
Die Lüneburger Wahlkämpfer haben angesichts der vergangenen Hitze-Periode den Schatten entdeckt. Jetzt für Menschen, nicht für Autos an der Ilmenaustraße. Das Thema ist abgehakt.
Christdemokraten fordern auf der Stelle große Bäume in Pflanzkübeln in der City, mehr Schattenplätze und Wasserspender – kurz mehr Aufenthaltsqualität, wie es der Städtetag seit Jahren sagt. Ich habe aber eine Frage: Wie groß müssen die Pflanzkübel inklusive Baum sein, damit sie wirklich Schatten spenden, wenn Passanten darunter Schutz vor der Hitze suchen? Vermutlich schrumpfen wir irgendwie alle zu Liliputaner-Lüneburgern. Oder versperren die Kübel dann die Sicht auf die historische Giebel-Phalanx. Ein Fall für den Denkmalschutz.
Sozialdemokraten fordern stante pede Rasensprenger und Sonnensegel für Horte, ruhig mal bei der Löns-Schule vorbeischauen, Ventilatoren und Kühlwesten für Alte und natürlich kühle Orte in der ganzen Stadt wie im Clamart- oder Scunthorpe-Park. Und Klimainseln mit mehr Grün, Trinkbrunnen und Sprühnebel. Doch Grün auf dem Marienplatz statt Autos? Keiner will mehr über Parkplätzen reden, das Thema rückt in die Schattenwelt.
Ich fordere obendrauf noch kostenlose Ausgabepunkte von Sonnencreme, einen Hitze-Beauftragten und Ad-hoc-Streifen des Ordnungsamtes, die mit Wasserflaschen-Lastenrädern ausgestatt sind.
Und überhaupt, sollten die Wahlkämpfer noch einmal die Uni ins Visier nehmen, die auf dem Campus viele Schattenspender rasiert haben.
Der Sommer ist noch lang, der Wahlkampf geht noch bis 13. September, die Fieberkurve steigt, danach hat der Aktionismus eine kurze Ruhephase.
Hans-Herbert Jenckel
In den vergangenen Wochen konnte man an einigen Tagen die Vorzüge des uneingeschränkten Straßenrandparkens in der Innenstadt erleben: Am 27. Juni ein fast leerer Marktplatz, auf dem etliche Händler schon vor zwölf Uhr ihre Stände abbauten, weil kaum ein Kunde bei der brüllenden Hitze Lust hatte, dort einzukaufen. Gegen die Hitze in der Innenstadt hilft weder der Clamart-Park, noch der Liebesgrund – Grünflächen, die bisher gerne von SPD, CDU und FDP als Scheinargumente gegen weitere Grünflächen in der Innenstadt angeführt worden sind.
Jetzt sollen es also Bäume in Blumenkübeln richten… Warum nicht gleich Bäume fordern, deren Äste man für Fotos herunterklappen kann? Oder wie Poller herunterfahrbare Bauminseln?
Seit mehr als einem halben Jahrzehnt ist bekannt, dass für Personen mit Herz-Kreislaufproblemen an Hitzetagen weite Teile der Innenstadt eine Gesundheitsgefahr darstellen. Besonders für Ältere kann das lebensgefährlich werden.
Die drei von mir aufgeführten Parteien hat das bisher anscheinend nicht interessiert. Statt nach einer Lösung zu suchen, werden jetzt Vorschläge gemacht, die das Problem nicht einmal ansatzweise beheben können.
Wie bei der Verkehrsplanung diverse Radverkehrskonzepte und VEP, NUMP usw. wird ein Klimaanpassungskonzept nach dem anderen erarbeitet, um bloß nicht umgesetzt zu werden.
Das ist auch eine Wahlempfehlung – wenn auch eine negative.
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Es scheint hoffungslos wenn die alten Liedermacher schwinden… und doch gibt`s jene die den Aufruhr wagen. Oh nein nicht diese, sondern diese:
Denn der Stoff aus dem Geschichte wird, wird stehts und zu allen Zeiten gewoben von nichtigen Händen, von all jenen deren Stimmen so leicht verhallt.
Von all jenen deren Gewicht so leicht erscheint.
Und doch hat ihr Mut die Welt verändert, ihre Stimme das unmögliche geschafft. Urlaub, Krankenversicherung oder Pension. All das schien so ganz weit weg.
Schön wenn es ohne Waffen ginge. Ohne die Forderung nach Gewalt.
Vielleicht sind wir die Ersten, die diesem Verlangen nachgeben können.
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Weltgesundheitsorganisation warnt: Europa muss sich besser auf weitere tödliche Hitzewochen in diesem Sommer vorbereiten.
Die nächste Hitzewelle baut sich bereits über dem Atlantik auf. In Portugal und im Süden Spaniens sollen die Temperaturen in dieser Woche auf 43 °C steigen. Frankreich und die Benelux-Staaten stellen sich auf einen weiteren Hitzevorstoß ein. Teile Zentralasiens erleben ebenfalls Temperaturen um 40 °C.
Europa [also auch Ochtmissen] ist darauf nicht vorbereitet, warnte am Dienstag Hans Kluge, Regionaldirektor für Europa der Weltgesundheitsorganisation (WHO), in einer Mitteilung.
Zuerst veröffentlicht am 07/07/2026 – 14:18 MESZ
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Wir stehen heute an einer Wendemarke der politischen Meteorologie. Kaum klettert das Thermometer in Lüneburg über die 30-Grad-Marke, mutiert der Schatten vom schlichten Abwesenheitszustand des Lichts zum heiß umkämpften Bürgerrecht, zum kommunalpolitischen Luxusgut. Der Wahlkampf brennt auf den Nägeln, und die Glut dieser Tage treibt den Akteuren den Schweiß auf die Stirn – und die Konzepte aus dem Kopf.
Die christdemokratische Vision, den Wald mittels mobiler Riesen-Pflanzkübel auf den Marktplatz zu rollen, besitzt eine fast lyrische Absurdität. Es ist der Versuch, eine grüne Oase der Hoffnung auf Rollschuhen durch die Wüste der Fußgängerzone zu schieben. Dass diese Kübel die Dimensionen mittelalterlicher Festungsmauern annehmen müssten, um überhaupt messbaren Schatten zu werfen, ist ein zu vernachlässigender Kollateralschaden. Wenn der Denkmalschutz nun klagt, dass man die historische Giebel-Phalanx vor lauter Blättern nicht mehr sieht, lautet die zukunftsweisende Antwort: Das ist kein Mangel, das ist Sichtschutz! Was das Auge im dichten Blätterwald nicht mehr sieht, kann das Gemüt auch nicht mehr erhitzen. Da schrumpft der Lüneburger gern temporär zum Liliputaner, Hauptsache die Frisur trotzt der Hitze.
Die SPD wiederum verkündet den Aufbruch zu neuen Ufern und träumt von der stante pede eingeleiteten Transformation der Hansestadt in ein subtropisches Wellness-Ressort. Sprühnebel, Rasensprenger in Horten und urbane Klimainseln versprechen eine völlig neue Form der Daseinsvorsorge. Ich habe einen Traum, dass die Rentner-Avantgarde, modisch eingeweiht in High-Tech-Kühlwesten, stolz im Scunthorpe-Park verweilt, während sie im dichten, verheißungsvollen Nebel des Marienplatzes nach den verloren gegangenen Parkplätzen sucht. Über Autos redet ohnehin keiner mehr – sie haben längst Zuflucht im klimatisierten Gelobten Land der Parkhäuser gefunden, während die Wähler im Freien verdampfen.
Fragen wir also nicht, was der Schatten für uns tun kann – fragen wir, was wir für den Schatten tun können! Es fehlen eigentlich nur noch die Ad-hoc-Streifen des Ordnungsamtes, die wie Eiswagen bimmelnd auf Lastenrädern durch die Straßen eilen, um die Bürger im Vorbeifahren staatlich geprüft mit der Wasserpistole zu taufen. Doch der Bogen des Sommers ist kurz, und der Wahlkampf währt glücklicherweise nur bis zum 13. September. Danach wird sich die Lüneburger Kommunalpolitik erfahrungsgemäß schlagartig unter den Gefrierpunkt abkühlen und in den tiefen Winterschlaf versinken. Das nennt man dann wohl den natürlichen, wahlperiodischen Klimawandel.
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EILMELDUNG
Angesichts der vorpreschenden SPD-Oberbürgermeisterkandidatin Andrea Schröder-Ehlers fordert die Sommerhitze ein sofortiges Schutzprogramm für Lüneburg. Der von der Stadt angekündigte Obermeisteraktionsplan, der erst bis Ende des Jahres fertiggestellt werden soll, komme für die aktuelle Schröder-Ehlerserei zu spät.
„Ein Obermeisteraktionsplan, der erst nach dem 13. September fertig wird, schützt niemanden während dieser Schröder-Ehlersereien“, erklärt die Sommerhitze. Jetzt müssten vor allem ältere Menschen in Pflegeheimen sowie Kinder in Kitas und Horten besser vor extremer Obermeisterei geschützt werden.
Zu ihren Vorschlägen gehören kurzfristig aufgestellte Versteckhecken und Abtauchbecken vor Betreuungseinrichtungen sowie die Beratung von Pflegeeinrichtungen bei der Anschaffung von Tarnkappen und Ohrstöpseln. Die Stadt solle außerdem dabei unterstützen, die notwendige Obermeister-Abwimmeltechnik schnell in Betrieben zu lehren.
Darüber hinaus schlägt die Sommerhitze sogenannte „Ehlersfreie Orte“ in der Stadt vor. Neben mehr GRÜNEN, zusätzlichen Fluchthallen und Nebelwerf-Anlagen sollen auch Kirchen, größere Gebäude und andere Versteck bietende Einrichtungen als Rückzugsorte vor Schröder-Ehlersereien geöffnet werden. Die bestehende Schröder-Ehlers-Ausweichkarte der Hansestadt sei zwar ein Anfang, erfasse aber beispielsweise viele Höhlen und dunkle Ecken in den Stadtteilen noch nicht.
Außerdem fordert die Sommerhitze einen verbindlichen Zeitplan für den Obermeisteraktionsplan. Vorrang müssten kurzfristig umsetzbare Maßnahmen haben, bevor langfristige Konzepte verabschiedet werden.
Nach ihren Vorstellungen soll das Sofortprogramm gegen nervtötende Schröder-Ehlersereien aus den 250.000 Euro finanziert werden, die ursprünglich für die Umgestaltung des Marienplatzes als Ehlers’sche Kommunikationzentrale (Speakers‘ Corner) vorgesehen waren.
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Vor dem erbarmungslosen Gleißen der Junisonne nimmt sich natürlich geradezu unmenschlich aus, dass der Landkreis Lüneburg die 2,9 Millionen Förder-Euro, die für die Sanierung einer Kinder erfrischenden Schulbadeanstalt vom Land der Stadt zugedacht waren, nun in „die nächsten Schritte“ zur Vorbereitung des Baus einer CO2-haltigen Betonbrücke mit womöglich 80 bis 100 Jahre kochend heißer Fahrbahndecke an der Elbe stecken will.
Armin Plöger, der sorgenvoll nachdenkliche Polemiker aus Neu Garge hat vorgestern die bittere – angebliche – Tatsache bekannt gemacht:
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Ach JJ mal wieder nur in eine Richtung gedacht, Marienplatz hat soviel Schatten durch die Bäume vor Ort auf der richtigen Seite und hier fehlt es nur noch an einem Wasserspender, Strom und ein Wasseranschluss und fertig ist ein toller Platz, der als Veranstaltungsfläche jederzeit benutzt werden kann.
Und die Kübel müssen gar nicht so groß sein um hier Schatten zu spenden können wir uns gerne mal zusammen anschauen welche Möglichkeiten es gibt.
Ideen und Vorschläge sollten umgesetzt werden dies ist in den letzten 5 Jahren komplett auf der Strecke geblieben und nochmal jetzt 8 Jahre tut dieser Stadt nicht gut.
Lüneburg kann mehr…..
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Lieber Heiko,
der Stadtrat ist auch mit dem Stimmen der Union den Zielen des Klimaentscheides und des Radentscheides beigetreten und hat dann eine Vollbremsung hingelegt. So sehr ich dich schätze, aber in eine Richtung denkst in diesem Fall du, und zwar in die Retro-Richtung.
Wir stehen vor gewaltigen Herausforderungen, die können wir nicht mit Populismus noch Aktionismus lösen, sondern nur mit Konsequenz. Seit der Club of Rome 1972 die „Grenzen des Wachstums“ veröffentlich hat, seit der Rat der Stadt 1991 den Verkehrsentwicklungsplan verabschiedet hat, auch mit der CDU, in dem Vorfahrt für Radfahrer und Fußgänger gefordert wird und die Innenstadt dafür umgebaut werden sollte, die City für Autos tabu sein sollte, hat sich leider nach Anfangseuphorie wenig getan.
Es wurden Verkehrsstrategien und Radverkehrskonzepte verabschiedet, aber nicht umgesetzt, war ja nur Papier. Und jetzt läuft uns die Zeit davon. Mobile Kübel sind nicht die Lösung. Die Lüneburger Bürgerinnen und Bürger haben geliefert, sie fahren Rad. Die Politik hat die angestrebten Ideale verraten. Schade. Dein jj
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Lieber JJ, ich sehe das anders. Die Zeiten haben sich geändert, und man kann nicht mehr mit Konzepten argumentieren, die teilweise über 30 oder 50 Jahre alt sind. Mobilität muss heute als Ganzes betrachtet werden – dazu gehören Auto, Fahrrad, ÖPNV und Fußverkehr gleichermaßen. Außerdem fahren längst nicht 70.000 Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt Fahrrad. Und unabhängig davon erleben viele Menschen täglich, dass sich zahlreiche Radfahrer selbst nicht an die Verkehrsregeln halten. Regeln gelten für alle Verkehrsteilnehmer – nicht nur für Autofahrer. Deshalb sollten wir uns von überholten Konzepten lösen und Lösungen entwickeln, die den heutigen Anforderungen gerecht werden. Ideologie hilft dabei nicht weiter. Es braucht eine ausgewogene Verkehrspolitik, die alle Verkehrsteilnehmer berücksichtigt. Und was die Politik betrifft: Auch die Grünen haben in den vergangenen fünf Jahren die großen Versprechen nicht eingelöst. Wenn es nach mir geht, sollte der Radentscheid als Interessenvertretung einer Minderheit nicht länger die Richtung der gesamten Verkehrspolitik bestimmen. Viele Grüße Heiko
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Lieber Heiko,
falsch. Die Lüneburger waren vorausschauend. Es hat nur der Mut zur Umsetzung gefehlt. Dann müssten wir heute nicht über Konzepte nachdenken, die längst in Papier gegossen waren. Ob nun LG 2030+, NUMP (schlimmes Wort) oder Stadtentwicklungskonzept, Jahre dran gemurmelt, keiner weiß, was drinsteht.
PS: Richtig, leider halten sich nicht alle Radfahrer an Verkehrsregeln, aber leider auch nicht alle Autofahrer. Die geben sich nichts. Und die E-Bikes und E-Roller, die gerade unter Kindern und Jugendlichen in Mode sind, sie werden zu einem großen Problem. Den Rest besprechen wir mal bei einer Selter. Dein jj
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Erinnern wir uns, im Landratswahlkampf 2019 punktete der CDU-Kandidat Jens Böther mit der Elbbrücke, während der SPD-Landratskandidat Norbert Meyer mit dem Pfund der Ilmenaubrücke wucherte. Sein Lüneburger Parteifreund Friedrich von Mansberg, seinerzeit Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Lüneburg, richtete im Frühjahr 2019 den Blick auf die städtische Verkehrsdiskussion und verkündete:
Und von Mansbergs Kameradin Andrea Schröder-Ehlers, in jenen Tagen Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Lüneburg, heute die gerade aus der Niedersächsischen Rechenburg in Hildesheim hervorgezauberte OB-Kandidatin für unsere Hanse- und Theaterstadt, betätigte das damals, ergänzte und versprach:
Siehe: https://spd-lueneburg.de/meldungen/spd-in-stadt-und-kreis-wir-brauchen-die-arena
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aber, aber, welches planungsbüro wird da wohl in frage kommen, diese von herrn jenckel aufgeworfenen fragen zu beantworten?
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