Ulrich Mädge oder: Wo Licht ist, ist auch Schatten

Oberbürgermeister Ulrich Mädge (SPD). Foto: Hans-Jürgen Wege

Lüneburg, 16. September 2021

Am Ende dreht er noch mal auf. Die Folgen der Pandemie eindämmen. Krisen, die kleinen wie die großen, sind sein eigentliches Element. Ulrich Mädge steht in der Reihe der großen Oberbürgermeister in der Geschichte der Hansestadt. Zur richtigen Zeit am richtigen Platz. Er hat die großen Linien der Gegenwart gezeichnet. Lange, für manche zu lange. Am Ende fremdelt Lüneburg auch mit dem Marathon-Oberbürgermeister.

Ulrich Mädge führt Lüneburg, als die Bundeswehr schrumpft, von der Soldatenstadt zur Universitätsstadt. Die Umwandlung der aufgelassenen Kasernen ist eine Aufgabe bis heute. Er belebt das Zentrum, legt den Nährboden, damit die Salzstadt ein Touristen-Magnet erster Güte wird, eine Rote-Rosen-Stadt. Die erste Verkehrsreform, Autos raus aus der Innenstadt, boxt er als Frontmann gegen jeden Widerstand schon Anfang der 90er-Jahre mit Wucht durch. Und natürlich baut er. Das tut er am liebsten.

Nachtarbeit
Wenn er scheinbar mit dem Rücken an der Wand steht wie beim PCB-Schadstoffbefall der Schulen, dann kaut er eine Nacht daran und greift an. Aus der Notlage wird das größte Schulsanierungs-Programm der Nachkriegsgeschichte. Er hat lange das, was man Fortune nennt, das mehrt seine Populärität.

Dass der Zeitsoldat Mädge durch eine Bürgerinitiative in seinem Stadtteil Kaltenmoor, in dem er bis heute wohnt, in die Politik kommt, mag man heute kaum glauben. Die BI protestiert erfolgreich gegen die sogenannte „Rasenheizung“ eines Fernwärme-Anbieters, die die Mieter mit zahlen mussten.

Der Erzählung nach wird der langjährige Lüneburger SPD-Bundestagsabgeordnete Helmuth Möhring  auf Mädge aufmerksam und gewinnt den Zeitsoldaten aus Vienenburg (Harz) für die Partei, in der Mädge, ganz Feldwebel, bald mit Kalkül eine Parteirevolte mit anführt. In einer denkwürdigen Nachtsitzung Mitte der 80er-Jahre im Glockenhaus, es geht um die Listen zur Kommunalwahl, stellt er gemeinsam mit Uwe Inselmann, Harald J. Firus und Herbert Schiffner die alte SPD-Garde um die lokalen Größen Helmut Möhring und Berthold Schäfer kalt.

Keine Lust auf Grüßaugust
Als er dann nach dem Fraktionsvorsitz im Rat 1991 die Oberbürgermeisterwahl gegen den Christdemokraten Jens Schreiber gewinnt, ist klar: Er will kein Grüßaugust sein. Das führt im Rathaus zu hörbaren Kompetenz-Dissonanzen mit dem damals noch Verwaltungschef Oberstadtdirektor Rainer Faulhaber. 1996 stehen sich die beiden als Konkurrenten gegenüber in der Wahl zum ersten hauptamtlichen Oberbürgermeister. Mädge siegt in der Stichwahl und neben dem Wahlspruch: „Suchet der Stadt Bestes“, predigt er jetzt bei den Ausgaben seinen Dreiklang: „notwendig, nützlich, angenehm“. Mit „rentierlichen Schulden“ aktiviert er nicht nur die Stadt, sondern auch das Kreditvolumen der Hansestadt. Eine schwere Hypothek.

Es bricht seine goldene Zeit mit dem Landtagsabgeordneten Uwe Inselmann als Kettenhund und Fördergeld-Magier und mit Wolfgang Schurreit im Land- und Kreistag an. Dieses SPD-Triumvirat arbeitet ungemein effizient für Lüneburg.

Allgegenwärtig
Zur Jahrtausendwende ist Mädge allgegenwärtig im Stadtbild und in der Zeitung. Er hat ein Abo im Herzen der Lüneburger und in den Medien. Orden verleihen, Patenschaften feiern, ein Ohr für Vereine, Kleingärtner und Kleinkunst, für die Feuerwehr eine neue Wache, er hockt am Tisch mit dem kleinen Mann. Und er macht sich dort Notizen auf seinen berühmten Spickzetteln, Notizen, die er abarbeitet. Von unten, da kommt er her. Lehre als Elektroinstallateur, dann hochgebüffelt über den zweiten Bildungsweg.

Das Arbeitstier
Ulrich Mädge ist ein Arbeitstier, kein Charismatiker, zu dem sich alle umdrehen, wenn er den Saal betritt. Ulrich Mädge kommt gerne auf den letzten Drücker zu Feierstunden, das schafft auch Aufmerksamkeit.

Wenn er im Zenit seiner Popularität durch die Stadt geht, freuen sich die Lüneburgerinnen und Lüneburger, wenn er grüßt. Am Wahlstand ist er ein Stimmenmagnet für Genossen. Als zu der Zeit das Rote Feld evakuiert wird, weil eine fette Weltkriegsbombe entschärft werden muss, geht der Oberbürgermeister durch die Straßen dieses wohlhabenden Stadtteils, ganz sicher kein Hort der Sozialdemokratie. Aber die Menschen sind froh, ihn zu sehen, weil sie nun glauben, alles wird gut. Der Krisenmanager ist da.

Standfest
Er ist der Mann, der sich über Stunden in Lüneburg, nur vom Polizeichef Hans-Jürgen Felgentreu flankiert, gegen einen spontanen Neo-Nazi-Aufmarsch stellt, der rechte Demonstrationen gegen jeden Ratschlag seines juristischen Fachpersonals verbietet und vor Gericht auch mal Recht bekommt, der Gesicht gegen Rechts zeigt und sich zu der Zeit auch in der linken Szene Respekt verschafft.

Am liebsten organisiert er Mehrheiten, wenn er nicht sowieso die Hausmacht mit SPD und Grünen oder wahlweise der CDU oder der FDP im Rat hat. Die Partner fühlen sich, namentlich Grüne oder FDP, nach einer Legislaturperiode oft ausgequetscht und als Staffage.

Ein Mann der Mitte
Er positioniert sich für einen Sozialdemokraten zunehmend in der Mitte, geschätzt auch von Unternehmern. Sein Netzwerk, das andere als Klüngel kritisieren, ist am Ende eng geknüpft. Die guten Kontakte sind nicht zum Eigennutz. Doch er hat seine fast unverrückbare Vorstellung von der Stadt. Da knirscht es schon mal, liegen Gegenentwürfen vor. 

Mädge hat nicht nur bei Fakten, sondern auch bei gefühlten Angriffen ein Elefantengedächtnis. Aber er hat lange Rauchmelder wie die Genossen Inselmann oder Schurreit zur Seite. Sie wagen Paroli, wenn es brennt, und auf sie hört Mädge – schweren Herzens.

Kein Traumjob
Ulrich Mädge hätte immer das Zeug gehabt, einen guten Innenminister von Niedersachsen abzugeben. Der Posten und sein Profil, das passt. Aber das soll nicht sein. Das kulminiert darin, dass sein Ministerpräsident Stephan Weil coram publico 2014 den prachtvollen Fürstensaal bestaunt und vor mehr als 400 Gästen das zweideutige Lob ausspricht: Er verstehe schon, „dass du Oberbürgermeister von Lüneburg bleiben willst“. Mädge ist ein guter Netzwerker, aber er tritt Freund und Feind auch gerne auf die Füße, er kann aufbrausen und undiplomatisch direkt sein. Für Karriere mitunter ein Stolperstein. 

Der Kleinkrieg
Wenn einer mit gut 40 Oberbürgermeister wird und mit 71 Jahren abtritt, dann ist das eine enorme Zeitspanne für einen Politiker, aber es führt eine Stadt unter Umständen auch zu weit in eine Richtung.

Und zum Ende raus fehlt Mädge der Konterpart, der ihn davor bewahrt, sich auch in Nichtigkeiten zu verkämpfen. Das mündet in Rats-Scharmützeln, gerne mit dem Linken Michèl Pauly, in letztlich mürbende Sitzungen.

Dieser Kleinkrieg, von wem auch immer angezettelt, in dem es auch um Macht und Macht brechen geht wie beim Verdrängen des grünen Ratsvorsitzenden Wolf von Nordheim, lähmt die Ratsarbeit, ja das Rathaus. Doch es hat den Anschein, auf Mädge wirken diese Muskelspiele zunehmend wie ein politisches Aphrodisiakum. 

Die Hausmacht schwindet
Zu spät nimmt er wahr, wie die Hausmacht schwindet. Dass er seinen Stadtdirektor und ehemaligen Freund Peter Koch einem langwierigen wie fruchtlosen Disziplinarverfahren aussetzt und ihn letztlich kaltstellt, das nehmen ihm viele Sozialdemokraten dauerhaft übel. Und s
pätestens beim Versuch, die Landtagsabgeordnete und SPD-Vorsitzende Andrea Schröder-Ehlers, einst seine Dezernentin, ins Wanken zu bringen, hätte er erkennen können, das es Zeit ist.

Die Machtfülle über die Jahre ist Lüneburg nicht immer bekommen. Wenn Mädge etwas nicht passt, dann kann er Menschen abblitzen lassen und Ideen auf die lange Bank schieben. Beim  Stadtentwicklungskonzept macht das den Eindruck, es kommt spät, kommt heute in einer Stadt an den Wachstumsgrenzen eher einer Nachbetrachtung gleich. Und auch die Verkehrswende verlief nach dem Anfangsspurt doch lange im Schneckentempo.

Dass in Lüneburg in kürzester Zeit nach dem erfolgreichen Bürgerentscheid zum Flugplatz zwei weitere, Radentscheid und Klimaentscheid, anstehen, das ist auch ein Echo auf diese Politik.

Bei der Kommunalwahl haben die Sozialdemokraten in Lüneburg ein Waterloo erlebt. Manche nennen das auch den Mädge-Effekt. Das aber ist zu kurz gesprungen. Die Fraktion hat nach der Wahl 2016 nie Format gewonnen, sie trägt Mitschuld, hat sich selber zu oft zum Handlanger des Rathauschefs degradiert.

Der Krisenmanager
Doch zum Ende, in der Corona-Pandemie, schlüpft er noch einmal in seine Paraderolle Krisenmanager: Rettung der Innenstadt, Fördermittel organisieren, das Netzwerk aktivieren, die Verwaltung mobilisieren. Und es ist wie in Krisen vorher: Die Pandemie ist nur der Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt. Der Wandel der Innenstadt kündigte sich schon vorher an. Aber jetzt wäre wieder eine große, eine umfassende Lösung (mit Zuschüssen) möglich. Ein klassischer Fall für Ulrich Mädge.

Schmidt oder Kohl?
Am Ende bleibt die Frage: Wird Ulrich Mädge mit seinem Elefantengedächtnis und seinen großen Leistungen für Lüneburg so etwas wie einst Helmut Schmidt für die Nation, der gefragt ist, und stoisch zu stillem Wasser Klartext redet und die großen Linien erklärt? Oder ereilt ihn das Schicksal Helmut Kohls, der von der Partei erst verdrängt wurde, doch als Kanzler der Einheit  einen Ewigkeitsanspruch im deutschen Geschichtsbuch hat?

Dass er nicht ganz so lange im Amt bleiben durfte wie sein großes Vorbild Herbert Schmalstieg in Hannover, das wird er verknusen. Dafür hat er seinen Ex-Kollegen Martin Biermann in der anderen Welfen-Hochburg Celle beim Wettrennen um die größere Einwohnerzahl weit hinter sich gelassen. Und was das Durchboxen und Planen auch gegen großen Widerstand angeht, kann er es durchaus mit dem Braunschweiger Ex-OB Gert Hoffmann aufnehmen, den er geachtet hat.

Bei Mädge war viel Licht. Aber wo Licht ist, ist auch Schatten. In der Bilanz überwiegt deutlich der Gewinn für Lüneburg. Orden, Ehrenämter, Goldenes Buch und Belobigungen wird es geben. Und das und mehr hat er auch verdient.

Hans-Herbert Jenckel

Über jj

Journalist, Dipl.-Kaufmann, Moderator, Lünebug- und Elbtalaue-Liebhaber
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26 Antworten zu Ulrich Mädge oder: Wo Licht ist, ist auch Schatten

  1. Frank Hagedorn schreibt:

    Wer Mädges letzte Dekade kritisch ins Auge fasst, sollte die Claqueure und Speichellecker um ihn herum nicht zu nennen vergessen. Daß ein Potentat im Herbst seiner Herrschaft nur noch von Satrapen umgeben ist, die seine Illusion der Wirklichkeit ausschmücken, ist nicht neu. Aber was die Lüneburger SPD zwischen 2011 und 2021 an Untertanenpotential aufgeboten hat, war an Quantität und Dickfelligkeit schon ziemlich einmalig. Und eine halbe Handvoll dieser handzahmen Papageien sitzt wie eh und je in Rat und Kreistag oder drängt sogar bei der kommenden Landtagswahl noch einmal in vermeintlich angestammte Positionen.

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  2. Marcus Schröder schreibt:

    Ich bin noch keinen Menschen begegnet, der gesagt hat, schön das wir den Uli hatten!

    Nur: Gott sei Dank hat der endlich seine Sachen gepackt – so ein arroganter Oberschnösel!

    Und das hat er ja mit der Aktion, Frau Kalisch nicht persönlich das Amt zu übertragen, mehr als eindrucksvoll bewiesen!

    Warum war er 30 Jahre OB? Weil er so toll war, oder weil die anderen Parteien nur ‚Fallobst‘ als Gegenkandidaten aufgestellt haben?

    Für mich eher letzteres!

    Pols zeigt heute, das er kein geeigneter Kandidat gewesen ist – im Gegenteil vermutlich. Mit ihm wäre Lüneburg vom Regen in die Traufe gekommen.

    Warum musste der OB jedes Amt annehmen das er kriegen konnte? Um Lüneburg zu helfen?

    Sicher nicht. Sondern um seiner Eitelkeit zu frönen!

    Selbst 3 Amtszeiten – wie hier vorgeschlagen wurde sind zuviel. 10 Jahre reichen absolut aus. Sowohl in der Kommunal- als auch in der Landes- und Bundespolitik.

    Alles andere dient nur dazu, sich seine Pension in Höhen zu schrauben, von denen ein Hartz-IV -Empfänger aber auch ein Otto-Normal-Verdiener mittlerweile nur noch träumen kann.

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    • Otto Berg schreibt:

      Hallo, Herr Schröder,

      die (unterbliebene öffentliche) „Amtsübergabe“ durch Ulrich Mädge an seine Nachfolgerin Claudia Kalisch war „suboptimal“, war kein Glanzstück demokratischer Kultur. Darüber, dass solches Verhalten sich unter erwachsenen Menschen nicht zur Nachahmung eignet, sind sich ausnahmslos ALLE nüchternen Beobachter über alle Parteigrenzen hinweg in Lüneburg, in Hannover und in Berlin einig.

      Ebenso ist aber Konsens, dass der Altoberbürgermeister in seiner Amtszeit zwischen 1991 und 2021 viel Gutes für Lüneburg bewirkt, hinbekommen, ja, durchgesetzt hat, das OHNE IHN in dieser Qualität wohl kaum gelungen wäre. Wer sich in verantwortlicher Position an der Spitze einer großen Organisation befindet, wie eine Kommune mitsamt ihren Organen sie darstellt, der KANN es nicht jedem (w/m) auf gleiche Weise recht machen. Und Härte in Maßen ist bei heiklen Güterabwägungen immer und überall unvermeidlich. Ulrich Mädge hat „zum Besten der Stadt“ gearbeitet und sich komplexe Entscheidungen niemals leicht gemacht. Fehler sind ihm dennoch unterlaufen. Er besitzt Vorlieben und „blinde Flecken“. Und seine aufbrausende Ungeduld wurde ihm, dem Erfahrenen, in den letzten Jahren eine zunehmend schwierigere Begleiterin. Trotzdem ist er – cum grano salis – ein bedeutender Oberbürgermeister und war er ein Glücksfall für Lüneburg!

      Ich war – und bin bis heute – mit mancher politischen Weichenstellung Mädges nicht einverstanden, Herr Schröder. Doch in mir haben Sie einen, der sagt: Schön das wir den Uli hatten!

      Klammern wir Ihre wohlfeilen perfiden Plattitüden über Eitelkeit und Geldinteressen von „Politikern“ einmal aus, Herr Schröder: Nennen Sie mir bitte einen Menschen, von dem Sie glauben, er hätte es besser gekonnt, einen, den Sie lieber an Mädges Stelle gesehen hätten, einen, der an anderem Ort ein Beispiel dafür gab oder gibt, was man besitzen, was man tun muss, um geeigneter zu sein.

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      • Marcus Schröder schreibt:

        Sehr geehrter Herr Berg!

        Ich kenne mich als Deutsch Everner mit den politisch tätigen in Lüneburg nicht so gut aus, das ich sagen kann, wer hätte es besser gemacht!

        Herr Pols zeigt in jüngster Zeit, das er aus dem selben Holz geschnitzt zu sein scheint.

        Ihn durfte ich in Berlin einen Nachmittag lang erleben – das hat mir ebenso gereicht, wie Herrn Mägde als Fahrgast im Taxi zu haben! Da hat er genau die selben Charakterzüge gezeigt, wie bei seinem Abgang.

        Wäre Pols OB geworden, wären wir also vermutlich vom Regen in die Traufe gekommen.

        Von daher war es in diesem Fall also egal, das er chancenlos war als Gegenkandidat zu Herrn Mädge.

        Und leider wurden nur solche Kandidaten von FDP und CDU aufgestellt, die eigentlich von vornherein zum scheitern verurteilt waren.

        Aber: Das Ziel, und da können Sie mir erzählen, was Sie wollen, von Herrn Mädge war es, aus Lüneburg möglichst eine Großstadt mit 6-stelliger Einwohnerzahl zu machen. Das ist ihm zum Glück nicht ganz gelungen.

        Er hat es, glaube ich, nicht nur einmal versucht, die Nachbargemeinden Lüneburg einzuverleiben. Reppenstedt und Deutsch Evern hätten ihm seinen ‚Traum‘ sehr nahe gebracht. Aber die sind zum Glück standhaft geblieben!

        Es ehrt Sie ja wirklich, das Sie versuchen, ihn in Schutz zu nehmen!

        Aber der Abgang ist nicht suboptimal verlaufen, weil er vermutlich genauso geplant war!
        Schließlich wusste er, das er nicht wiedergewählt wird, und es einen anderen OB geben wird.

        Da gehört es sich, das man ihr oder ihm persönlich gratuliert und die Amtsgeschäfte übergibt. Den Sonntagabend hat man sich freizuhalten! Und den Termin kannte er lange genug im voraus.

        Es muss – bundesweit – endlich dafür gesorgt werden, das Politiker in Führungspositionen wie Kanzler, Ministerpräsident oder eben Bürgermeister maximal 2 Legislaturperioden tätig sein dürfen.

        Alles darüber hinaus schadet der Stadt, dem Bundesland, und dem Staat, weil man es sich in seiner Komfortzone gemütlich macht! Kohl hat es gezeigt, Merkel war auch nicht mehr das, was sie die ersten 10 Jahre war, und Mädge….

        Die Zeiten, wo Politiker 20 Jahre + x in führender Position tätig waren, sind Geschichte. Das will niemand mehr, wie ich glaube. Außer natürlich diejenigen deren Partei die Person repräsentiert.

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      • jj schreibt:

        Lieber Herr Schröder, Sie überzeichnen in Ihrer Kritik.
        Herr Mädge mag zwar am Ende wie ein König dahergekommen sein, aber es hat kein Oberbürgermeister oder Oberstadtdirektor so viel in Lüneburg bewegt. Nicht alles war gut, aber ohne Mädge steckten wir jetzt in der Krise vermutlich etwas tiefer im Dilemma. Und ja, Einwohnerzahlen, Finanzkraft und Schlüsselzuweisung, das auch seine Welt, da hätte ein Großstadt-Status viel ausgemacht. Aber davon hatte er schon vor Jahren Abstand genommen.

        Meine Einschätzung zu Mädge habe ich bereits hier im Blog abgegeben.
        Und zwar hier: https://blog-jj.com/2021/09/16/ulrich-maedge-oder-wo-licht-ist-ist-auch-schatten/
        lg jj

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      • Otto Berg schreibt:

        Hallo, Herr Schröder,

        Ihre Idee ist nicht neu – schon seit Jahrzehnten gibt es immer wieder Vorstöße, die Amtszeit von politischen Verantwortungsträgern generell auf zwei Perioden zu begrenzen. Aber versteht sich wirklich von selbst, dass dies sinnvoll ist? Oder kann eine solche Regelung auch kontraproduktiv sein? Beim Abwägen hilfreich schienen mir die Überlegungen im folgenden Aufsatz (die sich in vielen Hinsichten leicht auf die kommunale Situation übertragen lassen): https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/343511/brauchen-wir-eine-amtszeitbegrenzung-fuer-bundeskanzler/

        Ergänzend zu der differenzierten Skizze von Herrn Jenckel in dem Blog-Artikel am Kopf unserer Kommentare möchte ich darauf hinweisen, dass sich auch im Berufsleben eines Oberbürgermeisters der größere Teil des Geschehens im nichtöffentlichen Raum abspielt. Herr Mädge ist ein kluger, umfassend informierter und schnell denkender Mann, der, wenn man ihm nicht dumm (oder unterwürfig) kommt, aufmeksam zuhört, uneigennützig rät und hilft, wo er kann, sofern ihm das in Rede Stehende einleuchtet, selbst wenn es ihm zunächst fremd war. Darum halte ich es für keineswegs undenkbar, dass sich sein professionelles Verhältnis zur Oberbürgermeisterin Kalisch hinter den Kulissen sehr viel gedeihlicher ausnimmt, als auf offener Bühne wahrgenommen und/oder herumkrakeelt wird.

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  3. Ulf Reinhardt schreibt:

    Den wahrscheinlich letzten Schatten wirft der scheidende Oberbürgermeister, indem er der demokratisch gewählten Oberbürgermeisterin nicht einmal gratuliert. Das nicht nur schlechter Stil, sondern in erster Linie ein Schlag ins Gesicht der Wähler.

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  4. Klaus Bruns schreibt:

    viel spaß und etwas zum nachdenken.

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  5. Thomas Buller schreibt:

    Wenn Ulrich Mädge als dienstältester Oberbürgermeister abtritt, wird man ganz gewiss nicht von ihm sagen, er hätte in all den Jahren die Stadt lediglich verwaltet. Er hat gewiss maßgeblichen Anteil an der Gestaltung und Entwicklung der Stadt Lüneburg der letzten 25 Jahre und ihr dabei seinen Stempel aufgedrückt. Gewiss nicht zu jedermanns Wohlgefallen, aber er hat sich als Macher gezeigt und war auch immer dazu bereit dafür in Konfrontation zu gehen, manchmal vielleicht auch zu sehr.
    Warum die Lüneburger sich in ihrem Votum letztlich gegen Kompetenz und Qualifikation in der Verwaltungsspitze ausgesprochen haben, ist für mich nur teilweise nachvollziehbar.Aber so ist Demokratie und natürlich zu respektieren.
    Es bleibt zu hoffen, dass in dieser Zeit der notwendigen Veränderungen auch in der Kommunalpolitik, die Entwicklung der Stadt keinen nachhaltigen Schaden nimmt.
    Und weiter bleibt zu hoffen, dass sich die Ratspolitik in Zukunft wieder konstruktiver gestalten möge und der Diskurs sich wieder mehr den Inhalten zuwendet, als am ermüdenden Kräftemessen von Rat und Verwaltung, an dem Mädge durch seine Rhetorik natürlich auch seinen Anteil hatte.

    „Drum suchet der Stadt Bestes“ so heißt es doch.

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    • Arthur schreibt:

      Freilich, woran sollte man sich von der endlosen Verstellung, Falschheit und Heimtücke der Menschen erholen, wenn die Hunde nicht wären, in deren ehrliches Gesicht man ohne Mißtrauen schauen kann? – Ist doch unsere civilisirte Welt nur eine große Maskerade. Man trifft daselbst Ritter, Pfaffen, Soldaten, Doktoren, Advokaten, Priester, Philosophen, und was nicht alles an!
      Weiter geht es bei Schopenhauer
      https://www.gleichsatz.de/b-u-t/trad/shauer/as-ethik1a.html

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    • Rainer Schrader schreibt:

      Vielleicht haben die Lüneburger sich in ihrem Votum ja gar nicht gegen Kompetenz und Qualifikation in der Verwaltungsspitze ausgesprochen, sondern gegen Inkompetenz und Klüngelei in den beiden Parteien, von denen die beiden charmanten Verwaltungsdamen unterstützt worden sind.

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  6. Klaus Bruns schreibt:

    ich empfehle den unsinn mit einer wahlempfehlung grundsätzlich zu lassen. die klugscheißerei ist beim wähler noch nie gut angekommen und könnte genau das gegenteil bewirken. besonders dann, wenn man seinem ehemaligen fraktionsmitglied vorher dermaßen in den allerwertesten tritt. so wie ich das erahne, im westen nichts neues. der ,,nette ,, umgang miteinander wird wohl bleiben.

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  7. Klaus Bruns schreibt:

    wer wird wohl vorschlagen , dem OB der spd das verdienstkreuz am bande zu überreichen? so ganz ,,umsonst,, sollte man ihn doch nicht gehen lassen, oder? schmunzeln. wie ist das eigentlich mit der eon, wird da ein aufsichtsratsposten frei?

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  8. Kartoffelerlass schreibt:

    Da liegen nun die zwei Kartoffeln, und schlafen ihrer Auferstehung entgegen.

    1) In der Demokratie ist es die Pflicht jedes Bürgers, sich regelmäßig an Wahlen zu beteiligen.
    2) Wenn ich an einer Wahl nicht teilnehme, habe ich ein schlechtes Gewissen

    Welche Kartoffel nimmt wohl ein bestehender OB ?

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  9. jj schreibt:

    Ein Freund des Blogs, der mich vor allem vor vielen Fehlern bewahrt, hat mir bei seiner langen letzten Korrekturliste zum Mädge-Blog noch folgenden Zusatz geschrieben:

    Mädge ist, bis er Ende Oktober den Marschallstab an Claudia Kalisch übergibt, der dienstälteste Oberbürgermeister Deutschlands. Nach ihm kommt Mike Ruckh aus Sebnitz in Sachsen. Der CDU-Mann (*1964) ist vierzehn Jahre jünger und seit 1993 im Amt.

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    • Klaus Bruns schreibt:

      Er positioniert sich für einen Sozialdemokraten zunehmend in der Mitte, die mitte gibt es nicht. klingt nach: wir sind das volk.

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    • Andreas Janowitz schreibt:

      Wobei mir bisher niemand erklären kann wesshalb das etwas gutes sein soll? Nach 15 Jahren war die Luft raus? Und die letzten Jahre wurden eher sich selbst Denkmäler gesetzt als „Dinge“ angepackt?!
      Die Monachie wurde nicht ohne Grund abgeschafft und ich bezweifel mal ganz stark das nach Fähigkeit befördert wurde, wenn ich mir z.B. die verkorste Verkehrsführung zu gemüte führe…

      3 Amtszeiten sind genug. Egal ob Bundeskanzler oder sonstwelches Amt. Immer und immer wieder wird demonstriert, wie sich ganz andere Befähigungen als „Sachkenntnis“ an Wichtigkeit gewinnen, je länger die Amtsführung in einer Hand bleibt.

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    • Bertram Fuhrhop schreibt:

      Wer vor einer Wahl nicht transparent machen möchte, von welchen Personen und Interessengruppen aus der Baubranche er sich seine Hochglanzreklame bezahlen lässt, der ist weder unabhängig noch alternativlos.

      Wohin die Klüngel- und Sponsorenkultur in der Politik führt, kann heute in der Landeszeitung auf Seite 7 nachgelesen werden: Überschrift „Spitze Feder“ für die LZ-Redaktion.

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  10. OB schreibt:

    Eine Ära…. Findet sie ihr wohliges Ende in
    der Großen Ratsstube des Rathauses?

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  11. Karlheinz Fahrenwaldt schreibt:

    Lieber Herr Jenckel, dieser Chat interessiert micm und es juckt mir in den Fingern! 😉 Sollte der Troll jedoch wieder aus seinem Loch gekrochen kommen bin ich endgültig weg.

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    • Rudi Radlos schreibt:

      Lieber Herr Fahrenwaldt,

      dass ein Linker öffentlich von einem Journalisten verlangt, dieser möchte jenen mithilfe von Zensurmaßnahmen vor Widerworten eines Dritten schützen, ist schon eine bizarre Merkwürdigkeit für einen, dessen Partei um Geldspenden mit der Behauptung bittet, sie würde „Politik für Menschen und nicht für Lobbygruppen machen“.

      Finden Sie nicht?

      Sind „kritische Beiträge“ Ihnen nur dann genehm, wenn diese in Ihrem Sinne sind und anderen, aber nicht Ihnen selbst gelten?

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  12. Petra Güntner schreibt:

    auch ich schaue im Rückblick auf eine nicht unkomplizierte 10-jährige Zusammenarbeit im Rat mit ihm – aber, und dies sei fairer Weise konstatiert: ein OB, der so für seine Stadt unermüdlich fast 3.Jahrzehnte die Stadt zum Wohl der Stadt vorangetrieben hat, verdient Anerkennung und meine Achtung. Insofern Danke Ulrich 🤝.

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  13. Andreas Janowitz schreibt:

    11.000 Tage in Amt und Würden scheinen so manches Mass insbesondere das der Augen ins kurzsichtige verrückt zu haben. Grollende Senioren sind einfach nurnoch lästig, nichts weiter. Wer in dem Alter immernoch nachträgt verhebt sich wohlmöglich noch. Wie fast alle hat auch Herr Mädge den würdevollen Abgang verpasst. Es wäre ihm so manches erspart geblieben (der Stadtkasse auch). Er hielt sich als Chef unabdingbar jetzt darf er auch den Kopf hinhalten. Aus ist`s mit jovial aus der zweiten Reihe ratschlagen.

    Für Kohl`s Querulatentum war sein Posten wohl eher nicht wichtig genug, beim Besten Willen. Sowas wäre einfach nurnoch peinlich.

    Also ein kleinbisschen Schmidt, wenn er denn gefragt wird.

    Den ernst der Lage verkennt die Rige der abtretenden Verantwortungsträger natürlich. Zumindest bekommen die noch einen Vorgeschmack vom neuen „normal“ das sie uns zugemutet haben. Monsun und tropische Nächte über Wochen.
    Sie gehen als letzte Generation Sorglos in die Geschichtsbücher ein.
    Kommste heut` nich` kommt morgen der Klüngel mit Posten angeklingelt. Dabei hätte sie es in der Hand gehabt. Plötzlich kommt der Klimawandel vom Himmel gefallen. Danke für garnichts.

    Vor 6.000 Tagen hätte man in Lüneburg anfangen können. Mit Wärmepumpen in der Wohnungsgenossenschaft oder Solarzellen auf allen Stadthäusern. Damals was in Essen realisiert wurde hier starten und das weltweit erste kommerzielle Supraleiterprojekt der Welt auf den Weg bringen. Dann wäre die Fussnote in den Geschichtsbüchern vielleicht einstellig gewesen. So gibt es vielleicht überhaupt eine… mit ganz viel Glück.

    Aber was weiss ich denn schon.

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  14. Jens-Peter Schultz schreibt:

    Ein Mann mit einem unerschöpflichen Ideenreichtum, ein Arbeitstier und mit einem Tempo, wo viele nicht so schnell hinterher kamen, weder in der Stadtgesellschaft noch in der eigenen Partei. Er hat 24 Stunden am Tag und das 365 Tage für die Stadt Lüneburg gelebt, gebrannt und gekämpft. Leider hat er im Umgang mit Menschen nicht immer den richtigen Ton getroffen und es sind bei einigen Verletzungen geblieben. Für mich als Ortsbürgermeister war er immer ein verlässlicher Partner, der ein Ohr für unsere Vereine, Verbände und Institutionen und uns Ochtmisser:innen hatte. Der Neubau vom Schützenhaus und der OSV Sporthalle sowie Unterstützung unserer Loewe-Stiftung u.v.m. wäre ohne seine kreativen Ideen, wie man die Dinge trotz schmaler Finanzmittel umsetzt, nicht möglich gewesen. Noch in diesem Sommer hat er wieder zukunftsweisend die Entwicklung unserer Ortschaft unterstützt. Dafür gebührt im Dank. Wir haben gelegentlich heftig gestritten und wir brauchten manchmal etwas Zeit um wieder zueinander zu finden. Beim Kaffee und unter 4 Augen ist es aber immer wieder gelungen, den Blick nach vorne richten. Bedenkenträgerei sind nicht seine Sache. Er ist ein Macher, ein Entscheider und das hat Lüneburg und die Region 30 Jahre sehr gut getan. Die Historiker werden es entsprechend zu bewerten wissen. Bei mir bleibt deutlich mehr Licht als Schatten. Dankeschön.

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    • Karlheinz Fahrenwaldt schreibt:

      Über ein mir bekanntes Medium habe ich Kontakt zu Edgar Wunderlich, Historiker an der Leuphana, aufgenommen und der übermittelte folgenden Bericht: „Die Hansestadt Lüneburg ist im Jahre 2051 eine Touristen- und Schlafstadt. Vor drei Jahren wurde die letzte ständig bewohnte Wohnung in der Altstadt in eine Ferienwohnung umgewandelt. Altenheime und Kindergärten wurden aus diesem Bereich an den Stadtrand verlegt, da dieTemperaturen im Sommer mehr als 10 Grad über denen am Stadtrand liegen. In den ehemaligen Einkaufsstraßen gibt es nach einer kurzen Belebung durch Startupunternehmen hauptsächlich gastronomische Betriebe, Andenkenläden, Pensionen und viele ehemalige Stores stehen seit langem leer. Die Beschäftigten der in Lüneburg tätigen Betriebe pendeln täglich aus der näheren Umgebung in die Stadt, weil sie die Mieten der Wohnungen in der Stadt nicht mehr bezahlen können, so wie auf der Insel Sylt. Nachdem ein Hochhaus in Kaltenmoor vor 10 Jahren eingestürzt war, mussten auch alle anderen Hochhäuser aufgrund baulicher Mängel abgerissen werden. In der Stadt leben jetzt 50.000 Menschen. In Wilschenbruch die Superreichen, im Ilmenaugarten und im Roten Feld die Reichen, im Hanseviertel und am Wienebütteler Weg die Gutverdienenden und die Menschen mit normalem Einkommen wohnen über den Rest der Stadt verteilt.“

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