CDU-Pols is back

Lüneburg, 18. Februar 2017

Der Lüneburger Christdemokrat Eckhard Pols mag manchmal unberechenbar sein, launisch und auch ruppig. Dafür ist er vor zwei Jahren abgestraft worden, als Fraktionschef im Rat und als Kreisvorsitzender aus dem Amt gedrängt worden.  Weiterlesen →

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Universitätsallee – Nicht der Straßenname mehrt den Ruf einer Uni

Lüneburg, 14. Februar

Mit dem Namen ist das so eine Sache, man wird ihn nicht mehr los. Das führt durchaus zu großem Unglück, wusste schon Victor Hugo. Amerika heißt nicht nach seinem Entdecker Columbus, aber die Guillotine ist auf ewig mit dem Arzt Guillotin verbunden und mit dem Blutrausch der Französischen Revolution. Einfacher ist es da schon mit Straßennamen – die kann man austauschen – mit und ohne triftigen Grund. Das möchte jetzt die Leuphana. Keine Sorge, es soll keine Leuphana-Straße geben, aber eine Universitätsallee. Warum? Weiterlesen →

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Lüneburgs Rat will die LZ an die Kandare nehmen

Lüneburg, 5. Februar

Nicht nur in Amerika tut sich für die Presse Beunruhigendes, nein, auch im Rat der kleinen Hansestadt Lüneburg. Mal droht er aus Protest zur Kinderkirmes zu mutieren, nämlich wenn die AfD das Wort ergreift. Und dann wieder moniert er, die Zeitung  stelle „unangebrachte“ Fragen an Ratsmitglieder. Weiterlesen →

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Drama, Baby, Drama!

 

Lüneburg, 25. Januar

Disruption ist der Liebling der Businesspeople, das Wort turnt sie zurzeit an. Was ist gemeint? Wenn ein neues Produkt, eine Idee so umwerfend ist, dass es alles in den Schatten stellt, dann ist die hohe Zeit für Disruption, kurz Zerschlagung.

Der Master of Disruption im politischen Metier in Deutschland ist Sigmar Gabriel. Schon immer. Eine neue Idee und schon springt Gabriel auf. Das ist sein Naturell, das meint er gar nicht böse. Er ist wie Luther, er kann nicht anders.

Schon als Ministerpräsident in Niedersachsen hat er seine Staatskanzlei in eine Dauerbaustelle verwandelt. Wenn Gabriel eine gute Idee hört, dann veredelt er sie sogleich im nächsten Gespräch. Da ist er Meister. Seine Synapsen sind superkurz.

So hat Gabriel es auch mit seinen Umfragewerten versucht, immer schnell nachjustieren, neue Testballons steigen lassen. Doch weil die nicht abhoben, hat er am Ende kurzerhand den gesamten K-Frage-Fahrplan der SPD, den er über Wochen gebetsmühlenartig verteidigt hat, selber über den Haufen geworfen.

Er hat seine SPD nicht vorbereitet, er hat sie kalt erwischt, er hat einfach mal Interview rausgehauen und es auf alle Titelseiten geschafft. Aus dem Nichts. Das ist Gabriel live.

Was haben sich Medien verkalkuliert, ja entschuldigt, dass es mit dem sicheren Recherche-Ergebnis: Gabriel wird Kanzlerkandidat, doch nicht geklappt hat.

Drama, Baby, Drama würde jetzt Bruce Darnell dem Topmodel Gabriel zurufen. Muss er aber gar nicht, der kann’s so, ein Naturtalent.

Hans-Herbert Jenckel

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Rats-Revolte in Lüneburg erstmal abgeblasen

18. Januar 2017

Die christdemokratisch-grün-links-liberale Allianz im Rat zur Bändigung des Oberbürgermeisters von Lüneburg steckt in der Etappe fest. Ihre Novelle zur Geschäftsordnung, mit der der Redefluss des Stadtoberhauptes eingedämmt und er auf das Gardemaß eines höheren Beamten gestutzt werden soll, will und will nicht gelingen. Und die neue Entschädigungssatzung für den Rat, die zweite Duftmarke des Bündnisses, hat sich schon zum lauen Lüftchen vernebelt.

Dabei roch es noch in der ersten Sitzung des neuen Rates ein bisschen nach Pulverdampf, nach Sturm auf die Bastille. Nicht zuletzt, weil es um den König ging: Nach 25 Jahren als Oberbürgermeister rufen viele Ulrich Mädge mal wohlwollend und anerkennend, mal frotzlig und kritisch „König Uli“. Und schließlich ging es bei der abgeblasenen Rats-Revolte auch darum, in die Machtsphäre des Königs einzubrechen.

Die Jakobiner im Revolutions-Frankreich wollten ja zuerst auch nur die konstitutionelle Monarchie durch eine Republik ersetzen. Ein paar Namen und Titel ausgetauscht, kommt einem das vertraut vor. Wie schrieb es der Linken-Chef Michèl Pauly nach der Auftaktsitzung so schön auf seiner Facebook-Seite: „Wenn es einer Begründung bedurft hätte, das Rederecht des Oberbürgermeisters zu regeln“, habe Mädge sie schon in der ersten Sitzung selbst geliefert. Getan hat sich nichts. Robespierres Geist rumpelt in der Kiste, und da wird er auch bleiben.

Nun scheint die Gefahr groß, dass die Jamaika-Gruppe, als Tiger gesprungen, als Bettvorleger landet. Und es locken neue Reize: Der Sprecher der Jamaika-Gruppe, Niels Webersinn, träumt aktuell wohl mehr vom Landtag in Hannover als vom Rat in Lüneburg. Und an der linken Flanke spurtet Michel Pauly Richtung Bundestag/Berlin.

Die nüchterne Bilanz nach einem Quartal neuer Rat: Mädges Duftmarken wabern weiter durchs Rathaus. Das hätten die Rats-Reformatoren schon wissen können, als sie ihre Gruß- adressen zu Mädges 65. Geburtstag im Juni 2016 sandten. Damals hörte sich das nämlich so an – Auszüge:

Michèl Pauly (Linke): Vermutlich der fleißigste Oberbürgermeister, den unsere Stadt je hatte.

 Niels Webersinn (CDU): Mit Respekt stelle ich fest, dass Herr Mädge nie die Flinte ins Korn wirft, dass er stets fintenreich versucht, neue Wege zu gehen, …dass seine Schlagfertigkeit oft für gute Stimmung sorgt und die politische Fortune ihn stets begleitet hat.

Andreas Meihsies (Ex-Grüner): Seit Jahren ein zentraler Ideengeber und ein zupackender Stadtgestalter.

Birte Schellmann (FDP): Wer seit über 150 Jahren der am längsten amtierende OB in Lüneburg ist, verfügt offensichtlich über ungewöhnliche Fähigkeiten, auch oder gerade weil er vielfach in monarchischer Manier über Partei, Gesamtrat und Verwaltung herrscht… Lüneburg ist ihm zu Dank verpflichtet.

Hans-Herbert Jenckel

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Politiker mit Haltung stehen auf der Roten Liste

Politiker, die Haltung zeigen, stehen auf der Roten Liste. Denn es sind nicht die gemeint, die glauben, da ist was passiert, ich muss reden. Die Sorte wird gerade im Online-Eskapismus zerrieben.

Vor zwei Wochen habe ich nach dem Anschlag von Berlin unter der Blog-Überschrift „Phrasendrescher im Schlepptau des Terrors“ über hyperaktive Politiker räsoniert, die reflexartig ihren Aktionismus ausleben und mehr Schutz für alles und jeden fordern.

Dann kommt die Silvesternacht mit dem Großaufgebot der Polizei in Köln und dem Tweet über „Nafris“, was polizeiintern für nordafrikanische Intensivtäter steht. Schon rügt die Grünen-Chefin Peter die Polizei und erntet unerwartet einen Shitstorm. Darauf erklärt sie im Spiegel, was sie vorher besser hätte tun sollen: „Wenn der Eindruck entstanden sein sollte, ich würde die Polizei stigmatisieren und ihr pauschal Rassismus vorwerfen, bedaure ich das. Das war nie meine Absicht. Es tut mir leid, dass meine Äußerungen durch Verkürzung in eine Schieflage geraten sind. Ich hätte abwarten sollen, bis weitere Informationen vorliegen. Das muss ich mir eingestehen.“

Leider gilt dieser Makel heute auch für die Kommentar-Kultur, für die Welterklärer und die Terror-Experten (Wen beraten die eigentlich, wenn sie nicht im Fernsehen dampfplaudern?).

Von der Spezies erwartet ein jeder, ohne dass ausreichend Fakten vorliegen, dass sie uns aus dem Stand erklärt, warum Tragödien nicht hätten anders kommen können. Es werden Hintergründe und Abgründe aufgetan. Und mit genauso fester Stimme und Schreibe erklären die gleichen Kommentatoren später, jetzt im Besitz der Wahrheit, von der zwingenden Logik, warum es natürlich hätte doch ganz anders kommen können, frei nach dem Motto: Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.

Die Tragik ist die Vermutung, dass es heute tatsächlich ums Schwatzen geht, nicht um Gehalt, ums Füllen von Sendeminuten, und wenn schon um Haltung, dann bitte um eine biegsame.

Lüneburg, 6. Januar Hans-Herbert Jenckel

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In Zeiten von Fake-News und Postfaktisch: Falschmeldungen haben eine lange Tradition

Postfaktisch als Wort des Jahres, Fake-News als Trend. Kein gutes Jahr für Journalisten. Der Ruf ist ramponiert. Dabei sind das altbekannte Tricks. Reichtum und Ruhm werden schon seit Jahrtausenden nicht nur durch harte Arbeit, Mut und Genialität, sondern auch durch Fake-News gewonnen wie die Konstantinische Schenkung, die dem Papst auf ewig Macht garantierte, oder die erfundene Schlacht von Clavijo mit dem heldenhaften Jakobus, der Santiago de Compostela auf immer als Wallfahrtsort gequälter Pilger Reichtum garantiert, obwohl Jakob nie, nie da war.
Natürlich ist auch das Jahr 2016 im kleinen Lüneburg nicht frei von Nachrichten, deren Wahrheitsgehalt begrenzt ist.

Man könnte zum Beispiel erstaunt glauben, die Grünen seien plötzlich auch für eine Elbbrücke. Im Kooperationspapier von CDU und Grünen im Kreistag steht, ich zitiere die LZ, dass nach neuen Lösungsansätzen gesucht werde – „dabei ist der finanzielle Spielraum des Landkreises zu beachten“. Klingt wie: Nichts Neues an der Elbe. Wenn Grüne überhaupt über eine Querung nachdenken, dann vermutlich über eine mobile Fußgänger-Pontonbrücke. Der Vorstoß könnte sich also als getarnter Fake rausstellen.

Oder das Tohuwabohu bei der Haltung der Hansestadt zur geplanten Bahntrasse Typ E. Mal hü, mal hott. Auch das hat Verwirr-, wenn nicht Fake-Potenzial.

Kommen wir zu Knallern, deren Fake-Gehalt erst die Zukunft beweist – in Klammern meine Prognose.

1.) Das Audimax kostet aufgrund „unerwarteter Kostensteigerungen im letzten Moment und der ungünstigen Witterungsverhältnisse“ unterm Strich 120 Millionen. (Fake-Faktor 20%)

2.) Für die SPD zieht in Lüneburg Friedrich von Mansberg in den Landtagswahlkampf. Warum? Landrat Manfred Nahrstedt (dann 69) sagt Ende 2017 tschüs. Parallel zur Landtagswahl im Januar 2018 wird die Noch-SPD-MdL Andrea Schröder-Ehlers seine Nachfolgerin. (Fake-Faktor 50%)

3.) Der Hallenbau verzögert sich, weil der Nabu auf dem Areal zwei Rotbauchunken und eine Haubenlerche ausgemacht hat, die erst gefunden und dann umgesiedelt werden müssen. Nabu-Chef Thomas Mitschke fordert jetzt mit Nachdruck ein Naturschutz-SEK. (Fake-Faktor 40%)
4.) Im Herbst 2017 endet Jamaika im Rat. SPD und CDU gründen eine neue Mehrheits-Gruppe. Das Zugeständnis der Roten: Der Schwarze Niels Webersinn wird wieder Gruppensprecher. (Fake-Faktor 60%)

5.) Überraschend stellt Kreisrat Krumböhmer fest, der die Elbbrücken-Planung wieder aufgegriffen hat, dass der Kreis weit mehr als 15 Millionen zuzahlen müsste und nicht kann. (Unerwartete Baukostensteigerung, Wetter etc. – Sie kennen die Leier ja.) Die Pläne verschwinden wieder in der Schublade mit der Zusicherung, nie wieder eine Bürgerbefragung an der Elbe anzustoßen. (Fake-Faktor 1%)

Es reicht jetzt. Das Gute zuletzt: Nach dem schwarzen Jahr 2016 sind sich alle sicher, dass es 2017 nur besser werden kann. Ich schließe mich dieser Einschätzung an – komplett unrecherchiert.

Frohes neues Jahr
Hans-Herbert Jenckel

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Phrasendrescher im Schlepptau des Terrors

20. Dezember

Die Trauer nach so einer Nacht ist groß. Die Phrasen von Politikern mit ADS, die jetzt reflexartig landesweit ihren Aktionismus ausleben und mehr Schutz für Weihnachtsmärkte fordern, sind unerträglich. Wann kommt die Forderung nach einem Schutzkonzept für christliche Kirchen, wann das Verbot von größeren Menschenansammlungen? Genauso unerträglich sind die, die es immer gewusst haben und jetzt nicht an sich halten können.

Es wird Tage und Wochen dauern, bis wir verstehen, dass wir nicht mehr vor Terror warnen, sondern mit dem Terror leben müssen oder wie immer man solche fanatischen Taten nennt, die jeden treffen können ohne Ansehen von Geschlecht, Religion, Hautfarbe und Herkunft. Überall. Mord als Mittel. Das Ziel heißt Vergeltung und Angst säen, destabilisieren. Der Polizeistaat ist das Ziel der Täter, nicht unserer Demokratie.

An einem Tag wird der russische Botschafter in Ankara auf offener Bühne erschossen, in Berlin sterben bei einem Terroranschlag viele Menschen. Weit mehr als hundert Terroranschläge zählt das Jahr 2016. Die Welt ein grausamer Ort. Und heute trägt Deutschland schwarz.

Das Lüneburger Rathaus flaggt heute halbmast. Der Weihnachtsmarkt auf dem Lüneburger Marktplatz wird wie jeden Tag öffnen. Nur das wird anders sein: Die Gespräche drehen sich vorm Rathaus um den Anschlag, die Gedanken sind in Berlin.

Nach dem Amoklauf von Utoya 2011 sagte der norwegische Ministerpräsident Stoltenberg: „Die Antwort auf die Attacken muss heißen: mehr Demokratie und mehr Offenheit. Andernfalls werden diejenigen, die dahinter stecken, ihre Ziele erreicht haben.“ Das ist leicht gesagt, verdammt schwer zu leben, aber der einzige Weg.

Hans-Herbert Jenckel

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Der Mensch ist eine galaktische Heuschrecke

15. Dezember 2015

Die Welt ist ein grausamer Ort, und die Erinnerung ans Paradies nur ein Placebo. Kriege und Fehden, Blut und Tränen seit Tausenden von Jahren, das ist unsere Chronik, diktiert vom Sterben im Glauben nach mehr. Und erst wenn wir uns und unsere Welt fast ganz verheert haben, werden wir erkennen, dass wir selber die Aliens sind, vor denen wir uns in den Science-Fiction-Blockbustern so fürchten. Galaktische Heuschrecken.

Heute fragt der Kommentator  Jacques Schuster in der „Welt“ zu recht, warum Tausende gegen Chlorhühner und Freihandelsabkommen auf die Straße gehen, aber das Morden in Aleppo nicht zu Massenprotesten führt.

Er kann sich in seinem Wortschwall gerade noch dazu durchringen allen, also auch ein bisschen dem Westen, die Schuld an dem Fall von Aleppo zu geben, bis er dann wortkreativ zu einem Social-Media-Bashing ansetzt. Der Kreuzzug eines Guten.

Ein Gralshüter der transatlantischen Freundschaft. Denn er warnt auch vor der Russlandbewunderung der Deutschen,  lässt aber außer Acht, wie die USA Verbündete „postfaktisch“ in den Irak-Krieg getrieben und getäuscht haben und selber zur Entfremdung beitragen. Was macht eigentlich die Achse des  Bösen?

Herr Schuster lässt außer Acht, dass die Menschen der Kriege müde sind, mit deren Abgründen sie tagtäglich visuell gefoltert werden, er lässt außer Acht, welche Mitschuld die Medien daran tragen, er lässt außer Acht, dass gerade der Krieg in Syrien in Deutschland auch ganz andere Ängste weckt, die vor Flüchtlingen, er lässt außer Acht, welche Katastrophen sich zum Beispiel am Tschad-See in Nigeria, Niger, Tschad und Kamerun abspielen, wo 9,2 Millionen Menschen auf der Flucht sein sollen. Kurz um, er lässt außer Acht, in welchem Stadium der Verrohung wir leben, er ignoriert einfach die Inflation von Gräueln, die der Kreatur Tag für Tag ins Gehirn gepumpt werden, und fragt sich nicht, warum irgendwann da oben der Notstromschalter umspringt und die Deutschen sich vor Chlorhühnchen mehr fürchten als vor Krieg, der im allgemein aufkeimenden Neo-Nationalismus immer näher rückt. Das ist doch irrational! Ja, aber auch zutiefst menschlich.

Hans-Herbert Jenckel

 

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Die gemütlichen Zeiten sind vorbei: Andrea Schröder-Ehlers bekommt Konkurrenz ums Landtagsmandat


Friedrich von Mansberg.

Lüneburg. Friedrich von Mansberg, noch Chefdramaturg am Lüneburger Theater, will der mächtigsten SPD-Frau in der Region das Landtagsmandat streitig machen und am 8. Februar gegen die Genossin und Unterbezirksvorsitzende Andrea Schröder-Ehlers als Kandidat für die Landtagswahl im Januar 2018 antreten. Das ist insofern aussichtsreich, als von den 38 Delegierten für den Wahlkreis Lüneburg, die entscheiden, 27 aus der Stadt kommen.

Intern hört man, dass Schröder-Ehlers nicht präsent genug in der Region ist und auch ihre Position zur Bahntrasse auf der Strecke Lüneburg-Uelzen nicht nur Freunde.hat. Von Mansberg wendet sich klar gegen die sogenannte Alpha E-Variante, gegen die auch die Stadt klagt.

Doch selbst, wenn Schröder-Ehlers tatsächlich die Wahl gegen von Mansberg verlieren sollte: Sie ist eine Politikerin und auch Verwaltungsexpertin, die bewiesen hat, dass sie sich auch in einer Männer-Welt durchsetzen kann. Da könnte Sie den möglichen Kandidaten um den Landratsposten, wenn Manfred Nahrstedt abtritt, wie den Bürgermeistern von Adendorf oder Ilmenau zur mächtigen Konkurrentin erwachsen – die erste Landrätin.

Bei der CDU wird noch viel spekuliert: Steffen Gärtner wird als Kandidat genannt, der hätte aber ganz eigentlich ein anderes Traumziel. Auch der JU-Vorsitzende Alexander Schwake. Aber das ist eher noch alles Gerüchteküche. Im März will die CDU entscheiden.

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