Warum wir vom Land der Fußball-Experten zu Ökostrom-Junkies wurden

Windkraft und Solar, die Energielieferanten der Stunde. (Fotos: jj)

Lüneburg, 8. Juli

Früher, also ganz früher in der alten Republik, waren wir 60 Millionen Bundestrainer. Und jeder, wirklich jeder hat am Stammtisch die bessere Nationalmannschaft auflaufen lassen. 

Vor kurzem waren wir noch 80 Millionen Virologen und Corona-Experten, und jeder hätte die Covid-Krise besser gemeistert als diese Bundesregierung, wirklich jeder. Jetzt ist’s langweilig geworden.

Jetzt sind wir alles Volkswirte, die sich auf Inflation, Rezession und Stagflation verstehen und Panik schieben. Aber:

Jetzt mutieren wir alle im Schweinsgalopp zu Ökostrom-Junkies und Experten für Windkrafträder. Und mein Nachbar sagt schon: „Sei froh, dass wir da in unserer Durchlüftungsschneise ein Baugebiet hinbekommen, bei den Windverhältnissen würden da sonst bald acht Windräder stehen.“ Vermutlich hat er recht.

Ich sage mal, in fünf Jahren haben wir nicht nur Dachziegel, die wie Solarmodule Strom erzeugen, alle alten Dächer sind bis dahin auch schwarz durch Solarenergie-Produktion. Und auf jeder freien Fläche wachsen die Windkraft-Mammutspargel – bis zu 240 Meter hoch. Der Lüneburger Johannis-Kirchturm hat übrigens nur knapp 110 Meter. Und das alles, obwohl wir bis vor kurzem nicht 80 Millionen Schafwoll-Pullover-Träger waren. Wie konnte es nur soweit kommen?

Das ist ganz einfach. Druck und Not vermag mehr als Einsicht und gute Argumente. Das war so nach Fukushima und dem Aus für Atommeiler. Und so schlimm es ist: Der Krieg in der Ukraine hat aktuell zu diesem rasanten Ökostrom-Boom geführt, der Krieg, der zum Energie-Notstand führt und zur bitteren Erkenntnis, dass wir unseren Wohlstand zunehmend und gedankenlos auf Gas aus Russland aufgebaut haben. 

Die noch ungeliebtere Schwester von Druck und Not ist das Gesetz.

Als die Anschnallpflicht im Auto kam, wurde das als Freiheitsberaubung und Bevormundung empfunden, als Einmischung in die liebste Beschäftigung des Deutschen: Autofahren. Heute sind Gurtmuffel vom Aussterben bedroht. Mal sehen, was am Ende zum Tempolimit auf Autobahnen führt. Einsicht sicher nicht.

Als die miesen Bilder von Lungenkrebs, Raucherbein und Herzinfarkt auf Zigarettenpackungen auftauchten, was das ein Schock. Doch als das Rauchen in Kneipen verboten wurde, da fürchteten viele Gastronomen den Ruin. Heute hat Lüneburg noch immer eine ungeheure Kneipendichte, heute könnte es sein, dass der eine Tracht Prügel bezieht, der versucht, sich eine Zichte in der Gaststätte anzuzünden.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, warum nicht die Sehnsucht nach Neuem und die Einsicht reichen und das wunderschöne Zitat des französischen Schriftstellers Antoine de Saint-Exupéry doch nur eine „Blaue Blume“ ist. „Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“

Warum ist das so? Wohl, weil wir Gewohnheitstiere sind, was digitalen Datenkraken zu pass kommt. Aber es zeigt auch, ich nehme mal die Schar der Visionäre aus, das Gesetze oder die pure Not leider immer noch größere Triebfedern für unser Handeln sind als Einsicht und Lust auf Veränderung. 

Nun ist die Not auf unserem Planeten längst allgemein und umfassen groß, so groß, das wir auch mit Gesetzen dem nicht mehr Herr werden. Wir steuern aus Gewohnheit schon zu lange auf einem sinistren Kurs. Es hilft nur noch Einsicht. Aber mal ehrlich: Wer will schon wissen, dass unsere Erde längst die  Titanic ist und wir die Bordkapelle von Bandleader Wallace Hartley, die bis zu letzt spielte. Der Rest ist Legende. 

Hans-Herbert Jenckel

Über jj

Journalist, Dipl.-Kaufmann, Moderator, Lünebug- und Elbtalaue-Liebhaber
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8 Antworten zu Warum wir vom Land der Fußball-Experten zu Ökostrom-Junkies wurden

  1. Andreas Janowitz schreibt:

    Das Gute an der Titanic ist doch das wir hier gar keine zustände brächten und somit auch nicht untergehen könnte. Es gibt niemanden der sich verantwortlich zeichnet oder gar die Kapazitäten mitbrächte. Deutsche Tugenden sind Kurzsichtigkeit und Inkompetenz, wohl beide Folgen der zunehmenden Versenilierung, ´tschuldigung „Vergreisung“.

    Nachdem unsere Verkalkten höchst effizient und nachhaltig die deutsche Solarbranche sabotierten wird fröhlich am Niedergang der Windbranche gewerkelt, damit der Produktionsstandort Deutschland auf gar keinen Fall irgendwelche Güter ausser dem Kraft durch Freude Wagen zusammenflicken kann.

    https://www.wiwo.de/technologie/wirtschaft-von-oben/wirtschaft-von-oben-165-daenemark-ein-paar-kilometer-hinter-der-deutschen-grenze-entstehen-die-groessten-windkraftfabriken-der-welt/28453364.html

    Macht auch nichts unser 30t Hobelpanzer, der die nötigen Rohstoffe vom Tieefseeboden holen sollte bliebe sowieso nach 3m im Schlick stecken, womit die Tiefseefräse offenbar genauso untauglich wie künftig irrelevant bleibt.

    https://www.bgr.bund.de/DE/Themen/MarineRohstoffforschung/Meeresforschung/MiningImpact-Logbuch/Bilder/2021-05-14_GSR_p.html

    Es wäre ja nicht so, das es unmöglich wäre, man vermeidet schlicht „Risiken“ und sonstige herbeigeredete „Probleme“.

    Ihr Gram über die § ist unangebracht, denn im Zweifelsfall sind das sowieso eher Richtlinien, deren Befolgen dem Pöbel vorbehalten bleibt. Zumal dann ein Verprassen der verbliebenen Ressourcen und Verschwenden der verblieben Zeit dann ja evtl. negatives für das Tik-Tok Followernetzwerk oder die Instagramschar bedeuten würde… obwohl: Dort ist die Aufmerksamkeitsspanne ja ohnehin nur 3 Sekunden lang, also dem Entscheiderprofil angenähert- im Gleichschritt in die Bedeutungslosigkeit, damit man nur keine Entscheidungen mehr treffen muss. So Influencen wir uns mit Belanglosigkeiten zu tode und echauffieren uns rechtschaffen über eingebildete Problemchen…

    angenehmen Tag noch

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  2. Anne König schreibt:

    Lieber Herr Jenckel,

    Sie sind düster gestimmt. Ich kann das verstehen.

    Denn es ist ja immer noch unentschieden („Prognosen“!), ob die SPD oder ob die CDU bei der Wahl am 9. Oktober genug Kreuzlein erhalten wird, um anschließend Chancen zu haben, als Juniorpartner der im 19. Landtag erstmals größten B90/GRÜNEN Fraktion und also im ersten Kabinett von Julia Willie, der ersten niedersächsischen Ministerpräsidentin, mitregieren zu dürfen.

    Um die Aufmerksamkeit der Wahlberechtigten (und der darunter eventuell sogar Wählenden) auf den letzten Metern wenigstens augenblicksweise zu gewinnen, mühen sich der derzeitige Digitalminister Bernd Althusmann (CDU) und sein Kollege, der bestallte Bauminister Olaf Lies (SPD) im Überbietungswettbewerb clownesker Vorschläge. So will „Brücken-Bernd“ die „Mehrwertsteuer auf Lebensmittel aussetzen“ und die „Frauen fördern“, während „Artenschutz-Olaf“ den „Handwerkerbonus für die Wartung der Gasheizung“ fordert und die „erlaubte Wasserentnahmemenge für die Feldberegnung“ nach oben korrigieren möchte.

    Lassen Sie uns bei dem Problemkomplex „Wasser“ bleiben, um Ihre – wenig zuversichtliche – These zu beleuchten, „Druck und Not“ vermöchten „mehr als Einsicht und gute Argumente“.

    Zum Überlebensthema „Wasser“ benachrichtigt die LZ am 20. August 2020 um 08:00 Uhr: „Die jüngste Grundwasserbilanz des Landkreises Lüneburg bezieht sich noch auf das Dürrejahr 2018. Demnach wurden im Grundwasserkörper ‚Ilmenau Lockergestein rechts‘ (inklusive Stadt Lüneburg) 13,08 Millionen Kubikmeter Wasser für die Feldberegnung entnommen, 8,07 Millionen Kubik für die Trinkwasserversorgung, rund zwei Millionen Kubik Kühlwasser sowie 0,96 Millionen Kubik Brauchwasser. In ‚Ilmenau Lockergestein links‘ waren es für die Feldberegnung 12,9 Millionen Kubik, Trinkwasser 5,12 sowie 0,11 Millionen Kubik Brauchwasser.“ Vgl.: https://www.landeszeitung.de/lueneburg/93279-was-wir-ueber-die-wasserplaene-von-coca-cola-wissen2/

    Einen Monat später, am Sonnabend, den 26. September 2020 um 14:00 Uhr, berichtet LZ+ von einer Sondersitzung des Umweltausschusses der Stadt Lüneburg, zu welcher neben den Mitgliedern „rund 30 Gäste“ erschienen waren, am späten Mittwochnachmittag des 23. September 2020, an welchem Thomas Meyer aus der Geschäftsführung der Purena GmbH (den die LZ meint, „auch als Wächter des Lüneburger Grundwassers“ bezeichnen zu können) zur Wasserversorgung in der Hansestadt Lüneburg vortrug: „Ein modernes Wassermanagement ist unabdingbar, muss schnell erarbeitet und umgesetzt werden, muss die Auswirkungen des Klimawandels ebenso im Blick haben wie den sparsamen Umgang mit der Lebensgrundlage. Dazu gehöre auch, dass etwa Unternehmen endlich angemessene Preise für Grundwasser-Entnahmen zahlen sollen. Meyer nennt das ‚kluge, moderne Tarifsysteme‘. Wer Wasser verschwendet oder falsch nutzt, müsse zur Kasse gebeten werden.“ https://www.landeszeitung.de/lueneburg/117811-die-grosse-herausforderung/

    Was genau (bzw. im Einzelnen) ein „modernes Wassermanagement“ und „moderne Tarifsysteme“ auszeichnet, hat Meyer allerdings nicht ausgeführt.

    Im Wortprotokoll zur Vorlage 9146/20, TOP: Ö 4 der Sondersitzung „Grundwasser“ des Ausschusses für Umwelt, Verbraucherschutz, Grünflächen und Forsten von Mittwoch, den 23. September 2020 von 16:04 – 18:54 Uhr im denkmalgeschützten Gesellschaftshaus auf dem Gelände der Psychiatrischen Klinik Lüneburg, Am Wienebütteler Weg 1, heißt es:

    „Herr Meyer erklärt noch einmal die Abnahmestruktur für Trinkwasser in der Stadt. Demnach gehen derzeit 78 % des Trinkwassers an Privathaushalte, 7 % an öffentliche bzw. kommunale Abnehmer wie z.B. das Salü und 15 % an Groß- und Industrieabnehmer. Coca-Cola ist zwar auch Kunde bei der Purena GmbH, aber kein Großkunde. Er weiß aber zu berichten, dass Coca-Cola ca. 300.000 m³ Wasser fördert. Im Vergleich dazu fördert die Purena GmbH 5,5 Mio m³ und für die Feldberegnung in der Landwirtschaft werden über 16 Mio m³ gefördert.
    (…)
    In der Region Lüneburg ist der Anteil des Wasserbrauchs für die Feldberegnung höher als der bundesweite Durchschnitt.
    (…)
    Als Wasserversorger äußert er den Wunsch, dass in dem von der Purena GmbH genutzten Grundwasserstock keine konkurrierende, die Trinkwasserversorgung möglicherweise nachteilig beeinträchtigende Entnahme genehmigt wird.
    (…)
    Wünschenswert wäre, durch neue, kluge Tarifsysteme zum Wassersparen zu motivieren.“

    ► Indessen scheint Werner Kolbe den Lies’schen Erlass zur Feldberegnung in der harten Fügung von bürokratischen Hürden (aus Sicht der Landwirte) und ökologischen Flausen (aufseiten des Landrates) zerbröseln zu sehen. Mangelnde Praktikabilität versus überschüssige Ideologie bilden, wenn ich ihn richtig verstehe, in den Augen des LZ-Glossisten eine „Trennlinie“, die es „aufzuweichen“ gelte. (Vgl.: Letzter Absatz im Wochenendkommentar der Print-Ausgabe von heute auf Seite 7 oder: https://www.landeszeitung.de/lueneburg/592488-kommentar-wahlgeschenke-und-andere-dummheiten/)

    Das (hier: https://blog-jj.com/2022/06/22/furs-neue-kleid-fehlen-oft-die-passenden-schuhe-fur-die-neue-arena-die-passende-trainingshalle/#comment-16922 schon behandelte) „Wasserforum“ könnte, meint Kolbe, zu diesem durchfeuchtenden Durchlässigmachen „einen wichtigen Beitrag leisten. Mit Aufklärung, mit Info-Veranstaltungen, mit faktenbasierter Argumentation.“

    ► Meine vier Fragen:

    (1) Anders als Sie, scheint Werner Kolbe „den Argumenten und der Einsicht“ noch eine Chance zu geben. Woher rührt Ihr Fatalismus?

    (2) Halten Sie den von Herrn Kolbe beschriebenen Gegensatz von „ökologischem Starrsinn“ auf der einen (landrätlichen) und „pragmatischer Flexibilität“ auf der anderen (landwirtschaftlichen) Seite auch für eine reale Schwierigkeit? Oder riecht diese verkarstete Wasserscheide für Sie eher nach einer steilen journalistischen Konstruktion, aus welcher der Kalk präponderanter politischer Präferenzen rieselt?

    (3) Was meinen Sie, wie kommt Herr Kolbe auf die Idee, gerade ein Wasser-Händler und -Verkäufer wie Herr Meyer (der in seinem „Wasserstock“ mögliche Wettbewerber ausschließen und „kluge, moderne Tarifsysteme“ etablieren möchte), sei der richtige Mann, „das Bewusstsein für das zu schärfen, was im Prinzip nicht diskutiert zu werden braucht: Wasser ist die Grundlage allen Lebens und die kostbarste Ressource, mit der immer sparsam umgegangen werden muss“?

    (4) Glauben Sie, „die Idee des Purena-Chefs, wonach jeder, der Wasser entnehmen will, nachweisen muss, dass er alle Sparmöglichkeiten ausgeschöpft hat“, werde (A) auch einmal für die Purena GmbH selbst (etwa in den Leistungsbereichen „Bäderbetrieb“, „Bau- und Betriebshöfe“ etc.) gelten und werde (B) nicht das bedürftige „Nachweisen des Ausschöpfens von Sparmöglichkeiten“ zu einem Geschäftszweig (vgl.: https://www.purena.de/de/unsere-leistungen.html) im „prozessoptimierten Beratungsbusiness“ von Wasserversorgern machen?

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    • jj schreibt:

      Liebe Frau König, da rufen Sie doch am besten bei Herrn Kolbe an.
      Von mir nur soviel: Der Grundwasserspiegel sinkt, das zumindest erinnere ich aus einem Vortrag von Herrn Meyer im Rat. Und auch in diesem Punkt bin ich sicher, wird die Not mehr ausrichten als die Einsicht, dass wir mit unserem Wasser nicht so panschen dürfen und schon gar nicht die Bilanz von Getränke-Konzernen glänzen lassen sollten. lg jj

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      • Hartmut Degen schreibt:

        Aus den LZ-Zahlen (4. Absatz, König) entnehme ich, dass die Feldberegnung im Landkreis mehr als doppelt so viel Wasser wie die Versorgung der Privathaushalte verlangt. Bei Meyer (8. Absatz, König) der sich nur auf die Stadt Lüneburg bezieht, in der es wenig Ackerflächen gibt, werden 78% für die Versorgung der Privathaushalte genannt, aber die übrigen, auf den Landkreis bezogenen Werte werden beibehalten. Durch diese Spielerei mit Prozenten und absoluten Zahlen erscheint das Verhältnis von Landwirtschaft und Industriellen Verbrauchern zu Privathaushalten auf groteske Weise verzerrt. So gewollt? Wie auch immer, die Purena verdient, wenn sie den privaten Verbrauch durch Preise „steuert“. Sie verdient, wenn sie ihr „Expertisenmonopol“ behauptet und „Politik und Wirtschaft“ exklusiv „berät“. Sie verdient, wenn fachliche Wettbewerber keinen Fuß in die Tür bekommen. Und sie verdient, wenn sie den Verbrauch der Großkunden „modern managt“.

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    • Peter Schuster schreibt:

      Das Gleiche, was der ehemalige Ratsherr Michèl Pauly heute auf LZ-Facebook unter dem Teaser zum Artikel „Lüneburgs Lichter werden teurer“ der Frau Evelyn Schulz-Uder und dem Herrn Dirk Rotermundt geantwortet hat, gilt auch für die Partnerschaft mit einem „Wasserversorgerkonzern“ zum „Wassersparen“:

      „Mit einem Stromkonzern eine Partnerschaft zum Energiesparen einzugehen ist halt auch ein bisschen wie den ADAC zu beauftragen weniger Autos auf unsere Straßen zu lassen. Eine politische Fehlentscheidung, die man auch nicht vergessen sollte.
      (…)
      Natürlich hat der Konzern E.ON gar kein Interesse an weniger Verbrauch, denn eine hohe Nachfrage ist im Interesse eines höheren Preises und höherer abzusetzender Gesamtmengen.
      (…)
      Die E.ON (und auch die E.On-Avacon-Purena) hat hier übrigens nicht unlauter gehandelt, sie hat das gemacht was ich in Marktwirtschaften jedem Unternehmen zubilligen würde: Sie hat sich als Anbieter von Dienstleistungen gezeigt und ihr Produkt verkauft bekommen. Falsch hat hier die Kommune Hansestadt Lüneburg gehandelt, die diese offenbare Interessensdivergenz nicht erkannt hat. Bzw. ihre Entscheider damals, die allzu eng an der E.ON dran waren.“

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      • Monika Mai schreibt:

        „Jeder Mensch ist ein Abgrund – es schwindelt einem, wenn man hinabsieht.“
        Georg Büchner, 1813 – 1837, Dichter, Mediziner, Revolutionär

        LZ-SPRUCH DES TAGES, Mittwoch, 13. Juli 2022 · Nr. 161 · Seite 2

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  3. 1. Kilo Kartoffeln schreibt:

    kosteten 90 Milliarden Reichsmark 1923. Alle Musiker der Kapelle sind umgekommen. Nur eine gerettete Violine zeugt heute von ihrer Kunst. Die Goldenen 2022 erwarten uns….
    Den Weltkrieg hatten alle erlebt, die meisten auch Revolutionen, soziale Krisen, Streiks, Vermögensumschichtungen und Geldentwertungen. Aber keiner diesen gigantischen karnevalistischen Totentanz, dieses nicht endende blutig-groteske Saturnalienfest, in dem nicht nur das Geld, in dem alle Werte entwertet wurden.

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  4. Andreas Janowitz schreibt:

    Woher der Fatalismus? Sind Sie nicht Vater? Die Titanic musste sinken? Um den Klimawandel abzumildern können wir uns allerdings nicht nur vor dem Ertrinken retten, sondern den Aufstieg zu Kardaschow I sichern?! Heute geborene Kinder könnten funktional unsterblich werden? Oder dank individualisierter Medizin, Gentechnik und perfekter Implantate und Prostetik zumindest die 200 Jahre reissen?! Diese Weggabel bedeutet keinesfalls die Wahl zwischen Skylla und Charybdis?!
    Klar „Extinction Rebellion“ hat den Charm von Untergangsprophetik und beschert zugleich die Macht der Vorhersehung, aber wer will denn sowas? Das sind die Erben der Atomkriegswüste, die in den 80ern als „sicher“ galt?! Und nichtmal das hätte zur Ausrottung als Spezies geführt. Wir können heute zu „Psychohistorikern“ werden und das Jammertal verkürzen.

    Geeignete Gegenmassnahmen könnten dieses Jahrhundert den Kardaschow I Status sichern?!

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