Scharf spaltet Jamaika

Lüneburg, 1. Februar

Dr. Gerhard Scharf hat schwer angezählt den Abwahlantrag als Bürgermeister überstanden. Er hat sich entschuldigt. Spät, viel zu spät.
Birte Schellmann sagte, „beschädigt gehen wir alle aus der Affäre hervor“, Rat, Stadt und CDU. Da hat sie recht. Was sie aber vergaß, natürlich gilt das auch für die Jamaika-Koalition.
Grüne und FDP forderten vor dem größten Rats-Publikum seit vielen Jahrzehnten den Rücktritt. Die CDU lehnte das kategorisch ab. Die SPD schonte den Bürgermeister ob seiner Verdienste, bildlich gesehen, hielt sie ein die Hand über Scharf. Der hat durch die Hängepartie aufgrund der späten Entschuldigung Kredit auch bei vielen verspielt, die ihn kennen und ihm eigentich wohlgesonnen sind. Er hat, sagt er selber, im rechten Video als Repräsentant der Stadt versagt. Aber er zieht daraus nicht die Konsequenz. Es bleibt nach der Sitzung der Verdacht, dass Scharf nur noch eine Schachfigur im Ränkespiel der Fraktionen war und es bleibt die Gewissheit, die Jamaika-Gruppe mus reden. Das war kein Malheur, das ging ans Eingemachte. Der Kurs führt geradewegs zum Koalitions-Krach.

Hans-Herbert Jenckel

Über jj

Journalist, Dipl.-Kaufmann
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29 Antworten zu Scharf spaltet Jamaika

  1. jj schreibt:

    Liebe Kevin und Co.,
    der Rat der Stadt Lüneburg hat Bürgermeister Dr. Scharf nicht das Amt entzogen, Der Bürgermeister hat sich vorher in alle Richtungen entschuldigt, nicht nur bei Rat, Bürgern und Bürgerinnen, bei Opfern und Begleitpersonen, auch bei den Linken für Diffamierung, Pauschalisierung und Relativierung. Nur zurückgetreten ist er, was er hätte besser sollen, nicht. Und das wird er auch nicht, wenn hier eine Potemkinsche Blog-Armee in mäandernden Beiträgen, die teils schäumen wie eine Brunnen, in den man Persil gekippt hat. Er wird es nicht jetzt, aber sicher dieses Jahr tun.
    Ich verordne dem Thema im Blog mal eine Verschnaufpause.
    Morgen schalte ich noch einen Beitrag eines ehemaligen Botschafters frei, auf Wunsch von Prof. Dr. Wuggenig.
    Ja, und dann kommen neue Blog-Beiträge. LG hhjenckel

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  2. Anne Heinen schreibt:

    Scharf spaltet Lüneburg!

    So sehe ich das auch. Und er besitzt nicht einmal das Verantwortungsbewusstsein dieses Unglück, das er allein verursacht hat, einzudämmen und einzuhegen, indem er sich entschieden gegen die unappetitliche Instrumentalisierung seiner Person zu parteipolitischen Zwecken verwahrt, die (nicht nur in der extremen rechten Ecke) auf Ekel erregende Weise betrieben wird, und — sofort freiwillig von allen seinen Ämtern und Mandaten zurücktritt.

    Ein weiterer lesenswerter, zu den vielen ausgezeichneten hier hinzukommender Kommentar findet sich auf: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/luneburg/1459631-scharf2#comment-139182

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  3. Christian Lauchs schreibt:

    Birte Schellmann (FDP) wandte sich auf der Ratssitzung vom vergangenen Donnerstag gleich zweimal persönlich an Gerhard Scharf, er solle der möglichen Abberufung durch einen freiwilligen Rücktritt vom Amt des Bürgermeisters zuvorkommen. „Das Video hat uns alle beschädigt. Sie haben da leider in keiner Weise den richtigen Ton gefunden. Ihre unbestrittenen Verdienste verblassen immer mehr, je länger Sie an dieser Stelle festhalten und endlose Fortsetzung der Kritik provozieren. Ersparen Sie dem Rat eine weitere Vertiefung dieses höchst unerfreulichen Meinungsaustausches! Erklären Sie aus freien Stücken selbst ihren Rücktritt als Bürgermeister!“
    Vgl.: https://www.landeszeitung.de/blog/aktuelles/1460452-und-er-kommt-damit-durch

    Ich stimme Frau Schellmann zu!

    Auch ich verstehe nicht, warum Herr Scharf nicht von sich aus tut, was unvermeidlich ist, wenn er nicht vollständig würdelos in Schande versinken will: seinen sofortigen Rücktritt erklären. Und, wollte er (a) sich einen Rest seines einstmaligen, heute in sich zusammenstürzenden Ansehens, (b) unser Gemeinwesen vor der Vereinnahmung seiner Person durch ruchlose nationalchauvinistische Agitatoren und (c) seine Ratskollegen aus allen Fraktionen vor einem sie sämtlich beschädigenden Zermürbungskrieg um seinetwillen bewahren, warum tut er dann nicht, was geboten ist: erklären, er habe – endlich – die Unentschuldbarkeit seines Auftritts vom 2. Januar (unabhängig davon, wie Umstände oder Beweggründe gewertet würden) eingesehen und lege, um Lüneburg und die Lüneburger vor weiterem Schaden zu bewahren, per sofort freiwillig alle seine Ämter und Mandate nieder? Warum tut Herr Dr. Scharf das nicht? Allen Seiten – außer den Hetzern und Lügnern – wäre damit gedient.

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  4. sanderthomasgmxde schreibt:

    Eine Koalition von SPD, CDU und AfD hat unseren verdienstvollen, meinungsstarken, aufrecht demokratischen Historiker, Zeitzeugen und Bundesverdienstkreuzträger den Verbleib im Amt des Bürgermeisters gesichert. Wer auch sonst sollte im Verein mit der Manzke-Friedensstiftung und dem OB die zukünftige Gedenkkultur in unserer Stadt in die rechten Bahnen lenken?
    Besser geht nun mal nicht! Wir lieben alle Lüneburg 2018 ! Absolutely nothing`s changed….

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  5. Gustav Furhop schreibt:

    Dr. Scharf hat in seiner sogenannten „Erklärung“ KEINE EINZIGE seiner Aussagen zurück genommen.

    – Anders als er am Ende seiner „Erklärung“ selbst mahnt: „Ich bitte Sie herzlich: Lassen Sie wirre rechte Thesen mit zweifelhaftem Geschichtsverständnis niemals unkommentiert.“ kommentiert und widerruft Herr Scharf KEINE EINZIGE seiner im Video gemachten wirren rechten Thesen, die deutlich von seinem eigenen zweifelhaftem Geschichtsverständnis zeugen.

    – Und SCHARF ERKLÄRT NICHT, warum er die Stadtgesellschaft auf seine Stellungnahme 22 Tage lang hat warten lassen, eine Zeit, in der sein von ihm mit Rage und Emphase vor dem Mikrofon produzierter Youtube-Müll unwidersprochen im Netz kursierte, sich die rechte Blase formierte, der Hassprediger Nerling eine ganze Staffel von inzwischen sieben Filmen aus der Story seines Hauptdarstellers machte und der innerstädtische Friede auf dem Spiel stand – und weiterhin steht.

    Dr. Scharfs sogenannte „Erklärung“ ist eine Farce! Herr Dr. Scharf hat NICHTS gelernt. Was er vor allem damit bekundet, ist, dass er einfach NUR Bürgermeister bleiben möchte. Er besitzt nicht die Einsicht zu begreifen, dass das nicht mehr geht, weil er die Stadtgesellschaft spaltet und das Ansehen Lüneburgs – nachhaltig – beschädigt.

    Sofort!

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  6. Gundula Gause schreibt:

    Herr Dr. Scharf hat noch DIESES Wochenende, um zu überlegen, was er in und für Lüneburg damit anrichtet, dass er sich erst feige hinter dem Rücken des Oberbürgermeisters und nun ebenso feige hinter dem für Lüneburg desaströsen Votum des Rates verkriecht, anstatt die Verantwortung für das Öffentlichwerden seiner selbstgerechten Altmännerdummheiten zu übernehmen. Er nötigt, wie es schon am 9. Januar vorausgesagt wurde, anständige, loyale Personen, sich für ihn zu verbiegen, und beschädigt sie damit ebenfalls. Am Montag sollte in der Landeszeitung stehen, dass Herr Dr. Scharf alle seine Ämter und Mandate mit sofortiger Wirkung aufgibt, um weiteren Schaden von der Stadt Lüneburg abzuwenden. Ich rechne fest damit.

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  7. Susanne Jäger schreibt:

    Herr Jenckel,

    die SPD „schonte“ Scharf, den sogenannten „Bürgermeister“, NICHT „ob seiner Verdienste“!

    Das sind Kaffeetischverniedlichungen für tüddelige alte Käsesahnetortenliebhaber*innen.

    Die anwesenden Mitglieder der Lüneburger SPD-Ratsfraktion brachten schamlos ihren moralischen Bankrott als Geschenk dar, um sich Scharfs ebenfalls mit Räuberbandenmentalität geschlossen votierenden CDU-Fraktionkolleg*inn*en als käufliche Kohabitationspartner anzudienen. Es war ein Akt beziehungspolitischer Prostitution, dem es nicht gelungen ist, die peinlichen Blößen seiner schäbigen Absichten hinter den gebrechlichen Talmi-Philosophemen und dem fadenscheinigen verbalen Gedenkkulturflitter zu verbergen, mit dem der Theatermann Friedrich von Mansberg ihn vergeblich zu dekorieren versuchte. Vor dem Hintergrund ihres öffentlich demonstrierten Versagens werden Herr von Mansberg und seine Freunde es SEHR schwer haben, ihren Anspuch zu begründen, warum man sie in der kommenden, in der (wie gerade das Verhalten der CDU und SPD Mitglieder zeigt) überaus notwendigen Lüneburger Aufarbeitungs- und Erinnerungsdebatte eigentlich noch ernst nehmen sollte.

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    • Klaus Bruns schreibt:

      ihr beitrag gefällt mir ausgezeichnet. sie hätten noch eine frage stellen sollen. warum soll man eigentlich noch spd wählen und nicht gleich die cdu? es scheint hier doch egal zu sein. es lebe die nächste ,,große,, koalition, die immer kleiner wird. westerwelle sprach mal von projekt 18. die spd hat es jetzt schon geschafft. warum wohl? projekt 15 wird folgen und die afd wird diese gelegenheit, ist so ähnlich wie bei der formel 1 ,zum überholen benutzen. und dann wird sich wieder gewundert, wer wen plötzlich wieder einsperren kann.

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  8. Randolph von Schwalberg Oldesloe schreibt:

    Der Friedrich-von-Mansberg-Kommentar von Viktoria Kretschmer ist der Knaller!

    Danke dafür!

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  9. Andreas Janowitz schreibt:

    Es wird also jemand unterstützt der Verbrechen der Wehrmacht als „anti-deutsche Propaganda“ hinstellt und sich selber obendrauf auch noch als „verdienten“ Historiker darstellt?

    Für mich als Wähler ergibt sich somit meinen gemachten Fehler bei der nächsten Wahl zu revidieren. Das wird dann ein wenig mehr als nur „Flurschaden“.

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    • heidjerlg@yahoo.de schreibt:

      Und die Partei, die ich gewählt habe, kriecht den Schwarzen in den Allerwertesten…
      Weil Sie sich irgendetwas ausrechnet….WAS????

      Sorry für das Niveau, das ich hier reinbringe, aber mir fällt bei all den Hobbypoliktstrategen überhaupt nichts mehr ein…

      Ich wohne über 50 Jahre in diesem Dorf, wenn ich mich mit Geschichtsaufbereitung befasse, begreife ich so langsam….wie schlimm ist das eigentlich alles!!!!!
      Und das 73 Jahre später…Armes Deutschland, armes Lüneburg!

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      • Andreas Janowitz schreibt:

        „Hobbypolitikstrategen“?
        Bei solchen revisionistischen Ausfällen?. Eine wieauch immer geartete „Heroisierung“ lustig bekloppt?! Was gibt es am Verlust von 30% des Territoriums und 25% der Bevölkerung zu „heroisieren“? Das schön reden zu wollen erfordert schlicht amüsant bescheuerte „Leistungen“. Darüber hinnaus ist jedwede Form des Revanchismus angesichts nuklearer Kapazitäten derart weltfremde Realsatire, da braucht es kein Grausen über die anderen hässlichen unter den Teppich gekehrten Details?!

        Eine solche Ansicht ist schwerstbeschädigt nichts weiter!

        Sich dem auch noch anzudienen ist schäbig. Eine Beleidigung, sowohl intelektuell als auch moralisch.

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  10. Klaus Bruns schreibt:

    lieber guter reicher herr butt
    ich habe weder etwas gegen intellektuelle noch gegen besserverdiener, wenn sie beide ansprüche, die die gesellschaft an sie hat erfüllen. in diesem sinne. da es aber in diesen kreisen spezielle hausgemachte verträge gibt, die dummheit und pleiten positiv begleiten, bin ich hellwach.

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  11. Olaf Kunert schreibt:

    Gibt es ein richtiges Leben im falschen?

    In Lüneburg schon.

    Wir haben es in der „Erklärung“ gelesen: Ein Verführter, der sich selbst bescheinigt „Historiker“ zu sein, dem „hinlänglich bekannt sein sollte, welche Wirkung falsch gewählte Worte haben können“, hat den inneren Glutkern seiner eigentlichen Überzeugungen, der im Wesentlichen aus Ressentiment und „privaten“ weltanschaulichen Basteleien besteht, nur darum öffentlich preisgegeben, weil er der Situation nicht gewachsen war. Ja dann!

    Ein Bürgermeister ist überrumpelt worden und hat versehentlich einmal seinen Aggressionen, Vorurteilen und selbstgerechten Fixierungen freien Auslauf gelassen? Und wenn schon!

    So etwas kann passieren!

    Das ständige Runterschlucken ist ja auch nicht gesund!

    Man sitzt einem Wegelagerer auf. Ist man dann noch verantwortlich für das, was frei und ungehemmt aus einem heraussprudelt? Nie und nimmer!

    „Was ich gesagt habe, können Sie verwerten! Dazu stehe ich. Dazu stehe ich!“ Ja, lieber Himmel! Für seine mit diesen Worten dreifach bekräftigte Aussage kann doch ein erfahrener politischer Repräsentant der Hansestadt Lüneburg wie Herr Dr. Scharf nicht verantwortlich gemacht werden! Wo kämen wir denn da hin?

    Das geht doch nich!

    Herr Dr. Scharf sieht das alles reumütig ein. Er hat, schreibt er selbst in seiner eigenen Erklärung, im rechten Video als Repräsentant der Stadt versagt. Aber – er entschuldigt das! Er ist da jetzt mit sich im Reinen. Er hat jetzt in seine Rolle als Bürgermeister, Gestalter und Bescheidwisser zurückgefunden. Einen solchen Ausrutscher in die aufrichtig unverstellte Herzensehrlichkeit wird er sich nicht noch einmal leisten. Versprochen.

    „Die Stadt“ ist erleichtert. Herr Morgenstern weiß, was für ein Pfundskerl da gemeiner Weise auf das Glatteis seines eigenen Denkens gelotst worden ist. Sowas geht doch nicht! Da müsse man sich – „optional“ – zurücklehnen und Tee trinken.

    Christel John stimmt zu. Es gehe nicht an, einem harmlos Fragenden ins Mikrophon zu lügen und diese Lüge mit „Ganz ehrlich, …“ zu beginnen! Man müsse doch stets die Harmonie in allem sehen.

    Fiddi meint, Richtigstellung sei das A uns O für einen stellvertretenden Intendanten wie für einen stellvertretenden Bürgermeister. Abwahl sei bloß das Schwert, aber „Kultur“ sei die Scheide! Schließlich zahle die Stadt. Da müsse Rücksicht walten. Auch seien Wahrheiten nicht immer Wahrheiten. Da müsse differenziert werden. Herr Scharf sei immerhin Zeitzeuge.

    Herr Jenckel, erläutert, wie man einen Rücktritt umschifft: Scharf war doch nur der Bote seines wahren Empfindens. Nicht das Kollektive Versagen zweier Ratsfraktionen, sondern die Möglichkeit des da hinein zu deutelnden Jamaika-Crash‘ ist die eigentliche Sensation.

    Im abgelaufenen Monat hätten die LZ-Journalisten wieder besonders gelitten, wie begossene Pudel an ihrer Bestimmung gezweifelt. Fake-News-Debatten allerorten, Glaubwürdigkeitsschwund, Liebesentzug durch Leser. Das setze zu. Dicke Hose sei gestern gewesen. Das Leiden der 2.0-Reporter – 2019 werde alles besser…

    Und der Herr Oberbürgermeister?

    Über 26.990 Scharf-Fans bei Youtube! Soviel Zuspruch muss einer erst mal haben!

    Er ist froh, das alles noch einmal so gut gegangen ist. Wir sind doch alle nur Menschen! Mit unseren Werten! Und darum wird es in Zukunft auch wieder eine stabile Zusammenarbeit der beiden ehrwürdigen Ratsparteien, den Sozial- und den Christdemokraten geben.

    Da ist die Gefahr jetzt gebannt.

    Zum Wohle der Stadt Lüneburg.

    Da gibt es keine Kompromisse!

    Schließlich haben wir alle aus der Vergangenheit gelernt und zum Zeichen dafür einen monumentalen antifaschistischen Brachialbau an den südlichen Stadtrand geknallt.

    Das muss genügen!

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  12. Michael Baudler schreibt:

    Herr Scharf ist neben der 110 Division die nächst größe Schande die Lüneburg so hervorgebracht hat!

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  13. Viktoria Kretschmer schreibt:

    Von Friedrich von Mansberg stammt die verlogenste Begründung gegen die Amtsenthebung seines rettungslos kompromittierten, als Bürgermeister durch eigenes mutwilliges Verschulden auf immer disqualifizierten Ratskollegen Scharf (der auch rettungslos kompromittiert und als Bürgermeister durch eigenes Verschulden auf immer disqualifiziert bleibt, wenn er sich weiterhin „Bürgermeister“ nennen darf). Durch dessen Abwahl wäre nichts gewonnen, behauptete der theatralisch eingeschalte Sozialdemokrat, indem er eine rhetorische Frage in die Runde warf, als ginge es um Scharfs ohnehin inexistente Mitgliedschaft im Stiftungsrat der Stiftung Hospital zum Großen Heiligen Geist.

    Es gelte „abzuwägen, was durch die Abwahl gewonnen wäre, für die dringend notwendige Diskussion um die Gedenkkultur in dieser Stadt“. Was ist durch die Nicht-Abwahl Scharfs „für die dringend notwendige Diskussion um die Gedenkkultur in dieser Stadt“ gewonnen? Eine Antwort auf diese Frage bekommen wir vom SPD-Chefdramaturgen unglücklicher Weise nicht.

    Herrn von Mansberg, „meine Damen und Herren“, geht es „so also nicht in erster Linie (worum es ihm in zweiter oder dritter Linie geht, vergisst er leider zu sagen) um die Abwahl, es geht ihm um unsere gemeinsame Verantwortung (Bloß wofür?), es geht um die Aufgaben, die in dieser schmerzhaften und unvermeidbaren Diskussion (um die ‚richtige‘ Gedenkkultur, nicht um die richtige Abwahlkultur) gelöst“ werden müssen.

    Wie ist das zu verstehen?

    Herr von Mansberg sagt uns: Wenn Rotkäppchen dem bösen Wolf im Familienrat begegnet, dann soll es ihn nicht gemeinsam mit dem Jäger und der Großmutter abwählen. Nein! Das wäre kontraproduktiv. Dadurch wäre nichts für die dringend notwendige Diskussion um die Gedenkkultur im dunklen Wald, im finsteren Tann gewonnen. Rotkäppchen, der Jäger und die Großmutter sollen an ihre „gemeinsame Verantwortung“, an ihre „Aufgaben“ denken, die in einer „schmerzhaften und unvermeidbaren“ Diskussion (um die „richtige“ Gedenkkultur) gelöst werden müssen. Welches sind diese bitteren Aufgaben? Dummerchen! Es sind die schwierigen, die gedenkkulturellen Aufgaben des „richtigen“ Nachdenkens über die „Richtigkeit“ des gedenkkulturellen Nachdenkens!

    Warum ist das verlogen?

    Weil Herr von Mansberg das Rotkäppchen, den Jäger und die Großmutter mit viel falschem Pathos glauben machen will, dass Gedenkkultur nur um der Gedenkkultur willen betrieben werden muss. Aber nicht, um die sieben jungen Geißlein auf eine Begegnung mit dem Wolf vorzubereiten. Nicht, um zu handeln, wenn Handeln nottut. Und auch nicht, um zu verhindern, dass rettungslos kompromittierte und durch eigenes Verschulden auf immer fürs Amt disqualifizierte Leute wie Dr. Gerhard Scharf Bürgermeister der Hansestadt Lüneburg bleiben können.

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  14. Klaus Bruns schreibt:

    eine kleine information am rande. wer sich hier schon gewundert haben sollte, brauchte sich nicht wundern, hier stecken ein paar sehr viele blogger unter der gleichen decke. kevin schnell und axel butt, dann zwei größere gruppen der ,,kinder ,, von der leuphana. kinder ist übringens der ausdruck von kevin schnell. er ist davon überzeugt hier kräftig manipuliert zu haben. nun hat dieser blogger nicht bemerkt , wie er beobachtet wurde. scheinriesen und klartext waren das ergebnis seiner begeisterung und mitteilsamkeit. ob axel butt weiß , was kevin schnell für e-mails rausgehauen hat? axel butt`s post an den blog von jj wurde von kevin schnell an mich geschickt,mit seiner beschwerde , dass diese post manipulativ zurückgehalten wird und meine schandtat ,,klartext,, erschienen ist. sein bedürfnis ,als,, toller hecht ,, hier zu erscheinen machte ihn unvorsichtig. seine schäumende art ,herr jenckel zu attackieren und trotzdem hier weiterzuschreiben sorgten dafür, das blogger in größer zahl in den,, streik ,, getreten sind. nicht wahr lena bergmann? auch ihr wurdet manipuliert, ratet mal von welchem,,hecht,,.ich habe eure namen von kevin schnell bekommen. nun habt auch ihr,,kinder,, manipuliert. es fanden absprachen statt . ihr habt dem rechten rand, der hier erscheint vorgeworfen ,sich immer neue namen zu geben um sich dann gegenseitig bestätigend auf die schulter zu klopfen. nun, neue namen musstet ihr euch nicht ständig neu geben, getan habt ihr aber das gleiche. ich finde, die lz hat dieses alles nicht verdient. deswegen jetzt hier mein kommentar. übrigen herr butt, sie haben meine andeutungen an sie nicht begriffen, sonst hätten sie anders reagiert. mitgegangen mitgefangen würde ich sagen. klartext war auf eine bestimmte person gezielt. aber dieser war so mit dem manipulieren beschäftigt, dass er es nicht begriffen hat. er kannte übrigens schon zwei jahre meine e-mail adresse.

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    • Axel Butt schreibt:

      Lieber, guter, armer Herr Bruns,

      Sie haben am 29. Januar 2018 um 17:29 Uhr geschrieben, was Sie am 29. Januar 2018 um 17:29 Uhr geschrieben haben. Ihre niederträchtig pauschalisierenden Gemeinheiten sind in Ihrem Schreiben für alle Ewigkeit DOKUMENTIERT. Jedermann kann das nachlesen.

      Semel emissum volat inrevocabile verbum. (Horaz – Epistulae 1,18,71 / auf Deutsch: Einmal ausgesprochen, fliegt ein Wort unwiderruflich davon.)

      DAS gilt nicht nur für Herrn Dr. Gerhard Scharf, Herr Bruns, der gestern Abend ab 17:00 Uhr in der Aula der Christianischule am Kreideberg auch gerne – aber natürlich ebenfalls ganz vergeblich – durch „Erklärungen“ ungeschehen machen wollte, was er seiner Mit- und Nachwelt am 2. Januar über seine innersten Überzeugungen für alle Zeiten auf einem Video bekannt gemacht hat, — sondern das gilt auch für Sie.

      Luther hat das so formuliert: „Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit immerdar …“ (Joh 1,14)

      Sie haben „nur was gegen verlogenheit“, Herr Bruns?

      Dann fassen Sie sich mal an die eigene Nase.

      „mittelschicht“? „selbstbedienung“? „gepampert“? „in den oecd staaten geht es der mittelschicht am besten“?

      Aus Ihrem Artikel Herr Bruns: „Wer ist Mittelschicht? Dazu zählen alle Haushalte, deren Nettoeinkommen zwischen 70 Prozent und 150 Prozent des mittleren Nettoeinkommens (Median) liegt – rund 60 Prozent der Deutschen. Dabei wird auch berücksichtigt, wie viele Menschen von diesem Einkommen leben. Nach dieser Definition gehört beispielsweise eine dreiköpfige Familie zur Mittelschicht, wenn sie zwischen 1720 und 3690 Euro Nettoeinkommen im Monat hat – inklusive aller Zahlungen vom Staat.“

      Hat Ihre Familie nicht auch mehr als 1720 Euro Nettoeinkommen im Monat – inklusive aller Zahlungen vom Staat?

      Indem Sie erneut wirr und blindwütig tobend eine ganze Bevölkerungsschicht pauschal diffamieren, schamfudern sie hier also in Wirklichkeit über sich selbst herum?

      „phrasendreschen können die am besten, die bei uns das sagen haben“? Wer hat bei Ihnen das sagen, Herr Bruns? Wer sitzt bei Ihnen täglich mehrere Stunden auf dem Sofa und informiert die Menschheit darüber, wie das Universum funktioniert? Doch wohl Sie selbst, lieber Herr Bruns, — oder? Sie haben bei sich das Sagen!

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      • jj schreibt:

        Lieber Herr Butt, die ersten Passagen Ihres Kommentars sind gestrichen

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      • Klaus Bruns schreibt:

        sehen sie herr butt, sie haben es wieder nicht verstanden. ich kläre sie gern auf. der artikel der faz ist ca 8 jahre alt. ich kenne ihn seit 7 jahren. die zahlen die sie jetzt kommentieren , sind genau die, auf die ich von ihnen gewartet habe. wie kann man jemanden, der 1700 euro im monat bekommt, mit jemanden der über 3000 euro im monat bekommt vergleichen? wer von denen zum beispiel heizöl bestellt, muss den gleichen preis bezahlen. wessen loch in der geldbörse wird wohl größer sein? hier hat ein nobelpreisträger mitgewirkt, deswegen meine frage an sie. aber darauf haben sie natürlich nicht reagiert, was ich schon ahnte. sie haben auch nicht auf die decke mit dem kuscheln reagiert. warum wohl?

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      • Axel Butt schreibt:

        Lieber Herr Jenckel,
        und Ihnen und mir ist klar, warum Sie meine ersten beiden Absätze gestrichen haben. Der Bezug zum Bruns’schen Schmähbeitrag vom 2. Februar 2018 um 8:02 Uhr, in dem unser urteilsstarker Repenstedter Scharf-Richter „Intellektuelle“ und „Besserverdienende“ pauschal abgeurteilt hat, sollte aber wenigstens per Link hergestellt werden können. Was meinen Sie?

        Auf diese Bruns’sche Tirade beziehen sich die Kommentare: https://jj12.wordpress.com/2018/01/23/ruecktritt-webersinn-auf-dem-blanken-politischen-parkett-ausgerutscht/#comment-1982

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  15. Conrad Photorin schreibt:

    Der Seitensprung der CDU

    Das Scharf-Hemd war näher als die Jamaika-Hose.
    Die Hose sprach: Ich besitze vielleicht die Reife dir zu verzeihen, aber bestimmt nicht die Dummheit dir nochmal zu vertrauen…

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  16. Alexa P. schreibt:

    Nunja, eigentlich war zu erwarten, dass die CDU geschlossen gegen die Abwahl stimmt. Hat man ja allen Mitgliedern gezeigt, was passiert, wenn man sich dagegen stellt. Schade, denn der, der den A*** dafür in der Hose hatte (nicht das Messer), der hat ja nun heute seine Ämter niedergelegt. Danke, Stadtrat. Nicht.

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  17. Frank Gäde schreibt:

    Scharf spaltet die Stadt.

    Er hat sich in nur drei Wochen selbst um Ehre, Ansehen und Glaubwürdigkeit gebracht – und zugleich das Vertrauen in die derzeitigen Ratsmitglieder von CDU und SPD nahezu komplett zerstört. Wie kann er Bürgermeister bleiben?

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  18. Karlheinz Fahrenwaldt schreibt:

    Lieber Herr Jenckel, dies ist nun der sechste Blog zur Causa Scharf. Der Bürgermeister Scharf hat den Abwahlantrag mit knapper Mehrheit (es fehlten vier Stadträte!) abgelehnt. Dem OB Mädge scheint dieses Wahlergebnis für seinen Stellvertreter auszureichen. Damit scheint bis zum 80ten Geburtstag des Dr. Scharf im nächsten Jahr die Sachlage geklärt. Die Jamaika-Fraktionen hatten schon vor der heutigen Abstimmung den Fortbestand der Gruppe verkündet. Reiten Sie ein totes Pferd?

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    • Michi Fleischmann schreibt:

      Der Wunsch, lieber Kalle, kann nicht nur der Vater des Gedankens, sondern auch der Zeuger eines Blog-Artikels sein.

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      • Gerhard Fließ schreibt:

        Nicht ganz richtig, Herr Kreistagsabgeordneter Fahrenwaldt,

        es fehlten fünf (nicht vier) Ratsmitglieder. Scharf hat sich enthalten. Das immerhin!

        Das Ergebnis war: 17 für, 20 gegen die Abwahl des für sein Amt auf immer ungeeigneten „Bürgermeisters“.

        Drei B90-Grüne (Löb, Neuhaus, Schmidt) hatten besseres zu tun als bei der für das Ansehen unserer Stadt wohl wichtigsten Ratsabstimmung ihres Lebens anwesend zu sein.

        Das Dasein dieser Drei wären aber entscheidend gewesen! Auch Niels Webersinn hätte vor seinem endgültigen Ausscheiden noch etwas wirklich Bedeutendes für seine Stadt tun können, indem er mit abgestimmt hätte!

        Bei der Sitzung des Rates der Hansestadt Lüneburg, die am Donnerstag, den 1. Februar 2018 von 17:00 bis 20:28 Uhr in der Aula der Christiani-Schule in der Thorner Straße 14 stattgefunden hat, fehlten folgende Ratsmitglieder:

        Ulrich Löb (Bürgermeister), Bündnis90/Die Grünen
        Susanne Neuhaus (Autorin von „Es reicht!“), Bündnis90/Die Grünen
        Claudia Schmidt (OB-Kandidatin 2014), Bündnis90/Die Grünen
        Niels Webersinn (Ex-Ober-Rastafari), CDU
        Dirk Neumann (nie von gehört), AfD

        Nachweis: Anwesenheitsliste hier: http://www.stadt.lueneburg.de/bi/to010.asp?SILFDNR=4724

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    • Klaus Bruns schreibt:

      mein lieber karlheinz
      tote pferde reiten sich doch am besten, oder? die linke hat doch da ihre größte erfahrung damit, oder,wie oft seit ihr schon durchs ziel gekommen? schmunzeln.

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  19. Gustav Furhop schreibt:

    Es ist KEIN Koalitions-Crash!

    ES IST DAS FÜR DIE NACHWELT DOKUMENTIERTE ÖFFENTLICHE MORALISCHE VERSAGEN VON CDU- UND SPD-RATSMITGLIEDERN

    Dieses Versagen wird unwiederruflich in die Annalen Lüneburgs eingehen. Die Namen der Beteiligten werden immer wieder genannt werden. Von hier und heute geht eine neue Epoche der Stadtgeschichte aus, und ihr könnt sagen, ihr seid dabei gewesen, Ulrich Mädge, Eduard Kolle, Carmen Maria Bendorf, Dr. Thomas Buller, Christian-Tobias Gerlach, Wolfgang Goralczyk, Sonja Jamme, Christel John, Dr. des. Gülbeyaz Kula, Hiltrud Lotze, Rainer Mencke, Heiko Meyer, Philipp Meyn, Stefan Minks, Henrik Philipp Morgenstern, Andreas Neubert, Holger Nowak, Ayse Reichert, Klaus-Dieter Salewski, Maria Schult, Jens-Peter Schultz und Friedrich von Mansberg!

    – Dr. Scharf hat in seiner sogenannten „Erklärung“ KEINE EINZIGE seiner Aussagen zurück genommen.

    – Anders als er am Ende seiner „Erklärung“ selbst mahnt: „Ich bitte Sie herzlich: Lassen Sie wirre rechte Thesen mit zweifelhaftem Geschichtsverständnis niemals unkommentiert.“ kommentiert und widerruft Herr Scharf KEINE EINZIGE seiner im Video gemachten Aussagen.

    – Und ER ERKLÄRT NICHT, warum er die Stadtgesellschaft auf seine Stellungnahme 22 Tage lang hat warten lassen, eine Zeit, in der sein von ihm mit Rage und Emphase vor dem Mikrofon produzierter Youtube-Müll unwidersprochen im Netz kursierte, sich die rechte Blase formierte, der Hassprediger Nerling eine ganze Staffel von inzwischen sieben Filmen aus der Story seines Hauptdarstellers machte und der innerstädtische Friede auf dem Spiel stand – und weiterhin steht.

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