Podcast zum harten Brexit mit Staatssekretärin Jutta Kremer

Staatssekretärin Jutta Kremer im Gespräch mit Hans-Herbert Jenckel über den Brexit.

Staatssekretärin Jutta Kremer im Gespräch mit Hans-Herbert Jenckel über den Brexit. Foto: eiz

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Die Partei, die Partei hat nicht immer recht

Lüneburg, 27. Januar 2019

Wenn heute irgendwo ein Politiker zur Rede ansetzt, dann fällt so sicher wie das Amen in der Kirche das Schlagwort: Bürger-Dialog.  Seit die Parteienlandschaft bunter wird, und die Volksparteien drohen zu Splittergruppen zu verkümmern, ist der Bürger-Dialog zum Rettungsring und zur Allzweckwaffe avanciert. Er fehlt in keinem Grundsatzprogramm. Zuhören, zuhören, zuhören. Dabei handelt es sich zumindest im Lokalen wie im kleinen Lüneburg um ein grundsätzliches Missverständnis im Kampf ums Überleben. Weiterlesen →

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Zu viel Gezeter, zu viel Lavieren – Lüneburg hat die Steinwüste am Sand verdient

Lüneburg, 21. Januar 2019

Tränken und Brunnen gehörten lange zum Platz Am Sande. Das letzte war ein Löschwasserbrunnen in einer hässlichen Waschbeton-Einfassung bis Anfang der 70er-Jahre.

Tränken und Brunnen gehörten lange zum Platz Am Sande. Das letzte war ein Löschwasserbrunnen in einer hässlichen Waschbeton-Einfassung bis Anfang der 70er-Jahre. Collage: LZ-Ausschnitt

Dieses Gezeter, dieses Lavieren und Lamentieren – jahrelang. Schier unerträglich. Und alles wegen ein paar Wasserdüsen auf dem Platz Am Sande. Die Lüneburger Stadtverwaltung, sie hat sich auch nicht mit Ruhm bekleckert, sollte die Idee endgültig begraben, auf dem Platz ein wenig Wasser sprudeln zu lassen. Lüneburg hat diese Steinwüste im Sommer verdient. Weiterlesen →

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Eine Brücke der Herzen, nicht der Fakten – Kreis antwortet vage auf Steuerzahlerbund-Fragen

Bisher nur eine Grafik, die gezeichnete Elbbrücke über die Elbe.

Bisher nur eine Grafik, die gezeichnete Elbbrücke über die Elbe.

Die Elbbrücke Neu Darchau ist und bleibt in erster Linie ein Versprechen, eine Brücke der Herzen, nicht der Fakten. Denn die Faktenlage ist zurzeit eher dürr wie der letzte Sommer. Das geht aus den Antworten des Landkreises Lüneburg auf die Fragen des Bundes der Steuerzahler hervor. Weiterlesen →

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Steuerzahlerbund sieht Elbbrücke kritisch und stellt Fragenkatalog an Kreis und Minister

Lüneburg, 12. Januar 2019

Fähre Tanja bei Neu Darchau

Noch fährt die Fähre Tanja bei Neu Darchau, wo viele sich eine Brücke über die Elbe wünschen.

Der Bund der Steuerzahler in Niedersachsen wirft einen kritischen Blick auf die erneute Planung der Elbbrücke Neu Darchau. Er schickte jetzt einen Fragenkatalog an den Landkreis Lüneburg, den Planer und potenziellen Bauherren, und an Wirtschaftsminsiter Dr. Bernd Althusmann, der mit seiner Zusagen einer umfangreichen Förderung die Brücke wieder in den Fokus gerückt hat.  Weiterlesen →

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Macht macht gerade im Netz dünnhäutig

Lüneburg, 8. Januar 2019

Bei Twitter und Facebook meldet sich der Grünen-Chef ab. Screenshot: Homepage Habeck

Bei Twitter und Facebook meldet sich der Grünen-Chef ab. Screenshot: Homepage Habeck

Trolle, Hasser, Neider und am besten alles unter einem Fake-Namen – das Netz und gerade die Sozialen Medien sind noch im Zustand des Wilden Westens, ein Paradies für Heckenschützen. Jetzt hat es den Grünen-Chef Robert Habeck getroffen, als Konsequenz steigt er aus bei Twitter und Facebook. Ein Schlachtfeld weniger für die Schattenarmee, die in ihrem Zerstörungstrieb nur Kamikaze kennt. Weiterlesen →

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Das Spiel mit Hoffnung und Geld – die Elbbrücke dient nur dem Stimmenfang

Lüneburg, 3. Januar 2019

Miriam Staudte aus dem Kreis Lüneburg ist stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Niedersächsischen Landtag.

Miriam Staudte aus dem Kreis Lüneburg ist stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Niedersächsischen Landtag.

Als Wahlkampfschlager und Hoffnungsträger hat die Idee einer Elbbrücke Neu Darchau ausgedient, sagt die Grüne Miriam Staudte, stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Niedersächsischen Landtag. Dass der Landkreis weiter Geld in die Planung pumpt – unverantwortlich. Und die Grünen sind nach letzten Umfragen eine Macht im Land, auf Augenhöhe mit SPD und CDU in der Wählergunst. Weiterlesen →

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Im Straßenkrieg zwischen Rädern und Autos schafft nur KI Frieden

Lüneburg, 30. Dezember 2018

Auf Lüneburgs Straßen sind die Fronten zwischen Räder und Autos verhärtet, Verstöße und Beschimpfungen an der Tagesordnung.

Auf Lüneburgs Straßen sind die Fronten zwischen Rädern und Autos verhärtet, Verstöße und Beschimpfungen an der Tagesordnung.

Zum Jahreswechsel stehen die guten Vorsätze in voller Blüte, die kurz darauf wieder ins Reich der Träume fliehen. Da darf auch ich träumen. Ich habe den Traum, dass Frieden auf Straßen werde, dass die Künstliche Intelligenz möglichst bald den Kleinkrieg auf dem heißesten Pflaster von Lüneburg beendet, auf dem Straßenpflaster. Weiterlesen →

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Die Arena-Gelduhr tickt unerbittlich: Ein Kreistag in Geiselhaft

Lüneburg, 14. Dezember 2018

Die Bauschilder sehen gut aus, ob der Preis stimmt, ist fraglich. Foto: phs

Die Bauschilder sehen gut aus, ob der Preis stimmt, ist fraglich. Foto: phs

Die Abgeordneten des Lüneburger Kreistages dachten, sie träfen eine kluge Entscheidung. Eine mit Rückversicherung. Sie gaben grünes Licht für den Bau der Arena Lüneburger Land, aber nur, wenn das Finanzamt auch grünes Licht gibt, dass die Vorsteuer auf die Bausumme abgezogen werden kann. Nur die Finanzamts-Ampel steht nicht auf Grün. Und spätestens nächsten Montag, 17. Dezember,  werden die Politiker im Kreistag ahnen, dass sie in Geiselhaft genommen werden.

Als Drohkulisse türmen sich zwei Millionen Euro vor den Mandatträgern auf.  Zwei Millionen, die veloren sind, wenn sie sich der Arena verweigern, weil Aufträge vergeben sind, Schadenersatz drohe.

Seit ihrem Rückversicherungs-Beschluss vor wenigen Wochen haben nicht nur die Kosten weiter Sprünge gemacht. Das ahnte eigentlich schon jeder, als er die Hand hob. Was den meistens Politikern nicht so klar war, spätestens seither tickt die Arena-Gelduhr richtig laut. Das erklärt die Verwaltung jetzt in ihrer Vorlage.

Der Beschluss unter Vorbehalt war sozusagen ein Placebo fürs Politiker-Gewissen. Die Baukosten haben sich innerhalb weniger Monate fast verdoppelt auf 19,4 Millionen. Eine Summe, bei der immer mehr Kreistagsabgeordnete daran denken, auf die Bremse zu treten. Doch die Verwaltung macht die Rechnung auf: mindestens zwei Millionen Euro landeten dann jetzt schon im Orkus. Weiter warten ist auch keine Option, dann steigt die verpuffende Summe durch Schadenersatzforderungen womöglich kontinuierlich. Und der Kreis landet nicht nur mit der Elbbrücke, sondern dann auch mit der Arena im Schwarzbuch der Steuergeld-Verschwender.

Schon bei der Wiederaufnahme der Elbbrücken-Planung haben alle die Augen davor verschlossen, was so ein Unterfangen wirklich kosten wird und lieber den Gefühlen freien Lauf gelassen. Und auch dieses Mal haben die Politiker weggeschaut, was so eine Arena wirklich für den Kreis-Haushalt bedeutet. Dabei hat sich auf der Kostenseite in mehr als dreißig Jahren Stadthallen-Planung in Lüneburg nicht so allzu viel getan.

Aus Mark sind nur Euro geworden, ansonsten greift die natürlich Baukosten-Steigerung. 20 Millionen war immer eine Hausmarke.

Die Politiker können in alter Manier die Schuld leicht auf die Verwaltung schieben, die nicht transparent gearbeitet habe. Den Kreistagsabgeordneten ist vermutlich bei den Kostensprüngen schwindlig geworden. Da verschwimmen schon mal die Zeilen in den Vorlagen. Und dann ist auch noch viel Irrationales im Spiel. Also: vermindert schuldfähig?

Das ist unredlich. Die Mehrheit im Kreistag hat sich unter Druck setzen lassen, weil eben nicht die Fakten, sondern wieder mal die Gefühle die Oberhand gewonnen hatten und weil man unter vermeintlichem Zeitdruck, schließlich hatte man schon zwei Planungen verworfen, nun eilig zugegreifen wollte – mit Rückversicherung. Und? Womöglich doch ein Griff ins Klo.

Hans-Herbert Jenckel

Epilog

Teil1

Der Arena-Bau ist beschlossen, der Kreistag hat am 17. Dezember mit 38 Ja- gegen 18 Nein-Stimmen endgültig grünes Licht für die Arena Lüneburger Land im Industriegebiet Vrestorfer Heide gegeben.

Im Endspurt hatten allerdings zunehmend Abgeordnete Bauchschmerzen, weil für sie zu viele Fragen ungeklärt und die Brutto-Kosten laut Kreisverwaltung bereits auf 19,4 20 Millionen Euro gestiegen waren.

Teil 2

Der Rat der Stadt Lüneburg schaut beim Arena-Melodram entspannt zu. Denn der Rat hat seinen Beitrag festgeschrieben, unabhängig von höheren Baukosten und Betriebskosten: 4,4 Millionen in summa.

Antrag auf geheime Abstimmung zum Arena-Bau

Antrag auf geheime Abstimmung zum Arena-Bau

Dringlichkeitsantrag AG Sport- und/oder Veranstaltungshalle für den Kreistag

Dringlichkeitsantrag AG Sport- und/oder Veranstaltungshalle für den Kreistag

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Update +++ Arena-Blog „Tarnen -Tricksen – Täuschen“ +++ Update

Lüneburg, 7. Dezember 2018

Die Grafik des Architektenbüros Buddelmeyer ist von der offiziellen Seite des Landkreises Lüneburg.

Die Grafik des Architektenbüros Buddelmeyer zeigt stilisiert die Arena Lüneburg Land ist von der offiziellen Seite des Landkreises Lüneburg.

Berni Wiemanns Blog-Beitrag zum Arena-Bau des Landkreises Lüneburg „Tarnen, Tricksen und Täuschen“ fand ein breites Echo. Unter den 93 Kommentaren wurde namentlich der Vorsteuerabzug für die Baukosten, darauf hofft der Landkreis als Bauherr, als sehr fraglich eingestuft. Der Kreistagsabgeordnete Wiemann hat darauf noch einmal beim Landkreis eine „Vollkostenrechnung“ für die Arena angefordert.

Das Ergebnis: Ein Posten von 300 000 Euro war schlicht „vergessen“ worden, brutto sei man bereits, rechne man die Berater hinzu, bei „ca. 19,4 Millionen“.

Dabei ist der mögliche Umbau des Verkehrsknoten an der Media-Markt-Kreuzung noch nicht eingerechnet. Bei Zahlenspiel des Landkreises haben sich die angegebenen Kosten damit innerhalb eines halben Jahren fast verdoppelt.

Der Liberale Berni Wiemann kritsiert im Blog.jj, dass bei den Arena-Plänen nicht mit offenen Karten gespielt wird, sondern bei den Kosten Positionen nicht berücksichtigt werden.

Der Liberale Berni Wiemann kritsiert im Blog.jj, dass bei den Arena-Plänen nicht mit offenen Karten gespielt wird, sondern bei den Kosten Positionen nicht berücksichtigt werden.

Berni Wiemann ist sicher: Fortsetzung folgt. Denn bisher basieren die Kalkulationen auf 70 Prozent der vorliegenden Angebote. Schon die üblichen Baukostensteigerungen seien nicht berücksichtigt.

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Chronologie Arena-Blogs 

Videos: Der Landrat zur Arena und Elbbrücke

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