Keine Lust mehr auf Vize

30. Juli 2021

Ministerpräsident von Niedersachsen, das ist das erklärte Ziel des CDU-Landeschefs Bernd Althusmann bei der Landtagswahl 2022. Stellvertreter ist gut aber nicht genug, Althusmann möchte als Chef die Impulse fürs Land anstoßen. Sein Wunsch: Es kann nach der Wahl 2022 keine Regierung ohne die CDU gebildet werden.

Spekulationen, er ginge unter einem Kanzler Armin Laschet als Minister nach Berlin, mag er nicht mehr hören. Sein Platz sei in Niedersachsen, sagt er im Video-Interview. Und Laschet hat zurzeit ja auch nicht gerade einen Lauf.

Im Interview spricht Althusmann unter anderem über die Pandemie: Beim Impfen gegen Corona hofft er, dass Niedersachsen bis Ende September bei einer Quote von 70 bis 80 Prozent liegt.

Angesichts des Klimawandels und der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen geht er davon aus, dass auch an den Flüssen in Niedersachsen mehr Mittel für den Deichschutz vom Land bereitgestellt werden müssen. „Und das schneller, als bisher gedacht.“

Und ohne Windkraft, davon ist Althusmann überzeugt, gelingt keine Energiewende. Uns auch nicht ohne Niedersachsen, weil im Land zwischen Ems und Elbe mit rund 6000 Windrädern jedes fünfte Windrad in der Republik steht. Bis 2030 soll 2,1 Prozent der Landesfläche für den Windkraftbau zur Verfügung stehen. 

Mehr zu den Themen und zum Digitalpakt und zur  Metropolregion gibt es im Video-Interview.

Über jj

Journalist, Dipl.-Kaufmann
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9 Antworten zu Keine Lust mehr auf Vize

  1. Bernhard Blöchl sagt:

    Die Landschaft rund um Graz ist lieblich und grün. Dort, wo Buschenschänke locken und die Steiermark sich in Gelassenheit übt, ist er aufgewachsen, der Terminator, der Mister Universum, der Gouverneur von Kalifornien. Das Arnold-Schwarzenegger-Museum erinnert an den berühmten Sohn. Es ist in seinem Geburtshaus untergebracht, einem ehemaligen Forsthaus, gleich beim künstlich angelegten Thalersee. Vor dem wiedereröffneten Haus („We Are Back!“) stehen eine Arnie-Statue und eine Art Telefonzelle. Diese entpuppt sich als „kleinste Kraftzelle der Welt“, mit einem Fitnessgerät für die Arme. Ein kleiner Junge hüpft um die bunte Attraktion und liest laut: „Mit Kraft zum Erfolg.“ Dann sagt er zu seinen Eltern: „So was will ich auch, und dann werde ich Präsident!“ Die Mutter verdreht die Augen. „Lies du erst mal ein Buch!“

  2. Andreas Janowitz sagt:

    Tut mir Leid Herr Althusmann, ich sehe kein bischen Fortschritt. Vielleicht kommunizieren Sie es auch nur echt schlecht, aber die notwendigen Anpassungsmassnahmen müssten in etwa auf dem Niveau des Apollo-Programms liegen: sprich ein paar % des BSP jährlich.

    Da Katastrophenschutz offenbar Ländersache ist, wo ist der 1m-Plan? Bis 1 Meter Meeresspiegelanstieg ist relevant, danach ist es sowieso egal. Für den Fall der mangelnden „Fantasie“: in echten statistischen Zeitreihen werden Trends durch höhere Höchstmarken gekennzeichnet. Da ist nichts mit „ein paar mm pro Jahr“, also vielleicht irgendwann?! Dann wird es eine Spitze geben und aus die Maus?! An der Ostsee gibt`s ja nichtmal vergleichbare Deichbauwerke? Gibt es dort „zufällig“ keinen Meeresspiegelanstieg? Na das wäre ja mal was. ^^

    Es muss ja nicht jeder USAF Szenarien aus den end 70ern über einen begrenzten Atomschlag gegen die östlichen USA gelesen haben um bestimmende Rahmenparameter begreifen zu können. Eines davon war „keine Hilfe aus anderen Regionen“. Genau das trifft ein, wenn überall der Meeresspiegel steigt. Nur und ausschliesslich lokale Vorbereitungen sind dann relevant. Und ich spreche nicht von etwas wie „De grote Mandränke“ oder die Überflutung der niederländischen Provinz Seeland mit massiven Gebietsverlusten und millionen Flüchtlingen über Nacht. Für den Atomkrieg wurden sinn- und nutzlose Pläne erarbeitet, aber für dieses Szenario gibt es nichts?!

    Wie reagiert das Wirtschaftsministerium? Gibt es Preisfixierung? Was wird rationiert? Wo wird einquartiert? Welche Sporthallen werden als Notfalllager verwendet? Gibt es baurechtliche Mindestanforderungen? Hat darüber überhaupt schoneinmal jemand nachgedacht?

    Wird es steuerliche Vergünstigungen für das Vorhalten gewisser Notfallvorsorge in etwa nach: https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/vorsorge_node.html
    geben? Einmalig mit Rechnung? Überhaupt?

    Substantielles hat dieses seichte Geplänkel was derzeit so unter „Wahlkampf“ läuft bisher ganz sicher nicht erbracht. Nur Hoppsassa und Trallala von Floskeln und Konsorten.

  3. Andreas Janowitz sagt:

    Das chaotische Wetter der letzten Jahre wird durch die CO² Werte von vor 10 Jahren bestimmt. Alle Anomalien (wie u.a. der schwächelnde Jetstream) durch CO² Werte von ~390ppm erzeugt. Vereinfacht gesagt. Dies Jahr haben wir 420 ppm. In den kommenden 10 Jahren werden alle weiteren Anomalien nur noch unabsehbarere Kapriolen schlagen.

    Pine Island and Thwaites Gletscher befinden sich in Auflösung, anders kann man diese Verlustraten nicht bezeichnen, zumal nirgendwo auch nur annähernde Zunahmen in demselben Mass zu verzeichnen sind. Der „Stillstand“ dort ist nur keine rasend schnelle Zunahme der Verluste wie in den Jahren bis 2012.
    https://www.pnas.org/content/116/4/1095
    Der nächste Schub in dieser Dekade wird völlige Auflösung und endgültigen (unumkehrbaren) Einbruch in das dahinter liegende 2km tiefe Becken einleiten. Sicher bisher können wir nichts dergleichen modelieren, historische Daten beweisen, 150m Meeresspiegelanstieg in 400 Jahren sind realistisch.

    Von daher war die aktive Sabotage der Solarindustrie seitens der Wirtschaftsverbände nur demonstrierte Ahnungslosigkeit und beförderte die Bundesrepublik erfolgreich auf hintere Ränge.

    Apropros hintere Ränge: wie Gedenken Sie angesichts komisch unfähiger Digitalisierungsbemühungen notwendige Schritte umzusetzten? In Sachen „K.I.“ wird von den wichtigen Leutchen auch jede Menge ahnungsloser Quatsch verbreitet. Alles was es bisher gibt sind gute Suchmaschienen, die schnell viele Daten durchforsten können: keine davon kommt aus der EU. Ohne diese guten Suchmaschienen ist ein flexibles Stromnetz auch unmöglich.
    Wie soll das umgesetzt werden? Ohne Kapazitäten in allen relevanten Bereichen?

  4. OB sagt:

    Wer in sich selbst verliebt ist, hat wenigstens bei seiner Liebe den Vorteil, daß er nicht viele Nebenbuhler erhalten wird.

  5. Klaus Bruns sagt:

    Es kann nach der Wahl 2022 keine Regierung ohne die CDU gebildet werden. und genau dieses darf eben nicht passieren. es verhindert eine wahre demokratie.

    • Hedwig Fehrmann sagt:

      Es scheint, Herr Bruns,

      wenn ich mir das amtliche Endergebnis der Bundestagswahlen vom letzten Sonntag so anschaue (https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2021/kw41-bundeswahlleiter-endergebnis-863402), dass Herr Althusmann, wie es seine Gewohnheit ist, auch hier wieder nur hohles Zeug in sonorer Tonlage herausgebrabbelt hat.

      • jj sagt:

        Da sage ich mal, Althusmann hat wenigstens nicht um die Niederlage herumgeredet

      • Hedwig Fehrmann sagt:

        Da Bernd Althusmann – selbstverschuldet – bereits vor dem Wahlsonntag ohnehin keine bundespolitischen Aktien mehr in dem Spiel hatte, braucht der Landesfürst auf Abruf im Augenblick auch nicht so zu tun, als sei die krachende Niederlage seiner Partei nur, wie der Schüler Christian Lindner das seinerzeit ausgedrückt hätte, eine „dornige Chance“ für deren realitätsverweigernde Gruseltruppe um Armin Laschet und Friedrich Merz herum. Im Gegenteil, er muss sich von den Versagern distanzieren, wenn er im nächsten Jahr nicht selbst Orkus, dem Gott der Unterwelt und des Vergessenwerdens, in die Arme gespült werden möchte.

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