Verkehrswende: Lüneburgs Rat geht auf Rad-Kurs

Lüneburg, 9. März 2022

Der Lüneburger Rat tritt den Zielen des Radentscheids bei. Foto: jj

„Zurzeit sind alle unsere Leitungen belegt.“ Warteschleifen sind Nervensache. In so einer Parkposition fühlen sich auch die Freunde des Radverkehrs in Lüneburg. In Warteschleifen wird über kurz oder lang Werbung platziert, beim Radverkehr sind es neue Konzepte mit ulkigen Namen als Valium für Volks.

Der Klassiker unter den Verkehrsplänen
Lüneburgs Klassiker unter diesen Plänen heißt seit 30 Jahren „VEP“, das steht für Verkehrsentwicklungsplan. Im VEP wurde Anfang der 90er-Jahre festgelegt, dass die Autos aus der Innenstadt verdrängt, mehr Räume für Fußgänger und Radfahrer geschaffen werden.  

Der Plan war ein großer Wurf. Die Umsetzung verlief im Grunde ähnlich wie zur Wendezeit Kanzler Kohls Versprechen von den „blühenden Landschaften“ im Osten. Beides zieht sich. Dabei ist es nicht so, dass im Radverkehr nichts passiert – Wallstraße als Radring-Stummel, Dahlenburger Landstraße, Soltauer Straße, Uelzener Straße. Aber der ideologischen Rad-Riege ist nichts genug, die Kritik an neuen Wegen ist größer als die Freude, das war passiert.

Strategiewechsel
Weil so eine Verkehrswende eben nicht von heute auf morgen umzusetzen ist, wurden Politik und Verwaltung zu Anhängern der Optimierungs-Theorie, die besagt: Ein Gemisch alter und neuer Weine muss in größere Schläuche gefüllt werden: Erst legte Lüneburg nach dem VEP schlichte Radverkehrspläne auf. Das mündete schließlich in der „Radverkehrsstrategie 2025“. Größer, umfassender, eigentlich schon der Ritterschlag.

Der Bau des neuen Radweges an der Uelzener Straße nimmt Konturen an. (Foto: jj)

Jetzt kommt NUMP
Damit aber keine Langeweile aufkommt, geht das Umfüllen weiter: Als Masterplan des Masterplans wurde vor kurzem „NUMP“ präsentiert. NUMP ist nicht die gleichnamige Metal-Band aus dem Raum Würzburg/Kitzingen als Warteschleifen-Musik, nein, das steht für Nachhaltiger Urbaner Mobilitätsplan, also noch ein paar Visionen mehr für Bus und Bahn, Rad und Roller, Lastenrad und Leihauto. Alles E versteht sich.

NUMP wird zudem noch mit ISEK verquickt. Die Abkürzung kennen Sie nicht? Steht für Integriertes StadtEntwicklungKonzept. Man könnte jetzt auch schon von NUSEK sprechen. Für meinen Geschmack könnte auch noch „FairVerkehr“ eingewoben werden, eine Studie unter anderem der Leuphana, ob Kunstobjekte am Straßenrand, überspitzt gesagt, wie Tranquilizer auf Raser wirken. Kein Spaß.  

 Merken Sie sich also in jedem Fall den Namen NUMP, er steht in einer großen Tradition. Man könnte auch sagen, die Verkehrswende in Lüneburg ist mit Konzepten und Abkürzungen gepflastert. Taten folgen oder eben für die Wartezeit noch ein NUMPlusultra.

Hans-Herbert Jenckel 

Über jj

Journalist, Dipl.-Kaufmann, Moderator, Lünebug- und Elbtalaue-Liebhaber
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

22 Antworten zu Verkehrswende: Lüneburgs Rat geht auf Rad-Kurs

  1. Michael Strzeletzki schreibt:

    Ganz weit vorne liegt zur Zeit die Idee, dass man als Fahrradfahrer den Fußweg selbstverstendlich mitbenutzen darf. Eine Freundin und ich täglich mit 2 Hunden unterwegs, werden ständig angeklingelt auf dem Fußweg, also genötigt, um Platz zu machen. Vor kurzem wurde mein Hinweis auf den Fußweg gekontert mit den Worten:“ Fresse halten“ Auf jden Fall gibt es aber immer eine Diskussion mit den Radrüpeln. Unrechtsbewussein fehlt hier völlig. Und nein, keine Ausnahmen.
    Täglich wird mir und meinem E-Scooter die Vorfahrt genommen. Und das weit weniger von Autofahrern. Ich kann auch ein Lied von singen wie ich vor der Bäderausstellung von W. L. Schröder vorgestern fast von einem E-Roller angefahren worden bin. Meinen dezenten Hinweis hat der Fahrer damit quittiert, dass er mich lautstark anbrüllte und aufs Überlste beleidigte. Ich dachte gleich hast du Nasenbluten.
    Und das ist die Regel. Einsicht ist denn bei mir eher die Ausnahme. Wie kommt das blos zu so asozialen Wallungen?

    Gefällt mir

  2. jj schreibt:

    Der Lüneburger Rat übernimmt die Forderungen des Radentscheids als Maßgabe für die Verkehrswende. In einer Pressemitteilung heißt es:

    Deutliches Votum im Rat: Lüneburg tritt dem Bürgerbegehren Radentscheid bei

    HANSESTADT LÜNEBURG. Mehr Sicherheit an Lüneburgs Kreuzungen, jede Menge neuer Fahrradständer, bessere Radwege und eine schnellere Umsetzung des Fahrradstraßenrings – so lauten einige der Forderungen der Initiative Radentscheid, denen sich jetzt auch Politik und Verwaltung angeschlossen haben. Mit großer Mehrheit stimmte der Rat in seiner jüngsten Sitzung dafür, sich den Zielen des Bürgerbegehrens Radentscheid anzuschließen und die geforderten Maßnahmen umzusetzen – insofern finanzielle und personelle Ressourcen es zulassen. Einer entsprechenden Empfehlung der Verwaltung hatte sich zuvor bereits der Verwaltungsausschuss angeschlossen: Seine Mitglieder votierten einstimmig für einen Beitritt der Stadt zum Radentscheid.

    Deren Vertreter hatten Ende 2021 mehr als die erforderliche Anzahl an Unterschriften für ihr Bürgerbegehren eingereicht. In diesem wird die Hansestadt Lüneburg zu diversen verkehrspolitischen Maßnahmen bis zum Jahr 2032 aufgefordert.

    „Politik und Verwaltung setzen mit dem Beitritt zum Radentscheid ein starkes Zeichen“, sind sich Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch und Verkehrsdezernent Markus Moßmann einig. Denn nur mit einer gelingenden Mobilitätswende sei auch Klimaschutz konsequent umsetzbar, betont Kalisch. Und eben diesen haben sich Verwaltung und Rat mit dem Betritt zum Klimaentscheid Ende 2021 auf die Fahnen geschrieben. „Lüneburg ist beim Thema Radverkehr auf dem richtigen Weg“, so die Oberbürgermeisterin. „Dennoch möchten wir das Bürgerbegehren und die damit verbundenen Hoffnungen und Wünsche der Bürgerinnen und Bürger zum Anlass nehmen, hier noch mehr Fahrt aufzunehmen.“
    Welche Kosten mit den vom Radentscheid geforderten Maßnahmen verbunden sind, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht konkret beziffern. In der Vorlage zum Ratsbeschluss heißt es deshalb, dass die fristgerechte Umsetzung der Ziele von den vorhandenen personellen und finanziellen Ressourcen der Stadt abhängen.

    Die sechs Maßnahmen, die im Bürgerbegehren benannt sind, lauten:
    – Neubau oder Ausbau von 3 km Radverkehrsanlagen pro Jahr ab 2023
    – Die Sicherheit einer Kreuzung pro Jahr ab 2023 verbessern
    – Planung eines flächendeckenden Radroutennetzes bis Ende 2023
    – Unebenes Natursteinpflaster auf Radrouten erneuern oder sanieren
    – Fahrradstraßenring bis Ende 2024 umsetzen, Fahrradstraßen und Fahrradzonen planen
    – Installation von mindestens 100 öffentlichen Fahrradstellplätzen pro Jahr ab 2024

    Gefällt mir

  3. jj schreibt:

    Der Rat der Stadt Lueneburg entscheidet diese Woche, ob er Ziele des Radentscheids für Lüneburg teilt.

    Unterschriften für Radentscheid offiziell bestätigt

    Auf dem Weg zu einer fahrradfreundlichen Hansestadt hat Lüneburg einen wichtigen Zwischenschritt vollzogen. In der vergangenen Woche wurde dem Verwaltungsausschuss die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens mitgeteilt. Voraussetzung dafür war, dass mindestens 5.923 der rund 7.300 eingereichten Lüneburger Unterschriften gültig sind. Jeder einzelne Name unterstützt die Forderung nach Maßnahmen, die Radfahrern mehr Raum und damit mehr Sicherheit geben sollen.
    Noch in diese Woche werden die Weichen für den weiteren Prozess gestellt: Am Donnerstag entscheidet der Stadtrat, ob er die formulierten Zielsetzungen der Bürgerinitiative annimmt: „Wir würden es als starkes Signal für eine lebenswerte Zukunftsstadt sehen, wenn die Abgeordneten unsere Ziele für ein fahrradfreundliches Lüneburg übernehmen“, sagt Radentscheid-Sprecher Ronald Orth. „Denn damit entscheiden sie sich gleichzeitig für mehr Klimaschutz, Aufenthalts- und Lebensqualität. Umwelt bringt Umsatz.“

    Ronald Orth
    Radentscheid Lüneburg
    Ein Projekt von Changing Cities e.V.
    info@radentscheid-lueneburg.de

    Hier geht es zu den Forderungen: https://radentscheid-lueneburg.de/was-ist-der-radentscheid-lueneburg/

    Gefällt mir

  4. „Die heutige politische Klasse in Deutschland ist gekennzeichnet durch ein Übermaß an Karrierestreben und Wichtigtuerei und durch ein Übermaß an Geilheit, in Talkshows aufzutreten.“
    Alt-Kanzler Helmut Schmidt

    Gefällt mir

  5. Holger Freese schreibt:

    Ihr Blog wird, soweit ich weiß, nicht von mächtigen Schlüsselindustrien querfinanziert. Und Ihnen, Herr Jenckel, sagt auch niemand nach, einflussreiche Kontakte zu Gerhard Schröder, zu anderen Ölmagnaten, Tankstellenbesitzern oder zu Christian „Graf Zahl“ Lindner zu hegen. Unter diesen Voraussetzungen soll im neuen Rat nun mit Vollgas in die Mobilitätsdebatte gebrettert werden. Denn nicht bloß die Unverbesserlichen, die ihren Diesel auch dann noch für heilig halten werden, wenn selbst um Undeloh herum kein Heidekraut mehr wächst, gerieren sich beim Thema Auto äußerst unwirsch und realitätsfern, auch auf der Gegenseite verbeißt man sich nur zu gerne in sein Feindbild, den rücksichtslosen Autofahrer, der noch im Jahr 2022 aus der Gravenhorst- mit dem Auto die 30 Meter zu Bäcker Harms um die Ecke in die Feldstraße fährt. Und plötzlich gibt es nur noch skrupellose Sportwagenfahrer, die lachend die letzten Tropfen fossilen Brennstoffs in ihren Tank wringen. Daher können, so der Ton in vielen LZ Facebook-Kommentaren, die Preise an den beiden Tankstellen in der Universitätsallee gar nicht hoch genug sein. Sogar bei den derzeitigen Rekordpreisen, so eine Meldung jüngst, waren keine messbaren Veränderungen im Straßenverkehr von Melbeck Ortsmitte spürbar, und da schnaubt mancher gleich noch einmal, denn die Autos fahren so zahlreich wie zuvor. Was daran liegen könnte, dass ein Großteil der Menschen dann eben doch nicht rein aus Jux und Dollerei tagtäglich mit dem Verbrenner die B4 entlang oder über den Ochtmisser Kirchsteig ballert und dafür Raffinerien, Versicherungen und Schweineindustrie noch das letzte Geld in den Rachen wirft, sondern daran, dass man außerhalb Lüneburgs im Landkreis ohne Auto so dumm aussieht wie in der Stadt mit. Wer beim Tankrabatt Klientelpolitik schreit, hat sicher recht, verkennt aber in der Regel auch, dass die Mehrheit der Autofahrer trotzdem weder Porsche-SUV fährt noch FDP wählt. Wer berufstätig ist und Kinder hat, ist zwischen Bienenbüttel und Häcklingen mit einem Lastenfahrrad schneller am Herzinfarkt als am Ziel, wenn der nächste Arzt etliche Kilometer entfernt praktiziert und der Supermarkt dank Dörfersterben irgendwo weit hinter dem Horizont steht. Der öffentliche Nahverkehr war zum Beispiel in Amt Neuhaus immer schon eine rein behauptete Alternative. Heißt auch, dass etliche ihr Auto nur mit Mühe unterhalten und dann vor allem, um den Alltag bewerkstelligen zu können. Darüber zu spotten oder großzügig hinwegzusehen hilft niemandem. Die künstlich hochgetriebenen Sprit-Preise machen nun die Falschen reicher und die Falschen ärmer und schreien eigentlich nach Maßnahmen ganz anderer Natur. Projektionen und das Ausblenden der Wirklichkeit abseits von Sande und Bäckerstraße sind aber auch keine geeigneten Mittel, eine Welt zu erkämpfen, die überhaupt einmal ohne Auto funktionieren kann.

    Gefällt mir

  6. Wunder geschehen plötzlich. Sie lassen sich nicht herbeiwünschen, sondern kommen ungerufen, meist in den unwahrscheinlichsten Augenblicken und widerfahren denen, die am wenigsten damit gerechnet haben.

    Gefällt mir

    • Heidrun Binseweich schreibt:

      Frieden ist KEIN Wunder, Detlef, und er kommt (oder „widerfährt“) auch nicht ungerufen. Frieden ist (wie Krieg) Menschenwerk. Beide kommen NUR gerufen (oder gewünscht). Und somit ist Frieden das Ergebnis von Einsicht, dem Sanktionieren von Verbrechen – und von harter täglicher Arbeit.

      Vielleicht sollten Sie Ihre Standleitungen zu Lichtenberg, Kant und dem lieben Gott einmal abschalten, Detlef. Der Versuch, eigenständig zu denken und zu formulieren, anstatt bloß immerzu aufgeschnappte und halb verstandene Phrasen unter peinlich berührt zurückweichende Brüder und Schwestern zu streuen, kann auch beglücken.

      Gefällt mir

      • Photorin schreibt:

        Fernando Pessoa
        Im heutigen Leben gehört die Welt einzig den Dummen, den Selbstgefälligen und den Umtriebigen. Das Recht, zu leben und zu triumphieren, erwirbt man heute mehr oder weniger mit den gleichen Mitteln, mit denen man die Einweisung in ein Irrenhaus erreicht: die Unfähigkeit zu denken, die Unmoral und die Überregtheit.

        Gefällt mir

      • Jochen schreibt:

        „Es gibt an den Menschen mehr zu lieben als zu verachten.“

        Albert Camus (1913 – 1960) Schrifsteller, Philosoph

        Spruch des Tages, Landeszeitung für die Lüneburger Heide, Donnerstag, 17. März 2022 auf Seite 2

        Gefällt mir

  7. jj schreibt:

    Für sichere Schulwege soll jetzt im Wochenrhythmus zwischen Herder- und Steiner-Schule geradelt werden

    Diese Pressemitteilung verschickte jetzt Niels Hapke:

    Was als Pilotprojekt begann, wird nun zur Regelmäßigkeit. Die Fahrrad-Aktion „Sichere Schulwege in Lüneburg“ findet im März immer montags statt, auch in den darauffolgenden Monaten soll sich der Protestzug fest wöchentlich etablieren. Startpunkt ist um 7.15 Uhr die Herderschule am Ochtmissener Kirchstieg. Von dort aus nutzen Kinder und Eltern auf einer vorgegebenen Strecke quer durch die Stadt die öffentlichen Straßen als Radwege. Gegen 7.45 Uhr endet die Aktion an der Rudolf-Steiner-Schule beziehungsweise der Igelschule.

    „Die Strecke führt uns unter anderem über die Bleckeder Landstraße. Dort sind die Radwege viel zu eng und regelrechte Buckelpisten. Außerdem werden dort Radfahrende ständig von abbiegenden Autos übersehen“, weiß Niels Hapke, Initiator der Aktion. „Mehr Sicherheit erreichen wir aber nur, wenn wir den Radfahrenden mehr Raum zugestehen. Zum Beispiel mit kostengünstigen Pop-Up Radwegen, welche bereits in vielen deutschen Städten Alltag sind.“

    Wer bei der Aktion mitmachen möchte, kann während der gesamten Fahrt (über Hindenburgstraße und Reichenbachstraße) dazustoßen. „Selbst wenn der eigentliche Schulweg nicht ganz auf der Strecke liegt, lohnt sich ein kleiner Umweg zu unserem Protestzug“, sagt Niels Hapke. „Denn je mehr Radfahrende wir sind, desto sichtbarer werden unsere Forderungen nach sicheren Schulwegen.“
    ============================================================

    Gefällt mir

  8. Nachdenken schreibt:

    Herr Trittin hat seinen Wunsch aus 1995 jetzt erfüllt bekommen, 5, – DM der Liter Kraftstoff und nun?
    Wann wird der hohe Lebensstandard Nordkoreas in Lüneburg erreicht sein?
    Demnächst mehr Menschen erfroren im Pflegeheim als durch Covid, was wäre wohl irrer? Wer zahlt die Heizkosten in den Heimen?
    Beerdigung per Lastenfahrrad… Hoffentlich bleibt die Verkehrsspur frei… Diesmal geht es schief…

    Gefällt mir

  9. Rudi Radlos schreibt:

    Lz Chef Lühr meint, die Landeskrankenhilfe-Arena koste jetzt € 28,5 Mio netto. Das sind brutto rund € 34 Mio, also mehr als fünfmal so viel wie 2016 von Uli Mädge und Manne Nahrstedt versprochen. https://www.landeszeitung.de/lueneburg/500309-die-lueneburger-arena-wird-noch-einmal-deutlich-teurer/

    Was wohl der Jens und die Sigrid dazu sagen, wenn die davon hören? Letzten Donnerstag haben die beiden Spitzenkräfte noch dem Landtags-Detlev gegenüber behaupten lassen, mit € 23,4 Mio sei die Sache geritzt.

    Jedenfalls könnten Sebastian Heilmann und seine 170 leuphanatischen Teamkollegen mit dem Schotter weit über 60 Jahre lang ihre energieeffizienten MofamiweVe („Mobilität für alle mit weniger Verkehr“)-Konzepte auf NumPlusUltra-Hochglanztausendseitern inklusive digitalen Rallyestreifen und integrierter Halogen-Backofenlampe für Hansestadt und Landkreis rauskarnickeln.

    Gefällt mir

  10. ezwoh schreibt:

    Nach dem VEP kamen nicht nur „schlichte Radverkehrspläne“, sondern:
    2004 BYPAD (Bicycle Policy Audit) https://www.lueneburg.de/Portaldata/1/Resources/stlg_dateien/stlg_dokumente/radfahren/fa__28_lueneburg_schlussbericht.pdf%5D, das aber fast folgenlos blieb. Motto: Schön dass wir mal drüber geredet haben.
    Dann 2005 das „Radverkehrskonzept 2015“, das man 2007 noch einmal überarbeitete [https://www.hansestadtlueneburg.de/Portaldata/43/Resources/dokumente/stadt_und_politik/verkehr/radverkehr/Radverkehrskonzept_Lueneburg.pdf]. Auch davon wurde ein erheblicher Teil bis heute nicht umgesetzt.
    Und erst danach – mit drei Jahren Verspätung – die 2018 vorgelegte „Radverkersstrategie 2025“ [https://www.hansestadtlueneburg.de/PortalData/43/Resources/dokumente/stadt_und_politik/verkehr/radverkehr/Radverkehrsstrategie_2025_Bericht.pdf]. … Dazu als Nachschlag noch die „Leitbilder Radverkehrspolitik 2030+“ [https://www.hansestadtlueneburg.de/DownloadCount.aspx?raid=2093196&docid=31762&rn=cc3826a3-a069-44b4-b102-cdf63e901404].
    Nun kann man „Konzept“ und „Strategie“ als „schlichte Radverkehrspläne“ ansehen.
    Es wäre trotzdem schön, wenn das, was da alles geplant wurde wenigstens im Sinne von Radverkehrsförderung umgesetzt werden würde.
    Den Rückbau des kaputten und zu schmalen Radwegs in der Soltauer Straße mit Neubau eines reinen Gehweges als „Sanierung des Geh- und Radweges … Damit dann ERA-konforme Herstellung der Hauptroute 9 Häcklingen/ Rettmer“ zu bezeichnen [https://www.hansestadtlueneburg.de/PortalData/43/Resources/dokumente/stadt_und_politik/verkehr/radverkehr/Vorhaben-Fahrrad-Infrastruktur-2021.pdf], überzeugt Radfahrer nicht. Auch die Fußgänger sind dort alles andere als begeistert.
    Das Problem ist nicht, dass man dort keinen ERA-konformen Radweg bauen kann und darum einen reinen Gehweg gebaut hat. Das könnte man eigentlich gut vermitteln, wenn man es denn wollte. Das Problem liegt darin, dass man dem Kfz-Verkehr nicht klar macht, dass dort die Radfahrer auf der Straße fahren müssen, wenn sie in Richtung Innenstadt mit normaler Geschwindigkeit fahren wollen. Und darin, dass die Beseitigung des (maroden) Radwegs als Radverkehrsförderung verkauft wird. … Und die mehr als drei Jahrzehnte seit dem VEP von Dezember 1990 kann man nun beim besten Willen nicht als „von heute auf morgen“ bezeichnen.

    Gefällt mir

    • Karlheinz Fahrenwaldt schreibt:

      Seit Generationen wird am Stint gefeiert aber ausgerechnet jetzt in einer Zeit, wo junge Menschen KEINE Möglichkeiten haben mit wenig Geld feiern zu können (Garage, Vamos und Jugendzentrum weg, Arena noch nicht fertig) sollen sie vom Stint vertrieben werden! Wertschätzung geht anders! Die Widmung der Brücke und der Strasse am Stint zur Dance-Area und zur Fußgängerzone, das Aufstellen von Sitzgelegenheiten am Brückengeländer und eines LGBTQI+ Toilettencontainers auf dem Platz am alten Kran wären ein Zeichen der Wertschätzung!

      Gefällt mir

  11. Klimaschutz und Sicherheit
    Allein bis Jahresende 2019 konnten 162 Elektroladestationen in den Liegenschaften der Bundeswehr installiert werden. Der Klimaschutz spielt eine wichtige Rolle auf dem modernen Kriegsschauplatz. Der E-Panzer wird ein alltägliches Bild im Straßenbild und wird eine große Rolle bei der Verkehrswende in Lüneburg spielen.

    Gefällt mir

  12. DbddhkPukM schreibt:

    LZ, HEUTE, Dienstag, 8. März 2022, SPRUCH DES TAGES, Seite 2:

    „Die größten Enttäuschungen haben ihren Ursprung in zu großen Erwartungen.“

    LZ, HEUTE, Dienstag, 8. März 2022, ÜBERSCHRIFT, Seite 3:

    „Alle Erwartungen übertroffen“

    LZ, HEUTE, Dienstag, 8. März 2022, ÜBERSCHRIFT, Seite 4:

    „Nicht vergessen, auch lustig zu sein!“

    LZ, HEUTE, Dienstag, 8. März 2022, ÜBERSCHRIFT, Seite 26:

    „Wir machen uns über niemanden lustig“

    LZ, HEUTE, Dienstag, 8. März 2022, ÜBERSCHRIFT, Seite 7:

    „Stellenzuwachs in der Kritik“

    LZ, HEUTE, Dienstag, 8. März 2022, DER HAUSHÄLTER, Seite 29:

    „Öfter kündigen!“

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s