
Baudenkmäler in Lüneburg sind im Falle der Sanierung regelrechte Kostenfallen, je größer das Baudenkmal, je größer die Überraschungen. Das erlebt gerade die Industrie- und Handelskammer im Renaissance-Bau am Sand.
Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert: „Seit wir angefangen haben, vergehen keine zwei Wochen, in denen wir keine neuen Überraschung serviert bekommen.“ Die Sanierungskosten sind mittlerweile von erst 25, dann 35 auf jetzt gut 40 Millionen Euro gestiegen.
Im Keller fand Architekt Andreas Heller mit seinem Team regelrechte Höhlen, die ürätseln ließen, wie das historische Gebäude überhaupt hält, sie für die Standsicherheit zu füllen, „das hat uns wahnsinnig aufgehalten“. Ob Schwamm, vergammelte Balken, verbaute Ecken, das kostet Zeit, Ideen und Nerven. „Ohne die Kammer wäre dieses Gebäude nicht langfristig gesichert worden“, sagt Heller.
Wäre da nicht ein Neubau billiger geworden. „Die Kammer sitzt sei achztig Jahren am Sand, zentral und gut erreichbar.“ Zugleich sind die Millionen wie auch bei der Sparkasse ein paar Straßen weiter ein klares Bekenntnis zum Standort Lüneburg.
Die Entdeckungen steigern nicht nur die Kosten, sondern verzögern auch den Einzugstermin, jetzt soll es das erste Quartal 2028 werden.
Am Ende der Bauzeit stehen ein große Saal für Veranstaltungen im Erdgeschoss, Prüfungs- und Seminarräume im ersten Obergeschoss und darüber Büros, aber weniger, skizziert Zeinert.
Hans-Herbert Jenckel
Foto jj: Architekt Andreas Heller (l.) und IHK-Chef Michael Zeinert auf der Baustelle der Kammer am Platz Am Sande. In dem Baudenkmal erleben die beiden Überraschungen im Überfluss – teure Überraschungen.
Ich zitiere mal Thomas Sander:
40 Millionen werden nicht reichen. Nach Beendigung der Sanierung sollte die IHK sich auflösen, sie hat sich nachhaltig um das Stadtbild verdient gemacht. Mission accomplished!
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tja, wer gut schmiert, der gut fährt. kann man auch im Gesundheitswesen beobachten. und wer sind die Täter? Immer die Gleichen die es können. Jetzt soll was dagegen getan werden. Ich lache später. Es werden wieder die Frösche gefragt, deren Teich man trocken legen will. Die IHK kennt sich damit eben auch aus. Der Steuerzahler putzt sich die Nase.
Wer, wie ich, bei der Krankenkasse anruft, um auf ,,Wucher,, aufmerksam zu machen, bekommt die Antwort: Wir haben Verträge mit denen und können somit nichts machen.
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Zuletzt im Oktober 2023 haben die Mitglieder der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (IHKLW) 99 Unternehmerinnen und Unternehmer gewählt, die bis 2028 der IHKLW-Vollversammlung angehören werden.
Die rund 70.000 Mitgliedsunternehmen der IHKLW konnten damals vier Wochen lang ihre (jeweils eine) Stimme abgeben und in sieben Wahlbezirken und neun Wahlgruppen aus 171 Kandidatinnen und Kandidaten auswählen. Die Wahlbeteiligung betrug 8,9 Prozent (2018: 8,7 Prozent). Per Online-Votum gaben 39 Prozent ihre Stimme ab und 61 Prozent per Briefwahl.
54 Unternehmerinnen und Unternehmer sind 2023 neu in das Gremium gewählt worden. 45 Männer und Frauen haben bereits in den vergangenen Jahren in der Vollversammlung gesessen.
Die Vollversammlung wählt den Präsidenten oder die Präsidentin sowie die weiteren Vizepräsidenten des Präsidiums. Sie beruft den Hauptgeschäftsführer oder die Hauptgeschäftsführerin. Sie entscheidet über die Bildung von Fachausschüssen, Schiedsgerichten oder Einigungsstellen.
Das heißt: Nur etwa 6.300 von 70.000 zwangsweise zur zahlenden Mitgliedschaft genötigten Unternehmen nehmen an der Wahl von 99 Personen teil, die ein Präsidium aus zehn Personen und einen Hauptgeschäftsführer bestimmen, welche dann entscheiden, dass sie 40 Millionen Euro dieser zwangsweise erhobenen „Mitgliedsbeiträge“ in einen luxuriös renovierten Hauptgeschäftssitz stecken werden und den Architekten dann ins Pressemikrophon sprechen lassen: „Ohne die Kammer wäre dieses Gebäude nicht langfristig gesichert worden“?
Das kostet vor allem Geld! € 40 Millionen — oder mehr!
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