Das Spiel mit Hoffnung und Geld – die Elbbrücke dient nur dem Stimmenfang

Lüneburg, 3. Januar 2019

Miriam Staudte aus dem Kreis Lüneburg ist stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Niedersächsischen Landtag.

Miriam Staudte aus dem Kreis Lüneburg ist stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Niedersächsischen Landtag.

Als Wahlkampfschlager und Hoffnungsträger hat die Idee einer Elbbrücke Neu Darchau ausgedient, sagt die Grüne Miriam Staudte, stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Niedersächsischen Landtag. Dass der Landkreis weiter Geld in die Planung pumpt – unverantwortlich. Und die Grünen sind nach letzten Umfragen eine Macht im Land, auf Augenhöhe mit SPD und CDU in der Wählergunst. Weiterlesen

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Im Straßenkrieg zwischen Rädern und Autos schafft nur KI Frieden

Lüneburg, 30. Dezember 2018

Auf Lüneburgs Straßen sind die Fronten zwischen Räder und Autos verhärtet, Verstöße und Beschimpfungen an der Tagesordnung.

Auf Lüneburgs Straßen sind die Fronten zwischen Rädern und Autos verhärtet, Verstöße und Beschimpfungen an der Tagesordnung.

Zum Jahreswechsel stehen die guten Vorsätze in voller Blüte, die kurz darauf wieder ins Reich der Träume fliehen. Da darf auch ich träumen. Ich habe den Traum, dass Frieden auf Straßen werde, dass die Künstliche Intelligenz möglichst bald den Kleinkrieg auf dem heißesten Pflaster von Lüneburg beendet, auf dem Straßenpflaster. Weiterlesen

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Die Arena-Gelduhr tickt unerbittlich: Ein Kreistag in Geiselhaft

Lüneburg, 14. Dezember 2018

Die Bauschilder sehen gut aus, ob der Preis stimmt, ist fraglich. Foto: phs

Die Bauschilder sehen gut aus, ob der Preis stimmt, ist fraglich. Foto: phs

Die Abgeordneten des Lüneburger Kreistages dachten, sie träfen eine kluge Entscheidung. Eine mit Rückversicherung. Sie gaben grünes Licht für den Bau der Arena Lüneburger Land, aber nur, wenn das Finanzamt auch grünes Licht gibt, dass die Vorsteuer auf die Bausumme abgezogen werden kann. Nur die Finanzamts-Ampel steht nicht auf Grün. Und spätestens nächsten Montag, 17. Dezember,  werden die Politiker im Kreistag ahnen, dass sie in Geiselhaft genommen werden.

Als Drohkulisse türmen sich zwei Millionen Euro vor den Mandatträgern auf.  Zwei Millionen, die veloren sind, wenn sie sich der Arena verweigern, weil Aufträge vergeben sind, Schadenersatz drohe.

Seit ihrem Rückversicherungs-Beschluss vor wenigen Wochen haben nicht nur die Kosten weiter Sprünge gemacht. Das ahnte eigentlich schon jeder, als er die Hand hob. Was den meistens Politikern nicht so klar war, spätestens seither tickt die Arena-Gelduhr richtig laut. Das erklärt die Verwaltung jetzt in ihrer Vorlage.

Der Beschluss unter Vorbehalt war sozusagen ein Placebo fürs Politiker-Gewissen. Die Baukosten haben sich innerhalb weniger Monate fast verdoppelt auf 19,4 Millionen. Eine Summe, bei der immer mehr Kreistagsabgeordnete daran denken, auf die Bremse zu treten. Doch die Verwaltung macht die Rechnung auf: mindestens zwei Millionen Euro landeten dann jetzt schon im Orkus. Weiter warten ist auch keine Option, dann steigt die verpuffende Summe durch Schadenersatzforderungen womöglich kontinuierlich. Und der Kreis landet nicht nur mit der Elbbrücke, sondern dann auch mit der Arena im Schwarzbuch der Steuergeld-Verschwender.

Schon bei der Wiederaufnahme der Elbbrücken-Planung haben alle die Augen davor verschlossen, was so ein Unterfangen wirklich kosten wird und lieber den Gefühlen freien Lauf gelassen. Und auch dieses Mal haben die Politiker weggeschaut, was so eine Arena wirklich für den Kreis-Haushalt bedeutet. Dabei hat sich auf der Kostenseite in mehr als dreißig Jahren Stadthallen-Planung in Lüneburg nicht so allzu viel getan.

Aus Mark sind nur Euro geworden, ansonsten greift die natürlich Baukosten-Steigerung. 20 Millionen war immer eine Hausmarke.

Die Politiker können in alter Manier die Schuld leicht auf die Verwaltung schieben, die nicht transparent gearbeitet habe. Den Kreistagsabgeordneten ist vermutlich bei den Kostensprüngen schwindlig geworden. Da verschwimmen schon mal die Zeilen in den Vorlagen. Und dann ist auch noch viel Irrationales im Spiel. Also: vermindert schuldfähig?

Das ist unredlich. Die Mehrheit im Kreistag hat sich unter Druck setzen lassen, weil eben nicht die Fakten, sondern wieder mal die Gefühle die Oberhand gewonnen hatten und weil man unter vermeintlichem Zeitdruck, schließlich hatte man schon zwei Planungen verworfen, nun eilig zugegreifen wollte – mit Rückversicherung. Und? Womöglich doch ein Griff ins Klo.

Hans-Herbert Jenckel

Epilog

Teil1

Der Arena-Bau ist beschlossen, der Kreistag hat am 17. Dezember mit 38 Ja- gegen 18 Nein-Stimmen endgültig grünes Licht für die Arena Lüneburger Land im Industriegebiet Vrestorfer Heide gegeben.

Im Endspurt hatten allerdings zunehmend Abgeordnete Bauchschmerzen, weil für sie zu viele Fragen ungeklärt und die Brutto-Kosten laut Kreisverwaltung bereits auf 19,4 20 Millionen Euro gestiegen waren.

Teil 2

Der Rat der Stadt Lüneburg schaut beim Arena-Melodram entspannt zu. Denn der Rat hat seinen Beitrag festgeschrieben, unabhängig von höheren Baukosten und Betriebskosten: 4,4 Millionen in summa.

Antrag auf geheime Abstimmung zum Arena-Bau

Antrag auf geheime Abstimmung zum Arena-Bau

Dringlichkeitsantrag AG Sport- und/oder Veranstaltungshalle für den Kreistag

Dringlichkeitsantrag AG Sport- und/oder Veranstaltungshalle für den Kreistag

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Update +++ Arena-Blog „Tarnen -Tricksen – Täuschen“ +++ Update

Lüneburg, 7. Dezember 2018

Die Grafik des Architektenbüros Buddelmeyer ist von der offiziellen Seite des Landkreises Lüneburg.

Die Grafik des Architektenbüros Buddelmeyer zeigt stilisiert die Arena Lüneburg Land ist von der offiziellen Seite des Landkreises Lüneburg.

Berni Wiemanns Blog-Beitrag zum Arena-Bau des Landkreises Lüneburg „Tarnen, Tricksen und Täuschen“ fand ein breites Echo. Unter den 93 Kommentaren wurde namentlich der Vorsteuerabzug für die Baukosten, darauf hofft der Landkreis als Bauherr, als sehr fraglich eingestuft. Der Kreistagsabgeordnete Wiemann hat darauf noch einmal beim Landkreis eine „Vollkostenrechnung“ für die Arena angefordert.

Das Ergebnis: Ein Posten von 300 000 Euro war schlicht „vergessen“ worden, brutto sei man bereits, rechne man die Berater hinzu, bei „ca. 19,4 Millionen“.

Dabei ist der mögliche Umbau des Verkehrsknoten an der Media-Markt-Kreuzung noch nicht eingerechnet. Bei Zahlenspiel des Landkreises haben sich die angegebenen Kosten damit innerhalb eines halben Jahren fast verdoppelt.

Der Liberale Berni Wiemann kritsiert im Blog.jj, dass bei den Arena-Plänen nicht mit offenen Karten gespielt wird, sondern bei den Kosten Positionen nicht berücksichtigt werden.

Der Liberale Berni Wiemann kritsiert im Blog.jj, dass bei den Arena-Plänen nicht mit offenen Karten gespielt wird, sondern bei den Kosten Positionen nicht berücksichtigt werden.

Berni Wiemann ist sicher: Fortsetzung folgt. Denn bisher basieren die Kalkulationen auf 70 Prozent der vorliegenden Angebote. Schon die üblichen Baukostensteigerungen seien nicht berücksichtigt.

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Chronologie Arena-Blogs 

Videos: Der Landrat zur Arena und Elbbrücke

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Dieses Video existiert nicht
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Lüneburg verwächst sich – leider

Das Hanseviertel wächst, dafür werden jetzt alte Soldatenunterkünfte geschleift.

Das Hanseviertel wächst, dafür werden jetzt alte Soldatenunterkünfte geschleift.

Lüneburg, 5. Dezember 2018

Das Klima schmiert ab, warnen die Experten bei der Weltkonferenz in Polen. Puh, zum Glück leben wir im kleinen Lüneburg. Hier wird höchstens mal durch neue Baugebiete am Stadtklima gekratzt, aber immer im vertretbaren Maße – sagen die Experten. Wir sind also nicht schuld am Klimadebakel. Weiterlesen

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Elbbrücke: Ein Bürgermeister auf dem Kriegspfad

Bürgermeister Dehde aus Neu Darchau hat einen Brief an Lüneburgs Landrat Manfred Nahrstedt geschrieben, eine Art Kriegserklärung, falls der Landkreis wirklich bei Neu Darchau wieder die Elbbrücke plant.

Bürgermeister Dehde aus Neu Darchau hat einen Brief an Lüneburgs Landrat Manfred Nahrstedt geschrieben, eine Art Kriegserklärung, falls der Landkreis wirklich bei Neu Darchau wieder die Elbbrücke plant.

Das gibt Ärger. Weil der Landkreis Lüneburg die Planung für die Elbbrücke Neu Darchau wieder aufnimmt, bahnt sich ein handfester Streit mit der Gemeinde Neu Darchau an. Weiterlesen

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Die alte Schule muss abdanken

Wohin geht die Reise an der Schule?

Wohin geht die Reise an der Schule?

Weht durch unsere Schulen der Muff von zweihundert Jahren? Ja, sagen Jana Bobrowska, Philine Ahlf, Lena Bickel und Antonia Kiesecker provokativ. Die Schule muss sich schnell und dringend erneuern. Das schreiben die Schülerinnen des Bernhard-Riemann-Gymnasiums in Scharnebeck in einem offenen Brief an Medien und Politik. Die vier Schülerinnen der 12. Klasse, die als ein Ich schreiben, wollen mit ihrem Brief eine Diskussion entfachen. Weiterlesen

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Elbbrücken-Check – Ein Bürgermeister klagt an: Uns hat noch keiner gefragt

So geht es nicht, sagt der Bürgermeister von Neu Darchau. Der Landkreis Lüneburg will die Planung für die Elbbrücke nach Jahren wieder aufnehmen. Die soll bei Neu Darchau über den Strom führen. Doch der Gemeinderat dort hat alle Beschlüsse zu Brücke längst gecancelt. Und der Ortsbürgermeister Klaus-Peter Dehde klagt im Video-Interview: „Mit uns hat noch keiner gesprochen.“ Den Bürger werde nur Sand in die Augen gestreut, Zeit und Ressourcen verschwendet.

Viele Fakten und Video-Interviews zur Elbbrücke findet Sie im

Fakten-Check Elbbrücke

 

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Tarnen, Tricksen und Täuschen bei der Arena

Lüneburg, 10. November 2018

Der Liberale Berni Wiemann kritsiert im Blog.jj, dass bei den Arena-Plänen nicht mit offenen Karten gespielt wird, sondern bei den Kosten Positionen nicht berücksichtigt werden.

Der Liberale Berni Wiemann kritsiert im Blog.jj, dass bei den Arena-Plänen nicht mit offenen Karten gespielt wird, sondern bei den Kosten Positionen nicht berücksichtigt werden.

Der liberale Kreistagsabgeordnete Berni Wiemann ist nicht grundsätzlich gegen eine Arena für Lüneburg. Aber bitte nicht so, wie es jetzt läuft. Ich habe Wiemann für einen Blog-Beitrag gefragt: „Wie kommen Sie dazu, Champagner darauf zu verwetten, dass die Arena mindestens 19 Millionen kosten wird, und nicht gut 14 Millionen Euro? Wiemanns harsche Antwort:  „Die Arena-Diskussion ist eine Serie von Tarnen, Tricksen, Täuschen.“ Weiterlesen

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Glänzende Geschäfte

Lünburg, 27. Oktober

 

Winterdorf mit Tannenbaum im Lichterglanz.

Winterdorf mit Tannenbaum im Lichterglanz.

Warum gibt es eigentlich nicht das ganze Jahr Schoko-Weihnachtsmänner und Weihnachtsmärkte, im Sommer mit Punsch on the Rocks? Ja, warum eigentlich nicht? Die Schamgrenze ist doch längst gefallen.  Weiterlesen

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