Brücken-Argument auf Biegen und Brechen

Die Fähre „Amt Neuhaus“ und der Stau am Anleger am Bleckede Hafen. (Fotos: jj/LK Lüneburg)

Lüneburg, 10-. Juli

Warum spricht ein Stau an der Elbfähre in Bleckede dafür, stromaufwärts in Neu Darchau eine Brücke zu bauen? Politiker sind Überzeugungstäter und schrecken nicht davor zurück, für ihr Ziel Raum und Zeit zu krümmen. Landläufig heißt es: Argumente an den Haaren herbeizuziehen.

Montag verschickte der Landkreis Lüneburg eine Pressemitteilung, dass es an der Fähre Bleckede zu langen Staus komme, weil die Elbbrücke in Lauenburg saniert wird und gesperrt ist. Das zeige, wie wichtig eine neue Elbbrücke weiter stromaufwärts bei Neu Darchau sei. Klar so weit?

Der Landkreis als Planer und potenzieller Bauherr der neuen Querung schreibt nicht, dass sich in Neu Darchau an der Fähre „Tanja“ der Verkehr staut, sondern in Bleckede. Das als Argument für eine Elbbrücke in Neu Darchau auszuwählen, ist für mich Brechstangen-Logik. Da muss die Frage erlaubt sein: Wird die Brücke strategisch an der falschen Stelle geplant? Zur Sicherheit habe ich Montagabend auf der Fähre „Tanja“ angerufen. Da gab es keine Staus, „die Lage ist entspannt gewesen“.

Mein Tipp: Statt in Bleckede bis zu eineinhalb Stunden auf eine Überfahrt zu warten, lohnt der Abstecher nach Neu Darchau. Ein Stau dort würde dann auch dem Landrat bei seiner Argumentation in die Karten spielen. Vielleicht aber war der wahre Hintergrund fürs Verkehrsaufkommen auch nicht der Pendlerstrom, sondern der Ferienbeginn und der Urlaubsstrom.

Visualisierung der Elbbrücke bei Neu Darchau?

Landrat Jens Böther wird so zitiert: „Die langen Wartezeiten an der Fähre ‚Amt Neuhaus‘ zeigen, wie wichtig eine feste Elbquerung für die Menschen in der Region ist. Wenn eine Brücke fehlt, wirkt sich das massiv auf den Alltag aus.“ Soweit folge ich dem Landrat.

Weiter heißt es: „Auch deshalb brauchen wir eine Elbbrücke bei Darchau“; sagt Böther. Folge ich den Argumenten des Landrates weiter, handelt es sich offenbar bei Neu Darchau, überspitzt formuliert, um die Planung einer Art Notfall-Brücke, falls wie jetzt die Brücke Lauenburg dicht ist oder vielleicht auch mal die in Dömitz. 

Nur zur Erinnerung: Wir reden über eine Brücken-Planung, die seit dreißig Jahren in der Pipeline ist, die erst vor kurzen einen Kostensprung von fast 20 Millionen Euro hingelegt hat. Nur eine Schätzung. Eine Brücke, die sicher mehr als 100 Millionen kosten würde, wenn sie gebaut würde, und die vor allem die aktuelle rot-grüne Landesregierung gar nicht favorisiert. Aber Politiker wissen: So eine Brücke ist das Bohren an dicken Brettern, da wird bei den Argumenten auch mal Fünfe geradegebogen.

Ich bleibe mal in der Argumentationskette: Wenn in Brietlingen die B209 gesperrt ist, weil die Ortsdurchfahrt saniert wird, fehlt natürlich eine Entlastungsstraße – für den Notfall. Brietlingen? Liegt das nicht auf dem Weg nach Lauenburg, wo eh keiner mehr über den Strom kommt? Und wird nicht bei Lauenburg vom Bund und den Ländern Niedersachsen und Schleswig-Holstein eine neue Autobrücke forciert. Bund und Länder. Und wer soll noch mal Bauherr in Neu Darchau sein? Im Ernst? Ein Landkreis?

Wo wir schon bei steilen Thesen sind: Ich wage die Prognose, dass die neue Autobrücke bei Lauenburg zwar erst relativ frisch auf der politischen Agenda steht, aber eher kommt als der Ladenhüter bei Neu Darchau.

Hans-Herbert Jenckel

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58 Responses to Brücken-Argument auf Biegen und Brechen

  1. Avatar von Helga Dreyer Helga Dreyer sagt:

    Leider habe ich in dem Kommentar von gestern versäumt, auch auf diesen sehr wichtigen Punkt hinzuweisen:

    Am 01.06.2023 (https://blog-jj.com/2023/05/19/mit-der-elbbrucke-ins-guinness-buch-der-rekorde/#comment-20019) gab ich zu bedenken:

    „Und nun spinne ich einfach mal weiter, geehrter Herr Kirst-Thies.
    Einfach mal das Unwahrscheinliche angenommen, die Gemeinde Neu Darchau oder der Landkreis Lüchow-Dannenberg würden beim Verwaltungsgericht mit der Ansicht, neben der Ortschaft Neu Darchau müsse auch der Ort Katemin komplett umfahren werden, Recht bekommen.

    Damit wäre das Brückenprojekt als solches ja nicht vom Tisch, denn der Landkreis Lüneburg könnte dann nachbessern, er würde umgehend die Planung der Komplettumfahrung um Katemin in Auftrag geben.

    Bei der Neuplanung müsste die Trasse dann nicht mehr „besonders nahe an geschützte Bereiche“ vorbeiführen; die betroffene Siedlung in Katemin ist an zwei Seiten von bewirtschafteten Feldern umgeben, Puffer zu der bisher untersuchten Trasse S1 in Richtung der Ortschaft Katemin sind vorhanden.

    Anhand der Skizzen in dem Kommentar vom 20. Januar 2021 https://blog-jj.com/2021/01/11/dehde/#comment-13863 kann man sich ein Bild machen.

    Und nun meine Frage, sehr geehrter Herr Kirst-Thies:
    würde die Gemeinde Neu Darchau bzw. der Landkreis Lüchow-Dannenberg sowohl den Bewohnern der Kateminer Siedlung als auch dem Haushalt – und damit den Einwohnern – des Landkreises Lüchow-Dannenberg mit der Klage zur Ortsumfahrung nicht einen BÄRENDIENST erweisen?

    Die „Gefahr“ den Prozess zu gewinnen bestünde ja.
    Einerseits würden mit der Komplettumfahrung Katemins wesentlich mehr Einwohner belastet sein (s. Ausführungen in der landesplanerischen Feststellung) als in der aktuellen Planung mit der Anbindung der Ortsumfahrung an die Landesstraße über den Bäckerweg.
    Haben Sie die Anwohner der Siedlung schon darauf vorbereitet?

    Andererseits – und das haben Sie bisher anscheinend gar nicht beachtet – würde sich nicht nur die Strecke der Ortsumgehung gegenüber der aktuellen Planung mindestens verfünffachen, sondern auch die Baukosten hierfür.
    Beachten Sie bitte die Passage in der Brückenvereinbarung, wonach die Baulast der Ortsumfahrung sofort nach Bauabnahme auf den Landkreis Lüchow-Dannenberg übergehen soll.

    Wollen Sie das alles wirklich?“

    Herr Kirst Thies antwortete am 03.06.2023 (https://blog-jj.com/2023/05/19/mit-der-elbbrucke-ins-guinness-buch-der-rekorde/#comment-20034):

    „Und nun fragen Sie, ob die Gemeinde Neu Darchau und der Landkreis Lüchow-Dannenberg mit einer Klage gegen die nicht vorhandene Ortsumfahrung um Katemin diesem Ortsteil nicht schaden.

    Nein, die beiden Institutionen der kommunalen Selbstverwaltung schaden dem Ortsteil Katemin nicht.
    Sie brauchen ja gar nicht zu klagen, sondern können dem Landkreis Lüneburg aufgrund des abgeschlossenen Vertrages die Weiterplanung und den Bau der Brücke untersagen.
    Nur wenn der Landkreis Lüneburg seinen vertraglichen Pflichten nicht nachkommt, müssten die beiden Institutionen einen Eilantrag und einen Antrag auf Unterlassung beim Verwaltungsgericht stellen.

    Ob eine Verlegung der Trasse S 1 auf der Grundlage des jetzigen Raumordnungsverfahrens im von Ihnen angerissenen Sinn möglich ist und die Trasse einfach näher an das Wohngebiet von Katemin herangelegt wird, könnte man erst bei genauer Kenntnis dieser Trasse beurteilen.
    Im Verwaltungsrecht ist vieles, aber nicht alles heilbar. Das hat der Landkreis Lüneburg im Jahr 2008 schmerzlich erfahren müssen.

    Ich halte eine derartige “einfache” Verlegung nicht für realisierbar. Kein:e Einwohner:in Katemins muss sich wegen der S 1 Sorgen machen. Die darf in der jetzigen Linienführung nicht gebaut werden.“

    Geehrter Herr Kirst-Thies,
    einmal ganz abgesehen davon, dass Sie schon mit Ihrer Einschätzung über einen Erfolg einer Untersagung der aktuellen Ortsumfahrungs-Planung daneben lagen (die Justiziarin schätzt eine solche bei den vorliegenden Gegebenheiten von vornherein als rechtswidrig ein), glaubten Sie zudem, wegen der Untersagung wäre das komplette Projekt „gestorben“.

    Müssten Sie diese Meinung nicht auch fairerweise öffentlich revidieren, nachdem aus dem Kreishaus in Lüchow folgende Rückäußerung kam:
    „Bei geänderter und vereinbarungsgemäßer Planung wäre die Untersagung nicht mehr rechtens und Planung, Ausschreibung sowie Bau könnten bzw. dürften fortgesetzt werden“,
    der Landkreis Lüneburg also sehr wohl eine andere Ortsumfahrungs-Trasse als die bisher schon untersuchten beplanen kann? Jede denkbare würde wegen der Deichplanung aber unmittelbar an Häusern der Kateminer Siedlung entlangführen. Ich finde, das sollten die dortigen Bewohner wissen.

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    • Avatar von Klaus Bruns Klaus Bruns sagt:

      Liebe Frau Dreyer, Sie haben ja wirklich eine Menge Mitglieder die ja gar nicht in Niedersachsen wohnen, oder? Uwe Leitner wohnt zum Beispiel in München.

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    • Avatar von Klaus Bruns Klaus Bruns sagt:

      Frage: wo sind eigentlich die staus , die von ost nach west wollen? seltsam , auf der anderen seite von bleckede war nichts zu sehen. es waren doch wohl eher die ostseeurlauber, die von west nach ost wollten. was hat das mit neuhaus zu tun?

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  2. Avatar von Otto Berg Otto Berg sagt:

    Liebe Frau Dreyer,

    aus aktuellem Anlass:

    Zurückliegenden Freitag, 21. Juli 2023 schrieben Sie um 23:12 Uhr über Ihr neben Ihnen zweifellos zungenfertigstes Vereinsmitglied:

    „Als Social-Media-Beauftragter unseres Vereins beobachtet Herr Marlon Suhrke die Szenerie der einschlägigen Plattformen und wird dafür entlohnt (wir müssen schließlich unsere Spenden und Mitgliedsbeiträge für Zwecke des Vereins einsetzen). Von ihm entdeckte Desinformationen in Beiträgen oder Kommentaren übermittelt er unverzüglich an den geschäftsführenden Vorstand unseres Vereins. Von hier bekommt Herr Suhrke anschließend adäquate Antworten vorgeschlagen, die er dann – aus dem einfachen Grund, weil weder der Vorsitzende unseres Vereins, Herr Jörg Sohst, noch ich einen Facebook-Account innehaben – unter seinem Namen postet. Die Aussagen in den Kommentaren spiegeln in der konkreten Sache immer die Meinung des Brückenvereins wider, also auch die des Herrn Suhrke.“ (➝ https://blog-jj.com/2023/07/11/brucken-argument-auf-biegen-und-brechen/#comment-20477)

    Wenn ich Sie richtig verstehe, ist Herr Suhrke also eine Art Postbote, welcher den „Content“, der ihm vom geschäftsführenden Vorstand des „Förderverein[s] Brücken bauen e. V.“ (d. h. von Herrn Sohst oder Ihnen) „vorgeschlagen“ bzw. eingehändigt wird, via Facebook zu den Empfängern befördert.

    Hat er auch in dieser Funktion eines Förderverein-Hermes gehandelt, als er sich gestern (und heute erneut) bei LZ-Facebook in die Bresche geworfen hat, um die verantwortungslos dummen AfD-Äußerungen des schwachen, (seit seiner Bestallung als Parteivorsitzendem im dritten Anlauf am 31. Januar 2022) irrlichternden Fiddi Merz zu rechtfertigen?
    (➝ https://www.facebook.com/landeszeitung/posts/pfbid02B9PwMyuVG88Ai872qpmsFkEbq4r9Xs5mu3uQNWXKJ2qwJ19tVWhCqM8hsYtox8gCl)

    Mit anderen Worten: Gehört das Salonfähigquatschen von Rechtsextremisten auch zum Bildungsauftrag Ihres Fördervereins?

    Das Geschäftsmodell der AfD sei „Hass, Spaltung und Ausgrenzung“, schrieb der Berliner CDU-Bürgermeister Kai Wegner auf Twitter. „Rechtsradikal bleibt rechtsradikal“, twitterte CDU-Bundestagsvizepräsidentin Yvonne Magwas. Sogar Markus Söder reagierte auf Fiddis „Sommerinterview“ mit der Nachricht, die AfD sei „rechtsextrem“. Der ehemalige saarländische CDU-Ministerpräsident Tobias Hans rief: „Wehret den Anfängen!“, attestierte dem CDU-Chef mangelnde Führungsstärke und schickt heute sein Urteil durch den deutschen Blätterwald: Friedrich Merz sei ungeeignet als Kanzlerschaftsanwärter.

    Doch welchen „Anfängen“ eigentlich, liebe Frau Dreyer? Ob Brandanschläge der neunziger Jahre, NSU, Pegida, AfD, Walter Lübcke, Halle, Hanau – hat „es“ (= das Herabsetzen, Bedrohen und Morden als „politische Maßnahme“) für viele Menschen in Deutschland nicht schon lange „angefangen“?

    Der ehemalige saarländische CDU-Ministerpräsident fügte hinzu: „Und wenn Friedrich Merz das erklärte Ziel hatte, die AfD zu halbieren – und die sich dann aber unmittelbar darauf locker verdoppelt – dann ist das zumindest kein Ausweis für Erfolg. Auch der Wechsel eines Generalsekretärs nach nur eineinhalb Jahren, spricht nicht für Führungsstärke“, sagte Hans mit Blick auf den Wechsel von Mario Czaja zu Carsten Linnemann auf dem Posten des Generalsekretärs.

    Ist es nicht so, liebe Frau Dreyer: Weit davon entfernt, dass sich „die CDU“ gegen die polarisierte Stimmung im Land stellen würde, fachen ihre „Manager“ (und deren Strohmänner) die konfrontative Hysterie immer wieder maßgeblich mit an und betätigen sich (sogar „im Sommerloch“) regelrecht als Wahlkampflokomotiven für den abgeschmackten, nach Menschenverachtung und Gewalt müffelnden Neo-Primitivismus namens AfD?

    Sollten Sie darüber mit Herrn Marlon Suhrke, Ihrem Sonderbeauftragten für das treuhänderische Kommunikationsgeschäft, nicht einmal sprechen?

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    • Avatar von Helga Dreyer Helga Dreyer sagt:

      Lieber Herr Berg,
      der Förderverein Brücken bauen e. V. äußert sich mittels Herrn Suhrke nur zu Kommentaren, in denen die Brücke ein Thema war.

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      • Avatar von Otto Berg Otto Berg sagt:

        Ich bin erleichtert, das zu lesen, liebe Frau Dreyer, und hatte auch nicht erwartet, dass ein Herumgestolpere in der selbstgestellten Falle pseudo-politischer (im Grunde agitationspropagandistischer) Unappetitlichkeit à la Merz/Linnemann zu Ihren Freizeitaktivitäten zählen könnte.

        Allein, wie es aussieht, hat Herr Suhrke (vermutlich, um weiteren Umsatz und wachsende Einnahmen mit seinem Hermes-Business zu generieren) sein „Portfolio an der Spitze breiter aufgestellt“, – wie Fiddi Merz (der Adressbuchvergolder, Gate-Opener und Marketing-Lyriker von den Black-Rockern) wohl ausdrücken würde, dass Marlon, der Marken-Botschafter, dem erst Ihr Förderverein ein gewisses positives Standing im Meinungsmarkt erwirkt hat, nun auch Brand Messages ganz anderer Art und Qualität unters Volk zu bringen versucht. Der derzeitige Marktwert des Geschäfts von Herrn Suhrke verdankte sich bis vor wenigen Tagen ganz wesentlich dem klaren Renommee des Fördervereins: Er nährt sich von dessen gutem Leumund. Nun nutzt der Meinungsbote dieses Ansehen, um andere Ziele zu verfolgen, ohne darauf zu achten, welchen Tort er seinen Image-Spendern (also Herrn Sohst und Ihnen) damit antut. (Haben Sie bemerkt, welches Gelichter sich inzwischen bei LZ-Facebook den Suhrke-Einwürfen ankristallisiert hat?)

        „Rufausbeutung“ nennt man übrigens solch einen unlauteren Sachverhalt im wettbewerbsrechtlichen Leistungsschutz (vgl.: § 4 Nr. 3 UWG). Auch darüber (und über mögliche Konsequenzen daraus) lässt sich bestimmt mit einem ambitionierten Dienstleister sprechen, ohne dass sich eine Seite zu schämen brauchte.

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      • Avatar von Klaus Bruns Klaus Bruns sagt:

        Frau Dreyer, wer nicht in der heutigen zeit flagge zeigt, macht sich mitschuldig ,wenn bei uns die demokratie abgeschafft wird. die brücke wird auch nicht kommen , wenn sie auf ihre afd-anhänger rücksicht nehmen. konservative machen wieder den gleichen fehler wie schon mal. adolf wurde auch demokratisch gewählt. und wer glaubt mit ihnen reden zu müssen oder zu können, hat aus der geschichte nichts gelernt. der ,,ehrenvorsitzende,, der afd war cdu mitglied. in der politik gibt es keine zufälle.

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      • Avatar von Helga Dreyer Helga Dreyer sagt:

        Lieber Herr Berg,
        FB-Kommentare unseres Vereins werden Sie künftig unter „Ja zur Brücke“ lesen können.

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      • Avatar von Otto Berg Otto Berg sagt:

        Vielen Dank, liebe Frau Dreyer,

        ich werde mich dran halten. Auch Fiddi rudert ja zurück. Er hat gar nicht die AfD gemeint, sondern ein Wildschwein.

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  3. Avatar von Helga Dreyer Helga Dreyer sagt:

    Was nun, Herr Kirst-Thies?
    Müssten Sie aufgrund der aktuellen Entwicklungen nicht etwas Demut walten lassen und nun (endlich) die Vorgaben unseres Rechtssystems öffentlich anerkennen? Dazu gehört dann sicherlich auch, einen Irrtum als solchen einzugestehen, vor allen Dingen dann, wenn man vorher vielen Menschen die eigene Anschauung als einzig wahre förmlich aufgezwungen hat.

    Sie, sehr geehrter Herr Kirst -Thies, haben alle Informationen und Ratschläge, die Ihnen in dem Thread

    Mit der Elbbrücke ins Guinness-Buch der Rekorde


    zu der Auslegung der in der Brückenvereinbarung unter § 3 Abs. 3 Satz 1 gemachten Bedingung, um den Ort Neu Darchau eine Ortsumfahrung zu planen, auszuschreiben und zu bauen, gegeben und gemacht wurden, negiert, obwohl diese nach verständiger Würdigung aller bekannten Umstände, Vorschriften und Erklärungen zu Begriffen in allgemein zugänglichen Internetportalen auf der Hand lagen.

    Selbst meinen Appell vom 10. Juli ( https://blog-jj.com/2023/05/19/mit-der-elbbrucke-ins-guinness-buch-der-rekorde/#comment-20345 ), Ihre Haltung zu überdenken, bevor Sie diese in der von Ihnen geleiteten öffentlichen Veranstaltung, der Vorstandssitzung des Vereins „Ja zur Fähre, nein zur Brücke“, am 13. Juli zum Besten geben, haben Sie in den Wind geschlagen.

    Wie in einem miesen Bühnenstück warfen Sie und der Pressesprecher der BI, Herr Conradt, sich sinnbildlich die Bälle zu, um einzig die von Ihnen vertretene – aber unzutreffende – Behauptung, der Vertrag sehe nach Auslegung ebenso vor, auch um den Ort Katemin eine Umfahrung zu planen, den anwesenden Zuhörern förmlich zu verkaufen – so berichtete man mir.

    Die fünfseitige schriftliche Stellungnahme der Justiziarin, Frau Dr. Maren Conrad-Giese, aus dem Lüchower Kreishaus vom 13. Juli nun, die sich mit dem Beschluss des L.-D. Kreistages vom 17.01.2023 aufgrund des Antrags der SOLI-Fraktion (Wortlaut s. https://blog-jj.com/2023/07/11/brucken-argument-auf-biegen-und-brechen/#comment-20400 ) befasst – kurz: die Verwaltung möge für den Fall einer Planung ohne die Ortsumfahrung von Neu Darchau UND Katemin weitere Planungen zum Brückenbau unverzüglich untersagen – hat jetzt aber nochmals zu Tage befördert, was begriffsmäßig zwischen einer Gemeinde und einer Ortschaft begriffsmäßig unterschieden wird und dass nach Auslegung der Brücken-Vereinbarung der Landkreise Lüneburg und Lüchow-Dannenberg eine Ortsumfahrung (auch) um Katemin nach dem Willen der Vertragsschließenden NICHT gewollt war.

    Diese Expertise ist Ihnen doch bekannt.
    Wie gedenken Sie, werter Herr Kirst-Thies, wollen Sie also Ihre öffentlichen Fehlinformationen bereinigen?

    Und sollten Sie nicht auch noch einmal Ihre Einstellung zu den Ausführungen des Niedersächsischen OVG vom 11.8.2008 – 10 ME 204/08 „ Zu den Anforderungen der hinreichenden Bestimmtheit eines Bürgerbegehrens, insbesondere bei der Koppelung mehrerer Anliegen in einer Fragestellung“ Quelle: https://openjur.de/u/322978.html
    im Zusammenhang mit dem Ergebnis der Einwohnerbefragung in der Gemeinde Neu Darchau überdenken?

    Auch wenn dieser Beschluss des Nds. OVG zu Anforderungen bei Bürgerbegehren ergangen ist, Sie deshalb meinen, dass er in der Neu Darchauer Einwohner-Befragung nicht anwendbar ist, so sind die erläuternden Hinweise auch zu Fragestellungen bei Einwohnerbefragungen anzuwenden.
    Erst recht dann, wenn man mit dem Befragungsergebnis einen Beschluss des Rates oder – wie schon geschehen und die SOLI-Fraktion es beantragte – des Kreistages herbeiführen möchte.

    Wäre es nicht an der Zeit, zumindest den Mitgliedern Ihres Vereins reinen Wein einzuschenken, sehr geehrter Herr Kirst-Thies?

    Ich bin nicht schadenfroh.
    Um erst gar keinen Dünkel aufkommen zu lassen, lesen Sie bitte vorsorglich hier noch einmal meine Absicht, über die Sachlage aufzuklären: https://blog-jj.com/2023/05/19/mit-der-elbbrucke-ins-guinness-buch-der-rekorde/#comment-19978 :

    „Meine Intention, alles Bedeutende auf den Tisch zu legen, habe ich klar dargestellt.
    Ich möchte VERHINDERN, dass der Klageweg in dieser Sache beschritten wird, denn dieser würde den Brückenbaubeginn verschieben und die Haushalte der Gemeinde Neu Darchau und / oder des Landkreises Lüchow-Dannenberg – und damit die dort ansässigen Einwohner – zusätzlich finanziell belasten.
    Ich hoffe deshalb, dass die Gemeindevertreter sich vor einem Gang zum Verwaltungsgericht eingehend rechtlich beraten lassen. Meine Hinweise können dazu doch nur dienlich sein.“

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    • Avatar von Klaus Bruns Klaus Bruns sagt:

      Liebe Frau Dreyer
      wie kommen Sie darauf? Zitat: Meine Intention, alles Bedeutende auf den Tisch zu legen, habe ich klar dargestellt.
      Wo steht etwas von bezahlen? Wer, wann,
      wo, wieviel und warum soll ein Niedersachse einer im Kreis Lüneburg lebender Bürger für ihr Wunschprogramm bezahlen? Haben Sie die Bürger mal aufgeklärt, was den ,,Neu- Niedersachsen,, in Neuhaus, pro Nase der ,,Spaß,, kosten würde, von den Kommunen ganz zu schweigen ? Was meinen sie , wo und an was und bei wem in der Zukunft gespart werden würde?

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  4. Avatar von Klaus Bruns Klaus Bruns sagt:

    Ob die Brückentrommler der CDU nicht die Zeichen der Zeit erkannt haben ?
    Das Wirtschaftsministerium
    begründet die Streichung mit der
    angespannten Haushaltslage
    und verweist auf die erhebliche
    Geldsumme, die man dafür bereits zur Verfügung gestellt habe.
    Die Pandemie, der Ukrainekrieg,
    die daraus resultierende Energiepreiskrise, der Klimawandel und
    die notwendige Transformation
    hätten den finanziellen Druck erhöht. Daher müssten die Vorhaben der Landesregierung priorisiert werden, erklärt ein Sprecher.

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  5. Avatar von Otto Berg Otto Berg sagt:

    Liebe Frau Dreyer,

    zu Ihrem Schreiben von heute Nachmittag, 19. Juli 2023 um 14:59 Uhr ➝ https://blog-jj.com/2023/07/11/brucken-argument-auf-biegen-und-brechen/#comment-20449

    Die Darlegungen zu Ihren Anliegen sind mir bekannt. Dass ich diese und die Art, wie Sie sie vortragen, respektiere, ja, schätze, habe ich in diesem Forum und an anderen Stellen wiederholt hervorgehoben. Wenn es einen niedersächsischen Orden für anpruchsvolle zugleich und allgemeinverständliche politische Debattenkultur gäbe, wären Sie neben Hans-Herbert Jenckel, Ulf Reinhardt und Berni Wiemann meine Empfehlungen an die zuständige Vergabeinstitution.

    Wieso sollte ich Ihnen also einen Maulkorb verpassen oder Ihren Namen als Kommentatorin nicht mehr lesen wollen?

    Übrigens habe ich mir die siebzehn Wortmeldungen unter Herrn Dehdes Facebook-Teaser zu seinem „Dreisatz“-Blog angeschaut (➝ https://www.facebook.com/KPDND). Mit Marlon Suhrke ist Ihnen dort ja ein Wunderkind zugenfertigen Brückenschachs an die Seite getreten, das selbst einen Großmeister der polemischen Beredsamkeit wie Jörg Kohlstedt bereits nach sieben Zügen mit Matt bedroht und folglich zur Aufgabe gezwungen hat.

    Inzwischen ist Herr Dehde vor wenigen Minuten mit Selbstgedachtem hervorgetreten: https://www.kpdehde.de/selbst-gedacht-selbst-geschrieben-konzepte-entwickeln-faehrverbindungen-ueber-die-elbe-staerken

    Jetzt noch einmal zum immer verstörender geratenden Gemälde Ihres magisch aus den Nebeln der nächsten Zukunft dräuenden „Demagogen“.

    So, wie Sie ihn beschreiben, sehe ich nur drei mögliche Kandidaten:

    1.) Herr Althusmann (= „Brücken-Bernd“ im Hause Kohlstedt) hat erneut eine Häutung hingelegt und möchte in der Wahrnehmung seiner Fans vom GröBbb („Größten Brückenbaubefürworter“) zum GröBbv („Größten Brückenbauverhinderer“) mutieren, um auf diese Weise seinen Parteiwechsel und anschließenden Aufstieg zum ersten B90/GRÜNEn Bundeskanzler einzuleiten. (Vielleicht geht ihm Udo Gast mit der EVA-Methode zur Hand?)

    2.) Franz-Josef Kamp hat – wie immer – seine Mütze in den Wind gehängt, wünscht nun gemeinsam mit Jürgen Hövermann, das konzeptionelle Erbe von Manfred Nahrstedt zu retten, und hat Norbert Thiemann dahin gebracht, sich an die Spitze der Anti-Brücken-Frondeure zu setzen, die Jens Böther rasch aus dem Amt drängen und schnellstmöglich Jürgen Krumböhmer als interfraktionellen Kandidaten für die vorgezogene Landratswahl im Januar 2024 nominieren wollen.

    3.) Ulrich Mädge wird im Herbst nach dem Ausscheiden der neuen Vizepräsidentin am Landesrechnungshof in Hildesheim als Nachrücker für Andrea Schröder-Ehlers deren Kreistagsmandat übernehmen, sich die Fraktionen von SPD und CDU gefügig machen und die Brückenplanung per KT-Beschluss sofort beenden lassen, um die dafür vorgesehenen Mittel umzuwidmen und damit über die kommenden dreißig Jahre die jährlichen Arena-Defizite in Höhe von zwei- bis dreieinhalb Millionen Euro wenigstens buchhalterisch auszugleichen.

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    • Avatar von Helga Dreyer Helga Dreyer sagt:

      Lieber Herr Berg,

      1.) köstlich, dieses Rumpelstilzchen-Spiel. Raten Sie gerne weiter, ich spinne derweil das Gedanken-Stroh des Protagonisten zu Gold.

      2.) Als Social-Media-Beauftragter unseres Vereins beobachtet Herr Marlon Suhrke die Szenerie der einschlägigen Plattformen und wird dafür entlohnt (wir müssen schließlich unsere Spenden und Mitgliedsbeiträge für Zwecke des Vereins einsetzen).
      Von ihm entdeckte Desinformationen in Beiträgen oder Kommentaren übermittelt er unverzüglich an den geschäftsführenden Vorstand unseres Vereins. Von hier bekommt Herr Suhrke dann adäquate Antworten vorgeschlagen, die er – aus dem einfachen Grund, weil weder der Vorsitzende unnseres Vereins, Herr Jörg Sohst, noch ich einen Facebook-Account innehaben – unter seinem Namen dann postet. Die Aussagen in den Kommentaren spiegeln in der konkreten Sache immer die Meinung des Brückenvereins wider, also auch die des Herrn Suhrke.
      Das ist allgemein bekannt und ich kann – im Gegensatz zu Herrn Dehde – daran nichts „schäbig“ finden.
      Es geht doch wohl immer um die werthaltigen Inhalte des Beitrags und nicht um den Namen des Kommentarschreibers. Aber das kennen und darüber wissen Sie doch auch, lieber Herr (Phantom)-Berg, oder?

      3.) Wenn sich jemand „schäbig“ (Urteil des Neu Darchauer Bürgermeisters in seinem Blog) verhalten hat, dann ist es eindeutig der Bürgermeister der Gemeinde Neu Darchau selbst. Und das nicht nur wegen seiner Wortwahl über den Lüneburger Landrat, sondern auch wegen der öffentlichen Forderung in der Pressemitteilung vom 15.07.23 an die beiden Landkreise, die heute in dem Beitrag der EJZ zu lesen ist:
      https://www.ejz.de/lokales/dorendorf-plaediert-erneut-fuer-bruecke-neu-darchau-id303018.html

      „Um den Ausfall der Lauenburger Brückenquerung und der Fährverbindung im Landkreis Lüneburg zu kompensieren, wurden die Fährzeiten in Neu Darchau verlängert. Die Elbfähre Tanja pendelt bis auf Weiteres zwischen Montag und Freitag bis 23 Uhr. „Wir verstehen das als eine Serviceleistung für diejenigen Arbeitnehmer/innen, die ansonsten nach ihrer Spätschicht womöglich lange Umwege in Kauf nehmen müssten“, erklärte Neu Darchaus Bürgermeister Klaus-Peter Dehde (SPD). Man hoffe, dass „eventuelle Mehrkosten schnell und unbürokratisch durch die Landkreise Lüchow-Dannenberg und Lüneburg übernommen werden“, so der Bürgermeister weiter.“

      Die „Mehrkosten<„ werden doch sicherlich allein durch die „Mehreinnahmen“ durch den außerordentlichen Zulauf wegen des Ausfalls der Bleckeder Fähre ausgeglichen und werden darüber hinaus offensichtlich zu einem unerwarteten Gewinn führen, denn zwischen Geesthacht und Dömitz verbleibt nur die Fähre in Neu Darchau zur Elbquerung.

      Soviel zu einer "Serviceleistung".

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    • Avatar von Gabi Wagner Gabi Wagner sagt:

      Ihr Artikel ist von Mai 2018, Herr Bruns. Als das Brückenversprechen kam, waren Sie noch ein literarischer Adonis, der besttrainierte Leserbriefschreiber Reppenstedts von gerade einmal 42 Jahren. Inzwischen sind an der Elbe nicht mehr nur 25, sondern dreißig Jahre des Wartens, Harrens und Bangens vergangen.

      Noch vor einem Monat, am 15. Juni 2023 um 12:10 Uhr, haben Sie dem Herrn Berg gegenüber Ihr inniges Mitfühlen der lauteren Motive und des berechtigten Ärgers über das lange Hingehaltenwerden einer rechtselbischen Straßenquerungsbefürworterin aus Neu Darchau hervorgehoben: „Dass ich Frau Wisniewski gut verstehe, dürfte zumindest Ihnen klar sein…“ https://blog-jj.com/2023/06/12/die-brucke-der-minister-und-der-deutungsstreit-um-einen-brief/#comment-20171

      Wer das und dann alles Folgende las und in seinem Herzen bewegte, musste an eine keimende Romanze wie in dem Gedicht des anonymen Verfassers von den beiden Königskindern, ja, an zarte Reue und einen bevorstehenden Konfessionswechsel auf Ihrer Seite glauben… https://de.wikipedia.org/wiki/Es_waren_zwei_K%C3%B6nigskinder

      Und nun, nur einen Monat später, der rapide Kurswechsel?

      Das ist eine kalte Dusche für alle empfindsamen Herzen, Herr Bruns, damit scheinen Sie endgültig im ruchlos um Aufmerksamkeit buhlenden Social media- Zeitalter angekommen zu sein. Was für eine herbe Enttäuschung! Fast wie die Nachricht von heute Morgen, bei der zuwendungsbedürfigen Löwin in Kleinmachnow handele es sich womöglich um eine liebestolle Wildsau, kurz: die nächtlich flimmernde Resthitze habe aus der vornehmen Wildkatze ein aller zivilen Hemmungen lediges Suhlferkel gemacht… https://www.tagesspiegel.de/berlin/berlins-wildtierexperte-zur-lowin-10186621.html

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      • Avatar von Klaus Bruns Klaus Bruns sagt:

        Gabi Wagner

        ich verstehe ihre einlassung nicht. bitte helfen sie mir. ich habe nur bestätigt , das ich menschen verstehe , die mit ihrer situation ein problem haben. ich kann auch keine weltreise machen , wenn ich dafür kein geld habe. da hilft auch kein jammern, auch wenn dieser noch so gekonnt dargeboten wird. eine frage noch: wer ist in der politik empfindsam? was die gazetten angeht, wir haben ein sommerloch, da wird schon mal aus einem wildschwein ein löwe, wie aus mücken ,elefanten werden.

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      • Avatar von Uwe Drögemüller Uwe Drögemüller sagt:

        Ist in den Achtzigern nicht in Heiligenthal für ein paar Tage der Riesentiger von Mr. Cox ausgebüchst? Mal Charly Krökel fragen. Der war zu der Zeit Oberassistent beim Zauberer.

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      • Avatar von Peter Peter sagt:

        Hier sind die Drei mitsamt Magic-Lady Annabelle, im Privatleben seine Ehefrau Annelise, in Aktion zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=E_7cuH2DO0Q Bei der Weltmeisterschaft 1973 in Paris errangen Mr. Cox und Annabelle so den zweiten Platz in der Kategorie echte Gefühle und wahre Empfindungen.

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  6. Avatar von Helga Dreyer Helga Dreyer sagt:

    „Für den Ausfall ist alleine Jens Böther verantwortlich, anstatt weiterhin eine Brücke zu planen, die nicht realisierbar ist, hätte die Kreistagsmehrheit längst ein Fährkonzept realisieren können, welches auch bei Niedrigwasser funktioniert. Die Brückenträumer sind alleine Schuld an der jetzigen Misere „
    so kommentierte der Abgeordnete und derzeitige Fraktionschef der GRÜNEN des Niedersächsischen Landtags, Detlev Schulz-Hendel, den LZ-Artikel vom 16. Juli 2023 „Fähre ‚Amt Neuhaus‘ bei Bleckede stellt Betrieb ein“ auf der LZ-Facebook-Seite.

    Ich habe Verständnis dafür, dass Herr Schulz-Hendel, als einer der härtesten, kompromisslosesten Brückenverweigerungspolitiker bekannt, emotional seinen Frust ablassen musste, jetzt, wo sich abzeichnet, dass der Brückenbau alternativlos ist.

    Jedoch toleriere ich nicht die aus seiner Perspektive bewertende Art und Weise, wonach der Landrat „Jens Böther alleine für den Ausfall der Fähre verantwortlich ist“ und „die Brückenträumer alleine Schuld an der jetzigen Misere sind“.

    Umgekehrt wird ein Schuh draus! Waren es nicht die GRÜNEN, die die Verwirklichung der Brückenplanungen bisher aktiv verhinderten?

    Der Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat vor kurzer Zeit dieses gesagt:
    „Fortschritt bedeutet, Entscheidungen gut zu erklären“.

    Welche Erklärungen haben eigentlich die GRÜNEN darüber, dass ein neues Fährkonzept überhaupt FORTSCHRITT bedeuten würde?
    Könnte man wegen eines neuen Fähr-KONZEPTS – wie mit einer Brücke – Tag und Nacht die Elbe überqueren?
    Wodurch könnte eigentlich eine Fähre, die auch bei Niedrigwasser fährt, alle anderen Probleme lösen, wie Herr Schulz-Hendel suggeriert?
    Von der begrenzten Betriebszeit des Fährverkehrs einmal abgesehen sind doch auch ganz andere Elbquerungs-Hindernisse denkbar (Eisgang, Hochwasser, TÜV- und Reparatur-Werftaufenthalte).

    Für manche im Land bedeutet Fortschritt eben auch, Rückschläge und Verluste verkraften zu müssen.
    Die Gemeinde Neu Darchau beispielsweise müsste auf die für sie lukrativen Einnahmen aus dem gemeindeeigenen Fährbetrieb verzichten.
    Nicht ohne Grund war lange Zeit auf der Internetseite (mittlerweile entfernt) der Neu Darchauer SPD, unterschrieben auch von Klaus-Peter Dehde, zu lesen:

    „Wenn Ihnen jemand ihr Herzstück nimmt, versuchen Sie dann nicht auch, möglichst viel für sich herauszuholen? Würden Sie auf ein beträchtliches Stück Ihres Einkommens verzichten, damit Ihr Nachbar einen Vorteil hat?“

    Herr Dehde sieht allerdings auch die Notwendigkeit einer festen Elbquerung, er möchte sie nur viel lieber in Bleckede gebaut wissen.
    Dass das gar nicht möglich wäre (Flussbreite, Rahmenkonzept Flusslandschaft Elbe / Biosphärenreservat), das lässt Herr Dehde an sich abprallen; regelmäßig meldet er sich mit seiner Forderung (Brücke in Bleckede) zu Wort – meistens sehr polemisch wie hier: https://www.kpdehde.de/blog

    Alle bisher vorliegenden Gutachten, Analysen und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen sagen aus, dass diese Brücke sich ökonomisch positiv auf die Region auswirken wird und ökologisch keine erheblichen Beeinträchtigungen hervorrufen würde.

    Herr Schulz-Hendel hält trotzdem immer noch seine schützenden Hände über eine lautstarke Minderheit in Neu Darchau, die ihre Komfortzone in Gefahr sieht und lehnt den Brückenbau weiterhin aus ideologischen Gründen ab.
    Und diese Anschauung, die rational nie nachvollziehbar war und erst recht in der aktuellen Lage nicht mehr erklärbar ist, führt dann zu solchen ungehobelten Facebook-Kommentar-Entgleisungen; sie sind eines Landtagsabgeordneten unwürdig.

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    • Wäre das nicht die tatsächlich beste Lösung? Eine Brücke auf Bleckeder Stadtgebiet würde doch so vieles vereinfachen. Der Landkreis Lüneburg müsste nur mit seiner kreisangehörigen Kommune verhandeln. Das Geld bliebe also sozusagen im eigenen Haus. Keine unbeugsamen Lüchow-Dannenberger würden viel Geld für Ortsumgehungen verlangen. Aber Geld ist ja für den Lüneburger Landrat sowieso kein Thema…

      Geld spielt keine Rolle, denn die Kreisumlage kommt ja zur Hälfte aus der Stadt Lüneburg. Und die ehrwürdige Hansestadt hat ja wahrscheinlich genug Geld, auf jeden Fall aber eine grüne Oberbürgermeisterin, die wahrscheinlich auch viel davon hält, weiterhin zig Millionen Euro in eine zum Scheitern verurteilte Planung zu versenken. Zu hören ist von der grünen OB allerdings nichts. Das kann alles Mögliche bedeuten, möchte man meinen. Vielleicht vertraut sie darauf, dass das sowieso nichts wird mit den fernen Betonträumen. Handeln wäre allerdings besser.

      Von Klaus-Peter Dehde • 17 Juli, 2023

      Der Böther`sche Dreisatz oder gehört Mathematik nicht zur Kernkompetenz?

      https://www.kpdehde.de/der-boether-sche-dreisatz-oder-gehoert-mathematik-nicht-zur-kernkompetenz

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    • Avatar von Klaus Bruns Klaus Bruns sagt:

      CDU-Landtagsabgeordneter Uwe Dorendorf fordert: „Brücke muss gebaut werden“.na, hat er angst, das ihm der landtagsjob, durch die afd-wähler aus neuhaus,abhanden kommt? https://www.landeszeitung.de/lokales/lueneburg-lk/lueneburg/cdu-landtagsabgeordneter-uwe-dorendorf-fordert-bruecke-muss-gebaut-werden-23O2GVL7QNEZ7ECVOY2HOJLT7U.html

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      • Avatar von Willi Banse Willi Banse sagt:

        Was hat das eine mit dem anderen zu tun, Herr Bruns? Müsste nicht gerade Dorendorf g e g e n die Brücke sein, wenn er Ihrer Überlegung entsprechend verhindern wollte, dass „die afd-wähler aus neuhaus“ über die Elbe gelangen, um nach Hannover durchzubrechen und ihn aus seinem Landtagsbüro zu zerren?

        Dorendorfs Wahlkreis 48 Elbe ist der flächenmäßig größte Landtagswahlkreis in Niedersachsen. Er umfasst den Landkreis Lüchow-Dannenberg und aus dem Landkreis Lüneburg die Stadt Bleckede, die Samtgemeinde Dahlenburg sowie die Gemeinde Amt Neuhaus. Wahlberechtigt sind 55.200 Personen, in Amt Neuhaus gerade einmal 4.040.

        Herr Bruns, seit 40 Jahren Leserbriefe, zwanzig Jahre im Brandschutz, Feuerwehren und Schulen bei der Ausbildung geholfen und Informationen von fünf Parteien und einer Bürgerinitiative in der Hinterhand. Die Befürchtung, dass Sie Hintergrundwissen haben, scheint berechtigt. Das glaube ich unbesehen. Schmunzeln. Schade, dass Sie davon nie Gebrauch machen. Dieses Verhalten ist in der Politik so üblich. Ich schreibe da aus Erfahrung.

        Aber haben Sie gelesen? Die EJZ gibt Reisetipps für Ofensetzer und Kaminliebhaber: https://www.ejz.de/blick-in-die-welt/reise/waldbraende-brennt-aktuell-europa-beachten-id302711.html

        Waldbrände: Wo brennt es aktuell in Europa? Was muss ich beachten?
        https://www.ejz.de/f/ic/d-pv/articlemedia/2023/07/19/FH2PKXIA2FEEBAUA3MJVHIXEVI.webp?1689773571
        IMAGO/Agenturfoto

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      • Avatar von Klaus Bruns Klaus Bruns sagt:

        Willi Banse
        als typischer parteisoldat versuchen sie ja natürlich, ihres gleichen, auf die sichere seite zu bringen. es wird ihnen nicht gelingen. die lüneburger linke hatte das gleiche spielchen gespielt. einmal hat es geklappt. es wird nicht noch einmal klappen. posten werden im moment nicht nach brückenbefürworter oder gegner vergeben. auch stimmungskanonen haben es immer schwerer mit der volksverdummung privat erfolgreich zu werden. auch wenn sie von der cdu kommen. schmunzeln

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  7. Avatar von Helga Dreyer Helga Dreyer sagt:

    Lieber Herr Berg,
    ich antworte Ihnen mal an prominenter Stelle zu Ihrem Kommentar https://blog-jj.com/2023/07/11/brucken-argument-auf-biegen-und-brechen/#comment-20389

    1.) Vielen Dank für die Aufklärung und die Korrekturen.
    WordPress scheint mich nicht zu mögen; anscheinend verändert ein kleiner Troll bei Sichtung meiner Mail-Adresse wie von Zauberhand meine angeführten Blog-Links. Oder glauben Sie etwa, dass ich aus Jux und Dollerei oder auch aus Paddeligkeit Kommentarziffern verändere und Gedankenstriche tilge? Die Links habe ich ja nicht Buchstabe für Buchstabe und Zeichen für Zeichen abgeschrieben, sondern markiert, kopiert und in meinen Kommentar eingefügt.

    2.) Ich hatte Sie schon richtig verstanden, was die unterschiedliche Qualität der beiden Anträge aus der GRÜNEN-Fraktion und der Soli-Fraktion angeht.
    Es ging mir einzig und allein um Ihre Mutmaßung, die Landkreisverwaltung habe den Einwand des KTA Herzog, die Verwaltung könne (oder müsse) die weiteren Planungen zum Brückenbau untersagen, blasiert beiseite geschoben. Ich komme zu einem ganz anderen Ergebnis.

    Sie beziehen sich auf eine Äußerung der Baudirektorin Maria Stellmann. In der EJZ war zu lesen:

    „Kurt Herzog (Soli) wies darauf hin, dass die Verwaltung eigentlich tätig werden und dem Landkreis Lüneburg die Weiterarbeit an der Brücke untersagen müsste. Denn Lüneburg sei mitten in der Planung, und Planung sei Teil der Bauarbeiten. Die aber dürften nur bei einer Ortsumgehung von Neu Darchau und Katemin fortgesetzt werden.
    Wenn das die Auffassung des Kreistages über eine frühere Entscheidung sei, würde sie diesen Beschluss selbstverständlich umsetzen, meinte Baudirektorin Maria Stellmann.“

    Schauen Sie sich aber bitte zunächst einmal den Entwicklungsgang des SOLI-Antrags an, es geht immer um die Untersagung wegen der angeblich fehlenden Ortsumfahrung auch um Katemin.

    https://ratsinfo.luechow-dannenberg.de/buergerinfo/vo0050.asp?__kvonr=6113
    Vorlage 2022/343
    08.04.21: Soli stellt einen Antrag auf Stellungnahme der Verwaltung zum Ergebnis der Einwohnerbefragung in Neu Darchau

    12.05.2021 Stellungnahme der Verwaltung, Auszüge:
    Die Verwaltung sieht nach derzeitiger Sach- und Rechtslage keinen Grund, dem Landkreis Lüneburg nach § 3 der Brückenvereinbarung die Fortführung der Baumaßnahme zu untersagen.
    Wie zuletzt das Oberverwaltungsgericht mit Beschluss vom 27.1.2021 ausführte, „…bezieht sich das Recht zur Untersagung aus § 3 Nr. 3 S. 3 des Brückenvertrags allein auf den Fall, dass der
    Antragsgegner ´die Ortsumfahrung Neu Darchau nicht planen, ausschreiben oder bauen´ sollte. Die
    eigentliche Planungsphase hat indes noch nicht begonnen.“
    Und weiter:
    Eine Untersagung anzustreben, würde zum jetzigen Zeitpunkt – unabhängig von der konkreten
    Trassenführung – höchstwahrscheinlich unnötige Prozesskosten nach sich ziehen, da der Landkreis
    Lüchow-Dannenberg in einer gerichtlichen Auseinandersetzung unterliegen würde.

    Im Übrigen weist die Verwaltung hinsichtlich der Beurteilung der vertraglich geschuldeten
    „Ortsumfahrung Neu Darchau“ auf Folgendes hin:
    Das Fehlen einer Ortsumfahrung auch um Katemin bei den Planungen würde nur dann gegen die
    Brückenvereinbarung verstoßen, wenn die Ortsumfahrung um Neu Darchau inklusive Katemin
    vertraglich vereinbart wurde. In dem Falle wäre eine andere Trasse vertragswidrig. Maßgeblich für die Beurteilung dessen, was konkret unter dem vereinbarten Passus „Ortsumfahrung Neu Darchau“ von beiden Parteien gemeint war, ist neben dem (1) Wortlaut und der (2) Vertragssystematik insbesondere auch (3) der Werdegang der Vertragsverhandlungen.
    u.s.w. -mehr in meinem Kommentar vom 13.7.2023

    Brücken-Argument auf Biegen und Brechen

    22.06.2021: SOLI stellt Antrag auf Untersagung der Baumaßnahme

    19.07.2021 KT-Beschluss: Der Antrag der SOLI-Fraktion wird in die nächste Legislaturperiode vertagt und im ersten Kreistag nach der konstituierenden Sitzung auf die Tagesordnung genommen.
    geändert mehrheitlich beschlossen Ja-Stimmen: 25 Nein-Stimmen: 16 Enthaltung: 1

    Soviel zur Vorgeschichte.

    Hier finden Sie die Antragsvorlage des KTA Herzog und das Protokoll über die Kreistagssitzung vom 17. Januar 2023
    https://ratsinfo.luechow-dannenberg.de/buergerinfo/si0057.asp?__ksinr=3385

    Antrag der SOLI-Fraktion im Kreistag Lüchow-Dannenberg vom 22.06.2021:
    Stellungnahme des Kreistags zum Bau einer Brücke bei Neu Darchau nach
    der BürgerInnenbefragung in Neu Darchau am 18.4.21
    2022/343
    KTA Herzog erläutert den Antrag der SOLI-Fraktion.
    Vorsitzender KTA Kaufmann lässt über den Beschlussvorschlag abstimmen.
    Der Kreistag nimmt das Votum der EinwohnerInnen Neu Darchaus zur Kenntnis und wird das so formulierte Ziel, dass keine Anbindung zur Brücke durch den Ort erfolgen darf, unterstützen. Der Kreistag sähe durch mögliche Planungen des Landkreises Lüneburg ohne eine Umfahrung von Neu Darchau und Katemin §3 Abs (3) Satz 1 der Brückenvereinbarung vom 9.1.2009 verletzt.
    Der dort festgelegten Verpflichtung, eine Ortsumfahrung um Neu Darchau zu planen,
    auszuschreiben und zu bauen käme der LK Lüneburg bei einer Planung mit seinen bisher vorgelegten Trassenführungen für die Anbindung nicht nach.
    Der Kreistag beschließt deshalb für den Fall, dass der Landkreis Lüneburg keine Umfahrung von Neu Darchau und Katemin planen würde, gemäß Satz 3 in §3 Abs (3) Brückenvereinbarung die Untersagung der Fortführung der Baumaßnahme.
    Die Verwaltung wird beauftragt, für den Fall einer Planung ohne die Umfahrung von Neu Darchau und Katemin diesen Beschluss unverzüglich umzusetzen.
    Kreistag am 17.01.2023 – Seite 5 von 12
    mehrheitlich beschlossen Ja-Stimmen: 22 Nein-Stimmen: 14 Enthaltung: 1

    Es herrscht ja zwischen der Verwaltung und einigen KTA wohl offensichtlich Diskrepanz schon zu der Frage, ob eine Untersagung der Fortführung der Baumaßnahme überhaupt ausgesprochen werden könnte.

    Zum einen hat die Verwaltung in ihrer Stellungnahme deutlich gemacht, dass sie die Planungsphase, in der zeitlich gesehen erstmals eine Untersagung ausgesprochen werden dürfte, anders einordnet als die SOLI-Fraktion – “Die eigentliche Planungsphase hat indes noch nicht begonnen“, so die Verwaltung in 2021. Offenbar wird diese erst nach Auslegung durch die Planfeststellungsbehörde im Beteiligungsverfahren als begonnen angesehen.

    Zum anderen führte die Verwaltung artikuliert aus, dass die Brückenvereinbarung nicht bedingt, auch um den Ort Katemin eine Ortsumfahrung zu planen, auszuschreiben und zu bauen.

    Ist es nicht der KTA Herzog, der hier ein doppeltes und übles Spiel präsentiert?

    Einerseits war ihm bekannt, dass weder im Januar 2023 noch im Juni 2023 die Phase der Planung eingeläutet war, die die Verwaltung als frühesten Zeitpunkt einer Untersagung ausgemacht hatte.
    Und andererseits weiß er, dass der Ortsname Katemin bewusst aus den Vertragsentwürfen entfernt wurde, weil es auf jeden Fall eine kurze Durchfahrt um Katemin aus damaliger Sicht geben könnte – und heute ja auch geben wird und in der Brückenvereinbarung genau deshalb explizit nur der Ort Neu Darchau erwähnt wurde, um den eine Ortsumfahrung herum gebaut werden muss. Dass sich reinweg begriffsmäßig diese Passage im Vertrag nicht auf die Ortschaft Katemin erweitern lässt, und auf den Umfang der Gemeinde Neu Darchau expandiert werden kann, auch das hat die Verwaltung in ihrer Stellungnahme herausgearbeitet.

    Ich kann in der Äußerung der Baurätin deshalb absolut keine dünkelhaft-herablassende Anzeichen sehen.

    Ich wäre von solch einer dummdreisten Art und Weise, wie Herr Herzog sie liebend gern an den Tag legt, nämlich bisherige umfangreiche, substanzielle Erklärungen zu ignorieren und dann, wie hier in einer KT-Sitzung, publikumswirksam unhaltbare Kritik zu üben, sehr genervt.

    Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Verwaltungsspitze die KTA nicht ohnehin schon darauf aufmerksam gemacht hat, dass diese den Beschluss vom 17.01.2023 für materiell rechtswidrig hält (§ 88 NkomVG), denn auch nach Beginn der Planungsphase würde sich das Fenster für eine Ortsumfahrung auch um Katemin im Vertrag nicht öffnen können.

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  8. Avatar von Helga Dreyer Helga Dreyer sagt:

    Lieber Herr Jenckel,

    bitte helfen Sie mir weiter.

    Wie bezeichnet man nochmal das Verhalten einer Person, mit der diese es schafft, andere Menschen mithilfe von Schmeicheleien oder Behauptungen auf ihre Seite zu ziehen um diese für ihre eigenen (nicht immer politischen) Ziele zu gewinnen?

    Dabei bedient sich diese Person bewusst der Verbreitung von unbewiesenen Feststellungen und Täuschungen, um andere Leute von ihren Ansichten zu überzeugen. Kritiker macht diese Person schlecht und wiegelt die Leute gegen sie auf.

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    • Avatar von jj jj sagt:

      Demagoge, Verschwörungstheoretiker ?

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      • Avatar von Wolfgang Weber Wolfgang Weber sagt:

        Das Verhalten einer solchen Person könnte man auch als „politisch“ bezeichnen.

        Dafür, dass Vertreter dieser Spezies gelegentlich versuchen, „andere Menschen mithilfe von Schmeicheleien oder Behauptungen auf ihre Seite zu ziehen um diese für ihre eigenen (nicht immer politischen) Ziele zu gewinnen“, sich „bewusst der Verbreitung von unbewiesenen Feststellungen und Täuschungen“ bedienen, um andere Leute von ihren Ansichten zu überzeugen“, sowie Kritiker „schlecht machen“ und „Leute gegen sie aufwiegeln“, soll es sogar Beispiele in Lüneburg geben.

        Der Duden schlägt vor: „Betrüger“, „Ganove“, „Gauner“, „Scharlatan“, „Schwindler“, „Spitzbube“, „Strolch“.

        Nur, was hat die Österreichische Berg- und Kleinbäuer_innen Vereinigung mit den Personen um die geplante Elbebrücke zwischen Darchau und Neu Darchau zu tun?

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      • Avatar von Helga Dreyer Helga Dreyer sagt:

        Herr Weber, man muss ja nun nicht unbedingt mit großer Phantasie ausgestattet sein, um die symbolische Bedeutung in der Karikatur und der Überschrift aus dem Österreichischen Zeitungsartikel zu den von mir beschriebenen Attributen einer solcher Person, eines Demagogen, erkennen zu können (Herr Jenckel liegt richtig mit seiner Annahme).

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    • Avatar von Wolfgang Weber Wolfgang Weber sagt:

      Und was ist mit Barbara Hable, der Bergbäuerin aus der Steiermark? Redet die ihren langen Artikeltext in die Jahrmarktswelt hinaus, während sie auf Rilkes Löwen reitet, „dieweil der Zähne zeigt und Zunge“?

      Mir ist schon abseits der bildreichen Einkleidung Ihrer dunklen Anspielungen, der Bezug Ihrer Frage an Herrn Jenckel nicht klar. Da geht es mir ähnlich wie Herrn Bruns, der mit dem unvermittelten Dastehen von Herrn Jenckels „1“ nicht zurecht kommt.

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      • Avatar von Olaf Speßhardt Olaf Speßhardt sagt:

        Wer in einem Blog bekannt macht, er sei „von solch einer dummdreisten Art und Weise, wie Herr Herzog sie liebend gern an den Tag legt, nämlich bisherige umfangreiche, substanzielle Erklärungen zu ignorieren und dann, wie hier in einer KT-Sitzung, publikumswirksam unhaltbare Kritik zu üben, sehr genervt“, der präsentiert sich seinen Lesern auch nicht unbedingt als eine Person, die bewusst von „der Verbreitung von bisher unbewiesenen Feststellungen“ zurücksteht, vielleicht nur, „um andere von ihren Ansichten zu überzeugen“, oder sogar um Kritiker schlecht zu machen und Leute gegen sie aufzuwiegeln.

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      • Avatar von Helga Dreyer Helga Dreyer sagt:

        Herr Speßhardt,
        Ihr Kommentar zeigt mir:

        1.) Sie haben die Protokolle der Kreistagssitzungen und die Stellungnahme der Verwaltung nicht gelesen, denn dann wüssten Sie, dass der KTA Herzog die in der Brückenangelegenheit durch die KT-Verwaltung längst erklärten Sachverhalte und Rechtsauffassungen ignoriert. Und wenn Sie in älteren – von mir aktuell nicht angeführten – Veröffentlichungen im Bürgerinfo-Portal des LK L.-D. nachlesen würden, dann könnten Sie entdecken, dass das eine übliche Vorgehensweise des KTA Herzog ist.

        2.) Ihre Verknüpfung, ich würde mich mit meiner Äußerung zum Verhalten des KTA Herzog als eine von mir selbst beschriebene Person präsentieren, die mit der Verbreitung unbewiesener Feststellungen hantiert, um andere zu überzeugen und vielleicht Kritiker schlecht zu machen oder aufzuwiegeln, können Sie nicht ernst gemeint haben. Mehr Beweise, als auf die Protokolle der Verwaltung hinzuweisen und die EJZ-Darstellungen über die Wortmeldungen in der KT-Sitzung kann man nicht beibringen.

        Ich habe es auch gar nicht nötig, andere aufzuwiegeln oder meine Kritiker schlecht zu machen. Solange diese Begutachter nichts Essenzielles zur Thematik beibringen können und sich mit Behauptungen ohne Realitätsbezug äußern, tragen sie allein selbst dazu bei, ein schlechtes Bild in der öffentlichen Wahrnehmung abzugeben.

        3.) Mein Kommentar, in dem ich Herrn Jenckel um Hilfe bat (https://blog-jj.com/2023/07/11/brucken-argument-auf-biegen-und-brechen/#comment-20384 ), bezog sich absolut nicht auf Herrn Herzog. Aber jetzt, wenn ich so darüber nachdenke….! ,

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      • Avatar von Otto Berg Otto Berg sagt:

        Liebe Frau Dreyer,

        Sie machen ja ein rechtes Gewese um die geheimnisvolle Person, welche es mit ihrem „Verhalten“ – man höre und staune – „schafft, andere Menschen mithilfe von Schmeicheleien oder Behauptungen auf ihre Seite zu ziehen, um diese für ihre eigenen (nicht immer politischen) Ziele zu gewinnen“.

        Sie werden doch nicht Alexander Schwake meinen? Verfolgt der denn auch Ziele nichtpolitischer Natur?

        Oder denken Sie an unseren kürzlich in die Bundesbesoldungsgruppe B11 hochgelobten Innenminister, den ebenso gewissenhaften wie unparteiischen (Stichwort „Arena“) Chef der niedersächsischen Kommunalaufsicht, den Harald Schmidt vergangenen Sonntag auf Seite 2 der F.A.Z.-Wochenendausgabe mit Blick auf die Unterhaltungsqualität der Berliner Ampel-Vorstellung in einem Rudolf Scharping-Momang (oder besser noch: -Amüsemang) imaginierte und einbekannte: „Ich wünsche mir eigentlich, dass Boris Pistorius mit Claudia Major auf einer weißen Segelyacht in der Ostsee fotografiert wird.“ ➝ https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/was-harald-schmidt-ueber-die-ampel-regierung-zu-sagen-hat-19034746.html

        In demselben Interview zitiert Harald Schmidt eine Wahrheit von Heiner Geißler: „In der Politik sind Emotionen Fakten“ und erläutert: „Niemand liest ein Parteiprogramm. Deswegen ist auch [nicht allein zu Andreas Janowitz‘ Leidwesen] so ein Cum-ex-Skandal nicht größer aufzuziehen, weil es heißt: Die da oben machen sich eh die Taschen voll. Viel zu kompliziert.“ Auch an Klaus Bruns scheint gedacht, als Schmidt ergänzt: „Und es findet ja keine Feststellung mehr statt, ohne dass im zweiten Teil die AfD vorkommt. Also: Draußen sind 35 Grad, und die AfD liegt bei 20 Prozent.“

        Mithin, liebe Frau Dreyer, obgleich ich glaube, wie ich Ihrer Vereinsfreundin Beate vor vier Wochen geschrieben habe, dass die Phase der Erfolgsaussichten von Protest- und Pathosveranstaltungen in Sachen Elbbrücke vorüber und der Vorgang endgültig auf die ruhige Straße des rechtlich-administrativen Handelns und Urteilens eingebogen ist, wo, um mit Niklas Luhmann zu sprechen, „Legitimation durch Verfahren“ erzeugt wird (➝ https://blog-jj.com/2023/06/12/die-brucke-der-minister-und-der-deutungsstreit-um-einen-brief/#comment-20170), bin ich dennoch nicht der Ansicht, dass „reine“, „objektive“ oder „interessenfreie“ Sachlichkeit exklusiv (oder auch nur überwiegend) auf Seiten des Verwaltungshandelns zu suchen bzw. gar zu finden ist. Dem ist keineswegs so! DAS vor allem beweisen die „Arena“ und der „Libeskind-Bau“ (die zwar nicht mein „Lebensthema“ sind, wie Herr Jenckel meint, aber inzwischen einfach mehr illustrative Power als das „Seminaris“ und der „Elbe-Seiten-Kanal“ besitzen, zwei vergleichbare Mega-Skandale aus den 70er Jahren). Und wiederum DAS muss bei jedermann (♂, ♀, ⚦, ⚨, ⚩, ⚤, ⚢, ⚣, ⚥ ⚧), folglich auch beim Herrn KTA Kurt Herzog, sofort alle Alarmglocken schrillen lassen, wenn er hört, „es herrsche Zeitdruck“, „der Bürger, das Volk oder der liebe Gott wolle es so“ bzw. „die Sache selbst gebiete es“.

        Natürlich ändert sich nichts am anmaßenden Wischiwaschi abgenutzter Umarmungs- oder Beeindruckungsfloskeln, wenn vom „unbeugsamen Lüchow-Dannenberger“ herumfantasiert wird, wie Klaus-Peter Dehde das tut: ➝ https://blog-jj.com/2023/07/11/brucken-argument-auf-biegen-und-brechen/#comment-20429

        Sehen Sie sich dazu die Warnung (und darin besonders die Schlusswendung an) an, die Jörg Kohlstedt, einer der wenigen echten Lüneburger SPD-Intellektuellen, am 12. August 2019 um 21:51 Uhr in Richtung seiner Parteikollegin Andrea Schröder-Ehlers rief, kurz bevor diese das Weitermachen mit der gigantischen Geldverschwendung für die unsinnige Arena verteidigte, vorantrieb und mitbeschloss: ➝ https://blog-jj.com/2019/08/12/arena-pruefbericht-es-wird-auf-luecke-gebaut/#comment-7528

        Sie nun, liebe Frau Dreyer, deren Elbbrückenexpertise und argumentativen Scharfsinn niemand infrage stellen kann, schreiben: „uns geht es um die Sache selbst“ und treten damit schützend vor sämtliche Mitglieder des „Fördervereins Brücken bauen e.V.“, dem Sie selbst geschäftsführend mit vorstehen.

        Was aber ist, wo beginnt, wo endet „die Sache selbst“?

        Zu diesem polit-rhetorischen Gemeinplatz zwei längere Zitate und ein Link:

        I.) Richard Wagner, 1868:

        „Hier [im 18. Jahrhundert] kam es zum Bewußtsein und erhielt seinen bestimmten Ausdruck, was Deutsch sei, nämlich: die Sache, die man treibt, um ihrer selbst und der Freude an ihr willen treiben; wogegen das Nützlichkeitswesen, d. h. das Prinzip, nach welchem eine Sache des außerhalb liegenden persönlichen Zweckes wegen betrieben wird, sich als undeutsch herausstellte. Die hierin ausgesprochene Tugend des Deutschen fiel daher mit dem durch sie erkannten höchsten Prinzipe der Ästhetik zusammen, nach welchem nur das Zwecklose schön ist, weil es, indem es sich selbst Zweck ist, seine über alles Gemeine erhöhte Natur, somit das, für dessen Anblick und Erkenntnis es sich überhaupt der Mühe verlohnt Zwecke des Lebens zu verfolgen, enthüllt; wogegen das Zweckdienliche häßlich ist …“

        Richard Wagner: „Deutsche Kunst und Deutsche Politik“. (1868) Gesammelte Schriften und Dichtungen. Verlag E. W. Fritzsch, Leinpzig: 1873, Band 8, S. 124 (➝ https://books.google.at/books?id=1nICVdqBz_wC&pg=PA124)

        ++++

        II.) Haiko Mensing, 2021:

        „Die Sachpolitik wird in vielen Reden geadelt als etwas, das sich an der Sache selbst orientiert und dabei ohne Ideologie oder parteipolitische Präferenz auskommen kann. Damit aber ermöglicht man den Verwaltungen und ihren hauptamtlichen Leiterinnen und Leitern einen Einfluss auf die örtliche Politik, der ihnen in dieser Fülle nicht zusteht. Die Politik zieht sich oft darauf zurück, die Vorgaben der Fachleute zu beurteilen, aber nie grundsätzlich in Frage zu stellen. Die Verwaltung hat ja eben die Fachleute.

        Dabei vergessen die Politiker, dass auch die Verwaltung interessengeleitet arbeitet und ihre Vorlagen deshalb immer, ob gewollt oder ungewollt, in eine bestimmte Richtung tendieren. Immer nach dem Motto: Das war noch nie so. Das war schon immer so. Das wird nicht geändert. Aber auch hinter dieser fachlich begründeten, angeblich politisch unbeeinflussten und nur an der Sache orientierten Arbeit der Verwaltung stecken handfeste Interessen, die man oft erst durch beharrliches Nachfragen herausbekommt.
        […]
        Wer sagt, er will Sachpolitik machen, macht es sich oft zu einfach und öffnet Alleingängen der Verwaltung Tür und Tor. Außerdem verwässert er sein eigenes Profil bis zur Unkenntlichkeit und wird es bei Wahlen schwerer haben, Argumente zu finden, warum man ihn wählen sollte. Denn Sachpolitik machen alle anderen ja auch.

        Ja, es gibt sogar Gruppen, die sich bewusst von den Parteien abgrenzen, behaupten bürgerorientiert zu arbeiten und behaupten, ganz besonders transparent zu agieren. Klopft man ihre Beweggründe ab, stellt sich oft heraus, dass es um einzelne Punkte geht oder sogar verletzte Eitelkeiten Grund für die Bildung einer neuen Bürgerbewegung sind.

        Das alles spricht nicht gegen Sachpolitik, aber für eine, die sich aus bestimmten Anschauungen und Überzeugungen erklärt. Zu oft wird der Begriff der Parteipolitik negativ und als Abgrenzung verwendet. Damit helfen viele der sehr engagierten Kommunalpolitiker mit, ihre eigene Parteizugehörigkeit und die Parteien zu diskreditieren. Sie tragen damit zu Politikverdrossenheit bei, ohne es zu wollen. Das aber kann nicht im Sinne der Bürger und der Kommunalpolitiker sein. Niemand auf kommunaler Ebene macht Politik, ohne bestimmte Werte zu bedenken oder im Hinterkopf zu haben.“

        Haiko Mensing: „Wir machen Sachpolitik“ – wirklich? (03. Dezember 2021) In: DEMO – Das sozialdemokratische Magazin für Kommunalpolitik (➝ https://www.demo-online.de/blog/sachpolitik-wirklich)

        ++++

        III.) Peter Müller, 2022:

        https://www.mueller-denkt.de/post/philosophisches-lexikon-ph%C3%A4nomenologie

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      • Avatar von Helga Dreyer Helga Dreyer sagt:

        Lieber Herr Berg, schon in dem Moment, als ich darüber nachdachte, wie ich Herrn Bruns mit möglichst wenigen Worten unseren Vereinszweck erklären kann, war mir klar, dass sich Brückengegner genau an dieser Formulierung stören werden („uns geht es um die Sache selbst“).

        Vorsorglich hatte ich dann den Link zu unserer Homepage beigefügt, so hätte man – wenn es interessiert – bequem unsere Satzung einsehen können.

        Um welche Sachen geht es uns also:

        Als Förderverein Brücken bauen e. V.
        * tragen wir zur Volksbildung bei und informieren auf Basis nachprüfbarer Fakten über die Elbbrücke Darchau/Neu Darchau
        * gehen wir ins Gespräch mit Politikerinnen und Politikern aller Parteien und Vertretern maßgeblicher Organisationen
        * helfen wir, Beiträge zur Finanzierung der Brücke ausfindig zu machen und
        * falschen Behauptungen oder abwegigen Vermutungen über die Elbbrücke aktiv entgegenzutreten.

        Es ist mir ein Anliegen, mich sachlich, vorurteilsfrei und methodisch genau über die vielfältigen Geschehnisse zu äußern und mich über den weiteren Ablauf der Brückenplanung in allen Facetten insbesondere dann zu Wort zu melden, wenn von anderen – salopp ausgedrückt – Fake-News jeglicher Art bis hin zur Verbiegung unseres Rechtssystems verbreitet werden.

        Damit erfülle ich als geschäftsführendes Vorstandsmitglied zunächst einmal unseren Vereinszweck.

        Die Ansicht Platons, lieber Herr Berg, der neben der Tapferkeit und Gerechtigkeit die Weisheit und Besonnenheit zu den Grundtugenden zählt, die für Husserls Theorie relevant sind und im Hinblick auf Urteile zur Zurückhaltung mahnen sollen, kann aber doch in unserem schnelllebigen Medienzeitalter nicht mehr die erste Wahl der Reaktions-Handlung sein.
        Erst recht dann nicht, wenn offensichtlich ist, dass der Opponent bewusst (oder manchmal auch unbewusst) mit inkorrekten Darstellungen auf diesen Kanälen oder mit Hilfe der Lokalmedien hausieren geht.

        Ich verurteile nicht, sondern ich kläre auf! Und ich agiere nicht, ich reagiere.

        Die kürzlichen unsäglichen Facebook-Kommentare des LTA Schulz-Hendel oder die heutigen des SPD-Stadtrats Kohlstedt (s. Dehde FB) konnten ebenso wenig unwidersprochen bleiben, wie auch beispielsweise über die Vorgänge um den Antrag des KTA Herzog für die SOLI-Fraktion im KT Lüchow-Dannenberg aufgehellt werden musste.
        Mythenhaftes durchwandert sonst in Windeseile die Kommunikationskanäle und verfestigt sich bei den Lesern, die auf die Korrektheit der handelnden Brückenplaner vertrauen.

        Schauen Sie sich bitte noch einmal die Aufzählung am Anfang meines Kommentars an. Die Blog.jj- oder Facebook- oder Instagram-Kommentare bedeuten doch nicht das Ende der Fahnenstange, natürlich gehen wir bei wesentlichen Vorgängen zusätzlich ins Gespräch mit den maßgeblichen Politikern und Politikerinnen und machen auf etwaige Mängel aufmerksam (und da waren Sie mit Ihren Rund-Mails an viele Empfänger ja häufig auch eine Hilfe).

        Das geschieht für die Außenwelt aber geräuschlos.
        Und genau das unterscheidet uns fundamental von den Brückengegnern, insbesondere der in Neu Darchau ansässigen BI „Ja zur Fähre, nein zur Brücke“. Wir müssen diesen Entscheidungsträgern – psychologisch geschickt – nichts verkaufen, denn eine Mehrheit steht hinter der Brückenplanung (und erst recht wegen der derzeitigen Situation – Fährausfall in Bleckede); wir informieren immer (!) auf Basis NACHPRÜFBARER Fakten.

        Die Person, auf die meine Anspielung abzielte, hat angekündigt, ganz oben auf der Agenda zu haben, diese Volksvertreter durch zahlreiche öffentlichkeitswirksame Aktionen davon abzubringen, um bei der alles entscheidenden Kreistagssitzung für den Bau der Elbbrücke bei Darchau / Neu Darchau zu votieren. Dazu wird die Tuchfühlung zu diesem Personenkreis und zu einzelnen Journalisten angestrebt. Und diese KT-Sitzung kann ja erst nach den erwarteten Klageverfahren, also frühestens in zwei bis drei Jahren, stattfinden.

        Hierzu wird sich die Person vermutlich in Kürze öffentlich äußern, so dass auch Sie, lieber Herr Berg, dann Gelegenheit haben werden, die Wesensmerkmale seiner Zielsetzung einordnen zu können (wobei ich glaube, dass Sie das längst konnten).

        Ihre Vermutung, wonach „die Phase der Erfolgsaussichten von Protest- und Pathosveranstaltungen in Sachen Elbbrücke vorüber und der Vorgang endgültig auf die ruhige Straße des rechtlich-administrativen Handelns und Urteilens eingebogen ist,“ ist Ihrerseits deshalb ein fataler Irrtum und ich hoffe persönlich sehr, dass Sie als gut vernetzter Brückengegner mir nicht – quasi in der Rolle des Harpokrates – einen, wenn auch „gutgemeinten“, Maulkorb verpassen wollten.

        Sorry, lieber Herr Berg, aber solange Herr Jenckel die Brücke in seinem Blog zur Diskussion stellt, solange werden Sie wohl auch meinen Namen als Kommentatorin lesen müssen, jedenfalls genau dann, wenn vorher Fake-News zum Thema zu lesen waren.

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    • Avatar von Klaus Bruns Klaus Bruns sagt:

      Liebe Frau Dreyer, was meinen Sie, woran liegt es , dass viele Bauern dem Nazitum so nahe stehen? Das war unter Adolf schon so . Die Kornkammer Europas wurde schon mal in der Ukraine gesucht, um sie zu vereinnahmen. Wie viele AfD -Anhänger gibt es eigentlich im Brückenverein? https://www.facebook.com/GegenDieAlternativeFuerDeutschland/posts/573525652752501/ schmunzeln

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      • Avatar von Helga Dreyer Helga Dreyer sagt:

        Lieber Herr Bruns,
        unser Verein fragt nicht nach Parteivorlieben oder -zugehörigkeit, uns geht es um die Sache selbst. Mitglieder des Vereins können alle natürlichen und juristischen Personen werden, die sich zu den Zielen des Vereins bekennen (s. § 5 unserer Satzung).
        Ich kann Ihnen die Frage daher nicht beantworten, weiß aber, dass unserem Verein auch solche Mitglieder angehören, die der Partei Bündnis 90 / Die Grünen nahestehen. Das wäre doch Ausgleich genug für die von Ihnen vermuteten AfD-Anhänger, die sich für die Brücke aussprechen, oder?

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  9. Avatar von Klaus Bruns Klaus Bruns sagt:

    Herr Jenckel was war denn vor einiger zeit auf ihren blog los? alle namen waren weg und überall stand dafür eine 1

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    • Avatar von jj jj sagt:

      Verstehe nur Bahnhof

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      • Avatar von Klaus Bruns Klaus Bruns sagt:

        Seltsam, habe einen ganzen tag ihren blog aufgerufen, es war erst vor kurzem und habe durchgeklickt . sämtliche namen waren weg, dafür stand eine 1 und zwar auch bei sämtlichen kommentaren in der vergangenheit. die namen in den texten waren noch vorhanden, aber die den text geschrieben hatten , hatten keinen namen mehr, dafür stand die 1.

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      • Avatar von jj jj sagt:

        Siehe Otto Berg. lg

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      • Avatar von Volker Schuster Volker Schuster sagt:

        Anstelle von »XYZ schreibt:« stand da überraschend »[ ]¹ schreibt:«, wobei die fette eckige Klammer und die Hochzahl blau hinterlegt waren und beim Anklicken auf »Alle Beiträge von Hans-Herbert Jenckel:« schalteten.

        Ein Mysterium!!!!!

        Genauso übrigens wie Fiddis plötzlicher Schwenk zur neuen »Merz-Linnemann-CDU« am Donnerstag vor drei Tagen

        Ich fand Linnemann erstaunlich verunsichert, als er jetzt in den Tagesthemen auftrat. Da hörte ich ihn sagen, er wolle den Leuten wieder Bock auf Zukunft machen, was er vermutlich für Jugendsprache hält. Aber es ist natürlich phantastisch, wenn er in die Emotion geht. Dann reißt es ihm so das Stimmchen weg. Auf dem letzten Parteitag, da ging es um Chancengleichheit gegen Gleichstellung, ein Thema also, das in jeder Eisdiele diskutiert wird, in der Gelateria Da Mario im gräulich patinierten von Mansbergschen Pavillon in Lüneburgs Schröderstraße 16 ebenso wie im Eiscafè Mancini im frisch renovierten Fachwerkhaus an der Lüneburger Straße 1 in Bleckede. Ich weiß nicht, ob man dem kleinen Carsten den großen Unsympathen abnimmt. Ob er, um ein altes CDU-Wort zu benutzen, die nötige Street Credibility hat.

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  10. Avatar von Helga Dreyer Helga Dreyer sagt:

    Man muss schon sehr spitzfindig sein, um in der Pressemitteilung des Landrats, die übrigens 429 Wörter zählt,

    „Feste Elbquerung fehlt: Aktuell lange Wartezeiten an der Fähre „Amt Neuhaus“ in Bleckede“, (https://www.landkreis-lueneburg.de/das-wichtigste-auf-einen-blick/aktuelle-informationen/presse/pressemitteilungen/feste-elbquerung-fehlt-aktuell-lange-wartezeiten-an-der-faehre-amt-neuhaus-in-bleckede.html)

    als Angelpunkt die geplante Elbbrücke bei Darchau / Neu Darchau zu sehen und dann zu resümieren:

    ein „Brücken-Argument auf Biegen und Brechen“ (H.-H. Jenckel)
    oder „In der Tat, die offiziellen Verlautbarungen des Herrn Böther haben es in sich“ (O. Berg).

    Was hat Herr Böther zur geplanten Brücke bei Darchau gesagt?

    „Auch deshalb brauchen wir eine Elbbrücke bei Darchau: Damit die Menschen verlässlich und schnell über den Fluss kommen – zur Arbeit, zu Behördengängen und zu Besuchen auf der anderen Seite“, so Böther. Eine Brücke würde auch die Elbfähre entlasten.“

    das sind genau 39 Wörter!

    Offenbar haben Tunnelblicke verhindert, die Informationen des Landrats aus den Äußerungen:

    „Feste Elbquerung fehlt“ und „Die langen Wartezeiten an der Fähre ‚Amt Neuhaus‘ zeigen, wie wichtig eine feste Elbquerung für die Menschen in der Region ist. Wenn eine Brücke fehlt, wirkt sich das massiv auf den Alltag aus“

    die sich ganz eindeutig auf die zurzeit für den Straßenverkehr gesperrte Brücke in Lauenburg beziehen und als einleitende Bewertung über die augenblicklich missliche Lage der Elbquerer unserer Region in der Pressemitteilung dienen, einzuordnen.

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  11. Avatar von Wildo Drebes Wildo Drebes sagt:

    Ich schreibe hier jetzt mal noch einfach was.
    Im Juli werden wir alle merken wie blöd es ist das die Brücke noch nicht fertig ist. Hinter Dahlenburg wird voll gesperrt.In Brietlingen wird voll gesperrt und die Elbbrücke Lauenburg gleich mit. Wenn gewisse Leute dann nicht merken wie wichtig eine weitere Brücke wäre, dann weiss ich auch nicht mehr.

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    • Avatar von Klaus Bruns Klaus Bruns sagt:

      welch eine logik. es sind sommerferien. wer will dann noch von ost nach west? und die ostseeurlauber haben doch zeit, oder? 100 millionen euro als lückenfüller, eine grandiose idee. sollen die vollsperrungen eigentlich eine dauereinrichtung werden?

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  12. Avatar von Otto Berg Otto Berg sagt:

    Lieber Herr Jenckel,

    in der Tat, die offiziellen Verlautbarungen des Herrn Böther haben es in sich. Zum Glück ist sein Fell dick genug, um sich nicht weiter darum zu scheren (vgl. seine tausendmal augenrollend vorgetragenen Versprechen vom Finanzamt vollständig vereinnahmbarer Vorsteuerzahlungen für alle erbrachten Leistungen beim Bau der „Landeskrankenhilfe-Arena“ ).

    Was allerdings das Bundesprojekt, die neue Autobrücke bei Lauenburg, über das Kreisprojekt, die geplante Elbbrücke zwischen Darchau und Neu Darchau, sollte besagen können, ist wohl ohne magische Biegekunst im Reiche stahlbetonharter Argumentationslogik auch Ihnen, der in die Zukunkt spökenkiekt, nicht leicht zu erweisen.

    Zu einigen bisher wenig beachteten Fakten:

    Vor knapp vier Wochen, am Mittwoch, 14. Juni 2023, tagte die Kreisvertretung von Lüchow-Dannenberg (KT DAN) von 14:31 bis 19:03 Uhr im Restaurant Gartower-Seeterassen am Hans Borchardt Platz 1 in 29471 Gartow (KT/013/2023).

    Drei Tagesordnungspunkte hatten es in sich:

    1.) TOP Ö 20 (Neukonzeption Wirtschaftsförderung Lüchow-Dannenberg / Beschlussvorlage Nr. 2023/586) dort lautete der wohl besonders für Lüneburgs ehemaligen Bundestagsabgeordneten Eckhard Pols interessante erste Teil des Beschlussvorschlages: „Die Verwaltung wird beauftragt, den Dienstleistungsvertrag über die Wirtschaftsförderung für den Landkreis Lüchow-Dannenberg mit der Süderelbe AG Hamburg-Harburg vom 06.10.2020 fristgerecht zum 31.12.2023 zu kündigen.“

    2.) TOP Ö 21 (Aufhebung Heranziehungsbeschluss des Kreistages vom 27.06.2005 betreffend aller Verfahren zur „Brücke Neu Darchau-Darchau“ / Beschlussvorlage Nr. 2023/589)

    3.) TOP Ö 34.1 (Kündigung Brückenvertrag Neu Darchau / Informationsvorlage 2023/536)

    Erläuterndes zu Punkt (2.) und (3.) war nachzulesen im Artikel von Karl-Friedrich Kassel in der Elbe-Jeetzel-Zeitung vom Sonnabend, 17. Juni 2023 auf Seite 2 bzw. online schon am Freitag, 16. Juni 2023 unter: https://www.ejz.de/lokales/brueckenvertrag-neu-darchau-kuendigung-moeglich-id297016.html

    Zu 2.) schreibt Herr Kassel: „Der Kreistag hat in Sachen Elbbrücke Neu Darchau Zuständigkeiten abgegeben. Mit knapper Mehrheit beschlossen die Abgeordneten am Mittwoch in Gartow, der Verwaltung Absprachen mit ihren Lüneburger Kollegen zu überlassen. Damit hob der Kreistag einen Beschluss von 2005 auf. Damals hatte er alle Verfahren zur Brücke an sich gezogen. Das galt aus Sicht der Verwaltung auch für Detailfragen wie etwa die Gestaltung von Kreuzungsbereichen oder Haltestellen. Jeder Kontakt auf der Fachebene mit den Verwaltungskollegen in Lüneburg [hätte] nach dieser Auffassung dem Kreistag vorgelegt werden [müssen]. Nach dem neuen Beschluss sollen politische Abwägungsprozesse auch weiterhin dem Kreistag vorbehalten bleiben.“

    Das Problem, wann „eine Absprache“ ausdrücklich „politisch“ zu nennen und folglich dem Urteil des KT DAN anheimzustellen ist, wann sie „nur“ sachliche „Detailfragen“ betrifft und daher ohne Umweg auf dem Verwaltungwege getroffen werden kann, kümmerte erstaunlicherweise aber weder die beschlussfassende Mehrheit der Lüchower Kreisvertretung noch kümmert es den EJZ-Redakteur.

    — Warum nicht?

    Immerhin war dem Journalisten Kassel die Schwierigkeit nicht entgangen. Denn – wohl aus anderem Grund – berichtete er von einer Einlassung, die klar machte, das noch der geringfügigsten Einzelfrage eine politische Entscheidung vorgelagert ist: Der Abgeordnete „Kurt Herzog (Soli) wies darauf hin, dass die Verwaltung eigentlich tätig werden und dem Landkreis Lüneburg die Weiterarbeit an der Brücke untersagen müsste. Denn Lüneburg sei mitten in der Planung, und Planung sei Teil der Bauarbeiten. Die aber dürften nur bei einer Ortsumgehung von Neu Darchau und Katemin fortgesetzt werden.“

    — Wie entkräftet „man“ diesen Einwand (anstatt ihn einfach blasiert beiseite zu schieben)?

    Zu 3.) gibt bereits die Überschrift des EJZ-Artikels Auskunft: „Brückenvertrag Neu Darchau: Kündigung nicht möglich“. Ob dem tatsächlich so ist, lässt sich mit der (allerdings unsinnigen) Mutmaßung eines Rechtes zur Auflösung des Vertragsverhältnisses aufgrund einer Störung der Geschäftsgrundlage nach § 313 BGB nicht erweisen. Wie von vornherein zu erwarten war, erweist stattdessen die rechtliche Stellungnahme der Verwaltung (VO 2023/536) die Überflüssigkeit jener Erörterung.

    — War nicht der KTA Herzog mit seinem „Hinweis“ (s.o.) gedanklich viel näher an der Möglichkeit, die Fortführung der Baumaßnahme mit Bezug auf § 3, Abs. 3 der „Brückenvereinbarung“ zu untersagen, als es diese zeitraubende (weil juristisch schlecht informierte) Anfrage der GRÜNEN gewesen ist?

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    • Avatar von Helga Dreyer Helga Dreyer sagt:

      Lieber Herr Berg,
      Ihre Gedankenspiele über den Hinweis des KTA Herzog (Untersagung der Baumaßnahme) –
      https://blog-jj.com/2023/07/11/brucken-argument-auf-biegen-und-brechen/#comment-20357 – in allen Ehren.
      Sie führen jedoch in die Irre.

      Wer schiebt Ihrer Meinung nach denn „seine Einlassung blasiert beiseite“?

      Am 3. Juli teilte Herr Kirst-Thies in dem Newsletter der BI „Ja zur Fähre, nein zur Brücke“ mit:
      „Die Verwaltung des Landkreises Lüchow-Dannenberg prüft zurzeit, ob die Untersagung weiterer Planungen und des Baus der Brücke wegen Vertragsverstoßes (Trassenführung als Ortsdurchfahrt)
      rechtlich aussichtsreich ist. Der Kreistag Lüchow-Dannenberg hatte am 17. Januar mehrheitlich beschlossen, die Untersagung auszusprechen, wenn die Trasse zur Brücke als Ortsdurchfahrt durch den Neu Dachauer Ortsteil Katemin geplant wird.“

      Sollten Sie, lieber Herr Berg, meinem Empfinden nach einer der bemerkenswert am besten unterrichteten Blog-Diskutanten beim Brückenthema, etwa verdrängt haben, dass wir uns bereits im
      Juli 2021 in diesem Forum über die aberwitzigen Einlassungen des KTA Herzog, die Abgeordneten des Kreistages hätten nicht über den endgültigen Wortlaut zur Ortsumfahrung des Brückenvertrages abstimmen können, unterhalten haben?

      Am 13.7. 2021 – https://blog-jj.com/2021/07/12/bruecken-kollision/#comment-14758
      hatte ich bereits über einen Auszug aus der Ratsinformation des Landkreises L.-D. informiert.

      Zur besseren Einordnung gerne noch einmal die Antwort aus dem Kreishaus Lüchow:
      Auszüge aus https://ratsinfo.luechow-dannenberg.de/buergerinfo/to0040.asp?__ksinr=2981 :

      „Maßgeblich für die Beurteilung dessen, was konkret unter dem vereinbarten Passus „Ortsumfahrung Neu Darchau“ von beiden Parteien gemeint war, ist neben dem (1) Wortlaut und der (2) Vertragssystematik insbesondere auch (3) der Werdegang der Vertragsverhandlungen.

      1) Nach allgemeinem Sprachgebrauch und den üblichen Bezeichnungen von Planungen zu Ortsumgehungen, z.B. Ortsumgehung Lüchow oder Ortsumgehungen im Bedarfsplan für Bundesfernstraßen (z.B. OU Jameln, OU Grabow oder OU Saaße) ist immer die Ortsumgehung des Ortsteils gemeint und nicht die Ortsumgehung einer politischen Gemeinde, die i.d.R. aus mehreren Ortsteilen besteht.
      Es ist unwahrscheinlich, dass entgegen den allgemeinen Sprachgebrauchsregeln in der Brückenvereinbarung die gesamte (politische) Gemeinde Neu Darchau übereinstimmend von allen Vertragsparteien gemeint gewesen sein soll.

      2) In der Präambel der Brückenvereinbarung wird ausgeführt, dass die genaue Trassenführung der Elbbrücke und der Ortsumfahrung Neu Darchau im laufenden Verfahren erarbeitet werden wird.

      3) Auch der Vergleich zwischen verschiedenen Gesprächsfassungen und endgültig vereinbarter Vertragsfassung lässt nicht erkennen, dass im Zeitpunkt des Vertragsschlusses von den Vertragsparteien mit „Ortsumfahrung Neu Darchau“ die ausschließlich die Umgehung von Neu
      Darchau gemeinsam mit Katemin gemeint war:

      Im ersten Entwurf einer Brückenvereinbarung, der vom Landkreis Lüneburg vorgelegt worden ist, war im § 1 „Vertragsgegenstand“ noch folgender Text enthalten: „Gegenstand dieser Vereinbarung sind Planung, Bau, Unterhaltung und Finanzierung einer Elbbrücke bei Darchau und Neu Darchau und einer östlichen Ortsumfahrung von Neu Darchau und Katemin einschließlich vorbereitender Maßnahmen.“ (Anlage 2).
      – Später ist von der Gemeinde Neu Darchau am 21.10.2008 für die Trassenführung der östliche Ortsrand von Katemin bevorzugt worden (QUASI EINE FÜHRUNG ZWISCHEN DEN
      ORTSTEILEN VON KATEMIN UND NEU DARCHAU), da so eine Lärmbelastung von zwei Seiten der weiter westlich gelegenen Kateminer Wohnbebauung vermieden werden könne. Siehe hierzu den Besprechungsvermerk vom 21.10.2008 auf Seite 3 (Anlage 3) und den Übersichtsplan mit Trassenvarianten (Anlage 4).

      – In einer Besprechung am 29.10.2008 wurde die mögliche Trassenvariante am östlichen Ortsrand von Katemin noch einmal von den Beteiligten bestätigt, da zusätzlich zur Lärmminderung die mögliche Beeinträchtigung des angrenzenden FFH-Gebietes gemindert werden könne. Siehe hierzu
      den Besprechungsvermerk vom 29.10.2008 (Anlage 5).

      DARAUFHIN wird im Entwurf der Brückenvereinbarung vom 01.11.2008 hinsichtlich der Führung der Ortsumgehung der Ortsteil Katemin NICHT MEHR ERWÄHNT (Anlage 6).

      In dieser Fassung wird in der Präambel folgender Satz ergänzt: „Die genaue Trassenführung der Elbbrücke wird im laufenden Verfahren erarbeitet werden.“

      Nach Abstimmung zwischen den Landkreisen sind im Entwurf der Brückenvereinbarung vom 14.11.2008 (Anlage 7) weitere Änderungen erfolgt, wobei die Thematik „Ortsumfahrung um Katemin“ NICHT MEHR AUFGENOMMEN wurde.“

      Lieber Herr Berg, vor nicht einmal zwei Monaten hatte ich dann über die entsprechenden EJZ-Pressestimmen zu diesen KT-Sitzungen, in denen die Vertragspassage der Ortsumfahrung um Neu Darchau und damit
      die Einlassungen des KTA Herzog behandelt wurden, informiert (https://blogjj.com/2023/05/19/mit-der-elbbrucke-ins-guinness-buch-der-rekorde/#comment-19978).

      Es schloss sich im Blog eine ausführliche Diskussion über Begriffsbestimmungen wie „Gemeinde“, „Orte und Ortsteile“ an, die zum Ergebnis hatte, dass nach geltendem Recht nahezu mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Brückenvereinbarung nicht so ausgelegt werden kann, dass auch um Katemin eine Ortsumfahrung geplant, ausgeschrieben und gebaut werden müsste.

      Ich gehe davon aus, dass den Juristen in der Kreisverwaltung sehr wohl diese Unterscheidungen bekannt sind und sie ihre dazu veröffentlichte Meinung aus 2021 (s. o.), wonach die Untersagung des in Planung befindlichen Vorhabens rechtlich nicht möglich sein dürfte, beibehalten haben.

      Und ich gehe auch einmal vorsichtig davon aus, dass die Verwaltung Herrn Herzog und weitere KTA – zumindest mündlich – über die Sachlage (erneut) in Kenntnis gesetzt hat, immerhin datiert der Prüfantrag des Kreistages an die Verwaltung aus Januar 2023.

      Der Vorwurf kann daher nicht lauten, „man“ schiebe blasiert einen Einwand des KTA Herzog beiseite.
      Der Vorwurf muss vielmehr heißen: KTA Herzog hat die Verwaltung mit einem verzichtbaren Einwand unnötig belastet.

      Aber solange die Einflüsterer aus Neu Darchau, die gut vernetzte BI „Ja zur Fähre, nein zur Brücke“, Bestimmungen nach eigener – für ihre Belange passende – Anschauung den geneigten Brückengegnern, also auch einigen Lüchower KTA, präsentieren, wird es auch abkömmliche
      Prüfaufträge an die Verwaltung geben.

      Abschließend eine Kostprobe zur Interpretationsfreudigkeit der BI:
      Herr Kirst-Thies behauptet: „Neu Darchau ist kommunalrechtlich keine Ortschaft. Die braucht Ortsräte“
      https://blog-jj.com/2023/05/19/mit-der-elbbrucke-ins-guinness-buch-derrekorde/#comment-20006

      Aha. Dr. Google hätte Herrn Kirst-Thies aufklären können.
      > In Niedersachsen sind Ortschaften mit Ortsrat und ohne Ortsrat möglich. Ob ein Ortsrat gewählt oder ein Ortsvorsteher eingesetzt wird, regelt die Hauptsatzung der Stadt oder Gemeinde, der die Ortschaft angehört https://de.wikipedia.org/wiki/Ortsvorsteher .

      In der Gemeinde Neu Darchau sind keine Ortsräte eingesetzt worden! siehe

      Klicke, um auf Hauptsatzung_der_Gemeinde_Neu_Darchau_vom_03.05.2017.pdf zuzugreifen

      Der Ort Neu Darchau war, ist und bleibt – auch kommunalrechtlich – eine Ortschaft in der Gemeinde Neu Darchau!
      Und – Quintessenz – nur um diesen Ort (oder um diese Ortschaft) ist – dem Wortlaut der Brückenvereinbarung nach – eine Ortsumfahrung zu planen, auszuschreiben und zu bauen.

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      • Avatar von Otto Berg Otto Berg sagt:

        Liebe Frau Dreyer,

        zwei Dinge:

        I.) Wie schon zweimal zuvor (bei den Autodafés infolge des „Umzugs“ aus der LZ und erneut vor eineinhalb Jahren) hat Herr Jenckel vor vier Tagen wieder an den Hintergrundeinstellungen seines Blogs herumgefummelt.

        Viele „interne“ Verlinkungen in den Kommentaren und Artikeln der Zeit davor funktionieren deshalb nicht mehr. Damit ist das über Jahre aufgebaute Blog.jj-Archiv von mehr als zehntausend Texten von historisch-dokumentarisch einmaligem Wert zu Beginn dieser Woche ein Stück weiter zu einem Riesenhaufen unbrauchbaren Buchstabensalats geworden.

        II.) Mein Hinweis auf den Passus von Herrn Kassel, der am 14. Juni auf den Hinweis von Herrn Herzog hingewiesen hatte, sollte, unangesehen der mehrschichtigen und keineswegs trivialen Umgehungsstraßenthematik (vgl. Ihre Darlegungen im Austausch mit Herrn Kirst-Thies von Anfang Juni: https://blog-jj.com/2023/05/19/mit-der-elbbrucke-ins-guinness-buch-der-rekorde/), nichts über den absoluten Wert des darin steckenden Argumentes sagen, sondern nur dessen relative Überlegenheit im Vergleich zu dem Versuch unterstreichen, eine Störung der Geschäftsgrundlage nach § 313 BGB darzutun.

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      • Avatar von jj jj sagt:

        Ich habe zwar nirgendwo „rumgefummelt“. Aber die Beleidigungen von Herrn Berg ertrage ich mittlerweile ganz gelassen.

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      • Avatar von Otto Berg Otto Berg sagt:

        Lieber Herr Jenckel,

        das war nicht als Beleidigung gedacht! Vor vier Tagen waren plötzlich alle Blog.jj-Kommentatorennamen für einige Stunden verschwunden. Seitdem funktionieren viele Querverlinkungen nicht mehr. Probieren Sie es bitte z. B. mit denen im letzten Post von Frau Dreyer.

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      • Avatar von jj jj sagt:

        Danke für den Hinweis. Ich war es nicht. lg

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      • Avatar von Otto Berg Otto Berg sagt:

        Lieber Herr Jenckel,

        wie es scheint, muss ich Sie um Entschuldigung bitten. Die defekten Blog.jj-Links gehen in diesem Fall nicht aufs Konto unseres Blogmasters, also auf Ihres, sondern auf das von Frau Dreyer:

        Der erste Blog.jj-Link im ersten Absatz des Kommentars von Frau Dreyer vom 13. Juli 2023 um 1:27 Uhr (https://blog-jj.com/2023/07/11/brucken-argument-auf-biegen-und-brechen/#comment-20368) funktioniert. Er lautet: https://blog-jj.com/2023/07/11/brucken-argument-auf-biegen-und-brechen/#comment-20357

        Der zweite Blog.jj-Link im vierten Absatz des Kommentars von Frau Dreyer vom 13. Juli 2023 um 1:27 Uhr funktioniert NICHT. Er lautet korrekt: https://blog-jj.com/2021/07/12/bruecken-kollision/#comment-14702 (Frau Dreyer hatte hier schlicht einen nicht-existenten Link verwendet.)

        Der dritte Blog.jj-Link im fünfzehnten Absatz des Kommentars von Frau Dreyer vom 13. Juli 2023 um 1:27 Uhr funktioniert NICHT. Er lautet korrekt: https://blog-jj.com/2023/05/19/mit-der-elbbrucke-ins-guinness-buch-der-rekorde/#comment-19978 (Frau Dreyer hatte hier vergessen, einen Bindestrich nach „https://blog“ zu setzen – oder hatte diesen versehentlich getilgt.)

        Der vierte Blog.jj-Link im einundzwanzigsten Absatz des Kommentars von Frau Dreyer vom 13. Juli 2023 um 1:27 Uhr funktioniert NICHT. Er lautet korrekt: https://blog-jj.com/2023/05/19/mit-der-elbbrucke-ins-guinness-buch-der-rekorde/#comment-20006 (Frau Dreyer hatte hier vergessen, einen Bindestrich nach „https://blog-jj.com/2023/05/19/mit-der-elbbrucke-ins-guinness-buch-der“ zu setzen – oder hatte diesen versehentlich getilgt.)

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  13. Avatar von jj jj sagt:

    Diese Korrektur zur Pressemeldung zur Elbbrücke, die der Landkreis Lüneburg heute verschickt. hat denn schon Freudsche Qualität:
    „In der Ursprungsversion der Pressemitteilung fand sich eine uneindeutige Formulierung. Dort hieß es irreführend, die geplante Elbbrücke würde „das Amt Neuhaus und den Bleckeder Ortsteil Neu Wendischthun mit dem Rest des Landkreises“ verbinden. Der Standort der geplanten Elbbrücke ist weiterhin bei Darchau und nicht bei Bleckede. Die Brücke würde die links- und rechtselbischen Teile des Landkreises Lüneburg und des Landes Niedersachsen verbinden.“

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    • Avatar von Klaus Bruns Klaus Bruns sagt:

      Herr Jenckel, was meinen Sie, warum hat der ehemalige Bürgermeister von der geteilten Stadt Bleckede nicht hier gerufen, als es darum ging , Brücken zu verteilen? Es sollte doch wieder zusammen wachsen, was zusammen gehört.

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      • Avatar von jj jj sagt:

        Als Argument wird angeführt, dass es nur bei Neu Darchau einen Korridor gibt, der bei den ganzen Vogelschutzgebierten, Naturschutzgebieten etc. Klagen überstehen könnte. lg jj

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