Helau, eine Parkplatz-Lotterie für die Arena

Lüneburg, 4. März 2019

Im Karneval mal etwas bunter, die Arena Lüneburger Land. Ursprungsgrafik: Landkreis Lüneburg

Im Karneval mal etwas bunter, die Arena Lüneburger Land.
Ursprungsgrafik: Landkreis Lüneburg

Der Schwierigkeitsgrad eines Puzzles hängt von der Zahl der Teile und der Stärke der Farbnuancen ab. Gemessen an diesem Standard gehört das Parkplatz-Puzzle für die Arena Lüneburger Land  in die Kategorie „Profis“.

Das Puzzle besteht insgesamt aus 700 Teilen oder Parkplätzen. Der Bauherr Landkreis Lüneburg  sagt in seiner Beschlussvorlage, auf  dem Arena-Gelände würden rund 270 Parkplätze platziert. 100 biete ein Investor an, ansonsten stockten die Verhandlungen am Baugrund an der Lüner Rennbahn.  Dann gebe es aber noch den kostenlosen Shuttle vom Behördenzentrum Ost.  Dort lägen mehr als 100 Parkplätze. Und auch von Lüneburgs Parkhäusern werde geshuttelt. Und dann soll ja auch noch eine Fuß- und Radfahrer Brücke über die Ilmenau geschlagen werden.

Da stellt sich die Frage, wie man das Puzzle richtig zusammensetzt, ohne Frust durch Parkplatz-Suche, stattdessen aber ein bisschen Spannung zu verursachen.  Da bietet sich nur die Parkplatz-Lotterie an.

Wer ein Ticket kauft, hat entweder ein „P“ für Parken an der Arena auf der Eintrittskarte, ein „SB“ für Shuttle-Service Behördenzentrum, ein „SP“ für Shuttle-Service an den Parkhäusern, ein „R“ für Radfahrer und ein „F“ für Fußgänger auf dem Billett. Wobei bei R und  F ein Getränk gratis in der Halle bekommen, weil sie die Umwelt schonen. Alternierend könnte man auch mit einer Preisstaffel arbeiten. Aber da ist dann gleich wieder von Abzocke die Rede. Oder haben Sie eine bessere Idee?

Vielleicht klärt uns das Verkehrsgutachten zur Arena auf, das entgegen aller Unkenrufe nicht bereits vorliegt, sondern laut dem Landkreis noch in der Mache ist und im Laufe des März auf den Tisch kommt.

In diesem Sinne: fröhliches Puzzeln, Helau und Alaaf. Der nächste Arena-Aschermittwoch kommt bestimmt.

Hans-Herbert Jenckel

Über jj

Journalist, Dipl.-Kaufmann
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15 Antworten zu Helau, eine Parkplatz-Lotterie für die Arena

  1. Jens Kiesel schreibt:

    Lieber Thomas Kohlrupp, natürlich träume ich von Konzerten mit Künstlern wie Lindenberg und Helene Fischer, aber das bleibt leider ein Traum. Solche Größen werden wir leider hier nicht sehen. Dafür ist unsere Halle dann doch zu klein, für die werden wir weiterhin nach Hamburg fahren müssen. Dort treten die vor 14.000 Zuschauern in der Arena oder vor 40.000 im Stadion auf.
    Aber die Künstler die bei uns auftreten werden sind deshalb nicht weniger interessant, nur eben aus einer anderen Liga. Aber das gesamte Zuschauer Kontingent wird häufig nicht ausgenutzt werden und selbst bei den Volleyball Spielen rechne ich mit bis zu 2.500 Besuchern. Ich glaube nicht an unlösbare Verkehrsprobleme, zumal sich die Menschen eben doch umerziehen lassen.
    Spätestens wenn die Besucher beim zweiten Versuch keinen Parkplatz finden und eine Veranstaltung oder deren Anfang verpassen werden sie lieber auf die direkte Anfahrt verzichten.

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    • jo bembel schreibt:

      Sehr geehrter Herr Kiesel,

      Sie „rechnen“ mit bis zu 2.500 Zuschauern. Können Sie Ihre „Rechnung“ präzisieren? Wie kommen Sie auf diese Zahl? Ach, nur so ein Bauchgefühl. Na, dann sind Sie in der Politik ja richtig aufgehoben.

      „Verletzungspech stoppt VfB Friedrichshafen
      12.01.2019
      Der VfB Friedrichshafen hat am Samstagabend das Spitzenspiel in der 1. Volleyball Bundesliga gegen die SVG Lüneburg mit 2:3 (22:25, 25:19, 27:29, 25:22, 13:15) verloren. Vor 1421 Zuschauern in der ZF Arena schenkte Friedrichshafen nach hoher Führung den dritten Satz her und kämpfte sich noch in den Entscheidungsdurchgang, den Lüneburg knapp für sich entschied. In der Tabelle liegen beide Clubs nun punktgleich mit 25 Zählern hinter Spitzenreiter Unterhaching und vor dem Meister aus Berlin.“
      Quelle: http://www.vfb-volleyball.de/medien/news/?we_lv_start_newsList=30#content

      Und dabei gab es für dieses Spiel die Aktion:

      „VfB Friedrichshafen – SVG Lüneburg
      am 12.01.2019
      Starting 6 – Aktion am 12.01.2019: – 6 Freunde – 6 Tickets – NUR 3 TICKETS BEZAHLEN!! Buche dir die Preisstufe „Starting 6″ und nimm dir 5 Freunde mit zum Spitzenspiel gegen Lüneburg weiterlesen
      Tickets ab 6,10 € “

      Quelle: https://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:pepg1a7spqsJ:https://www.konzertkasse.de/vfb-friedrichshafen-svg-lueneburg-tickets/p405121.html+&cd=6&hl=de&ct=clnk&gl=de&client=firefox-b-d

      Und Friedrichshafen ist der Platzhirsch im Männervolleyball!

      Im Gegensatz zu Ihnen, „hoffnet“ Herr Bahlburg „nur“ mit 1.600 Zuschauern pro Spiel. Genauer gesagt damit, dass er pro Spieltag 1.600 Tickets verkauft bekommt, damit die SVG gegenüber der jetzigen Situation (800 Zuschauer und keine Hallenmiete) nicht wirtschaftlich schlechter dastehen wird.

      Klar wird versucht werden, die Zuschauerzahlen hoch zu pushen:
      Freikarten, 1€-Tickets von der Sparkasse, Kartenverlosungen durch LZ und Lünepost, Mitarbeitertickets für bei Sponsoren Beschäftigte etc.. Das ist alles nichts Neues. Und stets sind diese Versuche, auf diese Weise zukünftig zahlende Besucher in nennenswerter Größenordnung zu generieren, gescheitert. Das wird auch bei der SVG nicht funktionieren – glauben Sie mir!

      Und noch ein schönes Zitat:
      „Das Fortschrittsdiktat aus Berlin störe ihn nicht. „Der Masterplan gibt uns den nötigen Druck, den wir vor den Kommunen geltend machen können.“ Ihre Schulturnhalle dürfen die Lüneburger nur mit Sondergenehmigung der Liga nutzen, für die Play-offs ziehen sie nach Hamburg. Das sei ein Vorteil, weil man den Sport einem größeren Publikum präsentieren kann, sagt Bahlburg.“

      Quelle: https://www.zeit.de/sport/2017-03/volleyball-br-volleys-berlin-event-fussball/komplettansicht

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      • Jens Kiesel schreibt:

        Meine Einschätzung ist etwas mehr als ein Bauchgefühl. Die aktuelle Zuschauerzahl von 800 Besuchern wird sich in der neuen Halle verdoppeln und zu einigen Spitzenspielen könnten bis zu 2.500 Zuschauer in der Halle sein.

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  2. Ulf Reinhardt schreibt:

    Mit der etwas hilflosen Begründung der Verwaltung, aufgrund des Shuttle-Konzepts bewußt auf Arena-Parkplätze verzichten zu können, stellt sich doch die Frage:

    Wie ist denn die konkrete Planung für das Shuttle-Konzept?

    Die Veranstaltungsteilnehmer sollen also alle mit der Bahn anreisen oder in den Parkhäusern der Innenstadt parken, so dass der Verkehr von der Peripherie in die Innenstadt verlagert wird?

    Klar ist, dass mit Ausnahme des Kinoparkhauses sowie den 100 Stellplätzen an der Bezirksregierung überhaupt keine sinnvoll erreichbaren Parkplätze zur Verfügung stehen und die Nutzung von Parkhäusern im Innenstadtbereich großen Suchverkehr verursachen würde.

    Klar ist auch, dass für einen großen Teil der Menschen aus dem Landkreis keine sinnvolle Möglichkeit zur Anreise mit der Bahn besteht. Oder werden hierzu neue Bahnstrecken ausgebaut und Fahrpläne bis in die späten Abendstunden erweitert?

    Während das Betreiberkonzept 200 – 250 Veranstaltungen vorsieht, werden nach Aussage unserer Stadtbaurätin, Großveranstaltungen die Ausnahme sein. Wird die Arena demzufolge vorwiegend für kleinere Veranstaltungen gebaut?

    Erstaunlich, da das Betriebskonzept gewöhnlich Bestandteil von Bauantrag und Baugenehmigung ist, dass es hier zu widersprüchlichen Aussagen kommen kann.
    Aber offensichtlich ist hier weder seitens des Landkreises noch seitens der städtischen Genehmigungsbehörde eine konkrete Planung vorgesehen.

    Eine Lösung für das Verkehrsproblem kann hier nur ein schlüssiges P&R-Konzept mit Parkplätzen am Stadtrand bieten.

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  3. Dagmar Hansen schreibt:

    Mal abgesehen davon, dass Parkraum im Gewerbegebiet an der Lüner Rennbahn schon seit vielen Jahren für Kunden und dort Beschäftigte ärgerliche Mangelware ist und dass es dort schon an normalen Einkaufssonnabenden zu Rückstaus und Verkehrsgerangel kommt, „verdeutlichte“ Frau Gundermann auf der Ratssitzung vom 28. 2. auch: „Großveranstaltungen wären die Ausnahme, deshalb sei das Angebot eines Shuttle-Services sachgerecht“. Was heißt das denn? Vor der entscheidenden Dezemberabstimmung im Kreisrat wurde behauptet, die horrenden jährlichen Betriebszuschüsse für Herrn Hoppe würden die Million nicht übersteigen, weil seine 200 bis 250 Großveranstaltungen im Jahr ordentlich Geld in die Kasse spülen würden, und jetzt, wo es um die bekannten, seit fünf Jahren diskutierten Park- und Verkehrsengpässe geht, ist alles kein Problem, weil ohnehin kaum Veranstaltungen stattfänden? Und sowas, dass ausschlaggebende Zahlenwerte je nach rhetorischem Augenblicksbedarf hoch- oder runtersalbadert werden, lassen sich die Ratsmitglieder bieten?

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    • Ulrich Blanck schreibt:

      Wir Grünen im Stadtrat halten dieses Vorgehen für wenig zielführend. Welchen Sinn macht es denn sich hier die Situation schön zu rechnen? Wir können doch nicht warten bis die Arena eröffnet wird und uns dann erst um den Verkehr kümmern. Es wäre wichtig dieses Probleme schon vorher zu lösen um das Image der Arena im Umland nicht von Beginn an zu ruinieren. Wenn sich erst einmal rumgesprochen hat, dass auf der Bühne schon die ersten Lieder gespielt werden während einige der Besucher noch im Stau stehen ist der Schaden da. Selbst wenn wir einen, wie zuletzt im Verkehrsausschuss diskutierten, Modal Split von 30% annehmen wäre dann immer noch jedes Auto das an der Arena parkt mit 9,26 Personen zu besetzen. Wir werden zum Bauzuschuss am 25. März einen Antrag stellen um die Verwaltung zu beauftragen jetzt schnellst möglich aktiv zu werden und nach Lösungen zu suchen.

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      • Berni Wiemann schreibt:

        Auf die Kostenenxplosion und die Verkehrs-/Parkplatzprobleme wurde vielfach „unüberhörbar“ hingewiesen. Leider wird vor teuren Beschlüssen oft der gesunde Menschenverstand „ausgeschaltet“.
        Wie wäre ein Antrag, der den „Grüngürtel-West“ als Parkplatz, für die (jetzt doch nur) wenigen Großveranstaltungen, vorsieht?
        Dann wäre die umstrittene Wohnbebauung verhindert und mit wenigen Ausnahmen/Veranstaltungen die „Frischluftzufuhr“ gesichert und es könnte ein kostengünstiger Shuttle-Service (ggf. mit Leihrädern/Rikschas) eingerichtet werden.

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      • Jo schreibt:

        „Shuttle-Service ggf. mit Leihrädern/Rikschas“

        Wie das gehen kann und wer als Heizer bei Wind und Wetter zur Verfügung stünde, ist vom HVB-Tandem ja schon vorgemacht worden:

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      • Berni Wiemann schreibt:

        entdecke den Fehler:…..
        Es lenkt immer der OB!

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      • Jo schreibt:

        Klar, aber er lenkt subtil.

        Außerdem, was nützt es, vorne zu steuern, wenn hinten keiner Dampf macht?

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      • Jens Kiesel schreibt:

        Ulrich Blanck wo ist das Problem ? Besucher aus dem Umland nutzen den Shuttle-Service und steuern die Sülzwiesen oder das Behördenzentrum an und die Lüneburger fahren mit dem Fahrrad.

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      • Thomas Kohlrupp schreibt:

        Da glauben Sie doch selbst nicht dranne, Herr Kiesel. Oder meinen Sie, die Leute aus Kaltenmoor, aus Rettmer oder aus dem Hanseviertel würden sich von einer Arena umerziehen lassen? Und was ist mit den Gästen aus Hamburg, Hannover, Osnabrück und Bienenbüttel? Nicht mal der Ex-Grüne Meihsies verzichtet auf sein Auto, wenn er auf der Vrestorfer Heide zum Dienst antritt. Und da glauben Sie, die Kunden von Frau Plaschka werden ihre Golf Sportvans, ihre Audi Q3s und ihre T-Roc Rs, 2,0-Liter-Vierzylinder-TSI mit 300 PS auf den Sülzwiesen oder am Behördenzentrum abstellen, wenn Helene Fischer, Udo Lindenberg oder Helge Schneider in der Arena Hof halten? Träumen Sie weiter!

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  4. Herbert schreibt:

    Hallo Herr Jenckel,

    haben Sie Sonnabend die Landeszeitung nicht richtig gelesen?

    »Das Verkehrsgutachten zur Arena« liegt »entgegen aller Unkenrufe nicht bereits vor, sondern ist laut dem Landkreis noch in der Mache und kommt im Laufe des März auf den Tisch«?

    Frau Gundermann behauptete vor vier Tagen vor dem versammelten Plemum ihres Dienstherren, unserer demokratisch installierten Bürgervertretung: »Selbstverständlich seien die verkehrlichen Auswirkungen des Bauvorhabens im Rahmen der Baugenehmigung geprüft worden. ›Das Verkehrsgutachten [!!!] habe ergeben, dass die Verkehrsbelastungen durch den Betrieb der Arena nur zu bestimmten Zeiten unverträglich [ !!! 😉 ] sind‹. Deshalb habe die Stadt in der Baugenehmigung weitergehende Forderungen an den Landkreis gestellt. ›So sollen die tatsächlichen Verkehrsbelastungen bei Großveranstaltungen beobachtet [!! 😎] und gegebenenfalls [😉] bauliche Maßnahmen zur Entlastung des Knotenpunktes Artlenburger Landstraße/Lüner Rennbahn getroffen werden.‹ Mit einbezogen werden soll dabei die ›entlastende Wirkung [✌️🙃🤣] des Shuttle-Verkehrs‹.«

    Manni und Uli, unsere Verwaltungsspitzen, hatten am vergangenen Donnerstag einen neuen Einfall. Aus dem Motiv des Umweltschutzes haben unsere beiden Grüngürtelkämpfer auf genügend Parkplätze bei der Arena verzichtet: »Um der Forderung nach einem sparsamen Umgang mit der ‚Ressource Boden‘ gerecht zu werden und die Versiegelung auf ein vertretbares Minimum zu beschränken, haben sich die Baugenehmigungsbehörde und der Landkreis als Bauherr darauf geeinigt, für die Großveranstaltungen auf einen kostenlosen [💃🤑🕺] Shuttle-Service zurückzugreifen. Dies ist in der Baugenehmigung auch verbindlich geregelt. Die Besucher werden vom Bahnhof und einem weiteren Standort abgeholt und zur Arena gebracht.« (https://www.landeszeitung.de/blog/aktuelles/2400542-bewusst-wenig-parkplaetze-fuer-arena)

    Wo parken »die Besucher« aber »am Bahnhof« und »an diesem weiteren Standort« ihre 2.000 SUVs? Und wie »kostenlos« kann auf so »einen kostenlosen Shuttle-Service« eigentlich zurückgegriffen werden? Wer zahlt für die Kostenlosigkeitskosten? Herr Hoppe?

    Mir scheint, Herrn Schnells Ehrentitel »Arena Lügengurker Schand« charakterisiert dieses Projekt mit tagtäglich wachsender Berechtigung.

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