleerer Sprechblasen.

        Von den hundert Millionen Euro, die an der Uni Lüneburg in den Innovations-Inkubator geflossen sind, ist nichts geblieben außer verblassenden Erinnerungen an zehn lange Jahre berlusconisierend lärmenden, sozusagen prä-trumpistischen Sprücheklopfens und natürlich die kriegerische Gegenwart eines überwältigungsarchitektonischen Betonmonsters im Zinkplattenpanzer, dessen Pflege, Elektrifizierung und Erhalt das Land und die „wirtschaftsnahe“ Kadettenanstalt jedes Jahr astronomische Beträge kostet, die für Lehre und Forschung weder in Lüneburg noch in Göttingen mehr zur Verfügung stehen.

        Ausgeblieben ist dagegen die von Herrn Jenckel vor mehr als sechs Jahren angemahnte Bilanz: Antworten auf die Frage danach, welche Einrichtungen eigentlich welche Leistungen erbringen bzw. „Impulse setzen, damit Lüneburg nicht nur demografisch ein Wachstumsmarkt ist, sondern auch wirtschaftlich“, – gibt es bis heute nicht.

        Sie, Herr Janowitz, sind „im betrieblichen Tagesgeschäft mit 20 bis 30 Jahre alten Anlagen konfrontiert“ und halten dort umwälzende „Produktivitätszuwächse durch moderne Digitalisierung“ für möglich. Für Sie ist also die Realitätsferne der abstrakten Zuversichtsfloskeln in den Quartalsverlautbarungen aus der Arbeitsagentur eine konkrete tägliche Erfahrung.

        Die revolutionären technischen Möglichkeiten sehen Sie im Streit mit „vorsintflutlichen“ Bildungsstrukturen, ein Konflikt der immense Ansprüche in diesen nicht gewachsene Köpfe pflanzt, „mit deren belustigender Inkompetenz“ Sie sich „dann im Arbeitsalltag rumschlagen“ dürfen. Große Worte, kleine Wirkung: Das klingt nach rhetorisch umwölkter Innovationsinkubatorenineffizienz.

        Welche Bedingungen müssen erfüllt, welche Voraussetzungen gegeben sein, damit die notwendigen Fähigkeiten erworben werden können, welche die zweckmäßige Handhabung komplexer digitaler Werkzeuge verlangt? Ein gedanklicher „Kassensturz“ jenseits des Reklamegeredes nach den Vorgaben der IT-Industrie steht für Sie also noch aus, Herr Janowitz.

        Das wären die drei wichtigsten Parallelen, die mir aufgefallen sind.

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    • Kirsten Schumacher schreibt:

      Aha, für Althusmann ist es „eine wichtige Frage, ob man hierzulüfte bald die Möglichkeit hat, mit einem Flug-Taxi autonom ‚durch die Gegend zu können‘.“

      Fliegen kann man auch über Flüsse.

      Das erklärt natürlich die zunehmend nebulöser werdenden Vagheiten des Ministers in puncto Finanzierungsmöglichkeiten für die Elbbrückenfiktion bei Neu Darchau. Seine Blendgranaten sollen wahrscheinlich nur noch bis zur Kommunalwahl wie ein Pro erscheinen, um danach durch weitere Absetzbewegungen zu verdeutlichen, dass hinter deren Blitzen und Funkeln ein Contra steht, ein bedingungsloser Rückzug in die klimabewusste Moderne, – die in Niedersachsen 2022 anbricht, wenn die CDU zum Juniorpartner im ersten Landeskabinett der GRÜNEN geworden ist.

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    • Berthold Ohms schreibt:

      Der Markt ist eben nicht die effizienteste Institution zur Steuerung wirtschaftlicher Aktivitäten. Seine Schwächen zeigen sich sehr deutlich in den Krankenhäusern. Die Marktorientierung im Gesundheitswesen hat in den vergangenen Jahrzehnten dazu geführt, dass die Zahl der Krankenhausbetten stark reduziert wurde. Allerdings geschah das in Deutschland weniger radikal als beispielsweise in Großbritannien oder in den USA.
      Quelle:
      https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2020/leistung/kein-markt-ohne-staat

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      • Andreas Janowitz schreibt:

        Der Markt ist einfach blind für real existierende Umstände? Je weniger Regulationen, desto grösser der blinde Fleck? Insbesondere werden (fast) alle externale Schocks (wie diese Seuche) als negative Externalität auf die Solidargemeinschaft abgewälzt? Irgendwer wird schon den Kopf hinhalten, wenn es keine entsprechenden Schutzmasken in ausreichender Menge gibt? Irgendein armer Schlucker geht dann halt drauf?

        Was ich allerdings im Artikel vermisse ist den desolaten Zustand des US „Gesundheitssystems“ ein wenig breiter auszuwalzen? Leer stehende (oder für den Notfall vorgehaltene) Betten sind nunmal ein Kostenfaktor im nächtsen Quartal? Das die sog. Krankenversicherung dort für den Otto-Normal-Europäer der besch**enst möglichen KfZ-Versicherung gleichkommt fehlt aber… Stichwort „pre-existing condition“ -schonmal nen Platten gehabt? Tja dann sind alle Reifenschäden (und deren Folgen) ausgeschlossen. Eigenbeteiligung -sozusagen Gesundheitsteilkasko? Prima Idee!
        Klingt bekoppt? Ist dort völlig „normal“ und Obama ein quasi Kommunist, weil er das ändern wollte.

        Dennoch finde ich es überraschend im Magazin der „Zeit“ solche kritischen Interviews zu lesen.

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  6. Gunther Horn schreibt:

    „Digitalisierung“ heißt da wohl Ihr Masterplan der Covid-Bekämpfung, Herr Janowitz? Da sind wir Niedersachsen ja bekanntlich schon ganz weit vorne mit dabei!

    Bernd Althusmann (CDU), unser Landesminister fürs Digitale, überschlägt sich. „Masterplan Digitalisierung“ lautet die „Strategie Niedersachsens zur digitalen Transformation“ seit nunmehr zwei Jahren und drei Monaten, genauer, seit August 2018 : file:///C:/Users/User/AppData/Local/Temp/Masterplan_Digitalisierung_Niedersachsen_final.pdf Der Mann will in der Champions League Weltmeister werden. Deswegen ist er gegen Klein-Klein-Szenarien, mit denen man keinen Blumentopf gewinnen kann. Seine Aufgabe bestehe darin, Visionen aufzuzeigen. Beispielsweise ist es für ihn eine wichtige Frage, ob man hierzulüfte bald die Möglichkeit hat, mit einem Flug-Taxi autonom „durch die Gegend zu können“. In Heiligenthal, fordert er, (genauso wie in Seevetal) müsse jemand, den man um drei Uhr früh aufwecke, als Erstes „Digitalisierung!“ sagen, weil das nämlich die Top-Geschichte, das Top-Thema Nummer eins und das Allerspannendste sei und nicht nur, wie bisher, das Zweitwichtigste.

    Darum ist Althusmann gegen den bestehenden Datenschutz, der sei nämlich einer „wie im achtzehnten Jahrhundert“. Darum ist er dafür, dass alle deutschen Schulkinder ein „Tablet“ bekommen. Schon weil die Schulbücher im Ranzen so schwer sind. Darum findet er Programmieren im Unterricht genauso wichtig wie Lesen und Schreiben. Wie gut Althusmann programmieren kann, wissen wir nicht. Und wie erklärt er sich, dass fast alles aus Plastik ist, aber fast niemand sich in Petrochemie auskennt? Was er über das achtzehnte Jahrhundert weiß, bleibt offen. Visionen wie Kenntnisse können schließlich auf Hörensagen oder auf Lektüre beruhen und sind dann unterschiedlich interessant.

    Ob Althusmann einmal – Rechnen ist auch eine wichtige Kulturtechnik – überschlagen hat, was die Komplettversorgung der 2.570 niedersächsischen Schulen und ihrer 848.800 Schüler mit dem Elektroschrott von morgen (Abschreibungszeitraum fünf Jahre) kosten würde? Oder nachgelesen hat, dass dafür selbst bei aberwitzig gering angesetztem Wartungsaufwand ein Bedarf an 250 Millionen Euro jährlich – ohne Berufsschulen! – ausgerechnet wurde? Also 1,25 Milliarden in fünf Jahren? Ob er ahnt, dass das Programmieren mit „Tablets“ schwer werden wird? Dass die Dinger, die den Ranzen leichter machen würden, eBooks heißen, aber leider ebenfalls empfindlicher und teurer sind als Bücher? Hat er gehört oder gelesen, wie es um das Lesen (immer weniger ganze Texte), Schreiben (zuletzt gern nach Gehör) und Rechnen (Dividieren mancherorts erst ganz am Ende der Grundschule) an niedersächsischen Schulen steht?

    Man kann die Fragen leicht vermehren, die man dem Digitalminister und seinesgleichen gern stellen würde. Gleich früh um drei, wenn er aus seinen Visionen oder dem genauso überflüssigen Albtraum aufgewacht ist, Niedersachsen verpasse den Anschluss woran auch immer, wenn es nicht dem Motto folgt „Digital First, Denken später“. Wie die Abwahl von Trump beweist: Die Zukunft wird nicht unbedingt denen gehören, die am meisten die Backen aufblasen.

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    • Andreas Janowitz schreibt:

      Heidenei Herr Horn, das ist aber ein breiter Acker. Ich will meine Egge mal über ein paar Furchen schwingen.

      Zunächsteinmal glaube ich natürlich das die „Digitalisierung“ weitreichende Folgen hat zumal ich im betrieblichen Tagesgeschäft mit 20-30 Jahre alten Anlagen konfrontiert war und bin. Die Arbeitsabläufe sind dort nach meinem anekdotenhaften Wissensstand nach geradezu vorsinnflutlich. Was alleine dort noch an Produktivitätszuwächsen durch moderen Digitalisierung zu heben wäre, würden alle Anlagen auf wenigstens den Stand von vor 5 Jahren modernisiert entsrpicht schon einer Umwälzung.

      Auch das Wesen der Digitalisierung an sich ist ein breiter Acker?! Ich glaube nämlich nicht das Quantencomputer aus ihrem Nieschendasein entkommen können. Bisher wurden ja nur speziell designte Probleme gelöst. Integrierte Schaltkreise stossen an Minaturisierungsgrenzen, die nur durch eine „Neue Physik“ zu lösen wären. Die spukhafte Fernwirkung, für Quantencomputer unerlässlich, ist soweit ich das weiss nicht im geringsten verstanden.
      Daher glaube ich der nächste Schub wird von „on the fly“ rekonfigurierbaren Schaltkreisen herrühern (siehe VESFet Chipdesign von Professor Wojciech P. Maly vorgeschlagen, z.B. : https://escholarship.org/content/qt5s9833kz/qt5s9833kz.pdf ), wenn dann nämlich die Wanze in jederman`s Tasche plötzlich die Rechenkraft von Serverfarmen mit einem Bruchteil des Energieverbrauchs an den Tag legte, sprächen wir hier von etwas was dem Sprung von Steinwerkzeugen zu Chrom-Vanadiumstahlwerkzeugen entspräche.

      Für die deutsche Bildungspolitik empfinde ich nur Verachtung. Die peinlichen Gestalten mit den aufgeblasenen Bäckchen waren nämlich Gymnasiallehrer, für die ein Mitglied von Pöbel&Gesocks wie ich gar nichts auf ihrer edlen Bildungseinrichtung verloren hatte. Ja ein paar waren halbwegs taugliche Lehrer, die „lernen“ vermitteln konnten. Ja es ist auch schon länger her und ankedotisch, ich glaube allerdings nicht, das sich da viel getan hat. Die Vorschläge von Laptop oder Tablet sprechen Bände. Völlig idiotisch, da kann ich ihnen nur zustimmen. Wobei man Herrn Althusmann allerdings zugute halten muss in einem archaischen aus dem 19. Jhd stammenden „Bildungssystem“ hantieren zu müssen, was der Zementierung des status quo gewidmet ist und mal gar nicht der „Leitstungsförderung“.

      Wollte man IT befähigte herranzüchten, sollte man Lego-Mindstroms an alle Grundschulen verteilen?! Im Physikuntericht an Rasberry Pi Platinen herumlöten?! Und in der Oberstufe damit SuSe-Linux-Programme schreiben?! Die Herrschaften wollen „Eigenverantwortung“? Dann sollen sie Autodidakten züchten und nicht die „ja Herr Professor, das haben Sie aber schön formuliert“ Peinlichkeiten auf die Welt los lassen, mit deren belustigender Inkompetenz ich mich dann im Arbeitsalltag rumschlagen darf. ^^

      Das würde dann allerdings auch eine vernünftige Steuerpolitik vorraussetzen, denn ich würde Eltern mit Rechnungen für derlei Spielzeuge Freibeträge zugestehen, die Cum Ex Wegelagerer mit geheimdienstlichen Mitteln verfolgen und auch mal aus irgendeiner Steueroase entführen.
      Ich will nicht hoffen Sie erwachen auch heute um drei aus einem Alptraum, nur um zu erkennen in einem zu Leben. ^^

      Immerhin ist ein Teil der groteskten Parodie gerade überstanden.

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      • Johann S. Kirsche schreibt:
      • Andreas Janowitz schreibt:

        Herr Kirsche: „Die Gründe für das Schneckentempo des Fortschritts sind vielfältig: Ältere Lehrer fremdeln bisweilen mit Bits und Bytes.“ dazu kommt dann noch die Agilität deutscher Behörden, deren Reflexe man verlässlich mit denen eines betäubten Faultiers gleichsetzen kann.
        https://www.spiegel.de/spiegel/deutschland-warum-deutsche-behoerden-am-fortschritt-scheitern-a-1204074.html

        Solange nicht die Berateritis grassiert wird blockiert, verschleppt und aufgeschoben bis zum Sankt Nimmerleins Tag.
        Die wenigen positiven Beipiele sind ausschliesslich herrausragenden Einzelpersonen anzulasten, siehe „leoapp“, die der abschliessenden Forderung des Herrn Richter nach einer einheitlichen Plattform gleichkäme.
        Den wenigen anderen motivierten im Staatsapperat bleiben noch: https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/Empfehlungen/empfehlungen_node.html
        oder die Mitgliedschaft im Chaos Computer Club.

        Es kann ja nicht sein, das unsere überforderten Verwaltungsbeamten auch noch bei den Schulen anrufen, um wenigstens ein Lagebild über den aktuellen IST-Zustand zu erhalten.
        Nein die nutzlosen Wichtigtuer warten lieber auf die Chance für den nächsten Beratervertrag: irgendjemand wird´s schon richten, sollte der noch aus der eigenen Abteilung kommen kann man dem dann ja in Zukunft das Leben schwer machen, bis aus frustration gekündigt wird, um dann weiter in Ruhe an der eigenen „Karierre“ zu feilen. Leider finde ich den Artikel gerade nicht, aber das war in etwa der Wortlaut eines Fachinformatikers, der sich aus dem öffentlichen Dienst verabschiedet hatte- „trostlos“ ist anscheinend überaus wohlwollend…

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    • Volker Witte schreibt:

      Zitat: „Wie die Abwahl von Trump beweist: Die Zukunft wird nicht unbedingt denen gehören, die am meisten die Backen aufblasen.“

      Er hat seinen Twitterkanal, den nur Twitter abschalten kann. Bei 80 Mio Followern ist es egal, was die versammelten US-Medien schreiben oder sagen. Nach dieser Wahl ist die erste Nachricht mit Bestand, dass Donald Trump nicht aufhören wird, das Land zu destabilisieren. Dagegen hilft nur, wenn überhaupt etwas, ihn schnell für seine kriminellen Machenschaften zur Rechenschaft zu ziehen – so sie sich nachweisen lassen. Auf meine Unschuldsvermutung jedenfalls sollte er nicht wetten …

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  7. Andreas Janowitz schreibt:

    Beruhigend und beunruhigend zugleich bleiben allerdings die Fähigkeiten der Wanze in jederman`s Tasche:

    https://www.bbc.com/news/technology-54780460

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  8. Andreas Janowitz schreibt:

    Und es kommt völlig anders: die Viecher infizieren sich nicht nur und verbreiten die Seuche, es hat sich in denen offenbar ein neuer Stamm entwickelt.

    https://www.tagesschau.de/ausland/daenemark-juetland-lockdown-101.html

    Wobei mir diese Sci-Fi Version allerdings mehr zusagt: keine andere Seuche wurde schneller bis in die molekulare Ebene aufgeschlüsselt -und zwar mit Hilfe der weltweit tätigen Geheimorganisation „Irgendwer“.

    https://foldingathome.org/2020/09/27/updating-our-cpu-and-gpu-counts/

    Irgendwer wird`s schon richten (wie immer).

    Irgendwer wird auch dem Brexit gepolter einen guten Witz entlocken. Was mit dem Halodri von Fantasy Island noch an ungemach droht, wenn denen am 31. erst der Feenstaub ausgeht wird sicher für einen guten Scherz reichen. Na sowas! Wer konnte das denn ahnen, das der Treppenwitz auf gebohnerter Steighilfe mit Genickbruch endet. ^^

    Wie steht das Ringen um die Goldboulette…-kette? Irgendwer?

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  9. Philip Saß schreibt:

    Grabrede auf einen Corona-Leugner

    Von Philip Saß

    Er liebte Trump und Ken und Q
    und Don Alphonsos Zeilen,
    und musste das halt immerzu
    auf Facebook mit uns teilen.

    Ihn schreckte Drostens Tyrannei,
    was warn da ein paar Viren?
    Kühn trug er Mund und Nase frei
    und ging so demonstrieren.

    Er hat sich mutig widersetzt,
    das Risiko schien nichtig. –
    Er lag so häufig falsch und jetzt,
    jetzt liegt er erstmals richtig.

    Herkunft: https://dasgedichtderherrschendenklasse.blogspot.com/2020/08/grabrede-auf-einen-corona-leugner.html

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  10. Gerald Nöbel schreibt:

    Jede Religion lebt von dem Versprechen, das Wohlverhalten der Menschen zu belohnen. Angesichts einer Pandemie zeigt sich besonders klar, dass glaubenskonformes Verhalten keinen Schutz vor Krankheit bietet. Im Gegenteil: Gläubige in Kirchen, Synagogen und Moscheen – aber eben auch Shopping-, Kulturkonsum- und Körperkultgläubige in ihren jeweiligen Tempeln – sind dem Virus besonders ausgesetzt.

    Fazit: Auch Götter schützen nicht vor Viren.

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  11. Torsten Henze schreibt:

    Leute, die sich gestern und heute nochmal schnell in Restaurants und Cafés zusammenquetschen, weil die Verordnungen ja erst morgen in Kraft treten: Was geht in denen vor?

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  12. OB schreibt:

    Gesundheitsschutz bei der allgemeinen Bevölkerung bei einem Indizes von 50.
    Bei Schulkindern erst ab 100 Indezes in Niedersachsen. Also das doppelte Risiko für Lehrer und Schüler… Abstandsgebot Einhaltung. RKI Empfehlungen bei 50 Indezes.
    Zusätzlich wartet mann dann auch noch auf den Ersten Covidfall bevor das Wechselmodell in der jeweiligen Schule eingeführt werden kann. Prävention?
    Kinder bis zum 12.Lebenjahr bei privaten Haushalten zählen nicht als Person. Unter 12.Jährige haben keine Schutzrechte im Privathaushalt. Grundrecht auf Unversehrtheit einfach per Verordnung ausgesetzt?

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  13. Andreas Janowitz schreibt:

    Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt:
    https://www.tagesschau.de/ausland/nerzfarm-daenemark-101.html

    Wenn die heimischen Viecher inzwischen als Reservoire und Vektoren in Frage kommen, dann sind die von Herrn Lauterbach abgeschätzten 1 1/2 Jahre Dauer des Seuchenzuges optimistisch.

    Historische Daten belegen immer wieder kehrende Herde auf Jahre hinnaus, wobei das echte Seuchen mit auffälligen 10%+ Sterberaten waren. Nicht so eine Luxusseuche mit nur um die 4% Sterblichkeit. Aber wie immer gibt es verzogene Gören für die selbst dieser niedrige Anspruch zu hoch ist: es hätte sich wohl kaum ein Sci-Fi Autor je den Karneval des Irrsinns ausdenken können. Solcherlei gelebte Idiotie war dann doch unvorstellbar. Man wünscht sich fast die gute alte Zeit zurrück, als es noch den roten Knopf gab, dessen Druck selbst für die belustigend debilen „Ende“ bedeutete. ^^
    Wird sich der Auto-DNS Router tatsächlich als Pferdefuss erweisen? ^^
    Es war anscheinend ein Fehler jedem Deppen die Pseudowirklichkeitsbase an die Hand zu geben, was? Das wäre echt amüsant, sollte sich herrausstellen unser grosse Filter wäre die gelebte Idiotie… xD! Zu dumm zum Überleben.

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  14. Jürgen schreibt:

    Im Kulturbereich herrscht Empörung. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie legen ihn abermals lahm, wahrscheinlich weit über den November hinaus.
    https://www.google.de/amp/s/m.faz.net/aktuell/feuilleton/warum-die-kultur-keine-lobby-hat-17028782.amp.html

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    • Thomas Seubert schreibt:

      Wer geht denn in Museen, Konzerte, Theater?

      Bei Justin Biber sind es noch die „Jungen“, aber selbst bei Rock wird der Anteil der Grauhaarigen immer größer. Und in Klassik, Oper, Museum oder Schauspiel trifft man unter 50-Jährige höchstens noch, wenn sie zu einem „Schulausflug“ gezwungen werden. Neben mangelndem Interesse muss man sich die Eintritte ja auch erst mal leisten können und nicht mehr auf unzuverlässige bzw. teure Babysitter angewiesen sein.

      Die Kohorte der E-Kulturnachfragenden ist aber deckungsgleich mit der Covid-Risikogruppe, die in großen Teilen auch gar nicht auf administrative Anordnungen wartet, sondern ihren Grips alleine einsetzt und Kontakte reduziert, bzw. auch keine Lust hat, mit Maske, aber ohne Getränk eine verkürzte Veranstaltung vor halbleerem Saal zu besuchen. Oder sich ohnehin stickige Museumsluft auch noch durch die Maske reinzuziehen. Die Nofretete läuft einem schließlich nicht weg …

      Es sind nicht die Verbote, es ist das Virus, das der Kultur die Luft abwürgt.

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  15. OB schreibt:

    Eine Weltliche und Religiöse Frage zugleich.
    Die Frage nach dem Verhältnis von Staat und Religion galt lange als abgetan und unerheblich.
    Unbekümmertheit?
    Die Frage des Verhältnisses von Staat, politischer Ordnung und Religion als ein entscheidendes Problem?
    Die staatliche-politische Existenz durch Weihnachten in Gefahr?
    Wer rettet dann Weihnachten?

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    • Werner Hölzke schreibt:

      Es geht nicht um „unsere Werte“, Detlef. Werte sind per Definition relativ. Ein gläubiger Katholik hat andere Werte als ein indifferenter Agnostiker. Beide haben aber die gleichen Rechte und Pflichten.

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  16. OB schreibt:

    Kinder sind Schutzbefohlene… Schulen sind also kein Experementierraum für KMK Wahrsager*innen mit großer Glaskugel.
    Fürsorge!

    Klassen sollen geteilt werden
    Zudem empfiehlt das RKI, ab einem Wert von 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auch im Unterricht. Und ab einem Wert von 50 sollten die Klassen geteilt und zeitversetzt unterrichtet werden, damit ein Mindestabstand von 1,5 Metern gewährleistet bleibt.
    Auch Kinder haben ein Recht auf Unversehrtheit. So wie die Menschen in den Alten u. Pflegeheimen. Übrigens auch Schutzbefohlene.
    Und zu ihrer Frage. Manche Menschen sind so intelligent, die sind zu nichts anderen zu gebrauchen.

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    • Werner Hölzke schreibt:

      Ich stimme Ihnen zu, Detlef. “Ein kleiner Mensch ist ein ganzer Mensch, genauso wie ein großer.” (Montaigne)

      Aber was ist mit den drei Dezembertagen? Wird es diesmal heißen: „Merkel bleibt hart“?

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  17. Von 75 Prozent der Infektionen könne man nämlich nicht sagen, wo sich die Betroffenen angesteckt hätten. Die KMK können aber sagen, das die Schulen ein sicherer Ort seien. Vielleicht doch hellseherische Fähigkeiten?

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  18. Jörg Thomann schreibt:

    Ob die Deutschen zu Silvester wieder so begeistert „Dinner for One“ schauen, wenn ihre eigene Feier ganz genauso aussieht?

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  19. * Elias & Wolf schreibt:

    Nostradamus – was wir* über den berüchtigten Power-Astrologen wissen und was nicht

    Nostradamus wurde im Jahre 1312 unter dem bürgerlichen Namen Jürgen Amadeus Hofstetter in Deidesheim am Rhein geboren, studierte Pseudo-Wissenschaften in Bad Quaksalb, wirkte dort viele Jahre lang als „Arzt“, „Dogdor“ und wurde Vater von über acht Kindern, denen er regelmäßig die nächste Ohrfeige voraussagen konnte („Gleich knallt’s!“).

    Was ihm trotz zahlreicher Versuche partout nicht gelingen wollte: zurückzublicken. Ein unerwarteter Huftritt bei der Feldarbeit mit dem treuen Familienackergaul Bartholomäus hatte Nostradamus im Alter von drei Jahren eine „Halssteiffigkeyth“ beschert, die er trotz einer sofortigen Behandlung mit Krötenschleim nie wieder richtig weg bekam. Er lernte daraus, künftig „besser uffzepassen, was uff eyn zukommet“.

    1352-1361 Gefängnisaufenthalt bzw. „Lehr-und Wanderjahre“ (Wikipedia). An der Universität Leoifanatika Luneburgensis machte er anschließend seinen Master in Prophecies of Human History bei Doctoribus (Herkunft Sangt Gallusticus – HSG) Alexanverdruss Spuhnensis. Seine Abschlussarbeit gilt heute als die „Bibel der Pfeile, Omen und Vorzeichen“, hier einige erschreckend akkurate Beispiele aus der Schrift:

    – „all der frösche regen / der sturm komet / auf erden / kapott“ (vorausschauende Beschreibung des zweiten Lockdowns der Lauenburg-Hohnstorfer Elb-Traject-Anstalt am 1. November 1878)

    – „am ersten theile ein spindelrad / am zweithen theile blute / jetztot ist es schonn geschehn“ (hier ist wahrscheinlich der Ausbruch des 2.Weltkriegs gemeint oder die Hinrichtung Marie Antoinettes 1793)

    – „walle walle mit gewalle / ei wulle wulle wiedehupf / ei wie / de hupf!“ (mit diesen Worten sagte er seinen eigenen Schlaganfall 1392 voraus)

    Im Jahre 1408 Umschulung zum Heizungsbauer, verfasst er hochbetagt die heutige Standardschrift „Über den Werdhegang der Heitzung“. Er gilt als Erfinder und Meister der Profiheizung.

    Hildegard von Bingen hat er nie kennengelernt (falls Sie das interessiert), ihr aber eine große Karriere im Finanzwesen geweissagt. Und diesen Text hat er nicht kommen sehen. Tja.

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  20. Uwe Conradi schreibt:

    Herr Jenckel,
    wird die Arena am Alten Schlachthof rechtzeitig fertig werden, um Betten der Intensivmedizin darin aufstellen zu können? Oder erlaubt die dortige Zuwege- und Parkraumsituation die An- und Abfahrt der Rettungskräfte und der erwartbaren Besucher nicht?

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  21. Klaus Bruns schreibt:

    Foelske berichtet: Wir arbeiten zurzeit die Gästeliste einer Lokalität am Stint ab. Im
    Rahmen der Kontaktnachverfolgung nichts Ungewöhnliches,
    nur: „50 Prozent der angegebenen Namen, Adressen und Telefonnummern sind Fake und
    stimmen nicht“, berichtet der
    Feldwebel. Nicht nur, dass das
    Ausfüllen der Gästelisten mit
    Fantasiedaten eine Odnungswidrigkeit ist – Foelske und seine
    Kameraden können auch nicht
    verstehen, dass diese Menschen
    so leichtfertig mit ihrer Gesundheit und der ihrer Mitmenschen
    spielen.
    wenn dummheit weh tun würde, gäbe es ein großes wehklagen in deutschland.
    tja herr jenckel, 50% ist nun mal die hälfte der masse . und hier sind es nicht die alten. man sollte das ,,kind,, mit dem namen nennen, egal ob jung oder alt.

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  22. Andreas Janowitz schreibt:

    Naja, gegen die Karneval des Irrsinns kann ich mit meinen Geschichten nicht anstinken.
    Die MEFO 2.0 CDOs sind rational gegenüber dem BRD GmbH Unfug mit den verjüngungsdrogenabhängigen Kanibalen und ihren Kellerkindern.

    Aber wieso wird nirgendwo erwähnt was für wahnsinniges Glück wir mit der Covid Seuche haben?! Es hätte auch Sars werden können?! Mit 30% Sterblichkeit wäre das dann wirklich hässlich geworden? Zur Zeit leben wir hier doch auf der Insel der Glückseeligen?! In Schweden sind die Risikogruppen schon erheblich dezimiert?

    Mit Fr. Merkel hatten wir ebenso Glück? Ich möchte mir gar nicht die Iden des Merz vorstellen?! Dann gibt es trumpsche Lösungen? Denn der Kontostand ist für den schliesslich Ausdruck von Relevanz?!

    Es hätte schlimmer kommen können? Ich bin mir sicher es kommt auch noch schlimmer, aber für´s erste lief es doch ganz gut?

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