Blog.jj wechselt bald in den Schlafmodus

Der Chefredakteur schenkt seinen letzten Volontären ein v.l. Klaus Ebert, jj, Hans-Martin Koch mit den Redakteurinnen Müller-Lampertz und Elsa Röper.

Lüneburg, 2. Januar 2022

Wer mir 1982 gesagt hätte: Du schreibst mal einen Blog. Den hätte ich wie einen Außerirdischen bestaunt. Einen Was? Doch es kam viele, viele Jahre später genau so. Und dazu hole ich jetzt mal richtig aus.

Ich war froh ein Volontariat bei der LZ  ergattert zu haben, im Spätherbst des Chefredakteurs, Patriarchen und Ritterkreuzträgers Helmuth Pless.
An meinem ersten Tag in der Redaktion im Spätsommer 1982 glaubte ich: Die Journalisten treffen sich am Sand nur zum Rauchen. Der Qualm vernebelte Sinne und Sicht. Das Klappern der Olympia-Schreibmaschinen war ohrenbetäubend. Und der Ton war rau.

Harte Schule

Mein Kollege Hans-Martin Koch, der bis heute eine Edelfeder der Zeitung ist, hat als Volo mal eine Lärche als Fanal des Waldsterbens drucken lassen. Die verliert allerdings immer im Herbst ihre Nadeln. Er sah seine Karriere als Schreiber am Abgrund, zu Recht. Mir wurde das Ende meines Volontariats prophezeit, wenn ich noch einmal die Lüneburger Plan(c)kstraße ohne C oder eine andere Straße falsch schreibe. Pless zischte  „Check your Facts“.

Abflug mit der Transall nach Sarajevo zum Auslandseinsatz der Lüneburger Aufklärer, Patroille im Spähpanzer-Konvoi in Bosnien, bei der Recherche in Somalia nahe Mogadischu beim ersten Auslandseinsatz der Bundeswehr.

Die Zeitung als Macht

Dieser mächtige Chefredakteur schrieb nach seinem LZ-Abschied immer noch Berichte, und über dem ersten Manuskript, das er mir einreichte, als ich Ressortleiter Stadt wurde, stand „Ich grüße den Fürsten von Lüneburg“. Das hört sich erstmal größenwahnsinnig an, aber so war das damals. Selbst Volontäre wurden von Sparkassen-Vorständen unterwürfig begrüßt. Es war die Zeit, als der „Spiegel“ frotzelte, Lokalzeitung-Verleger seien die einzigen im Land, die noch mehr verdienten als Drogendealer. Geld spielte keine Rolle, die Auflage wuchs.

Archiv statt Google

Als wir in den 80ern über Waldsterben und Bodenverseuchung durch das Chemiewerk in Embsen schrieben, half uns kein Google, wir mussten Bücher und Archive wälzen. Ammonium, Nitrat, Schwefel – mir brummte der Kopf.
Aber wir waren dicht dran, ob ich in Gorleben von Wasserwerfern weggespült wurde oder mich im Steinhagel von Atomkraftgegnern mit der Grünen EU-Abgeordneten Undine von Blottnitz  hinter einem Polizei-Bulli wegduckte. „Schlagstock frei“, der Befehl der Reiterstaffeln vorm Zwischenlager liegt mir bis heute im Ohr.

Immer dicht dran, ob bei der Golf-Recherche in Lüdersburg, auf der Draisine in Alt Garge, barfuß morgens um 7 im Freibad, bei der letzten Land-Recherche im Tierpark Schwarze Berge oder (Mittel) beim Protest gegen die Castor-Transporte im Wendland.

Dicht dran sein 

Dieses lange Nachhallen trifft auch auf die Zug-Katastrophe von Eschede zu. Neben der Leichenwagen-Kolonne am Bahngleis Stunde um Stunde zu recherchieren, wo der ICE wie eine Trümmer-Ziehharmonika auf den Gleisen lag, da habe ich zwei Tage funktioniert und berichtet. Später haben mich die Bilder eingeholt. Aber worüber wir schrieben, das mussten wir erleben, um es zu reportieren.
Was wir mit Blogs, Facebook, Insta und Co. hätten in die Kanäle pumpen können, gar nicht auszudenken. Vielleicht aber hätte das Posten und Bloggen, also Jetzt, Jetzt, Jetzt, uns auch den Blick aufs Wesentliche vernebelt.
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Anfang 2000 ging der erste Internet-Auftritt der LZ online, es verirrte sich eine Handvoll User darauf, um ein ausgelobtes Schafffell zu gewinnen. Ich verirrte mich zu der Zeit für ein wichtiges Intermezzo als Ressortleiter Hamburg bei der „Welt am Sonntag“. Ich lernte im Akkord mehr als in zehn Jahren LZ. Vor allem groß zu denken von dem damals wunderbaren Chef Kai Dieckmann, ein Kreativ-Vulkan.

Innenansichten der Politik

Bei Laune halten war immer wichtig in langen Debatten. Und der Oberbürgermeister hatte auch ein Ohr für Getuschel aus der Ratswelt, manchmal auch für Argumente, vor allem aber dafür, worüber die Stadt gerade spricht. Ratssitzung im Wahljahr 2001. Foto; be

Ich hätte zurück zur LZ gekonnt, aber das wäre wie ein Salto rückwärts gewesen. Nein, es ging für weniger Geld als Pressesprecher zu Ulli Mädge, der 2001 eine Wahl gewinnen wollte. Ziemlich zu Anfang unserer Zusammenarbeit war er stinksauer, weil er in seiner heiligen HAZ mit Farbfoto und Kette auf der Titelseite abgedruckt war und die Frage gestellt wurde: Wie lange darf ein Oberbürgermeister im Wahlkampf seine Kette tragen? Er brüllte. Ich lachte und fragte: „Wann waren Sie das letzte Mal mit Farbfoto auf Seite 1 der HAZ?“ Er stutzte, verstand und lachte auch.

Nie habe ich danach freier gearbeitet und mehr über Politik gelernt als in dieser Zeit, wo es für mich darum ging zu agieren und nicht nur zu reagieren und Krisen nicht groß werden zu lassen. Und dazu brauchte ich einen schnellen Kanal, einen digitalen. Das Netz wurde mein Freund, Fotos wurden Botschaften und ich konnte publizieren. Noch ohne Facebook, Twitter und Instagram im Nacken, es war noch sehr ueberschaubar zu steuern.

Der Blog als Debattenforum

Am Ende wurde es dann doch noch mal für viele schöne Jahre die LZ, in der ich vor sieben Jahren den Blog.jj aus der Taufe hob. Warum? Weil ich ein Debattenforum entwickeln wollte, das mehr konnte als Leserbriefe, das Widerspruch auf Kommentare erhoffte und bekam, schnell und ohne Längen-Diktat. Es lief erst schleppend, dann gut, dann während der Flüchtlingskrise bei den Kommentaren aus dem Ruder. Der Blog wurde von mir auf eine eigene Seite gehoben und erlebte mit den Diskussionen um Arena, Elbbrücke und Rad seine beste Zeit.

Arena und Elbbrücke, die Top-Themen

Vor allem die Kommentare zur Arena, zum Ablauf des Debakels, zum Vorsteuerabzug und zur verpassten Transparenz, zur Frage, ob der Kreistag grünes Licht gab, obwohl er gar nicht alle bekannten Fakten kannte, diese Kommentare hatten oft eine Tiefe, die so in der gedruckten Zeitung nicht möglich gewesen wäre. Da stimmte eben der Pless-Satz „Platz ist immer“ für die Zeitung nicht mehr, wohl aber fürs Netz. Aber Irgendwann ist ja immer Schluss.
Der Blog wechselt bald in den Schlafmodus. Ich werde sehen, ob ich ihn, wie auch immer, als Archiv bewahren kann. Immerhin der erste politische Blog von Lüneburg. Es warten andere Aufgaben. Ich danke für viele große Kommentare. Ich habe wieder einmal viel gelernt.
Und wenn es was Großes gibt, ob zur Arena, zur Elbbrücke oder zum Radentscheid, dann kann der Blog.jj, in welcher Form auch immer, durchaus mal wieder lebendig werden, und so ende ich frei nach Fontane, der über den kleinen brandenburgischen See Stechlin schrieb: „Und doch, von Zeit zu Zeit wird es an ebendieser Stelle lebendig. Das ist, wenn es weit draußen in der Welt, sei’s auf Island, sei’s auf Java zu rollen und zu grollen beginnt oder gar der Aschenregen der hawaiischen Vulkane bis weit auf die Südsee hinausgetrieben wird. Dann regt sich’s auch hier, und ein Wasserstrahl springt auf und sinkt wieder in die Tiefe. Das wissen alle, die den Stechlin umwohnen, und wenn sie davon sprechen, so setzen sie wohl auch hinzu: »Das mit dem Wasserstrahl, das ist nur das Kleine, das beinah Alltägliche; wenn’s aber draußen was Großes gibt, wie vor hundert Jahren in Lissabon, dann brodelt’s hier nicht bloß und sprudelt und strudelt, dann steigt statt des Wasserstrahls ein roter Hahn auf und kräht laut in die Lande hinein.“
Hans-Herbert Jenckel

Über jj

Journalist, Dipl.-Kaufmann, Moderator, Lünebug- und Elbtalaue-Liebhaber
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28 Antworten zu Blog.jj wechselt bald in den Schlafmodus

  1. Anne König schreibt:

    Lieber Herr Jenckel,

    ich schließe mich den Glückwünschen und den Bekundungen des Bedauerns vonseiten der Damen Bauschke und Dreyer sowie der Herren Berg, Bruns, Janowitz, Luths, Reinhardt, Schultz, Schulz-Hendel und Wiemann an.

    Sie haben gezeigt, wie man mit Spaß und Einsatz bei geringen Mitteln etwas Großes schafft, das weit über die Grenzen unseres Landkreises hinaus Beachtung und Beifall findet. Das Einstellen Ihres Blog-Forums wird eine schwer aufzufüllende Leerstelle in der kommunalpolitischen Medien- und Debattenkultur Lüneburgs hinterlassen.

    In Ihrer Antwort an Herrn Grunau fiel das Stichwort „Abonnement“. Daran möchte ich in einem eher metaphorischen Sinne anknüpfen und Sie – aber auch Frau Dreyer und Herrn Reinhardt – fragen, wie es eigentlich kommt, dass antriebsschwache, langweilende und völlig profillose Politiker:Innen wie Frau Schröder-Ehlers, Miriam Staudte, Eckhardt Pols und Uwe Dorendorf meinen können, auf ihre Mitgliedschaft im Niedersächsischen Landtag abonniert zu sein?

    Gut, Pols hat am 18. Dezember 2021 sein hanebüchenes Weltbild öffentlich gemacht und sich damit inzwischen selbst aus dem Rennen geworfen. Aber soll bei den anderen Schnarchnasen denn nur das Mitleid eine Rolle spielen? Sie sind schon so lange dabei, die Armen, und können eigentlich nichts anderes, darum lassen wir sie noch eine Wahlperiode ihre „Diäten“ einstreichen? Sollten nicht Leute ins Leineschloss einziehen, die etwas auf dem Kasten haben, Energie besitzen und den Ernst der Lage begreifen? Warum tritt Philipp Meyn nicht im Wahlkreis Lüneburg-Stadt für die SPD an? Warum Liliana Josek nicht im Wahlkreis Elbe für die Grünen? Und warum nicht Felix Petersen ebenfalls im Wahlkreis Elbe für die CDU?

    Reicht es, sich gerne mit Herrn Althusmann fotografieren zu lassen oder im Wendland zu wohnen oder messingfarbene Cordhosen und schrille Einstecktücher zu tragen, um einer ideen- und tatenlosen, aber wichtigtuerischen nächsten Sitzungszeit in Hannover zugehören zu dürfen? Muss man wirklich über sich in der Zeitung lesen, man sei ein Trailblazer auf TikTok („Dort übte sich der äußerlich eher barock wirkende Dorendorf in Polit-Comedy – ‚Lieber ein Haus im Grünen als einen Grünen im Haus‘ – und avancierte zum Star vieler Jung-Unionisten. (LZ, 7. Januar)), um als Kandidat „unangefochten“ zu sein?

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    • Ulf Reinhardt schreibt:

      Liebe Frau König,

      Ihre Frage, wie es eigentlich kommt, dass antriebsschwache, langweilende und völlig profillose Politiker:Innen ihre Mandate quasi abonniert haben, müssten Sie zunächst an die Parteien richten, welche sie aufstellen. Offensichtlich hat sich in diesen Fällen niemand besseres gefunden oder zum richtigen Zeitpunkt in Position bringen können.

      Auch wenn ich Ihre Positiv-Negativ-Liste nicht vollständig teile, hier meine ganz einfache Erklärung:

      Als Mandatsträger für Landtag und Bundestag kommen nur Menschen in Frage, welche einen Job benötigen oder bereit sind, ihre derzeitige Tätigkeit für ein Mandat aufzugeben. Welche Mandatsträger Ihrer Negativ-Liste könnten denn in eine für sie attraktive Berufstätigkeit zurückkehren?

      Diese Erklärung soll jedoch in keinem Fall Politiker-Schelte sein. Ich glaube, dass unsere Repräsentanten in den Parlamenten den Durchschnitt der Gesellschaft sehr gut repräsentieren, da sie genauso gut oder schlecht sind wie die Bürger:

      Der Durchschnittsbürger ist nicht hochbegabt und mit selbstaufopferndem Engagement für das Gemeinwohl unterwegs. Der durchschnittliche Abgeordnete eben auch nicht und daher können wir im Durchschnitt auch nur Durchschnittliches erwarten.

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    • Helga Dreyer schreibt:

      Liebe Frau König,

      Sie haben mich angesprochen und um meine Meinung gebeten.

      Zunächst einmal sind es doch, was auch Herr Reinhardt herausstellt, die Gremien der Parteien, die ihre Spitzenkandidaten bestimmen. Da kann jede der von Ihnen Genannten Persönlichkeiten durchaus zu der Überzeugung gelangen, im Amt der/des Abgeordneten unersetzlich zu sein.

      Welchen Kriterien die Kandidaten für das angestrebte Ziel – den Gewinn des Direktmandates für ihre Partei – genügen sollten, wird meiner Ansicht nach sehr unterschiedlich gesehen und festgelegt. Die einen setzen auf äußere Erscheinung und fotogene Qualitäten, die nächsten auf kantige, zuweilen polternde Rhetorik und wieder andere auf schwammige, aber „anschlussfähige“ Markenimages wie Bürgernähe, Wirtschaftliberalität oder Klimabewusstsein. Think-Tanks – da bin ich mir sicher – sind überall vorhanden und liefern „strategische“, zu Fashiontrends und Zeitgeist passende Posen- oder Positionierungstipps aus dem „kommunikationspsychologisch“ informierten Hintergrund.

      Das ist doch auch alles in Ordnung. Solange es den Wählern genehm ist, reichen die genannten Vorgehensweisen aus. Problematisch wird es für unsere „Volksvertreter“ erst dann, wenn auffliegen sollte, dass sie als später einmal gewählte Abgeordnete für die KONKRETEN Maßgaben, denen unbedingt und hauptsächlich zu entsprechen, sie im Wahlkampf als ihr Herzens- und Gewissensanliegen bekannt gemacht haben, im Landtag oder sogar schon in ihrer eigenen Fraktion überhaupt kein Gehör finden und mit ihren Vorstellungen kein Bein auf die Erde bekommen, weil es viel bequemer ist, mit dem Strom zu schwimmen, als selbstbewusst und integer zu sein.

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      • Jörg Kohlstedt schreibt:

        Wenn man sich dann noch an den Abgesang eines ehemaligen MdB erinnert, für den die größte Gefahr in politischen Gremien ja von „jung, queer, Frau“ ausgeht und von fehlender Lebenserfahrung, die ja erst im hohen Alter einsetzt. Da freue ich mich (Mann, mittelalt, Mittelklasse) über den Lüneburger Stadtrat. Viele junge Gesichter, eine dynamische Ratsvorsitzende, die noch keine 30 ist. Und eine dynamische Diskussionskultur in der Stadt. Und eine Bürger:innenbeteiligungskultur, die nur aktiv entsteht. Passt.

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  2. Florian Grunau schreibt:

    Sehr geehrter Herr Jenckel,

    gestern haben Sie auf Ihrer Facebook-Seite verraten: „Ein bisschen was geht noch. Jetzt vor allem bei einer Schwesterzeitung, die online Support braucht.“

    Wieso betreiben Sie Ihren Blog.jj dann nicht einfach parallel zu Ihrem Engagement beim „Winsener Anzeiger“ weiter und setzen die Schwerpunkte aus dem Themenkreis von und für Menschen aus der Nordheide?

    Wie steht es denn um die Abos von „marsch & heide“ dem „wochenblatt aus dem hause winsener anzeiger“? Soll das Produkt demnächst auch als Bezahlangebot ins Rennen gehen?

    Nach der E-Paper-Statistik der „Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.“ (IVW) verkaufte die LZ im 3. Quartal 2021 genau 1.452 Abonnements.

    Mit wieviel verkauften Exemplaren rechnen Sie in Winsen bis zum 3. Quartal 2023?

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    • jj schreibt:

      Lieber Herr Grunau,
      den Blog einfach geografisch zu verlegen, das ist keine Option für mich. Wenn, dann gibt es, wie am Ende meines letzten Blog-Beitrags angedeutet, sicher andere Wege um Entwicklungen zu Arena oder Elbbrücke zu kommentieren.

      Beim Winsener Anzeiger wird natürlich auch an einer E-Paper-Lösung gearbeitet, die dieses Jahr an den Markt geht. „Marsch&Heide“ ist ein Wochenblatt wie im Kreis Lüneburg die Lünepost. Da ist also kein Preisschild dran.

      Und über die E-Paper-Statistik 2023 zu spekulieren, das überlasse ich Ihnen. Gleichwohl sehe ich für das Print-Abo im Kreis Harburg, der größer und reicher ist als der Landkreis Lüneburg, durchaus potenzial. Dazu allerdings muss die Berichterstattung ausgeweitet und justiert werden. Lg jj

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  3. Helga Dreyer schreibt:

    Lieber Herr Jenckel,
    mit Freude habe ich einerseits vernommen, dass Sie Ihren Blog speziell für kommende Arena- und Brückenüberraschungen wieder öffnen werden.

    Und andererseits freut es mich, wenn Sie der Meinung sind, dass die Kommentare zur Elbbrücke einmal Zeitzeugen sein könnten. Das würde natürlich nur dann passieren, wenn die Brückenpläne nicht in der Schublade verschwinden, sondern sich das Bauwerk über die Elbe spannen wird.

    Ich danke Ihnen für die vielen Anregungen in Ihren Beiträgen zur Brücke, die mich erst veranlasst haben, die zugrunde liegenden Eckdaten und Fakten überhaupt zu ergründen.

    Dadurch ist möglich, dass Landtagsabgeordnete, kommunale Entscheidungsträger und engagierte Bürger:Innen wichtige Blog-Debatten genau der Art wie EBEN GERADE führen (https://blog-jj.com/2021/11/18/elbbruecke-darchau/#comment-15366), auf die Sie, lieber Herr Jenckel, zu Recht stolz sein können.

    Alles Liebe für Sie
    Ihre Helga Dreyer

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    • Ulrike Bogenhaus schreibt:

      Was mich wundert:

      Dass Frau Andrea Schröder-Ehlers sich in der Brückenfrage nicht öffentlich eindeutig positioniert. Ebensowenig Frau Barbara Beenen, Herr Uwe Dorendorf oder Freiherr Gunther von Mirbach. Wollen die nicht allesamt den unglücklichen Eckhard Pols beerben, der seine nicht vorhanden Aussichten auf ein Landtagsmandat dadurch vollends versemmelt hat, dass er über seine eigenen, von ihm selbst publizierten „Lebensläufe“ nicht Bescheid wusste, „die“ Jugend kürzlich via Landeszeitung verunglimpfte und die Hannoveraner Volksvertretung zu einem Institut seiner Altersalimentation degradiert hat? Siehe: https://blog-jj.com/2021/12/16/5910/#comment-15261

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      • Helga Dreyer schreibt:

        Sehr geehrte Frau Bogenhaus,

        bitte seien Sie gewiss: wir – der Förderverein Brücken bauen – werden die sich zur Landtagswahl stellenden Parteien und deren Kandidaten unserer Wahlkreise zu ihren Einstellungen in der Brückensache befragen und sie auffordern, ihre Statements öffentlich darzulegen und substanziell zu begründen.

        Falls das nicht geschehen sollte, wird die Öffentlichkeit von uns über diesen Sachverhalt informiert werden.

        Wir werden insbesondere darauf achten, dass nicht mit „gespaltener Zunge“ gesprochen wird. Die zum Brückenneubau und den sich daraus ergebenden Notwendigkeiten von den einzelnen Kandidaten konkret zum Ausdruck gebrachten Haltungen dürfen sich natürlich auch bei gehaltenen Rats- bzw. Kreistags- und parallel angestrebten Landtagsmandaten in den jeweiligen Gremien nicht unterscheiden!

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      • Rudi Radlos schreibt:

        Keine Widersprüche?

        Sie meinen, so wie die in der Definition von „Nachhaltigkeit“ beim Bau des CO2-Betonmonsters „Leuphana-Audimax“ oder bei der geplanten Einstufung von Kernkraftwerken durch die EU-Komission?

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  4. Ortrut Kröger schreibt:

    Daß Hans-Martin Koch 1982 auch einmal ein schmalbrüstiges Bübele gewesen ist, das Lärchen und Lerchen verwechselt, hätte ich nie gedacht. Ich hatte angenommen, der sei als 60jähriger Glatzenträger geboren worden und habe die internationale Kulturgeschichte Lüneburgs bereits in der Fruchtblasenphase durch die Nabelschnur in sich hineingesaugt.

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    • jj schreibt:

      Hans-Martin Koch ist ein hervorragender Schreiber, der übrigens eher bei Udo Lindenberg als beim Zuchtmeister Wolf Schneider seinen ansprechenden Stil fand, der damals auch völlig neu im Feuilleton der LZ war. Lg jj

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  5. Tanja Bauschke schreibt:

    Häh Schlafmodus? Was soll das denn nun wieder wieder sein oder werden?
    Ein Schlafmodus mit 66 Jahren kann auch gefährlich werden! Nur Gepütcher in der Küche und ein bischen Blümchen zupfen im Garten kann ganz schnell zur totalen Erschöpfung führen und in einen richtigen echten Schlafmodus führen! Ein wachsamer kreativer Verstand , wie ein jenckel ihn nun mal eindeutig hat, kann nicht einfach zum Schlafen geschickt werden. !
    Ganz davon ab: Coraona hat bereits eine ganze Gesellschaft in den Schlafmodus geschickt. Da kommt es auf jeden Freigeist an, damit sich wieder was entwickelt oder ein paar zarte Pflänzchen am Leben bleiben!
    Und schließlich: es wird in unserer politischen Kommunalen Kultur vieles nicht mehr leidenschaftlich und kontrovers diskutiert! Brisante und wichtige Themen sind durch die Hauptakteure der Vergangenheit und ihre Schüler und Gefolgsleute der Gegenwart in ein Schattendasein geführt worden. Kritische Stimmen wurden und werden vielfach verunglimpft, davon war auch die Presse nicht befreit!
    Mehr denn je kommt es darauf an, diese mit Hilfe des blogs ihnen eine Debattenkultur zu geben und zu hoffentlich neuem politischem Diskurs zu verhelfen.
    Das ist verdammt eine Gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Keine Zeit zum Schlafmodus !!

    Tanja Bauschke

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  6. Otto Berg schreibt:

    Lieber Herr Jenckel,

    vier Bemerkungen:

    ● A) Sie schreiben oben, lieber Herr Jenckel, vielleicht werde die LZ Ihren Blog »archivieren«: Was passiert dann mit den Kommentaren? Schon bei Ihrem Umzug auf die WordPress-Seite, sind die unter Ihren bis dahin erschienenen Artikeln alle gelöscht worden. Und das waren doch beileibe keine Pöbeleien – bis auf die unschöne Phase nach dem Sommer 2015. Und selbst diese Mülllawine aus Hass und Dummheit hätte als Denkmal eines speziellen Lüneburger Ungeistes seinen mentalitätsgeschichtlichen Wert besessen. Sie werden den Blog.jj und mit diesem die vielen tausend Leserzuschriften doch nicht komplett aus dem Netz verschwinden lassen? Worauf sollen sich an anderer Stelle Kommentierende später einmal beziehen, wenn all die scharfsinnigen Wortmeldungen unter Ihren wichtigen Artikeln verschwunden sind?

    Ich glaube, es wäre ein großer Verlust, eine nicht wieder gutzumachende Sünde, wenn das alles im digitalen Andromeda-Nebel verschwände. Ich wüsste kein vergleichbares Web-Journal mit entsprechenden Leserzuschriften ähnlicher Qualität in solcher Quantität zu nennen. Das Gesamtphänomen „Blog.jj“ ist ein lokalgeschichtliches Dokument, wie es für Lüneburg und Umgebung der letzten sieben Jahre kein zweites gibt. Die kommenden Generationen der Regionalhistoriker würden es – unbeschnitten – bestimmt dankbar zu schätzen wissen.

    ● B) Was Ihren »damals wunderbaren Chef«, den »Kreativ-Vulkan« Kai Dieckmann, während Ihres Vierteljahres als Ressortleiter bei der Hamburger »Welt am Sonntag« im Herbst des Jahres 2000 angeht, da haben Sie hinzuzusetzen vergessen, dass die REALE Welt, in welcher bekanntlich NICHT alle Tage Sonntag ist, diesem Kerl die wohl verkommenste Art von »Gossenjournalismus« verdankt, die im »Millennium-Deutschland« der Jahre (1. Januar) 2001 bis (31. Januar) 2017 zu »genießen« war. Was die Verderbnis der »politischen Kultur« in unserem Land angeht, hat er wahrhaftig »vulkanische« oder meinetwegen auch »groß denkende« Maßstäbe gesetzt, die seine Nachfolger allerdings – wie man liest – mit viel Energie zu überbieten trachten.

    ● C) Und, lieber Herr Jenckel, zwei Ihrer größten Heldentaten haben Sie ebenfalls zu erwähnen vergessen:

    – 1. Das »Entdecken« und Fördern von hochbegabten Journalistinnen wie zuletzt zum Beispiel ANNA SPROCKHOFF, bis 2019 LZ-Redakteurin, heute stellvertretende Chefredakteurin der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“ und Leiterin der Lokalredaktion Potsdam, und KIM TORSTER, 2018 Praktikantin bei der LZ, dann bis 2020 Redakteurin beim Bremer Weser Kurier und heute freie Journalistin (mit den Schwerpunkten Wirtschaft, Politik und Kultur) und Teilzeit-Online-Redakteurin beim „Y-Kollektiv“, einem YouTube-Kanal für Videodokumentationen und Reportagen, der vom Online-Content-Netzwerk der ARD und des ZDF betrieben wird.

    – 2. Das »Aussuchen« und Mit-Einstellen Ihres Kollegen Marc Rath als Nachfolger von LZ-Chefredakteur Christoph Steiner zum 1. Januar 2018, ein Glücksgriff, da Rath nicht nur ein ausgezeichneter, von »Machtnähe« und »Dabeiseindürfen« wenig beeindruckter Investigativjournalist und Organisator ist, sondern es auch geschafft hat, das geradezu »intime«, ja, in vielen Hinsichten sehr unschöne und dem »professionellen Urteil« hinderliche »Konkubinat« zwischen Politik und Presse zu »normalisieren«, d.h. aufzulösen. (In wenigen Wochen verlässt Rath Lüneburg nun wieder. Das ist schade. Denn die LZ hatte nach meinem Eindruck gerade begonnen, ein frisches, nachrichtlich informierendes genauso wie sauber entflochtenes meinungsstark und mutig kommentierendes Profil zu gewinnen, das es so – wenn überhaupt zuvor – seit 1992 nicht mehr gegeben hatte.)

    ● D) Lieber Herr Jenckel, meinen »Blog.jj-Nachruf zu Lebzeiten seines Betreibers« hatte ich Ihnen schon zu Ihrem 66. Geburtstag, am 19. Januar im vorigen Jahr zukommen lassen: https://blog-jj.com/2021/01/15/lz-julbilaeum/#comment-13857

    Daraus hier nur der Schlussteil:

    »Dem Lüneburger Journalisten Hans-Herbert Jenckel (https://pbs.twimg.com/profile_images/1124394683231289345/IB_5A6s5.jpg) […] verdanken Heerscharen von Volontären, die er mit eingestellt, ausgebildet und gefördert hat, ein [seinem] ähnliches Verständnis ihres Berufes. Es geht beim Zweifeln und Fragen NICHT, wie etwa ein Hinrich Bonin oder ein Franz-Josef Kamp gerne unterstellen, darum, die Möglichkeit der Wahrheit in toto zu BESTREITEN, sondern es geht gerade darum, diese Möglichkeit zu VERTEIDIGEN in dem Sinn, dass überhaupt alles einfach Behauptete und Geglaubte, Eingefahrene und Gängige, ungeprüft Fortgesetzte und gedankenlos Weitergewurstelte ins Säurebad des Zweifels gehört, um die Wahrheit zu finden, zu sichern und zu befestigen.

    Hinsichtlich positiver Kenntnisse, also beim ›WAS man denken soll‹, mögen Jenckels ehemalige Volontäre ausgelernt haben bei ihm. Anders beim ›DASS und WIE gedacht werden sollte‹. Dafür hat (wie Major Chaloner, der britische Presse-Offizier, den ersten LZ-Redakteuren seiner Tage) auch er ihnen eingeschärft:

    ›Dinge zu bezweifeln, die ganz ohne weitere Untersuchung jetzt geglaubt werden, das ist die Hauptsache überall.‹

    Ein guter Journalist braucht nicht nur die Gabe, ›das Gras wachsen zu hören‹, sondern die Fähigkeit zur Selbstdistanz. Zu solchem heilsamen Ausscheren, zu solchem gelegentlich angezeigten Nonkonformismus gehört Mut. Dieser Mut ist schon immer die Tugend der FREIHEIT gewesen und er ist auch die wichtigste Tugend für diejenigen, die für die PRESSEFREIHEIT eintreten.

    Hans-Herbert Jenckel, das hat er nicht zuletzt mit seinem ›Blog.jj‹ bewiesen, ist ein mutiger Mann und ein Journalist, der John Chaloner [dem ›LZ-Gründer‹ vom Januar 1946] gefallen hätte.«

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    • jj schreibt:

      Lieber Herr Berg,
      was mich angeht, so übertreiben Sie natürlich schamlos.

      Sie aber haben mit Ihren Kommentaren maßgeblich dazu beigetragen, Aufmerksamkeit auf den Blog zu lenken. Das lag nicht nur an Ihrer profunden Recherche, an Ihrer Stilistik und messerscharfen Analyse, sondern natürlich auch am Geheimnis um Ihre Person.

      Wer stand da nicht alles unter Verdacht, ich übrigens unter Generalverdacht bei einigen Kreistagsmitgliedern. Dabei hätte jedem, der lesen kann, klar sein müssen: So schreibt der jj nicht, auch nicht so ausufernd. Für diese Clique, die natürlich nur den Blog entwerten wollte, klassisch Politiker, versichere ich hier noch mal ganz ernst an Eides statt: Ich bin nicht der Otto Berg, sozusagen in Doppelfunktion. Aber leider waren auch alle anderen Personen, die Foristen, Politiker und Journalisten in Betracht zogen Fehlschläge.

      Was dabei besonders erstaunt, ist die Bereitwilligkeit, mit der Kreistagspolitiker auch vertraulich Dinge mit dem Phantom Berg austauschen. Oder ist es am Ende einer von diesen Politikern selber?

      Und um Ihre Frage nun zu beantworten:
      Natürlich versuche ich die Kommentare zu retten, das sind ja gerade bei der Arena die Filetstücke und bei der Elbbrücke werden das noch mal Zeitzeugnisse.
      Ein paar Wochen habe ich noch Zeit.
      LG Ihr jj

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  7. Andreas Janowitz schreibt:

    Schade, das hier war schon ein anderes Niveau, als die Geplänkel in den Trollwiesen.

    Ihre Entscheidung, aber: erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Das Altenteil könnte durchaus einige Längen mit sich bringen…

    So denn!

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  8. Berni Wiemann schreibt:

    Alles hat ein Ende…
    Im Gegensatz zu einigen „Selbstgerechten“ habe ich insbesondere von kontroversen Positionen gelernt und maches dann auch „neu gedacht“. Gerade die faire Auseinandersetzung mit unseren Kritikern hilft Fehler zu vermeiden. In diesem Sinne bedaure ich den angekündigten „Schlafmodus“ und hoffe auf ein baldiges „Erwachen“.
    Die Entscheider brauchen ein „hellwaches“ Korrektiv, auch wenn es nervig ist.

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  9. Peter Luths schreibt:

    Lieber JJ,

    Du kokettierst nur, oder? Ein wenig eitel sind wir doch alle, nicht wahr, und wer möchte schon darauf verzichten, durch wohltuendes Getöse am Einschlafen gehindert zu werden?

    Also auch von mir: Ein schöner Abriss Deiner Laufbahn! Schön bebildert auch! Damit es auch etwas trieft: Fast alterslos, der Bursche, bis heute!

    Kaum jemand kennt die Zusammenhänge unseres Lüneburger Universums aus den letzten 50 Jahren besser als Du und von den wenigen bist Du der einzige, der es versteht, sie so zum Ausdruck zu bringen und dadurch Anstöße zu provozieren. Sorgfältig ausgebildet (s.o.), viel Wind um die Nase wehen lassen (s.o.), manche Lüneburger Institution von innen betrachtet (s.o.), Verbindungen zu vielen geknüpft (s.o.) und sogar einen Sidestep in unseren größten Vorort getan (s.o.). Das soll alles verloren gehen, weil ein Jungvater weit vor dem Erreichen der Rente mit 67 Müdigkeitserscheinungen zeigt und Schlafbedürfnis empfindet?

    Lieber JJ! Mach‘ ein Mittagsschläfchen mit Deinem Nachwuchs! Verabreiche ihm danach seinen Drink und nimm einen guten Kaffee zu Dir! Und dann schau, was der Nachmittag so bringt!

    Für den Vormittag schon einmal unseren Dank und auf Wiedersehen, -hören und -lesen wünscht sich mit besten Wünschen für Dich und Deine Lieben

    Dein Peter Luths

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  10. Detlev+Schulz-Hendel schreibt:

    Lieber Herr Jenckel,

    bitte überlegen Sie das ganze doch nochmal. Es ist doch schade, wenn Frau Dreyer ihre ideologischen Brückenpredigten nicht mehr unter die Menschen bringen kann, die auch bei ständigen Wiederholungen nicht gehaltsvoller werden. Gleichwohl leben wir gottseidank in einer Demokratie. Auch andere Beiträge zu den anderen Themen wie der Arena Lüneburger Land waren Ausdruck demokratischer Debattenkultur, wenn auch mit dem einen oder anderen denkwürdigen Beitrag.
    Ich bin Ihnen sehr dankbar, was Sie mit Engagament und Herzblut in iÍhrem Blog gutes, wichtiges und richtiges bewegt haben.

    Herzliche Grüße und alles erdenklich Gute für das neue Jahr 2022.

    Ihr Detlev Schulz-Hendel

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  11. Jens-Peter Schultz schreibt:

    Moin JJ,
    nun geht wieder einer der „Zeitungsfritzen“ (so nannte mein Opa immer die Redakteure) in den Schlafmodus über. Sehr schade. Man musste nicht immer der gleichen Auffassung sein, aber die Diskussionen um die Themen waren schon hilfreich, um seine eigenen Positionen zu überdenken oder auch den eigenen Horizont zu erweitern. Der Weg aus der Journaille ins Rathaus war auch was Neues. Das gab es vorher so noch nicht in der Region. Bahnbrechend! Heute gibt es nicht nur in Rathäusern professionell geführte Pressestellen. Ich gehe davon aus, dass sich der Freigeist gelegentlich weiter zu Wort meldet und nicht das Hirn schlafen legt. Wie sagte der Bundesfranz bzw. Kaiser Franz „Schaun ma mal“ Alles Gute Dir und deiner Familie.

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    • jj schreibt:

      Lieber Herr Bürgermeister, danke für die Blumen.
      Es war auch spannend, als Neuling eine Pressestelle nach jj’s Gusto aufzubauen. Und dabei hat es sehr geholfen, vorher bei der Welt am Sonntag, wenn auch nur kurz, aber groß gedacht zu haben. Das kam mir sehr zu Gute.

      Der Oberbürgermeister hat plötzliche den Ministerpräsidenten von Niedersachsen interviewt, und die Zeitungen in der Region haben es gedruckt.

      Klicke, um auf 295_LL_2000-12-18_005.pdf zuzugreifen

      Ich haben im Wahlkampf versuchsweise den sehr beliebten CDU-Bürgermeister von Hamburg, Ole von Beust, einfach mal so nach Lüneburg eingeladen. Und er hat zugesagt. Ein nettes Gespräch, letztlich ohne Anlass. Aber Metropolregion geht ja immer. Aber das Foto von Beust und SPD-Oberbürgermeister von Lüneburg vor dem Rathaus, das hat Mädge als Botschaft auch mehr in die politische Mitte rücken lassen, wo er ja eigentlich auch stand. Solche „Experimente“, das war neben der Brotarbeit das Salz in der Suppe.

      Am Ende zählten Wahlergebnisse, und die sahen damals ziemlich gut aus.
      lg jj

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  12. Ulf Reinhardt schreibt:

    Lieber Herr Jenckel,

    vielen Dank dafür, dass Sie über viele Jahre den Lüneburgern ein Debattenforum geboten haben, in welchem auch über die Tagespolitik hinaus ein lebendiger Austausch sowie ein sachlicher Streit um Fakten, Transparenz und Demokratiekultur möglich war.

    Da die Landeszeitung absehbar ihre lokalpolitische Berichterstattung weiter reduzieren wird und hier auch nicht jeder Bürger zu Wort kommen kann, bleibt die Frage:

    Wo werden diese wichtigen Diskussionen und Reflexionen der Stadt- und Kreispolitik in Zukunft stattfinden?

    Da bleibt zu hoffen, dass Ihr blog bei Zeiten „in welcher Form auch immer, durchaus mal wieder lebendig werden“ wird.

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    • jj schreibt:

      Danke fürs Lob und für die Zukunft gilt ja immer: Wir werden sehen. Lg jj

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      • Klaus Bruns schreibt:

        mein lieber herr jenckel, sie sollten es sich überlegen , wenn sie ,,tod,, sind , ist das mit dem wiederauferstehen so eine sache. jesus hat das geahnt. schon wird die geschichte verfälscht. und da die digitalisierung nicht mehr aufzuhalten ist, können sie sogar bei ihrer blog-pflege am strand von bora bora liegen.es gibt doch nichts schöneres , oder? schmunzeln. bleiben sie gesund.

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      • Otto Berg schreibt:

        Lieber Herr Bruns,

        ich lese in letzter Zeit nicht mehr sehr viel von Ihnen. Dabei sind Ihre Sinn- und Denksprüche, die stets ein „Schmunzel(n)“ auf die Gesichter Ihrer Bewunderer zaubern doch ein essentieller Bestandteil von Blog.jj. Ich hoffe, es geht Ihnen gut und Sie haben Spaß an Ihren sozialphilosophischen Plaudereien, wenn Sie mit Ihrer poltischen Kampfgefährtin Anikó Hauch in Lüneburgs westlicher Frischeschneise nach Luft schnappen oder mit Professor Bonin und dessen Dackel am „Kranken Hinrich“ stehen und über die Felder der vielen kommenden Neubaugürtel mit ihren einmal herrlich dastehenden Riegelbauten blicken.

        Wenn die Werkssiedlungen der „Leuphana Digital Technology Research and Production Plant“ erst aus den Ufern des Kalkbruchs hervorwachsen, werden, wie ich höre, die Single-, Modul- und Tiny Houses ja aus dem 3D-Drucker kommen und jedem Lotto-Millionär aus Kaltenmoor den Umzug in die eigene kabellos vollverwanzte Mini-Villa bereits drei Wochen nach Bauantrag ermöglichen.

        Ich wünsche Ihnen ein schaffensfrohes neues Jahr und freue mich auf viele anregende, um siebenundreißig Ecken gedachte Ratschläge aus dem Reppenstedter Dichterviertel (wo auch immer Sie Ihre Thesen künftig ans Tor schlagen).

        Mit herzlichen Grüßen

        Ihr Otto Berg

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