Augen zu und durch im Arena-Labyrinth

Die Arena lässt dem Kreistagsmitglied und Landtagsabgeordneten Detlev Schulz-Hendel keine Ruhe. Nach den jüngsten Nachrichten aus dem Kreishaus kritisiert er das Vorgehen scharf. (Foto: jj/privat)

Lüneburg, 16. Dezember

Verschoben ist nicht aufgehoben – beim Termin für die offizielle Eröffnung der Lüneburger Arena hat die Redensart mittlerweile den Beigeschmack einer Ausrede. Beim Verschieben spielt die Eventhalle schon in einer Liga mit der Elbphilharmonie. Ob das später auch bei der Strahlkraft der Fall ist, steht in den Sternen. Dafür gehen selbst hartleibige Arena-Befürworter auf Kritiker zu: Die 30 Millionen-Euro-Marke wird gerissen. Am Ende kostet die Arena dann rund dreimal so viel, wie anfangs getönt.

Als der Landkreis mit einem neuen Landrat mitten im Planungsdesaster einen Neustart wagte und nicht nur als Bauherr der Arena, sondern auch als Betreiber auftrat, da hatte sich die designierte Geschäftsführerin, die Kreisrätin Sigrid Vossers, sicher nicht träumen lassen, in was für ein Labyrinth sie sich begibt: Kostensprünge, Planänderungen, Lieferengpässe, Corona-Kollateralschäden wie Schadenersatzforderungen.

Doch in einem Punkt hat sie den Mund zu voll genommen, bei dem erhofften Vorsteuerabzug für die Baukosten. Nichts ist hier im Blog häufiger kommentiert worden als die Frage, ob überhaupt und in welcher Höhe der Landkreis die Vorsteuer für die Baukosten einbehalten kann.

Der Landkreis löst also einen Betreibervertrag für fast eine Million Euro in summa auf, wird selbst Betreiber und erhofft sich so noch rund 1,3 Millionen Euro Vorsteuerabzug und wiederholt dieses Mantra, obwohl die beauftragte Anwaltskanzlei laut LZ schon 2020 im Ergebnis mitteilte, dass die Summe schrumpft. Erst als der Kreis auch Arena-Betreiber wurde, war der Abzug möglich. Wunsch und Wirklichkeit gingen beim Finanzamt auf Kollisionskurs. Augen zu und durch, hilft eben nicht immer.

Wenn jetzt LZ-Chefredakteur Marc Rath schreibt, zwischen der beauftragten Kanzlei für den Fall „Vorsteuerabzug“ und dem Landkreis habe schon über Monate Funkstille geherrscht, dann fragt man sich: Wie kann das sein bei so einem Großprojekt, bei so einer zentralen Frage?

Bei all den Kalamitäten werde ich den Eindruck nicht los, dass bei der Arena ein klassischer Fehlstart vorliegt, und zwar in Serie: das gilt für den Wechsel von privaten Investoren zu öffentlichen, das gilt für den Baustart im Kreistag, das gilt, siehe Rechnungsprüfungsbericht, für die dilettantische Planung am Anfang, das gilt vermutlich auch für die Causa Betreiberwechsel/Vorsteuerabzug und nun bis hin zur geschobenen Eröffnung.

Die Leidensfähigkeit des Arena-Sponsors, der Krankenversicherung LKH, wird auf eine Belastungsprobe gestellt und Klaus Hoppe und sein Campus Management, glühende Arena-Befürworter, die als Dienstleister wieder im Boot sind, können ihren Veranstaltungsplan 2022 noch einmal umkrempeln. Insofern ist die proklamierte Pre-Opening-Phase angesichts des Arena-Status-Quo und der LZ-Berichte eher eine Plus-Pannen-Phase.

Hans-Herbert Jenckel

Über jj

Journalist, Dipl.-Kaufmann, Moderator, Lünebug- und Elbtalaue-Liebhaber
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56 Antworten zu Augen zu und durch im Arena-Labyrinth

  1. Ulf Reinhardt schreibt:

    Die Pressemitteilung wirft mehr Fragen auf als sie beantwortet:

    Warum? Wann genau? Auf wessen Rat hin? Von welchen Personen? Und auf Basis welcher Erkenntnisse ist Klaus Hoppe, dem Geschäftsführer der Campus Management und seit dem 11. Januar 2021 in dieser Funktion auch Geschäftsbesorger der Arena Lüneburger Land Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG (Zuschlag von der Verwaltung – ohne Kenntnis des Kreistages – bereits am 29. Dezember 2020), vertraglich zugesichert worden, dass die Veranstaltungshalle zum 31. Juli 2021 übergeben werden würde?

    Natürlich hätten diese Fragen schon in dem Moment gestellt werden müssen, als diese Vertragsklausel bekannt geworden ist.

    Doch wie kann es sein, dass sowas nach einem knappen Jahr grundstürzender Pandemieerfahrung VERTRAGLICH zugesichert wird?

    ….

    Wie kann eine solche Zusicherung zu einem Zeitpunkt, an dem noch nicht einmal der Rohbau steht, Bestandteil einer Ausschreibung sein?

    Ist Klaus Hoppe aufgefordert worden, detailliert offenzulegen, welche geplanten oder bereits gebuchten Events er absagen musste und wie sich die Höhe seines Vermögensschadens errechnet? In der Pandemiezeit haben doch viele potenziellen Kunden von sich aus schon einen Rückzieher für gebuchte Leistungen gemacht. Das wäre ja noch schöner, wenn Campus quasi im Schlaf sein Geld verdient während das Theater Lüneburg nicht öffnen kann.

    Ganz offensichtlich haben Landrat Jens Böther und Kreisrätin Sigrid Vossers den Vertrag mit der Campus Management GmbH, welcher nun Grundlage für eine weitere Schadensersatzzahlung sein soll, im vollen Bewusstsein dieses Risikos abgeschlossen. Der Zuschlag wurde erteilt am 29. Dezember 2020, die Vertragsunterzeichnung fand am 11. Januar 202 statt.

    Marc Rath schrieb hierzu (LZonline, 18. Januar 2021):

    „Bereits am 29. Dezember hatte eine fünfköpfige Bewertungskommission der kreiseigenen Betreibergesellschaft Campus den Zuschlag erteilt. Am Montag vor einer Woche wurde der Vertrag unterzeichnet. Die Kreispolitiker konnten die Entwicklung nur noch zur Kenntnis nehmen. Einen Zeitplan für die Verpachtung der Gastronomie gibt es weiterhin nicht. „Das wäre angesichts der aktuellen Situation auch vermessen“, erklärte der Projektsteuerer. Wittkopf erläuterte, dass nach derzeitigem Stand der Bau unter corona-gerechten Bedingungen nach Zeitplan fortgesetzt werden könne. „Besondere Vorkommnisse“ habe es hier bislang nicht gegeben. „Die Risiken bestehen aber weiter“, unterstrich er sowohl mit Blick auf den Zeitplan als auch auf das millionenschwere Budget.“

    Bei vollem Bewusstsein des Risikos, wurde dem Geschäftsbesorger also vertraglich (und strafzahlungsbewehrt) zugesichert, „die Veranstaltungshalle werde ihm zum 31. Juli 2021 übergeben“.

    Ob dies nicht einzig als eine vorsätzliche Schädigung des Landkreises zu Gunsten eines Dritten einzuordnen ist, sollte nun nicht nur das Rechnungsprüfungsamt und der Bund der Steuerzahler, sondern vielmehr auch die Staatsanwaltschaft untersuchen.

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    • Florian Grunau schreibt:

      LZ-Facebook-Kommentare zu „Spielraum für die Arena“

      Heiko Härtel
      unfassbar
      Vor 1 Tage

      Carl Dietrich von Lüneburg
      Sollen jetzt ernsthaft erneut die Steuerzahler des Landkreises für das wirtschaftliche Risiko des Unternehmen von K. Hoppe haften, während der gleiche Landkreis seine Frauenhäuser, Schulen, Vereine, Infrastrukturen, Nahverkehr etc. an der finanziellen kurzen Leine hält? Wer schließt solche Verträge ab?
      Vor 1 Tage

      Peter Wegner
      Ich bin doch sehr verwundert wie Verträge abgeschlossen werden. Na ja, der Bürger wird’s schon zahlen.
      Vor 1 Tage

      Achim Gawlik
      Das ist auch Wettbewerbs Verzerrung, die anderen Gastronomen haben dass nachsehen. Jeder Anwalt für Gastronomierecht würde sich freuen, Gastronomen vertreten zu dürfen. Politik und Politik ist eben nicht immer Politik.
      Vor 1 Tage

      Lüne Burger
      Wahrscheinlich bekommt Campus Management auch Entschädigung, wenn demnächst die Kreuzung an der B209 saniert werden muss.
      Vor 12 Std.

      Peter Grifin
      Darf’s noch ein Milliönchen sein, Herr Hoppe?
      Vor 1 Std.

      ·

      LZ-Facebook-Kommentare zu „6 Millionen Euro Minus im Haushalt des Kreises“

      Peter Grifin
      1 Million Euro wurde der Campus GmbH allein in den Rachen geworfen. 👍
      Vor 12 Std.

      Carl Dietrich von Lüneburg
      Peter Grifin Zusätzlich zu den 30 Millionen für den Bau der Halle am falschen Standort. Es wäre interessant zu wissen, wie groß der Anteil der Halle und ihrer Folgekosten an dem Haushaltsdefizit ist.
      Vor 12 Std.

      Jörg Kohlstedt
      Mit 51,5% Beteiligung hätte man in jeder Firma die Mehrheit. Und würde die Richtung bestimmen können.
      Warum also nicht im Landkreis?
      Vor 11 Std.

      Robin Graf
      Das kommt davon , wenn man unbedingt im Konzert der Großen mitspielen möchte .
      Vor 8 Std.

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  2. jj schreibt:

    Diese Woche diskutiert die Kreispolitik auch die Wirtschaftspläne 2022 für die Arena. Man weiß natürlich nicht was Corona 2022 verhindert und was die Campus Management GmbH für Ausfälle ans Ausgleichzahlungen bekommt. Da kann sich jetzt jeder selber ein Bild machen:

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  3. jj schreibt:

    Arena: Der Landkreis Lüneburg als Bauherr muss noch einmal die Campus Management GmbH entschädigen, weil die Arena später fertig wird. Nun wird gerechnet, wie viel Geld Campus bekommt. Wie berichtet, hatte bereits die Auflösung des alten Betreibervertrages mit der Campus Management GmbH inklusive kostenlose Veranstaltungen in der Arena je nach Lesart annähernd eine Million Euro gekostet. Jetzt hat der Landkreis heute, 10. Januar, folgende Pressemitteilung verschickt:

    Spielraum für die LKH Arena in schwieriger Zeit:
    Beirat stimmt Verhandlungen mit Campus Management zu

    (lk/ho) Die Corona-Pandemie trifft Bau- und Veranstaltungsbranche hart – und damit auch den Landkreis Lüneburg: Bauverzögerungen, Lieferengpässe und abgesagte Kultur- und Sportveranstaltungen sorgen rund um die neue LKH Arena für Schwierigkeiten. Um die Zukunft der Eventhalle zu sichern, sprach sich der Beirat in der vergangenen Woche klar für die vorgestellten Wirtschaftspläne sowie Verhandlungen mit dem Dienstleiter Campus Management aus und gibt damit der Geschäftsführerin Sigrid Vossers den entsprechenden Handlungsrahmen. Im nächsten Schritt gehen die Wirtschaftspläne der Arena Lüneburger Land Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG durch die Gremien: Zunächst sind sie am Mittwoch (12. Januar 2022) Thema im Finanzausschuss, dann geht es in den Kreisausschuss.

    Hintergrund ist, dass die Veranstaltungshalle wegen der Bauverzögerungen verspätet an den Dienstleister übergeben wird. Ursprünglich war der 31. Juli 2021 geplant und auch vertraglich zugesichert, nun wird es voraussichtlich das 2. Quartal 2022. Daher hat der Dienstleiter einen Anspruch auf Ausgleich des ihm daraus entstehenden Schadens, dessen Höhe nun ermittelt wird. „Uns ist es sehr wichtig, in den kommenden Jahren gut und vertrauensvoll mit Campus Management weiterzuarbeiten“, betont Sigrid Vossers, Geschäftsführerin der Arena-Betriebsgesellschaft. „Deshalb suchen wir gemeinsam nach einer vertraglichen Lösung, die diesen Umstand ausgleicht und unsere künftige Zusammenarbeit sichert.“

    Auch wenn wegen der Corona-Pandemie Kultur- und Sportevents nur sehr eingeschränkt möglich sind und zahlreiche Veranstaltungen komplett abgesagt werden, blickt die Geschäftsführerin positiv auf die Zukunft der LKH Arena: „Wir haben noch ein schwieriges Wegstück vor uns, so lange uns die Einnahmen fehlen. Dennoch werden die vom Landkreis geplanten Arena-Haushaltsmittel für die Jahre 2021 und 2022 voraussichtlich ausreichen. Gemeinsam mit unserem Dienstleister bin ich sicher, dass die Halle vom Publikum gut angenommen wird, sobald die Lage das wieder zulässt. Das haben die ersten Volleyballspiele im November gezeigt.“

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    • Detlev Schulz-Hendel schreibt:

      Da es sich um eine öffentliche Kreistagssitzung im Juni 2021 gehandelt hat, bei der ich sehr bewusst die Frage nach möglichen weiteren Entschädigungszahlungen wegen der Verzögerungen gestellt habe, gab es folgende Antwort(Auszug aus dem Protokoll):

      (…. beantwortet die Frage zu den Entschädigungsansprüchen. Dazu teilt er mit, dass er hierzu
      noch nichts Genaues sagen könne, da man dem Betreiber derzeit keinen festen Termin bestätigen könne.
      Inwieweit daraus Entschädigungsansprüche entstehen könnten, habe man noch nicht geprüft und ob die
      Möglichkeit bestünde, dass welche angemeldet würden entziehe sich derzeit seiner Kenntnis.)

      Die Antwort hat im Übrigen nicht die Verwaltung gegeben und auf meine Frage hin, es vorgezogen, lieber eisern zu schweigen. Natürlich aus gutem Grund. Das die Antwort auf meine Frage aus rechtlicher Sicht eine Falschantwort ist, brauche ich aus heutiger Sicht nicht mehr erläutern. Unabhängig vom Betriebsbeginn in Gänze besteht ja offenbar sehr wohl die Möglichkeit auf Entschädigungsansprüche des Betreibers(Dienstleisters) mit jeder weiteren Verzögerung. Sarkastisch könnte man von einer bisher in diesem Ausmaß noch nie dagewesenen beispielslosen Wirtschaftsförderung sprechen. Und diese Antwort, so falsch sie schon damals im öffentlichen Kreistag war, diente vermutlich auch nur dazu, keine absehbaren Hiobsbotschaften vor den Wahlen im Herbst 2021 zu verkünden.

      Gleiches gilt übrigens auch in der Frage des Vorsteuerabzuges. Nicht nur einmal habe ich als Arena Kritiker im Kreistag auch genau das so formuliert, aber die eisernen nicht aus der Ruhe zu bringenden Arena Befürworter wollten das nicht hören und haben alle Bedenken aus dem Wind geschlagen, mehr noch: Immer wieder die Aufforderung die Arena nicht durch solche Fragen und Anmerkungen schlecht zu reden.

      Alle Hoffnungen, das sich mit dem Landratswechsel etwas verbessern würde, mindestens in der Frage von Haushaltswahrheit und Haushaltsklarheit und generelle Transparenz gegenüber den Steuerzahler*Innen haben sich als Rohrkrepierer erwiesen. Die Frage, wie mit diesem Skandal umzugehen ist, muss nun sorgfältig geprüft werden. Klar ist aber: auch wenn ich den Seelenfrieden der eisernen Arena Befürworter im Kreistag weiterhin stören muss, werde ich auch künftig weitere Entscheidungen zu diesem Projekt ablehnen. Das ist das mindeste, um den politischen Bewusstsein gerecht zu werden, bei allen politischen Entscheidungen der Verantwortung für die Menschen im Landkreis, den Steuerzahler*Innen gerecht zu werden.

      Und so sind auch die Wirtschaftspläne nicht nur wegen der Entschädigungszahlungen, die nun anstehen, nicht zustimmungsfähig. Mein Vertrauen gegenüber dem Landrat aber auch gegenüber Frau Vossers ist in der Arena Frage restlos aufgebraucht(keine ganz neue Erkenntnis), egal was da noch neues kommt…..ich bin zutiefst enttäuscht, dass der Landratswechsel uns bei der Arenafrage keine nachhaltigen Verbesserungen gebracht haben, allenfalls nicht tragbare Verschlimmbesserungen und das nicht erst seit heute.

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      • Brigitte Mertens schreibt:

        „Generell können im Bereich der Korruption Aussagen zur monetären Dimension des verursachten Gesamtschadens nur sehr schwer getroffen werden, da gerade die durch Erlangung von Genehmigungen oder Aufträgen bedingten finanziellen Schäden in der Regel nur vage darstellbar sind.

        Korruption verursacht aber nicht nur wirtschaftliche Schäden. Ebenso schwerwiegend sind die immateriellen, abstrakten und kaum messbaren Schäden, die durch Korruption hervorgerufen werden. So schädigt Korruption das Grundvertrauen des Bürgers in die Unabhängigkeit, Unbestechlichkeit und Handlungsfähigkeit des Staates bzw. die Integrität der Wirtschaft.“

        Zitiert nach https://www.bka.de/DE/UnsereAufgaben/Deliktsbereiche/Korruption/korruption_node.html

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  4. Johann S. Kirsche schreibt:

    You say goodbye and I say hello

    Auch in Lüneburg gibt es Beispiele für Protagonisten, welche die Zeichen der Zeit „nicht mehr so ganz nachvollziehen konnten oder wollten.“

    „Zwei Herren haben das in den vergangenen Wochen mit der Art und Weise ihres Abgangs in erschreckend eindrucksvoller Weise demonstriert. Das war geradezu schon bedrückend. Demokratie lebt vom Wechsel und wie man es – besser – macht, hat Angela Merkel bei ihrem Abschied vom Kanzleramt überzeugend bewiesen. (…) Ulrich Mädge und Eckhard Pols sind Ende der 1970er Jahre in die Politik eingestiegen. ‚Stoppt Strauß‘, ‚Freiheit oder Sozialismus‘ – das Denken in politischen Blöcken und Lagern prägte damals die politische Kultur bis hin zur Unkultur. Nein, früher war mitnichten alles besser. Heute aber stellen sich andere, existenzielle Fragen. Da gilt es, Mauern auch in den Köpfen zu überwinden.“ (So Chefredakteur Marc Rath, heute, Freitag, 31. Dezember 2021, in der Landeszeitung · Nr. 307 · Seite 7)

    Habituelle Unaufrichtigkeit, normalisierte Intransparenz, „Assoziationen von mafiösen Strukturen“ (Hans-Herbert Jenckel in Absatz 3 hier: https://blog-jj.com/2020/01/27/arena-roulette-mit-hohem-einsatz-um-steuern-und-betreiber/), in der Folge ein breites, immer rascher erodierendes Vertrauen in „die Politik“ – dann ein paar unbestechliche Journalisten, die sich dem entgegenstemmen und ihr Kapitän, der die Brücke verlässt.

    Also fast eine Lüneburger Parallelgeschichte gab’s gestern im Fernsehen:

    „Mehr wird’s nicht“, sagte Claus Kleber am Donnerstagabend, bevor er wie sonst auch die Zuschauer mit „Guten Abend“ begrüßte. Es war sein Abschied und in seinem letzten „heute journal“ wollte er eines gleich zu Beginn klarstellen: Es waren 2977 Mal, die er das ZDF-Magazin moderiert hat, die Zahl steht auf einem handgeschriebenen Zettel, den er in die Kamera hält. Als wolle er alle zurechtweisen, die auf die Idee kommen könnten zu behaupten, er hätte ganze 3000 Sendungen absolviert.

    Aber „ein bisschen ernst“, wie Kleber sagt, muss es dann doch nochmal werden. Und so verabschiedet sich der 66-Jährige persönlich vom Publikum mit einem Plädoyer. Kleber zählt die politischen Herausforderungen dieser Tage auf: Chinas harte Linie, die Lage an der ukrainischen Grenze, die galoppierende Demontage der Demokratie in Amerika sowie eine europäische Idee, die ihren Schwung verloren habe, und resümiert: Ohne eine engagierte, informierte Öffentlichkeit werde es keine Besserung geben. Die Zuschauer sollten sich mit der journalistischen Arbeit auseinandersetzen, die sein Team („ein tolles Team“) jeden Tag leiste. Klarstellen, Fakten präsentieren -aber auch Appellieren passt zum Nachrichtenmann und Großmoderator Claus Kleber.

    Mit einem „Good night and good luck“ verabschiedet er sich dann wirklich aus seiner letzten Sendung. Und Gundula Gause kann beim High Five mit ihm nur seufzen: „Ach, Claus.“

    Zum Nachschauen: https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/heute-journal-vom-30-12-2021-100.html

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    • Rudi Radlos schreibt:

      Für mangelnden Stil, überbordende Eitelkeit und pedantischen Kleinmut gibt es offenbar keine Grenzen der Lächerlichkeit:

      „Widerruf — Am 29. Oktober 2021 hat die Landeszeitung einen Rückblick auf den aus seinem Amt scheidenden Oberbürgermeister Ulrich Mädge veröffentlicht. Unter den angefügten Zitaten war auch eines meiner Person zu finden. Ich behauptete dabei, dass der Oberbürgermeister überpünktlich zum Dienstende seine Mitgliedschaft beim NABU gekündigt hat. Dies entsprach so nicht der Wahrheit. Der Oberbürgermeister war nie Mitglied beim NABU, sondern kündigte lediglich seine Spendenbeteiligung an unserem Projekt Orchideenwiese. Es lag schlicht eine Verwechslung vor. Sorry, mein Fehler.

      Thomas Mitschke, 1. Vorsitzender NABU Lüneburg“

      Quelle: LZ, Montag, 3. Januar 2022 · Nr. 1 · Seite 6

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  5. Peter Rawert schreibt:

    Twitter und Beschlussvorlagen, Facebook und behördliche Pressemitteilungen sind bloß etwas effizienter: Der Philosoph Ian Keable erzählt von der Verbreitung absurder Nachrichten im England des achtzehnten Jahrhunderts: „The Century of Deception“. The Birth of the Hoax in Eighteenth Century England. ‎The Westbourne Press, London 2021. 305 S., geb., 28,99 €.

    In seiner originellen Monographie geht der Autor – ein in Oxford graduierter Philosoph, Politologe und Ökonom, ehedem Wirtschaftsprüfer und inzwischen (nota bene!) Zauberkünstler – dem Phänomen des „hoax“ im England des achtzehnten Jahrhunderts nach, dem „Narrativ“, das zwischen Schabernack und Scharlatanerie oszilliert – zwischen schlichter Eulenspiegelei und hinterhältiger Fälschung der Wahrheit. Anhand von zehn Begebenheiten hat Keable die Bedingungen seziert, unter denen falsche Nachrichten entstehen, durch moderne Medien Verbreitung finden, sich allmählich verselbstständigen, allerlei Experten hervorbringen oder ruinieren, Justiz und Politik beschäftigen, die Öffentlichkeit spalten und für die Köpfe hinter den Affären mal mit dem Ruhm des geistreichen Schelms und mal mit der Ächtung am sozialen Pranger enden, wenn nicht gar hinter Gittern.

    Die Dienstmagd Mary Toft aus dem südenglischen Godalming etwa hatte Kaninchen zur Welt gebracht. Herbeigerufene Ärzte untersuchten den Fall und kamen zur Diagnose: „maternal impression“. Die Theorie vom „mütterlichen Eindruck“ besagte, dass starke emotionale Reize bei Schwangeren zu Missbildungen von Föten führen konnten. Tatsächlich hatte Toft berichtet, während einer früheren Schwangerschaft bei der Feldarbeit ein Kaninchen gefangen und mit Heißhunger verspeist zu haben. Die Folge sei eine Fehlgeburt gewesen. Seither habe sie Tag und Nacht an Kaninchen denken müssen.

    Manche der Geschichten, die Keable erzählt, mögen heute absurd und der Umgang mit ihnen naiv erscheinen. Aber zum Naserümpfen besteht kein Grund. Denn was unterscheidet die unwahre Behauptung, dass Impfungen gegen Corona homosexuell machten, Caesar Lüneburg gegründet habe oder die Vorsteuerabzugsberechtigung auf alle Arena-Bauleistungen gewährt werde, von der Theorie vom „mütterlichen Eindruck“? Die Antwort: Nur etwas mehr als dreihundert Jahre Fortschritt bei den Verbreitungstechniken.

    Mehr dazu hier: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/ian-keables-buch-the-century-of-deception-17663508.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

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    • Otto Berg schreibt:

      Sehr geehrter Herr Rawert,

      es hat selten (über fünf Jahre hinweg) „eine prächtigere Odyssee durch die wilde See der menschlichen Dummheit und Ignoranz“ (RND) zu beobachten gegeben als bei dem Umgang mit vollmundigen Verlautbarungen der Lüneburger „Verwaltungsspitzen“ zur Arena-Finanzierung durch großsprecherische, wortführend wichtigtuerische Teile der Stadtratsangehörigen, aber – vor allem – der Kreistagesabgeordneten.

      Ein Beispiel für das Phänomen des „hoax“ im Lüneburg des einundzwanzigsten Jahrhunderts enthält der Hinweis von Chefredakteur Marc Rath, der in der Landeszeitung von heute (Dienstag, 28. Dezember 2021 · Nr. 304 · Seite 6) an das Geblubber eines Professors aus der Kreistagssitzung vom Dienstag vor exakte einer Woche anknüpt, welcher Wahrheiten, die er schlicht nicht „wahrhaben“ möchte, als „Mythen“ abqualifiziert, – der aber selbst wiederholt multimillionen-€-teure Beschlüsse (zum Bau, zum Weiterbau und zur Änderung des „Betreibermodells“ der „Arena“) mit durch die Gremien des Landkreises gepeitscht hat, ohne mehr Wissen von der dadurch losgetretenen gewaltigen und tatsächlich auf die Kommunen und Steuerbürger des Landkreises zuwalzenden Dauer-Kostenlawine besitzen zu können – als die freihändig ausgedachten „Mythen“ seines glaubenseifernden, doch ebenso ahnungslosen „sozialdemokratischen“ Fraktionsvorsitzenden.

      Hier die Notiz aus der LZ:

      STEUERFRAGE FÜR ARENA WEITER OFFEN

      Lüneburg. Eine „klare Auskunft“ zur Vorsteuerfrage bei der Arena wünsche er sich „angesichts der Mythen“ in den lokalen Blogs, formulierte es Kreistagsmitglied Hinrich Bonin (SPD).

      Diese gab es aber in der letzten Sitzung des alten Jahres von Landrat Jens Böther (CDU) nicht. Die neue Fachkanzlei, die die Kreisverwaltung nunmehr eingesetzt hat, um den Streit mit dem Finanzamt aufzulösen (LZ berichtete), habe „das erste Quartal 2022 zur Bearbeitung ins Auge gefasst“, drückte sich Böther aus. Die Frage ist millionenschwer: Muss der Landkreis auf die Bauleistungen für die Multifunktionshalle Mehrwertsteuer* zahlen oder nicht? mr

      _____________________

      * „Mehrwertsteuer“ ist ein volkstümlicher Ausdruck für das Gemeinte: „Die Umsatzsteuer für eingekaufte Waren und Leistungen wird als Vorsteuer bezeichnet. Diese kann der Unternehmer mit seiner abzuführenden Umsatzsteuer gegenüber dem Finanzamt verrechnen. Kann mehr Vorsteuer geltend gemacht werden als Umsatzsteuer abgeführt werden muss, ersteht ein Erstattungsanspruch gegenüber dem Finanzamt. Gerade in der Gründungsphase eines Unternehmens ist es oft üblich, dass teure Anschaffungen getätigt werden müssen, die den Unternehmen jedoch noch keine Umsätze generieren.“ Vgl.: https://www.buchhaltungsbutler.de/unterschied-umsatzsteuer-vorsteuer/

      Wohlgemerkt: Dies gilt für Unternehmer! Daher ist für die Frage der Vorsteuerabzugsberechtigung bei dem Bezahlen von erbrachten Arena-Bauleistungen die entscheidende Frage die, welche Herr Jenckel oben in seinem Blog-Artikel erneut hervorgehoben hat: Ab wann kann der Landkreis in Sachen „Arena“ als „Unternehmer“ angesehen werden? Vgl.: https://blog-jj.com/2020/11/16/arenaundsteuern/#comment-13468

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      • Andreas Jaowitz schreibt:

        „Herr Berg“, der Banksy aus`m Blog.

        Viel zu gut informiert für eine Person, aber dennoch wohl protegiert wie mir scheint. Eine kleine Gruppe < 4 (der Dichtigkeit wegen) tippe ich.

        Sicher eine überraschende Kombination. ^^

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      • Otto Berg schreibt:

        Darauf eine Maria Croon (13. Mai 1891 in Meurich bis 23. März 1983 in Britten), lieber Herr Janowitz, eine „heitere Geschichte“ zum Beispiel, vielleicht aus dem Bändchen „Ein Freiersgang zur Pflaumenzeit“ von 1955, in dem von der „Anduddel“, dem erwürgten „Rotzenkopp“, der Sommerkirmes und dem bäuerlichen Alltag erzählt wird: https://de.wikipedia.org/wiki/Maria_Croon

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    • Johann S. Kirsche schreibt:

      Ein interessanter Leserbrief der gerade ausgeschiedenen Kreistagsabgeordneten Tanja Bauschke aus der LZ von heute (Fr., 31. Dez. 2021, S. 12), den ich, weil er kurz ist und zum Thema gehört, in voller Länge zitiere:

      ·

      Vorgegaukelte Professionalität

      ▶ Steuerfrage für Arena
      weiter offen LZ vom 28. Dezember

      Herr Professor erklärt medienwirksam, dass er sich eine klare Aussage zur Steuerfrage Arena wünscht, angesichts der
      vielen „Mythen“ in den lokalen Blogs! Jetzt kann sich der/die Bürger/In aber wirklich von Herrn Professor hinter die Fichte geführt fühlen, passt ja auch zum Weihnachtsbaum.

      Niemand anderes besonderes sitzt im Beirat der Arena mit einer einzigen anderen Fraktionskollegin, der CDU (Frau Walter), als Herr Bonin, um genau auch wirklich alle Vorgänge der Arena-Geschäftsführung seitens der 1. Kreisrätin Frau Vossers „zu beraten und zu unterstützen“ (Präambel und § 4 der Geschäftsordnung). Man arbeitet dazu vertrauensvoll zusammen! Der Beirat hat jederzeit Akteneinsicht und kann Berichte anfordern. Er kann sogar Prüfungen veranlassen!

      Und dann weiß Herr Bonin von nichts?

      Vielmehr stellt sich doch die Frage, warum er seiner Aufsichtspflicht bisher nicht nachgekommen ist und die Gremien des Kreistages n i c h t über die ungeheuerlichen Vorgänge oder Unterlassungen bei den Abläufen der Arena informiert hat!

      Kraft seines Amtes hätte er unbedingt und unmittelbar auf zügige und stetige Informationspraxis bestehen müssen! Stattdessen fiel es ihm leichter, kritische Nachfrager/Innen zum Rücktritt aufzufordern!

      Nun begnügt er sich offenkundig mit weiteren vagen Zeitfenstern, die dazu verhelfen sollen, die Wahrheiten so lange wie möglich hinauszuschieben. Hinter diesen Vorgehensweisen steckt der wahre Mythos, nämlich der der vorgegaukelten unantastbaren Professionalität!

      Tanja Bauschke, Lüneburg

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  6. Ulf Reinhardt schreibt:

    Sehr geehrter Herr Berg,

    ich kann weder das Erstaunen des Landrates Jens Böther nachvollziehen, noch den Bericht der Kreisrätin Sigrid Vossers bezüglich der einjährigen „Funkstille“ zu der beauftragten Anwaltskanzlei.

    Bei beiden von der Anwaltskanzlei zu klärenden Fragen, dem möglichen Vorsteuerabzug wie der Auswirkung der Übertragung der Avacon-Aktien, handelt es sich um eminent wichtige Vorgänge für die Arena-Betriebsgesellschaft und somit für den Landkreis Lüneburg.

    Wenn wichtige Arbeitsaufträge an externe Dienstleister wie Anwaltskanzleien erteilt werden, gehört es zu den grundlegenden Pflichten der Verwaltungsspitze bzw. der Geschäftsführerin der Betriebsgesellschaft Sigrid Vossers sowie des Prokuristen Jens Böther, die Erledigung dieser Aufträge zu kontrollieren und ggf. zu forcieren. Dies kann in keinem Fall bedeuten, dass entsprechende Aufträge ein Jahr lang unerledigt bzw. unentdeckt bleiben.

    Fazit:

    Entweder haben Herr Böther und Frau Vossers ihre Pflichten einer ordnungsgemäßen Verwaltung sowie im Sinne eines ordentlichen Kaufmanns angemessenen Geschäftsführung grob verletzt, oder sie sagen die Unwahrheit über die „Funkstille“ zu der beauftragten Anwaltskanzlei.

    In beiden Fällen ist das eine bittere Wahrheit über das „Management“ der Verwaltungsspitze und den sorgsamen Umgang mit Steuergeldern.

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  7. Tanja Bauschke schreibt:

    Hallo Bernd

    große Entschuldigung für das Verwenden meiner Abkürzungen. Ich dachte, sie seien gängig.
    Richtig ist, dass ich tatsächlich dem „elitären“ Kreis der Kreistagsabgeordneten angehört habe, bis zum 30.10.21, also der letzten Periode und das ganze10 Jahre lang. Ich hatte auch wieder ein Mandat erworben, es aber nicht angenommen! Ein entscheidender Grund zu dieser Entscheidung waren genau die Zusammenhänge um die Arena: Soviel Schmerzensgeld , auch in Form von Aufwandsentschädigungen und Sitzungspauschalen, kann man gar nicht erhalten, um diese neuen Umgangsweisen der Verwaltung mit der Politik, insbes unter der Federführung des neuen Landrates , ertragen zu können. Dazu die bedingungslose Annahme aller Folien, Darstellungen und Ansagen seitens der Verwaltung und ihres externen Managements Reese, von den Kreistagsmitgliedern und besonders der Vorgaben ihrer Fraktionsvorsitzenden und sog „Experten“ .
    Sie können versichert sein, dass ich weiterhin ein großes Interesse daran habe, diese Vorgänge weiter zu beobachten und an ihrer Aufklärung mitzuwirken.

    Hier die Kürzel:
    LR = Landrat
    HBA = HochBauausschuss
    KT = Kreistag

    Tanja Bauschke

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  8. Otto Berg schreibt:

    Sehr geehrte Frau Kreistagsvorsitzende Mertz, sehr geehrter Herr Fraktionsvorsitzender Dubber, sehr geehrter Gruppensprecher Graff, sehr geehrter Herr Jenckel, sehr geehrter Herr Reinhardt, sehr geehrter Herr Landtagsabgeordneter Schulz-Hendel,

    im Zusammenhang mit der Frankfurter Beraterkanzlei gibt es noch einen Aspekt, welcher „das Narrativ“ der verwaltungsinternen Arena-Projektleiterin Kreisrätin Sigrid Vossers (vorgetragen etwa im Kreishochbauausschuss am 15.12.2021, Tagesordnungspunkt N[ichtöffentlich] 9: „Bericht LKH Arena“) von der einjährigen „Funkstille“ zwischen ihr und ihren Anwälten, die für sich genommen ja schon absurd genug klingt (➝ https://blog-jj.com/2021/12/16/5910/#comment-15245), weiter aushöhlt. Der von Frau Vossers u. a. am 9. März 2020 zuerst im Kreisausschuss und dann im Kreistag öffentlich (VO 2020/025 unter „Sachlage“) bekannt gemachte Steueranwalt der Frankfurter Kanzlei* sollte doch auch Auskunft darüber geben, ob und wie sich die Übertragung der landkreiseigenen Avacon-Aktien auf die Arena Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG steuerlich auswirken würde.**

    Demnach müsste Jens Böther ja eigentlich selbst ein dringendes Interesse daran gehabt haben, im fraglichen Zeitraum (des – angeblichen – „Funkstille“-Jahres) regelmäßig nachzuhaken und den Kontakt nach Frankfurt nicht abreißen zu lassen.

    Wie kann sich der Landrat dann aber jetzt so erstaunt geben, als ob sich die Dinge ohne seine Kenntnis und hinter seinem Rücken „ereignet“ hätten? Müsste er an dieser Stelle nicht vielmehr sein ebenso offensichtliches wie unerklärliches Desinteresse und sträfliches Nichtstun in Sachen Vorsteuerabzugsberechtigung und Übertragung von öffentlichem Vermögen (hier laut Björn Mennrich, Leiter FD 10 Finanzmanagement, im Gesamtwert von rd. 40,35 Mio. € für das Aktienpaket des Landkreises) eingestehen?
    ______________

    * Siehe Beschlussvorlage 2020/025 vom 4. März 2020, Seite 2 (Beratungsgegenstand: „Weiteres Vorgehen zur Erreichung des Vorsteuerabzuges für die Arena Lüneburger Land im Stand der 1. Aktualisierung vom 04.03.2020“)

    ** Siehe die Kurzfassung der Antworten durch die Verwaltung auf die Anfrage der Kreistagsfraktion DIE LINKE vom 16. April 2021 (Zu finden als Anlage zum Protokoll der Kreisausschusssitzung vom des 3. Mai 2021). Am 23. April 2021 antwortet Björn Mennrich namens der Kreisverwaltung auf die „Anfrage der Kreistagsfraktion DIE LINKE vom 16.04.2021 zur möglichen Übertragung von Avacon Aktien an die Arena GmbH & Co. KG“: „Form und bilanzielle Darstellung einer etwaigen Aktienübertragung wird Gegenstand einer Begutachtung durch ein externes Rechtsanwalts- und Steuerberaterbüro werden.“ Erläuternd dazu:
    https://blog-jj.com/2021/04/16/arena-barth/#comment-14428
    und:
    https://blog-jj.com/2021/04/16/arena-barth/#comment-14450

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  9. Tanja Bauschke schreibt:

    Arena-Kreistagspolitik

    Wer es bis jetzt noch nicht verstanden hat, kann die Lesart des Täuschens, Tricksens und Tarnens des Landrates an den zeitlichen Abfolgen der „Erkenntnissen“ der Landkreisverwaltung genau ablesen:
    Nach der letzten HBA der alten Kreistagsbesetzung kam „zunehmend“ Bewegung ins bis dato schwerfällige Verwaltungshandeln zum Thema Vorsteuer: Ende Oktober wurde immer klarer, dass dass es keine Antworten der bis dahin beauftragten Kanzlei mehr geben wird und es immer noch keine Antwort auf ein Schreiben des Finanzamtes vom 1.6.21 geben wird (von dem man angeblich wirklich nichts wußte), sodass dann der Kanzlei gekündigt werden mußte. Noch Mitte Juli behauptete Frau Vossers bei einer erneuten Nachfrage, dass es „Nichts Neues gebe“, wie zuletzt immer.! Das Schreiben des Finanzamtes wird den Kreistagsabgeordneten selbstverständlich nicht ohne weiteres zur Kenntnis gegeben. Es kann ihnen nicht zugemutet werden?? Sie verstehen es ohnehin nicht?

    Genauso verhält es sich mit dem Drama um die Elektrik und Brandmeldeanlagen. Auch die sind schon sehr alt und noch in der letzten HBA Sitzung war von Kündigung nichts zu hören! zu diesen Erkenntnissen kommt man dann erst zum Auslaufen der Amtsperioden des alten KT. Bis der neue sich eingefunden hat, kann man schalten und walten und dann mit neuen Überraschungen und „Erkenntnissen überzeugen“. Es reicht ja in allem die Zustimmung des 2Köpfigen Beirates Bonin und Walter. Diese haben noch nicht einmal die Wirtschaftspläne der Gesellschaften von 2021 und 2022 zustande gebracht bzw eingefordert! So sieht wahre Kumpanei und Verständnis von Amtsführung aus.

    Es stellt sich aber auch die Frage, warum die Fa Reese/Raab das Ganze nach über 2 1/2 Jahren Tätigkeit nicht in den Griff bekommt?! Und immer noch die alten Weisheiten und überholten 6 monatigen bis 1 Jahr alten Folien von Herrn Wittkopf präsentieren lässt! Warum sind bis dato auch nicht einmal ansatzweise differenzierte Angaben zu den einzelnen großen Gewerken gemacht worden? Keine Unterdifferenzierungen bis ´mindestens ins Glied bei den sog. Kostenrechnungen?
    Wird immer von Nachforderungen gesprochen, ohne sie endlich mal in Zahlen vorzuführen? Warum gibt es immer noch keine Abrechnung Rohbaukosten? Weil eine Kostensteigerung von 50 % zu erwarten ist und ach ja, noch etwas von der RohbauFa im Aussenbereich gearbeitet wird und dann kann ja die Schlussrechnung erfolgen!
    In ähnlicher Weise ging man ja auch beim Bodengutachten vor: Gemunkelt wurde schon lange und plötzlich waren sie da, die 400.000 € zusätzlich!
    Ist die Fa, Reese/Raab nur an der Kandarre des LR und seiner Baudezernentin Vossers?
    Was tut sie wirklich, um die Probleme zu lösen, zu managen ?
    Das ist Beispielhaft die aufgeführte Informationspolitik des LR und seiner Verwaltung und so sehen auch die Protokolle aus. Die Politik wird gar nicht oder nur gezielt und wenn, dann rudimentär informiert! Das ist das eigentliche zentrale Versagen. Die Politik wird gezielt getäuscht . Der Informationspflicht wird nicht Sachgerecht nachgekommen, um adäquate Entscheidungen durch ihre politischen Gremien treffen zu können.
    Aber nur allzu gerne wird seitens der großen allwissenden Fraktionsvorsitzenden und ihren „Bevollmächtigten“ auch nicht nachgefragt.
    Das alles wird in Zukunft zu klären sein wie ebenso die zu erwartende Kostenspirale, auch im Hinblick auf die Betriebskosten, zu denen ja bereits schon 2 Technikerstellen als notwendig festgestellt wurden. Und was ist mit einer weiteren Verwaltungsstelle für die Verwaltungs-Betriebsgesellschaften- oder soll sich ein Herr Hoppe selbst kontrollieren in seinen 3 seitigen Verpflichtungen . Campus Mangement, Besorger der Arena und Gastronomiebetreiber?

    Mit dem neuen Landrat hätte zum Thema Arena eine ehrliche Bestandsaufnahme erfolgen müssen! Erwartungsgemäß ist dies jedoch unter der alten Seilschaftenpolitk nicht erfolgt!
    Es wird zum Wohle der eigenen Gesichtswahrung und zum Nachteil der Bürger weiter gewurstelt , und sei es auch, um das Baurecht „auszudehnen“, um auf einer Baustelle ohne ausreichenden Brandschutz SVG-Spiele laufen zu lassen, selbst unter CoronaBedingungen.

    Aber jetzt ist das Maß voll! Die Panneneinschläge werden immer kürzer und deutlicher.
    Die Kreistagspolitiker sollten auch oder gerade angesichts der „neuen“ Haushaltserkenntnisse mehr als dringlich eine ehrliche Zwischenbilanz einfordern. Denn alles, was hier an Geld für die Arena rausgefeuert wird, geht zu Lasten der Freiwilligen Leistungen (im Haushalt), von denen viele in unserem LK leben müssen. So z.B. zahlreiche hoch potenzierte Sportvereine, die Musikschule, das Theater und schließlich auch die Volkshochschule, um nur die größten Akteure zu nennen.

    Es kommt, wie es vorhergesagt wurde, auch schon von FKP (und vom 1. Kreisrat massiv geleugnet und schön gerechnet wurde): Die Arena ist zu teuer und das über Jahre zu leugnen und zu verschleiern ist die eigentliche Schande!

    Tanja Bauschke

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    • Bernd schreibt:

      HBR, LK, LR, HBA, …
      Ich schätze Ihre Meinung sehr, aber warum reden Sie in einer Sprache, die Zugehörigkeit zu einem (elitären?) Kreis andeutet…
      Nennen Sie doch einfach alles beim Namen, dann versteht auch endlich der gemeine Wähler, wie er über den Tisch gezogen wird.

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  10. Ulf Reinhardt schreibt:

    Die Verantwortung von Landrat Jens Böther für das Versagen der Verwaltung, das gigantische Steuerverschwendungsprojekt Arena in den Griff zu bekommen, ist nicht von der Hand zu weisen. Statt mit seiner Amtsübernahme einen Schlussstrich zu ziehen, nüchtern zu bilanzieren und die Ergebnisse dem Kreistag vorzulegen, verschweigt er dem Kreistag und den Bürgern seither die Faktenlage und wähnt die Öffentlichkeit mit Beteuerungen zur Einhaltung des Budgets, der nun schon drei Jahren andauernden Aufarbeitung der Planungsmängel durch die „Profis von Reese“ sowie immer neuen Fertigstellungsterminen in Sicherheit.

    Nun fällt das Projekt, wie von vielen Kritikern seit Jahren erahnt, noch in einen anderen Kontext, fernab der bisherigen Devise „Wir brauchen die Arena und können sie uns leisten“.

    Die zu erwartenden tatsächlichen Kosten für den Arena-Bau von mehr als 30 Mio. Euro sind noch nicht einmal vollständig m Haushaltsentwurf enthalten, obwohl bei fast allen Gewerken Mehrkosten von mehreren Millionen absehbar sind und die Steuererstattung sich als ein Weihnachtsmärchen erwiesen hat.

    Die landkreiseigene Betriebsgesellschaft wird langfristig die Handlungsfähigkeit des Landkreises mit jährlichen Verluste zwischen 2,5 und 4 Millionen Euro maßgeblich einschränken. Da bis 2025 mit keinem ausgeglichenen Haushalt mehr zu rechnen ist und selbst die laufenden Verwaltungskosten über Kredite finanziert werden müssen, wird deutlich, dass nicht nur die Corona-Situation die schwierige Haushaltslage verursacht hat, sondern sich ebenfalls die langfristigen Folgen des von Selbstüberschätzung und Ignoranz geprägten Arena-Projektes in dieser Bankrotterklärung des Landkreises abzeichnen.

    Auch wenn Herr Jenckel mit Hinweis auf erworbenen Respekt und das handwerkliche Können des Landrates Lobeshymnen anschlägt, kann ich in Bezug auf die Arena und den Haushalt nur ein vollständiges Versagen feststellen. Der Landrat Jens Böther trägt als Verwaltungschef die Verantwortung für das fortgesetzte „Täuschen, Tricksen & Tarnen“ bei der Kommunikation zur Arena und hat mit dem Haushalt 2022 eine Bankrotterklärung vorgelegt.

    Es bleibt abzuwarten, ob Landrat Jens Böther hieraus wie sein Vorgänger persönliche Konsequenzen zieht, oder ähnlich wie Eckhard Pols auf seine Entlassung durch die Wähler wartet.

    Nachdem im kommenden Jahre zu erwartenden Wechsel in Hannover erscheint jedoch ebenfalls möglich, dass er von einer dann tätigen Kommunalaufsicht zur Verantwortung gezogen und aus dem Amt gejagt wird.

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  11. Otto Berg schreibt:

    Im Lüneburger Kreishaus wird weiter geschwindelt und mit Steuer-Millionen für eine Arena geaast, für die es nie eine Bedarfsfeststellung oder eine Wirtschaftlichkeitsprüfung gegeben hat. Die Baukosten werden deutlich über 30 Millionen Euro liegen und ihr Betrieb wird den Kreishaushalt und (über die Umlage) die Kommunen des Kreises die nächsten drei Dekaden rund 2 Millionen Euro PRO JAHR zusätzlich kosten. Das sind summa summarum 90 Millionen Euro.

    Zugleich hören wir seit gut drei Jahren aus Hannover und aus Lüneburg immer lautere Warnungen:

    D I E · F E T T E N · J A H R E · S I N D · V O R B E I !

    Wie sollen die Arena der SPD, wie die Elbbrücke der CDU und wie die Arbeitslosigkeit von Herrn Pols finanziert werden?

    Dazu Vize-Chefredakteur Malte Lühr heute, Montag, 20. Dezember 2021, in der Landeszeitung Nr. 297 auf Seite 5:

    „Schon im laufenden Haushaltsjahr rechnet Björn Mennrich, Leiter Finanzmanagement in der Kreisverwaltung, mit einem Minus von 10,8 Millionen Euro, und 2022 sieht es kaum besser aus. Unter dem Strich steht im Entwurf für den Haushaltsplan ein Defizit von 6,2 Millionen Euro. Und diese Entwicklung hat Folgen – auch für die Gemeinden im Landkreis.

    Vor wenigen Tagen hat Mennrich das umfangreiche Zahlenwerk im nicht öffentlich tagenden Kreisausschuss erstmals der Politik vorgestellt. Deutlich geworden ist dabei auch, dass sich weitere wesentliche Parameter zuungunsten des Kreises verschoben haben. So sind die Überschüsse, die der Kreis seit 2018 erwirtschaftet hat, aufgebraucht. Zwar kann das Minus im laufenden Jahr noch ausgeglichen werden, „doch müssen wir 2022 Liqiuditätskredite aufnehmen, um das laufende Verwaltungsgeschäft bezahlen zu können. Das erste Mal seit mehr als zehn Jahren“, erklärt Mennrich.

    Dabei hat der Kreis in seiner Planung bereits an einer Stellschraube gedreht, die erhebliche Auswirkungen auf die finanzielle Lage der Gemeinden hat. Vorgesehen ist, die sogenannte Kreisumlage um vier Punkte auf 51,5 Prozent anzuheben. Das heißt: Mehr als die Hälfte der Einnahmen, die die Kommunen erzielen, fließen in die Kreiskasse.“

    Quelle: https://www.landeszeitung.de/lueneburg/440728-minus-im-haushalt-die-guten-jahre-sind-vorbei/

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    • Detlev+Schulz-Hendel schreibt:

      Sehr geehrter Herr Berg, liebe interessierte Leser,

      große Hoffnungen waren mit dem Landratswechsel verbunden, den Arena Wahnsinn zu stoppen. Doch leider Fehlanzeige auf ganzer Linie. Jetzt stehen wir vor der Situation, dass die Arena zur Belastungsprobe des Kreishaushaltes wird. Und nicht nur das. Landrat Böther hat einen Kurs des Misstrauens eingeleitet. Kreistagsabgeordnete wurden unter Generalverdacht gestellt, wenn es darum ging, das vermeintlich vertrauliche Informationen an die Öffentlichkeit gelangt sind. Pauschale Strafanzeigen und Überwachung der Kreistagsabgeordneten im Kreistagsinformationssystem. Dabei stelle sich dann schnell heraus, dass die vermeintlichen undichten Lecks gar nicht im Kreise der Kreistagsabgeordneten zu suchen und zu finden waren. Die Folge: mangelhafte bis gar keine Vorlagen, weitere Intransparenz etc. Und nun ein neues Kapitel im Vorsteuerdesaster und das erneut mit einem hohen Maß an Intransparenz. Bis heute kennen wir nicht das Schreiben des Finanzamtes aus Juni 2021. Angeblich würde es die Kreistagsabgeordneten überfordern, wenn ihnen das Schreiben vorgelegt wird. Kreistagsabgeordnete würden die Zusammenhänge nicht erkennen können. Bei den Kosten werden vermutlich alle möglichen unseriösen Taschenspielertricks angewandt. Aus meiner Sicht gehören sämtlichst alle Kosten transparent in der Betreibergesellschaft dargestellt. Dazu gehören auch die Kosten für Shuttleverkehre. Diese sollen aber einfach in dem ÖPNV Haushalt verschwinden. Das ist nur ein Beispiel für den mangelhaften Umgang mit der Arena und deren Folgen. Gottesvertrauen scheint dann Frau Vossers in die Wiege gelegt worden sein. Unbeirrt hält sie daran fest, zu glauben, ein Vorsteuerabzug sei in Gänze möglich. Wenn dem zu wäre, dann wäre dieses auch längst positiv beschieden worden vom Finanzamt. Der Wechsel von einer Steuerkanzlei zur nächsten ist doch auch nur ein weiterer Meilenstein im unendlich beschämenden Bauskandal. Es gibt im Übrigen Kreistagsabgeordnete, die sich im Ansatz mit dem Steuerrecht auskennen. Unkritische Kreistagsgeister können sich auch zukünftig nicht reinwaschen.

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      • Karsten Krüger schreibt:

        Sehr geehrter Herr Kreis- und Landtagsabgeordneter Schulz-Hendel,

        dass es KEINE Vorsteuerabzugsberechtigung für Arena-Bauleistungen geben KANN, die vor dem 31. Januar 2020 erbracht worden sind, – und somit (anders als von KR Sigrid Vossers bis heute behauptet) natürlich NICHT für ALLE Arena-Bauleistungen geben wird – ist am 27. Dezember 2020 um 18:37 Uhr dargelegt worden: https://blog-jj.com/2020/11/16/arenaundsteuern/#comment-13468

        Dass die Übertragung von Teilen der (oder gar sämtlicher) landkreiseigener Avacon-Aktien auf die Arena Betriebsgesellschaft & Co. KG einen weiteren VERMÖGENSSCHADEN für den Kreishaushalt nach sich zöge und daher (entgegen der Behauptung von KR Sigrid Vossers) NICHT kommen wird, ist am 4. Mai 2021 um 0:31 Uhr dargelegt worden: https://blog-jj.com/2021/04/16/arena-barth/#comment-14450

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      • Jörg Kohlstedt schreibt:

        Und wenn man sich dann noch daran erinnert, in welcher Form der Behindertenbeirat angegangen wurde, der ausschließlich auf die Einhaltung technischer Vorgaben hingewiesen hat. Ein Trauerspiel. Dass es der Landrat bis heute nicht für nötig gehalten hat, dieses richtig zu stellen und in aller Form beim Beirat um Entschuldigung zu bitten … es passt ins Bild.

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      • Otto Berg schreibt:

        Der Link zu meiner Bewertung des von der Kreisverwaltung beabsichtigten Transfers des AVACON-Aktienpaketes vom „Landkreis Lüneburg“ in die „Arena Betriebs GmbH & Co.KG“ lautet korrekt: https://blog-jj.com/2021/04/16/arena-barth/#comment-14367

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  12. Franka Simoni schreibt:

    Das vorangegangene Kapitel dieser unendlich hanebüchenen Schauergeschichte, publiziert am 16. April 2021 von jj und 214 Mal kommentiert bis zum 17. Dezember 2021, findet sich hier: https://blog-jj.com/2021/04/16/arena-barth/

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  13. Werner Kraft schreibt:

    „Die 30 Millionen-Euro-Marke wird gerissen. Am Ende kostet die Arena dann rund dreimal so viel, wie anfangs getönt.“ – Zitat H.-H. Jenckel

    Warum werden hier immer nur die Missgriffe, Unehrlichkeiten und Versäumnisse der Kreisrätin Sigrid Vossers genannt, wenn vom „Planungsdesaster“ und davon die Rede ist, wie von der Kreisverwaltung mit dem Geld der Menschen im Landkreis geaast, wie Fehler um Fehler gemacht und das anschließend vernebelt und beschönigt wird?

    Hat Frau Vossers keinen Chef? Sollte Jens Böther nicht auch einmal Verantwortung für das Tohuwabohu übernehmen, das er in über zwei Jahren Amtszeit nicht unter Kontrolle bekommen hat?

    Ist es für den Landrat nicht Zeit zuzugeben, das er als Kapitän des „Arena-Dampfers“ versagt hat? Dass er weder seine Brückenoffiziere noch die von diesen angeheuerten Anwälte, Berater und „Projektleiter“ managen kann? Dass ihm jeder von diesen auf der Nase herumtanzt und von ihm selbst immer nur zu sehen ist, wie er hinterherhechelt und versucht, mit Hilfe seiner Pressestelle die angerichteten Schäden zu übertünchen?

    Sollte Jens Böther sich nicht fragen, ob er noch der richtige Mann ist? Oder ob er es nicht besser seinem Vorgänger gleichtun und zurücktreten sollte — bevor ihn das Schicksal seines Parteigenossen Eckhard Pols ereilt und er bei nächster Gelegenheit mit großem, erleichterten Aufatmen einfach sang- und klanglos abgewählt wird, um einer für das Amt geeigneteren Person Platz zu schaffen?

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    • jj schreibt:

      Lieber Herr Kraft,
      Herr Nahrstedt ist nicht zurückgetreten, sondern konnte gar nicht wiedergewählt werden, weil er die Altersgrenze längst überschritten hatte.

      Landrat Bother, der sich gegen den Samtgemeindedirektor Ostheide, Herrn Meyer, in der Stichwahl in einem Herzschlagfinale durchgesetzt hat, hat mit der Arena ein gänzlich ungeordnetes Erbe übernommen.

      Dass er die Causa Arena an die Kreisrätin Vossers delegiert hat, ist schon aus zwei Gründen konsequent. Die Kreisrätin war, wenn nicht bei allen, so doch bei vielen Sitzungen dabei, in denen die Arena Thema war, vor allem bei den entscheidenden Sitzungen. Sie stand und steht, zumindest auf dem Papier, in Sachen Arena im Stoff. Jetzt allerdings gerade ziemlich im Feuer.

      Landrat Bother hat sich durch seinen kooperativen Führungsstil in der Kreisverwaltung, so sehe ich das, Respekt erarbeitet. In Sachen Arena wäre dabei durchaus mehr Transparenz und wohl ein klarer Schnitt angebracht.

      Gleichwohl halte ich Jens Böther, der sein Handwerk noch unter dem großartigen Oberkreisdirektor Klaus Harries gelernt hat, für einen guten Landrat, der nicht an Eitelkeit oder übermäßigem Geltungsdrang und Machtgelüsten leidet. lg jj

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      • Werner Kraft schreibt:

        Lieber Herr Jenckel,

        ich antworte auf Ihre vier Punkte in vier Abschnitten:

        1. Manfred Nahrstedts Wahlperiode hätte regulär erst zum 1. November 2021 geendet. Der Ex-Landrat, für dessen Amtszeitverlängerung 2013 (Wahl 25. Mai 2014) eigens ein Gesetz durch den Landtag gebracht worden ist (Lex Nahrstedt), ist aber aus (m. E. vorgeschobenen) „gesundheitlichen“ Gründen (im März 2019 hatte er eingestehen müssen, den Kreistag pflichtwidrig am 17. Dezember 2018 bei anstehendem Arena-Baubeschluss nicht ausreichend informiert zu haben) schon zum 1. November 2019 in den von ihm beantragten vorgezogenen Ruhestand gewechselt.

        2. Sie haben recht. Sigrid Vossers war als neue Kreisrätin des Landkreises seit dem 1. September 2016 im Amt und hatte von Beginn an das Sagen im Fachbereich 6 (Bauen und Umwelt). Außerdem war Sie sofort bei ALLEN Arena-Sitzungen dabei, hat aber NIE gegen irgendetwas Einspruch erhoben oder eigene Vorschläge gemacht, solange Jürgen Krumböhmer „Projektleiter“ war, also bis März 2019. Trotzdem galt sie später als „rettender Engel“ mit „eigenen tollen Ideen“. Wieso hatte sie den Vertragsabschluss mit Klaus Hoppe („Betreibermodell alt“) vom 31. Dezember 2018 einfach hingenommen, der dann im März 2020 auf ihr Betreiben mit viel Tamtam aufgelöst und mit einer knappen Million Euro „entschädigt“ wurde, um im Januar 2021 wieder mit Hoppe als „Dienstleister“ abzuschließen und ihm umfassende Freiheiten bei auf seiner Seite nicht vorhandenen (finanziellen) Risike zu gewähren („Betreibermodell neu“)?

        3. Woher wissen Sie von dem „kooperativen“ Führungsstil und dem Respekt, den Herr Böther praktiziert bzw. genießt? Soweit ich weiß, hängt diese Einschätzung sehr davon ab, wie sehr einer scharwenzelt – oder eben nicht. Und kann in Sachen „Arena“ wirklich von „Führung“ auf Seiten des Landrates die Rede sein? Wieso hat er „das Projekt“ dann von einem Schlamassel in den nächsten „geführt“? Oder: Warum hat er nicht so „geführt“, dass die seriellen Desaster ausgeblieben sind? (War „Corona“ schuld? Oder waren es „Lieferschwierigkeiten“? „Zeitdruck“? Die „Umstände“? Bill Gates? Falsches „Karma“? Oder „kosmische Kräfte“?)

        4. Dass einer „sein Handwerk noch unter dem großartigen Oberkreisdirektor Klaus Harries gelernt hat“ und „nicht an Eitelkeit oder übermäßigem Geltungsdrang und Machtgelüsten leidet“, ist doch keine Entschuldigung dafür, dass er berechtigten Steuerungs- und Managementerwartungen nicht entspricht, was sich daran zeigt, dass er offensichtlich weder Frau Vossers (seine interne Projektleiterin und Verantwortliche) noch Reese (seinen externen Projektleiter) davon abhält, einen dicken Fehler nach dem anderen zu produzieren.

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  14. Andreas Janowitz schreibt:

    Das darf doch alles nicht wahr sein!

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  15. Andreas Janowitz schreibt:

    Wobei wir auf das Thema „total verkacken“ zurück kommen, in dessen Verlauf die Klappspaten-Brigarde von „absolut entbehrlich“ ein episches Versagen an den Tag legte, was historisch betrachtet, unfreiwillig komischem Frühableben, in allen Aspekten naheliegt.

    Danke die Herrschaften für diese kafkaseke Grotesque Schaustellerei. Danke dafür! In wenigen Jahren dürfen wir, die nachgebliebenen Steuerzahler eure Latrine auslöffeln! Danke! Danke dafür!

    Wo darf ich doch gleich den Pappkarton dieses peinlichen Nachlasses verscharrren?

    Dieser Bock ist sowas von geschossen! Da bleiben nichtmal die Hufe zum Aufsammeln übrig!

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    • Oliver Albrecht schreibt:

      Hallo Herr Janowitz,

      das ZDF wiederholt seit 2013 keine „Derrick“-Folgen mehr, weder im linearen noch im nicht-linearen TV. Der Grund: Im April jenes Jahres kam heraus, dass der Derrick-Darsteller Horst Tappert zu Lebzeiten Mitglied in der Waffen-SS gewesen war. Ein früher Fall von Cancel Culture? Zumindest nicht für den Youtube-Kanal „KultKrimi“, der alle 281 Folgen ins Internet geladen hat.

      Derrick erzählt uns heute mehr denn je aus einer lange aus der Mode gekommenen Zeit, nämlich der alten Bundesrepublik. BRD Noir in 4:3, verrauchte Zimmer, schrillende Türklingeln, heruntergekommene Maisonette-Wohnungen, in denen Architektur-Studierende der LMU München vor sich hin hausen. Learning: Wenn Sie ein Gefühl dafür bekommen wollen, wie sich dieses Land anfühlen wird, wenn Friedrich Merz ab 2025 regiert, sollten Sie einfach – wie ich – alle 281 Derrick-Folgen durchstudieren.

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  16. Ernst Kruse schreibt:

    Wer heute, Sonnabend, den 18. Dezember 2021, die Landeszeitung auf Seite 6 aufmerksam gelesen hat, weiß welche Mentalität für den Schlamassel in der Lüneburger Politik verantwortlich ist. Eckhard Pols ist von einem 24jährigen Schnösel um sein Bundestagsmandat gebracht worden. Auf verantwortungslose Weise abgeschossen von einem ihm bis dato gänzlich Unbekannten aus dem Nachbarlandkreis. Sowas geht ja eigentlich gar nicht! Wo kommen wir denn da hin, wenn man die Sache zuendedenkt? „Da sieht man wieder, aus der Selbstständigkeit heraus in die Politik zu gehen, ist gefährlich.“ Mit unerwünschten Wahlausgängen, „Abwahl“ im Volksmund“, sei leider zu rechnen. Ein Zeichen von Anerkennung für einen verdienten Mann wie ihn sei das nicht. Da solle der Wähler bitte mal in sich gehen. Er habe doch tatsächlich sein Berliner Büro räumen und seine Wohnung in der Hauptstadt aufgeben müssen. Erfahrung, meint Pols, habe anscheinend an Relevanz verloren. Stattdessen überall Flausen! „Wenn das die Kriterien der neuen Politiker sind, weiß ich auch nicht weiter.“ Und da der Glaser erst im März nächsten Jahres sechzig wird und die Renteneintrittsvorlaufjahre nach seiner fürstlich alimentierten zwölfmonatigen „Übergangszeit“ nicht allein mit Lamettahängen und Steineschmeißen zuhause verbringen kann, muss er sich, um weiter Geld zu verdienen, im nächsten Oktober in den Landtag wählen lassen. Doch Pols ist besorgt: „Gefühlt ist man nur noch hip, wenn man queer ist. Oder jung.“ Aber wer außer ihm soll die A39 durchboxen, um beispielsweise den Bau der Lüchow-Darchauer Elbbrücke oder die Spinnereien der Grünen Oberbürgermeisterinnen zu bezahlen, die neuerdings überall aus den Böden der Rathäuser schießen? Dass Frauen auch Rechte haben, muss man ja akzeptieren. Das ist eben Demokratie. Aber etwas mehr Wertschätzung hätte er sich schon versprochen. „Man hat ja auch Erfolge gehabt. Aber vor allem gibt es noch einiges zu tun.“

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    • Jutta Schneider schreibt:

      Was hat Pols denn nur? Queer und somit „hip“ zu werden bzw. zu scheinen, ist auch für einen Glasermeister von 59 Jahren noch drin. Da er bisher nie genauer dartun konnte, warum „man“ ihn nach Berlin schicken sollte, hätte er beim Versuch, im nächsten Herbst zum Geldverdienen in den Landtag zu gelangen, mit dem Behaupten seiner „von der gesellschaftlichen Cisgender-Heteronormativität abweichenen sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität“ (Wikipedia) das erste Mal im Leben wenigstens ein klares minimalistisches Wahlprogramm.

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      • Lore Soltysik schreibt:

        Wo will Eckhard Pols denn kandidieren? Will er Bernd Althusmann im Harburger Landtagswahlkreis 51 von der Liste verdrängen? Will er auch „mit Familie und Hund“ nach Heiligenthal ziehen, um „seinen Wählern in Seevetal ganz nah zu sein“?

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      • Volker Witte schreibt:

        Im November waren bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern im Bezirk der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen neben Herrn Pols noch 14.345 weitere Frauen und Männer arbeitslos gemeldet.

        Warum lassen die sich nicht alle zusammen mit unsern Bundes-Eckehard am 9. Oktober 2022 in den 19. Landtag von Niedersachsen wählen? Das würde die Sozialkassen der Kommunen im Landkreis entlasten und für fünf Jahre ohne Ansehen der Person zu gleichen, angenehm komfortablen Einkünften in dieser Gruppe führen. Außerdem brächte dieser „Move“ endlich einmal einen repräsentativen Querschnitt der Einwohnerschaft unter die Abgeordneten im Leineschloss.

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      • Daniel Hanauske schreibt:

        Brüche im Leben gibt es bei allen Menschen. Öfter ist es so, dass jemand nach überstandener schwerer Krankheit das bisherige Streben nach Geld und Ruhm infrage stellt und beschließt, den sinnentleerten Job im Reisebüro, in der PR-Agentur, im Bundestag, (sehr viel seltener vielleicht auch im Schlachthof) hinzuschmeißen, um nur noch zu malen, zu töpfern, zu fotografieren, einen Gemüsegarten anzulegen oder zu schreiben. Es erfolgt allerdings nicht zwangsläufig eine Neuausrichtung zum Kontemplativen, Musischen. In meiner Bekanntschaft gibt es einen Fall, in dem der genesene junge Künstler seine Erfüllung als skrupelloser Miethai fand.

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      • Harald Schmidt schreibt:

        Ein guter Interviewer kommt erst einmal mit einer Frage, die einen völlig in Schlagsahne bettet. In meinem Fall wäre der ideale Einstieg: «Für mich sind Sie eine Art Frank Sinatra, der Nietzsche zu Ende denkt.» Dann weiß ich sofort, da ist einer, der mein Lebenswerk kennt. Und dann fängt man an, sich um Kopf und Kragen zu reden. Die tödlichste Kombination ist es, wenn der alte Hase, dessentwegen man zugesagt hat, einen jungen Kollegen mitbringen muss, der vor Ehrgeiz strotzt und als Erstes fragt: «Was macht das mit Ihnen, dass Sie beim vierten Sender rausgeflogen sind und keiner Sie mehr sehen will?» Der will natürlich abends im Klub oder in der Patchwork-Hölle sagen können: Dem hab ich gleich mal einen eingeschenkt. Aber das ist natürlich Quatsch, denn wie mein alter Arbeitgeber Haim Saban immer sagte: «You get the bees with honey, not with vinegar.»

        Mehr: Neue Zürcher Zeitung, 3. Januar 2022 (https://www.nzz.ch/feuilleton/harald-schmidt-ueber-corona-die-impfdebatte-und-den-tod-ld.1660188)

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    • Jörg Kohlstedt schreibt:

      Mit diesem Interview bewirbt sich Eckhard Pols also um ein Landtagsmandat. Um Vertrauen. Um die Menschen vor Ort, die zu vertreten sind. Viele junge Menschen, viele Frauen, viele Familien, ein paar Queere.
      Er hat also nichts gegen Frauen- und queere Politik und soziale Gerechtigkeit. Aber das hält er für Luxusprobleme.
      Er hat auch nichts gegen junge Leute, aber die haben vom wahren Leben keine Ahnung. Eckhard Pols selbstverständlich. Denn seine Lebenserfahrung ist das Maß aller Dinge. Er zerbricht dran, dass man nur hipp ist, wenn man queer ist. Oder jung. Welches Problem hat Herr Pols eigentlich mit queer? Und jung?
      Seinen Gegenkandidaten im Bundestag, gegen den er deutlich verloren hat (immerhin fast 9% weniger als vor 4 Jahren) kennt er also nicht. Dass er verloren hat, daran ist selbstverständlich nicht er selbst Schuld, sondern der CDU-Kanzlerkandidat, das CDU-Wahlprogramm, das Alter, die fehlende Lebenserfahrung …
      Dann zieht er Resümee. Was er alles für den Wahlkreis getan hat und noch gerne getan hätte. Eine Marina an der Ilmenau für Luxusboote. Mehr Binnenschifffahrt. Irgendwas für Handwerker. Waren für diese Ideen 12 Jahre nicht genug?
      Nun ist er arbeitslos. Selbstverschuldet. Da schießen einem die Tränen in die Augen. Noch ein Jahr ein Übergangsgeld, irgendwas um die 120 T€. Was wird er in der Schlange bei der Bundesagentur für Arbeit zu erzählen haben, vor ihm die alleinerziehende Mutter, die mal in der Gastronomie gearbeitet hat, hinter ihm der Familienvater mit fünf Kindern, der aus der Kulturbranche kommt.

      Was für ein trauriger Abgesang, Eckhard Pols! Eine Niederlage kann man mit Stolz und Würde (er-)tragen.

      Oder eben auf die pols´sche Art.

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      • jj schreibt:

        Rudi wieder out of order, das Interview als Laura Treffenfeld geführt 🙂

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      • Rudi Radlos schreibt:

        Wie verpeilt von mir.

        Ein Salut für Laura Treffenfeld!

        Große Klasse, so geht Gesprächsführung: Nett sein und gut vorbereitet, wenige kurze Fragen, viel rasche Geistesgegenwart und schon entwirft der Interviewte ein Selbstporträt, das es zwischen den Zeilen in sich hat.

        Ein Salütchen für Lilly von Consbruch!

        Denn sie ist Teil eines tollen Teams talentierter Journalistinnen, aus welchem bestimmt einmal die erste weibliche Chefredakteurin in der dann weit über 75jährigen Geschichte der Landeszeitung hervorgehen wird.

        Was im Bundeskanzleramt, im Rathaus, im Museum und sogar in der städtischen CDU-Fraktion möglich ist, wird zum Leidwesen von Herrn Pols in nicht allzu ferner Zukunft sicher auch in der Glaserinnung Lüneburg/Stade im Kreishaus, im Polizeipräsidium und bei der Landeszeitung ausprobiert werden: das einer-Frau-Zuhören, die die Leitlinien des Handelns festlegt und die Arbeitspakete verteilt.

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      • Dorothea Kittmann schreibt:

        Herr Kohlstedt,

        die Abgeordnetenentschädigung beträgt seit dem 1. Juli 2021 monatlich 10.012,89 Euro.

        Ein aus dem Bundestag ausscheidendes Mitglied mit einer Mitgliedschaft von mindestens einem Jahr erhält Übergangsgeld. Das Übergangsgeld wird in Höhe der Abgeordnetenentschädigung für jedes Jahr der Mitgliedschaft einen Monat geleistet, höchstens jedoch 18 Monate lang.

        Herr Pols war 12 Jahre Hinterbänkler. Folglich hat er Anspruch auf 12 mal 10.012,89 Euro, was eine Summe von 121.450,68 € ergibt.

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    • Elena Schünemann schreibt:

      Tjaja, das grüne Gemüse, Herr Pols! Von Kenia lernen heißt siegen lernen! Auf die Idee hätten die alten Hasen im Huldigungssaal doch auch schon längst kommen können:

      https://pbs.twimg.com/media/FHKYmFYXIAYi3Y2?format=jpg&name=large

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  17. jo bembel schreibt:

    „Ob das später auch bei der Strahlkraft der Fall ist, steht in den Sternen.“

    >> Nein, das tut es nicht. Selbstverständlich stellt die Arena die Elphi in den Schatten. Schließlich ist die Arena ein Unikat, während das Hamburger Konzerthaus an architektonischer Beliebigkeit schwerlich zu unterbieten ist. Apropos: Als weltweit einziges Gebäude lässt sich das Leuphana Zentralgebäude aufgrund seiner Strahlkraft von der Weltraumstation ISS mit bloßem Auge erkennen.

    „Wenn jetzt LZ-Chefredakteur Marc Rath schreibt, zwischen der beauftragten Kanzlei für den Fall „Vorsteuerabzug“ und dem Landkreis habe schon über Monate Funkstille geherrscht, dann fragt man sich: Wie kann das sein bei so einem Großprojekt, bei so einer zentralen Frage?“

    >> Wie kann es sein, dass ein Jockey sich – nachdem er dem Rennstallbesitzer mitgeteilt hat, dass sein Pferd keine Vitalfunktionen hat – sich weigert dieses zu reiten?

    „Die Leidensfähigkeit des Arena-Sponsors, der Krankenversicherung LKH, wird auf eine Belastungsprobe gestellt und Klaus Hoppe und sein Campus Management, glühende Arena-Befürworter, die als Dienstleister wieder im Boot sind, können ihren Veranstaltungsplan 2022 noch einmal umkrempeln.“

    >> Warum Leidensfähigkeit? Die freuen sich, denn durch das Namenssponsoring der Lüneburger Lach- und Schießbude soll die LKH-Bekanntheit gesteigert werden.Und das läuft doch auch so ganz prima.

    >>Wann kommt die allgemeine Zuschauplicht für SVG-Spiele?

    Für das vorläufig letzte Spiel in der Gellersenhalle (3.11.) wurden 710 Zuschauer gemeldet.
    Und in der Arena?

    Aus der LZ vom 14.12.: „Alle 995 verfügbaren Plätze waren beim Lüneburger Europa-Cup-Debüt (am 10.11.) gegen Kraljevo innerhalb von 48 Stunden weg, auch die Heimspiele gegen Berlin (27.11. 650 Zuschauer) und Friedrichshafen (20.11. 812) wurden gut besucht.“

    „Nur 200 bis 250 Karten verkaufte die SVG für die Partien gegen Herrsching (4.12. 200) und KW-Bestensee (12.12. 325)“

    Der Einbruch kam auch „weil die letzten beiden Gegner sportlich weniger attraktiv waren.“

    „Die SVG darf weiter maximal 995 Fans begrüßen, Karten sind nur im Vorverkauf erhältlich. Bahlburg hofft, „dass wir so früh, wie es irgend möglich ist, auf 70 Prozent der Kapazität hochgehen können. Dann wären wir bei 1800 Zuschauern in der heißen Phase der Saison.“

    >> Diese höhere Kapazität führt dann automatisch zu mehr Zuschauern? Die Gegner, die jetzt sportlich nicht so attraktiven Gegner sind, sind es dann nicht mehr? Ich befürchte ohne Zuschaupflicht (Losverfahren) werden die erträumten Zuschauerzahlen nicht zu erreichen sein.

    >> Für den Fall, dass hier auch LZ Sportredakteure mitlesen:

    Liebe LZ Sportredaktion,

    hiermit möchte ich mich aufrichtig anerkennend für die schonungslos investigative Hintergrundberichterstattung rund um die SVG Lüneburg bedanken. Besonders gefreut habe ich mich über den Artikel bezüglich der tierisch fitten Veganer im Team. Leider war der Artikel nicht umfangreich genug für mich, um ihn zu lesen. Eine ganze Seite oder besser noch eine Doppelseite wäre wohl angemessen gewesen – und hätte wohl zu mehr als 812 Zuschauern beim abendlichen Spiel gegen Friedrichshafen geführt.

    Nichts destotrotz freue ich mich auf viele weitere PR-Artikel zur SVG. Brennend interessieren mich: Kommen Spieler/Betreuer mit dem Fahrrad (vielleicht sogar mit Tandem) zum Training? Wer schneidet sich gegenseitig die Haare? Beherrscht jemand den Tango-Damenschritt? Popeln mit dem kleinen Finger der Nicht-Schlaghand um die Spielteilnahme nicht zu gefährden? Können die Spieler ihre Namen rückwärts tanzen? …

    Und warum in Markworts Namen versteckt ihr die Tabelle der weltweit wichtigsten Volleyball Männer-Bundesliga zwischen denen der Fußball Frauen-Oberliga West und der Eishockey Regionalliga Nord? Weil in denen auch nur 9 bzw. 8 Mannschaften antreten? Aber da kämpfen nicht 9 Profi-Teams um lediglich 8 Playoff Plätze. Dass die Volleyballer angeblich nur eine Arena-Miete für ‘lokale Veranstaltungen‘ zahlen, sollte kein Grund für dieses Versteckspiel sein!

    jo

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  18. jj schreibt:

    Diese Pressemitteilung hat der Landkreis zur Hochbau-Ausschuss-Sitzung in der Arena verschickt:

    LKH Arena im Augenschein:
    Hochbau-Ausschuss erstmals zu Gast in der Halle

    (lk/ho) Auf der Tagesordnung steht die LKH Arena schon lange bei jedem Hochbau-Ausschuss, gestern (Mittwoch, 15. Dezember 2021) konnten die Gremiumsmitglieder die neue Veranstaltungshalle erstmals persönlich besichtigen und sich selbst ein Bild machen. Zur ersten Sitzung in der neuen Wahlperiode trafen sich die Ausschussmitglieder unter dem Vorsitz von Hans-Georg Führinger im künftigen Gastronomiebereich. Von dort hatten sie einen guten Blick auf die noch laufenden Bauarbeiten im Innen- und Außenbereich – so strichen während der Sitzung Maler den Boden im Hallenraum. Bei den ersten Spielen der Volleyballer von der SVG Lüneburg hat sich die Halle bereits mit größerem Publikum bewährt.

    Die entscheidenden Punkte für die endgültige Fertigstellung des Baus erläuterte Ronald Wittkopf vom Projektsteuerer Reese Baumanagement den neuen und alten Ausschussmitgliedern: „Ein Thema ist aktuell vor allem die Elektrotechnik.“ Hier musste sich der Landkreis Lüneburg als Bauherr vom Planer trennen, nun hat ein neues Büro die Arbeit aufgenommen. Wie sich dieser Schritt zeitlich und finanziell auswirkt, prüfen die Bauexperten gerade. Zudem fehlt ein zentrales Steuerungselement der Brandmeldeanlage, dessen Lieferung erst für Ende Februar 2022 angekündigt ist. Genutzt werden kann die Halle nach Zustimmung der zuständigen Behörden dennoch, weil der Brandschutz vorübergehend auch durch Personal und händische Steuerung sichergestellt werden kann. Bereits zu gut der Hälfte fertiggestellt sind die Außenanlagen, hier laufen die Arbeiten weiter.

    Die für den 14. Januar 2021 geplante Eröffnungsfeier hatten Landkreis und Betreibergesellschaft aufgrund der Corona-Situation verschoben. Sie soll voraussichtlich Mitte 2022 nachgeholt werden.

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    • Jörg Reiter schreibt:

      Selten einen so ungereimten Stuss gelesen. Und die für dieses Pamphlet Verantwortlichen wollen vom Nachbarlandkreis aus eine Brücke über die Elbe bauen? Wie zum Himmel soll das ausgehen?

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  19. Ulf Reinhardt schreibt:

    Sehr geehrte Frau König,

    gerne beantworte ich Ihre Fragen:

    zu 1:
    Selbstverständlich ist es eine bewusste Täuschung der Öffentlichkeit, wenn Landrat Böther wider besseren Wissens die Eröffnungsveranstaltung nur aus Corona-Gründen absagt und anschließend behauptet, die LKH Arena sei grundsätzlich einsatzbereit – dies hätten die ersten SVG-Spiele in der neuen Halle gezeigt. Er weiß es definitiv besser, denn warum bedurfte es für die SVG-Spiele sonst einer Sondererlaubnis? Warum die zuständige Bauaufsicht diese trotz nicht erfolgter Schlussabnahme und klarer Nichterfüllung der Brandschutzanforderungen überhaupt erteilt hat, bleibt ein Rätsel.

    zu 2 & 3:
    Das genaue Vertragsverhältnis zwischen der REESE Baumanagement GmbH & Co. KG und dem Landkreis kenne ich nicht. Daher würde ich auch nicht behaupten, Reese hätte aus eigener Initiative und ohne Not einen gescheiterten Eröffnungstermin angekündigt und müsse nun für die Konsequenzen einstehen. Möglich ist auch genau das Gegenteil: Vielleicht hat Reese einfach nur im direkten Auftrag des Landkreises wider besseren Wissens gehandelt und sich in Haftungsfragen längst freistellen lassen? Das halte ich für viel wahrscheinlicher. Die eigentliche Katastrophe ist jedoch das Ergebnis, dass die Campus GmbH nun zum zweiten Mal ohne jemals tätig geworden zu sein auf Kosten der Steuerzahler ohne jeden zwingenden Grund eine fette Entschädigung kassieren wird. Die LKH Arena leistet damit der Campus GmbH zusätzliche Corona-Überbrückungsgelder, was in Ordnung wäre, wenn es ich hier nicht wieder einmal um Steuergelder handelte, welche nun an anderen Stellen fehlen.

    zu 4:
    Landrat Jens Böther hätte schon bei seinem Amtsantritt mit einem Baustopp sowie der Aufklärung der Planungsmängel und Verantwortlichkeiten einen Schlussstrich unter dieses unsägliche, mehr als lächerliche wenn nicht so traurige Schauspiel im Kreishaus ziehen können und müssen. Ob dieses Unvermögen nun der CDU angelastet wird, vermag ich nicht einzuschätzen. So gab es ja ebenfalls Arena-Befürworter in anderen Parteien wie z.B. Petra Kruse Runge, welche im Kreistag immer wieder für die Arena geworben und gestimmt hat, während sie ihrer Partei das Gegenteil versicherte.

    zu 5:
    Ob bei dem mehr als unglücklichen Agieren der Kreisrätin Sigrid Vossers Unvermögen oder falsche Vorstellungen von Loyalität und Kontinuität überwiegen, kann ich nicht abschließend beantworten. In jedem Fall trägt sie als Ressortchefin sowie Geschäftsführerin der Betreibergesellschaft selbst dann erhebliche Verantwortung, wenn ihr wichtige Entscheidungen wie die Gründung der Betriebsgesellschaft oder die Entscheidung zum Bau der Arena an sich vom Kreistag vorgegeben und möglicherweise wichtige Richtlinien vom Landrat gesetzt wurden. Denn als Wahlbeamtin verwaltet sie im sogenannten übertragenen Wirkungskreis (von Land oder Bund an die Kommune übertragene Verwaltungsaufgaben) ohne rechtlich verbindliche Vorgaben des Kreistags. Also zumindest für das „Wie“ trägt Sie volle Verantwortung und hätte schon bei der Übernahme von Jürgen Krumböhmer feststellen müssen, dass überhaupt keine vollständige Planung, Ausschreibung und Vergabe für die Haustechnik und insbesondere den Brandschutz vorliegen. Alleine aus diesem Grund hätte Sie ohne den Kreistag zu konsultieren den Bau unterbrechen und zunächst die notwendigen Planungen vorantreiben müssen. Getan wurde das Gegenteil, einfach weitergebaut und die Probleme und Fehler verschleiert.

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  20. Anne König schreibt:

    Sehr geehrter Herr Reinhardt,

    ich habe fünf Fragen an Sie.

    Am 3. Dezember verkündete Landrat Böther:

    »Aufgrund der aktuellen Corona-Situation verschiebt der Landkreis Lüneburg die offizielle Eröffnungsfeier der LKH Arena.
    […]
    Die Feier sollte eigentlich am 14. Januar 2021 stattfinden. Nun wird der Sommer angepeilt, weil dann das Infektionsgeschehen erfahrungsgemäß zurückgeht, teilte die Kreisverwaltung in einer Pressmitteilung mit. Darin heißt es: ›Die LKH Arena ist grundsätzlich einsatzbereit – das haben die ersten SVG-Spiele in der neuen Halle gezeigt.‹« → https://www.landeszeitung.de/lueneburg/429472-eroeffnung-der-lkh-arena-verschoben/

    Am 16. Dezember lese ich in der LZ auf Seite 1:

    »Lüneburgs neue Mehrzweckhalle wird noch später fertig und obendrein teurer.«

    und auf Seite 7:

    »Nadelöhr ist aktuell die Elektrotechnik. Hier wurde im Oktober der bisherige Fachplaner gefeuert. Das löste massive Verzögerungen aus. Auch die Brandmeldeanlage ist noch nicht eingetroffen. Der Projektsteuerer rechnet mit ihr auch nicht vor Ende Februar.

    Was Wittkopf nicht offen ausspricht: Hätte der Landkreis nicht wegen der Corona-Situation die für den 14. Januar geplante, große Eröffnungsfeier mit 800 Gästen abgesagt, müsste er es wegen der Bauverzögerungen ohnehin tun.«
    […]
    »Ähnlich sieht es bei den Kosten aus. Mehr als 27 Millionen Euro sind inklusive Steuern bislang veranschlagt. Dass es dabei nicht bleiben wird, deutete Wittkopf unumwunden an. Wegen der Zeitverzögerungen könnten zudem sowohl am Bau Beteiligte als auch das Veranstaltungsmanagement Schadensersatz fordern. Anfang März will er genauere Zahlen vorlegen.« → https://www.landeszeitung.de/lueneburg/438270-lueneburgs-arena-wird-nicht-vor-april-fertig/

    Frage 1 ► Ist es nicht bewusste behördliche Irreführung der Öffentlichkeit und muss ich mich als Bürgerin nicht von Jens Böther vergackeiert fühlen, wenn der Landrat zunächst den achtsamen Corona-Aufpasser gibt und den Anschein erweckt, die Arena-Eröffnung werde aus gesundheitlichen Gründen ein weiteres halbes Jahr verschoben, er aber zwei Wochen später zugeben muss, der Bau der Halle werde überhaupt erst in etwa einem halben Jahr fertiggestellt sein?

    Frage 2 ► Ist es nicht hohe Folgekosten »generierendes« kommunikatives Missmanagement, wenn von Herrn Wittkopf, dem Projektleiter der REESE Baumanagement GmbH & Co. KG, eins ums andere Mal – und gänzlich ohne Not – Eröffnungstermine in Aussicht gestellt werden, die wenige Wochen später von demselben Mann kleinlaut und mit nebulösen Begründungen wieder kassiert werden müssen?

    Frage 3 ► Ist die Kreisverwaltung nicht verpflichtet, die REESE Baumanagement GmbH & Co. KG, die nach Außen hin als Bauherrenvertreterin agiert und vollmundig Ankündigungen heraushaut, die kostenträchtige planerische Konsequenzen Dritter auslösen, für die Schadensersatzforderungen von »sowohl am Bau Beteiligten als auch dem Veranstaltungsmanagement« in Regress zu nehmen?

    Frage 4 ► Wäre Landrat Jens Böther nicht besser beraten, sein beschönigend verschleierndes Herumgeeiere in offiziösen Verlautbarungen aufzugeben, der Öffentlichkeit endlich reinen Wein einzuschenken und rasch für Ordnung und Qualität im Kreishaus zu sorgen, wenn er bzw. seine Parteifreunde von der CDU bei den ab nächstes Jahr anstehenden Wahlen nicht noch weiter in den Orkus hinabschliddern wollen, als jetzt schon deutlich absehbar?

    Frage 5 ► Wie sehen Sie die Rolle der Kreisrätin Sigrid Vossers? Hat sie sich, wie Herr Jenckel meint, im »Labyrinth« der Widrigkeiten und der an ihr in verschiedenste Richtungen zerrenden Anspruchsgruppen verirrt? Ist sie Treiberin und damit Mit-Verursacherin des fortdauernd schwelenden Organisationswirrwarrs oder ist sie nur heillos alleingelassene und heillos überforderte Getriebene?

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  21. Klaus Schmidt schreibt:

    Die Spitze der Kreisverwaltung lässt in Zuständigkeit der Kreisrätin und des zuständigen Führungsteams jeden Hinweis auf eine Ambition, diese festgefahrene Situation zum besseren zu führen, vermissen. Wie schade um diesen schönen Landkreis Lüneburg und schlussendlich auch für die Menschen, die hier leben, die wahrlich eine bessere Verwaltung verdient haben. Es braucht wieder Menschen in Amt und Würden, die für das Brennen, was sie tun. Dies scheint neben allen Sachfragen hier schlicht und einfach nicht der Fall zu sein.

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    • Jasmin Rüdiger schreibt:

      Ich glaube, an der Spitze der Kreisverwaltung sollten private Sympathien und dem Allgemeinwohl dienliche Professionalität schleunigst wieder entflochten werden. Was sonst passiert, war ja lange genug im Lüneburger Rathaus zu beobachten.

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      • jj schreibt:

        Ach, wie liebe ich diese Verdachtstheorien, substanzlos, aber liest sich doch so schön. Einfach mal mit Dreck werfen, bleibt ja immer was hängen.

        Mir hat nach der Veröffentlichung des Blogs einer der von Anfang an Involvierten gesagt: „Der Karren steckt im Sumpf.“ Es fehle an Kompetenz. Es sei an der Zeit, einen Schnitt zu machen, kompetente Wirtschaftsprüfer an Bord zu holen für eine ehrliche Bestandsaufnahme und Altlasten offen zu legen, Kredite zu sichern für die Zukunft und einen kompetenten Aufsichtsrat, nicht nur mit ehrenamtlichen Politikern, zu installieren. Lg jj

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      • Otto Berg schreibt:

        Das ist doch Frau Rüdigers Diagnose nur in etwas anderen Worten, Herr Jenckel. Die Arena war von Anfang an ein Buddy-Business. Zuerst aus dem Rathaus, dann übers Kreishaus gesteuert. Das hat jeder nüchterne, nicht selbst involvierte Beobachter genauso wahrgenommen. Da können Sie unter den ernstzunehmenden, weil informierten Leuten in Lüneburg vertraulich fragen, wen Sie möchten. Und nach dem Abgang von Manne Nahrstedt sind die Figuren am Bugspriet ausgetauscht worden, aber die eigentlichen Interessenten und ihre „Protektoren“ sind am Ruder geblieben und haben nach einer Odyssee der Tricks und Spielchen genau das erreicht, was sie immer schon beabsichtigt hatten.

        Im Übrigen stimmt, was Ihr Gewährsmann sagt: Akzeptiert man endlich, dass zwei gewitzten Geschäftsleuten von „der öffentlichen Hand“ eine Halle für ihre zirzensischen Unterhaltungskonzepte hingestellt worden ist, sollte wenigstens der Betrieb und dessen Aufsicht (speziell die gründliche und gewissenhafte Kostenkontrolle) in die Hände von Profis und nicht in die von sprücheklopfenden und/oder professoral nickenden parteipolitischen Jasagern gelegt werden.

        Voraussetzung ist in der Tat ein Kassensturz und eine Bestandsaufnahme von vereidigten unabhängigen Wirtschaftsprüfern mit Anwaltsdiplom. Und anschließend muss es ein Auskunftsrecht aller Kreistagsabgeordneten geben und das Institut einer Berichtspflicht für die Verantwortlichen vor dem Kreistagsplenum einmal pro Jahr.

        Die von parfümiertem Arena-Pressemitteilungsdampf umwaberten Mauscheleien und Beziehungspflegschaften auf den „unpolitischen“ Hinterbühnen müssen endlich ein Ende haben!

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      • jj schreibt:

        Lieber Herr Berg, immer wortgewaltig, für mich eine Nummer zu deftig. Das erhöht in den zugespitzten Formulierungen durchaus nicht die Glaubwürdigkeit oder ? lg jj

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      • Otto Berg schreibt:

        jj sagt:
        19. Januar 2021 um 19:29 Uhr

        PS: Mein Lieblingssatz von Lichtenberg, und den haben tatsächlich alle Volontäre mehr als einmal gehört:

        „Meine Sprache ist allzeit simpel, enge und plan. Wenn man einen Ochsen schlachten will, so schlägt man ihm gerade vor den Kopf.“

        Quelle: https://blog-jj.com/2021/01/15/lz-julbilaeum/#comment-13859

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  22. Georg-Werner Gause schreibt:

    Marc Rath, der Chefredakteur der Landeszeitung, hat gestern, Mittwoch, auf Seite sechs nicht nur geschrieben, dass „FAST EIN JAHR Funkstille“ zwischen der Kreirätin Vossers und der von ihr namens der Kreisverwaltung beauftragten Kanzlei geherrscht habe, sondern überdies ein Schreiben des Finanzamtes vom 1. Juli 2021 „MONATELANG nicht weitergeleitet geschweige denn beantwortet“ worden sei.

    Dass der federführende Steueranwalt der renommierten und bestimmt nicht ganz billigen Anwaltskanzlei, die Frau Vossers Ende 2019/Anfang 2020 selbst ins Boot geholt und den Kreistagsabgeordneten deren Konzepte „kommunikativ verkauft“ hat, sich grundlos so sollte verhalten haben, klingt mehr als unplausibel, um nicht zu sagen, es klingt komplett unglaubwürdig. Eine solche gänzlich bizarre Blockade seiner zahlenden Mandantschaft gegenüber ergäbe nicht nur überhaupt keinen Sinn, sie wäre auch geschäftsschädigend (und vermutlich sogar rechtswidrig gemäß § 11 Abs. 1 Nr. 5 StGB was zivilrechtlich einer Rechtsgutverletzung gleichkäme, die nach § 823 Abs. 1 BGB zum Schadensersatz verpflichten würde).

    Mir drängt sich vielmehr der Eindruck wortreichen, beinahe kindischen, aber in sich recht wenig stimmigen Verteidigungsgeschwurbels aufseiten der Kreisrätin auf, das über eigenes organisatorisches Unvermögen und Schwächen im „Managen“ und Nachhalten hinwegtäuschen soll.

    Eine andere Möglichkeit wäre, dass die Kreisverwaltungsspitze tatsächlich „konzertiert“ eine kostspielige Strategie des „Zeitschindens“ oder „Verschleppens“ (siehe: https://blog-jj.com/2021/12/10/lueneburg-gruender/#comment-15240) verfolgt. Allerdings erschließt sich mir nicht, welches Ziel zu welchem Zweck damit erreicht werden sollte.

    Ich tippe, statt an „Strategien“ zu glauben, auf schlichte Überforderung und Inkompetenz bei der Projektleitung (Vossers) und dem Bauherrenvertreter (Reese).

    Dergleichen war in der „Ära Nahrstedt/Krumböhmer“ ja auch die Hauptursache für das dumme und teure Chaos, das im März 2019 von den beiden Spezialisten dann offenbart werden musste.

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