Zwei Gesichter, zwei ganz verschiedene Ansichten

Miriam Staudte (Grüne) und Uwe Dorendorf (CDU) sind zwei Landtagskandidaten im Wahlkreis Elbe. (Fotos: Privat/CDU/Grüne)

Ob zur A39 oder zur Elbbrücke, gegensätzlicher können Meinungen kaum sein wie die von Miriam Staudte (Grüne) und Uwe Dorendorf (CDU), die beiden Landtagskandidaten mit Lüneburger Stallgeruch im Wahlkreis Elbe.

Wie daraus eine schwarz-grüne Koalition im nächsten Landtag geschweißt werden könnte, vor allem weil die Grünen Schlüsselministerien in der nächsten Regierung beanspruchen, das weiß vermutlich nur der CDU-Landesvorsitzende Bernd Althusmann, der auch mit der Öko-Partei liebäugelt. Miriam Staudte ist kommunal, regional und landespolitisch seit vielen Jahren gut vernetzt. Uwe Dorendorf hat gerade in Lüchow-Dannenberg viele Fans, er ist ein Klick-König auf Tik-Tok, liebt seinen Schützenverein und die Jagd, also ein klassicher Tausendsassa. PS: Auch andere, hier eher unbekannte Kandidaten aus Lüchow-Dannenberg haben den Fragebogen bekommen, aber nicht geliefert. .

Ein Klick zu Fragen und Antworten

Miriam Staudte (Grüne)

Uwe Dorendorf (CDU)

Die Kandidaten sind auf der Zielgerade im Landtagswahlkampf, haben kaum Zeit, hier auf Kommentare zu antworten. Wer trotzdem kommentieren möchte: Bitte keine Fragen, Sachlichkeit zählt, Schmähungen oder Kritik unter der Gürtellinie bleiben im Hintergrund des Blog-Universums. Ich bitte um Verständnis. lg jj

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Journalist, Dipl.-Kaufmann, Moderator, Lünebug- und Elbtalaue-Liebhaber
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6 Antworten zu Zwei Gesichter, zwei ganz verschiedene Ansichten

  1. Otto Berg schreibt:

    Der SPRUCH DES TAGES stammt heute (LZ, S. 2) von einem Gewährsmann reinen Herzens, der dergleichen wissen muss. Der russische Oligarch und Multimilliardär Roman Abramowitsch (geb. 1966) warnt:

    „Mit Geld kann man sich nicht Glück kaufen, nur Unabhängigkeit.“

    Darüber (und darüber, was Herr Jenckel noch alles aufgeschrieben hat) ist in der LZ von heute, Dienstag, 20. September 2022 auf Seite 10 zu lesen. Online hier: https://www.landeszeitung.de/lueneburg/640624-althusmann-stromversorgung-wird-zum-gluecksspiel/

    Abstoßend ist Althusmanns Zündeln…: „Die Wut der Menschen in Deutschland ist sehr groß.“ Woher weiß der Mann das? Hat der Digitalminister mit ihnen allen geskypt? (Und auf wen ist „diese Wut“ groß? Auf Herrn Putin? Auf Herrn Döpfner? Auf Herrn Teyssen und Herrn Maubach? Auf Winnetou? Oder gar auf Herrn Althusmann selbst?)

    Althusmann verlangt „einen klaren Energieplan für Deutschland“, in seinen Worten entspräche dem „eine begrenzte Verlängerung der Kernkraft, eine Entkoppelung von Gas- und Strompreis, ein sofort wirksamer Energiedeckel und eine Senkung der Energiesteuern und -abgaben“. Außerdem möchte er „den Preis für 2.000 Kilowattstunden Strom und 5.000 Kilowattstunden Gas als Grundverbrauch für eine Durchschnittsfamilie auf dem Niveau des Vorjahres“ einfrieren.

    Ob und wie das alles „sofort“ geht, ob er glaubt, nur er sei im Besitz der Lösung, und warum er der Bundesregierung dann keine detaillierten Vorschläge macht, da doch er dieser Regierung jenes Wissen vermeintlich voraus hat, das vergisst Herr Althusmann leider mitzuteilen.

    Stattdessen wirbelt der Heiligenthaler lieber gedankenleeres, aber anschwärzendes Phrasenstroh in die Luft: „Die Ampel nimmt schwerwiegende Folgen für unsere Wirtschaft fahrlässig in Kauf, anstatt in dieser Krise das Notwendige zu entscheiden“, hört man es aus der grauen Staubwolke rauschen. Und ein Elftes Gebot rieselt auch noch herab: „In dieser Krisen- und Kriegssituation müssten wir pragmatisch handeln und nicht die Energiesicherheit Deutschlands massiv gefährden.“

    Auch dazu, warum er aus dem Wangenheimpalais am Friedrichswall heraus „die Projekte“ seiner Landesnahverkehrsgesellschaft, warum er den von ihm – seit fünf Jahren – „verantworteten“ digitalen Netzausbau „quasi bis zur Bordsteinkante jeder Schule“ und warum er die langbärtige Streitfrage um den „Ausbau der Bahnstrecke Hamburg-Hannover-Bremen“ nicht einen Millimeter weiter im Sinne Lüneburgs vorangebracht hat, weiß Herr Althusmann, und das sogar als Wahl-Seevetaler, unglücklicherweise nichts irgendwie Gehaltvolles zu sagen. Die Verantwortung sucht er lieber bei anderen („dem Bund“, den „Umsetzern“ etc.) oder bei anderem (Corona, „der Vergangenheit“ etc.).

    FAZIT: Althusmann bleibt echte, klare Antworten schuldig und betätigt sich stattdessen als – unfreiwilliger – Wahlhelfer anderer.

    Vor allem die GRÜNEN können sich zu der engagierten indirekten Unterstützung durch diesen Minister auf Abruf gratulieren.

    Gekürzt. lg jj

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    • sanderthomasgmxde schreibt:

      Mich hat mal einer, der nun dem (..sozilistischen?) Chefredakteurskollektiv der LZ angehört, gebeten einen LZ-kritischen Leserbrief auf die vorgegebene Zeichenanzahl zu kürzen, um ihn veröffentlichen zu können, was er ohne Sinnverlust für nicht leistbar hielt. Nachdem ich diese Aufgabe mit erheblicher Mühe kurzfristig erfüllt hatte warte ich nun seit Jahren auf Veröffentlichung. Bis vor Kurzem wurden Leserbriefe von mir dann lange komplett ignoriert. Das ist Zensur. Wenn Du HH B-Beiträge ohne Begründung kürzt, insbesondere qualifizierte wie die des „Pantoms“, könnte es noch tatsächlich zu den von Althusmann nicht erwarteten Unruhen kommen.

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      • jj schreibt:

        Thomas, es gab so viel Zuspruch. Da bin ich in die Verlängerung gegangen.
        Und ja, ich kürze Beleidigungen und Schmähungen. Das aber habe ich jeweils unter Wahlartiken angekündigt. Schreibe es aber gerne auch noch unter diesen Beitrag. Lg jj

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  2. Helga Dreyer schreibt:

    Zum Thema Elbbrücke:

    Ich finde es nicht vertretbar, wenn Frau Staudte ihre durch nichts begründete Meinung ausgerechnet auch noch im Blog.jj, in dem ausgiebig seit Jahren über die einzelnen von ihr genannten angeblichen Negativ-Punkte diskutiert wurde und vollkommen andere Ergebnisse als wie von ihr jetzt dargestellt erbrachten
    (https://blog-jj.com/tag/elbbruecke/page/2/ + https://blog-jj.com/2022/07/29/ist-die-elbbrucke-ein-fall-fur-den-klimawandel-in-jedem-fall/ ,
    unwidersprochen stehen gelassen wird.

    Frau Staudte könnte wissen, dass die die Haushalte der Landkreise effektiv belastenden Folgekosten keinen dieser beiden Haushalte „erdrücken“ würden und dass Wirtschaftsgutachten die Positivität des Vorhabens bescheinigten.
    Es liegen brandaktuelle Gutachten vor, die die Wechselbeziehungen zwischen den Lebewesen und ihrer Umwelt, also die ökologische Auswirkung als nicht erheblich erachten.
    Die Behauptung, eine Brücke wäre klimapolitisch nicht mehr vertretbar, ist eine beliebte Killerphrase, aber durch nichts belegt.
    Und woher hat Frau Staudte eigentlich ihre Kenntnis, dass die Fährverbindung in Bleckede entfallen würde, sollte die Brücke gebaut werden? Das sind ja ganz neue Aspekte.

    Wer behauptet, muss begründen können! Das kann erst recht von einer Direktkandidatin erwartet werden, auch wenn die zu beantwortende Frage selbst seicht gestellt wurde.

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  3. Gabi Wagner schreibt:

    Miriam Staudte (Grüne) und Uwe Dorendorf (CDU) liefern jeweils ein beachtliches, sehr gut überlegtes Statement. Doch scheinen ihre Positionen auf den ersten Blick kaum vereinbar zu sein. Wie ist das möglich, wenn es doch nur eine Wahrheit geben kann?

    Darüber sollten die beiden einmal in einer eineinhalbstündigen, von Herrn Jenckel nahezu unmerklich moderierten Talkshow miteinander sprechen, indem sie Punkt für Punkt durchgehen und jeden einzelnen dabei sowohl kritisch als auch selbstkritisch eräutern.

    Das stelle ich mir ebenso unterhaltsam wie lehrreich vor. Das Ergebnis könnte eine Brücke der Verständigung über den breiten Strom gegenläufiger, sich gegebenenfalls gleichwohl gegenseitig gedeihlich befruchtender Gedanken sein.

    Vielleicht endet die Videoaufzeichnung der Begegnung sogar wie der berühmte US-amerikanische Liebesfilm aus dem Jahr 1942 mit den Humphrey Bogart entliehenen Worten: „Uwe, ich glaube, dies ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.“

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