Windräder aus Holz haben Zukunft

Holz spielt beim Bau von Windkraftanlagen für Prof. Dr. Torsten Faber künftig eine große Rolle. Foto: jj

Holz hat großes Potenzial beim Ausbau der Windkraft, es ist ökologischer als Stahl und Beton und auch günstiger, sagt der Lüneburger Prof. Dr. Torsten Faber im Podcast. Und ohne den Ausbau der Windkraft werden die Ziele der  Energiewende nicht erreicht. Prof. Faber leitet an der Hochschule Flensburg das Institut für Windenergietechnik.

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Journalist, Dipl.-Kaufmann
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7 Antworten zu Windräder aus Holz haben Zukunft

  1. Andreas Janowitz sagt:

    Leider wird auch hier nicht erklärt, das es sich bei den 20 Jahren „Laufzeit“ nicht um die eigentlcihe Lebensdauer handelt, sondern um die Bezuschussungsdauer. Eine weitere Gegenheit wird vergeben die Crux der Öl-, Kohle- und Gaspreise zu erklären. Sog. Produktionspreise sind rein fiktiv und entsprechen eher Plünderungskosten. Einen Bohrtum hinzustellen und eine Pipeline für den Transport entsprechen in der wirklichen Welt wohl kaum den „Produktionskosten“ von Öl. Dies ist über Millionen Jahren produziert worden, genau wie Gas und Kohle. Insofern ist es schon abwegig über „Wirtschaftlichkeiten“ zu sprechen. Wind- und Solarstrom werden völlig anders bewertet als die Plünderressourcen und insgesamt auch weniger steuerlich subventioniert. Die an Aktiengesellschaften verschenkten Atomkraftwerke wurden ausschliesslich über Steuergelder finanziert?! Deren Ewigkeitskosten auch nicht eingepreist, anonsten wäre Atomstrom unbezahlbar.

    Somit bilden die Strompreise aus Wind und Solar realistischere Preise ab. Die bei weitem realitätsnähsten!

  2. Klaus Bruns sagt:

    ob der Milan da einen Unterschied machen wird? https://www.rotmilan.org/windenergie/

    • ezwoh sagt:

      Es ist ausgesprochen originell, Probleme nur bei umweltfreundlicheren Techniken zu sehen. Die Windmülen in den Niederlanden galten anfangs als Teufelswerk. Das ist jetzt ein halbes Jahrtausend her. Heute drückt man das anders aus, meint aber mehr oder weniger immer noch das Gleiche.
      Kein Hahn kräht nach den von Flugzeugen geschredderten oder den durch Kraftfahrzeuge oder Hochspannungsleitungen getöteten Vögeln. Das war ja anscheinend „schon immer“ so. Und was „schon immer“ so war ist Kritikern umweltfreundlicherer Technologien anscheinend völlig egal.
      Wenn getötete Vögel ein Ausschlußkriterium sind, soll man dann sofort alle Flugzeuge, Kraftfahrzeuge und Hochspannungsleitungen abschaffen?

      • Andreas Janowitz sagt:

        Fensterscheiben nicht vergessen und Katzen.

      • Klaus Bruns sagt:

        tja, mir ist nicht bekannt, dass ein milan an einem fenster gestorben ist. und selbst katzen halten sich da zurück. selbst flugzeuge müssten sehr tief fliegen. und was kraftfahrzeuge angeht, die sind mit dem erlegen von säugetieren genügend beschäftigt. das aussterben einer art beginnt immer im kleinen. und der mensch kann natürlich nichts dafür. also machen wir so weiter, wie bisher, oder?

      • ezwoh sagt:

        Unstrittig töten Windkraftanlagen Rotmilane. Die Frage „Warum?“ sollte aber vollständig beantwortet werden.

        Auf der zitierten Seite https://www.rotmilan.org/windenergie/ steht auch:

        „Wie kommt das? Der Rotmilan ist zur Jagd auf Nahrungsflächen mit kurzer Vegetation angewiesen. Das bieten in intensiv genutzten Ackerbaugebieten vom Frühjahr bis zur Ernte oft nur die Freiflächen unter den Rotoren. Die Vögel jagen dann genau dort und kollidieren mit den Rotoren, weil sie diese aufgrund ihres zum Boden gerichteten Blickes nicht kommen sehen. …

        Auch Hoch- und Mittelspannungsleitungen sind eine Gefahr für große Vögel wie den Rotmilan.“

        Es würde dem Rotmilan also helfen, die gesamte Landwirtschaft so umzubauen, dass er nicht nur auf den Flächen unter Windkraftanlagen geeignete Freiflächen zur Jagd findet.

        Dazu Geo (https://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/21698-rtkl-artenschutz-windenergie-und-voegel-die-opferzahlen-sind-viel-hoeher):
        „Mittlerweile wächst auf 20 Prozent der deutschen Ackerfläche Mais. Das sind Flächen, die für Vögel und andere Tiere ökologisch so wertvoll sind wie ein Parkplatz. Fatal ist häufig die Kombination aus einer verarmten Landschaft und Windkraftanlagen. Da kann die Windkraft der kleine, aber entscheidende Faktor sein, der einen Bestand zum Kippen bringt.“

        Der Nabu (https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/gefaehrdungen/24661.html) hat folgende Zahlen:

        „Die Gefahr der Kollision von Vögeln mit Windkraftanlagen nimmt deutlich zu, da auch die Windräder zunehmen. Man muss von über 100.000 von Windkraftanlagen pro Jahr getöteten Vögeln ausgehen, darunter etwa 12.000 Mäusebussarde und 1500 Rotmilane.

        Stromleitungen können Vögel auch durch Stromschlag töten, wenn ein Vogel eine Leitung durch Kontakt mit dem Masten erdet. Dieses Problem tritt selektiv nur bei großen Vögeln wie Störchen, Eulen oder Greifvögeln auf und ist für diese Arten nachgewiesenermaßen ein bestandsbedrohender Faktor. Eine Schätzung geht von etwa einer Million toter Großvögel pro Jahr in Deutschland aus.

        Todesopfer durch Kollisionen von Vögeln im Straßen- und Bahnverkehr werden für Deutschland auf etwa 70 Millionen geschätzt. Die Gefährdung steigt mit steigendem Verkehrsaufkommen kontinuierlich an. Betroffen sind sowohl Vögel des Siedlungsraums als auch des Offenlandes oder des Waldes. Überproportional gefährdet sind durch Fahrzeugkollisionen jedoch größere Vogelarten wie Greifvögel oder nachts jagende Eulen.“

        An Autobahnen sieht man viele tote Vögel, darunter viele große Greifvögel. Auf der Suche nach Nahrung erscheinen Ihnen durch Fahrzeuge getötete Kleinvögel als leichte Beute.

  3. Wolf v. Nordheim sagt:

    Seit 2012 (neun Jahre bisher) steht u. arbeitet das Timbertower-Windkraftwerk aus purem Holz neben der BAB-Abfahrt Hannover/Marienwerder
    ( https://de.wikipedia.org/wiki/Windkraftanlage_Hannover-Marienwerder )
    Je häufiger das Fahrrad nochmal erfunden wird, umso besser!!!
    …und wenn sich jetzt nach der Wahl Stadt und Landkreis zusammentäten, um z.B. am Kanalhafen mit der Uni das Heide-Holz-Windstrom-Pilotprojekt auf den Weg brächten??
    Sozusagen als Wiedergutmachung für die PV-lose Arena???

    Bin schon auf die Antworten der Bedenkenträger gespannt…!
    Wolf v.Nordheim (kandidiert für Stadtrat und Kreistag)

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